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Freitag, 15. Mai
Programmwoche 20/2015
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6:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Route 66 (1/3)

Auf der Hauptstraße Amerikas

Film von Peter Adler

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Von Chicago am Rande der Großen Seen bis nach Los Angeles - auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer in eine Richtung: nach Westen. Der erste Abschnitt führt durch Illinois.

Nur wenige Meilen zwängt sie sich durch die Schluchten der Metropole Chicago ...

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Von Chicago am Rande der Großen Seen bis nach Los Angeles - auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer in eine Richtung: nach Westen. Der erste Abschnitt führt durch Illinois.

Nur wenige Meilen zwängt sie sich durch die Schluchten der Metropole Chicago am Lake Michigan, dann wird die "66" zur fast 4.000 Kilometer langen Landstraße - vom Schriftsteller John Steinbeck einst "Mother Road" genannt.

Sie führt durch "Smalltown America", durch das weite Land der Farmen und Kleinstädte. Der erste Teil der dreiteiligen Reihe beginnt im Bundesstaat Illinois. Dort wird deutlich erkennbar, dass der Bau mehrspuriger "Interstate"-Autobahnen in den 1960er Jahren der einstigen Hauptstraße Amerikas den Verkehr entzogen und den Betrieben entlang der Strecke ihre Existenzgrundlage genommen hat.

3sat zeigt die beiden weiteren Teile der dreiteiligen Reihe "Route 66" im Anschluss ab 6.50 Uhr.

Am Thementag "Ab in die Ferne" reist 3sat einen Tag lang um die Welt, unter anderem auf der Seidenstraße und auf Marco Polos Fährte.


6:50
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Route 66 (2/3)

Im Herzen Amerikas

Film von Peter Adler

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Von Chicago am Rande der Großen Seen bis nach Los Angeles - auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer nach Westen. Der zweite Abschnitt führt durch Oklahoma und Texas.

Wenige Meilen zwängt sie sich durch die Schluchten der Metropole Chicago am Lake ...

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Von Chicago am Rande der Großen Seen bis nach Los Angeles - auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer nach Westen. Der zweite Abschnitt führt durch Oklahoma und Texas.

Wenige Meilen zwängt sie sich durch die Schluchten der Metropole Chicago am Lake Michigan, dann wird die "66" zur fast 4.000 Kilometer langen Landstraße - vom Schriftsteller John Steinbeck einst "Mother Road" genannt.

Die Route 66 führt durch "Smalltown America", durch das weite Land der Farmen und Kleinstädte. Der zweite Teil der dreiteiligen Reihe führt durch Oklahoma und Texas, wo die Reste der alten Landstraße durch kleine, propere Städte führen.


7:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Route 66 (3/3)

Durch Amerikas weiten Westen

Film von Peter Adler

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Von Chicagos Seen bis nach Los Angeles, auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer nach Westen. Der letzte Abschnitt führt nach New Mexico, Arizona und Kalifornien.

Nur wenige Meilen zwängt sie sich durch die Schluchten der Metropole Chicago am Lake ...

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Von Chicagos Seen bis nach Los Angeles, auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer nach Westen. Der letzte Abschnitt führt nach New Mexico, Arizona und Kalifornien.

Nur wenige Meilen zwängt sie sich durch die Schluchten der Metropole Chicago am Lake Michigan, dann wird die "66" zur fast 4.000 Kilometer langen Landstraße - vom Schriftsteller John Steinbeck einst "Mother Road" genannt.

Sie führt durch "Smalltown America", durch das weite Land der Farmen und Kleinstädte. Der letzte Teil der dreiteiligen Reihe geht durch die US-Staaten New Mexico, Arizona und Kalifornien. Dort durchquert die Landstraße karge Landschaften, Wüsten und Indianer-Reservate. Erst am Ende von Amerikas "Mother Road" lockt der Sonnenstaat Kalifornien mit den Versprechungen des "American Dream".


8:20

Der Nicaragua-Kanal

Eine Spurensuche zwischen Atlantik und Pazifik

Film von Michael Hegglin

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Als 1848 in Kalifornien der Goldrausch ausbrach, drängten große Menschenmassen von New York nach San Francisco. Der direkte Weg vom Atlantik zum Pazifik war per Schiff quer durch Nicaragua.

Die Eisenbahn quer durch die USA war noch nicht gebaut, sie wurde erst ...

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Als 1848 in Kalifornien der Goldrausch ausbrach, drängten große Menschenmassen von New York nach San Francisco. Der direkte Weg vom Atlantik zum Pazifik war per Schiff quer durch Nicaragua.

Die Eisenbahn quer durch die USA war noch nicht gebaut, sie wurde erst 1869 eröffnet, und auch der Panamakanal existierte noch nicht.

Der Autor Michael Hegglin begibt sich auf die Suche nach den Überresten der einst wichtigsten Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik.


8:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Der Kaiserkanal in China

Film von Bernd Girrbach und Rolf Lambert

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Der Kaiserkanal in China ist mit seinen 1.800 Kilometern die längste künstliche Wasserstraße der Welt, 2.500 Jahre alt und bis heute in Betrieb. Er verbindet Peking mit dem Gelben Fluss.

Außerdem schafft der Kanal eine Verbindung zur fruchtbaren ...
(ARD/SWR)

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Der Kaiserkanal in China ist mit seinen 1.800 Kilometern die längste künstliche Wasserstraße der Welt, 2.500 Jahre alt und bis heute in Betrieb. Er verbindet Peking mit dem Gelben Fluss.

