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November 2017
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Sonntag, 3. Juli
Programmwoche 27/2016
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6:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

makro: Philippinen - Die globalen Helden

Film von Jürgen Natusch

Ganzen Text anzeigenWie Europa steht auch Asien vor der Herkules-Aufgabe, für seine Jugend Arbeitsplätze zu schaffen. Auf den Philippinen drängen jedes Jahr eine Million junge Menschen auf den Arbeitsmarkt.

Daryll geht als Koch auf ein Kreuzfahrtschiff, Marnie als Krankenschwester nach ...

Text zuklappenWie Europa steht auch Asien vor der Herkules-Aufgabe, für seine Jugend Arbeitsplätze zu schaffen. Auf den Philippinen drängen jedes Jahr eine Million junge Menschen auf den Arbeitsmarkt.

Daryll geht als Koch auf ein Kreuzfahrtschiff, Marnie als Krankenschwester nach Deutschland und Faith arbeitet im Callcenter für Firmen im Ausland. Der geburtenreiche Inselstaat will seiner Jugend Wege aus der Armut, rein in die Mittelschicht, ebnen.

Jede fünfte Familie auf den Philippinen lebt noch unter der Armutsschwelle. Ihre Lebensverhältnisse in Wellblechhütten in Manila und draußen auf dem Land sind äußerst ärmlich. Der eine Weg aus der Armut führt über das Ausland als Crew-Mitglied auf Container- und Kreuzfahrtschiffen. Auf den Weltmeeren ist jeder dritte Seefahrer Filipino.

Während die Eltern ihr Geld im Ausland verdienen, wachsen ihre Kinder zu Hause bei Großeltern oder Verwandten auf. Zehn Millionen Filipinos arbeiten fern der Heimat. Ihre Überweisungen sind ein Geldsegen für die Familien zuhause und für die philippinische Wirtschaft. Denn im Inselstaat ist jeder Dritte ohne Arbeit. Der andere Weg aus der Armut führt hinauf in die Bürotürme von Manila. Die Philippinen haben Indien als führende Callcenter-Nation abgelöst. In vielen Hochhäusern wird nachts gearbeitet, wenn in den USA Tag ist. Mehr als eine Million Filipinos bieten ihren Service vor allem für amerikanische Firmen an. Schon heute spült dieser neue Wirtschaftszweig fast genau so viel in die Kasse wie die Überweisungen aus dem Ausland.

Nach vier Jahrzehnten mit Rückschlägen boomt die Wirtschaft und wächst seit Jahren neben China am schnellsten in Asien.


6:44
VPS 06:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tele-Akademie

Prof. Dr. Andreas Kruse:

Gestaltungsmöglichkeiten im Alter

Ganzen Text anzeigenIn seinem Vortrag untersucht Andreas Kruse die körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Dimensionen des Alterungsprozesses und diskutiert die öffentliche Wahrnehmung darüber.

Professor Dr. Andreas Kruse ist Direktor des Instituts für Gerontologie der ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenIn seinem Vortrag untersucht Andreas Kruse die körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Dimensionen des Alterungsprozesses und diskutiert die öffentliche Wahrnehmung darüber.

Professor Dr. Andreas Kruse ist Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg. Er ist Mitglied der Zukunftskommission der Bundeskanzlerin und leitet die Arbeitsgruppe "Generationenbeziehungen".

Das Alter ist Thema der Literatur geworden, und mit ihm die Endlichkeit des menschlichen Lebens und damit Fragen der Menschenwürde, der Erinnerung, des Beziehungsverlusts und des Sterbens.

Eine besondere Herausforderung geht von der Alzheimer-Krankheit und allen Formen demenzieller Erkrankungen aus, denn sie stellen das cartesianische Menschenbild in Frage und fordern von Angehörigen und Pflegenden ein Höchstmaß an Empathie, Phantasie und Geduld. Der Vortrag zeigt, wie neuere Romane und Essays alte Figuren zeichnen, demenzielle Erkrankungen darstellen und dem Prozess des progressiven Erinnerungsverlusts, des Verlusts der kognitiven Fähigkeiten, der Sprach- und Handlungskompetenz, des körperlichen Verfalls, des Identitätsverlusts und des Zerfalls sozialer Netzwerke damit eine nachvollziehbare Sprache geben.

Andreas Kruse zeigt auf, dass sich der Alternsprozess mit sehr verschiedenartigen Entwicklungen beschreiben lässt, je nachdem, welche der Dimensionen, körperlich, seelisch, geistig und sozial, angesprochen ist. Von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität, das Wohlbefinden, die Selbstverantwortung und Teilhabe im Alter sind Faktoren wie Plastizität, Kompensation, Kreativität und Generativität, das heißt Weitergabe von Wissen sowie Bereitschaft, für andere Menschen zu sorgen. Es wird zudem dargelegt, wie wichtig der gesellschaftliche und kulturelle Umgang mit Fragen des Alterns für die subjektive, persönliche Einstellung gegenüber dem eigenen Älterwerden ist.


(ARD/SWR)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05

100(0) Meisterwerke

Henry Raeburn: Reverend Robert Walker

beim Schlittschuhlaufen

Dokumentarserie über berühmte Gemälde der Malerei.

In der Reihe "100(0) Meisterwerke" wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.


9:16
VPS 09:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Svenja Flaßpöhler: Moralische Schuld

und die Kunst des Verzeihens

(aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie")

Ganzen Text anzeigenBarbara Bleisch im Gespräch mit der Philosophin Svenja Flasspöhler: Sie spricht mit ihr über die Kunst und die Grenzen des Verzeihens.

Menschen bitten für vieles um Verzeihung: für eine Verspätung, ein grobes Wort, einen Fehltritt. Doch lässt sich auch massives ...

Text zuklappenBarbara Bleisch im Gespräch mit der Philosophin Svenja Flasspöhler: Sie spricht mit ihr über die Kunst und die Grenzen des Verzeihens.

Menschen bitten für vieles um Verzeihung: für eine Verspätung, ein grobes Wort, einen Fehltritt. Doch lässt sich auch massives Unrecht verzeihen? Verdient jeder und jede eine zweite Chance? Und wie lernt man zu vergeben?

Der Film "Lina", der in Solothurn den Publikumspreis gewonnen hat, erzählt von einer jungen Frau, die 1969 von den Schweizer Behörden wegen ihres angeblich liederlichen Lebenswandels in eine geschlossene Anstalt gesperrt wird und ihren Sohn zur Adoption freigeben muss.

Dieses Unrecht wiegt aus heutiger Sicht so schwer, dass es nicht nur unverständlich, sondern auch unverzeihbar scheint. Genau in solchen Fällen stellt sich die Frage des Umgangs mit Schuld erst richtig, meinte der Philosoph Jacques Derrida. Doch wie sollen Täter und Opfer mit Schuld umgehen, die nicht tilgbar scheint? Was leistet staatliche Wiedergutmachung? Und wie gelingt Versöhnung?

