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Dienstag, 2. Dezember
Programmwoche 49/2014
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6:25

Darwin

Dokumentarfilm von Nick Brandestini, Schweiz 2011

Länge: 84 Minuten

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Eine unscheinbare Kreuzung an der "Route 190" im kalifornischen Death Valley: Von dort führt eine einsame Straße durch die kalifornische Wüste bis zur ehemaligen Minenstadt Darwin. Schulen, Kirchen und Behörden sucht man - abgesehen von einem Postamt - vergebens. Jobs ...

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Eine unscheinbare Kreuzung an der "Route 190" im kalifornischen Death Valley: Von dort führt eine einsame Straße durch die kalifornische Wüste bis zur ehemaligen Minenstadt Darwin. Schulen, Kirchen und Behörden sucht man - abgesehen von einem Postamt - vergebens. Jobs gibt es keine. Kinder auch nicht. Die 35 Einwohner, die im Ort leben, sind Aussteiger, die ein Leben als isolierte Gemeinschaft führen. Und jeder hat seine eigene Geschichte.
Der Dokumentarfilm "Darwin" erzählt einige dieser Geschichten. Er stellt Einwohner Darwins vor und erzählt aus ihrem Leben - davon, was sie ins "Irgendwo des Nirgendwo" verschlagen hat, wer sie vorher waren und wer sie heute sind.

Mit dem Dokumentarfilm "Darwin" startet der 3sat-Thementag "Lebenswelten". Zum 30-jährigen Jubiläum präsentiert 3sat einen Tag lang die ganze Vielfalt des dokumentarischen Schaffens in prämierten und außergewöhnlichen Filmen.


7:50
Format 4:3

Zum Vergleich

Dokumentarfilm von Harun Farocki, Deutschland 2008

Länge: 61 Minuten

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Der Dokumentarfilmer Harun Farocki (1944-2014) erzählt eine Geschichte des Ziegelsteins und des Bauens, und spiegelt in seinen Bildern gleichzeitig die Entstehung ganzer Kulturen. Hinter den Herstellungsprozessen in traditionellen Gesellschaften wie Afrika, in ...

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Der Dokumentarfilmer Harun Farocki (1944-2014) erzählt eine Geschichte des Ziegelsteins und des Bauens, und spiegelt in seinen Bildern gleichzeitig die Entstehung ganzer Kulturen. Hinter den Herstellungsprozessen in traditionellen Gesellschaften wie Afrika, in frühindustriellen wie Indien und in hochindustriellen wie Europa und Japan werden unterschiedlichste ökologische und ökonomische Bedingungen und Zustände sichtbar.
Harun Farocki entlarvt in seinem Dokumentarfilm "Zum Vergleich" mit den Mitteln des "Direct Cinema" und des Essayfilms immer wieder die Zusammenhänge zwischen Technik, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.


8:50

Otzenrath 3° kälter

Dokumentarfilm von Jens Schanze, Deutschland 2007

Länge: 82 Minuten

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Das gesamte niederrheinische Dorf Otzenrath wurde umgesiedelt, weil es Garzweiler II, dem größten Braunkohletagebau Europas, im Weg stand. Man entschädigte die Bewohner und ließ sie einige Kilometer weiter neue Häuser bauen. Doch in Neu-Otzenrath bläst der Wind, und ...

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Das gesamte niederrheinische Dorf Otzenrath wurde umgesiedelt, weil es Garzweiler II, dem größten Braunkohletagebau Europas, im Weg stand. Man entschädigte die Bewohner und ließ sie einige Kilometer weiter neue Häuser bauen. Doch in Neu-Otzenrath bläst der Wind, und die neuen Felder sind nicht so ertragreich wie die alten.
"Otzenrath 3° kälter" ist der zweite Teil einer Chronik, die das Schicksal der Otzenrather in einer Langzeitbeobachtung dokumentiert. Jens Schanze trifft die Menschen, die er in Teil eins "Otzenrather Sprung" kennengelernt hat. Er fragt, wie der Verlust der vertrauten Landschaft und die Umsiedlung nach Neu-Otzenrath ihr Leben verändert hat.


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpsummer

Dokumentarfilm von Thomas Horat, Schweiz 2013

Länge: 89 Minuten

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In vielen Berggebieten der Schweiz wird zu Beginn des Sommers für die Dauer von drei bis vier Monaten Vieh in höher gelegene Weidegebiete getrieben. Doch nirgends bewirtschaften so viele Einheimische ihre Alpen wie in der Innerschweiz. Der Nachwuchs lernt früh, wie ...

