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Dienstag, 29. Dezember
Programmwoche 53/2015
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6:20
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wiener Gstettn

Film von Thomas Rilk

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenUmgeben von Stadtwüste und sterilem Beton verlieren immer mehr Tiere ihre letzten Rückzugsflächen. Doch wo der Mensch sich zurückzieht, sprießt und krabbelt es. So auch mitten in Wien.

Die Natur dringt aus allen noch so winzigen Asphalt- und Betonritzen und ...
(ORF)

Text zuklappenUmgeben von Stadtwüste und sterilem Beton verlieren immer mehr Tiere ihre letzten Rückzugsflächen. Doch wo der Mensch sich zurückzieht, sprießt und krabbelt es. So auch mitten in Wien.

Die Natur dringt aus allen noch so winzigen Asphalt- und Betonritzen und erobert sich ihr Recht zurück. Für viele freilebende Tiere sind solche "Gstettn" oft die letzten Rückzugsmöglichkeiten in der Stadt.

Die Dokumentation aus der Reihe "Universum" präsentiert die Vielfalt der "Wiener Gstettn", einer kaum bekannten Wildnis in der Großstadt.

Redaktionshinweis: Einen Tag lang heißt es bei 3sat: "Echt Tierisch".


(ORF)


7:05
Videotext Untertitel

Hulik und die Biber

Film von Harald Pokieser

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenEinem slowakischen Biologen ist durch unglaubliche Beharrlichkeit ein unvergleichliches Husarenstück gelungen: Tomas Hulik hat mit wilden, freilebenden Bibern Freundschaft geschlossen.

Er kann neben ihnen sitzen, wenn sie nachts Bäume benagen, er kann ihnen auf ...
(ORF)

Text zuklappenEinem slowakischen Biologen ist durch unglaubliche Beharrlichkeit ein unvergleichliches Husarenstück gelungen: Tomas Hulik hat mit wilden, freilebenden Bibern Freundschaft geschlossen.

Er kann neben ihnen sitzen, wenn sie nachts Bäume benagen, er kann ihnen auf Schritt und Tritt folgen, ohne sie aus der Ruhe zu bringen und er kann sie sogar berühren. Sein Geheimnis: Etwa 600 gemeinsam mit den Bibern im dunklen Wald verbrachte Nächte.

Er war bei ihnen, bei Hitze und Moskitos, bei Sturm und Frost. Vier Jahre und drei Bibergenerationen lang hat er die Tiere Schritt für Schritt nachhaltig davon überzeugt, dass er für sie keine Gefahr darstellt. Seine Beobachtungen eröffnen der Wissenschaft so unmittelbar wie nie zuvor den bis dato nur vom Hörensagen bekannten Alltag der Europäischen Biber, ihr Familienleben, ihren individuellen Charakter, ihr Sozialverhalten und ihre täglichen Gewohnheiten.


(ORF)


7:50
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Milos und die Luchse

Film von Tomas Hulik und Harald Pokieser

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDies ist die Geschichte einer hart erkämpften Freundschaft: zwischen Miloš Majda, ein stiller Naturbursche und Ranger im Malá Fatra Nationalpark in der Slowakei, und zwei kleine Luchsen.

Die Luchse aus dem Tierpark, sollen mit Miloš' Hilfe in die Heimat ihrer ...
(ORF)

Text zuklappenDies ist die Geschichte einer hart erkämpften Freundschaft: zwischen Miloš Majda, ein stiller Naturbursche und Ranger im Malá Fatra Nationalpark in der Slowakei, und zwei kleine Luchsen.

Die Luchse aus dem Tierpark, sollen mit Miloš' Hilfe in die Heimat ihrer Vorfahren, in die Wälder der Malá Fatra im Herzen der Slowakei zurückkehren. Zwei Jahre lang verfolgen Miloš und der Biologe und Tierfilmer Tomaš Hulik den Weg der Luchse zurück in die Wildnis.


(ORF)


8:40
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (1/3)

Ernstbrunn - Montana und zurück

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr ...
(ORF)

Text zuklappenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center in Ernstbrunn, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich.

Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center (WSC). Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen - diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe.

Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des Wolf Science Center, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York. 4.500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck.

Rückblickend gesteht Fally-Puskás: "Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall?" Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal - alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen - Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo - und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an.

Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: "Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten!" Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und festzustellen, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Canidenforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf.


(ORF)


9:25
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (2/3)

Sechs Welpen und ein Todesfall

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im ...
(ORF)

Text zuklappenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im Vordergrund. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob und vor allem mit Leckerlis.

"Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts. Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe", sagt Bea Belenyi und sie spricht aus Erfahrung. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen.
Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, verstirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen.

Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich faire Vergleiche anstellen.
Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen?


(ORF)


10:10
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (3/3)

Im Rudel geht es rund

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter ...
(ORF)

Text zuklappenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren Drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen.

Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten.

Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das kümmere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben - ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen.

Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: "Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert." Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig.

Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an - die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Testraum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudelzusammenstellungen zu finden. Kotrschal: "Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen." Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen?

Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls Sommer wie Winter als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das - wie könnte es auch anders sein - Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark. Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofi, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen.


(ORF)


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10:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio

Ruf der Wildnis

(Call of the Wild)

Spielfilm, USA 2009

Darsteller:
Bill HaleChristopher Lloyd
RyannAriel Gade
JackKameron Knox
HeepTimothy Bottoms
OzzDevon Graye
u.a.
Regie: Richard Gabai
Länge: 85 Minuten

Ganzen Text anzeigenDie zehnjährige Ryann muss ihre Ferien bei ihrem verwitweten Großvater in der Abgeschiedenheit Montanas verbringen, dabei kann sie mit der Natur gar nichts anfangen.

Doch eines Abends finden die beiden in der Garage ein verletztes Tier - einen Mischling, halb Hund, ...

Text zuklappenDie zehnjährige Ryann muss ihre Ferien bei ihrem verwitweten Großvater in der Abgeschiedenheit Montanas verbringen, dabei kann sie mit der Natur gar nichts anfangen.

Doch eines Abends finden die beiden in der Garage ein verletztes Tier - einen Mischling, halb Hund, halb Wolf. Der Großvater macht Ryann, die sich für den vierbeinigen Findling sehr begeistert, mit dem berühmten Roman Jack Londons, "Ruf der Wildnis", bekannt.

Das Buch spielt im Jahr 1897 und erzählt vom Leidensweg eines Hundes namens Buck, den es von Kalifornien an den Yukon verschlägt. Ryann ist Feuer und Flamme für Bucks Geschichte - und auch der Findling, der sich prima erholt hat, wird Buck getauft. Der Schlittenhundetrainer Jack eröffnet Ryann, dass er sich Buck gut als Leithund für seine Meute beim Rennen vorstellen könnte. Ryann wird von Abenteuerlust und Ehrgeiz gepackt.

Der Familienfilm "Ruf der Wildnis" thematisiert das ambivalente Verhältnis der Menschen in Nordamerika zu den Huskies, die überwiegend als Nutztiere angesehen werden.