Außerdem schafft der Kanal eine Verbindung zur fruchtbaren Jangtse-Mündung und gilt neben der Chinesischen Mauer als bedeutendstes Bauwerk des alten China.

In seinem Wasser spiegeln sich die wechselvolle Geschichte der Kaiserdynastien und der dramatische Wandel des heutigen China. Der "Da Yunhe" (Großer Transportfluss), wie die Chinesen ihn nennen, passiert 30 Städte mit mehr als drei Millionen Bewohnern. Er führt mitten durch das boomende Ostchina.

Auf Reisbarken, Schleppern und Kohlekonvois erkundet das Filmteam den ältesten Kanal der Welt: von der Stadt Hangzhou, dem "Venedig des Osten" bis nach Peking in die "Verbotene Stadt", wo der Kaiserkanal endet.
(ARD/SWR)


9:30

Seidenstraße (1/7)

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die erste Etappe führt von Venedig in Italien bis nach Trabzon in der Türkei.

Am Startpunkt folgt er den Spuren Marco Polos. Sie führen zum Kostümdesigner Stefano Nicolao, ...

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die erste Etappe führt von Venedig in Italien bis nach Trabzon in der Türkei.

Am Startpunkt folgt er den Spuren Marco Polos. Sie führen zum Kostümdesigner Stefano Nicolao, der für viele Kino-, Theater- und Opernproduktionen historische Gewänder fertigt. Auf dem Großen Basar von Istanbul erlebt Peter Gysling den althergebrachten Handel.

Die moderne Türkei hingegen verkörpert der Familienkonzern von Mustafa Koç: Das Koç-Konglomerat baut jedes zweite Auto der Türkei, betreibt die einzige Ölraffinerie und die viertgrößte Bank des Landes. Im kleinen Dorf Orta bei Erzurum lebt die Bauernfamilie Tikici. Großvater Lütfu nimmt Peter Gysling mit in die Ulu-Cami-Moschee von Erzurum. Dort unterhält sich der Reporter mit Imam Abdelkadir Düzenli über die zentrale Rolle der Religion in der ländlichen Gesellschaft.

3sat zeigt die weiteren sechs Folgen der siebenteiligen Reihe "Seidenstraße" im Anschluss, ab 10.10 Uhr.


10:10

Seidenstraße (2/7)

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die zweite Etappe führt durch Georgien - von Batumi über Tiflis nach Lagodekhi.

Batumi, die Ferienmetropole am Schwarzen Meer, wird rigoros ausgebaut. In der Bergwelt der ...

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die zweite Etappe führt durch Georgien - von Batumi über Tiflis nach Lagodekhi.

Batumi, die Ferienmetropole am Schwarzen Meer, wird rigoros ausgebaut. In der Bergwelt der Region Adscharien entdeckt Peter Gysling ein ganz anderes, ursprüngliches Georgien. Im Felskloster Vardzia betet Vater Lazare für Gott, für sein Land und für sein Volk.

Der steilen Felswand wurden vor 800 Jahren Tunnel und Terrassen für bis zu 50.000 Menschen abgetrotzt, die Höhlenräume sind auf sieben Stockwerken miteinander verbunden. Bidsina Iwanischwili hat in Russland ein Vermögen verdient. Seit seiner Rückkehr nach Georgien hat er zahlreiche Staatsaufgaben finanziert und seinen Heimatbezirk Satschkere mit Geld beglückt. Mit seinem Parteienbündnis hat Iwanischwili jüngst die Parlamentswahlen gewonnen. Sein Ziel: Georgien von der Armut befreien.


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10:55

Seidenstraße (3/7)

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die dritte Etappe führt durch Aserbaidschan.

Peter Gysling besucht die privatisierte Seidenfabrik in Sheki, einst die größte Seidenproduktionsstätte der Sowjetunion. Heute ...

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die dritte Etappe führt durch Aserbaidschan.

Peter Gysling besucht die privatisierte Seidenfabrik in Sheki, einst die größte Seidenproduktionsstätte der Sowjetunion. Heute arbeiten dort rund 900 Weberinnen. In Naftalan tritt Schweröl an die Erdoberfläche. Das Kur-Baden im schwarzen Gold ist ein Hit.

Peter Gysling gewinnt einen Einblick in die skurrile Welt der Ölwannen. Die Faszination des Öl-Booms erlebt er auch auf Neft Dashlari im Kaspischen Meer: Es ist die größte Offshore-Plattform der Welt. Die Fotografin Rena Effendi dokumentiert das Schicksal all jener, die trotz des Ölreichtums in Armut leben. Freie Wahlen und freie Medien gibt es nicht in Aserbaidschan. Doch viele junge Menschen träumen von Demokratie. Peter Gysling trifft eine Gruppe aus der Blogger-Szene in Baku.


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11:35

Seidenstraße (4/7)

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die vierte Etappe führt von Aktau in Kasachstan nach Beynew bis an die usbekische Grenze und Turkmenistan.

Peter Gysling besucht Khan Bibi und ihre Familie, die in der Nähe von ...

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die vierte Etappe führt von Aktau in Kasachstan nach Beynew bis an die usbekische Grenze und Turkmenistan.

