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November 2017
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Karfreitag - Freitag, 25. März
Programmwoche 12/2016
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6:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Shakespeare Memory: täglich in Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Cécile Schortmann

Ganzen Text anzeigen100 Jahre Osteraufstand in Irland
Welche Bedeutung hat der Osteraufstand für die Iren bis heute?

Das Versprechen der Automatisierung
Gespräch mit Jürgen Schmidhuber

Shakespeare-Memory (3/8)
Frank Günther

Universalgenie Conrad ...

Text zuklappen100 Jahre Osteraufstand in Irland
Welche Bedeutung hat der Osteraufstand für die Iren bis heute?

Das Versprechen der Automatisierung
Gespräch mit Jürgen Schmidhuber

Shakespeare-Memory (3/8)
Frank Günther

Universalgenie Conrad Gessner
Der Zürcher "Leonardo da Vinci" würde 500 Jahre alt

Der Ursprung des Steinbach-Bildes
Was sagen die Urheber dazu, dass das Foto zu Propagandazwecken verwendet wird?

Der Bildband "Deutschland um 1900"
Die gute alte Zeit?

Dario Fo zum 90. Geburtstag
Porträt des italienischen Schauspielers und Dramaturgen


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenTerror bekämpfen durch mehr Daten
Kommunikation zwischen Behörden
verbessern

Konsequenzen aus Germanwings-Absturz
Neue Piloten-Kontrollen auf Medikamente und psychoaktive Substanzen

Der Mythos vom gesunden Schlaf
Schlaf unserer Vorfahren ist ...

Text zuklappenTerror bekämpfen durch mehr Daten
Kommunikation zwischen Behörden
verbessern

Konsequenzen aus Germanwings-Absturz
Neue Piloten-Kontrollen auf Medikamente und psychoaktive Substanzen

Der Mythos vom gesunden Schlaf
Schlaf unserer Vorfahren ist nicht gesünder gewesen

In Leiden/NL entsteht Stuhlprobenbank
Schweren Durchfall mit Stuhltransplantationen behandeln?


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05
Dolby-Digital 5.1 Audio

Messiah

Oratorium in drei Teilen von Georg Friedrich Händel, HWV 56

Theater an der Wien, 2009

Mit Susan Gritton (Sopran), Cornelia Horak (Mezzosopran),
Richard Croft (Tenor), Bejun Mehta (Altus), Florian Boesch
(Bass) u.a.

Libretto: Charles Jennens
Chor: Arnold Schoenberg Chor
Orchester: Ensemble Matheus
Musikalische Leitung: Jean-Christophe Spinosi
Inszenierung: Claus Guth
(In englischer Sprache mit deutschen Untertiteln)

Ganzen Text anzeigenIm "Messiah" drückt Georg Friedrich Händel große Gefühle, wie Trauer, Verzweiflung und Hoffnung aus, eingebunden in ein Wechselspiel von Chören, Solisten und instrumentalem Innehalten.

Er komponierte das Werk in nur 24 Tagen. In einer Koproduktion mit der Opéra ...
(ORF)

Text zuklappenIm "Messiah" drückt Georg Friedrich Händel große Gefühle, wie Trauer, Verzweiflung und Hoffnung aus, eingebunden in ein Wechselspiel von Chören, Solisten und instrumentalem Innehalten.

Er komponierte das Werk in nur 24 Tagen. In einer Koproduktion mit der Opéra National de Lorraine à Nancy zeigte das Theater an der Wien 2009 eine szenische Inszenierung von Claus Guth.

Georg Friedrich Händel hatte sich nach einer schweren beruflichen und gesundheitlichen Krise dem Oratorium zugewandt. Als er 1741 von Charles Jennes einige Bibelstellen zugeschickt bekam, beflügelten sie den Musiker. In kurzer Zeit entstand der "Messiah". Das Oratorium hat keine Handlung im engeren Sinn - man erfährt wenig Genaues über Leben, Wirken und Sterben der Titelfigur. Der Text will zeigen, dass Jesus der "Messias" im Sinne der Voraussagen der Propheten ist. Thema ist die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. Die Musik unterscheidet sich in ihrer affektgeladenen Sprache kaum von der in Händels Opern. Oratorientypisch nimmt der Chor - in dieser Aufführung der Arnold Schoenberg Chor - eine zentrale Rolle ein.

Bei der szenischen Umsetzung geht es nicht um eine Bebilderung der Bibelzitate - es handelt sich vielmehr um eine Gruppe von Menschen in konkreten Situationen, die von der Unerlöstheit unserer Welt sprechen und die zur Konfrontation mit der Frage nach dem Sinn von Leben und Sterben gezwungen sind.


(ORF)


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11:43
VPS 11:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Auf den Schienen des Doppeladlers

Film von Gernot Stadler und Björn Kölz

Bearbeitung: Margarita Pribyl

Ganzen Text anzeigenMehr als 170 Jahre nach der Eröffnung des ersten Streckenabschnitts auf österreichischem Boden hat die Eisenbahn nichts von ihrer Faszination verloren.

