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Dezember 2017
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Karsamstag - Samstag, 26. März
Programmwoche 13/2016
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6:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Jaffa - Die älteste Stadt am Mittelmeer

Film von Richard C. Schneider

Ganzen Text anzeigenJaffa ist die älteste Stadt am Mittelmeer. Der Legende nach hat Yephet, der Sohn Noahs, die Stadt gegründet. Hier bestieg Jona ein Schiff, um Gott zu entkommen - und landete im Wahlbauch.

Der Film zeigt das alte und das neue Jaffa: historische Bauten, sakrale ...
(ARD/BR)

Text zuklappenJaffa ist die älteste Stadt am Mittelmeer. Der Legende nach hat Yephet, der Sohn Noahs, die Stadt gegründet. Hier bestieg Jona ein Schiff, um Gott zu entkommen - und landete im Wahlbauch.

Der Film zeigt das alte und das neue Jaffa: historische Bauten, sakrale Stätten, aber auch, wie Juden, Christen und Muslime heute in Jaffa zusammenleben. Wie gefeiert, gegessen und Geschäfte gemacht werden und wie man sich am Strand rekelt.

Der Hafen von Jaffa war Jahrtausende lang das Tor zum Nahen Osten. Es wurde vom ägyptischen Pharao Ramses II. beherrscht, von Hasmonäern und Griechen, Kreuzfahrern und Sarazenen, Türken und Arabern und schließlich von Israelis. Auch Napoleon I. zog hier durch.

Direkt vor Jaffa ist der Andromeda-Felsen. Dort wurde der griechischen Mythologie zufolge die Tochter des äthiopischen Königs Kepheus und der Kassiopeia von dem Meeresgott Poseidon gefangen gehalten. Sie wartete darauf, geopfert zu werden, als ihr Geliebter Perseus, mit den geflügelten Sandalen des Hermes herbeieilte und sie rettete.


(ARD/BR)


6:31
VPS 06:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Osterreiter

Film von Diana Fritsche-Grimmig

Ganzen Text anzeigenIn grauer Vorzeit sollten Ritter für gute Ernteerträge sorgen, indem sie die Felder der Gemeinde umritten. Die Geschichte der Osterreiter lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen.

Heute verkünden die etwa 1.700 sorbischen Osterreiter, verteilt auf neun ...
(ARD/RBB)

Text zuklappenIn grauer Vorzeit sollten Ritter für gute Ernteerträge sorgen, indem sie die Felder der Gemeinde umritten. Die Geschichte der Osterreiter lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen.

Heute verkünden die etwa 1.700 sorbischen Osterreiter, verteilt auf neun Prozessionen, in sorbischer Sprache die Auferstehung Jesu Christi. Jeder männliche Sorbe sieht es als seine Glaubenspflicht an, sich an der Prozession hoch zu Ross zu beteiligen.

Nicht jede sorbische Familie besitzt aber heute noch ein Pferd, und so werden extra für die Osterprozession Pferde gemietet. Die Osterprozession erfordert eine Menge Vorbereitung und Koordination.

Schon in der Karwoche fangen die Reiter an, die Pferde zu schmücken. Jeder, der zum ersten Mal an der Prozession teilnimmt, trägt einen grünen Kranz auf der Brust, beim 25. Mal einen silbernen und beim 50. Mal einen goldenen Kranz. Vor der Prozession werden die Reiter vom Gemeindepfarrer gesegnet. Die Prozession ist, und das liegt den Osterreitern sehr am Herzen, eine Glaubenssache und keine Folklore. So gibt es entlang der Strecke keinerlei Imbissbuden. Dies stört vielleicht den einen oder anderen Zuschauer, aber es bewahrt das Flair der Osterreiter.

Die Reportage stellt Janek Wowcer-Schäfer vor, der zum 21. Mal als Reiter an der Osterprozession teilgenommen hat. Er war mit der Ralbitzer Prozession unterwegs. Zwölf Stunden dauert ein Tagesritt, zu dem die Reiter Kirchenfahnen und die Statue des Auferstandenen mitführen.


(ARD/RBB)


7:00
Videotext Untertitel

Heilige Reben

Film von Richard C. Schneider

Ganzen Text anzeigenIsrael ist bekannt für seine Weine, schon die Bibel erwähnt sie. Inzwischen gibt es in dem Heiligen Land Spitzenweine, die international Preise gewinnen.

Der Film erzählt die Geschichte des Weins in Israel, zeigt die damit verbundene Kultur, erklärt, was koscherer ...
(ARD/BR)

Text zuklappenIsrael ist bekannt für seine Weine, schon die Bibel erwähnt sie. Inzwischen gibt es in dem Heiligen Land Spitzenweine, die international Preise gewinnen.

Der Film erzählt die Geschichte des Weins in Israel, zeigt die damit verbundene Kultur, erklärt, was koscherer Wein ist und wie Reben und Know-How aus Europa und den USA Israel zu einem der besten Weinanbaugebiete der jüngsten Zeit gemacht haben.

Eine ganze Reihe von "Boutique"-Weingütern ist in Israel entstanden: auf dem Golan, in den jüdäischen Bergen, im Ela-Tal und auch in den besetzten Gebieten, im Westjordanland. Landschaftlich wunderschön gelegen, sind die Weingüter schon rein optisch eine Augenweide.