Die Philosophin Svenja Flasspöhler hat zur Philosophie des Verzeihens ein Buch geschrieben, in dem sie - ausgehend von eigenen leidvollen Erfahrungen - den moralischen Schuldenschnitt ergründet.


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Tabula Rasa

Ingeborg Bachmann und das große Wettlesen in Klagenfurt

Film von Barbara Frank

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenEin Blick hinter die Kulissen der "Tage der deutschsprachigen Literatur" und in das Leben Ingeborg Bachmanns. Anlässlich der zwei Jubiläen 2016 kommen Literaturexperten und Zeitzeugen zu Wort.

2016 wäre nämlich der 90. Geburtstag Ingeborg Bachmanns gewesen - einer ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenEin Blick hinter die Kulissen der "Tage der deutschsprachigen Literatur" und in das Leben Ingeborg Bachmanns. Anlässlich der zwei Jubiläen 2016 kommen Literaturexperten und Zeitzeugen zu Wort.

2016 wäre nämlich der 90. Geburtstag Ingeborg Bachmanns gewesen - einer der wichtigsten Autorinnen der Moderne. Der nach ihr benannte "Ingeborg Bachmann-Preis" wird im Rahmen der "Tage der deutschsprachigen Literatur" zum 40. Mal in Klagenfurt vergeben.

Die Verleihung bringt die wichtigsten Vertreter der deutschsprachigen Literaturszene in die "kleine österreichische Stadt".

Mehr als Anlass genug für eine Bestandsaufnahme: Welche Bedeutung hat das sogenannte "Klagenfurter Wettlesen" in seinem 40. Jahr für das literarische Leben? Wie kam der Wettbewerb eigentlich zu seinem Namen? Sind die vielzitierten, über Erfolg und Misserfolg entscheidenden "Mechanismen des Wettbewerbes" Realität? Wie sieht das erste Jahr eines frisch gebackenen "Bachmannpreis"-Gewinners aus? Und womit vertreiben sich die Insassen des "Raumschiffs Literatur" die Zeit, wenn im ORF-Theater die Lichter und Kameras ausgegangen sind?

Die Dokumentation "Tabula Rasa - Ingeborg Bachmann und das große Wettlesen" geht diesen und anderen Fragen auf den Grund und wirft dabei einen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Sichtbar wird, was sich während des Wettbewerbs den Augen der Fernseh-Öffentlichkeit entzieht und zum Gelingen der "Tage der deutschsprachigen Literatur" und deren medialer Inszenierung beiträgt. Zu Wort kommen Autoren, Juroren, Kritiker, Organisatoren und Fans. Menschen, die Interessantes über die Anfänge des Wettbewerbes zu berichten wissen. Darunter auch Familienangehörige und Freunde Ingeborg Bachmanns, für die Rom persönlicher Lebensmittelpunkt und eine "selbstverständliche Stadt" war. Hier entstand nicht nur ihr Roman "Malina" - Bachmann hat in der "ewigen Stadt", in der sie 1973 nach einem Brandunfall den Tod findet, bis heute ihre Spuren hinterlassen.

"Tabula Rasa", das bedeutet so viel wie ein unbeschriebenes Blatt oder eine leere Tafel. Es spiegelt die Seele als Ort der Erkenntnis des Menschen in ihrem ursprünglichen Zustand wider. Die Bühne des nach Ingeborg Bachmann benannten Literaturpreises - als alljährlich mit Spannung erwartetes gedankliches Tableau einer viertägigen Diskussion darüber, was Literatur ist, in welcher Welt sie sich befindet und was ihre Voraussetzungen sind - bildet den formalen Ausgangspunkt der "Erzählung": Ein Ort, wo Autoren (auch diese vor Klagenfurt zumeist noch unbeschriebene Blätter) nicht nur entscheidende "Eindrücke", sondern auch eine mediale Prägung ihrer Person erfahren - was getrost als einzigartiger Vorgang im deutschsprachigen Raum angesehen werden darf. Zuletzt bestand diese Bühne aus einer aufgespannten weißen Fläche, was Assoziationen zum weißen Blatt Papier wachruft – dem wahrscheinlich größten Schrecken jedes Schreibenden. Wobei bekanntlich jedes leere Blatt auch eine unbegrenzte Anzahl an Möglichkeiten in sich birgt.


(ORF/3sat)


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11:01
VPS 11:00

Live aus Klagenfurt

40. Tage der deutschsprachigen Literatur

Ingeborg-Bachmann-Preis 2016

Preisverleihung

Moderation: Christian Ankowitsch

Ganzen Text anzeigenDie 40. Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2016 in Klagenfurt am Wörthersee statt. In dem Jahr gibt es gleich zwei Jubiläen zu feiern.

90 Jahre Ingeborg Bachmann sowie 40 Jahre Ingeborg Bachmann-Preis. Daher ist auch eine große ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenDie 40. Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2016 in Klagenfurt am Wörthersee statt. In dem Jahr gibt es gleich zwei Jubiläen zu feiern.

90 Jahre Ingeborg Bachmann sowie 40 Jahre Ingeborg Bachmann-Preis. Daher ist auch eine große Social-Media-Offensive geplant, und es gibt eine Kooperation mit dem Radiosender FM4. In diesem Jahr werden 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Lesungen zugelassen.

Bei den Lesungen um den Ingeborg-Bachmann-Preis sind ausnahmslos unveröffentlichte, deutschsprachige Prosatexte - auch keine Übersetzungen - mit einer maximalen Lesedauer von 25 Minuten erlaubt. Die Auswahl der Autorinnen und Autoren obliegt ausschließlich der Jury. Bewerber und Bewerberinnen können sich mit ihren Texten an ein oder an mehrere Jurymitglieder wenden. Für die Bewerbung ist es notwendig, von einem Verlag oder einer Literaturzeitschrift schriftlich empfohlen zu werden.

Die Adressenliste der Jury unter dem Vorsitz von Hubert Winkels und alle wettbewerbsrelevanten Informationen sowie aktuelle Neuigkeiten rund um den Ingeborg-Bachmann-Preis sind auf "bachmannpreis.eu" abrufbar.


(ORF/3sat)


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12:03
VPS 12:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Ähnlichkeiten mit Ingeborg Bachmann

Film von Angelika Kellhammer

Ganzen Text anzeigenDie Filmemacherin Angelika Kellhammer zeichnet die wechselvolle und von vielen Fehlurteilen und männlichen Ressentiments geprägte Rezeptionsgeschichte von Ingeborg Bachmann.

Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit der Autorin, die eine vielsprachige, ...
(ARD/BR)

Text zuklappenDie Filmemacherin Angelika Kellhammer zeichnet die wechselvolle und von vielen Fehlurteilen und männlichen Ressentiments geprägte Rezeptionsgeschichte von Ingeborg Bachmann.

Freunde und Weggefährten erzählen von Begegnungen mit der Autorin, die eine vielsprachige, europäische Intellektuelle war, dabei mitunter schüchtern und verletzlich. Sie liebte und lebte, wie die Bachmann-Biografin Andrea Stoll erläutert, kompromisslos.