Unvergleichlich größer und fundamentaler muss dieses Erlebnis wohl für die Menschen im Österreich der ...
(ORF)

Text zuklappenMehr als 170 Jahre nach der Eröffnung des ersten Streckenabschnitts auf österreichischem Boden hat die Eisenbahn nichts von ihrer Faszination verloren.

Unvergleichlich größer und fundamentaler muss dieses Erlebnis wohl für die Menschen im Österreich der Donaumonarchie gewesen sein. Es waren die Eisenbahnen, die Menschen und Waren zirkulieren ließen und die Eroberung von Landschaften ermöglichten.

Mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs versank dieser einzigartige Staat für immer - Namen änderten sich, und neue Grenzen wurden gezogen. Die Nachbarn und Mitbürger von gestern wurden zu Fremden, zu Feinden und "Ausländern".

"Auf den Schienen des Doppeladlers" zeigt, wie es zur Entstehung des gigantischen Bahnnetzes der Donaumonarchie gekommen ist, welche bautechnischen Meisterleistungen vollbracht wurden, um die Steppen Galiziens mit den Küsten der Adria zu verbinden.


(ORF)


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11:58
VPS 11:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der geheimnisvolle Dom zu Erfurt

Film von Ute Gebhardt

Ganzen Text anzeigenSeit einem Jahrtausend stehen Kirchen auf dem Erfurter Domberg. Ein bedeutender spiritueller Ort, ein Wahrzeichen Mitteldeutschlands mit interessanten Details.

Seit einem halben Jahrtausend bilden Mariendom und Severi einen merkwürdigen Widerspruch: Zwei katholische ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenSeit einem Jahrtausend stehen Kirchen auf dem Erfurter Domberg. Ein bedeutender spiritueller Ort, ein Wahrzeichen Mitteldeutschlands mit interessanten Details.

Seit einem halben Jahrtausend bilden Mariendom und Severi einen merkwürdigen Widerspruch: Zwei katholische Kirchen krönen die protestantische Stadt. Dazu birgt das Ensemble viele kleine Geheimnisse, die bis heute nicht gelüftet sind.

Warum zeigt eine Türklinke einen Menschenfresser? Warum hat der Dom einen Knick in der Achse? Und warum trifft der Lichtstrahl die Madonna nur an einem Tag im Jahr? Was haben heidnische Einhörner in Kunstwerken zu suchen? Und wie kam die Gloriosa, die 11 Tonnen schwere größte freischwingende Glocke des Abendlandes hinauf in den Turm? Beide Bauwerke sind das Werk von Generationen, haben karolingische und romanische Ursprünge. Sie zeigen Spuren aller Bauperioden, aber ihr entscheidendes Gesicht ist gotisch. Als Krone und Zentrum der Stadt waren Dom und Severi Schauplatz großer Ereignisse in allen Zeiten. Immer, wenn die Menschen der Stadt einen Halt brauchen, wenden sie sich ihrem Dom zu.


(ARD/MDR)


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12:28
VPS 12:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Der Xantener Dom

Film von Martin Papirowski

Ganzen Text anzeigenXanten am Niederrhein ist eine kleine Stadt mit einem kleinen Dom. Aber auch mit einer großen Geschichte, deren Anfänge weit in die Antike reichen, genauer gesagt in die Römerzeit.

Als sich der Kohortenführer Viktor weigerte, den "offiziellen" römischen Göttern ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenXanten am Niederrhein ist eine kleine Stadt mit einem kleinen Dom. Aber auch mit einer großen Geschichte, deren Anfänge weit in die Antike reichen, genauer gesagt in die Römerzeit.

Als sich der Kohortenführer Viktor weigerte, den "offiziellen" römischen Göttern zu opfern, wurden er und seine Gefolgsleute hingerichtet. Er war zum christlichen Glauben übergetreten und hatte sich taufen lassen. Für seinen Widerstand wurde er heiliggesprochen.

Um der Märtyrer zu gedenken, baute man anfangs eine kleine Kapelle und später eine Grabeskirche, in der die Reliquien der Hingerichteten verehrt wurden. Stein für Stein und über viele Jahrhunderte hinweg entwickelte sich schließlich der St-Viktor-Dom, der bis heute an den für seine Überzeugung gestorbenen römischen Soldaten erinnert. So wurde der Xantener Dom auch zum Symbol des Widerstandes gegen das Nazi-Regime. Denn genau hier rief 1936 Bischof Graf von Galen in seiner berühmten Rede zum Ungehorsam gegen das NS-Regime auf.

Die Dokumentation rekonstruiert mithilfe von Computer-Animationen das Schicksal Viktors und seiner Gefährten. Die Zuschauer werden auf eine Zeitreise zurück in das antike Leben am Niederrhein mitgenommen, während vor ihren Augen der gotische Dom und die Stadt Xanten entstehen.


