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Mittwoch, 9. März
Programmwoche 10/2016
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6:05

Das erste Mal

Geschwindigkeit

Film von Kirsten Esch und Hanni Welter

Ganzen Text anzeigenIm Leben gibt es immer ein erstes Mal - so auch in der Kunst. Wer malte die erste Nacht? Was ist nackt und was ist Akt? Welche war die erste Darstellung von Geschwindigkeit im Bild?

Wer waren die Künstler, die in einer bestimmten Epoche eine Grenze überschritten, die ...

Text zuklappenIm Leben gibt es immer ein erstes Mal - so auch in der Kunst. Wer malte die erste Nacht? Was ist nackt und was ist Akt? Welche war die erste Darstellung von Geschwindigkeit im Bild?

Wer waren die Künstler, die in einer bestimmten Epoche eine Grenze überschritten, die etwas darstellten, was es so vorher nicht gab? Jan Neidigk, Comiczeichner, und Florian Heine, Kunsthistoriker, erklären Kunstgeschichte.


6:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Tina Mendelsohn

Ganzen Text anzeigenDokumentarfilm: "Strahl der Sonne"
Ein Film enthüllt, wie Nordkorea sich selbst inszeniert

Feminismus und Islam
Publizistin Sineb El Masrar kämpft für Frauen im Islam

Die Causa Walesa und das neue Polen
Walesa soll vom Thron des Nationalhelden ...

Text zuklappenDokumentarfilm: "Strahl der Sonne"
Ein Film enthüllt, wie Nordkorea sich selbst inszeniert

Feminismus und Islam
Publizistin Sineb El Masrar kämpft für Frauen im Islam

Die Causa Walesa und das neue Polen
Walesa soll vom Thron des Nationalhelden gestürzt werden

Science-Fiction: "Das letzte Land"
Ein Independent-Film aus der Lagerhalle

Dokumentation: "Unsere Wildnis"
Jacques Perrin und Jacques Cluzaud zeigen, wie der Mensch die Natur gefährdet

Der Lichtkünstler Heinz Mack
Der Zero-Künstler wird 85

Wer ist Streetart-Künstler Banksy?
Offenbaren Zahlen seine Identität?


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenBessere Unwettervorhersagen
Wichtig bei der Zunahme von extremen Wetterlagen

Stadtplanung im Klimawandel
Städte müssen auf Wetterextreme vorbereitet werden

Journalistisches Portal "Dekoder"
Ein Projekt von Journalisten und Wissenschaftlern zeigt ...

Text zuklappenBessere Unwettervorhersagen
Wichtig bei der Zunahme von extremen Wetterlagen

Stadtplanung im Klimawandel
Städte müssen auf Wetterextreme vorbereitet werden

Journalistisches Portal "Dekoder"
Ein Projekt von Journalisten und Wissenschaftlern zeigt das andere Russland

Licht und Schatten bei LED-Lampen
Der Nachfolger der Glühbirne könnte umweltfreundlicher sein

Abstimmung über Glyphosat verschoben
EU-Kommission hat die Abstimmung über eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels vertagt


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:07
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Tina Mendelsohn

Ganzen Text anzeigenDokumentarfilm: "Strahl der Sonne"
Ein Film enthüllt, wie Nordkorea sich selbst inszeniert

Feminismus und Islam
Publizistin Sineb El Masrar kämpft für Frauen im Islam

Die Causa Walesa und das neue Polen
Walesa soll vom Thron des Nationalhelden ...

Text zuklappenDokumentarfilm: "Strahl der Sonne"
Ein Film enthüllt, wie Nordkorea sich selbst inszeniert

Feminismus und Islam
Publizistin Sineb El Masrar kämpft für Frauen im Islam

Die Causa Walesa und das neue Polen
Walesa soll vom Thron des Nationalhelden gestürzt werden

Science-Fiction: "Das letzte Land"
Ein Independent-Film aus der Lagerhalle

Dokumentation: "Unsere Wildnis"
Jacques Perrin und Jacques Cluzaud zeigen, wie der Mensch die Natur gefährdet

Der Lichtkünstler Heinz Mack
Der Zero-Künstler wird 85

Wer ist Streetart-Künstler Banksy?
Offenbaren Zahlen seine Identität?


9:47
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenBessere Unwettervorhersagen
Wichtig bei der Zunahme von extremen Wetterlagen

Stadtplanung im Klimawandel
Städte müssen auf Wetterextreme vorbereitet werden

Journalistisches Portal "Dekoder"
Ein Projekt von Journalisten und Wissenschaftlern zeigt ...

Text zuklappenBessere Unwettervorhersagen
Wichtig bei der Zunahme von extremen Wetterlagen

Stadtplanung im Klimawandel
Städte müssen auf Wetterextreme vorbereitet werden

Journalistisches Portal "Dekoder"
Ein Projekt von Journalisten und Wissenschaftlern zeigt das andere Russland

Licht und Schatten bei LED-Lampen
Der Nachfolger der Glühbirne könnte umweltfreundlicher sein

Abstimmung über Glyphosat verschoben
EU-Kommission hat die Abstimmung über eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels vertagt


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Anne Will

Flüchtlingsdrama vor dem Gipfel - Ist Europa noch zu retten?

Ganzen Text anzeigenSebastian Kurz
Außenminister Österreich, ÖVP

Heiko Maas
Bundesjustizminister, SPD

Katja Kipping
Parteivorsitzende, Die Linke

Katrin Göring-Eckardt
Fraktionsvorsitzende im Bundestag,
Bündnis 90/Die Grünen

Richard ...
(ARD/NDR)

Text zuklappenSebastian Kurz
Außenminister Österreich, ÖVP

Heiko Maas
Bundesjustizminister, SPD

Katja Kipping
Parteivorsitzende, Die Linke

Katrin Göring-Eckardt
Fraktionsvorsitzende im Bundestag,
Bündnis 90/Die Grünen

Richard Sulík
slowakischer Europa-Abgeordneter, SaS


(ARD/NDR)


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11:16
VPS 11:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Gefühlswelten (3/11)

Mit Ekel leben

Film von Werner Kiefer

Ganzen Text anzeigenWie nehmen wir Gefühle wahr? Welche Rolle spielen sie, und wie erforscht man sie? Die Doku-Reihe taucht ein in das Innerste des Menschen, mit viel Gefühl, doch professionell distanziert.

Menschen rümpfen die Nase, weichen zurück, wenden den Blick ab, wenn sie sich ...
(ARD/BR)

Text zuklappenWie nehmen wir Gefühle wahr? Welche Rolle spielen sie, und wie erforscht man sie? Die Doku-Reihe taucht ein in das Innerste des Menschen, mit viel Gefühl, doch professionell distanziert.

Menschen rümpfen die Nase, weichen zurück, wenden den Blick ab, wenn sie sich vor etwas ekeln. Die Fähigkeit, Ekel zu empfinden, ist uns angeboren. Doch wovor wir uns ekeln, das müssen wir erst erlernen. Was ist Ekel genau?

Zu welchem Zweck hat sich im Laufe der Evolution die Fähigkeit zum Ekeln herausgebildet? Und wie geht man mit Ekelgefühlen um? Was tut man, wenn man sie nicht offen zeigen darf?

Die Suche nach Antworten für diese Folge der Doku-Reihe "Gefühlswelten" führt in die Forschungslabore der Universität Graz, wo Emotionsforscher dem Ekel auf der Spur sind. In der Ruhr-Universität Bochum isolieren Geruchsforscher die Duftstoffe, die bei den meisten Menschen Ekelgefühle auslösen. Und in der Pflegeschule in Hall in Tirol lernen Schüler, sich bewusst mit ihren Ekelgefühlen auseinanderzusetzen. Denn: "Ekelgefühle gehören zum Pflegealltag", so die Dozentin Christine Pernlochner-Kügler, "sie zu regulieren ist eine Arbeit, die man in Pflegeberufen neben den anderen belastenden körperlichen und psychischen Arbeiten leisten muss".


(ARD/BR)


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11:32
VPS 11:30

Videotext Untertitel

Was bleibt, wenn jemand geht

Film von Volker Wild

Ganzen Text anzeigenVolker Wild porträtiert fünf Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie sie der Nachwelt in Erinnerung bleiben möchten und wie sie bestattet werden wollen.

Der Film beginnt mit der Geschichte eines Mannes, der über sechs Monate unbemerkt tot in ...
(ARD/BR)

Text zuklappenVolker Wild porträtiert fünf Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie sie der Nachwelt in Erinnerung bleiben möchten und wie sie bestattet werden wollen.