Den Preis für diese sehr freie und schwierige Existenz bezahlte Ingeborg Bachmann mit einer Alkohol- und Medikamentensucht.

An den drei wichtigen Lebensstationen Klagenfurt, Wien und Rom unternimmt die Filmautorin den Versuch, Ingeborg Bachmann nahezukommen und zu verstehen, warum das Schreiben für sie Berufung und unverzichtbarer Lebensinhalt war - und warum uns das gerade heute etwas angeht. Bachmanns Auseinandersetzung mit der "Krankheit unserer Zeit" bleibt aktuell, ihr Anspruch an Sprache und Kunst ist radikal und experimentiert mit nichts weniger als dem Paradox und der Utopie.

Ingeborg Bachmann fürchtete sich vor Herrn Moll. Die Figur aus ihrer Erzählung "Das dreißigste Jahr" steht für alle Besserwisser, die sich vermeintlich in der Welt auskennen, die andere Menschen einordnen und ihnen ein Etikett umhängen. Die Erzählung aus dem Jahr 1961 war nicht die erste, in der Ingeborg Bachmann das Unrecht thematisierte, das wir denjenigen antun, die wir vorschnell zu kennen glauben. Damals wusste Ingeborg Bachmann noch nicht, wie sehr sie selbst einmal in den Widerstreit von Stilisierungen, Idealisierungen, Gerüchten, Urteilen und Vorurteilen geraten würde: Sie war für Marcel Reich-Ranicki die "vielleicht bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin unseres Jahrhunderts", aber er nannte sie auch eine "gefallene Lyrikerin", als sie es wagte, seinen Vorstellungen nicht zu entsprechen und Prosa zu schreiben. Anderen gilt sie als "Ikone des Feminismus". Eine, die mit bedeutenden Schriftstellern, Paul Celan und Max Frisch, zusammen war, aber in der Liebe dennoch gescheitert ist. Viel Neues über Ingeborg Bachmann ist bekannt geworden, etwa ihre Korrespondenz mit Paul Celan und Hans-Werner Henze, zahlreiche Funde sowie verschiedene Biografien und wissenschaftliche Arbeiten.

Erstmals äußert sich Heinz Bachmann vor der Kamera zu seiner Schwester, führt durch das Haus ihrer Kindheit in Klagenfurt, wo sich noch heute Ingeborg Bachmanns Habe aus ihrer Wohnung in Rom befindet, und erstmals spricht er auch öffentlich über den tragischen Unfalltod seiner Schwester.


(ARD/BR)


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12:47
VPS 12:44

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Format 4:3Videotext Untertitel

In memoriam Manfred Deix

Die Ansichten des Herrn Manfred Deix

Eine Langzeitstudie

Film von Sylwia Rotter

Ganzen Text anzeigenWenig scheint den österreichischen Maler Manfred Deix, 1949 in St. Pölten geboren, mehr aufzuregen als Spießbürgerlichkeit und Stumpfsinnigkeit.

Diesen beiden Themen hat er das Gros seines zeichnerischen Werks gewidmet.
Filmische Langzeitstudie der Ansichten ...
(ORF)

Text zuklappenWenig scheint den österreichischen Maler Manfred Deix, 1949 in St. Pölten geboren, mehr aufzuregen als Spießbürgerlichkeit und Stumpfsinnigkeit.

Diesen beiden Themen hat er das Gros seines zeichnerischen Werks gewidmet.
Filmische Langzeitstudie der Ansichten eines der wohl berühmtesten und zugleich berüchtigtsten Karikaturisten Österreichs.


(ORF)


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13:33
VPS 12:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

In der Asten - Bergbauern in Extremlage

Film von Barbara Altersberger

(aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich")

Ganzen Text anzeigen"Alles ist relativ. Wenn man es gewohnt ist und wenn man die Asten liebt, dann ist nichts schwer", sagen die Bergbauern über ihr Leben in Extremlage.

"Die Asten" ist rund um 1.600 Meter Seehöhe in der Nähe des Großglockners die höchstgelegene Bergsiedlung ...
(ORF)

Text zuklappen"Alles ist relativ. Wenn man es gewohnt ist und wenn man die Asten liebt, dann ist nichts schwer", sagen die Bergbauern über ihr Leben in Extremlage.

"Die Asten" ist rund um 1.600 Meter Seehöhe in der Nähe des Großglockners die höchstgelegene Bergsiedlung Kärntens. Bis zum Jahr 1964 war das Hochtal nur zu Fuß in drei Gehstunden vom Mölltal aus erreichbar.

Die serpentinenreiche Güterstraße ist heute die Lebensader zum Tal, wurde aber auch zum Weg der Abwanderung. Auf sieben bewirtschafteten Höfen leben jetzt 26 Bewohner. Menschen mit einer ausgeprägten Heimatliebe zwischen Tradition und Innovation. Sie bewirtschaften extreme Steilhänge, fahren zusätzlich zur Arbeit, Frauen und Kinder "packen ordentlich an". Die einzigartige Schule mit Sonderstatus gibt es seit 2005 nicht mehr. Das bedeutet tägliche - im Winter gefährliche - Fahrten in die Schule oder den Kindergarten. In der faszinierenden Bergwelt suchen rund um das Alpenvereinshaus "Gäste von draußen" Erholung.


(ORF)


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13:59
VPS 13:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Nockberge - Land zwischen Himmel und Erde

Film von Waltraud Paschinger

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDie Nockberge gehören zu den interessantesten Mittelgebirgsformationen Europas und stellen aufgrund ihrer sanften Formensprache und ihrer geologischen Vielfalt eine Seltenheit dar.

Die geschwungenen grünen Nocken erinnern an Irland, die Hochplateaus an die helle ...
(ORF)

Text zuklappenDie Nockberge gehören zu den interessantesten Mittelgebirgsformationen Europas und stellen aufgrund ihrer sanften Formensprache und ihrer geologischen Vielfalt eine Seltenheit dar.

Die geschwungenen grünen Nocken erinnern an Irland, die Hochplateaus an die helle Weite Kastiliens. Durchbrochen wird diese weiche Landschaft von einem schroffen Felsband mit steilen Karen und scharfen Graten, eisigen Karseen, klaren Bächen und kalten Tümpeln.

Bis in die Gipfelregionen weiden Rinderherden und riesige Hirschrudel miteinander, die zahlreichen verfallenen Bergwerke sind längst von alpinen Urwäldern überwuchert. Wilde Natur und uralte Bergbauernkultur prägen den Charakter des Nationalparks Nockberge, der mitten in Österreich eine geradezu exotische Landschaft bildet.


(ORF)


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14:43
VPS 14:40

Videotext Untertitel

Wörthersee - Bühne für Tier und Mensch

Film von Kurt Mündl

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDer Wörthersee, einer der schönsten Seen Österreichs, ist ein international bekanntes Gewässer, das Komponisten, Architekten und Hollywoodstars anlockt. Doch er hat auch stille Seiten.