Peter Gysling besucht Khan Bibi und ihre Familie, die in der Nähe von Aktau Kamele züchten. Die kasachischen Bauern streben nicht nach Reichtum, sondern nach einem freien Leben. Der Hafen von Aktau ist Knotenpunkt der neuen Seidenstraße für den Öltransport nach Europa.

Die Hauptstadt Astana liegt mitten in der Steppe. Mit Milliarden von Öl- und Gasdollars hat ein Heer von Architekten Astana in nur einem Jahrzehnt vom stalinistischen Provinznest in die Reihe architektonischer Weltwunder katapultiert. Turkmenistan gehört zu den isoliertesten Ländern der Welt. Erst nach vier Monaten Bemühungen gab es eine Drehbewilligung. Nur mit staatlichem Begleiter durfte gedreht werden.


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12:15

Seidenstraße (5/7)

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die fünfte Etappe führt von Usbekistan nach Tadschikistan.

Seit der Unabhängigkeitserklärung von 1991 regiert Präsident Islom Karimov Usbekistan. Die Verfassung basiert ...

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die fünfte Etappe führt von Usbekistan nach Tadschikistan.

Seit der Unabhängigkeitserklärung von 1991 regiert Präsident Islom Karimov Usbekistan. Die Verfassung basiert offiziell auf Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Marktwirtschaft, in der Realität weist die Demokratie jedoch Defizite auf.

Peter Gysling trifft sich mit dem systemkritischen Journalisten Alexej Wolossewitsch. Die staatliche Stiftung der Präsidententochter Gulnara Karimova tut eigennützig Gutes: Minderbemittelte bekommen eine Hochzeit geschenkt, inklusive Brautkleid, entworfen von Gulnara. Gysling beobachtet die Trauung von neun Paaren im Dorf Yangyer. 2010 attackierten kirgisische Nationalisten die usbekische Minderheit in der südlichen Stadt Osh. Der Pogrom forderte zahlreiche Menschenleben. Eine andere dunkle Seite der alten und neuen Seidenstraße ist der Drogenschmuggel.


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13:00

Seidenstraße (6/7)

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die sechste Etappe führt von Kirgistan nach China.

Roza Otunbajeva, die ehemalige Übergangspräsidentin Kirgistans (2010 - 2011) spricht mit Gysling offen über ihr Land. Bei ...

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die sechste Etappe führt von Kirgistan nach China.

Roza Otunbajeva, die ehemalige Übergangspräsidentin Kirgistans (2010 - 2011) spricht mit Gysling offen über ihr Land. Bei einem Pferdetrekking in der Region um den Song-Kol-See erlebt Peter Gysling die Gastfreundschaft der Nomadenfamilie von Talaibek Saralajev.

Er begleitet einen Lastwagenfahrer auf der modernen Seidenstraße, die chinesische Arbeiter vom Torugart-Pass aus zu einer Schnellstrecke nach Kashgar ausbauen. Die Oasenstadt Kashgar war immer schon ein Knotenpunkt der Seidenstraße. Peter Gysling erkundet die Stadt im Uigurischen Gebiet Xinjiang auf einem E-Bike. In Hotan liegt die Wiege der chinesischen Seidenproduktion. Dort besucht Peter Gysling die Familie von Maitituoheti Abudulla, die auch heute noch in Handarbeit Atlasseide herstellt.


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13:40

Seidenstraße (7/7)

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die letzte Etappe führt nach Xi'an zu den Mogao-Grotten in Dunhuang.

Die dortigen buddhistischen Skulpturen und Wandmalereien zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Chang Jiahuang, ...

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Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an. Die letzte Etappe führt nach Xi'an zu den Mogao-Grotten in Dunhuang.

Die dortigen buddhistischen Skulpturen und Wandmalereien zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Chang Jiahuang, Sohn eines Konservators, führt Peter Gysling durch die Chang-Grotten.

Hier werden von internationalen Künstlern zeitgenössische Höhlenmalereien geschaffen und historische Meisterwerke rekonstruiert. Yang Jongfu hat auf eigene Kosten einen kleinen Teil der chinesischen Mauer renoviert. Die Kulturbehörde will ihn aber nur teilweise entgelten. Nicht nur Seide, auch die Religionen haben sich entlang der Seidenstraße verbreitet - besonders der Buddhismus. Gysling besucht das Pferdehuf-Kloster in den Felshöhlen der Qilian-Shan-Berge. Er erfährt, warum Kaiser Wu von Han der eigentliche Gründer der Seidenstraße ist und besucht die weltberühmte Terrakotta Armee in Xi'an.


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14:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Der Duft des Orient - Die Weihrauchstraße

Schätze der Welt spezial mit Dieter Moor

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Weihrauch stimmt die Götter gnädig und reinigt die Lebenden wie die Toten. Er wächst ausschließlich in Somalia, im Jemen und in der Provinz Dhofar im Sultanat Oman.

Auf der südlichen arabischen Halbinsel herrschen ganzjährig Temperaturen um die 30 Grad. ...
(ARD/SWR)

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Weihrauch stimmt die Götter gnädig und reinigt die Lebenden wie die Toten. Er wächst ausschließlich in Somalia, im Jemen und in der Provinz Dhofar im Sultanat Oman.