Der Film beginnt mit der Geschichte eines Mannes, der über sechs Monate unbemerkt tot in seiner Wohnung lag. Keiner hatte den 72-Jährigen vermisst. Nachlasspflegerin Heike Anetsberger sucht in der Wohnung des Verstorbenen nach Hinweisen auf Angehörige und Vermögen.

Gegen anonyme Beerdigungen kämpft der Friedhofswart Franz Unterholzner auf dem Friedhof St. Zeno in Bad Reichenhall. Der gelernte Maurermeister versucht der Zeremonie einen würdigen Rahmen zu geben, auch wenn der letzte Weg inkognito bleiben muss. Keiner darf wissen, wo die anonymen Toten begraben sind - außer ihm. Er selbst hat schon vor zwei Jahren ein Grab auf dem Friedhof gekauft.

Der 89-jährige Franz Schmid aus Marktoberdorf möchte, dass etwas bleibt von ihm. Der ehemalige Bürgermeister und Ziegeleibesitzer hat als Kunstmäzen viel für die Nachwelt geschaffen: ein Künstlerhaus, eine Kunst- und Kulturstiftung, sowie ein Theaterhaus. Teilweise hat er das von seinem Privatvermögen finanziert. Auf dem Friedhof in Marktoberdorf gibt es das Familiengrab, dort wird eines Tages Franz Schmid beerdigt werden.

Auf einem Friedhof möchte Gertrud Vogl, 72 Jahre, auf gar keinen Fall begraben sein. Am liebsten würde sie ihre Asche zerstreuen lassen auf einem Hügel über dem Ammersee.

Die 79-jährige Wally Nitzinger dagegen will, dass ihre handgemachten Puppen der Nachwelt erhalten bleiben. Deshalb hat sie die Figuren schweren Herzens aus dem Haus gegeben und in Piding als Krippe zur Verfügung gestellt.


(ARD/BR)


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12:17
VPS 12:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

850 Jahre Nikolaikirche Leipzig

Eine Kirche offen für alle

Film von Antje Schneider

Ganzen Text anzeigenDie Kirche St. Nikolai in Leipzig gehört zu den berühmtesten Kirchen Deutschlands. Vornehmlich wegen der Friedensgebete im Herbst 1989, die DDR-Bürger ermutigten zu demonstrieren.

Es waren Bilder, die um die Welt gingen. Die Kirche führte Menschen unabhängig von ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenDie Kirche St. Nikolai in Leipzig gehört zu den berühmtesten Kirchen Deutschlands. Vornehmlich wegen der Friedensgebete im Herbst 1989, die DDR-Bürger ermutigten zu demonstrieren.

Es waren Bilder, die um die Welt gingen. Die Kirche führte Menschen unabhängig von ihrer Konfession zusammen. Und das tut sie noch heute: Die Stadtkirche ist offen für alle. Aber St. Nikolai blickt auf eine weit längere Geschichte zurück.

Sie gilt als der älteste noch erhaltene Kirchenbau in Leipzig. 850 Jahre alt soll sie sein. Warum 1165 als Gründungsjahr in Frage kommt, welche Rolle St. Nikolai damals im mittelalterlichen Leipzig spielte und warum sich Goethe vom Dachboden der Kirche beeindruckt zeigte, das erzählt der Film von Antje Schneider. Er belegt, dass St. Nikolai nie eine Kirche der Bischöfe, Äbte oder Fürsten war, sondern eine Kirche getragen vom Gottvertrauen und Selbstbewusstsein Leipziger Bürger.


(ARD/MDR)


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12:33
VPS 12:29

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wunschkind (1/2)

Reportage von Helen Arnet

(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenSabina und Roger Rhyner aus Glarus sind jung, gesund - und trotzdem ungewollt kinderlos. Reporterin Helen Arnet hat die zwei auf der langen und beschwerlichen Reise zum eigenen Kind begleitet.

Nach jahrelangen Untersuchungen findet man heraus, dass Sabina Rhyner nicht ...

Text zuklappenSabina und Roger Rhyner aus Glarus sind jung, gesund - und trotzdem ungewollt kinderlos. Reporterin Helen Arnet hat die zwei auf der langen und beschwerlichen Reise zum eigenen Kind begleitet.

Nach jahrelangen Untersuchungen findet man heraus, dass Sabina Rhyner nicht schwanger werden kann. Mithilfe einer Fruchtbarkeitsbehandlung will das Paar doch noch zum Wunschkind kommen.

Schon bei der Hochzeit 2009 war der damals 24-jährigen Sabina Rhyner und ihrem Mann Roger, damals 33, klar: Sie wollten Kinder. Die beiden bauten in Glarus ein Haus mit drei Kinderzimmern. Doch Sabina Rhyner wurde nicht schwanger. Weil sie gesund schien, checkten die Ärzte ihren Mann Roger Rhyner durch und vermuteten einen Hirntumor als Ursache für seine Unfruchtbarkeit.

Erst im Rahmen von mehreren schmerzhaften und belastenden Punktionen und In-vitro-Fertilisationen erkannte man den wahren Grund für den ausbleibenden Kindersegen: Sabina Rhyner leidet an einer seltenen Störung der Eizellen. Eine Schwangerschaft ist bei ihr ausgeschlossen.

Sabina Rhyner und ihrem Mann Roger blieben drei Optionen: Kinderlosigkeit, Adoption oder eine Reise ins Ausland, wo Sabina Rhyner Eizellen einer Spenderin eingesetzt würden, befruchtet mit den Spermien ihres Mannes. Das Paar entschied sich für die Behandlung in einer Fruchtbarkeitsklinik im spanischen Alicante.


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Exakt - So leben wir! (2/4)

Freizeit

Film von Antja Schneider und Anne Mehler

Moderation: Annett Glatz

Ganzen Text anzeigenDie Deutschen verfügen über mehr Freizeit als noch vor 25 Jahren: Im Schnitt 3,5 Stunden pro Tag! Zeit, um ein Hobby ausüben, Zeit mit der Familie zu verbringen - Erholung von der Arbeit.

Die Dokumentation aus der Reihe "Exakt - So leben wir!" beleuchtet den Wandel ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenDie Deutschen verfügen über mehr Freizeit als noch vor 25 Jahren: Im Schnitt 3,5 Stunden pro Tag! Zeit, um ein Hobby ausüben, Zeit mit der Familie zu verbringen - Erholung von der Arbeit.

Die Dokumentation aus der Reihe "Exakt - So leben wir!" beleuchtet den Wandel des Freizeitverhaltens in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung und wie sich das Freizeitverhalten dort im Vergleich zu Westdeutschland entwickelt hat.

Schneller, höher, weiter - damit versuchen es die, die nach dem Job statt Erholung lieber den Adrenalinkick suchen. Zum Beispiel drei junge Männer, die in der Sächsischen Schweiz auf einem nur 2,5 Zentimeter dünnen Band von einem zum anderen Berggipfel balancieren - Slacklinen "extrem".

Nur eine von vielen Trendsportarten, die im richtigen Moment auf das passende Lebensgefühl treffen. Doch so schnell sie auf der Bildfläche erscheinen, so schnell sind sie oft wieder verschwunden. Bespiel: Nordic Walking. Wie aus dem Nichts gab es 2005 plötzlich zwei Millionen Aktive in Deutschland, nur neun Jahre später sind es gerade noch 1,2 Millionen. Andere Aktivitäten sind und bleiben über die ganzen Jahre hinweg Lieblingsbeschäftigungen.

Seit einem Vierteljahrhundert ungeschlagen ist das Fernsehen. Und da übertrumpfen die Ostdeutschen die Westdeutschen. Mit 4,5 Stunden am Tag beweisen übrigens die Sachsen-Anhalter besonders viel Sitzfleisch. Im Gegensatz dazu stehen die, die der Leistungsgedanke auch im Privaten nicht loslässt. Zum Beispiel ein Pärchen im Freizeitstress: Sie singt neben der Arbeit professionell im Semperopernchor, er ist ständig in Sachen Flugzeugmodellbau unterwegs, nimmt an Wettkämpfen teil. Samstagmorgen gemeinsam frühstücken, ist mittlerweile seltener Luxus.