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12:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Schweinchen Babe in der großen Stadt

(Babe: Pig in the City)

Spielfilm, USA/Australien 1998

Darsteller:
Mrs. HoggettMagda Szubanski
Farmer HoggettJames Cromwell
PensionsbesitzerinMary Stein
Fugly FloomMickey Rooney
Die Tiere und ihre deutschen Sprecher:Anne Helm
Schweinchen BabeMichael Pan
Ferdinand
u.a.
Regie: George Miller
Länge: 85 Minuten

Ganzen Text anzeigenGerade ist Schweinchen Babe als prämiertes Schäferschwein im Triumph auf die Farm der Hoggetts zurückgekehrt, als durch Babes Mitschuld der Farmer arbeitsunfähig wird.

Das ist umso schlimmer, weil die Farm der Hoggetts verschuldet ist und der Verkauf an die Bank ...

Text zuklappenGerade ist Schweinchen Babe als prämiertes Schäferschwein im Triumph auf die Farm der Hoggetts zurückgekehrt, als durch Babes Mitschuld der Farmer arbeitsunfähig wird.

Das ist umso schlimmer, weil die Farm der Hoggetts verschuldet ist und der Verkauf an die Bank droht. Alle Tiere würden dann ihr Zuhause verlieren. Esme Hoggett will gemeinsam mit Babe in der Großstadt das Geld auftreiben.

Sie landen in einer Pension, zu der neben einer Affenfamilie, die mit einem Clown auftritt, auch im Chor singende Katzen und zahlreiche Hunde gehören. Bald muss Babe sich allein durchschlagen, denn Esme wird wegen schwerer Beamtenbeleidigung verhaftet und landet im Gefängnis. Schnell wird das Futter in der Pension knapp. Auf der Suche nach Essbarem treffen Babe und seine Freunde auf die harte Wirklichkeit in Form einer Gruppe streunender Hunde. Doch Babe findet auch einen patenten Freund: Ein Kampfhund, dem Babe das Leben rettet, schenkt dem Schwein nicht nur sein Halsband, sondern verhilft Babe auch zu ungewöhnlicher Autorität innerhalb der Tier-WG. Mit den Aufgaben wachsend, gelingt es Babe dank seiner entwaffnenden Naivität und aufopferungsvollen Selbstlosigkeit nicht nur, die scheinbar unauflösbare Fehde zwischen Hunden und Katzen zu begraben, sondern schließlich alle Tiere vor einem qualvollen Tod im Versuchslabor zu retten. Zu Babes großer Freude trifft mit Ente Ferdinand auch ein lieber Freund aus der Heimat ein. Doch wo ist Esme Hoggett? In einem furiosen Finale sprengen Babe und seine vierbeinigen Kumpel ein großes Wohltätigkeitsfest und können kurze Zeit später gemeinsam mit der resoluten Bäuerin nach Hause zurückkehren.

"Schweinchen Babe in der großen Stadt" thematisiert den großen Zwiespalt im Verhältnis des Menschen zu seinen tierischen Mitgeschöpfen. Die einen werden als Haustiere vergöttert, überfüttert und mit goldenen Halsbändern oder Strickmäntelchen versehen, die anderen werden ins Tierheim abgeschoben oder als nutzlose Fresser, die nur kosten, oder essbare Ware betrachtet. "Schweinchen Babe in der großen Stadt" gibt den Verlierern unter den Tieren eine Stimme.


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13:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio

Despereaux - Der kleine Mäuseheld

(The Tale of Despereaux)

Animationsfilm, USA 2008

Darsteller:
ErzählerinKarin Buchholz
Trickfigur:mit den Stimmen von:
DespereauxUwe Bueschken
RoscuroUli Krohm
Prinzessin PeaMaria Koschny
Miggery SowAlmut Zydra
u.a.
Regie: Sam Fell, Rob Stevenhagen
Länge: 91 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Mäuserich Despereaux, der Musik und Literatur mag, verliebt sich in die Menschen-Prinzessin Pea, wird deshalb vom Mäuserat verstoßen und landet im Verlies des Schlosses bei den Ratten.

Dort muss Despereaux viel erleiden, trotzdem gelingt es ihm, die ebenfalls ...

Text zuklappenDer Mäuserich Despereaux, der Musik und Literatur mag, verliebt sich in die Menschen-Prinzessin Pea, wird deshalb vom Mäuserat verstoßen und landet im Verlies des Schlosses bei den Ratten.

Dort muss Despereaux viel erleiden, trotzdem gelingt es ihm, die ebenfalls verstoßene Prinzessin zu retten.

Ein heiter-ironisches Animations-Märchen mit parabelhaftem Charakter.

Eine ganz andere Vorgeschichte hat Roscuro. Er ist eine Ratte und gehört einem Seemann, auf dessen Schulter er immer unterwegs ist. Die beiden kommen eines Tages in das Königreich Dor, berühmt für seine Suppen. Der größte Tag des Jahres ist immer jener, an dem der Koch zunächst dem König, und dieser später dem Volk, eine neue Suppe kredenzt. Doch der Festtag verwandelt sich in einen Albtraum, als der neugierige Roscuro in die Suppe der Königin fällt. So landet auch Roscuro in der dunklen Rattenwelt von Dor - in den Kellerverliesen unter dem Schloss. Dort begegnet er dem Mäuserich Despereaux und rettet ihm das Leben, weil er nur vegetarisch isst und begierig Despereauxs Erzählungen lauscht. Roscuro möchte sich so gern bei der Prinzessin für das Unglück entschuldigen, das mit seinem Fall in die Suppe der Königin begann.


Der Animationsfilm ist die fantasievolle Verfilmung eines Buches von Kate DiCamillo, das auf Deutsch unter dem Titel "Despereaux - Von einem der auszog, das Fürchten zu verlernen" erschienen ist. Wie fast alle großen Trickfilmproduktionen plündert der Film zum Vergnügen des Zuschauers das große Archiv des Weltkinos. So erinnert die tonangebende Ratte in der Unterwelt nicht zufällig an "Nosferatu" und auch Ridley Scotts "Gladiator" lässt in der Unterwelt-Arena und beim Soundtrack grüßen.


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15:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

NETZ NATUR

Wahrheiten über Märchentiere

Die Naturreportage aus der Schweiz

Moderation: Andreas Moser

Ganzen Text anzeigenTiermärchen enthalten oft mehr Wahrheiten über die pelzigen, schlüpfrigen oder gefiederten Protagonisten, als man denkt – vor allem, wenn man über unsere eigene Kultur hinaus schaut.

In einem Märchenwald blickt ein verwirrter Schneewittchen-Zwerg auf vergangene ...

Text zuklappenTiermärchen enthalten oft mehr Wahrheiten über die pelzigen, schlüpfrigen oder gefiederten Protagonisten, als man denkt – vor allem, wenn man über unsere eigene Kultur hinaus schaut.