Jenseits des Trubels ist das landschaftlich reizvolle Gewässer mit seinen ...
(ORF)

Text zuklappenDer Wörthersee, einer der schönsten Seen Österreichs, ist ein international bekanntes Gewässer, das Komponisten, Architekten und Hollywoodstars anlockt. Doch er hat auch stille Seiten.

Jenseits des Trubels ist das landschaftlich reizvolle Gewässer mit seinen Inseln und Halbinseln ein Naturjuwel.


(ORF)


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15:28
VPS 15:25

Videotext Untertitel

Wildes Wasser, blanker Fels - Nationalpark Gesäuse

Film von Rita und Michael Schlamberger

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenTief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten, an der Grenze zu Oberösterreich, erstreckt sich ein Naturparadies und die größte Felsschlucht Europas: das Gesäuse.

Es ist der mit mehr als 11.000 Hektar drittgrößte Nationalpark Österreichs, eine Welt wilden Wassers ...
(ORF)

Text zuklappenTief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten, an der Grenze zu Oberösterreich, erstreckt sich ein Naturparadies und die größte Felsschlucht Europas: das Gesäuse.

Es ist der mit mehr als 11.000 Hektar drittgrößte Nationalpark Österreichs, eine Welt wilden Wassers zwischen senkrecht aufragenden Steilwänden, furchterregenden Kalkmauern und bizarren Felsgestalten.

Nirgendwo in den Alpen liegen Wasser, Wald und Fels so steil übereinander. Am Eingang des Gesäuses steht ein ehemals bedeutendes Zentrum der Wissenschaft, das weltberühmte Benediktinerstift Admont. Die Mönche des Stifts begannen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, die Tier- und Pflanzenwelt dieser Berge zu erforschen.


(ORF)


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16:14
VPS 16:15

Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Peter Alexander

Die Fledermaus

Komödie, Österreich 1961

Darsteller:
Dr. Gabriel EisensteinPeter Alexander
Rosalinde EisensteinMarianne Koch
AdeleMarika Rökk
Gefängnisdirektor FrankWilly Millowitsch
FroschHans Moser
Pista von BundassyGunther Philipp
u. a:
Regie: Géza von Cziffra
Länge: 104 Minuten

Ganzen Text anzeigenWegen Beamtenbeleidigung soll Rechtsanwalt Dr. Gabriel Eisenstein für eine Woche ins Gefängnis. Seine Frau will währenddessen verreisen und das Hausmädchen lädt sich ihren Verehrer ein.

In der Komödie nach der gleichnamigen Operette von Johann Strauß (Sohn) ...
(ORF)

Text zuklappenWegen Beamtenbeleidigung soll Rechtsanwalt Dr. Gabriel Eisenstein für eine Woche ins Gefängnis. Seine Frau will währenddessen verreisen und das Hausmädchen lädt sich ihren Verehrer ein.

In der Komödie nach der gleichnamigen Operette von Johann Strauß (Sohn) spielt Peter Alexander Dr. Gabriel Eisenstein. An seiner Seite agieren unter anderen Marianne Koch, Marika Rökk, Willy Millowitsch und Hans Moser.

Eisenstein drückt sich vor einer Inhaftierung und geht stattdessen als Marquis Renard auf einen Ball des Grafen Orlofsky. Dort trifft er nicht nur auf seine Frau Rosalinde, die sich als russische Tänzerin ausgibt, sondern auch auf Hausmädchen Adele, die als Marquise Renard in Erscheinung tritt. Mit diesem Mummenschanz nimmt eine turbulente Verwechslungsgeschichte ihren Anfang.


(ORF)


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17:58
VPS 18:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

kinokino extra - Filmfest München 2016 - Bilanz

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenVom 23. Juni bis zum 2. Juli 2016 findet das 34. Filmfest München statt. "kinokino" zieht die Bilanz des 34. Filmfestes, spricht mit Machern und Zuschauern und zeigt große Premieren.

"kinokino extra" stellt nicht nur die filmischen Höhepunkte aus zehn Tagen vor, ...
(ARD/BR/3sat)

Text zuklappenVom 23. Juni bis zum 2. Juli 2016 findet das 34. Filmfest München statt. "kinokino" zieht die Bilanz des 34. Filmfestes, spricht mit Machern und Zuschauern und zeigt große Premieren.

"kinokino extra" stellt nicht nur die filmischen Höhepunkte aus zehn Tagen vor, sondern ist auch dabei, wenn bedeutende Auszeichnungen wie der "Förderpreis Neues Deutsches Kino" verliehen werden.

Auf dem Filmfest München stellen renommierte Regisseure und junge Talente, bekannte Stars und Newcomer ihre neusten Werke vor und bieten dem Publikum einen spannenden Einblick in aktuelle Trends des internationalen Kinos.


(ARD/BR/3sat)


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Museums-Check mit Markus Brock

Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenGleich an drei Orten in Frankfurt ist das Museum für Moderne Kunst präsent. Es zählt zu den bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Moderator Markus Brock und Gundula Gause "checken" es.

"Tortenstück" nennen die Frankfurter das Haupthaus des Museums, das MMK 1. ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappenGleich an drei Orten in Frankfurt ist das Museum für Moderne Kunst präsent. Es zählt zu den bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Moderator Markus Brock und Gundula Gause "checken" es.

"Tortenstück" nennen die Frankfurter das Haupthaus des Museums, das MMK 1. Der dreieckige, virtuos mit Formen spielende Bau von Hans Hollein thront mitten in der City. Er beherbergt die Highlights der Sammlung, darunter Werke von Roy Lichtenstein und Bruce Nauman.

Aktuell ist eine Sonderausstellung des Künstlers Kader Attia, Jahrgang 1970, zu sehen. Spätestens seit der letzten documenta wird der wegweisende Installationskünstler und Fotograf international geschätzt. Er ist einer der politisch motiviertesten Künstler seiner Generation. Aufgewachsen in Frankreich und Algerien, will Kader Attia mit seiner Kunst dazu beitragen, Stereotypen und Denkmuster aufzulösen. Fast immer geht es um Verletzung und Reparatur. Attia stellt fest, dass in der industrialisierten westlichen Welt Reparaturen stets alle Spuren der Zerstörung beseitigen, während in Ländern der sogenannten Dritten Welt reparierte Dinge immer auch die vorangegangenen Verletzungen offenbaren. In einem seiner Hauptwerke zeigt er in Afrika geschnitzte Köpfe aus Holz, die Fotos von grausam verstümmelten Soldaten des Ersten Weltkriegs nachempfunden sind.

Als 2014 das MMK 2 im Taunusturm, einem Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel, seine Tore öffnete, war die Skepsis groß. Ein Museum in einem Bürokomplex, das war neu und einzigartig in Deutschland. Doch das Konzept funktioniert. Jetzt wird dort mit der Schau „Das imaginäre Museum“ ein Science-Fiction-Szenario initiiert, die ins Jahr 2052 führt, in dem alle Museen kurz vor der Vernichtung stehen. Drei Museen - das MMK, das Centre Pompidou und die Tate Modern – haben im MMK 2 ein imaginäres europäisches Museum auf Zeit geschaffen, mit 80 Werken der zeitgenössischen Kunst. Die Idee dahinter: Was wäre, wenn die Kunst aus der Welt verschwinden würde? Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Marcel Duchamp, Isa Genzken und Sigmar Polke. Aber wie erinnert man sich an Kunst? Und welche Rolle spielt Kunst überhaupt in unserer Gesellschaft? Moderator Markus Brock fragt nach.