(ARD/WDR)


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13:12
VPS 13:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Aachener Kaiserdom

Film von Martin Papirowski

Ganzen Text anzeigenVor mehr als 1.200 Jahren beginnen die Vorarbeiten zum spektakulärsten Bauwerk der damaligen Zeit. Der Bauherr: Karl der Große, erster Kaiser im Westen nach dem Untergang des Römischen Reiches.

Er, der Wanderkaiser, will sich einen monumentalen Regierungssitz bauen ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenVor mehr als 1.200 Jahren beginnen die Vorarbeiten zum spektakulärsten Bauwerk der damaligen Zeit. Der Bauherr: Karl der Große, erster Kaiser im Westen nach dem Untergang des Römischen Reiches.

Er, der Wanderkaiser, will sich einen monumentalen Regierungssitz bauen lassen. In Aachen hat niemand das Know-How für ein solches Bauwerk. Kaiser Karl beordert deshalb die besten Baumeister und Handwerker aus den entferntesten Teilen der bekannten Welt.

Glanzstück der Anlage: die Marienkirche Karls des Großen. Sie bildet die Basis für den Aachener Kaiserdom, die Krönungskirche des Deutschen Reiches. 30 Könige in sechs Jahrhunderten erhalten in ihm ihre Krone. Die Erbauung des achteckigen Kuppelbaus, dem Oktogon, war im frühen Mittelalter reinste Hightech. Karl lässt seine Kirche mit bedeutenden Reliquien ausstatten, sterbliche Überreste von Heiligen oder Dinge aus ihrem persönlichen Besitz. Für die Menschen des Mittelalters sind Reliquien mehr wert als Gold und Edelsteine. Pilger strömen zu Tausenden nach Aachen. Um mehr Platz zu schaffen, wird vor genau 600 Jahren das Oktogon um einen gotischen Chor erweitert, den die Aachener liebevoll "Glashaus" nennen.

Seit der Zeit der großen Pest 1349 strömen die Pilger alle sieben Jahre zur großen Heiligtumsfahrt, um die wichtigsten Reliquien des Domes zu sehen: die legendären Windeln und das Lendentuch Jesu, das Kleid von Maria und das Enthauptungstuch von Johannes dem Täufer.


(ARD/WDR)


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13:56
VPS 13:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel

Karl der Große

Film von Gabriele Wengler

Ganzen Text anzeigenKarl der Große ist der erste und größte Kaiser des Mittelalters. Noch heute betrachtet man ihn in Frankreich und in Deutschland als Stammvater der Nation.

Das Reich, das Karl der Große schuf, umfasste aber weit mehr als nur das Herz Europas - es reichte von den ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenKarl der Große ist der erste und größte Kaiser des Mittelalters. Noch heute betrachtet man ihn in Frankreich und in Deutschland als Stammvater der Nation.

Das Reich, das Karl der Große schuf, umfasste aber weit mehr als nur das Herz Europas - es reichte von den Pyrenäen bis an die Donau und von Süditalien bis an die Nordseeküste. Bis heute kennt jeder seinen Namen, doch niemand weiß, wer er wirklich war.

Das hat einen einfachen Grund: Beinahe alles, was über Karl bekannt ist, basiert auf Hofberichterstattung - heute würde man sagen: auf Propaganda und Inszenierung. Jahre nach Karls Tod beginnt sein Biograph Einhard mit der Niederschrift der weltberühmten "Vita Karoli Magni". Diese heldenhafte Darstellung des Lebens und Wirkens Karls des Großen prägt bis heute das Bild, das sich die Nachwelt von ihm gemacht hat.

Doch mindestens ebenso spannend wie das, was Einhard über Karl schrieb, ist das, was er verschwieg. Mehr und mehr kommen durch jüngere Forschungen und Grabungen Details ans Tageslicht, die das geschönte und idealisierte Bild von Karl ergänzen durch die dunklen Seiten eines Kaisers, dessen Erfolge nicht selten auf politischen Intrigen, kompromissloser Brutalität oder den Einflüsterungen von Frauen beruhten.

Karl ist ein Phänomen, das auch nach weit mehr als einem Jahrtausend noch beeindruckt und überrascht. Den Beinamen "der Große" trug er allein schon wegen seiner körperlichen Erscheinung. Daneben war er ein klassisch gebildeter Mensch, der umfassend für sein Herrscheramt vorbereitet worden war und großen Wert auf die Qualität seiner Hofschule legte. Und er leistete beim Regieren harte körperliche Arbeit. Er musste sich regelmäßig überall in seinem Reich zeigen, und er führte quer durch Europa immer wieder Krieg. Historiker haben errechnet, dass Karl während seiner Herrschaft zu Pferde eine Strecke zurückgelegt hat, die mehr als einer kompletten Umrundung des Globus entspricht. Nicht Thron und Zepter sind die Insignien fränkischer Herrschaft, sondern Sattel und Zaumzeug.