Und: Freizeit wird immer mehr zu einem echten Wirtschaftsfaktor. 147 Milliarden Euro geben die Deutschen mittlerweile im Jahr dafür aus. Besonders viel Geld geht an die, die unsere Freizeit organisieren. In faktenreichen Analysen werden nicht nur die mitteldeutschen Regionen verglichen sondern auch Ost- und Westdeutschland.


(ARD/MDR)


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14:16
VPS 14:15

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit - Spezial (1/2)

Welterbe Afrika

Durch die Wüste

Ganzen Text anzeigenAfrika ist ein vielseitiger, natur- und kulturreicher Kontinent. Die Dokumentation führt zu "Schätzen der Welt" in Äthiopien, Sudan, Mali, Timbuktu und im Senegal.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Geschichte der Region. Die Regenzeit in den Monaten Juni bis ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenAfrika ist ein vielseitiger, natur- und kulturreicher Kontinent. Die Dokumentation führt zu "Schätzen der Welt" in Äthiopien, Sudan, Mali, Timbuktu und im Senegal.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Geschichte der Region. Die Regenzeit in den Monaten Juni bis September zwang die äthiopischen Kaiser in der Vergangenheit dazu, Feldlager zu bauen. Den Rest des Jahres zogen sie schwer bewaffnet durch ihr Reich.

Nur durch ihre stete Präsenz konnten sie ihre Herrschaft sichern. 1632 bestieg Kaiser Fasilidas den äthiopischen Thron. Die Sage erzählt, dass ihm am Tana-See ein Mann erschien, der ihm befahl ein Schloss zu bauen. Ganz in der Tradition seiner Vorgänger, von denen jeder an einem neuen Ort ein Lager errichtet hatte, gehorchte Fasilidas und ließ einen Palast mit vier Ecktürmen und einer großen Repräsentationshalle bauen. Die Nachfolger Fasilidas', die Gondar-Kaiser, bauten die Stadt Fasil Ghebbi und den Palast weiter aus. Es ist eine Hochzeit der äthiopischen Geschichte, eine Zeit der politischen Geschlossenheit und eine Zeit des hoch entwickelten Handwerks.

Die Königin von Saba ist eine biblische Gestalt, die im 10. Jahrhundert vor Christus eine Reise zum Hof König Salomons in Jerusalem unternommen haben soll. Außer im Alten Testament erscheint sie auch im Koran und in äthiopischen Legenden. Ob ihr Reich tatsächlich in der Region um Aksum in Äthiopien gelegen hat, ist daher ebenso ungeklärt wie die Frage, ob die legendäre Königin wirklich gelebt hat. Heute ist Aksum vor allem wegen seiner, bis zu 30 Meter hohen, Stelen berühmt. Auch sie bleiben ein Rätsel. Aus einem einzigen Stück Granit gehauen, haben sie wahrscheinlich Gräber gekrönt. Ebenso die Bundeslade, die Truhe mit den zehn Geboten, die angeblich in der Kathedrale von Aksum vergraben wurde. Beweise dafür gibt es keine. Die äthiopischen Kaiser verstanden sich immer als Beschützer und Bewahrer des Glaubens. Äthiopien ist eines der ersten Länder, in dem im 4. Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion erklärt wurde.

Es empfiehlt sich ein Allradfahrzeug, gerade jetzt kurz nach der Regenzeit, als sich das Filmteam auf den Weg nach Naga, Musawwarat und Meroë macht - denn schnell kann aus der Sandpiste eine Schlammpiste werden. Die sonst braune Wüste ist von einem grünen Grasschimmer überzogen. Nach mehreren Stunden Fahrt von Khartum Richtung Norden ist die erste Station erreicht. Am Horizont in der flimmernden Mittagshitze erscheinen die Säulen des Amun-Tempels von Naga. Seit 1994 gräbt hier ein Team deutscher Archäologen eine Stadt aus, deren Blüte um Christi Geburt begann und ein halbes Jahrtausend später mit dem Untergang des Reiches von Meroë endete. Eine Widderallee führt den Abhang hoch zum zentralen Tempel, ganz in der Tradition ägyptischer Sphingenalleen. Im Allerheiligsten, einer der besterhaltenen Steinaltäre aus dieser Zeit. In feinen Reliefs sind der König Natakamani und seine Gattin Amanitore dargestellt. Im "Römischen Kiosk", einem Vortempel, dokumentiert sich der Einfluss des Mittelmeerraums auf das nubische Reich in seiner Endphase. Rundbogenfenster, Kapitelle, Friese wirken römisch-hellenistisch. Für Reisende, die in diese entlegene Ecke Afrikas kamen, dürfte es der letzte Vorposten ihrer Zivilisation gewesen sein, das Ende der Welt.

Noch heute wird der Gebel Barkal im Norden Sudans, der heilige Berg, von einer Felsnadel dominiert, welche die Fantasie der Menschen immer noch beschäftigt. Beinahe zwei Jahrtausende beeinflusste der Mythos um diesen Berg die Geschichte am Nil. Als die schwarzen Pharaonen um 750 vor Christus in Memphis einzogen und für mehrere Dynastien ganz Ägypten beherrschten, nahmen sie ihre Legitimation vom Gebel Barkal. Zahlreiche Bauten spiegeln die Verehrung für diesen Ort wider. Vom Sand zerfressene Säulenstümpfe lassen riesige Tempel erahnen. In Hieroglyphen-Schrift haben sich die Bauherren verewigt:

Zwei Landschaften nebeneinander in der südlichen Sahara: Das Air ist ein Gebirge, Mondlandschaft, Steinwüste, Felsenmeer, grau, schwarz, menschenfeindlich, schroff. Gleich daneben die Ténéré mit ihren ockerfarbenen, lieblichen Dünen von stetig wechselnden, erotischen Formen. Vereinzelt Wadis, Täler mit spärlicher Vegetation in denen die letzten Wüstenbewohner als Nomaden zu überleben versuchen. Kamelkarawanen ziehen mit dem Salz der Wüste nach Süden. Der Film - ein Road-Movie, eine Reise durch eine Landschaft die weder Straßen hat noch Wege. Er erzählt von der Wüste, die sich ständig verändert. Sie verschiebt ihre Grenze immer weiter nach Süden. Ihr Inneres trocknet immer weiter aus, Menschen und Tiere müssen die Wüste verlassen. In den Oasen wird es einsam.

Eine alte Bevölkerungsgruppe, die Dogon sind vor über 800 Jahren in den kahlen, unwirtlichen Osten Malis vertrieben worden. Vermutlich weil sie sich geweigert haben, zum islamischen Glauben überzutreten. Die Felsen des Bandiagara-Plateaus boten den Dogon Schutz vor Verfolgung. Die Kunst der Dogon, vor allem ihre Holzfiguren, symbolisiert und beschwört die Verbindung der Lebenden zu ihren Ahnen. Zeugnisse finden sich heute in den bedeutendsten Museen der Welt.

Durch die Wüste führen die alten Salzkarawanenwege der Tuareg. Seit Jahrhunderten ist Timbuktu ein Zentrum des Sahara-Handels. Ende des 19. Jahrhunderts passierten hier jedes Jahr etwa 400 Karawanen mit 140.000 Kamelen. Der deutsche Geograf und Afrikaforscher Heinrich Barth reiste 1849 mit einer britischen Expedition durch Westafrika. Ein halbes Jahr lebte Barth in Timbuktu. Er schrieb über die Lehmarchitektur und die bunten Farben.

Alle Wege führen nach Djenné, sagt man in Mali. Händler wie Gläubige streben in die alte Handelsstadt im Herzen des westafrikanischen Staates. In alten Berichten wird Djenné als groß, reich und glücklich beschrieben. Als eine Stadt, in der der Handel floriert und das Handwerk gedeiht. Djenné, die schönste Stadt der Sahelzone, "vom Himmel gesegnet und geliebt von Gott", gilt bis heute als das Juwel im Tal des Niger.

Pelikane, soweit das Auge reicht. In einer endlos erscheinenden Kette schweben sie dicht über der Wasseroberfläche dahin. Sie leben in der Wasserwildnis des Djoudj Vogelparks im Delta des Senegal, in einem 160 Quadratkilometer großem Vogelschutzgebiet, das zum Nationalpark und seit 1980 zu einem international bedeutenden Feuchtgebiet erklärt wurde. Ihr Ziel ist eine kleine Insel inmitten der Wasserwildnis. Über 5.000 Paare treffen sich dort im Winter zur Brut und bilden eine der größten Vogelkolonien Afrikas, ein Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht.