(ARD/BR)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:06
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturplatz

Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen

Moderation: Eva Wannenmacher

Ganzen Text anzeigenAngela Merkel im Alleingang
Der einsame Kampf der mächtigsten Frau der Welt

Doris Dörries "Grüße aus Fukushima"
Allein in der Sperrzone

Universalgelehrter Conrad Gessner
Immer auf der Suche nach der Wahrheit

Rapsong gegen ...

Text zuklappenAngela Merkel im Alleingang
Der einsame Kampf der mächtigsten Frau der Welt

Doris Dörries "Grüße aus Fukushima"
Allein in der Sperrzone

Universalgelehrter Conrad Gessner
Immer auf der Suche nach der Wahrheit

Rapsong gegen Zwangsheirat
Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte der Afghanin Sonita


9:35
schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3

Ausflug ins Gestern

Donaureise

Film von Martin Prucha

Die Dokumentation "Ausflug ins Gestern" lädt zu einer romantischen Donaufahrt von Passau bis nach Wien ein.

Die Stationen der Reise sind Engelhartszell, Linz, die Wachau, Dürnstein, Kritzendorf und Kahlenbergerdorf.


(ORF)


9:43
VPS 09:45

Geschaffen für die Kunst

Die Wachau und ihre Maler

Film von Hannes Steindl

Ganzen Text anzeigenWachaumaler wie Johann Nepomuk Geller und Maximilian Suppantschitsch haben wesentlich zur kulturellen und touristischen Entdeckung der Wachau im 20. Jahrhundert beigetragen.

Sie haben aber nicht nur die Schönheit der Landschaft an der Donau abgebildet, sondern auch ...
(ORF)

Text zuklappenWachaumaler wie Johann Nepomuk Geller und Maximilian Suppantschitsch haben wesentlich zur kulturellen und touristischen Entdeckung der Wachau im 20. Jahrhundert beigetragen.

Sie haben aber nicht nur die Schönheit der Landschaft an der Donau abgebildet, sondern auch das einfache und oft beschwerliche Leben der Menschen in der Region dokumentiert. Die Dokumentation "Geschaffen für die Kunst" stellt die Wachaumaler vor.

Die Gegenüberstellung ihrer Bilder mit der Realität von heute zeigt den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel der Wachau vom idyllischen Malerwinkel zum Weltkulturerbe, von einem der ärmsten Gebiete Niederösterreichs ohne Wirtschaftskraft hin zu einem wichtigen Zugpferd für Wein und Tourismus.


(ORF)


10:10

Wachau - Land am Strome

Film von Georg Riha

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenEs zählt zu den schönsten Schauspielen der Natur, wenn in der Wachau im Frühling die Marillenbäume zu blühen beginnen und den ganzen Landstrich in ein duftendes Blütenmeer verwandeln.

Die Wachau ist mit 36 Kilometern Länge nur ein kurzer Abschnitt der 2.800 ...
(ORF)

Text zuklappenEs zählt zu den schönsten Schauspielen der Natur, wenn in der Wachau im Frühling die Marillenbäume zu blühen beginnen und den ganzen Landstrich in ein duftendes Blütenmeer verwandeln.

Die Wachau ist mit 36 Kilometern Länge nur ein kurzer Abschnitt der 2.800 Kilometer langen Donau - und zählt zum UNESCO-Welterbe. Die Dokumentation zeigt die Reize dieser Kultur- und Naturlandschaft im Wechselspiel der Jahreszeiten.

Es sind faszinierende Naturdenkmäler: das gewundene Donautal, die Auwälder und schroffen Felsformationen ebenso wie die von Menschenhand geschaffenen Weinbauterrassen und typischen Ortschaften, Klöster und Burgen. Seit der Römerzeit ist die Wachau Weinland - heute kann sich das "Land am Strome" mit seinen Weißweinen mit jeder Weinbauregion der Welt messen.


(ORF)


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10:56
VPS 10:55

Tonsignal in monoFormat 4:3

Der Hofrat Geiger

Spielfilm, Österreich 1947

Darsteller:
Hofrat Franz GeigerPaul Hörbiger
Ferdinand LechnerHans Moser
Marianne MühlhuberMaria Andergast
MariandlWaltraut Haas
Mathias PfüllerHermann Erhardt
u.a.
Regie: Hans Wolff
Länge: 94 Minuten

Ganzen Text anzeigenHofrat Franz Geiger, ein pensionierter Staatsbeamter, lebt zurückgezogen mit seinem Diener Ferdinand in einer Villa im Wiener Nobelbezirk Hietzing. Er bearbeitet trotz Pensionierung Amtsakten.

Bisweilen bringt ihm Ferdinand "Fälle" aus dem Ministerium zur Erledigung ...
(ORF)

Text zuklappenHofrat Franz Geiger, ein pensionierter Staatsbeamter, lebt zurückgezogen mit seinem Diener Ferdinand in einer Villa im Wiener Nobelbezirk Hietzing. Er bearbeitet trotz Pensionierung Amtsakten.

Bisweilen bringt ihm Ferdinand "Fälle" aus dem Ministerium zur Erledigung mit, um Geiger über dessen Einsamkeit hinwegzuhelfen. Als Geiger den Antrag von Marianne Mühlhuber bearbeitet, die eine 17-jährige Tochter hat, wird er stutzig.

Die Tochter seiner einstigen Urlaubsbekanntschaft könnte von ihm sein. Der Hofrat macht sich auf den Weg in die Wachau, um Marianne Mühlhuber wiederzusehen. Als seine ehemalige Geliebte Geigers Identität erfährt, ist sie wenig begeistert von seiner Anwesenheit.