Das MMK 3 ist im ehemaligen Hauptzollamt aus dem Jahr 1927 beheimatet. Hier stellen regelmäßig junge Kunststipendiaten ihre Werke aus.


(ARD/SWR/3sat)


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Italien-Trauma gebannt
Deutschland im Freudentaumel

Blutiger Terror in Bagdad
Mindestens 80 Tote bei Anschlag

Weltweite Trauer
Elie Wiesel ist tot


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19:11
VPS 19:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Zitronen - Kultur und Küche

Film von Annette Frei Berthoud

(aus der Reihe "NZZ Format")

Ganzen Text anzeigenZitronen gehören in der Küche einfach dazu: Ernesto Iaccarino vom Restaurant Don Alfonso 1890 in Sant'Agata kocht mit Früchten aus dem eigenen Garten.

An den Zitronenbäumen wachsen gleichzeitig Blüten und Früchte. Die Zitronen von der Amalfi-Küste im Golf von ...

Text zuklappenZitronen gehören in der Küche einfach dazu: Ernesto Iaccarino vom Restaurant Don Alfonso 1890 in Sant'Agata kocht mit Früchten aus dem eigenen Garten.

An den Zitronenbäumen wachsen gleichzeitig Blüten und Früchte. Die Zitronen von der Amalfi-Küste im Golf von Salerno sind besonders schmackhaft, aber auf den steilen Terrassen schwierig zu ernten.

Für die filigranen Kreationen aus Zitrusfrüchten im Restaurant Steirereck in Wien verwendet Heinz Reitbauer die seltenen Sorten aus der kaiserlichen Zitrus-Sammlung im Schloss Schönbrunn. Der Zitrusgarten von Mina und Andreas Honegger ist eine Oase. Die beiden sind passionierte Köche und geben Lamm, Fisch und Hähnchen mit Zitrone den letzten Schliff.


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19:41
VPS 19:40

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Die Unabhängigkeitshalle in Philadelphia, USA

Der Klang der Freiheit

Film von Ralph Ströhle

Ganzen Text anzeigenWenn es so etwas wie den Geburtsort der Vereinigten Staaten von Amerika gibt, dann ist er in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania zu finden.

Dort wurde am 4. Juli 1776 die legendäre "Declaration of Independence" verabschiedet, die zur Gründung einer der ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenWenn es so etwas wie den Geburtsort der Vereinigten Staaten von Amerika gibt, dann ist er in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania zu finden.

Dort wurde am 4. Juli 1776 die legendäre "Declaration of Independence" verabschiedet, die zur Gründung einer der mächtigsten Nationen dieser Erde führen sollte. Der vielbeschworenen "Klang der Freiheit" war in Philadelphia gleich im doppelten Sinne zu hören.

Er fand sich in der Resolution: "Dass alle Menschen gleich geschaffen sind", und in den Schlägen einer Turmglocke, welche die symbolträchtige Inschrift "Proclaim Liberty" trug.

Das Gebäude, in dem sich die historische Abstimmung abspielte, ist dabei aber immer so einfach und puritanisch gewesen, wie seine Bauherren selbst. Es waren englische Einwanderer - sogenannte Quäker - die den schlichten Bau aus Ziegeln und Holz 1737 als Parlament für ihre Kolonie geplant hatten.

Obwohl es kein aufwendiges Bauwerk war, zogen sich die Arbeiten fast 15 Jahre hin. "Aus Mangel an erfahrenen Handwerkern", wie es in einem historischen Bericht heißt, kam vor allem der Innenausbau kaum voran. Bei ihrer ersten Sitzung fand sich das Parlament auf einer Baustelle wieder und die Delegierten forderten deshalb einstimmig, "die Arbeiten, endlich zu einem befriedigenden Ende zu bringen". Ein vergeblicher Appell, wie die Geschichte des Turmes deutlich macht. Er ist nur eine Kopie. Das Original war bereits nach 30 Jahren so baufällig, dass es abgerissen werden musste, und erst 50 Jahre später neu errichtet wurde.

Auch die Glocke, die ursprünglich im Originalturm schlug, hat eine "bewegte Vergangenheit". 1751 in London gegossen - ein Jahr später beim ersten Schlag gesprungen - mit großem Aufwand repariert - war sie ab 1753 zu jedem bedeutenden Ereignis der amerikanischen Revolution zu hören. Ihre Ernennung und Stilisierung zur einzig wahren "Freiheitsglocke" war dann allerdings eine Erfindung des neunzehnten Jahrhunderts.

Erst lange nachdem 1776 die Delegierten aller amerikanischer Kolonien in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten hatten, entwickelte sich die Stadt mehr und mehr zu einem "Schrein" des amerikanischen Freiheitsgedanken und damit verwandelte sich auch das einst schlichte Parlamentsgebäude des Staates Pennsylvania in die einmalige und weltberühmte Unabhängigkeitshalle.


(ARD/SWR)


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio

Festivalsommer live

Schleswig-Holstein Musik Festival 2016

Eröffnungskonzert, Lübeck

Mit Marianne Crebassa (Mezzosopran)

Orchester: NDR Elbphilharmonie Orchester

Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenBeim Eröffnungskonzert in Lübeck kombinieren Thomas Hengelbrock und das NDR Elbphilharmonie Orchester die populäre Haydn-Sinfonie "Oxford" mit Bartóks Konzert für Orchester.

Sie schlagen damit einen Bogen zurück zu Haydns langjährigen Arbeitgebern, der ...
(ARD/NDR/3sat)

Text zuklappenBeim Eröffnungskonzert in Lübeck kombinieren Thomas Hengelbrock und das NDR Elbphilharmonie Orchester die populäre Haydn-Sinfonie "Oxford" mit Bartóks Konzert für Orchester.

Sie schlagen damit einen Bogen zurück zu Haydns langjährigen Arbeitgebern, der ungarischen Adelsfamilie Esterházy. Als Solistin des Abends singt die gefeierte französische Mezzosopranistin Marianne Crebassa die Kantate für Sopran und Orchester "Berenice, che fai".

Joseph Haydn, der Komponist aus der österreichischen Provinz, hatte bei seinem ersten London-Aufenthalt die Spitze der englischen Gesellschaft im Sturm erobert. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde in Oxford war da nur das Tüpfelchen auf dem i. Drei Tage lang hatte man Haydn in Oxford gefeiert, und in den verschiedenen Festkonzerten soll auch jene G-Dur-Sinfonie erklungen sein, die seither den Beinamen "Oxford" trägt.