(ARD/SWR)


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15:59
VPS 16:00

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit - Spezial (2/2)

Südamerika

Amerika von Nord nach Süd

Ganzen Text anzeigenDie "Spezial"-Ausgabe führt nach Südamerika zum Welterbe der Inkas und der Geschichte der Kolonisation durch die Europäer. Stationen sind Peru, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Chile.

Karg ragen die Vulkane des Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDie "Spezial"-Ausgabe führt nach Südamerika zum Welterbe der Inkas und der Geschichte der Kolonisation durch die Europäer. Stationen sind Peru, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Chile.

Karg ragen die Vulkane des Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen Ozeans. Vor fünf Millionen Jahren durchstieß Lava die hier extrem dünne Erdkruste und gebar den ersten Vulkan. Durch Erdplattendrift wurde er verschoben und machte neuen Inseln Platz.

Machu Picchu, "Alter Gipfel" ist eine der größten Touristenattraktionen in Südamerika. Täglich besuchen mehr als 2.000 Personen die Sehenswürdigkeit. Die UNESCO fordert eine Reduktion, um das Kulturerbe nicht zu gefährden, und wehrt sich auch vehement gegen den geplanten Bau einer Seilbahn nach Machu Picchu, die den Touristenstrom weiter ansteigen ließe. Ganz reale Probleme in einem Welterbe voller Rätsel, Mythen und Legenden. Über die Stadt existieren keine Überlieferungen, weshalb nur Vermutungen angestellt werden können. Die Forschung geht heute davon aus, dass die Stadt bis zu 4.000 Einwohner hatte und Mitte des 15. Jahrhunderts gebaut wurde. Auch das Ende von Machu Picchu ist bis heute ungeklärt. Vermutlich war mit dem Zusammenbruch des Inkareichs auch der Untergang dieser Stadt unabwendbar. Dann holte sich der Urwald die Häuser, Tempel und Mauern zurück. Die Inka-Stadt Machu Picchu fiel in einen dreihundertjährigen Schlaf.

Eine der ersten Eroberungen Portugals in Brasilien war die Stadt Olinda. Zuckerrohrplantagen waren die Quelle des Reichtums dieser Stadt. Sklaven, aus Afrika verschleppt, dienten als billige Arbeitskräfte. Je mehr die Europäer die Neue Welt vereinnahmten, desto größer wurde ihre Begierde nach Sklaven aus Afrika. Ohne die erbarmungslose Ausbeutung dieser Menschen hätte die Eroberung des neuen Kontinentes wohl nicht stattgefunden. 12,5 Millionen Afrikaner sind bis zum 19. Jahrhundert Richtung Amerika deportiert worden.

Auch in Ouro Preto wurden Sklaven in Ketten ausgestellt und an reiche Minenbesitzer verkauft. Einst war Ouro Preto eine Stadt im Goldrausch. Im Inneren der Kirche Nossa Senhora do Pilar ist überall zu sehen, was Ouro Preto einst reich machte. Nahezu 400 Kilogramm Blattgold wurden auf die Figuren und Holzschnitzereien aufgetragen. All das Gold wurde durch Sklavenarbeit aus den Bergwerken geholt. 20 Prozent seines Goldes musste ein Minenbesitzer an das Königshaus in Lissabon zahlen.

Colonia del Sacramento, einst von Portugiesen gegründet, ist die älteste europäische Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Uruguay. Ihre strategisch günstige Lage in der Bucht des Rio de la Plata führte zu ständigen Territorialstreitigkeiten zwischen Spanien und Portugal, zu Belagerungen und Zerstörungen der Stadt. Erst 1828, mit der Gründung der unabhängigen Republik Uruguay, endete der Streit der Kolonialmächte. Die Altstadt, mit geduckten Kolonialhäusern, schmiedeeisernen Gittern, ruhigen Plätzen und viel Grün vermittelt an jeder Ecke den Charme einer Miniaturstadt aus der Kolonialzeit. Die zum Teil gut erhaltenen Bastionen sind ebenso Zeugnisse der Vergangenheit wie die Reste der Stadtmauer. Als kulturhistorische Besonderheit gilt die, aus dem 17. Jahrhundert stammende Kathedrale, die älteste Kirche Uruguays. Fernando Cardani, ein uruguayischer Schauspieler lebt heute im Weltkulturerbe Colonia del Sacramento. Er führt das Film-Team durch seine Stadt und lässt dabei die wechselvolle Geschichte Revue passieren.

Córdoba, die zweitgrößte Stadt Argentiniens, wurde 1573 gegründet. 1599 begannen die Jesuiten mit dem Bau eines Gebäudekomplexes der zum Zentrum ihrer Missionsarbeit in Lateinamerika werden sollte. Religiöser Kern des Komplexes ist die Iglesia Compania de Jesus, Córdobas älteste Kirche. Im Jesuitenorden kamen zu den Gelübden der Armut und Keuschheit das sogenannte "Papstgelübde". Demnach muss sich jeder Einzelne wie auch der ganze Orden vom Papst überallhin senden lassen. Auf diese Weise entstand eine ausgedehnte Missionstätigkeit. Die Blütezeit Córdobas begann 1613 mit der Gründung der Universität. Im Volksmund wird Córdoba auch als La Docta, "die Gelehrte", bezeichnet, ebenfalls als ciudad de las campanas, "Stadt der Glocken" wegen der vielen Kirchen. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war Córdoba die wichtigste Stadt Argentiniens, sie prosperierte vor allem wegen der günstigen Bedingungen für die Landwirtschaft in der Umgebung sowie ihrer Lage an der wichtigen Handelsroute zwischen Buenos Aires und der Silberstadt Potosi im heutigen Bolivien. Zur Versorgung der Stadt gründeten die Jesuiten im Umland zahlreiche Siedlungen wie die Estancias Jesus Maria, Caroya, Santa Catalina oder Alta Gracia. In diesen Siedlungen gewährte man den missionierten Indios eine begrenzte Selbstverwaltung und wirtschaftliche Autarkie. Zwischen Kollektivwirtschaft und Privatbesitz wurde ein effizientes wirtschaftliches System etabliert.

"Du bist ein Regenbogen vielfältiger Farben, Valparaiso, du großer Hafen ..." diesen Vers widmete der Dichter Pablo Neruda seiner Heimatstadt. Ja, es sind die Farben, die zuerst ins Auge fallen, wenn man vom Pazifik in den Hafen des Welterbes einläuft, die Altstadt von Valparaiso. Die Farben der meist kleinen Häuser, hemmungslos leuchtend. Sie scheinen die 27 Hügel, welche die weite Bucht begrenzen, hinaufzuwachsen. Paradiestal, so hatten die Spanier die von Indios bewohnte Bucht an der Pazifikküste genannt, die sie 1536 entdeckten und in Besitz nahmen. Sie bauten eine Kirche auf dem schmalen Uferstreifen, das Kreuz wurde zum Siegeszeichen. Um die Iglesia La Matriz wuchs die Altstadt, die heute Welterbe ist - Welterbe mit Erblasten. Atemberaubend steil sind hier die Sträßchen. Endlos scheinen die Treppen zu steigen und zu fallen. Man braucht als Bewohner der Cerros, der Hügel, einen langen Atem, und auch, wenn man als Besucher die Aussicht genießen will. Neruda hat den Aufstieg zu poetischer Prosa komprimiert: "Wie viele Treppen, wie viele Stufen, wie viele Füße auf den Stufen, wie viele Jahrhunderte von Schritten, treppauf, treppab ..."

In Patagonien, dem südlichsten Teil Amerikas, liegt der Nationalpark Los Glaciares mit seinen 13 Gletschern. Das Gebiet gehört zu Chile und Argentinien. Der größte der Eisriesen ist der Perito Moreno. Er ist einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen und walzt alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Die Gewalt der blauen Kälte schleift gigantische Felsen ab und versperrt Wasserwege. Dieser Gletscher ist einer der wenigen auf der Erde, welcher noch wächst. Faszinierende Anblicke in einer unwirtlichen Szenerie.


(ARD/SWR)


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17:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

mare TV - Reportage: Sotschi am Schwarzen Meer

Russlands Sommerfrische

Film von Till Lehmann

Ganzen Text anzeigen"Russische Riviera" wird die Schwarzmeerküste bei Sotschi gern genannt. Der Kurort liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Nizza: Sonne, Palmen, warmes Wasser - Russlands große Badewanne.