(ORF)


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12:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Bilder aus Südtirol

Moderation: Sabine Amhof

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenEin Meilenstein an der Urne:
In Italien wurde vor 70 Jahren das Frauenwahlrecht eingeführt

Wirtschaftsforum in Brixen:
Unternehmer wollen mit Innovation in die Zukunft gehen

Umweltverschmutzung:
Der Müll an den Flussufern

Lebensmittel ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenEin Meilenstein an der Urne:
In Italien wurde vor 70 Jahren das Frauenwahlrecht eingeführt

Wirtschaftsforum in Brixen:
Unternehmer wollen mit Innovation in die Zukunft gehen

Umweltverschmutzung:
Der Müll an den Flussufern

Lebensmittel ohne Verpackung:
Wie im alten Tante Emma-Laden

Wellness für die Rinder:
Ein Bio-Kuhstall im Wipptal

Sand in Taufers:
Käseproduzenten lassen dort ihre Produkte verkosten

Erfindungen aus dem 19. Jahrhundert
Banal, aber genial für den Alltag

Die Königin der Blumen:
Orchidee


(ORF/3sat)


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:11
VPS 13:10

Notizen aus dem Ausland


"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat.

Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.


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13:18
VPS 13:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Ostern in Ostpreußen

Film von Wolfgang Wegner

Ganzen Text anzeigenDie Ostervorbereitungen und -feiern sind der deutschstämmigen, protestantischen Familie Roszig und ihrer polnisch-katholischen Nachbarn im Dorf Kocarki in der Region Masuren wichtig.

Helga und August Roszig mit Kindern und Enkeln gehören zu den wenigen Deutschen, die ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenDie Ostervorbereitungen und -feiern sind der deutschstämmigen, protestantischen Familie Roszig und ihrer polnisch-katholischen Nachbarn im Dorf Kocarki in der Region Masuren wichtig.

Helga und August Roszig mit Kindern und Enkeln gehören zu den wenigen Deutschen, die im ehemaligen Ostpreußen geblieben sind. Das Osterfest zählt für sie zu den Höhepunkten des Jahres, und wie ihre polnischen Nachbarn pflegen sie die alten Traditionen zum Fest.


(ARD/NDR)


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14:02
VPS 14:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Diesseits von Eden (1/4)

Die Gärten von Esterházy

Osteuropas Gartenträume im 18. und 19. Jahrhundert

Präsentiert von Wladimir Kaminer

Film von André Meier

Ganzen Text anzeigenDer bekennende Gartenliebhaber Wladimir Kaminer entführt die Zuschauer in faszinierende osteuropäische Gärten, die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind. Zuerst: Die Gärten der Esterházy.

Wladimir Kaminer reist zum Schloss Eszterháza mit dem Garten von ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenDer bekennende Gartenliebhaber Wladimir Kaminer entführt die Zuschauer in faszinierende osteuropäische Gärten, die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind. Zuerst: Die Gärten der Esterházy.

Wladimir Kaminer reist zum Schloss Eszterháza mit dem Garten von Fertöd. In diesem alten "Feenreich der Esterházy" trifft er auf Kunsthistoriker, Musiker, Winzer und engagierte Bürger, die das kulturelle Erbe der Fürstenfamilie wiederbeleben und bewahren.

"Was sich der Kaiser leisten kann, kann ich mir auch leisten", hatte Fürst Nikolaus I. von Esterházy (1714 - 1790) gesagt. Er umgab sich mit so viel Reichtum, Glanz und Kunst, dass der junge Goethe vom "Esterházyschen Feenreich" schwärmte.

In der ungarischen Puszta nahe des Neusiedler Sees baute der vom Volk "der Prachtliebende" genannte Fürst ein kleines Jagdschloss zu einem Rokoko-Palast mit einem gigantischen Garten um - einem Ensemble, das wegen seiner Schönheit bis heute das ungarische Versailles genannt wird.

Der Garten von Fertöd erzählt von einer Epoche großen Reichtums. Die strengen barocken Strukturen sind Symbol einer klar geordneten Welt, in der "göttliche Ordnung und weltliche Macht" ihren Ausdruck finden. Hier, auf dem Sommersitz der Familie, lebte und wirkte über Jahrzehnte Joseph Haydn, den der Fürst zu seinem Hofkapellmeister ernannt hatte.

Im österreichischen Burgenland entdeckt Wladimir Kaminer einen zweiten, ganz anderen Garten der Esterházy. In und um Eisenstadt prägte ab 1794 der Enkel Nikolaus I. das Gesicht der Region. Nikolaus II. (1765 - 1833) schuf hier mit uneingeschränkter romantisch-feudaler Gestaltungsfreude einen englischen Garten der Superlative. Eine Orangerie entstand, die zu den größten Europas gehörte, und exotische Zier- und Nutzpflanzen beherbergte. In Paris und London fand der junge Fürst nicht nur Inspirationen, sondern auch Experten, mit deren Hilfe er seine Visionen Wirklichkeit werden lassen konnte. Er verfeinerte die Eisenstädter Landschaft, die von Weingärten und Wäldern, Bergen und Ebenen geprägt wird, mit pittoresken Bauten. Gleichzeitig verband der Fürst das Nützliche mit dem Schönen, so wie es die Aufklärer beschrieben und gefordert hatten: Forstliche Plantagen und Obstgärten vollendeten das Bild der Region. Sie verkörperten ein zu dieser Zeit höchstes wissenschaftliches Niveau, das sie der Bildung des Fürsten und einem engen europäischen Netzwerk adeliger Gartenliebhaber verdankten.