Im Rahmen des diesjährigen Festivalsommers zeigt 3sat am Samstag, 9. Juli, um 21.45 Uhr drei Stunden Live-Musik vom "Hurricane Festival" 2016.


(ARD/NDR/3sat)


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22:11
VPS 22:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Alfred Hitchcock

Cocktail für eine Leiche

(Rope)

Spielfilm, USA 1948

Darsteller:
Brandon ShawJohn Dall
Phillip MorganFarley Granger
David KentleyDick Hogan
Rupert CadellJames Stewart
Regie: Alfred Hitchcock
Länge: 78 Minuten

Ganzen Text anzeigenGibt es den perfekten Mord? Inspiriert von den provokanten Thesen ihres Philosophieprofessors, töten zwei Harvard-Studenten einen Kommilitonen, verstecken ihn in ihrem Apartment.

Dann geben sie eine Cocktailparty, bei der jedoch ihrem Professor ihr merkwürdiges ...

Text zuklappenGibt es den perfekten Mord? Inspiriert von den provokanten Thesen ihres Philosophieprofessors, töten zwei Harvard-Studenten einen Kommilitonen, verstecken ihn in ihrem Apartment.

Dann geben sie eine Cocktailparty, bei der jedoch ihrem Professor ihr merkwürdiges Verhalten auffällt. Raffinierter, in scheinbar einer Einstellung gedrehter, spannender Kriminalfilm von Alfred Hitchcock, mit pointierten Dialogen und einem brillanten James Stewart.

Hitchcocks "Cocktail für eine Leiche" zählt zu den kühnsten filmischen Experimenten des "Master of Suspense". Ein technischer und inszenatorischer Gewaltakt, denn die gesamte Handlung spielt sich innerhalb eines einzigen Schauplatzes ab: der eleganten Wohnung zweier Harvard-Studenten. Der abenteuerliche Vorsatz, den gesamten Film wie eine einzige, ununterbrochene Einstellung wirken zu lassen, ohne sichtbare Schnitte, unterstützt zusätzlich die kammerspielartige Atmosphäre des Films. Und stellte Hitchcock zudem vor eine kreative Herausforderung: Denn der Wechsel der Filmspulen, die damals nur eine Länge von zehn Minuten hatten, musste möglichst unauffällig kaschiert werden. Während sich die schweren Kameras, deren Fahrten zuvor bis ins kleinste Detail geplant wurden, durch die verschiedenen Räume des Filmsets bewegten, wurden lautlos Wände zur Studiodecke hochgezogen und Requisiten zurechtgerückt. Gleichermaßen war die Position der einzelnen Schauspieler für jeden Moment des Dialogs exakt festgelegt und durch Zeichen auf dem Boden angedeutet. Ging etwas schief, musste die gesamte Einstellung komplett neu gedreht werden.

Später tat Hitchcock sein Experiment, einen Film als einzige Plansequenz zu drehen, als Fehlschlag ab: "Denn ich warf damit ja meine eigene Theorie über den Haufen, dass Schnitt und Montage lebenswichtig sind".

3sat widmet dem Altmeister der Spannung im Kino vom 3. bis zum 8. Juli eine siebenteilige Reihe mit Spielfilmen aus vier Jahrzehnten, von "Verdacht" (1941) bis zu Hitchcocks letztem Werk "Familiengrab" (1976).


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23:29
VPS 23:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3

Alfred Hitchcock

Verdacht

(Suspicion)

Spielfilm, USA von 1941

Darsteller:
Johnny AysgarthCary Grant
Lina McLaidJoan Fontaine
General McLaidSir Cedric Hardwicke
Beaky ThwaiteNigel Bruce
Mrs. McLaidDame May Whitty
EthelHeather Angel
Isobel SedbuskAuriol Lee
Regie: Alfred Hitchcock
Länge: 96 Minuten

Ganzen Text anzeigenLina, eine junge Frau aus der High Society, heiratet gegen den Willen ihrer Eltern den charmanten Taugenichts Johnny. Doch dann nähren erdrückende Indizien einen schlimmen Verdacht in ihr.

Johnny scheint sie aus Geldgier kaltblütig ermorden zu wollen. Ein leiser ...

Text zuklappenLina, eine junge Frau aus der High Society, heiratet gegen den Willen ihrer Eltern den charmanten Taugenichts Johnny. Doch dann nähren erdrückende Indizien einen schlimmen Verdacht in ihr.

Johnny scheint sie aus Geldgier kaltblütig ermorden zu wollen. Ein leiser Psycho-Thriller von Altmeister Alfred Hitchcock, der seine beklemmende Spannung aus einer Atmosphäre der Angst und des Misstrauens bezieht.

Die junge Lina McLaid hat den jungen Johnny Aysgarth im Zug kennengelernt. Dieser Johnny ist ganz anders als die jungen Leute ihres eigenen Gesellschaftskreises - liebenswürdig, ungeniert und ein wenig leichtsinnig. Nach der Hochzeitsreise bezieht das junge Paar ein luxuriöses Haus in London - der Haushalt wird aus Linas Vermögen finanziert, denn Johnnys Einkünfte sind spärlich und unregelmäßig. Bald geschehen merkwürdige Dinge, die sich Lina nicht erklären kann. Ein Freund ihres Mannes stirbt unter rätselhaften Umständen in Paris. Wo war Johnny in den fraglichen Tagen? Warum hat er plötzlich Geld? Als Johnny sich bei einer berühmten Kriminalautorin ausführlich nach Giften erkundigt, die keine Spuren hinterlassen, steigt in Lina ein furchtbarer Verdacht auf, der sie in Panik versetzt.

"Verdacht" ist Hitchcocks zweiter "englischer Hollywoodfilm" (englische Schauspieler, englisches Milieu, englische Romanvorlage), sein zweiter Film mit Joan Fontaine (sie bekam für diesen Film einen Oscar) und die erste Zusammenarbeit mit Cary Grant. In "Verdacht" ist Grant ein als Mann von Welt getarnter Filou, der das von der Altjüngferlichkeit bedrohte Dornröschen Joan Fontaine wachküsst, um es zu lieben und ein bisschen auszunutzen.

In "Verdacht" beobachtet der Zuschauer den ganzen Film hindurch eine Frau, die ihren Mann observiert. Den gesamten Film hindurch besteht der "Suspense" also in einer doppelten Ungewissheit: der der Heldin und derjenigen des Zuschauers, die sich immer mehr zu der Gewissheit verdichtet, dass ihr Verdacht begründet ist. Höhepunkt dieser Verunsicherungsstrategie Hitchcocks ist die berühmte "Vergiftungsszene", in der Grant seiner Frau ein Glas Milch ans Bett bringt, von dessen tödlichem Inhalt Heldin und Zuschauer überzeugt sind. Ein Verdacht, den Hitchcock in einer seiner Requisitenmanipulationen äußerst geschickt nährt: Am Boden des Glases liegt eine Glühbirne, der die Milch ihr dämonisches Leuchten verdankt.