In einem Märchenwald blickt ein verwirrter Schneewittchen-Zwerg auf vergangene Zeiten zurück: Wie sich alles verändert hat, seit Schneewittchen nicht mehr ist und sich die Prinzessin einen Prinzen angelte, indem sie den verwunschenen Frosch an die Wand warf.

Doch warum war der Prinz ausgerechnet ein Frosch? Frösche sind in der Natur erstaunliche Verwandlungskünstler, werden doch aus einer geschwänzten Kaulquappe im Wasser plötzlich richtige Frösche, die an Land steigen. Frösche, die in ihrem äußeren Körperbau doch stark demjenigen des Menschen gleichen.

NETZ NATUR bleibt aber nicht allein in der Welt der Grimm-Märchen, sondern lässt auch eine alte, weise Indianerin vom Stamm der Cree Geschichten über dieselben Tiere erzählen: Der Frosch als Tier, das den Menschen lehrt, wie man alle Hindernisse überspringt und mit seinem rhythmischen Gesang den Atem der Mutter Erde wiedergibt.

Oder die Geschichte des Bibers, der mit einer Handvoll Lehm vom Grund des Wassers das Festland geschaffen hat, auf dem wir alle leben. Dieser Mythos ist kein Wunder, denn der Biber war in der Natur Europas und Nordamerikas die bestimmende Kraft in den Flussebenen. Durch seine Dämme regulierte er den Abfluss der Gewässer, nutzte die Wälder und bestimmte, welche Gebiete trocken lagen oder unter Wasser gesetzt wurden: Er war das entscheidende, gestaltende Lebewesen in den Landschaften des Flachlands, bevor der Mensch diese Rolle an sich riss – und die Biber bei uns ausrottete.

Erstaunliche Parallelen auch beim Verwandlungsmythos der Raben: Die schwarzen Vögel als verwandelte Buben bei den Gebrüdern Grimm und als Reinkarnation, als Verwandlung eines verstorbenen Menschen beim Stamm der Tlingit-Indianer. Raben sind so intelligent, dass es naheliegt, dass ein verwandelter Mensch in ihnen steckt.

Und der Wolf, der wie kein anderes Tier in den Märchen zwischen Gut und Böse polarisiert: Vom Wolfskind Mogli im Dschungelbuch-Märchen bis zum Rotkäppchen- und Geißlein-Fresser bei den Grimms. Oder als erster Freund des Menschen, der ihm den Hund geschenkt hat bei den Cree.

Die Sendung zeigt, dass die Rolle von Tieren im Märchen stark davon abhängt, wer solche Geschichten über sie erzählt und welche Erfahrungen verschiedene Kulturen mit den Tieren, mit denen sie jeweils im Kontakt stehen, gemacht haben. Aber überall wird deutlich, dass in jedem Märchen ein Stück Wahrheit steckt - auch bei den Tieren.


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16:05

Das 4-Pfoten-Hotel

(The Retrievers)

Spielfilm, USA 2001

Darsteller:
TomRobert Hays
KarenMel Harris
LizAlana Austin
WiddyTylor Emerson
Durham HaysworthRobert Wagner
u.a.
Regie: Paul Schneider
Länge: 85 Minuten

Ganzen Text anzeigenKaren und Tom sind mit ihren beiden Kindern Liz und Widdy von New York aufs Land gezogen. Tom will dem Stress entgehen, doch seine Kinder können der abgelegenen Idylle nichts abgewinnen.

Außerdem setzen seine neuen Arbeitgeber Tom gehörig unter Druck, und so scheint ...

Text zuklappenKaren und Tom sind mit ihren beiden Kindern Liz und Widdy von New York aufs Land gezogen. Tom will dem Stress entgehen, doch seine Kinder können der abgelegenen Idylle nichts abgewinnen.

Außerdem setzen seine neuen Arbeitgeber Tom gehörig unter Druck, und so scheint sich für den Familienvater trotz ländlichen Ambientes nicht viel verändert zu haben. Doch dann bringt eine herrenlose "Golden Retriever"-Hündin ihren Nachwuchs in ihrem Haus zur Welt.

Sieben kleine Welpen toben bald herum. Liz und Widdy haben New York schon fast vergessen, doch Tom macht ihnen klar, dass sie den Nachwuchs nicht behalten können. Nach Schalten einer Anzeige gelingt es ihnen, die kleinen Hunde zu verschenken. Doch die Kinder leiden so sehr unter der Trennung, dass sich Tom genötigt sieht, die Welpen zurückzuholen. Doch das ist gar nicht so einfach.

Die Hauptdarsteller des Familienfilms "Das 4-Pfoten-Hotel", Roberty Hays und Mel Harris, wurden durch eine Reihe von US-Fernsehproduktionen bekannt. Zu Mel Harris' bekanntesten Spielfilmauftritten gehört ihr Part in "Mein Partner mit der kalten Schnauze".


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17:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Jagdkumpane - Wie der Hund auf den Menschen kam

Film von Ute Gebhardt

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Sprecher: Cornelius Obonya

Ganzen Text anzeigenEs begann vor mehr als 30.000 Jahren: Früher als alle anderen Nutztiere wurde der Hund zum Haustier domestiziert. Der Mensch wollte den Hund, weil er ihm bei der Jagd helfen konnte.

Oft hing das Überleben der Menschen tatsächlich vom gemeinsamen Jagdglück ab. Die ...
(ORF)

Text zuklappenEs begann vor mehr als 30.000 Jahren: Früher als alle anderen Nutztiere wurde der Hund zum Haustier domestiziert. Der Mensch wollte den Hund, weil er ihm bei der Jagd helfen konnte.

Oft hing das Überleben der Menschen tatsächlich vom gemeinsamen Jagdglück ab. Die Jagd hat Hund und Mensch zusammengeschweißt. Heute soll der Hund seinen Jagdtrieb fast gänzlich ablegen und stattdessen Kind und Partner ersetzen.

Der Hund tut, was seit Jahrtausenden von ihm erwartet wird: Er passt sich an - doch nicht immer ohne Zwischenfälle. Denn Hund sein heißt, Jäger sein.

Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung der Beziehung zwischen Mensch und Hund nach.


(ORF)


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18:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Auf den Hund gekommen

Film von Daniel Child

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDr. Juliane Kaminski vom Max-Planck-Institut hat Verhaltensstudien mit Schimpansen und Hunden durchgeführt. Sie wollte wissen, ob die Tiere Hinweisgesten des Menschen verstehen.

Mit dem Finger deutet sie auf eine versteckte Belohnung. Hunde achten auf den Fingerzeig ...
(ORF)

Text zuklappenDr. Juliane Kaminski vom Max-Planck-Institut hat Verhaltensstudien mit Schimpansen und Hunden durchgeführt. Sie wollte wissen, ob die Tiere Hinweisgesten des Menschen verstehen.

Mit dem Finger deutet sie auf eine versteckte Belohnung. Hunde achten auf den Fingerzeig und nehmen die Hilfestellung an. Schimpansen fällen ihre eigene Meinung und warten das Zeichen erst gar nicht ab. Dieser Verhaltensunterschied liegt in ihrer Natur.