Doch all die Pracht hatte ihren Preis. Nach dem Tod des Fürsten waren die Finanzen der Familie aufgebraucht, ein Teil der Gartenschöpfungen verwilderte.
In den Jahren des Eisernen Vorhangs ging mitten durch die ehemaligen Besitztümer der Esterházy eine fast unüberwindliche Grenze. Erst der Demokratisierungsprozess in den Staaten des Ostblocks ließ die Region zu einer ungeteilten Kulturlandschaft werden. Im Jahre 2001 wurde ihr von der UNESCO der Titel "Weltkulturerbe" verliehen.

In der vierteiligen Reihe stellt Kaminer die "Gartenträume" von einst vor und findet "Experimentallandschaften" und "Zivilisationsentwürfe", die sich noch heute in den Gartenanlagen widerspiegeln. Kaminer nimmt die Zuschauer mit auf eine atemberaubende Entdeckungsreise. Mit begeisterten Gartenliebhabern erkundet er die begehbaren Landschaftsgemälde, über die er mit hintergründigem Witz populäre Geschichten erzählt: Garten-Kunstgeschichten voller Poesie und Geheimnisse.


(ARD/MDR)


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14:53
VPS 14:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Diesseits von Eden (2/4)

Arkadia und Nieboròw

Osteuropas Gartenträume im 18. und 19. Jahrhundert

Präsentiert von Wladimir Kaminer

Film von Inga Wolfram

Ganzen Text anzeigenNieborów und Arkadia, 75 Kilometer westlich von Warschau im Herzen Polens gelegen, stehen beispielhaft für die polnische Adelskultur des 18. Jahrhunderts im Stil des Barocks.

Schloss und Park Nieborów sind Ende des 17. Jahrhunderts als Landsitz für den polnischen ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenNieborów und Arkadia, 75 Kilometer westlich von Warschau im Herzen Polens gelegen, stehen beispielhaft für die polnische Adelskultur des 18. Jahrhunderts im Stil des Barocks.

Schloss und Park Nieborów sind Ende des 17. Jahrhunderts als Landsitz für den polnischen Kardinal Radziejowski in barocker Bauweise gestaltet worden. 1774 kaufte das Fürstenpaar Helena und Michal H. Radziwill das Anwesen und baute es zum Familiensitz aus.

Seinen europäischen Rang verdankt Nieborów aber weder dem Schloss noch seinen Parkanlagen, sondern einer Laune ihrer Besitzerin. Ab 1778 ließ Fürstin Helena Radziwill nicht weit von Nieborów entfernt ihren Park Arkadia erbauen. Erdacht als ein Erlebnispark der Fantasie, des Geistes und der Erinnerung an ein goldenes Zeitalter, das es so nie gegeben hat. Helena Radziwill schuf in ihrem Adelsgarten eine Idylle in einer Zeit, als Polen von schweren inneren und äußeren Konflikten heimgesucht wurde.

Seinen Namen leiht Arkadia von einer Landschaft Griechenlands. Der Mythos der Antike steht für eine Welt der Schönheit, Weisheit und Vollkommenheit, die einmal schon errungen war und wieder verlorenging. Arkadia wurde in der Epoche Rousseaus nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten erbaut. Die Erinnerung an das antike Griechenland, die Begeisterung für das Mittelalter und die Liebe zur freien Natur begründen die Ideenwelt des Gartens.

Die baulichen Entwürfe für das Wunderland Arkadia lieferte der deutsch-polnische Architekt und Gartenbauer Simon Gottlieb Zug. In der Ideallandschaft Arkadia spiegelt sich die Sehnsucht nach dem Paradies als einer Gegenwelt, in einer neu erschaffenen Natur. Die glückliche Vergangenheit, die den Park Arkadia als Abglanz sehnsuchtsvoller Erinnerung durchscheint, beschwört die bukolische Idylle eines goldenen Zeitalters, in dem es weder Leid noch Kriege gibt und die Götter des Olymps mit den arkadischen Hirten ihre Späße treiben.

Hinter aller Inszenierung aber, hinter Maskenspiel und architektonischer Kulisse, steht ein facettenreiches philosophisch-künstlerisches Programm. In Arkadia lebt das Prinzip Hoffnung: Es soll Frieden sein und großes Glück, arkadisch frei - für alle und für jeden.

Redaktionshinweis: die beiden weiteren Teile der vierteiligen Reihe "Diesseits von Eden" zeigt 3sat an den folgenden zwei Tagen jeweils um 13.10 Uhr.


(ARD/MDR)


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15:52
VPS 15:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Der veruntreute Himmel

Spielfilm, BRD 1958

Darsteller:
Teta LinekAnnie Rosar
TheoVictor de Kowa
Kaplan SeydelHans Holt
Livia ArganVilma Degischer
MaschaKai Fischer
Reiseleiter KompertRudolf Vogel
u.a.
Regie: Ernst Marischka
Länge: 99 Minuten

Ganzen Text anzeigenKirche und Religion bedeuten ihr alles: Teta Linek hat neben ihren Pflichten als Köchin nur eines im Kopf - die ewige Frage, ob sie nach ihrem Tod auch wirklich in den Himmel kommen wird.

Die Charakterdarstellerin Annie Rosar, bekannt aus Filmen wie "Pünktchen und ...
(ARD)

Text zuklappenKirche und Religion bedeuten ihr alles: Teta Linek hat neben ihren Pflichten als Köchin nur eines im Kopf - die ewige Frage, ob sie nach ihrem Tod auch wirklich in den Himmel kommen wird.