Familie Jegorow aus Tomsk in Sibirien nimmt jedes Jahr eine viertägige ...
(ARD/NDR)

Text zuklappen"Russische Riviera" wird die Schwarzmeerküste bei Sotschi gern genannt. Der Kurort liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Nizza: Sonne, Palmen, warmes Wasser - Russlands große Badewanne.

Familie Jegorow aus Tomsk in Sibirien nimmt jedes Jahr eine viertägige Bahnfahrt nach Sotschi in Kauf, um zwei freie Quadratmeter am Wasser zu ergattern. Drangvolle Enge am Strand stört sie nicht: Endlich raus aus dem grauen Plattenbau und hinein in den Trubel!

Vitali Tichonow lebt von den Sommerfrischlern. Der junge Mann betreibt direkt am Strand die "Hydromassage", eine wagemutige Rohrkonstruktion, die Meerwasser auf Menschen prasseln lässt - wenn die uralte Pumpentechnik nicht versagt, was meistens dann passiert, wenn der Andrang besonders groß ist.

Bei Sotschi liegt Russlands größtes Ferienlager "Orlionok" - "Kleiner Adler". Seit kurzem leitet Natalia Bogdanowa als "Kapitänin" eine von sieben Abteilungen der gigantischen Anlage, in der 4.000 Kinder Ferien machen können - seit über 50 Jahren, als "Orlionok" das Elite-Pionierlager für die sowjetische Jugend war. Natalia war als Kind schon hier, wo man unter anderem die Errungenschaften der sowjetischen Raumfahrt bestaunen kann.

Gleich hinter Sotschi erhebt sich der mächtige Kaukasus, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014. Dies war auch die Teekammer der Sowjetunion. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR hauchte Andrej Kuljan dem Tee wieder neues Leben ein. Heute produziert sein Familienbetrieb exklusive Sorten in Handarbeit für Kunden aus ganz Russland - sogar Wladimir Putin soll Andrejs Tee schätzen.

Eine gigantische Fischzuchtanlage bei Sotschi versorgt seit sowjetischen Zeiten die Kunden mit zentnerweise Frischfisch, vor allem Stör, Regenbogen- und sogar Bernsteinforellen. Eine russische Spezialität: Der Fisch landet lebend in den Einkaufstüten der Kunden. Frischer geht es nicht!

Nach dem Motto "Arbeiter sollen sich in Palästen erholen", ließ Josef Stalin in Sotschi prunkvolle Sanatorien für erschöpfte Werktätige errichten. Das "Metallurg" steht längst nicht nur Metallarbeitern offen, sondern allen, die es sich leisten können. Das Ehepaar Rachmatulin aus Moskau schwört auf die Behandlung. Ein straffes Programm: Bäder, Massagen, Elektroanwendungen, Diätberatung. Doch abends erholt man sich von der Erholung bei Tanz und Karaoke. Morgens Wanne - abends Walzer: Für die Rachmatulins ist Sotschi der reinste Jungbrunnen.


(ARD/NDR)


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenZika-App
Mögliche Brutstätten können schneller bekämpft werden

Bauen und Artenschutz
Mehr Rückzugsorte in Städten für heimische Tiere

Lizenz zum Knacken
Das FBI will "Generalschlüssel" für das iPhone

Alzheimer verlangsamen
Den ...

Text zuklappenZika-App
Mögliche Brutstätten können schneller bekämpft werden

Bauen und Artenschutz
Mehr Rückzugsorte in Städten für heimische Tiere

Lizenz zum Knacken
Das FBI will "Generalschlüssel" für das iPhone

Alzheimer verlangsamen
Den Verfall aufhalten mit gesundem Leben

Alzheimer möglichst früh erkennen
Wenn das Gedächtnis Probleme macht


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Die Nachrichtensendung des ZDF.

Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:21
VPS 19:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Tina Mendelsohn

Götz Kubitschek
Verleger, Publizist und politischer Aktivist

Nachruf George Martin
Der sechsfache Grammy-Preisträger war der "fünfte Beatle"

Das Filmfestival Diagonale in Graz
Cineasten können 158 Filme und Videos im Rahmen von 130 Vorstellungen sehen


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:16
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Scheidung - überforderte Mütter

Film von Jacques de Charrière und Nicolas Pallay

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenWas geschieht im Leben einer Frau, die ihre Kinder alleine erziehen muss? Junge Mütter geben Einblick in ihr Leben zwischen normalem Heldentum und alltäglichem Wahnsinn.

Insbesondere Geldprobleme werfen viele alleinerziehende Mütter aus der Bahn. Zwar hat sich ...

Text zuklappenWas geschieht im Leben einer Frau, die ihre Kinder alleine erziehen muss? Junge Mütter geben Einblick in ihr Leben zwischen normalem Heldentum und alltäglichem Wahnsinn.

Insbesondere Geldprobleme werfen viele alleinerziehende Mütter aus der Bahn. Zwar hat sich Vieles verbessert - zum Beispiel der Status der Frauen im Allgemeinen. Die feindselige Haltung früherer Zeiten ist gewichen, heute werden alleinerziehende Mütter eher bewundert.

Sie schmeißen den Haushalt, machen Karriere, erziehen die Kinder und kümmern sich um deren Ausbildung.

Yassna, 40 Jahre alt, schafft es, ihren zwei Töchtern ein schönes Zuhause zu bieten und leitet gleichzeitig ein Fitnessunternehmen. Bei ihr läuft vieles rund. Doch das ist eher die Ausnahme. Bei den meisten geht es nicht wie geplant voran. Mütter, die sich weiterbilden wollen, eine Karriere verfolgen oder eine Arbeit haben, die sie zum Reisen zwingt oder unregelmäßige Arbeitszeiten beinhaltet, sind auf die Unterstützung des Ex-Partners oder anderer nahe stehender Personen angewiesen.


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21:06
VPS 21:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Zwischen Last und Liebe

Die neuen Großeltern

Film von Eveline Falk

Ganzen Text anzeigenJunge, berufstätige Eltern müssen oft auf Oma und Opa zurückgreifen, denn mit den Betreuungsstrukturen hinkt die Schweiz hinterher. Ist es in Ordnung, dass alle mit den Großeltern rechnen?

Der Staat, die Gesellschaft und die eigenen Kinder? Generationenforscher ...

Text zuklappenJunge, berufstätige Eltern müssen oft auf Oma und Opa zurückgreifen, denn mit den Betreuungsstrukturen hinkt die Schweiz hinterher. Ist es in Ordnung, dass alle mit den Großeltern rechnen?

Der Staat, die Gesellschaft und die eigenen Kinder? Generationenforscher François Höpflinger hat ausgerechnet: In der Schweiz leisten Großeltern etwa 100 Millionen Betreuungsstunden. Das sind über zwei Milliarden Schweizer Franken – 50.000 Vollzeitstellen.

Heute stehen Großeltern bei der Geburt ihrer Enkel meist selbst noch mitten im Leben, sind berufstätig und träumen von mehr Freiraum und Freiheit. Ein Dilemma. Sie lieben ihre Enkel und möchten ihre Kinder unterstützen und gleichzeitig mehr Zeit für sich selbst haben. Vor allem für Großmütter, die schon einmal die Doppelbelastung "Beruf und Kinder" erlebt haben, ist es schwierig, ihre eigenen Wünsche und die Ansprüche von außen unter einen Hut zu bringen. Denn man spricht zwar von den Großeltern, die hüten, aber gemeint ist damit meist die "Krippe Grosi".

Und wenn Frauen sich abgrenzen, gelten sie schnell als Raben-Großmütter.
Dabei sind Großeltern eine Erfindung der jüngeren Zeit: Erst ab dem 19. Jahrhundert wurden ältere Menschen innerhalb der Familie als solche wahrgenommen. Im Zuge des romantisch-bürgerlichen Familienideals wurde auch ihre Rolle neu entworfen: die Großmutter als liebliche und gute Seele des Hauses, auf dem Ofenbänkli sitzend, und der gütige, liebende Großvater, der Geschichten erzählt, beide alt und grauhaarig. Diese Bilder haben sich bis heute halten können, auch wenn sie längst überholt sind.

Die Autorin Eveline Falk wurde mit 50 Jahren selbst Großmutter. Rein statistisch gesehen drei Jahre zu früh: In der Schweiz werden Frauen zwischen 53 und 55 das erste Mal Großmutter. Auch sie hatte eine Vorstellung davon, wie sie als Großmutter sein sollte, scheiterte aber an ihren eigenen Ansprüchen und machte sich deshalb auf die Suche nach andern Großeltern, um die Frage gründlich zu klären: Was und wie sollen Großeltern heute sein?