In einer Mischung aus aufwendigen Reenactments, packender historischer Spurensuche und lebendigen Kommentaren und Erläuterungen der führenden Experten erzählt das Dokudrama wichtige Stationen aus Karls Leben. Der Zuschauer erlebt, wie er Alleinherrscher im Königreich der Franken wird, wie er sein Reich durch Kriege gegen die Langobarden und vor allem gegen die Sachsen immer weiter vergrößert, wie er seine Herrschaft über das Riesenreich verfestigt und wie er schließlich durch die Krönung zum Kaiser durch Papst Leo III. der mächtigste Herrscher Europas wird. Keine wesentliche Facette dieser faszinierenden Persönlichkeit bleibt ausgespart: Weder seine Heldentaten noch seine Grausamkeiten, weder sein unbedingter Wille zur Macht, noch seine unbändige Fleischeslust, die ihm neben fünf Ehen eine unzählbare Reihe von Liebschaften und immer wieder die Kritik von Zeitgenossen beschert hat.
So wird, 1.200 Jahre nach seinem Tod, das Leben Karls des Großen noch einmal gegenwärtig.


(ARD/WDR)


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15:33
VPS 15:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Giganten der Gotik

Wie die Kathedralen in den Himmel wuchsen

Film von Martin Papirowski

Ganzen Text anzeigenKen Follett hat ihnen in "Die Säulen der Erde" ein literarisches Denkmal gesetzt: den gotischen Kathedralen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte hinter dem Bestseller.

Der Baumeister William von Sens war das reale Vorbild für Folletts Hauptfigur: Ein genialer ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenKen Follett hat ihnen in "Die Säulen der Erde" ein literarisches Denkmal gesetzt: den gotischen Kathedralen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte hinter dem Bestseller.

Der Baumeister William von Sens war das reale Vorbild für Folletts Hauptfigur: Ein genialer Architekt und Steinmetz mit einer atemberaubenden Vision, mit kühnen Ideen, die andere kaum zu denken wagten. Ein Mann des 12. Jahrhunderts, seiner Zeit aber weit voraus.

William und seine Mitstreiter waren Geburtshelfer eines neuen Baustils, der seinen Siegeszug durch Europa begann und später unter dem Namen Gotik weltberühmt und bis heute bewundert werden sollte. Ein Baustil, der mit ganz neuen statischen Ideen Himmel und Helligkeit in einst düstere Kirchenschiffe brachte, der Licht durchflutete steinerne Hallen mit riesigen Fenstern aus bunt leuchtendem Glas schuf.

Der Film ist eine filmische Reise ins Mittelalter, in eine Zeit voller Not und Gefahren, aber auch voller mutiger, gottesfürchtiger Menschen, die die "Pyramiden des Abendlandes" mit ihren bloßen Händen erbauten: Baumeister, Mönche und Händler, Tagelöhner, Bauern und Handwerker - auch Frauen waren darunter - lange bevor im 21. Jahrhundert mit Barbara Schock-Werner die erste Frau Kölner Dombaumeisterin wurde. Auch sie begleitet und kommentiert die filmische Zeitreise in eine überhaupt nicht dunkle, sondern vielmehr äußerst bunte, dynamische und von Innovationsfreude geprägte Epoche, die in vielen Dingen als die Wiege unserer europäischen Moderne gelten kann.
Denn die gotischen Kathedralen sind nur eines der beeindruckenden kulturellen Zeugnisse des Wandels im 12. und 13. Jahrhundert. Auch in Wirtschaft und Politik bahnten sich tiefgreifende Veränderungen an: Zahlreiche neue Städte wurden gegründet, mit selbstbewussten Bürgern, die nach Mitbestimmung strebten, neue internationale Universitäten entstanden und auch Herrscher, wie der Stauferkaiser Friedrich II., pflegten einen regen Austausch mit Fürsten und Gelehrten aus aller Welt.

Die spannende und aufwendig ausgestattete Dokumentation führt mit zahlreichen Spielszenen und beeindruckenden Computeranimationen mitten hinein in diese faszinierende Epoche des Mittelalters - eine Zeitreise zurück zu Menschen, die sich trotz aller äußeren Unterschiede von uns heute kaum unterschieden, voller Ängste und Hoffnungen, Sehnsüchte und Träume.


(ARD/WDR)


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16:32
VPS 16:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Dom von Köln

Film von Martin Papirowski

Ganzen Text anzeigen20.000 Menschen besichtigen täglich den Kölner Dom, das sind sechs Millionen Besucher im Jahr. Doch die Hohe Domkirche zu Köln - so der offizielle Name - besitzt noch weitere Superlative.

Sie ist das bestbesuchte historische Monument Deutschlands und eine der am ...
(ARD/WDR)

Text zuklappen20.000 Menschen besichtigen täglich den Kölner Dom, das sind sechs Millionen Besucher im Jahr. Doch die Hohe Domkirche zu Köln - so der offizielle Name - besitzt noch weitere Superlative.

Sie ist das bestbesuchte historische Monument Deutschlands und eine der am häufigsten fotografierten Sehenswürdigkeiten unseres Planeten. Für viele Kunsthistoriker ist der Dom die "gotischste der gotischen Kathedralen".