Auf der südlichen arabischen Halbinsel herrschen ganzjährig Temperaturen um die 30 Grad. Dies und der karge Wüstenboden sind ideal für die Weihrauchbäume. Weihrauch ist der Wundsaft eines knorrigen, in der Trockenzeit laublosen, Baumes, des Boswellia sacra.

Er gehört zur Familie der Balsambaumgewächse und kann bis zu fünf Meter hoch wachsen. Der Baum ist nicht kultivierbar, das heißt man kann ihn nur schwer gezielt anpflanzen. Beduinen ernten den Weihrauch genauso wie vor 2.000 Jahren.

Heute sind die meisten der alten Karawanenwege der Weihrauchstraße verweht, ihre Städte im Sand versunken. Aus dem Nichts tauchen ab und an Oasen auf. Das Wort Weihrauch entstammt dem Althochdeutschen "wihrouch" und meint "geweihter Rauch", "heiliges Räucherwerk". Die genaue Herkunft wussten die damaligen Händler lange geheim zu halten. Sie wollten sich schützen vor den Begehrlichkeiten anderer und mit ihrem Exklusivwissen die Preise hoch halten.
(ARD/SWR)


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15:05
Format 4:3

Die Gewürzstraße (1/2)

Film von John Lawton

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Sie war eine der bedeutendsten und am heftigsten umkämpften Handelsstraßen der Welt: Die Gewürzstraße, die über 2.000 Jahre hinweg den Fernen Osten mit der Welt des Westens verband.

Die großen Entdecker des 15. und 16. Jahrhunderts durchquerten die Ozeane ...
(ARD/NDR)

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Sie war eine der bedeutendsten und am heftigsten umkämpften Handelsstraßen der Welt: Die Gewürzstraße, die über 2.000 Jahre hinweg den Fernen Osten mit der Welt des Westens verband.

Die großen Entdecker des 15. und 16. Jahrhunderts durchquerten die Ozeane auf der Suche nach einer Seepassage nach Indien oder den legendären Gewürzinseln. Der portugiesische Kapitän Vasco da Gama fand die sagenhafte Route, was Columbus nicht gelang.

Sie führte von den fernen Inselparadiesen der Molukken weiter über die Küsten Chinas und Indiens bis nach Afrika und in den europäischen Mittelmeerraum. Kostspielige Expeditionen wurden ausgerüstet. Nelken und Zimt waren damals so wertvoll, dass sie mit Gold aufgewogen wurden, und es galt als Zeichen besonderen Reichtums, wenn man das Essen, das man seinen Gästen vorsetzte, völlig überwürzte.

Reste der einstigen Kolonialzeit sind noch heute auf den Molukken zu sehen: Kanonen, Befestigungsanlagen, christliche Kirchen. Aber auch andere Kulturen haben ihre Spuren hinterlassen: chinesische Kaufleute etwa, die viel früher als die Europäer Gewürznelken von den Inseln nach China und Japan brachten.

Auf den Gewürzrouten begegneten sich die drei großen Weltreligionen - Buddhismus, Islam und Christentum - dort trafen sich Morgenland und Abendland, Ost und West. Dies macht deutlich, welchen Einfluss die Gewürzstraße auf die Begegnung und das Zusammenleben der Völker hatte und heute noch hat. Erster Teil.

Den zweiten Teil der zweiteiligen Dokumentation "Die Gewürzstraße" zeigt 3sat im Anschluss, um 15.50 Uhr.
(ARD/NDR)


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15:50
Format 4:3

Die Gewürzstraße (2/2)

Film von John Lawton

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Sie war eine der bedeutendsten und am heftigsten umkämpften Handelsstraßen der Welt: Die Gewürzstraße, die über 2.000 Jahre hinweg den Fernen Osten mit der Welt des Westens verband.

Die großen Entdecker des 15. und 16. Jahrhunderts durchquerten die Ozeane ...
(ARD/NDR)

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Sie war eine der bedeutendsten und am heftigsten umkämpften Handelsstraßen der Welt: Die Gewürzstraße, die über 2.000 Jahre hinweg den Fernen Osten mit der Welt des Westens verband.

Die großen Entdecker des 15. und 16. Jahrhunderts durchquerten die Ozeane auf der Suche nach einer Seepassage nach Indien oder den legendären Gewürzinseln. Der portugiesische Kapitän Vasco da Gama fand die sagenhafte Route, was Columbus nicht gelang.

Sie führte von den fernen Inselparadiesen der Molukken weiter über die Küsten Chinas und Indiens bis nach Afrika und in den europäischen Mittelmeerraum. Kostspielige Expeditionen wurden ausgerüstet. Nelken und Zimt waren damals so wertvoll, dass sie mit Gold aufgewogen wurden, und es galt als Zeichen besonderen Reichtums, wenn man das Essen, das man seinen Gästen vorsetzte, völlig überwürzte.

Reste der einstigen Kolonialzeit sind noch heute auf den Molukken zu sehen: Kanonen, Befestigungsanlagen, christliche Kirchen. Aber auch andere Kulturen haben ihre Spuren hinterlassen: chinesische Kaufleute etwa, die viel früher als die Europäer Gewürznelken von den Inseln nach China und Japan brachten.