Die Charakterdarstellerin Annie Rosar, bekannt aus Filmen wie "Pünktchen und Anton", war eine der beliebtesten Volksschauspielerinnen der 1950er Jahre. Die meisten Regisseure besetzten sie in komödiantischen Rollen, doch auch im ernsten Fach bewies sie Talent.

Seit vielen Jahren arbeitet Teta Linek im Haus der großbürgerlichen Familie Argan. Als sie eines Tages von der mittellosen Mutter ihres einzigen Neffen Mojmir gebeten wird, dem Jungen die Schul- und Priesterausbildung zu ermöglichen, sieht Teta ihre Chance gekommen: Durch die finanzielle Unterstützung eines späteren Priesters will sie sich bereits zu Lebzeiten einen Platz im Paradies sichern. Über viele Jahre hinweg schickt sie Mojmir regelmäßig Geld, lässt sich durch immer neue Bittbriefe sogar dazu bewegen, ihre gesamten Ersparnisse zu opfern. Sie selbst spart sich derweil alles vom Munde ab und gönnt sich keinerlei Vergnügen.

Zwar erscheint es ihren Herrschaften, der vornehmen Livia Argan und deren Gemahl Theo, merkwürdig, dass der angebliche Priesterkandidat seine Tante nie besucht und sie mit fadenscheinigen Begründungen davon abhält, zu ihm nach Prag zu reisen - doch aus Rücksicht auf die Gesundheit und das Seelenheil ihrer treuen Angestellten schweigen sie.

Ein tragisches Unglück in der Familie führt schließlich dazu, dass die Argans ihr Anwesen auflösen. Teta, nunmehr ohne Arbeit und ohne Bleibe, hofft, bei ihrem frisch zum Priester geweihten Neffen ihren Lebensabend verbringen zu können. Umso größer ist ihr Schock, als sie erfahren muss, dass aus Mojmir kein Geistlicher geworden ist, sondern ein skrupelloser Hallodri und Betrüger. Über 20 Jahre hinweg hat er sie getäuscht, ausgenutzt und um ihr Vermögen gebracht. Erst jetzt wird Teta bewusst, wie selbstsüchtig ihr Handeln war. Überzeugt, damit eine schwere Sünde begangen zu haben, begibt die alte Frau sich an der Seite des jungen Kaplan Seydel auf eine Pilgerreise nach Rom.


(ARD)


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17:31
VPS 17:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Das fliegende Klassenzimmer

Spielfilm, BRD 1973

Darsteller:
Dr. Johannes BökhJoachim Fuchsberger
Dr. Robert UthofftHeinz Reincke
Schwester BeateDiana Körner
Prof. KreuzkammOtto Bolesch
Theodor LabanBernd Herzsprung
Uli von SimmernDaniel Müller
u.a.
Literarische Vorlage: Erich Kästner
Regie: Werner Jacobs
Länge: 89 Minuten

Ganzen Text anzeigenDas Leben in einem Internat ist für die Gymnasiasten nicht nur von Schularbeit bestimmt: Zwischen Streichen und familiären Problemen führen sie einen Kleinkrieg gegen die Realschüler.

Erich Kästner (1899 - 1974) gehört zu den meistgelesenen Kinder- und ...
(ARD)

Text zuklappenDas Leben in einem Internat ist für die Gymnasiasten nicht nur von Schularbeit bestimmt: Zwischen Streichen und familiären Problemen führen sie einen Kleinkrieg gegen die Realschüler.

Erich Kästner (1899 - 1974) gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren, er schrieb aber auch Erwachsenenliteratur. Viele seiner Bücher wurden verfilmt, darunter "Fabian", "Emil und die Detektive", "Das doppelte Lottchen" und "Drei Männer im Schnee".

Theodor Laban kommt sich schon sehr erwachsen vor, wenn er Johnny Trotz und dessen Freunde morgens im Internat aus den Betten scheucht. Schließlich ist der "schöne Theodor" Primaner, die anderen gehen erst in die zweite Klasse. Johnny, Sebastian, Matz und ihre Gefährten nehmen ihm das nicht weiter übel, sie haben ganz andere Sorgen - zum Beispiel ihren ständigen Kleinkrieg mit den Realschülern, der besonders heftig aufflackert, als diese Rudi Kreuzkamm gefangen nehmen. Wie so oft zeigt Klassenlehrer Dr. Johannes Bökh auch in diesem Fall Verständnis für die Jungen. "Justus", wie sie ihn nennen, wird von den Schülern als Freund betrachtet, genauso wie der "Nichtraucher", der in einem ausrangierten Eisenbahnwagen lebt. Mit ihm hat es eine besondere Bewandtnis, aber das erfährt die fröhliche Horde erst, als die Ferien nahen und die Jungen eifrig für eine Aufführung zur Abschlussfeier proben. Das Stück dafür hat Johnny geschrieben, es heißt "Das fliegende Klassenzimmer" und demonstriert, wie aufregend der Erdkundeunterricht wäre, wenn man ihn mithilfe eines Flugzeugs betreiben könnte.


(ARD)


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Die Nachrichtensendung des ZDF.

Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:29
VPS 19:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturpalast

Kann Kunst die Welt retten? (4/5)

Fachmagazin für E- und U-Kultur

Moderation: Nina Fiva Sonnenberg

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenKlimawandel, Flüchtlingsströme, wachsende Ungerechtigkeit – die To-Do-Liste für Weltretter ist lang. Gut, dass wenigstens ein paar Künstler diesen Planeten vor dem Kollaps bewahren wollen.