Bei seiner Fertigstellung 1880 war der Dom das höchste Gebäude der Welt. Seine Fassade ist mit einer Fläche von 7.100 Quadratmetern fast so groß wie ein Fußballfeld. Auch mit seiner Bauzeit von 632 Jahren gehört der Dom zur weltweiten Spitze. Doch ist es allein seine Monumentalität, die bei den Besuchern eine Art von kollektiver Ehrfurcht produziert? Oder ist da noch mehr - ein Zauber, der die Menschen glauben macht, eine andere Welt zu betreten?

In einer filmischen Liebeserklärung macht sich die Dokumentation von Martin Papirowski auf die Suche nach der Faszination dieses Weltmonuments. Sie erzählt seine Geschichte, ordnet sie ein in die aufregende Epoche der Gotik, wagt Zeitreisen in das Jahrhundert seiner Entstehung und porträtiert Baumeister Gerhard, der dieses geniale Werk ersann.

Cineastische Inszenierungen und dokumentarische Animationen zeigen den Dom von Köln ganz im Sinne seiner Planer und ersten Erbauer als "ein Stück vom Himmel". Wer sich auf die Suche nach seinen Geheimnissen begibt, stößt zwangsläufig auch auf den eigentlichen Grund seiner Erbauung. Denn der Dom ist vor allem ein Palast für die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die wohl wertvollste Reliquie des Mittelalters. Der Film widmet sich auch den Schwächen, der Achillesferse des imposanten Denkmals, das ohne die Begeisterung seiner Bewahrer nicht überleben könnte.


(ARD/WDR)


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17:16
VPS 17:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

Spielfilm, Deutschland/Frankreich 2009

Darsteller:
Hildegard von BingenBarbara Sukowa
VolmarHeino Ferch
RichardisHannah Herzsprung
JuttaLena Stolze
Abt KunoAlexander Held
Mutter RichardisSunnyi Melles
ClaraPaula Kalenberg
BarbarossaDevid Striesow
u.a.
Regie: Margarethe von Trotta
Länge: 104 Minuten

Ganzen Text anzeigenDie aus adliger Familie stammende Hildegard von Bingen kam mit acht ins Benediktinerkloster. 1150, mit 52 Jahren, setzt sie die Gründung eines reinen Frauenklosters durch.

Als "geistige Mutter" vermittelt Jutta von Sponheim ihrer gelehrigen Schülerin die Bildung der ...
(ARD)

Text zuklappenDie aus adliger Familie stammende Hildegard von Bingen kam mit acht ins Benediktinerkloster. 1150, mit 52 Jahren, setzt sie die Gründung eines reinen Frauenklosters durch.

Als "geistige Mutter" vermittelt Jutta von Sponheim ihrer gelehrigen Schülerin die Bildung der damaligen Zeit und fördert ihre musikalische Begabung. Nach dem Tod ihrer Mentorin nimmt Hildegard deren Platz als Oberin ein. Sie wird zu einer berühmten Seherin.

Der Benediktinermönch Volmar ermutigt sie, die Erlaubnis der Kirche einzuholen, um ihre Gottesvisionen zu veröffentlichen, in denen sie den Menschen im Einklang mit der Natur erlebt. Bald suchen Gelehrte und sogar der künftige Kaiser den Rat der berühmten Seherin, die immer häufiger mit ihrem strengen Abt Kuno aneinandergerät. Wenn die Unbeirrbare mit blitzenden Augen streitet, ist sie zuweilen nur um Haaresbreite vom Vorwurf der Ketzerei entfernt. Sie gründet das Frauenkloster Rupertsberg bei Bingen. Es wird zu einem Mittelpunkt geistigen Lebens und zur Schule für adlige Mädchen. Schwärmerisch verehren sie Hildegard, die in Richardis von Stade eine enge Gefährtin findet. Mit deren Ernennung zur Äbtissin eines anderen Klosters stürzt Hildegard in eine lebensbedrohliche Krise. Doch in einer weiteren Vision erfährt sie, dass ihre religiöse Mission noch nicht beendet ist.

Mit dem Historiendrama "Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" setzt Regisseurin Margarethe von Trotta der Mystikerin Hildegard ein filmisches Denkmal. Das feinfühlige Porträt vermeidet esoterische Beiklänge und würdigt die heiliggesprochene Benediktinernonne als Visionärin, die sich gegen die männlich geprägte Kirchenhierarchie behauptet. Die international gefeierte Schauspielerin Barbara Sukowa verkörpert Hildegard als konsequente "Macherin", die Spiritualität mit taktischer Intelligenz vereint - und immer das letzte Wort hat.


(ARD)


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Die Nachrichtensendung des ZDF.

Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:16
VPS 19:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in mono

Reiseziel Champagne



(ARD)


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19:28
VPS 19:25

Videotext Untertitel

Eine Oase in Jerusalem - Das American Colony Hotel

Film von Richard C. Schneider

Ganzen Text anzeigenDie reiche Geschichte des "American Colony Hotel" in Jerusalem geht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Seitdem haben sich viele historisch denkwürdige Begebenheiten vor Ort zugetragen.