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:28
VPS 22:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio

Der Glanz des Tages

Spielfilm, Österreich 2012

Darsteller:
PhilippPhilipp Hochmair
WalterWalter Saabel
VictorVitali Leonti
u.a.
Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel
Länge: 90 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenPhilipp Hochmair ist ein junger Schauspieler mit Engagements an den großen Bühnen in Wien und Hamburg. Sein Leben ist vom Theater bestimmt. Dadurch verliert er den Bezug zur Realität.

Als er auf den vagabundierenden Walter trifft, zu dem er eine ambivalente ...
(ORF/3sat)

Text zuklappenPhilipp Hochmair ist ein junger Schauspieler mit Engagements an den großen Bühnen in Wien und Hamburg. Sein Leben ist vom Theater bestimmt. Dadurch verliert er den Bezug zur Realität.

Als er auf den vagabundierenden Walter trifft, zu dem er eine ambivalente Freundschaft aufbaut, und mit dem Schicksal seines Nachbarn Viktor konfrontiert wird, wird er daran erinnert, dass das Leben keine Bühne ist.


(ORF/3sat)


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23:56
VPS 23:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Im Grenzbereich!

Zollfahnder decken auf

Film von Jörg Pfeifer

Ganzen Text anzeigenRoutinekontrolle auf der A38: Die Zöllner stoppen einen polnischen Transporter mit zwei Paletten Bier und zehn Kilo Tabak und Zigaretten, versteckt in zugeklebten Proviantpaketen.

Außerdem hat der Fahrer zwei durstige Welpen an Bord. Die will er nach England ...
(ARD/MDR)

Text zuklappenRoutinekontrolle auf der A38: Die Zöllner stoppen einen polnischen Transporter mit zwei Paletten Bier und zehn Kilo Tabak und Zigaretten, versteckt in zugeklebten Proviantpaketen.

Außerdem hat der Fahrer zwei durstige Welpen an Bord. Die will er nach England bringen, aber die nötigen Impfpapiere werfen Fragen auf. Alltag bei den Zollfahndern. Die wissen, geschmuggelt wird inzwischen fast alles: Von Drogen über Tiere bis hin zu Waffen.

Das Treiben organisierter Banden und Steuerhinterzieher zu bekämpfen ist die Aufgabe der Zollfahndung. Ihre Waffen sind das Röntgengerät, Spürhunde und der PC. Oft ist es ein Papierkrieg, den sie führen - mit beachtlichen Erfolgen: So konnte 2013 das Zollfahndungsamt Dresden Steuerhinterziehungen von rund 27 Millionen Euro aufdecken.

Den Beamten der Frachtabfertigung am Leipziger Flughafen fallen eine Reihe Päckchen aus Asien auf. Laut Frachtpapieren enthalten sie Geschenke: je Paket drei Abendkleider. Geschenke sind bis zu einem Grenzbetrag von der Einfuhrsteuer befreit, doch die Zöllner wittern eine ausgefeilte Betrügerei und folgen dem Weg der Päckchen bis ins Ruhrgebiet. Schließlich decken Sie einen Gesamtsteuerbetrug von über 100.000 Euro auf.

Auch ein Ehepaar aus Sachsen-Anhalt kassierte ordentlich ab, indem es gefälschte Markenartikel verkaufte. Zollfahnder beschlagnahmten bei einer Hausdurchsuchung kistenweise Mützen, Jacken und T-Shirts, die billig in Tschechien produziert und mit bekannten Labels versehen wurden.

Viele Plagiate, die aus dem Ausland geschmuggelt werden oder über deutsche Autobahnen in ein Drittland gehen sollen, sind inzwischen so gut gemacht, dass selbst routinierte Zollfahnder echt von unecht kaum unterscheiden können. Als die Ermittler des Zolls das Lager einer Schmugglerbande ausheben, finden sie auch 2.500 Paar hochwertig aussehende Turnschuhe. In diesem Fall konnte nur der Markeninhaber selbst herausfinden, ob die Ware gefälscht war. Einziger Hinweis ist oft der Preis - billig heißt meistens: gefälscht.


(ARD/MDR)


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0:27
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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0:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

ECO

Das Wirtschaftsmagazin

Moderation: Reto Lipp

Schweizer Holzwirtschaft unter Druck
Die Importe nehmen zu

Fallende Preise in der Schweiz
Warum es trotzdem keine Deflation gibt

Bioethanol im Tank boomt
Mineralöl-Unternehmen profitieren doppelt


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1:25

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit - Spezial (1/2)

Welterbe Afrika

Durch die Wüste

Ganzen Text anzeigenAfrika ist ein vielseitiger, natur- und kulturreicher Kontinent. Die Dokumentation führt zu "Schätzen der Welt" in Äthiopien, Sudan, Mali, Timbuktu und im Senegal.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Geschichte der Region. Die Regenzeit in den Monaten Juni bis ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenAfrika ist ein vielseitiger, natur- und kulturreicher Kontinent. Die Dokumentation führt zu "Schätzen der Welt" in Äthiopien, Sudan, Mali, Timbuktu und im Senegal.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Geschichte der Region. Die Regenzeit in den Monaten Juni bis September zwang die äthiopischen Kaiser in der Vergangenheit dazu, Feldlager zu bauen. Den Rest des Jahres zogen sie schwer bewaffnet durch ihr Reich.

Nur durch ihre stete Präsenz konnten sie ihre Herrschaft sichern. 1632 bestieg Kaiser Fasilidas den äthiopischen Thron. Die Sage erzählt, dass ihm am Tana-See ein Mann erschien, der ihm befahl ein Schloss zu bauen. Ganz in der Tradition seiner Vorgänger, von denen jeder an einem neuen Ort ein Lager errichtet hatte, gehorchte Fasilidas und ließ einen Palast mit vier Ecktürmen und einer großen Repräsentationshalle bauen. Die Nachfolger Fasilidas', die Gondar-Kaiser, bauten die Stadt Fasil Ghebbi und den Palast weiter aus. Es ist eine Hochzeit der äthiopischen Geschichte, eine Zeit der politischen Geschlossenheit und eine Zeit des hoch entwickelten Handwerks.

Die Königin von Saba ist eine biblische Gestalt, die im 10. Jahrhundert vor Christus eine Reise zum Hof König Salomons in Jerusalem unternommen haben soll. Außer im Alten Testament erscheint sie auch im Koran und in äthiopischen Legenden. Ob ihr Reich tatsächlich in der Region um Aksum in Äthiopien gelegen hat, ist daher ebenso ungeklärt wie die Frage, ob die legendäre Königin wirklich gelebt hat. Heute ist Aksum vor allem wegen seiner, bis zu 30 Meter hohen, Stelen berühmt. Auch sie bleiben ein Rätsel. Aus einem einzigen Stück Granit gehauen, haben sie wahrscheinlich Gräber gekrönt. Ebenso die Bundeslade, die Truhe mit den zehn Geboten, die angeblich in der Kathedrale von Aksum vergraben wurde. Beweise dafür gibt es keine. Die äthiopischen Kaiser verstanden sich immer als Beschützer und Bewahrer des Glaubens. Äthiopien ist eines der ersten Länder, in dem im 4. Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion erklärt wurde.

Es empfiehlt sich ein Allradfahrzeug, gerade jetzt kurz nach der Regenzeit, als sich das Filmteam auf den Weg nach Naga, Musawwarat und Meroë macht - denn schnell kann aus der Sandpiste eine Schlammpiste werden. Die sonst braune Wüste ist von einem grünen Grasschimmer überzogen. Nach mehreren Stunden Fahrt von Khartum Richtung Norden ist die erste Station erreicht. Am Horizont in der flimmernden Mittagshitze erscheinen die Säulen des Amun-Tempels von Naga. Seit 1994 gräbt hier ein Team deutscher Archäologen eine Stadt aus, deren Blüte um Christi Geburt begann und ein halbes Jahrtausend später mit dem Untergang des Reiches von Meroë endete. Eine Widderallee führt den Abhang hoch zum zentralen Tempel, ganz in der Tradition ägyptischer Sphingenalleen. Im Allerheiligsten, einer der besterhaltenen Steinaltäre aus dieser Zeit. In feinen Reliefs sind der König Natakamani und seine Gattin Amanitore dargestellt. Im "Römischen Kiosk", einem Vortempel, dokumentiert sich der Einfluss des Mittelmeerraums auf das nubische Reich in seiner Endphase. Rundbogenfenster, Kapitelle, Friese wirken römisch-hellenistisch. Für Reisende, die in diese entlegene Ecke Afrikas kamen, dürfte es der letzte Vorposten ihrer Zivilisation gewesen sein, das Ende der Welt.