Allen voran: Olafur Eliasson. Der Däne macht nicht nur mit tollen ...

Text zuklappenKlimawandel, Flüchtlingsströme, wachsende Ungerechtigkeit – die To-Do-Liste für Weltretter ist lang. Gut, dass wenigstens ein paar Künstler diesen Planeten vor dem Kollaps bewahren wollen.

Allen voran: Olafur Eliasson. Der Däne macht nicht nur mit tollen Installationen von sich reden, er engagiert sich auch: 1,6 Milliarden Menschen ohne Licht will er mit einer "Little Sun" versorgen. Wie, erklärt er Nina Sonnenberg auf ihrem nachhaltigen Sofa.

Mit Kunst die Welt retten? - Klar, sagt auch die russische Latex-Gestalt Sascha Frolowa. Sie ist aus einem quietsch-bunten Paralleluniversum der Zukunft in unser zeitgenössisches Jammertal herabgestiegen und bringt uns eine wichtige Message, die sie in ihrem Bubblegum-Pop verpackt: "Kunst ist der einzige Weg, diese Welt zum Besseren zu verändern und sie zu retten. Das macht Künstler zu neuen Superhelden!"

Der Alltag der neuen Superhelden ist allerdings mühsam. Der chinesische Künstler "Brother Nut" hat einen großen Staubsauger entwickelt, mit dem er ganz Peking absaugt. Die Schadstoffe, die er dabei einfängt, presst er zu Ziegelsteinen und zeigt: Jeder Einwohner der Stadt atmet über die Dauer eines Jahres einen solchen Stein ein.

Was Künstler alles für Mutter Erde tun, zeigt Nina Fiva Sonnenberg in ihrer aktuellen Ausgabe des "Kulturpalast".


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Osterfestspiele Salzburg 2016

William Shakespeare

Otello

Lyrisches Drama in vier Akten von Giuseppe Verdi

Großes Festspielhaus Salzburg

Darsteller:
OtelloJosé Cura
DesdemonaDorothea Röschmann
IagoCarlos Alvarez
CassioBenjamin Bernheim
EmiliaChrista Mayer
LodovicoGeorg Zeppenfeld
RodrigoBror Magnus Tødenes
MontanoCsaba Szegedi
AraldoGordon Bintner
Literarische Vorlage: William Shakespeare
Libretto: Arrigo Boito
Bühnenbild: Vincent Lemaire
Kostüme: Christian Lacroix
Chor: Sächsischer Staatsopernchor, Dresden und Salzburger, Festspiele, Theater Kinderchor
Orchester: Sächsische Staatskapelle, Dresden
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Vincent Boussard
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen"Otello" steht bei den Osterfestspielen Salzburg 2016 im Zentrum. Der Fokus des Saisonprogramms richtet sich auf den Dichter, auf dessen Drama Verdis Oper basiert: William Shakespeare.

Mit José Cura ist einer der herausragenden Tenöre unserer Zeit in der Titelrolle ...
(ORF/3sat)

Text zuklappen"Otello" steht bei den Osterfestspielen Salzburg 2016 im Zentrum. Der Fokus des Saisonprogramms richtet sich auf den Dichter, auf dessen Drama Verdis Oper basiert: William Shakespeare.

Mit José Cura ist einer der herausragenden Tenöre unserer Zeit in der Titelrolle zu erleben. Die international erfolgreiche Sopranistin Dorothea Röschmann wird Desdemona verkörpern, Carlos Alvarez wird als Jago zu erleben sein.

Christian Thielemann leitet die Neuproduktion von Verdis "Otello" musikalisch. Der renommierte Opernregisseur Vincent Boussard zeichnet für die Inszenierung verantwortlich und Vincent Lemaire für das Bühnenbild. Beide haben bisher gemeinsam unter anderem Brechts/Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" an der Staatsoper Berlin sowie "Madame Butterfly" und "La fanciulla del West" an der Staatsoper Hamburg in Szene gesetzt.

Die Kostüme wird Christian Lacroix gestalten, einer der weltweit bekanntesten Modeschöpfer, der sich in den letzten Jahren auch als Kostümbildner einen Namen gemacht hat.

Benjamin Bernheim, Christa Mayer, Georg Zeppenfeld, Bror Magnus Tødenes, Csaba Szegedi (Montano) und Gordon Bintner vervollständigen die Reihe der erstrangigen Solisten.

Shakespeares Wirkungsgeschichte gehen bei den Osterfestspielen Salzburg die Konzerte nach, von Webers "Oberon"-Ouvertüre über Mendelssohns "Sommernachtstraum", Tschaikowskis Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" und Henzes Sinfonia N. 8 bis zur Uraufführung eines neuen Werks von Manfred Trojahn mit dem Titel "Four Women from Shakespeare". Geistliche Kontrapunkte setzen die großen Messen Bachs und Beethovens.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Otello" zum 400. Todestag von William Shakespeare. Aus demselben Anlass folgt um 22.45 Uhr der Spielfilm "Shakespeare in Love". Auch am Samstag, 2. April, im Hauptabendprogramm sowie am Sonntag, 3. April, in der Matinee widmet sich 3sat dem einmaligen Dramatiker und Schauspieler.