In freier Wildbahn würde ein Affe niemals einem Artgenossen zeigen, wo die Banane liegt. Hunde hingegen sind kooperative Rudeltiere, der Mensch ihr neuer Partner.
Hunde haben aber auch Verhaltensweisen entwickelt, die ihre Vorfahren keineswegs benötigten. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich unsere Emotionen in der rechten Gesichtshälfte wahrhaftiger spiegeln. Daher schauen wir automatisch zuerst nach links, wenn wir einem Menschen gegenüber stehen. In der Fachsprache heißt das Linksblicktendenz. Hunde haben diese Tendenz ebenfalls – allerdings ausschließlich in Anbetracht von Menschengesichtern.

Über die Abstammung der Haushunde wurde viel spekuliert. Erst mittels Genanalysen scheint es eindeutig erwiesen zu sein: Der Hund stammt vom Grauwolf ab. Wie aber konnte aus einer einzigen Tierart eine so große Vielfalt an Haushunden entstehen? Seit den 1950er Jahren läuft in Sibirien ein Zuchtprojekt mit Silberfüchsen. Man wollte wissen, ob Füchse durch selektive Auslese handzahm werden können. Zu diesem Zweck wurden immer nur die menschenfreundlichsten Tiere miteinander gekreuzt. Das Ergebnis ist erstaunlich. Nach einem halben Jahrhundert und 50 Generationen später sind aus den wolligen Kratzbürsten streichelweiche Kuscheltiere geworden, die es mit jedem Schoßhund aufnehmen können. Verblüffend ist jedoch nicht nur ihre charakterliche Veränderung, auch Körperbau und Aussehen haben sich gewandelt. Die einst gerade Rute ist nun nach oben gekrümmt wie bei vielen Hunden, die Beine sind kürzer, die Ohren bleiben wie bei Jungtieren länger schlapp und die Farbe des Fells wurde variantenreicher. Dieses sibirische Projekt zeigt gewissermaßen im Schnellgang, wie sich die Domestikation der Hunde abgespielt haben könnte. Es wurde zum Hotspot der Forschung, und Wissenschaftler aus der ganzen Welt erwarten sich hier noch einige Antworten auf die Frage, wie der Mensch auf den Hund kam.

Wie wichtig unser bester Freund noch in Zukunft für die Menschheit werden kann, zeigen die Arbeiten der Genetikerin Elinor Karlsson. Hunde haben sich an den Menschen angepasst, sie teilen dieselbe Umwelt mit uns, das Haus, manchmal sogar das Bett, und sie leiden häufig an ähnlichen Krankheiten. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen und bestimmte Krebsarten treffen die Vierbeiner ebenso. Da der Genpool von Rassehunden beschränkt ist, lassen sich die krankmachenden Gene leichter und vor allem schneller festmachen als bei Menschen. Karlsson untersucht nun gezielt jene Rassen, die besonders häufig an bestimmten Erkrankungen leiden. Sobald sie das defekte Gen gefunden hat, weiß man, wonach man beim Menschen suchen muss. So gesehen, könnten Hunde tatsächlich bald auch in dieser Hinsicht gut für unsere Gesundheit sein.


(ORF)


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19:00
Videotext Untertitel

Der Wolfsmann

Film von Jan Haft

Ganzen Text anzeigenOhne Menschen wie Frank André Soma wäre der Wolf, das stets verfolgte Raubtier, wohl schon aus Norwegen verschwunden. Der "Wolfsmann" widmet sein Leben ganz der Tiergattung Wolf.

Obwohl der Norden Europas so viel dünner besiedelt ist als Mitteleuropa, scheint es ...
(ARD/BR)

Text zuklappenOhne Menschen wie Frank André Soma wäre der Wolf, das stets verfolgte Raubtier, wohl schon aus Norwegen verschwunden. Der "Wolfsmann" widmet sein Leben ganz der Tiergattung Wolf.

Obwohl der Norden Europas so viel dünner besiedelt ist als Mitteleuropa, scheint es selbst in der Weite und Wildnis Norwegens nicht genügend Platz für das wohl faszinierendste heimische Raubtier zu geben. Der "Wolfsmann" von Langedrag liebt seine Wölfe.

Es dürfte auf der Welt nur wenige Menschen geben, die ein derartig intensives Verhältnis zum Wolf und zugleich ein solch umfangreiches Wissen über das Tier haben. Die Raufereien mit seinen drei zahmen Wölfen sind legendär. Die Gehege-Besuche mit Gästen eine Sensation.

Jan Haft zeigt den "Wolfsmann" im Privatleben und bei der Arbeit und vor allem mit seinen geliebten Wölfen. Er gibt neue Einsichten in unser zwiespältiges Verhältnis zur Tiergattung Wolf. Die Hingabe eines Mannes an die Natur ist beeindruckend, die wunderschönen Landschaften der südnorwegischen Bergtundra erst recht.


(ARD/BR)


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19:30
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Elsa - Verliebt in eine Löwin

Film von Sacha Mirzoeff und Clare Brook

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIn den 1960er Jahren machten das Buch und der Film "Frei geboren" die junge Löwin Elsa schlagartig weltberühmt und veränderten für immer die öffentliche Wahrnehmung von Löwen.

Die Dokumentation von Sacha Mirzoeff zeigt die wichtigsten Schauplätze dieser ...
(ORF)

Text zuklappenIn den 1960er Jahren machten das Buch und der Film "Frei geboren" die junge Löwin Elsa schlagartig weltberühmt und veränderten für immer die öffentliche Wahrnehmung von Löwen.

Die Dokumentation von Sacha Mirzoeff zeigt die wichtigsten Schauplätze dieser Geschichte in Kenia und erzählt von den Menschen, die bis heute damit eng verbunden sind.

Als erste von Menschenhand aufgezogene Löwin, die wieder in die Wildnis entlassen wird, macht Elsa in den 1960er Jahren Schlagzeilen. Es ist vor allem die berührende Geschichte zwischen den "Adoptiveltern" George und Joy Adamson und der jungen Löwin Elsa, die weltweit die Herzen ergreift. Als die Adoptiveltern das Löwen-Baby übernehmen, ist Elsa nur zwei Wochen alt. In den kommenden Jahren wird die Löwin Schritt für Schritt an ein Leben in Freiheit gewöhnt und wieder in den Meru Park ausgewildert.

Joy Adamsons Buch "Frei geboren" wird 1960 bei Erscheinen über Nacht ein Weltbestseller. 1966 folgt der Film, der mit einem Golden Globe ausgezeichnet wird. Beides verändert die öffentliche Wahrnehmung von Löwen und Naturschutz nachhaltig. Die Schauspieler Virginia MacKenna und ihr Ehemann Bill Travers, die das Ehepaar Adamson darstellen, werden zu überzeugten Naturschützern. Sie gründen eine Stiftung, die "Born Free Foundation", die bis heute weltweit Projekte zum Schutz wilder Tiere unterstützt.