Auf den Gewürzrouten begegneten sich die drei großen Weltreligionen - Buddhismus, Islam und Christentum - dort trafen sich Morgenland und Abendland, Ost und West. Dies macht deutlich, welchen Einfluss die Gewürzstraße auf die Begegnung und das Zusammenleben der Völker hatte und heute noch hat. Zweiter Teil.
(ARD/NDR)


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16:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Marco Polo-Fährte (1/4)

Von der Türkei nach Teheran

Film von Rolf Lambert und Bernd Girrbach

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der erste Abschnitt führt von der Türkei nach Teheran.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der die ...
(ARD/SWR)

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der erste Abschnitt führt von der Türkei nach Teheran.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der die Bibeln der Backpacker herausgibt. Mit Bus, Lkw oder per Anhalter geht es 8.000 Kilometer über Land bis nach China - Marco Polos Buch "Die Wunder der Welt" immer im Rucksack.

Bradley ist mitten im Winter in den Bergen Anatoliens unterwegs, wie Marco Polo vor 750 Jahren. Er passiert den Berg Ararat. Dann geht es in den Iran: Ein Visum zu bekommen ist nicht einfach. Bradley ist froh, als er Teheran, die größte Stadt im Westen Irans, erreicht. "Täbris ist eine noble Stadt. Die Menschen weben wertvolle Stoffe und die Händler machen große Gewinne", schrieb Marco Polo.

Die weiteren Folgen der vierteiligen Reihe "Die Marco Polo-Fährte" zeigt 3sat im Anschluss ab 17.20 Uhr.
(ARD/SWR)


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17:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Marco Polo-Fährte (2/4)

Durch Iran und Afghanistan

Film von Rolf Lambert und Bernd Girrbach

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der zweite Abschnitt führt durch den Iran und Afghanistan.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der ...
(ARD/SWR)

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der zweite Abschnitt führt durch den Iran und Afghanistan.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der die Bibeln der Backpacker herausgibt. Mit Bus, Lkw oder per Anhalter geht es 8.000 Kilometer über Land bis nach China - Marco Polos Buch "Die Wunder der Welt" immer im Rucksack.

Er besucht die alte Lehmstadt Yazd, einst Zentrum des Zoroastrismus, findet aber nur wenige Gläubige dieser alten Religion, und quert die Dasht-e Lut, die größte der iranischen Wüsten. Nahe Masar-e Sharif in Afghanistan liegt das antike Balkh, das zur Zeit Marco Polos als die "Mutter aller Städte" galt. Heute braucht Bradley Polizeischutz, um zu den berühmten Ruinen zu gelangen.
(ARD/SWR)


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18:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Marco Polo-Fährte (3/4)

Von Tadschikistan nach China

Film von Rolf Lambert und Bernd Girrbach

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der dritte Abschnitt führt durch Tadschikistan nach China.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der ...
(ARD/SWR)

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der dritte Abschnitt führt durch Tadschikistan nach China.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der die Bibeln der Backpacker herausgibt. Mit Bus, Lkw oder per Anhalter geht es 8.000 Kilometer über Land bis nach China - Marco Polos Buch "Die Wunder der Welt" immer im Rucksack.

Seine Reise führt ihn ins Pamir-Gebirge. Im Wakhan Korridor findet Bradley alte Wegmarken der südlichen Seidenstraße, die Marco Polo einst passierte. Die Gegend ist menschenleer. Marco Polo beschrieb die Landschaft sehr genau als kalt, windig und ohne Vegetation. Nach langer Wüstenfahrt erreicht Bradley schließlich auch die Grenze zum chinesischen Herzland, die Große Mauer.
(ARD/SWR)


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18:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Marco Polo-Fährte (4/4)

Durch das Reich der Mitte

Film von Rolf Lambert und Bernd Girrbach

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der letzte Abschnitt führt zur Festung Jiayuguan in China.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der ...
(ARD/SWR)

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Profi-Traveller Bradley Mayhew folgt der Spur des venezianischen Händlers, Marco Polo, der von Venedig bis nach Peking reiste. Der letzte Abschnitt führt zur Festung Jiayuguan in China.

Bradley Mayhew schreibt Reiseführer für Lonely Planet, jenen Verlag, der die Bibeln der Backpacker herausgibt. Mit Bus, Lkw oder per Anhalter geht es 8.000 Kilometer über Land bis nach China - Marco Polos Buch "Die Wunder der Welt" immer im Rucksack.

Im letzten Teil der vierteiligen Reihe "Die Marco Polo-Fährte" ist Bradley am Ziel. 750 Jahre nach Marco Polo erreicht Bradley die Festung Jiayuguan, wo das Herzland Chinas beginnt. Bradley passiert die Oase Zhangye und die Millionenstadt Lanzhou. Manche Historiker zweifeln, ob Marco Polo je bis China kam. In seinem Buch findet sich nichts über die Große Mauer, Tee oder Kalligrafie. Andererseits beschreibt er viele Orte sehr genau, wie das heutige Peking, Bradleys letzte Station.
(ARD/SWR)


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19:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Marokko - Auf der Straße der Kasbahs

Film von Peter Kruchten

(aus der ARD-Reihe "Reisen in ferne Welten")

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Die Straße der Kasbahs liegt im Le Grand Sud, dem Land südlich des Hohen Atlas in Marokko. Die Lehmburgen kontrollierten den Handel an einem wichtigen Karawanenweg Nordafrikas.

An den Türmen und Mauern aus Stampflehm ist die Zeit nicht spurlos ...
(ARD/SR)

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Die Straße der Kasbahs liegt im Le Grand Sud, dem Land südlich des Hohen Atlas in Marokko. Die Lehmburgen kontrollierten den Handel an einem wichtigen Karawanenweg Nordafrikas.