Es ist viel über die Frage spekuliert worden, inwieweit das Ende des Films von Hitchcock gewollt, halbherzig akzeptiert oder gar vom Studio aufgezwungen wurde. Während in der Romanvorlage ("Before the Fact" von Francis Iles) die Ehefrau entdecken muss, dass sie tatsächlich einen Mörder geheiratet hat und sich aus Liebe schließlich von ihm umbringen lässt, wollte das produzierende Studio laut Hitchcock seinen Star Cary Grant auf keinen Fall in der Rolle eines Mörders dulden, so dass das ursprüngliche Ende in letzter Minute durch das Happy-End der endgültigen Kinofassung ersetzt werden musste. Entsprechend bemängelt wurde oft die Aufgesetztheit dieses Endes, das den Kritikern in der vorangehenden Charakterzeichnung Grants nicht vorbereitet erschien. Tatsächlich jedoch bringt das jetzige Ende das emotionale Dilemma der Heldin sehr viel besser auf den Punkt, weil es die subjektive Färbung ihres Blicks, die Projektion ihrer Ängste und Vorurteile auf die Realität, entschiedener deutlich macht.

Alfred Hitchcock (1899 - 1980), Sohn eines englischen Obstimporteurs und Geflügelhändlers, begann zunächst als Zeichner von Werbung und von Zwischentiteln für Stummfilme, anschließend als Regieassistent, Drehbuchautor und Dekorateur. Zu Beginn seiner Karriere als Regisseur erwarb sich Hitchcock Anerkennung vor allem mit Kriminalfilmen ("Der Mieter", "39 Stufen"). Spätestens mit der brillanten Romanverfilmung "Rebecca" (1940) wurde deutlich, dass Hitchcock weit mehr war als ein versierter Thriller-Regisseur. Unter seiner Regie wurde das Genre des Kriminalfilms ausgeweitet zu Essays über bürgerliche Moralvorstellungen, über die Fragilität einer scheinbar stabilen Ordnung, meist mit dem Witz einer intelligenten Komödie vorgetragen. Viele seiner Filme befassen sich mit dem Problem des Identitätsverlustes und der Ambivalenz zwischen Gut und Böse. Daneben erwies sich Hitchcock als brillanter Filmtechniker und nimmermüder Experimentator, der mit vielen Szenen Filmgeschichte machte.


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1:04
VPS 01:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Himba, Buschmänner und Löwen

Wildnis- und Kulturmarketing in Namibia

Film von Manuela Zips-Mairitsch und Werner Zips

Ganzen Text anzeigenEin Reisebus nähert sich dem San-Dorf Grashoek in Namibia. Ein Schild begrüßt die Besucher im "Bushman Living Museum". Noch im Bus beginnen die Insassen zu fotografieren.

Eine typische Szene - und doch hat sie wenig gemeinsam mit üblichen Szenarien im ...
(ORF)

Text zuklappenEin Reisebus nähert sich dem San-Dorf Grashoek in Namibia. Ein Schild begrüßt die Besucher im "Bushman Living Museum". Noch im Bus beginnen die Insassen zu fotografieren.

Eine typische Szene - und doch hat sie wenig gemeinsam mit üblichen Szenarien im Kultur-Tourismus. Keine anstürmenden Kinderscharen, keine laufenden Frauen, die aufgeregt Handwerkskunst anbieten und auch keine jungen Männer, die gegen Entgelt ihre Dienste anbieten.

Ein einzelner San in westlicher Kleidung zückt seine Papiere, die ihn als Tourismus-Bevollmächtigten der Gemeinschaft ausweisen. Höflich fragt er nach dem Gruppenleiter und übergibt eine Mappe - in der Art einer Speisekarte - mit den kulturellen Angeboten und den dafür verlangten Preisen. Abgestuft nach der Anzahl der Touristen und der Anzahl der gewünschten Teilnehmerinnen auf San-Seite: Von einer einfachen Dorfbesichtigung bis zum Trance-Tanz, der Teilnahme an einem Kurz-Workshop zur Schmuckproduktion aus Straußenei-Schalen, dem Training im Bogenschießen, der Teilnahme an einer traditionellen Jagd, und letztlich der Verheiratung auf "Bushmen-Art" ist alles möglich. Jede Aktivität hat ihren fixen Preis und genaue Angaben über die Dauer und Art der Leistung.

Im südlichen Afrika sind sogenannte "Bushmen-Walks" und Besuche beim "ockerroten Volk" der Himba ebenso allgegenwärtig wie Großwild-Safaris. Sie haben einen Beigeschmack von zivilisatorischer Ungleichheit und Ungleichzeitigkeit - als eine Art Zeitreise zu uralten, "primitiven" Kulturen. Dementsprechend finden sich in vielen Prospekten und Tourismus-Broschüren die verräterischen Worte vom Besuch in der Vorzeit oder "Steinzeit" menschlicher Kulturen.

Folgt man der Auslegung der derzeit international bekanntesten Anthropologen Jean und John Comaroff, handelt es sich dabei um einen weltweiten Trend, der im südlichen Afrika vielleicht besonders auffällig ist: der Errichtung von Ethno-Themenparks oder sogenannten "Lebenden Museen". Nach ihrer Analyse im Buch "Ethnicity, Inc." kann die Musealisierung von traditionellen Kulturen aus kommerziellen Gründen zu sehr unterschiedlichen Prozessen und Situationen führen. Die möglichen Resultate solcher interkultureller Kontaktnahmen erweisen sich als keineswegs so eindeutig, wie die Vorannahmen der meisten Ethnologen erwarten ließen: Vor die Wahl gestellt, unter dem Druck staatlicher Gesetze und Verwaltungsregime ihre Lebensweise völlig aufzugeben oder einen Teil ihrer Lebenszeit in die Selbstdarstellung der kulturellen Traditionen zu investieren, bedeutet die zweite Option zumindest im besten Fall einen Gestaltungsspielraum für Menschen und Kollektive, die sich der Landflucht und dem oktroyierten Kulturverlust widersetzen.


(ORF)


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1:57
VPS 01:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Der große Schamane - Heilkunst in der Kalahari

Film von Manuela Zips-Mairitsch und Werner Zips

Ganzen Text anzeigenBoo!Kunta ist der bekannteste Heiler im Nordosten Namibias. Unter den etwa 1.500 San, die im Nyae-Nyae-Schutzgebiet am Rande des Kaudom-Nationalparks leben, ist er eine Lichtgestalt.

Der Film erzählt die Geschichte der San und gibt Einblicke in das tägliche Leben von ...
(ORF)

Text zuklappenBoo!Kunta ist der bekannteste Heiler im Nordosten Namibias. Unter den etwa 1.500 San, die im Nyae-Nyae-Schutzgebiet am Rande des Kaudom-Nationalparks leben, ist er eine Lichtgestalt.

Der Film erzählt die Geschichte der San und gibt Einblicke in das tägliche Leben von Boo!Kunta, den viele San als Retter ihrer bedrohten Kultur sehen.

Seine Augen haben schon vieles gesehen: Kriege und Vertreibung, Genozid und Verbrechen an seinen Verwandten. Dennoch hält sich ein Lächeln in ihnen, trotz des Niedergangs der San-Bevölkerung im vergangenen Jahrhundert und des Landverlusts seiner früheren Heimat.