In der Dokumentation besucht die Schauspielerin Virginia MacKenna Elsas ehemaliges Revier und erinnert sich, wie der Film "Frei geboren" sie alle verändert hat. An George Adamsons Lieblingsplatz, einer Tamarinde am Fluss, beschreibt sein Patensohn Johnny Baxendale wie er und George die Löwen, die in "Frei geboren" mitgespielt haben, wieder in die Wildnis entlassen. In diese Zeit fällt auch die Trennung von Joy und George. Joy schreibt weiterhin Bücher und widmet sich der Auswilderung von Geparden und Leoparden. 1980 stirbt sie unter dramatischen Umständen, sie wird von einem entlassenen Angestellten erstochen.
Trotz aller Gefahren setzt George seine Arbeit mit den verwaisten Wildjungtieren fort. Jonny Baxendale erzählt, wie der dreijährige Sohn eines Wildhüters von einem Löwen verletzt wird. Wenig später bringt derselbe Löwe einen Wildhüter um. George muss ihn erschießen. Auch Sir David Attenborough und der Serengeti-Löwen-Experte Craig Packer kommen mit ihren Erinnerungen zu Wort. Der Kreis schließt sich mit Georges Assistenten Tony Fitzjohn, der das alte Camp wiederherstellt, um die Arbeit seines großen Vorbilds George fortzusetzen.

Die größte Sorge aller gilt dabei den veränderten Lebensbedingungen für Löwen in Afrika. Seit den Tagen Elsas haben sich die Umstände dramatisch gewandelt. Was wird die Zukunft für sie bringen?


(ORF)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Der weiße Löwe

(White Lion)

Spielfilm, Südafrika 2008

Darsteller:
Erzähler / Gisani (alt)John Kani
Gisani (jung)Thabo Malema
NicalskiA. J. van der Merwe
BrookerBrendan Grealy
RichardsJamie Bartlett
u.a.
Regie: Michael Swan
Länge: 86 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer weiße Löwe Letsatsi muss sich, von seinem Rudel ausgestoßen, allein in der Wildnis behaupten. Der Shangaan-Junge Gisani rettet ihn vor einer Hyäne und beschließt, ihn weiter zu beschützen.

Beim renommierten Kinderfilmfestival "Lucas" in Frankfurt erhielt der ...
(ARD)

Text zuklappenDer weiße Löwe Letsatsi muss sich, von seinem Rudel ausgestoßen, allein in der Wildnis behaupten. Der Shangaan-Junge Gisani rettet ihn vor einer Hyäne und beschließt, ihn weiter zu beschützen.

Beim renommierten Kinderfilmfestival "Lucas" in Frankfurt erhielt der Film den Publikumspreis. Bei den südafrikanischen Film- und Fernsehpreisen (SAFTA) wurde er für die Beste Kamera und die Beste Musik ausgezeichnet.

An einem Lagerfeuer hat sich eine Gruppe von Kindern versammelt, um sich von einem alten Mann eine aufregende Geschichte erzählen zu lassen: Vor vielen Jahren wurde im Tal des südafrikanischen Shangaan-Volkes ein weißer Löwe geboren, der Letsatsi genannt wurde. Eine uralte Legende besagt, dass diese überaus seltenen Tiere als Botschafter der Götter dem Volk Glück und Wohlstand bringen. Von seinem Rudel hingegen wird er wegen seines weißen Fells ausgegrenzt. Von klein auf muss Letsatsi lernen, sich zu behaupten und sich gegen immer neue Feinde zur Wehr setzen. Als er eines Tages von einer Hyäne bedroht wird, rettet ihn der Shangaan-Junge Gisani. Er weiß um die Bedeutung des weißen Löwen für sein Volk und fühlt sich fortan als dessen Beschützer. So vergehen Jahre, in denen Letsatsi zu einem stattlichen und kraftvollen Löwenmännchen heranwächst und Freundschaft mit einem erfahrenen Löwen namens Nkulu schließt. Aus Gisani, der seinem Freund immer wieder durch die Wildnis folgte, wird ein versierter Fährtenleser.

Eines Tages aber wagen die Löwen sich auf der Futtersuche in ein von Menschen bewohntes Gebiet vor und Nkulu wird von einem Farmer erschossen. Auch Letsatsi schwebt in Gefahr: Die Nachricht vom Auftauchen eines weißen Löwen ruft einen skrupellosen Großwildjäger auf den Plan. Dieser sieht in dem seltenen Tier vor allem eine prunkvolle Trophäe und setzt alles daran, Letsatsi zu erlegen. Ausgerechnet Gisani soll ihm als Fährtensucher dabei helfen.


(ARD)


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21:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Wüstenschiffe: Von Kamelen und Menschen

Film von Georg Misch

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenKamele tragen zu Recht den Namen "Wüstenschiffe". Seit etwa 5.000 Jahren durchquert der Mensch mit seinem "Geschenk Allahs" die kargsten und trockensten Gebiete der Welt.

In Saudi-Arabien sind sie so wertvoll, dass der Staat Spitäler für Kamele eingerichtet hat. In ...
(ORF)

Text zuklappenKamele tragen zu Recht den Namen "Wüstenschiffe". Seit etwa 5.000 Jahren durchquert der Mensch mit seinem "Geschenk Allahs" die kargsten und trockensten Gebiete der Welt.

In Saudi-Arabien sind sie so wertvoll, dass der Staat Spitäler für Kamele eingerichtet hat. In der Türkei sind sie die Publikumslieblinge bei Ringkämpfen. In Australien wurde mit ihrer Hilfe das riesige Outback-Territorium erschlossen, heute sind sie dort eine Plage.

In der Mongolei ist Regisseur Georg Misch mit den Wissenschaftlern Chris Walzer und Pamela Burger auf der Suche nach den "baktrischen" Kamelen, den letzten echten Wildkamelen des Planeten. Nur noch 400 Exemplare existieren in der Wüste Gobi, einem Gebiet, das halb so groß wie Österreich ist. Sie überleben extreme Temperaturschwankungen und begnügen sich mit Salzwasser. Trotz widrigster Umstände sind erste Aufnahmen von "Geisterkamelen", wie sie auch genannt werden, in ihrem natürlichen Lebensraum gelungen.

In einem Kamelspital in Al-Hofuf hingegen läuft alles mit Hitech. Kranke Kamele aus ganz Saudi-Arabien und sogar aus Nachbarländern werden dort gratis behandelt. Wie in einem Science-Fiction-Film schweben die mächtigen Tiere von an der Decke angebrachten Schienen durch die Gänge in den OP-Saal.

In der Türkei, nahe den antiken Stätten von Ephesus bei Selcuk, versammeln sich jährlich 20.000 Menschen und 120 Kamele zu den traditionellen Kamelringkämpfen. Bei diesem "Sumo-Ringen unter Kamelen" treten "Tülü"-Bullen, eine Kreuzung aus arabischen und asiatischen Kamelen, gegeneinander an. Die riesigen, kämpferischen Bullen gelten als besonders wertvoll und werden von ihren Besitzern liebevoll gehegt und gepflegt. Vor allem dürfen ihre kostbaren Tiere beim Ringen nicht zu Schaden kommen.