An den Türmen und Mauern aus Stampflehm ist die Zeit nicht spurlos vorübergegangen. In der Nachbarschaft entstehen moderne, klimatisierte Wohnhäuser, Karawanenpfade werden zu asphaltierten Autostraßen. Den Fortschritt hat Mohamed VI. seinem Land gebracht.

Die Stein- und Geröllwüsten jenseits der algerischen Grenze gehen in die Sanddünen der Sahara über. Es sind aber auch die fruchtbaren Täler von Draa und Dadès, die Oasen mit ihren zigtausend Dattelpalmen, Maisfeldern, Mandel-, Oliven- und Aprikosenbäumen, mit Städten wie Telouet, Ouarzazate, Zagora und Erfoud. In Zagora steht heute noch ein verblichenes Schild mit dem Hinweis: 52 Tage bis Timbuktu. Denn Zagora lag an einer der wichtigsten Karawanenwege Nordafrikas.

Le Grand Sud, die Straße der Kasbahs, ist Orient wie aus dem Bilder- oder Märchenbuch. Von Marrakesch aus, dem Handelszentrum und Ziel vieler Karawanen aus dem Süden geht es über den Hohen Atlas entlang der alten Handelswege. Was von der Vergangenheit geblieben ist und wie die Menschen heute leben, zeigt der Autor Peter Kruchten auf seiner Reise ins Mittelalter.
(ARD/SR)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Die Kinder der Seidenstraße

(The Children of Huang Shi)

Spielfilm Australien/China/Deutschland 2008

Darsteller:
George HoggJonathan Rhys Meyers
Lee PearsonRadha Mitchell
Jack ChenYun-Fat Chow
Madame WangMichelle Yeoh
BarnesDavid Wenham
Shi-KaiGuang Li
Lo SanShuyuan Jin
u.a.
Regie: Roger Spottiswoode
Länge: 109 Minuten

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Der britische Reporter George Hogg wird 1937 in den Fernen Osten entsandt, um über den Japanisch-Chinesischen Krieg zu berichten.

Der junge Heißsporn, von den Einheimischen Ho Ke genannt, tritt zunächst als Draufgänger in Erscheinung. Als er zufällig Zeuge ...
(ARD/WDR)

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Der britische Reporter George Hogg wird 1937 in den Fernen Osten entsandt, um über den Japanisch-Chinesischen Krieg zu berichten.

Der junge Heißsporn, von den Einheimischen Ho Ke genannt, tritt zunächst als Draufgänger in Erscheinung. Als er zufällig Zeuge eines japanischen Massakers an chinesischen Zivilisten wird, wandelt sich der Abenteurer jedoch zu einem ernsten Mann.

Die Bilder wehrloser Menschen, niedergeschossen vor seinen Augen, brennen sich ihm ein. Der Auftrag wird immer mehr zum traumatischen Erlebnis, denn Hogg fällt mitsamt Reportagefotos in die Hände der Besatzer und soll als vermeintlicher Spion exekutiert werden. Erst im letzten Moment rettet ihn der kommunistische Partisan Jack Chen vor der Enthauptung. Auf der Flucht treffen die beiden die amerikanische Sanitäterin Lee Pearson, die Hogg zu einem halb verfallenen Schulgebäude führt. Dort leben 60 verwahrloste Kriegswaisen, um die er sich kümmern soll. Widerwillig lässt sich der Fremdling auf diese Aufgabe ein, die ihn unerwartet zum Helden werden lässt: Um den sicheren Tod der Kinder zu verhindern, die von den nationalchinesischen Truppen Chiang Kai-sheks zwangsrekrutiert werden sollen, beschließt Hogg, die Waisen gemeinsam mit Chen und Lee in Sicherheit zu bringen. Vor der Kinderkarawane liegt ein über 1.000 Kilometer langer Gewaltmarsch entlang der Seidenstraße.

007-Regisseur Roger Spottiswoode schuf ein Historiendrama, das durch grandiose Landschaftsaufnahmen der Wüste Gobi und anderer exotischer Orte Chinas zu einem bildgewaltigen Erlebnis wird. Aufwendig inszeniert, mit über 1.000 Statisten, beruht das Epos auf einer wahren Begebenheit: Im Abspann treten die greisen Waisenkinder von einst auf, um ihrem selbstlosen Retter noch einmal die Ehre zu erweisen. Nach seiner David-Bowie-Darstellung in dem Musikfilm "Velvet Goldmine" und der Verkörperung von Heinrich VIII. in der Serie "Die Tudors" überzeugt Jonathan Rhys Meyers hier in einer ganz anderen Rolle neben Radha Mitchell und dem chinesischen Star Yun-Fat Chow.
(ARD/WDR)


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22:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Schatzjagd an der Seidenstraße

Film von Susanne Rostosky

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China, das "Reich der Mitte", gilt in seiner Entwicklung als vom Westen völlig unabhängig. Der Mythos von der Isoliertheit und Unabhängigkeit Chinas ist bis heute weit verbreitet.

Bis in das vierte vorchristliche Jahrtausend hinein reichen die historischen ...

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China, das "Reich der Mitte", gilt in seiner Entwicklung als vom Westen völlig unabhängig. Der Mythos von der Isoliertheit und Unabhängigkeit Chinas ist bis heute weit verbreitet.