(ORF/3sat)


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22:39
VPS 22:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

William Shakespeare

Shakespeare in Love

Spielfilm, USA 1998

Darsteller:
Viola De LessepsGwyneth Paltrow
William ShakespeareJoseph Fiennes
Lord WessexColin Firth
Philip HensloweGeoffrey Rush
Elizabeth I.Judi Dench
Hugh FennymanTom Wilkinson
Ned AlleynBen Affleck
u.a.
Regie: John Madden
Länge: 116 Minuten

Ganzen Text anzeigenLondon, Ende des 16. Jahrhunderts: Der sich in einer Schaffenskrise befindende Autor Will Shakespeare verliebt sich in eine schauspielernde Lady, die das Genie in jeder Hinsicht beflügelt.

Es gibt nur zwei Probleme, mit denen sich Shakespeare herumschlagen muss: ...

Text zuklappenLondon, Ende des 16. Jahrhunderts: Der sich in einer Schaffenskrise befindende Autor Will Shakespeare verliebt sich in eine schauspielernde Lady, die das Genie in jeder Hinsicht beflügelt.

Es gibt nur zwei Probleme, mit denen sich Shakespeare herumschlagen muss: Frauen dürfen nicht auf die Bühne und die Schöne ist bereits einem anderen versprochen. Tempo- und geistreiche Komödie um die mögliche Entstehung der berühmten Liebestragödie.

Der aufstrebende Schriftsteller William Shakespeare (Joseph Fiennes) muss schnellstmöglich ein Theaterstück fertig schreiben. Königin Elizabeth (Judi Dench) verlangt es nach Amüsement in Form einer neuen Komödie, doch gerade jetzt leidet der Autor unter einer Schreibblockade. In seiner Hilflosigkeit nimmt Shakespeare sogar Tipps von seinem größten Konkurrenten, dem Schriftsteller Christopher Marlowe (Rupert Everett), an.

Bei einem Vorsprechen wird Shakespeare in den Bann des talentierten Schauspielers Thomas Kent gezogen, nicht ahnend, dass sich hinter der Maskerade die schöne Viola (Gwyneth Paltrow) verbirgt. Viola drängt es auf die "Bretter, die die Welt bedeuten", und in einer Zeit, in der alle Frauenrollen von Männern verkörpert wurden, da Frauen selbst am Theater nicht zugelassen waren, ist die Maskerade eine dringende Notwendigkeit für die Verwirklichung des Lebenstraums.

Erst als der Autor vor Kent über Violas Vollkommenheit schwärmt, wird ihm klar, dass Kent und Viola eine Person sind. Sie stürzen sich in eine leidenschaftliche und hoffnungslose Affäre, die sie streng geheim halten müssen, da sie für beide lebensgefährlich ist. Viola kennt ihre Verpflichtungen als Tochter aus gutem Haus und ist schon dem eifersüchtigen Lord Wessex (Colin Firth) versprochen, der sie heiraten möchte, um seine finanziellen Probleme zu lösen. Eine Verbindung, der die Königin selbst bereits ihre Zustimmung erteilt hat. Aus seiner eigenen Liebestragödie gewinnt Shakespeare die Inspiration für die unglückliche Romanze von "Romeo und Julia".

Der Film von Regisseur John Madden ("The Best Exotic Marigold Hotel") wurde für 13 Oscars nominiert und mit sieben ausgezeichnet: Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Paltrow), Beste Nebendarstellerin (Dench), Originaldrehbuch, Ausstattung, Kostüme und Filmmusik. Das Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard war bereits zuvor bei den Berliner Filmfestspielen mit einem "Silbernen Bären" für eine hervorragende Einzelleistung ausgezeichnet worden.

Der Film entstand in den berühmten Shepperton Studios außerhalb Londons; Violas Zuhause ist in Wirklichkeit Broughton Castle in Oxfordshire, und als Palast der Königin in Greenwich diente Hatfield House.

Zwei der wichtigsten Szenen entstanden an der Küste Norfolks, und zwar jene auf der Wiese, in der Viola ihrer Liebe für Shakespeare Worte verleiht und die große Szene am Strand, mit der der Film endet. Er befindet sich auf dem Gelände des Holkham Estate. Der Strand ist zirka acht Kilometer lang und gehört zu den spektakulärsten Stränden Englands. "Am Tag des Drehs schien die Sonne, die Luft war klar, der Wind fegte an der Küste entlang, und es entstand ein wilder und wahrhaft magischer Ort - ein passender Platz für den Abschied einer mutigen und schönen jungen Heldin." (Aus dem dt. Presseheft)

"Herausragende Darsteller, ein kongeniales Drehbuch und die entschlossene Inszenierung verbinden sich zu einem fulminanten filmischen Feuerwerk, das als augenzwinkernde Satire auf den Filmbetrieb, aber auch als intelligente Reflexion über den Wirklichkeitsgehalt von Fiktionen gelesen werden kann." (Filmlexikon)

"In drastisch bunter und humorvoller Manier erzählt der Film von großen Gefühlen, die er als Spiel im Spiel sentimental theatralisch überhöht. Die hervorragenden Darsteller erwecken die Figuren mit hinreißender Energie zum Leben. Mit zarter Grazie umtanzt die Kamera die Figuren."
(Aus dem Gutachten der FBW)

"Für John Maddens heiter-elegante Inszenierung hat die Topdesignerin Sandy Powell ("Orlando") prunkvolle, surreal-üppige Kostüme entworfen. Nicht unwesentlich trägt die phantasievolle, die historischen Vorbilder ironisch übertreibende Pracht zur unbefangen frischen Atmosphäre des Films bei."
(taz 14.2.1999)