Der Uluru - Ayers Rock - im Zentrum des australischen Outbacks wurde Mitte des 19. Jahrhundert von den Kolonisten mit Hilfe von Kamelen entdeckt. Später spielten die Tiere eine Schlüsselrolle beim Bau von Telegrafenleitungen, Eisenbahnen und Landstraßen. Die Protagonistin Debbie Robinson führt heute noch die Tradition der sogenannten "Cameleers" (Kamelpioniere) fort: Kamele ziehen ihren Wagen wochenlang durch das Outback, um die entlegensten Siedlungen mit Proviant zu beliefern. Nachdem Straßen- und Eisenbahnnetz fertig ausgebaut waren, hatte man für die Tiere keine Verwendung mehr und gab sie 1923 zum Abschuss frei. Doch einige hundert Kamele entkamen und vermehrten sich rasend schnell. Heute trinken circa eine Million verwilderter Kamele Wasserlöcher und sogar Schwimmbäder leer. Für Autofahrer endet eine Kollision mit einem Kamel oft tödlich. Deshalb werden sie von Helikoptern aus von den Verkehrswegen vertrieben. Ein Scheich hat eine besonders clevere Lösung gefunden. Mit Hubschraubern lässt er die Tiere zusammentreiben und per Schiff auf die saudi-arabische Halbinsel bringen, wo die flinksten Tiere bis zu drei Millionen Dollar pro Kamelrennen gewinnen können.

Die erstaunlichsten Fakten über Kamele gilt es noch zu entdecken. Die Beduinen haben ihr altes Wissen bewahrt und schwören auf die Heilkraft von Kamelmilch und Kamelurin. Jetzt erforschen Wissenschaftler in modernen Labors die medizinischen Eigenschaften dieser beiden Zutaten, und ein französischer Kamelexperte der UNO widmet sich in seiner Freizeit der Produktion von Kamel-Käse, den er sogar in Europa zu vermarkten gedenkt.


(ORF)


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22:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Londons wilde Tiere

Film von David Allen

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenEin ganz spezielles London-Porträt: Sie gilt als Hauptstadt des Geldes, als Metropole der stylischen Clubs, als Hotspot für ausgeflipptes Design. Doch London ist auch ein Paradies für Tiere.

Nur wenige Schritte neben den High-Tech Stadien der Olympiastadt leben ...
(ORF)

Text zuklappenEin ganz spezielles London-Porträt: Sie gilt als Hauptstadt des Geldes, als Metropole der stylischen Clubs, als Hotspot für ausgeflipptes Design. Doch London ist auch ein Paradies für Tiere.

Nur wenige Schritte neben den High-Tech Stadien der Olympiastadt leben manch wilde - und manch weniger wilde - Tiere, zum Teil völlig integriert ins hektische Leben einer 10-Millionen-Stadt. Die boomende Stadt von einer ganz anderen Seite.

Nachts sorgt ein Rudel Rehe für Verkehr im Schritttempo, allabendlich bettelt eine Füchsin in den Vorgärten einer Wohnsiedlung um Futter und die Arbeiter einer Fischfabrik vergnügen sich in der Mittagspause mit einer wilden Robbe.
In einer Umgebung, die auf den ersten Blick alles andere als tiergerecht erscheint, beweisen zahlreiche Lebewesen erstaunliche Anpassungsfähigkeiten. Was sich in den Nischen, Ecken und Teichen der Stadt abspielt, könnte der Feder kreativer Science-Fiction-Autoren entstammen.


(ORF)


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23:05
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Central Park - Das Herz Manhattans

Film von Curt Faudon

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDer Central Park in New York: 26.000 Bäume, 93,3 Kilometer Fußwege, 275 Vogelarten, 8.968 Parkbänke. "Dieser Park zwingt die New Yorker zur Ruhe", meint Filmautor Curt Faudon.

Der gebürtige Österreicher lebt seit mehr als 15 Jahren in New York und porträtiert ...
(ORF)

Text zuklappenDer Central Park in New York: 26.000 Bäume, 93,3 Kilometer Fußwege, 275 Vogelarten, 8.968 Parkbänke. "Dieser Park zwingt die New Yorker zur Ruhe", meint Filmautor Curt Faudon.

Der gebürtige Österreicher lebt seit mehr als 15 Jahren in New York und porträtiert "seinen" Park über vier Jahreszeiten. Wer den Park betritt, nimmt gleichsam eine "Auszeit" und lässt sich neu aufladen in diesem Tummelplatz aller Klassen und ethnischen Gruppen.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Park künstlich angelegt. 20 Jahre nach Baubeginn war das Natur-Kunstwerk fertig - 341 Hektar Hügel, Bäche, Wiesen, Seen, Brücken, Konzertbühnen.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat der Park an Bedeutung gewonnen. Seit diesem Tag erfüllt er mehr denn je die Idee des amerikanischen Traums - als Ort der Begegnung zwischen den Menschen und mit der Natur, die sorgsamst gepflegt wird.

Einige Freunde Curt Faudons begleiten den Regisseur durch den Park: Bestsellerautor Frederick Morton, ein gebürtiger Wiener, die Hollywoodlegende Richard Dreyfuss und die deutsche Sängerin Ute Lemper. Aber auch ein Police Officer und ein Homeless, ein Obdachloser, wirken dabei mit, Geschichte, Mythos und Realität des Central Parks zu verdeutlichen.


(ORF)


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23:50
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel

Wildes Köln

Film von Herbert Ostwald

Ganzen Text anzeigenDas Kölner Motto "weltoffene Metropole am Rhein" gilt auch für Tiere und Pflanzen. In der reich strukturierten Stadt finden sie alles, was zum Leben benötigt wird.

Straßenschluchten, Asphaltdschungel und Betonmassive bieten gut geeignete Brutplätze und Jagdreviere ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenDas Kölner Motto "weltoffene Metropole am Rhein" gilt auch für Tiere und Pflanzen. In der reich strukturierten Stadt finden sie alles, was zum Leben benötigt wird.

Straßenschluchten, Asphaltdschungel und Betonmassive bieten gut geeignete Brutplätze und Jagdreviere für quietschende Halsbandsittiche, heimische Waschbären und bizarre Wollhandkrabben. Der Dom ähnelt einem riesigen Vogelfelsen und Parkteiche ersetzen Wasserlöcher.