Boo!Kunta ist nicht nur wegen seiner Weitsicht und Führungskraft bekannt, er gilt auch als erfahrener Jäger. Denn die San sind stolze Bewahrer einer alten Jäger-und-Sammler-Kultur. Unter der Bedingung, mit traditionellen Waffen zu jagen, dürfen die Buschmänner im Nyae-Nyae-Schutzgebiet - zumindest auf die nicht geschützten - Wildtiere Jagd machen.

Mit der traditionellen Jagd auf Löwen und Elefanten gehen aber auch viele Gefahren einher. Immer wieder gibt es Verletzte. Als Schamane und Mittler zwischen Diesseits und Jenseits gehört der spirituelle Schutz bei der Jagd zu Boo!Kuntas Aufgaben. Er gibt seinem Volk die Kraft, alle Gefahren eines Lebens mit wilden Tieren zu meistern.

"Heilungen mussten immer schon vorgenommen werden. Früher, als es noch keine Kliniken gab, war eine Geistheilung durch den Schamanen die einzige Chance für einen kranken Menschen. Während der Heiler mit den anderen Männern rund um die im Kreis sitzenden Frauen tanzt, findet er heraus, wer krank ist. Dadurch sammle ich auch die Kraft zur Heilung, die sonst nur in mir schläft. Beim Heilen lege ich die Hände auf jeden Kranken, sodass die Krankheit auf mich übergehen kann. Ich ziehe sie ihnen regelrecht aus dem Körper."

Boo!Kuntas wichtigste Aufgabe ist jedoch der kommunale Heilungstanz. Dieser ist die zentrale Institution der traditionellen Religion der San. Mit der Weitergabe ihres immateriellen Kulturerbes festigen die San die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch die Heilung der tiefen seelischen Wunden von Landverlust, Enteignung und Diskriminierung fällt selbst so mächtigen Heilern wie Boo!Kunta schwer.


(ORF)


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2:42
VPS 02:40

KwaZulu-Natal

Der Mythos vom wilden Land

Film von Werner Zips und Manuela Zips-Mairitsch

Ganzen Text anzeigenÖkotourismus gilt auch in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal als Königsweg, um die großen Probleme der Landflucht, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen.

Doch der Kruger Nationalpark in den benachbarten Provinzen Limpopo und Mpumalanga ist dabei ein fast ...
(ORF)

Text zuklappenÖkotourismus gilt auch in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal als Königsweg, um die großen Probleme der Landflucht, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen.

Doch der Kruger Nationalpark in den benachbarten Provinzen Limpopo und Mpumalanga ist dabei ein fast übermächtiger Konkurrent. Auf der Suche nach dem entscheidenden Mehrwert setzt das Zulu-Land auf die Ressourcen Kultur und Geschichte.

Die Dokumentation "KwaZulu-Natal - Der Mythos vom wilden Land" von Werner Zips und Manuela Zips-Mairitsch widmet sich den Sichtweisen der Betroffenen zur Vermarktung ihrer Kultur und Geschichte sowie deren möglichen Konsequenzen.


(ORF)


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3:27
VPS 03:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Soldaten der Liebe

Senegals mystischer Islam

Film von Werner Zips

Ganzen Text anzeigenDie Baye Fall im Senegal vertreten einen sufistischen Islam, der auf Mystik und Askese beruht. Im Vordergrund steht die Liebe zu Gott. Ein Film über die "Soldaten der Liebe".

Selbst sehen sie sich als exaktes Gegenteil mancher islamistischer "Hassprediger" und nennen ...
(ORF)

Text zuklappenDie Baye Fall im Senegal vertreten einen sufistischen Islam, der auf Mystik und Askese beruht. Im Vordergrund steht die Liebe zu Gott. Ein Film über die "Soldaten der Liebe".

Selbst sehen sie sich als exaktes Gegenteil mancher islamistischer "Hassprediger" und nennen sich "die Prediger der Liebe". Religiöse Toleranz und soziale Solidarität vor allem mit den Ärmsten gehören zu ihren wichtigsten
Leitmotiven.

Aufgrund ihres auffälligen Äußeren - Dreadlocks, Flickengewänder und unzählige Gebetsketten - werden sie manchmal mit den jamaikanischen Rastas verglichen. Doch in ihrer Spiritualität, den sufistischen Trancetänzen und in ihrer Gefolgschaft zu den mouridischen Cheikhs unterscheiden sie sich deutlich von anderen sozialen und religiösen Bewegungen.

Im Einklang mit den Lehren von Ahmadou Bamba und Ibra Fall praktizieren die Baye Fall einen Lebensstil nach dem Ethos von "labora et ora", der im Vergleich mit der protestantischen Ethik den Arbeitseifer noch vor die Pflicht zum Gebet setzt.


(ORF)


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4:20
Tonsignal in monoFormat 4:3

Gebrochene Glut

Meine Besuche 1999/2000 bei Jürgen Böttcher/Strawalde

Dokumentarfilm von Hans-Dieter Grabe, Deutschland 2001

Länge: 100 Minuten

Länge: 100 Minuten

Ganzen Text anzeigenHans-Dieter Grabe sitzt Jürgen Böttcher/Strawalde mit seiner Videokamera gegenüber. Beide kennen sich seit den 1950er Jahren, als sie Regiestudenten in Potsdam-Babelsberg waren.

Grabe verließ die DDR und ging zum Westdeutschen Fernsehen. Böttcher wurde Regisseur ...

Text zuklappenHans-Dieter Grabe sitzt Jürgen Böttcher/Strawalde mit seiner Videokamera gegenüber. Beide kennen sich seit den 1950er Jahren, als sie Regiestudenten in Potsdam-Babelsberg waren.

Grabe verließ die DDR und ging zum Westdeutschen Fernsehen. Böttcher wurde Regisseur im Ostberliner DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Immer wieder besuchte Grabe den Regisseur und Maler. Im Dezember 1999 begann er damit, seine Besuche mit der Kamera festzuhalten.

"So muss man malen", begeistert sich Dokumentarfilmregisseur Jürgen Böttcher, der sich Maler Strawalde nennt, als aus den Lautsprechern in seiner Berliner Wohnung das Musikstück "Haunted Nights" von Duke Ellington erklingt. Seit der Wende befindet sich Strawalde in einem Schaffensrausch: Es entstehen gegenständliche wie abstrakte Bilder in betörender Vielfalt und Vitalität der Farben und Formen.

"Das Wichtigste ist für mich", so Strawalde, getrieben vom Jazz Charlie Parkers, "dass ich in einer bestimmten Spannung eine große Fläche schnell und aggressiv erobere", mit "Farben, die man als dreckig bezeichnen könnte", so dass das Bild sich wie "aus einer gebrochenen Glut heraus entwickelt".

Mit "Gebrochene Glut" gratuliert 3sat Jürgen Böttcher zum 75. Geburtstag am 8. Juli.