Noch heute wird der Gebel Barkal im Norden Sudans, der heilige Berg, von einer Felsnadel dominiert, welche die Fantasie der Menschen immer noch beschäftigt. Beinahe zwei Jahrtausende beeinflusste der Mythos um diesen Berg die Geschichte am Nil. Als die schwarzen Pharaonen um 750 vor Christus in Memphis einzogen und für mehrere Dynastien ganz Ägypten beherrschten, nahmen sie ihre Legitimation vom Gebel Barkal. Zahlreiche Bauten spiegeln die Verehrung für diesen Ort wider. Vom Sand zerfressene Säulenstümpfe lassen riesige Tempel erahnen. In Hieroglyphen-Schrift haben sich die Bauherren verewigt:

Zwei Landschaften nebeneinander in der südlichen Sahara: Das Air ist ein Gebirge, Mondlandschaft, Steinwüste, Felsenmeer, grau, schwarz, menschenfeindlich, schroff. Gleich daneben die Ténéré mit ihren ockerfarbenen, lieblichen Dünen von stetig wechselnden, erotischen Formen. Vereinzelt Wadis, Täler mit spärlicher Vegetation in denen die letzten Wüstenbewohner als Nomaden zu überleben versuchen. Kamelkarawanen ziehen mit dem Salz der Wüste nach Süden. Der Film - ein Road-Movie, eine Reise durch eine Landschaft die weder Straßen hat noch Wege. Er erzählt von der Wüste, die sich ständig verändert. Sie verschiebt ihre Grenze immer weiter nach Süden. Ihr Inneres trocknet immer weiter aus, Menschen und Tiere müssen die Wüste verlassen. In den Oasen wird es einsam.

Eine alte Bevölkerungsgruppe, die Dogon sind vor über 800 Jahren in den kahlen, unwirtlichen Osten Malis vertrieben worden. Vermutlich weil sie sich geweigert haben, zum islamischen Glauben überzutreten. Die Felsen des Bandiagara-Plateaus boten den Dogon Schutz vor Verfolgung. Die Kunst der Dogon, vor allem ihre Holzfiguren, symbolisiert und beschwört die Verbindung der Lebenden zu ihren Ahnen. Zeugnisse finden sich heute in den bedeutendsten Museen der Welt.

Durch die Wüste führen die alten Salzkarawanenwege der Tuareg. Seit Jahrhunderten ist Timbuktu ein Zentrum des Sahara-Handels. Ende des 19. Jahrhunderts passierten hier jedes Jahr etwa 400 Karawanen mit 140.000 Kamelen. Der deutsche Geograf und Afrikaforscher Heinrich Barth reiste 1849 mit einer britischen Expedition durch Westafrika. Ein halbes Jahr lebte Barth in Timbuktu. Er schrieb über die Lehmarchitektur und die bunten Farben.

Alle Wege führen nach Djenné, sagt man in Mali. Händler wie Gläubige streben in die alte Handelsstadt im Herzen des westafrikanischen Staates. In alten Berichten wird Djenné als groß, reich und glücklich beschrieben. Als eine Stadt, in der der Handel floriert und das Handwerk gedeiht. Djenné, die schönste Stadt der Sahelzone, "vom Himmel gesegnet und geliebt von Gott", gilt bis heute als das Juwel im Tal des Niger.

Pelikane, soweit das Auge reicht. In einer endlos erscheinenden Kette schweben sie dicht über der Wasseroberfläche dahin. Sie leben in der Wasserwildnis des Djoudj Vogelparks im Delta des Senegal, in einem 160 Quadratkilometer großem Vogelschutzgebiet, das zum Nationalpark und seit 1980 zu einem international bedeutenden Feuchtgebiet erklärt wurde. Ihr Ziel ist eine kleine Insel inmitten der Wasserwildnis. Über 5.000 Paare treffen sich dort im Winter zur Brut und bilden eine der größten Vogelkolonien Afrikas, ein Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht.


(ARD/SWR)


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3:09
VPS 03:05

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit - Spezial (2/2)

Südamerika

Amerika von Nord nach Süd

Ganzen Text anzeigenDie "Spezial"-Ausgabe führt nach Südamerika zum Welterbe der Inkas und der Geschichte der Kolonisation durch die Europäer. Stationen sind Peru, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Chile.

Karg ragen die Vulkane des Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDie "Spezial"-Ausgabe führt nach Südamerika zum Welterbe der Inkas und der Geschichte der Kolonisation durch die Europäer. Stationen sind Peru, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Chile.

Karg ragen die Vulkane des Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen Ozeans. Vor fünf Millionen Jahren durchstieß Lava die hier extrem dünne Erdkruste und gebar den ersten Vulkan. Durch Erdplattendrift wurde er verschoben und machte neuen Inseln Platz.

Machu Picchu, "Alter Gipfel" ist eine der größten Touristenattraktionen in Südamerika. Täglich besuchen mehr als 2.000 Personen die Sehenswürdigkeit. Die UNESCO fordert eine Reduktion, um das Kulturerbe nicht zu gefährden, und wehrt sich auch vehement gegen den geplanten Bau einer Seilbahn nach Machu Picchu, die den Touristenstrom weiter ansteigen ließe. Ganz reale Probleme in einem Welterbe voller Rätsel, Mythen und Legenden. Über die Stadt existieren keine Überlieferungen, weshalb nur Vermutungen angestellt werden können. Die Forschung geht heute davon aus, dass die Stadt bis zu 4.000 Einwohner hatte und Mitte des 15. Jahrhunderts gebaut wurde. Auch das Ende von Machu Picchu ist bis heute ungeklärt. Vermutlich war mit dem Zusammenbruch des Inkareichs auch der Untergang dieser Stadt unabwendbar. Dann holte sich der Urwald die Häuser, Tempel und Mauern zurück. Die Inka-Stadt Machu Picchu fiel in einen dreihundertjährigen Schlaf.

Eine der ersten Eroberungen Portugals in Brasilien war die Stadt Olinda. Zuckerrohrplantagen waren die Quelle des Reichtums dieser Stadt. Sklaven, aus Afrika verschleppt, dienten als billige Arbeitskräfte. Je mehr die Europäer die Neue Welt vereinnahmten, desto größer wurde ihre Begierde nach Sklaven aus Afrika. Ohne die erbarmungslose Ausbeutung dieser Menschen hätte die Eroberung des neuen Kontinentes wohl nicht stattgefunden. 12,5 Millionen Afrikaner sind bis zum 19. Jahrhundert Richtung Amerika deportiert worden.

Auch in Ouro Preto wurden Sklaven in Ketten ausgestellt und an reiche Minenbesitzer verkauft. Einst war Ouro Preto eine Stadt im Goldrausch. Im Inneren der Kirche Nossa Senhora do Pilar ist überall zu sehen, was Ouro Preto einst reich machte. Nahezu 400 Kilogramm Blattgold wurden auf die Figuren und Holzschnitzereien aufgetragen. All das Gold wurde durch Sklavenarbeit aus den Bergwerken geholt. 20 Prozent seines Goldes musste ein Minenbesitzer an das Königshaus in Lissabon zahlen.

Colonia del Sacramento, einst von Portugiesen gegründet, ist die älteste europäische Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Uruguay. Ihre strategisch günstige Lage in der Bucht des Rio de la Plata führte zu ständigen Territorialstreitigkeiten zwischen Spanien und Portugal, zu Belagerungen und Zerstörungen der Stadt. Erst 1828, mit der Gründung der unabhängigen Republik Uruguay, endete der Streit der Kolonialmächte. Die Altstadt, mit geduckten Kolonialhäusern, schmiedeeisernen Gittern, ruhigen Plätzen und viel Grün vermittelt an jeder Ecke den Charme einer Miniaturstadt aus der Kolonialzeit. Die zum Teil gut erhaltenen Bastionen sind ebenso Zeugnisse der Vergangenheit wie die Reste der Stadtmauer. Als kulturhistorische Besonderheit gilt die, aus dem 17. Jahrhundert stammende Kathedrale, die älteste Kirche Uruguays. Fernando Cardani, ein uruguayischer Schauspieler lebt heute im Weltkulturerbe Colonia del Sacramento. Er führt das Film-Team durch seine Stadt und lässt dabei die wechselvolle Geschichte Revue passieren.