Der Lebensraum Köln, dreimal größer als der nahe gelegene Nationalpark Eifel, ist besonders für Wärme liebende Arten aus der Ferne attraktiv. Am Rande des tosenden Autoverkehrs kämpfen Schwäne mit Nilgänsen um ihr Revier, Eichhörnchen streiten vor Hausfassaden mit Papageien um die Baumhöhlen. Füchse und Bussarde nutzen die Parkanlagen und Friedhöfe als Jagdrevier. Viele Tiere haben gelernt, den Menschen zu ignorieren und arrangieren sich mit der künstlichen Umwelt. Vögel singen immer früher und lauter, um dem Motorenlärm auszuweichen und Partner anzulocken. Und nur fünfzehn Kilometer vom Stadtkern buhlen im Wald mächtige Rothirsche um die Weibchen.

Besonders ist auch die Beziehung der Kölner zu ihren Wildtieren. Sie füttern im Winter und sie bieten Nistkästen im Sommer. Manche pflegen verletzte Vögel und andere beobachten seltene Arten. Zu allen Jahreszeiten hat die Domstadt ihren Reiz für die Tierwelt. Im Sommer suchen Mauersegler Unterkünfte an Fassaden, im Winter sammeln sich Möwen an den innerstädtischen Teichen. Aber es gibt auch Arten, die zunehmend Schwierigkeiten haben, in der dicht bebauten und befahrenen Stadt zu überleben. Immer seltener finden Amphibien Laichtümpel oder werden bei ihren Wanderungen häufig Verkehrsopfer.

Nur Kölns Natur hat fünf Jahreszeiten. Wenn die Karnevalshochburg sechs Tage lang zum Feuchtbiotop wird, kostümieren sich viele Bewohner auch als Tiere. Bunt- und Schluckspechte beherrschen das Straßenbild, bunte Spaßvögel wie die Sittiche staunen dann über die zweibeinigen "Froschkönige" am Boden.

Die Fauna der Rheinmetropole spiegelt wider, wofür Köln steht: Lebensfreude, Gelassenheit und Internationalität. Der Film beleuchtet unterhaltsam und informativ, wie die Tiere als freche und scheue Bewohner mit den besonderen Herausforderungen der größten Stadt am Rhein fertig werden.


(ARD/WDR)


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0:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Londons wilde Tiere

Film von David Allen

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenEin ganz spezielles London-Porträt: Sie gilt als Hauptstadt des Geldes, als Metropole der stylischen Clubs, als Hotspot für ausgeflipptes Design. Doch London ist auch ein Paradies für Tiere.

Nur wenige Schritte neben den High-Tech Stadien der Olympiastadt leben ...
(ORF)

Text zuklappenEin ganz spezielles London-Porträt: Sie gilt als Hauptstadt des Geldes, als Metropole der stylischen Clubs, als Hotspot für ausgeflipptes Design. Doch London ist auch ein Paradies für Tiere.

Nur wenige Schritte neben den High-Tech Stadien der Olympiastadt leben manch wilde - und manch weniger wilde - Tiere, zum Teil völlig integriert ins hektische Leben einer 10-Millionen-Stadt. Die boomende Stadt von einer ganz anderen Seite.

Nachts sorgt ein Rudel Rehe für Verkehr im Schritttempo, allabendlich bettelt eine Füchsin in den Vorgärten einer Wohnsiedlung um Futter und die Arbeiter einer Fischfabrik vergnügen sich in der Mittagspause mit einer wilden Robbe.
In einer Umgebung, die auf den ersten Blick alles andere als tiergerecht erscheint, beweisen zahlreiche Lebewesen erstaunliche Anpassungsfähigkeiten. Was sich in den Nischen, Ecken und Teichen der Stadt abspielt, könnte der Feder kreativer Science-Fiction-Autoren entstammen.


(ORF)


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1:20
Videotext Untertitel

Elsa - Verliebt in eine Löwin

Film von Sacha Mirzoeff und Clare Brook

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIn den 1960er Jahren machten das Buch und der Film "Frei geboren" die junge Löwin Elsa schlagartig weltberühmt und veränderten für immer die öffentliche Wahrnehmung von Löwen.

Die Dokumentation von Sacha Mirzoeff zeigt die wichtigsten Schauplätze dieser ...
(ORF)

Text zuklappenIn den 1960er Jahren machten das Buch und der Film "Frei geboren" die junge Löwin Elsa schlagartig weltberühmt und veränderten für immer die öffentliche Wahrnehmung von Löwen.

Die Dokumentation von Sacha Mirzoeff zeigt die wichtigsten Schauplätze dieser Geschichte in Kenia und erzählt von den Menschen, die bis heute damit eng verbunden sind.

Als erste von Menschenhand aufgezogene Löwin, die wieder in die Wildnis entlassen wird, macht Elsa in den 1960er Jahren Schlagzeilen. Es ist vor allem die berührende Geschichte zwischen den "Adoptiveltern" George und Joy Adamson und der jungen Löwin Elsa, die weltweit die Herzen ergreift. Als die Adoptiveltern das Löwen-Baby übernehmen, ist Elsa nur zwei Wochen alt. In den kommenden Jahren wird die Löwin Schritt für Schritt an ein Leben in Freiheit gewöhnt und wieder in den Meru Park ausgewildert.

Joy Adamsons Buch "Frei geboren" wird 1960 bei Erscheinen über Nacht ein Weltbestseller. 1966 folgt der Film, der mit einem Golden Globe ausgezeichnet wird. Beides verändert die öffentliche Wahrnehmung von Löwen und Naturschutz nachhaltig. Die Schauspieler Virginia MacKenna und ihr Ehemann Bill Travers, die das Ehepaar Adamson darstellen, werden zu überzeugten Naturschützern. Sie gründen eine Stiftung, die "Born Free Foundation", die bis heute weltweit Projekte zum Schutz wilder Tiere unterstützt.

In der Dokumentation besucht die Schauspielerin Virginia MacKenna Elsas ehemaliges Revier und erinnert sich, wie der Film "Frei geboren" sie alle verändert hat. An George Adamsons Lieblingsplatz, einer Tamarinde am Fluss, beschreibt sein Patensohn Johnny Baxendale wie er und George die Löwen, die in "Frei geboren" mitgespielt haben, wieder in die Wildnis entlassen. In diese Zeit fällt auch die Trennung von Joy und George. Joy schreibt weiterhin Bücher und widmet sich der Auswilderung von Geparden und Leoparden. 1980 stirbt sie unter dramatischen Umständen, sie wird von einem entlassenen Angestellten erstochen.
Trotz aller Gefahren setzt George seine Arbeit mit den verwaisten Wildjungtieren fort. Jonny Baxendale erzählt, wie der dreijährige Sohn eines Wildhüters von einem Löwen verletzt wird. Wenig später bringt derselbe Löwe einen Wildhüter um. George muss ihn erschießen. Auch Sir David Attenborough und der Serengeti-Löwen-Experte Craig Packer kommen mit ihren Erinnerungen zu Wort. Der Kreis schließt sich mit Georges Assistenten Tony Fitzjohn, der das alte Camp wiederherstellt, um die Arbeit seines großen Vorbilds George fortzusetzen.

Die größte Sorge aller gilt dabei den veränderten Lebensbedingungen für Löwen in Afrika. Seit den Tagen Elsas haben sich die Umstände dramatisch gewandelt. Was wird die Zukunft für sie bringen?