"'Shakespeare in Love' hat in jeder Minute Drive, in den Mantel-und-Degen-Sequenzen, ebenso in ruhigen Passagen, in denen der klassische Text ... im Mittelpunkt steht. Dazu großes Schauspielerkino auf der ganzen Linie ... Das Licht stimmt, die Musik ist emotional und treibend, dabei aber nie bombastisch: zwei Stunden Unterhaltung der besten Sorte in handwerklicher Perfektion ..."
(Wiesbadener Kurier 16.2.1999)

"... Jahre nach seiner ursprünglichen Konzeption als großes Starvehikel für Julia Roberts und Daniel Day-Lewis taucht 'Shakespeare in Love' endlich auf als ebenso leichte wie geistreiche Komödie, die sich das Attribut 'romantisch' redlich verdient.

Getragen von seinen attraktiven Jungstars ... und einem liebenswerten Arsenal von Charakterschädeln ... bietet der beredte Schwank um emotionale und kreative Nöte des Barden die perfekte Alternative zu den handgeschnitzten Reißbrett-Blockbustern der Studios."
(Blickpunkt: Film 5/99)


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Das Brot der frühen Jahre

Spielfilm, BRD 1962

Darsteller:
Walter FendrichChristian Dörmer
Hedwig MullerKaren Blanguernon
Ulla WickweberVera Tschechowa
Frau BrotigEicke Siegel
Vater FendrichThilo von Berlepsch
u.a.
Regie: Herbert Vesely
Länge: 82 Minuten

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Der Film nach Heinrich Bölls gleichnamigem Roman orientiert sich ...

Text zuklappenMechaniker Walter, verlobt mit der Tochter seines Chefs und auf dem besten Karriereweg, verliebt sich plötzlich in eine junge Frau und wirft alles hin, um mit ihr ein neues Leben zu beginnen.

Der Film nach Heinrich Bölls gleichnamigem Roman orientiert sich stilistisch direkt an der französischen Nouvelle Vague und zeigt die deutschen Wirtschaftswunderjahre in kritischem Licht.

Walter Fendrich steht fest im Leben: Er hat eine sichere Anstellung als Waschmaschinen-Mechaniker in einem großen Unternehmen, er fährt ein tolles Auto und lebt in einer schönes Wohnung. All diese Dinge sind ihm umso wichtiger, da er als Kind ein Leben voller Entbehrungen führte. Sein Streben nach materieller Sicherheit bringt ihn auch dazu, sich mit Ulla Wickweber, der Tochter seines Chefs, zu verloben.

Eines Tages lernt er jedoch Hedwig Muller kennen, verliebt sich in sie und wirft seine bisherigen Lebenspläne über Bord. War er bisher immer folgsam und angepasst, so befreit er sich nun aus den Fesseln dieser gesellschaftlichen Konventionen. Schließlich löst er sogar die Verlobung mit Ulla, kündigt seinen Posten als Mechaniker und gibt damit seine bisherige Existenz völlig auf. Doch das ist Walter Fendrich egal.

Herbert Veselys Debütspielfilm entstand passend zur Filmemacherrevolte 1962, im Jahr des Oberhausener Manifests, das sowohl der Regisseur als auch sein Hauptdarsteller Christian Doermer (als einziger Schauspieler) unterzeichneten. Mit seiner sprunghaften Erzählweise und der Wiederholung von Dialogen und Szenen erinnert der Film an die Werke Marguerite Duras' und Jean-Marie Straubs und orientiert sich direkt an den ästhetischen Neuerungen der damals noch jungen Nouvelle Vague.

"Das Brot der frühen Jahre" bringt mit seinem kühl-distanzierten Stil 50 Jahre nach seiner Entstehung keine leichte Unterhaltung, aber eine immer noch interessante Seherfahrung, zumal dieser eigenwillige Ableger der französischen neuen Wellte auch einen Blick zurück in Kultur und Alltagsleben im West-Berlin der beginnenden 50er/60er Jahre bietet. Die Schwarzweißfotografie und Kadrierung von Wolf Wirth sind herausragend.


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Märkte

Im Bauch von Lyon - La Croix-Rousse

Film von Stefano Tealdi

Ganzen Text anzeigenLyon gilt als Eldorado für Gourmets. Ein Gang über den einen Kilometer langen Markt La Croix-Rousse lässt keinen Zweifel daran, warum das so ist.

Umgeben von der Weinregion Côte du Rhône, saftigem Weideland und Obstoasen fehlt es dem Markt nicht an frischer Ware. ...

Text zuklappenLyon gilt als Eldorado für Gourmets. Ein Gang über den einen Kilometer langen Markt La Croix-Rousse lässt keinen Zweifel daran, warum das so ist.

Umgeben von der Weinregion Côte du Rhône, saftigem Weideland und Obstoasen fehlt es dem Markt nicht an frischer Ware. Hier lässt sich Käse in unzähligen Variationen neben Bio-Brot entdecken, das dem zähen Klischee der Baguette essenden Franzosen widerspricht.

Und Fleischspezialisten verwandeln auch sonst vernachlässigte tierische Organe in geschmackliche Überraschungen. Wer neugierig fragt, bekommt das passende Rezept gleich mitgeliefert.

La Croix-Rousse lädt Einheimische wie Besucher ein zum Bummeln, zum Riechen und Schmecken - oder einfach zum Genießen frischer Austern bei einem Glas Weißwein.