Bis in das vierte vorchristliche Jahrtausend hinein reichen die historischen Aufzeichnungen des Landes zurück und untermauern das Bild vom isolierten China, das sich scheinbar ohne nennenswerte Berührungspunkte zum Westen entwickelt hat.

Erst in jüngster Zeit wird das Bild vom unabhängigen China durch einige überraschende Entdeckungen in Frage gestellt.

Bereits vor hundert Jahren begannen europäische Archäologen, die Wüste Taklamakan im Westen Chinas zu erforschen. Einst führte die berühmte Seidenstraße durch die Wüste und sorgte - wie die Wissenschaftler schnell herausfanden - seit dem Mittelalter für einen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Ost und West.

Doch erst in jüngster Zeit entdecken chinesische Archäologen, dass sich unter den Spuren der mittelalterlichen Seidenstraße Zeugnisse aus noch viel fernerer Vergangenheit finden lassen: Mitten in der Wüste entdecken sie einen riesigen Friedhof mit einzigartig erhaltenen Mumien. Sie gehören einem vergessenen Volk an, das bereits vor 4.000 Jahren in der Region siedelte.

Neben dem einmaligen Erhaltungszustand der Mumien ist vor allem ihr Aussehen überraschend. Denn die Mumien wirken mit ihren kräftigen Gesichtszügen, Bärten und hellbraunen oder sogar blonden Haaren alles andere als chinesisch. Könnten sie zu einem europäischen Volk gehören, das die Menschen in China schon in der Bronzezeit in Kontakt mit dem Westen brachte? Führten sie sogar wichtige Kulturtechniken wie den Bronzeguss in China ein? Der renommierte Mumien-Experte Professor Victor Mair will diesen Fragen nun mit modernsten Methoden auf den Grund gehen. Eine DNA-Untersuchung soll zeigen, ob die Mumien tatsächlich europäische Wurzeln haben.

Doch nicht nur die Mumien werfen Fragen auf - auch andere im Westen bisher unbekannte Funde rütteln am bekannten Geschichtsbild. So überrascht ein geheimnisvolles Königsgrab in Ostchina mit deutlich westlich geprägten Fundstücken - zu einer Zeit, zu der es noch gar keinen Kontakt zum Westen gegeben haben soll.

Für den deutschen Kunsthistoriker Dr. Lukas Nickel ist die Ausgrabung ein erstes Indiz, das noch viele weitere Entdeckungen nach sich ziehen könnte. Dabei gerät auch die weltberühmte Terrakotta-Armee in sein Blickfeld. Sie gehörte zur Grabausstattung des ersten chinesischen Kaisers und damit zum Gründungsmythos Chinas.

Ausgerechnet hier will Lukas Nickel seinen Verdacht überprüfen - und erhält Zugang zu Figuren, die bisher noch nie gezeigt werden durften. Ihr Stil ist für die chinesische Kunst der Zeit so ungewöhnlich, dass die Skulpturen für Lukas Nickel nur einen Schluss zulassen: Sie müssen von den chinesischen Künstlern nach dem Vorbild griechischer Statuen gefertigt sein. Spannende Entdeckungen, die ein neues Licht auf die Geschichte der Beziehung zwischen Ost und West werfen.


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Die Bernsteinstraße - Das magische Siegel

Film von Gisela Graichen und Peter Prestel

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Bernstein ist ein Stein, der brennt, schwimmt und Millionen Jahre altes Leben konserviert. Ein Stein, der eigentlich gar keiner ist, aber mächtige Herrscher in seinen Bann zog.

Kaiser Nero war besessen von dem Gold des Meeres. Mit Tausenden von ...

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Bernstein ist ein Stein, der brennt, schwimmt und Millionen Jahre altes Leben konserviert. Ein Stein, der eigentlich gar keiner ist, aber mächtige Herrscher in seinen Bann zog.

Kaiser Nero war besessen von dem Gold des Meeres. Mit Tausenden von Bernsteinstückchen verwandelte der Imperator für einen einzigen Tag die Gladiatorenspiele in ein glitzerndes Spektakel.

Ein Geschenk der Superlative machte sich auch Preußenkönig Friedrich I. Zehn Jahre lang schnitzten Handwerker an der teuersten Tapete der Welt, dem Bernsteinzimmer, das schließlich auch der russische Zar begehrte. Aber schon zu früheren Zeiten verlangten Könige und Fürsten nach dem fossilen Harz, dem magische Kräfte zugeschrieben wurden.

Der Archäologe Heinrich Schliemann fand Bernstein bei seinen Grabungen in Troja neben sagenhaften Goldschätzen der Könige von Mykene. In den Grabkammern von Tutenchamun und den Fürsten von Qatna wurden Schätze aus verwittertem Harz entdeckt. Doch woher stammen die Funde in den Gräbern der Bronzezeit? Ist es denkbar, dass vor über 3000 Jahren Bernstein von der Ostsee über Tausende von Kilometern nach Syrien, Griechenland und gar nach Ägypten zu den Pharaonen gelangte? Eine uralte Handelsroute muss die beiden Enden der damals bekannten Welt verbunden haben: vom Nil zu den sturmumtosten Gestaden der Nebelgötter im Norden - tausende Kilometer entfernt. Wie war das möglich?