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In vielen Berggebieten der Schweiz wird zu Beginn des Sommers für die Dauer von drei bis vier Monaten Vieh in höher gelegene Weidegebiete getrieben. Doch nirgends bewirtschaften so viele Einheimische ihre Alpen wie in der Innerschweiz. Der Nachwuchs lernt früh, wie Natur und Tiere den Alltag bestimmen, und dass es nichts bringt, wenn man gegeneinander arbeitet. Drastische Wetterumbrüche - auf Höhen zwischen 1.400 und 1.850 Metern über dem Meeresspiegel keine Seltenheit - verlangen sehr oft schnelle Entscheidungen und das Zupacken von Alt und Jung.
Der Dokumentarfilm "Alpsummer" führt in die Innerschweizer Berge: auf die Charetalp, auf die Glattalp und ins Rätschtal. Der Film porträtiert vier Familien unterschiedlicher Generationen, die jeden Sommer auf traditionelle Weise eine Alp bewirtschaften. Aus freien Stücken leben sie ganz ohne Handy, Fernsehen und PC - dafür mit Kühen, Schafen, Schweinen, Ziegen und sogar Pferden.


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11:45

Die Frau mit den 5 Elefanten

Dokumentarfilm von Vadim Jendreyko, Deutschland/Schweiz 2009

Länge: 94 Minuten

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Swetlana Geier (1923 - 2010) gilt als die wichtigste Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche und hat für ihre Arbeit zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse. Die in Kiew Geborene blickt zudem auf eine beeindruckende ...

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Swetlana Geier (1923 - 2010) gilt als die wichtigste Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche und hat für ihre Arbeit zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse. Die in Kiew Geborene blickt zudem auf eine beeindruckende Lebensgeschichte zurück, die sie während des Zweiten Weltkriegs aus der Ukraine nach Deutschland führte, wo ihr Begabung, Sprachkenntnisse und Glück Überleben und Studium ermöglichten. Im Zentrum ihres Lebens steht die konzentrierte, hingebungsvolle Arbeit an der Sprache. Die "5 Elefanten" sind die fünf großen Romane Fjodor Michailowitsch Dostojewskis, deren Übersetzung, ihr Lebenswerk, Swetlana Geier mit 69 Jahren in Angriff nahm und 2009 vollendet hat.
Wie im Leben der leidenschaftlichen Übersetzerin sind auch in dem Dokumentarfilm "Die Frau mit den 5 Elefanten" Poesie und Alltag, Literatur und Lebensklugheit eng miteinander verwoben. Der Film war auf zahlreichen internationalen Filmfestivals zu sehen und wurde 2009 auf dem Dokumentarfilmfestival "Visions du Réel" in Nyon dreifach ausgezeichnet. Außerdem erhielt er beim Internationalen Dokumentarfilmfestival "Silverdocs" in Washington 2010 den "Grand Jury Award".


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13:15
Format 4:3

Geschichten vom Essen

Dokumentarfilm von Hans-Dieter Grabe, Deutschland 2008

Länge: 61 Minuten

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Fünf Geschichten über fünf Menschen in verschiedenen Ländern: Die erste erzählt von arbeitenden, Frauen in einer Zeit, in der "5 Kartoffeln" - so der Titel - ein Geschenk sein können. "Rote Rüben" beschafft heimlich ein zehnjähriges Mädchen für seine zwei kranken ...

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Fünf Geschichten über fünf Menschen in verschiedenen Ländern: Die erste erzählt von arbeitenden, Frauen in einer Zeit, in der "5 Kartoffeln" - so der Titel - ein Geschenk sein können. "Rote Rüben" beschafft heimlich ein zehnjähriges Mädchen für seine zwei kranken Brüder. Wenn sie erwischt wird, wird sie hart bestraft. "Hefeklöße" - die Freude darüber, wie gut sie schmecken, obwohl gerade sein Elternhaus in Flammen aufgegangen ist, hat der damals acht Jahre alte Hans-Dieter Grabe nie vergessen. Um "Brot" kreist jahrelang das Denken eines ehemaligen Häftlings. "Vom Sattessen" träumt ein Mann, dessen Körper auf die geringste Gewichtszunahme mit Schmerzen reagiert.
Hans-Dieter Grabes Dokumentarfilm "Geschichten vom Essen" ist aus dem Material für fünf Dokumentarfilme entstanden. Hans-Dieter Grabe hofft, dass sein Werk dazu beiträgt, "die Flut von Koch- und Ess-Shows im Unterhaltungsfernsehen durch eine etwas andere, nämlich nachdenklichere und bewusstere Sichtweise auf Nahrungsmittel und die Bedeutung des Essens zu ergänzen".