Eine Reihe tragischer Ereignisse führten dazu, dass die strenggläubige ...
(ARD/BR)

Text zuklappenDie reiche Geschichte des "American Colony Hotel" in Jerusalem geht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Seitdem haben sich viele historisch denkwürdige Begebenheiten vor Ort zugetragen.

Eine Reihe tragischer Ereignisse führten dazu, dass die strenggläubige christliche Familie von Horatio und Anna Spafford im Jahre 1881 ihre Heimatstadt Chicago verließ, um Frieden in der Heiligen Stadt Jerusalem zu finden und dort Familien in Not zu helfen.

Sie waren keine Missionare, versuchten jedoch nach dem Vorbild der frühen Christen ein einfaches Leben zu führen. Wegen ihrer Wohltätigkeit sowohl den jüdischen Nachbarn als auch den Beduinen von jenseits des Jordan gegenüber hatten sie bald das Vertrauen der lokalen Bevölkerung gewonnen, ihre Mildtätigkeit und ihr großes soziales Engagement sprach sich herum. Von den Anwohnern wurde die Familie einfach nur "die Amerikaner" genannt. Nach drei Jahren, 1894, folgten ihnen 70 in den Vereinigten Staaten lebende Schweden, zwei Jahre später kamen weitere 55 Glaubensbrüder in Jerusalem an: Eine wesentlich größere Unterkunft wurde erforderlich. Es wurde ein Haus gekauft, das ursprünglich als Palast für einen Pascha und seine vier Ehefrauen entworfen worden war.

Als Baron Ustinov (der Großvater des Schauspielers Sir Peter Ustinov) im Jahr 1902 eine Unterbringungsmöglichkeit in Jerusalem für seine Besucher aus Europa und Amerika benötigte, er aber die türkischen Gasthäuser dieser Zeit für unzumutbar hielt, da war die Idee für das American Colony Hotel geboren. Rasch hatte sich das "American Colony" als Unterkunft für westliche Reisende und Pilger etabliert, hier wurden ihre hohen Ansprüche an Qualität und Komfort erfüllt.
Bis heute ist das Hotel in Familienbesitz geblieben, die neutrale Haltung der Besitzer im Nahost-Konflikt hat das Hotel immer zu einem beliebten und manchmal auch geheimen Treffpunkt für Palästinenser und Israelis gemacht. Zum Beispiel begannen hier die Friedensgespräche, die 1993 zum Oslo-Vertrag führten. Auch Tony Blair, der das Nahost-Quartett vertritt, hat hier sein Büro.

Doch neben all seiner öffentlichen Bedeutung ist das Colony einfach "nur" ein wunderschönes, luxuriöses Hotel mit zuvorkommenden Mitarbeitern: Juden, Christen und Muslime haben keinerlei Probleme miteinander, sind im Gegenteil miteinander befreundet. Und für den Gast aus Amerika oder Europa ist das Hotel eine der schönsten Oasen des Nahen Ostens.


(ARD/BR)


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Lawrence von Arabien

(Lawrence of Arabia)

Spielfilm, Großbritannien 1962

Darsteller:
T. E. LawrencePeter O'Toole
Prinz FaisalAlec Guinness
Auda Abu TayiAnthony Quinn
Sherif Ali Ibn El KharischOmar Sharif
u.a.
Regie: David Lean
Länge: 209 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Brite T.E. Lawrence wird im Ersten Weltkrieg nach Ägypten versetzt, wo die arabischen Stämme gegen die Türken kämpfen. Dem Offizier wird klar, dass er sich mit den Arabern verbünden muss.

Der Monumentalfilm von David Lean gewann 1963 sieben ...

Text zuklappenDer Brite T.E. Lawrence wird im Ersten Weltkrieg nach Ägypten versetzt, wo die arabischen Stämme gegen die Türken kämpfen. Dem Offizier wird klar, dass er sich mit den Arabern verbünden muss.

Der Monumentalfilm von David Lean gewann 1963 sieben Oscars.

Sein profaner Tod scheint seines Lebens unwürdig: Colonel Thomas Edward Lawrence verunglückt tödlich bei einem Motorradunfall. Bei der Beerdigung wird auf sein Leben und seine Leistungen zurückgeschaut: Im Ersten Weltkrieg soll Lawrence als britischer Offizier den Kriegsschauplatz Osmanisches Reich beobachten. Schnell wird dem ebenso intelligenten wie sprachkundigen Lawrence klar, dass er die Unterstützung der Araber braucht, um die Türken besiegen zu können.