Der junge Archäologe Timo Ibsen folgt der Spur des Bernsteins in der Bronzezeit. Welchen Weg wählten die Gesandten und Händler der Könige und Pharaonen? Ausgehend von den Hochkulturen am Mittelmeer entdeckt er auf seinem Weg durch Europa Indizien für eine Route, die vor über 3.000 Jahren über die Alpen quer durch das heutige Deutschland bis an die Ostsee führte.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Forscher werden durch Reenactments lebendig. Sie verdeutlichen, welche lebensgefährlichen Strapazen, Abenteuer und logistischen Meisterleistungen die Bernsteinhändler der Bronzezeit für den seltsamen Stoff bestehen und leisten mussten. Eine neue Grabung in Bayern offenbart, dass bereits in der Bronzezeit ein international kooperierendes Handelsnetz pulsierte, mit Kontakten bis nach Griechenland und Ägypten.

Es war eine alte Sage, die den Archäologen den entscheidenden Hinweis gab: Sie handelt von einer versunkenen, unermesslich reichen Stadt in Bayern: Bernstorf bei Freising. Bei der Grabung wurde ein rätselhaft bearbeiteter Bernstein und Gold aus ägyptischen Minen gefunden. Der Bernstein zeigt das Antlitz der berühmten in Mykene gefundenen so genannten "Goldmaske des Agamemnon". Neue Untersuchungsmethoden ermöglichen den Forschern, den chemischen Fingerabdruck des Harzes und damit auch seine genaue Herkunft zu ermitteln.

3sat zeigt die Dokumentation "Die Bernsteinstraße - Die dunkle Karawane" im Anschluss um 23.30 Uhr.


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23:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Bernsteinstraße - Die dunkle Karawane

Film von Gisela Graichen und Peter Prestel

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Bernstein ist ein Stein, der brennt, schwimmt und Millionen Jahre altes Leben konserviert. Ein Stein, der eigentlich gar keiner ist, aber mächtige Herrscher in seinen Bann zieht.

Kaiser Nero war besessen von dem Gold des Meeres. Mit Tausenden von ...

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Bernstein ist ein Stein, der brennt, schwimmt und Millionen Jahre altes Leben konserviert. Ein Stein, der eigentlich gar keiner ist, aber mächtige Herrscher in seinen Bann zieht.

Kaiser Nero war besessen von dem Gold des Meeres. Mit Tausenden von Bernsteinstückchen verwandelte der Imperator für einen einzigen Tag die Gladiatorenspiele in ein glitzerndes Spektakel.

Ein Geschenk der Superlative machte sich auch Preußenkönig Friedrich I. Zehn Jahre lang schnitzten Handwerker an der teuersten Tapete der Welt, dem Bernsteinzimmer, das schließlich auch der russische Zar begehrte. Aber schon zu früheren Zeiten verlangten Könige und Fürsten nach dem fossilen Harz, dem magische Kräfte zugeschrieben wurden.

Der Archäologe Heinrich Schliemann fand Bernstein bei seinen Grabungen in Troja neben sagenhaften Goldschätzen der Könige von Mykene. In den Grabkammern von Tutenchamun und den Fürsten von Qatna wurden Schätze aus verwittertem Harz entdeckt. Doch woher stammen die Funde in den Gräbern der Bronzezeit? Ist es denkbar, dass vor über 3000 Jahren Bernstein von der Ostsee über Tausende von Kilometern nach Syrien, Griechenland und gar nach Ägypten zu den Pharaonen gelangte? Eine uralte Handelsroute muss die beiden Enden der damals bekannten Welt verbunden haben: vom Nil zu den sturmumtosten Gestaden der Nebelgötter im Norden - tausende Kilometer entfernt. Wie war das möglich?

Der junge Archäologe Timo Ibsen folgt der Spur des Bernsteins in der Bronzezeit. Welchen Weg wählten die Gesandten und Händler der Könige und Pharaonen? Ausgehend von den Hochkulturen am Mittelmeer entdeckt er auf seinem Weg durch Europa Indizien für eine Route, die vor über 3000 Jahren über die Alpen quer durch das heutige Deutschland bis an die Ostsee führte.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Forscher werden durch Reenactments lebendig. Sie verdeutlichen, welche lebensgefährlichen Strapazen, Abenteuer und logistischen Meisterleistungen die Bernsteinhändler der Bronzezeit für den seltsamen Stoff bestehen und leisten mussten. Eine neue Grabung in Bayern offenbart, dass bereits in der Bronzezeit ein international kooperierendes Handelsnetz pulsierte, mit Kontakten bis nach Griechenland und Ägypten.

Es war eine alte Sage, die den Archäologen den entscheidenden Hinweis gab: Sie handelt von einer versunkenen, unermesslich reichen Stadt in Bayern: Bernstorf bei Freising. Bei der Grabung wurde ein rätselhaft bearbeiteter Bernstein und Gold aus ägyptischen Minen gefunden. Der Bernstein zeigt das Antlitz der berühmten in Mykene gefundenen so genannten "Goldmaske des Agamemnon". Neue Untersuchungsmethoden ermöglichen den Forschern, den chemischen Fingerabdruck des Harzes und damit auch seine genaue Herkunft zu ermitteln. Die Dokumentation zeigt, wie aus der geheimnisumwitterten Bernsteinstraße der Bronzezeit archäologisch belegte Realität wird.


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