(ORF)


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2:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Auf den Hund gekommen

Film von Daniel Child

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenDr. Juliane Kaminski vom Max-Planck-Institut hat Verhaltensstudien mit Schimpansen und Hunden durchgeführt. Sie wollte wissen, ob die Tiere Hinweisgesten des Menschen verstehen.

Mit dem Finger deutet sie auf eine versteckte Belohnung. Hunde achten auf den Fingerzeig ...
(ORF)

Text zuklappenDr. Juliane Kaminski vom Max-Planck-Institut hat Verhaltensstudien mit Schimpansen und Hunden durchgeführt. Sie wollte wissen, ob die Tiere Hinweisgesten des Menschen verstehen.

Mit dem Finger deutet sie auf eine versteckte Belohnung. Hunde achten auf den Fingerzeig und nehmen die Hilfestellung an. Schimpansen fällen ihre eigene Meinung und warten das Zeichen erst gar nicht ab. Dieser Verhaltensunterschied liegt in ihrer Natur.

In freier Wildbahn würde ein Affe niemals einem Artgenossen zeigen, wo die Banane liegt. Hunde hingegen sind kooperative Rudeltiere, der Mensch ihr neuer Partner.
Hunde haben aber auch Verhaltensweisen entwickelt, die ihre Vorfahren keineswegs benötigten. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich unsere Emotionen in der rechten Gesichtshälfte wahrhaftiger spiegeln. Daher schauen wir automatisch zuerst nach links, wenn wir einem Menschen gegenüber stehen. In der Fachsprache heißt das Linksblicktendenz. Hunde haben diese Tendenz ebenfalls – allerdings ausschließlich in Anbetracht von Menschengesichtern.

Über die Abstammung der Haushunde wurde viel spekuliert. Erst mittels Genanalysen scheint es eindeutig erwiesen zu sein: Der Hund stammt vom Grauwolf ab. Wie aber konnte aus einer einzigen Tierart eine so große Vielfalt an Haushunden entstehen? Seit den 1950er Jahren läuft in Sibirien ein Zuchtprojekt mit Silberfüchsen. Man wollte wissen, ob Füchse durch selektive Auslese handzahm werden können. Zu diesem Zweck wurden immer nur die menschenfreundlichsten Tiere miteinander gekreuzt. Das Ergebnis ist erstaunlich. Nach einem halben Jahrhundert und 50 Generationen später sind aus den wolligen Kratzbürsten streichelweiche Kuscheltiere geworden, die es mit jedem Schoßhund aufnehmen können. Verblüffend ist jedoch nicht nur ihre charakterliche Veränderung, auch Körperbau und Aussehen haben sich gewandelt. Die einst gerade Rute ist nun nach oben gekrümmt wie bei vielen Hunden, die Beine sind kürzer, die Ohren bleiben wie bei Jungtieren länger schlapp und die Farbe des Fells wurde variantenreicher. Dieses sibirische Projekt zeigt gewissermaßen im Schnellgang, wie sich die Domestikation der Hunde abgespielt haben könnte. Es wurde zum Hotspot der Forschung, und Wissenschaftler aus der ganzen Welt erwarten sich hier noch einige Antworten auf die Frage, wie der Mensch auf den Hund kam.

Wie wichtig unser bester Freund noch in Zukunft für die Menschheit werden kann, zeigen die Arbeiten der Genetikerin Elinor Karlsson. Hunde haben sich an den Menschen angepasst, sie teilen dieselbe Umwelt mit uns, das Haus, manchmal sogar das Bett, und sie leiden häufig an ähnlichen Krankheiten. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen und bestimmte Krebsarten treffen die Vierbeiner ebenso. Da der Genpool von Rassehunden beschränkt ist, lassen sich die krankmachenden Gene leichter und vor allem schneller festmachen als bei Menschen. Karlsson untersucht nun gezielt jene Rassen, die besonders häufig an bestimmten Erkrankungen leiden. Sobald sie das defekte Gen gefunden hat, weiß man, wonach man beim Menschen suchen muss. So gesehen, könnten Hunde tatsächlich bald auch in dieser Hinsicht gut für unsere Gesundheit sein.


(ORF)


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2:45
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Jagdkumpane - Wie der Hund auf den Menschen kam

Film von Ute Gebhardt

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Sprecher: Cornelius Obonya

Ganzen Text anzeigenEs begann vor mehr als 30.000 Jahren: Früher als alle anderen Nutztiere wurde der Hund zum Haustier domestiziert. Der Mensch wollte den Hund, weil er ihm bei der Jagd helfen konnte.

Oft hing das Überleben der Menschen tatsächlich vom gemeinsamen Jagdglück ab. Die ...
(ORF)

Text zuklappenEs begann vor mehr als 30.000 Jahren: Früher als alle anderen Nutztiere wurde der Hund zum Haustier domestiziert. Der Mensch wollte den Hund, weil er ihm bei der Jagd helfen konnte.

Oft hing das Überleben der Menschen tatsächlich vom gemeinsamen Jagdglück ab. Die Jagd hat Hund und Mensch zusammengeschweißt. Heute soll der Hund seinen Jagdtrieb fast gänzlich ablegen und stattdessen Kind und Partner ersetzen.

Der Hund tut, was seit Jahrtausenden von ihm erwartet wird: Er passt sich an - doch nicht immer ohne Zwischenfälle. Denn Hund sein heißt, Jäger sein.

Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung der Beziehung zwischen Mensch und Hund nach.


(ORF)


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3:30
Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Mit Wölfen unter einer Decke (1/3)

Ernstbrunn - Montana und zurück

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr ...
(ORF)

Text zuklappenWas unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen?

In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center in Ernstbrunn, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich.

Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center (WSC). Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen - diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe.

Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des Wolf Science Center, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York. 4.500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck.

Rückblickend gesteht Fally-Puskás: "Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall?" Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal - alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen - Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo - und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an.

Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: "Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten!" Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und festzustellen, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Canidenforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf.


(ORF)


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4:15
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Mit Wölfen unter einer Decke (2/3)

Sechs Welpen und ein Todesfall

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im ...
(ORF)

Text zuklappenIm zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken.

Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im Vordergrund. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob und vor allem mit Leckerlis.

"Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts. Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe", sagt Bea Belenyi und sie spricht aus Erfahrung. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen.
Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, verstirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen.

Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich faire Vergleiche anstellen.
Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren?

Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen?


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Mit Wölfen unter einer Decke (3/3)

Im Rudel geht es rund

Film von Barbara Fally-Puskás

(aus der ORF-Reihe "Universum")

Ganzen Text anzeigenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter ...
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Text zuklappenIm letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen.

Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren Drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen.

Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten.

Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das kümmere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben - ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen.

Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: "Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert." Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig.

Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an - die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Testraum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudelzusammenstellungen zu finden. Kotrschal: "Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen." Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen?

Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls Sommer wie Winter als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das - wie könnte es auch anders sein - Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark. Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofi, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen.


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