Zuerst zieht er Prinz Faisal auf seine Seite, der ihm Sherif Ali Ibn El Kharisch als Führer seines Stammes zur Seite stellt. Zusammen mit ihm schmiedet Lawrence einen tollkühnen Plan: Die strategisch wichtige Hafenstadt Akaba soll erobert werden - nicht von der See aus, wo sie durch zahlreiche türkische Kanonen geschützt wird, sondern über den Landweg. Lawrence wagt mit 50 Freiwilligen den endlosen Marsch durch die Wüste, wohl wissend, dass er mit seiner winzigen Truppe kaum etwas ausrichten kann. Aber sein Charisma und sein unbefangener Umgang mit den Streitigkeiten unter den arabischen Stammesfürsten helfen ihm, das Lager der Araber zu einen.

Der Aufstand der Araber gegen das Osmanische Reich kann beginnen. Doch im weiteren Verlauf der Ereignisse wird es für Lawrence immer schwieriger, zwischen der Loyalität zu seinem Land und der Freundschaft zu seinen arabischen Kampfgefährten einen gangbaren Weg zu finden. Mit der Eskalation des Krieges verändert sich die Persönlichkeit des nun "El Aurens" genannten Offiziers. Grausam gegenüber Freund und Feind, verliert er allmählich die Aura des tapferen Befreiers von Arabien.

Regisseur David Lean und Drehbuchautor Robert Bolt sahen von heroisierenden Eingriffen in das historische Material ab und stellen Lawrence nicht als strahlenden Helden dar, sondern als zutiefst zerrissenen Mann, dessen Ziele und Motivationen bis zuletzt zweifelhaft bleiben. Aufgrund der meisterhaften Kameraarbeit und der epischen Wüsten- und Kampfszenen gilt der Film, was seine handwerkliche Perfektion angeht, bis heute als Meisterwerk.


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23:45
schwarz-weiss monochrom

Das 1. Evangelium - Matthäus

(Il Vangelo secondo Matteo)

Spielfilm, Italien 1964

Darsteller:
JesusEnrique Irazoqui
Die junge MariaMargherita Caruso
Die alte MariaSusanna Pasolini
JosephMarcello Morante
Johannes der TäuferMario Socrate
PetrusSettimio Di Porto
u.a.
Regie: Pier Paolo Pasolini
Länge: 130 Minuten

Ganzen Text anzeigenDas Evangelium nach Matthäus: von der Geburt Jesu über die Flucht nach Ägypten und sein Wirken als Prophet bis zum Einzug in Jerusalem, zur Kreuzigung und seinem Tod.

In seinem textgetreuen Bibelfilm verlegte der bedeutende italienische Regisseur Pier Paolo Pasolini ...

Text zuklappenDas Evangelium nach Matthäus: von der Geburt Jesu über die Flucht nach Ägypten und sein Wirken als Prophet bis zum Einzug in Jerusalem, zur Kreuzigung und seinem Tod.

In seinem textgetreuen Bibelfilm verlegte der bedeutende italienische Regisseur Pier Paolo Pasolini die Schauplätze von Palästina in die Landstriche Apuliens, Lukaniens und Kalabriens.

Die Lebensgeschichte Jesu bis zu seinem Tod: Joseph, der seine schwangere Frau Maria wegschicken will, wird im Traum von einem Engel mitgeteilt, dass seine Frau vom Heiligen Geist einen Sohn empfangen wird, der sein Volk erlösen soll. Als Jesus in Bethlehem geboren wird, sendet König Herodes als Kundschafter Magier aus dem Morgenland aus, die dem Kind als König der Juden huldigen wollen. Nach einer Warnung durch einen Engel flieht Joseph mit Maria und dem Kind nach Ägypten. Herodes lässt in Bethlehem und der Umgebung alle Kinder unter zwei Jahren ermorden. In der Wüste von Judäa predigt Jahre später Johannes der Täufer gegen die Pharisäer und kündigt die Ankunft eines stärkeren Propheten an. Jesus aus Galiläa kommt zu Johannes an den Jordan und lässt sich von ihm taufen. In der Wüste fastet Jesus 40 Tage und Nächte und widersteht den Versuchungen des Teufels. Er wählt Simon, Petrus und Andreas zu seinen ersten Jüngern und wandert lehrend und predigend durch Galiläa, heilt Aussätzige, Gelähmte und erweckt ein Mädchen vom Tod. Als Jesus mit seinen Jüngern in Jerusalem einzieht, wird dem Propheten aus Nazareth ein triumphaler Empfang bereitet.

Pasolini knüpfte in seinem Bibelfilm an seine frühere literarische und filmische Beschäftigung mit dem Subproletariat Italiens an. Die Szenen in den süditalienischen Bergdörfern und Ruinen von Stauferburgen erinnern an Passionsdarstellungen italienischer Maler. Schon vor der Premiere bei den Filmfestspielen in Venedig protestierten italienische Faschisten gegen die "Beschmutzung einer Quelle des christlichen Abendlandes". Doch der marxistische Dichter und Regisseur enttäuschte mit seinem Film vor allem seine Anhänger und Kritiker der Linken, die ihm vorwarfen, einen konformistischen Film gedreht und die christliche Ideologie verniedlicht zu haben. Pasolini betrieb mit seinem Film keine Entlarvung der christlichen Mythen, sondern stellte sie in dokumentarischen Szenen dar.