Córdoba, die zweitgrößte Stadt Argentiniens, wurde 1573 gegründet. 1599 begannen die Jesuiten mit dem Bau eines Gebäudekomplexes der zum Zentrum ihrer Missionsarbeit in Lateinamerika werden sollte. Religiöser Kern des Komplexes ist die Iglesia Compania de Jesus, Córdobas älteste Kirche. Im Jesuitenorden kamen zu den Gelübden der Armut und Keuschheit das sogenannte "Papstgelübde". Demnach muss sich jeder Einzelne wie auch der ganze Orden vom Papst überallhin senden lassen. Auf diese Weise entstand eine ausgedehnte Missionstätigkeit. Die Blütezeit Córdobas begann 1613 mit der Gründung der Universität. Im Volksmund wird Córdoba auch als La Docta, "die Gelehrte", bezeichnet, ebenfalls als ciudad de las campanas, "Stadt der Glocken" wegen der vielen Kirchen. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war Córdoba die wichtigste Stadt Argentiniens, sie prosperierte vor allem wegen der günstigen Bedingungen für die Landwirtschaft in der Umgebung sowie ihrer Lage an der wichtigen Handelsroute zwischen Buenos Aires und der Silberstadt Potosi im heutigen Bolivien. Zur Versorgung der Stadt gründeten die Jesuiten im Umland zahlreiche Siedlungen wie die Estancias Jesus Maria, Caroya, Santa Catalina oder Alta Gracia. In diesen Siedlungen gewährte man den missionierten Indios eine begrenzte Selbstverwaltung und wirtschaftliche Autarkie. Zwischen Kollektivwirtschaft und Privatbesitz wurde ein effizientes wirtschaftliches System etabliert.

"Du bist ein Regenbogen vielfältiger Farben, Valparaiso, du großer Hafen ..." diesen Vers widmete der Dichter Pablo Neruda seiner Heimatstadt. Ja, es sind die Farben, die zuerst ins Auge fallen, wenn man vom Pazifik in den Hafen des Welterbes einläuft, die Altstadt von Valparaiso. Die Farben der meist kleinen Häuser, hemmungslos leuchtend. Sie scheinen die 27 Hügel, welche die weite Bucht begrenzen, hinaufzuwachsen. Paradiestal, so hatten die Spanier die von Indios bewohnte Bucht an der Pazifikküste genannt, die sie 1536 entdeckten und in Besitz nahmen. Sie bauten eine Kirche auf dem schmalen Uferstreifen, das Kreuz wurde zum Siegeszeichen. Um die Iglesia La Matriz wuchs die Altstadt, die heute Welterbe ist - Welterbe mit Erblasten. Atemberaubend steil sind hier die Sträßchen. Endlos scheinen die Treppen zu steigen und zu fallen. Man braucht als Bewohner der Cerros, der Hügel, einen langen Atem, und auch, wenn man als Besucher die Aussicht genießen will. Neruda hat den Aufstieg zu poetischer Prosa komprimiert: "Wie viele Treppen, wie viele Stufen, wie viele Füße auf den Stufen, wie viele Jahrhunderte von Schritten, treppauf, treppab ..."

In Patagonien, dem südlichsten Teil Amerikas, liegt der Nationalpark Los Glaciares mit seinen 13 Gletschern. Das Gebiet gehört zu Chile und Argentinien. Der größte der Eisriesen ist der Perito Moreno. Er ist einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen und walzt alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Die Gewalt der blauen Kälte schleift gigantische Felsen ab und versperrt Wasserwege. Dieser Gletscher ist einer der wenigen auf der Erde, welcher noch wächst. Faszinierende Anblicke in einer unwirtlichen Szenerie.


(ARD/SWR)


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4:55

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Chinas Zentren

Die verbotene Stadt und die Große Mauer

Film von Mark Verkerk und James Barrat

Ganzen Text anzeigenMitten im Herzen von Peking liegt hinter hohen Mauern versteckt ein geheimnisvoller Palast, einfachen Leuten war hier über Jahrhunderte der Zutritt verwehrt - die Verbotene Stadt.

Hinter gewaltigen Toren erstreckt sich eine eigene Welt, eine riesige Anlage, ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenMitten im Herzen von Peking liegt hinter hohen Mauern versteckt ein geheimnisvoller Palast, einfachen Leuten war hier über Jahrhunderte der Zutritt verwehrt - die Verbotene Stadt.

Hinter gewaltigen Toren erstreckt sich eine eigene Welt, eine riesige Anlage, abgeschlossen und fremd. Von hier aus regierte der chinesische Kaiser umgeben von seinem Hofstaat mit 4.000 Angehörigen. Die alten Chinesen hielten die Große Mauer für einen Drachen.

Aus dessen geschwungenem Schweif sei die Nation entsprungen. Zahlreiche Sagen ranken sich um sie, dabei ist ihre wahre Geschichte noch erstaunlicher als alle Fabeln. Mit fast fünftausend Kilometern Länge übertrifft die Große Mauer alle von Menschen errichteten Bauwerke. Ursprünglich war sie gar nicht als ein Bauwerk geplant. Denn zunächst hatten Herrscher konkurrierender Königreiche im Norden Chinas einzelne Schutzwälle errichtet. Sie sollten die barbarischen Horden aus den nördlich gelegenen Steppen daran hindern, in ihr Land einzudringen. Diese Teilstücke wurden ab dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung miteinander zu einer großen Mauer verbunden.

Die Dokumentation führt durch die Tore in das Innere der Verbotenen Stadt und erzählt die Geschichte der Verlegung der Hauptstadt Chinas und der Entstehung der größten Palastanlage der Welt.


(ARD/SWR)


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5:24
VPS 05:20

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Vom Glücksspiel und der Tugend

Macau und Qufu

Filme von Elke Werry und Gisela Mahlmann

Ganzen Text anzeigenDie Halbinsel Macau im südchinesischen Meer hat die Form einer Krabbe. In der chinesischen Symbolik ist dies ein Zeichen für Glück. Seit Ewigkeiten wird hier um Leben und Vermögen gespielt.

Früher waren es Seefahrer und Abenteurer, Missionare und Geschäftsleute, ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenDie Halbinsel Macau im südchinesischen Meer hat die Form einer Krabbe. In der chinesischen Symbolik ist dies ein Zeichen für Glück. Seit Ewigkeiten wird hier um Leben und Vermögen gespielt.

Früher waren es Seefahrer und Abenteurer, Missionare und Geschäftsleute, heute sind es Glücksritter und Spieler, die von der krabbenförmigen Insel angezogen werden. Das Roulette-Rad steht in Macau nie still, die Stadt gilt als das Las Vegas von Asien.

Als Anfang des 16. Jahrhunderts Seefahrer aus Portugal im Perlflussdelta ankerten, fanden sie nur eine kleine Siedlung, in der Fischer zu ihrer Glücksgöttin A-Ma beteten. Auf fremdem, südchinesischem Boden richteten sie einen Stützpunkt ein. Es war der erste in Fernost. Mandarine aus Kanton genehmigten die Niederlassung der Portugiesen, gaben ihnen einen exklusiven Pachtvertrag. Bald wuchs der kleine portugiesische Handelsstützpunkt zu einer Drehscheibe zwischen Ost und West, in der Seide und Silber, Sandelholz und Porzellan in alle Welt verschifft wurde.

Im Beitrag über Qufu - die Stätten des Konfuzius - werden nicht nur die bedeutenden steinernen Zeugnisse einer großen Kultur gezeigt, sondern es wird auch eine Vorstellung davon vermittelt, wie zu Zeiten der chinesischen Kaiser der Konfuziuskult aussah und welche Bedeutung die Ideen des Weisen für die Gesellschaft Chinas hatten.

1993 wurden der Konfuziustempel, der Konfuziusfriedhof und die Residenz der Familie Kong in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Diese drei Stätten gelten als herausragende Beispiele für chinesische Tempelanlagen, für Wohnhausarchitektur und für die Bestattungstradition. Sie haben seit mehr als 2.000 Jahren eine ununterbrochene Geschichte. Nach Jahrzehnten der Verfolgung des Konfuzianismus im kommunistischen China, während der fast alle Konfuziustempel zerstört wurden, erleben die Ideen des "Großen Weisen" seit 20 Jahren in China und Asien eine Renaissance.


(ARD/SWR)