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1:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Lawrence von Arabien

(Lawrence of Arabia)

Spielfilm, Großbritannien 1962

Darsteller:
T. E. LawrencePeter O'Toole
Prinz FaisalAlec Guinness
Auda Abu TayiAnthony Quinn
Sherif Ali Ibn El KharischOmar Sharif
u.a.
Regie: David Lean
Länge: 209 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Brite T.E. Lawrence wird im Ersten Weltkrieg nach Ägypten versetzt, wo die arabischen Stämme gegen die Türken kämpfen. Dem Offizier wird klar, dass er sich mit den Arabern verbünden muss.

Der Monumentalfilm von David Lean gewann 1963 sieben ...

Text zuklappenDer Brite T.E. Lawrence wird im Ersten Weltkrieg nach Ägypten versetzt, wo die arabischen Stämme gegen die Türken kämpfen. Dem Offizier wird klar, dass er sich mit den Arabern verbünden muss.

Der Monumentalfilm von David Lean gewann 1963 sieben Oscars.

Sein profaner Tod scheint seines Lebens unwürdig: Colonel Thomas Edward Lawrence verunglückt tödlich bei einem Motorradunfall. Bei der Beerdigung wird auf sein Leben und seine Leistungen zurückgeschaut: Im Ersten Weltkrieg soll Lawrence als britischer Offizier den Kriegsschauplatz Osmanisches Reich beobachten. Schnell wird dem ebenso intelligenten wie sprachkundigen Lawrence klar, dass er die Unterstützung der Araber braucht, um die Türken besiegen zu können.

Zuerst zieht er Prinz Faisal auf seine Seite, der ihm Sherif Ali Ibn El Kharisch als Führer seines Stammes zur Seite stellt. Zusammen mit ihm schmiedet Lawrence einen tollkühnen Plan: Die strategisch wichtige Hafenstadt Akaba soll erobert werden - nicht von der See aus, wo sie durch zahlreiche türkische Kanonen geschützt wird, sondern über den Landweg. Lawrence wagt mit 50 Freiwilligen den endlosen Marsch durch die Wüste, wohl wissend, dass er mit seiner winzigen Truppe kaum etwas ausrichten kann. Aber sein Charisma und sein unbefangener Umgang mit den Streitigkeiten unter den arabischen Stammesfürsten helfen ihm, das Lager der Araber zu einen.

Der Aufstand der Araber gegen das Osmanische Reich kann beginnen. Doch im weiteren Verlauf der Ereignisse wird es für Lawrence immer schwieriger, zwischen der Loyalität zu seinem Land und der Freundschaft zu seinen arabischen Kampfgefährten einen gangbaren Weg zu finden. Mit der Eskalation des Krieges verändert sich die Persönlichkeit des nun "El Aurens" genannten Offiziers. Grausam gegenüber Freund und Feind, verliert er allmählich die Aura des tapferen Befreiers von Arabien.

Regisseur David Lean und Drehbuchautor Robert Bolt sahen von heroisierenden Eingriffen in das historische Material ab und stellen Lawrence nicht als strahlenden Helden dar, sondern als zutiefst zerrissenen Mann, dessen Ziele und Motivationen bis zuletzt zweifelhaft bleiben. Aufgrund der meisterhaften Kameraarbeit und der epischen Wüsten- und Kampfszenen gilt der Film, was seine handwerkliche Perfektion angeht, bis heute als Meisterwerk.


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Marokko - Land der Träume

Film von Natalie Steger

Ganzen Text anzeigenMarokko liegt zwischen Atlas und Atlantik und ist ein vielfältiges, faszinierendes, geheimnisvolles Land. Touristen zieht es in die vier Königsstädte Rabat, Fes, Marrakesch und Meknes.

Es zieht sie an die langen Sandstrände, in die Wüste. Was aber verbirgt sich ...

Text zuklappenMarokko liegt zwischen Atlas und Atlantik und ist ein vielfältiges, faszinierendes, geheimnisvolles Land. Touristen zieht es in die vier Königsstädte Rabat, Fes, Marrakesch und Meknes.

Es zieht sie an die langen Sandstrände, in die Wüste. Was aber verbirgt sich hinter den Kulissen des Königreiches? Was sind die Geheimnisse des Erfolges, welche Träume haben die Menschen?
Natalie Steger und ihr Team stellen sie in ihrer Dokumentation vor.

Sie besuchen Spielfilmdreharbeiten in der Wüste - im Hollywood Nordafrikas. Sie treffen Schlangenbeschwörer und Berberfrauen, die das teuerste Öl der Welt noch von Hand herstellen - das Arganöl. Sie wandeln auf den Spuren von Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in "Casablanca" und zeigen Weinanbau in einem muslimischen Land. Eine deutsche Hotelmanagerin verrät, warum Marrakesch auch Jahrzehnte nach den wilden Jahren mit Mick Jagger, Yves Saint-Laurent, Jimi Hendriks noch immer für so viele eine Traumstadt ist.