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14:15

Holunderblüte

Dokumentarfilm von Volker Koepp,

Deutschland 2007

Länge: 89 Minuten

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Das Kaliningrader Gebiet, eine russische Exklave, gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg zum nördlichen Ostpreußen, nach dem Krieg war es "Kriegsbeute" der Sowjetunion, aber vom Staatenbund abgeschottet. Und so wurde gleich von Beginn an demontiert, zerstört und ...
(ARD/RBB)

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Das Kaliningrader Gebiet, eine russische Exklave, gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg zum nördlichen Ostpreußen, nach dem Krieg war es "Kriegsbeute" der Sowjetunion, aber vom Staatenbund abgeschottet. Und so wurde gleich von Beginn an demontiert, zerstört und improvisiert. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren, eine soziale Absicherung gibt es nicht. Das Gefühl der Perspektivlosigkeit ist oft zu spüren. Hinzu kommt der allgegenwärtige Alkoholkonsum, der zur Verwahrlosung und Zerstörung von Familien beiträgt. Dies ist die Grundsituation, in der Kinder aufwachsen. Sie erzählen von ihrem Leben, ihren Wünschen und Träumen.
Volker Koepps Dokumentarfilm "Holunderblüte" begleitet ein Jahr lang Kinder im russischen Kaliningrader Gebiet und stellt die Menschen und die sozialen Strukturen vor. "Holunderblüte" erhielt unter anderem den Hauptpreis für den Besten Dokumentarfilm des 49. Festival dei Popoli Florenz 2008 sowie den Förderpreis der Stadt Ludwigsburg 2009.
(ARD/RBB)


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15:45
Format 4:3Videotext Untertitel

Berlin - Ecke Bundesplatz

Vater, Mutter, Kind

Langzeitdokumentation

von Detlef Gumm und Hans-Georg Ullrich

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Gerhard Rehbein ist U-Bahn-Abfertiger im Schichtdienst, seine Frau Helga ist eine quirlige, praktische Propagandistin und Hausfrau. Ihr Sohn Thomas, 1967 geboren, sitzt am liebsten in seinem Ohrensessel und denkt darüber nach, wie er aus seinem Leben das Beste machen ...
(ARD/WDR)

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Gerhard Rehbein ist U-Bahn-Abfertiger im Schichtdienst, seine Frau Helga ist eine quirlige, praktische Propagandistin und Hausfrau. Ihr Sohn Thomas, 1967 geboren, sitzt am liebsten in seinem Ohrensessel und denkt darüber nach, wie er aus seinem Leben das Beste machen könnte. Mit 30 fängt er an zu studieren. Mit 45 ist er noch arbeitslos, seine Zukunft: offen und ungewiss. Mutter Rehbein macht sich von jeher Sorgen um ihren Jungen: "Er ist manchmal so ein bisschen so ein kleiner Traumtänzer. Aber er muss ja irgendwo auch mal seine Brötchen verdienen."
"Vater, Mutter, Kind" ist die vierte Folge der letzten Staffel der Langzeitdokumentation "Berlin - Ecke Bundesplatz". 26 Jahre lang haben die Filmemacher Hans-Georg Ullrich und Detlef Gumm die Menschen auf ihrem Kiez in Wilmersdorf beobachtet. Rund 50 Produktionen sind aus dem Filmmaterial bis heute entstanden, darunter 17 90-minütige Dokumentarfilme, die von 1999 bis 2009 in 3sat zu sehen waren. Die letzten vier Folgen sind Geschichten, die - so die Filmemacher - bisher noch nicht zu Ende erzählt waren. Der Zuschauer erlebt beim Blick auf das wechselvolle Leben des Großbürgers Ülo Salm und seiner Frau Constanze Salm von Rohn, auf die harte Arbeit des Bäckerehepaares Dahms, auf den Wandel der übermütigen Schornsteinfegerlehrlinge Michael Creutz und Karsten Schulze zu Familienvätern und die liebevolle Kleinfamilie des U-Bahn-Abfertigers Gerhard Rehbein immer wieder den Reiz des Alltäglichen und gleichzeitig ein Stück bundesrepublikanischer Geschichte.
(ARD/WDR)


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17:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Werden Sie Deutscher

Dokumentarfilm, Deutschland 2011

mit Insaf, Emilia, Shipon, Jorge, Niara, Klemens, Marita
u. a.

Regie: Britt Beyer

Länge: 84 Minuten

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Integration als Schulfach? Alle Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben wollen, können seit dem neuen Zuwanderungsgesetz zu einem Integrationskurs verpflichtet werden. Die Schüler sind Ausländer aus aller Herren Länder. Shipon kommt aus Bangladesch. Er ist mit ...

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Integration als Schulfach? Alle Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben wollen, können seit dem neuen Zuwanderungsgesetz zu einem Integrationskurs verpflichtet werden. Die Schüler sind Ausländer aus aller Herren Länder. Shipon kommt aus Bangladesch. Er ist mit einer Deutschen verheiratet, aber die Ausländerbehörde unterstellt ihm eine Scheinehe, und er muss um seine Aufenthaltserlaubnis bangen. Insaf lebt schon seit zwanzig Jahren in Berlin. Nach jahrelanger Duldung für jeweils sechs Monate fühlt sie sich mit ihrer zweijährigen Aufenthaltserlaubnis sicherer, nun möchte sie Deutsch lernen und endlich ankommen. Emilia ist wegen der Liebe hier, vermisst aber ihre Familie und ihre Arbeit in Bulgarien.
Der Dokumentarfilm "Werden Sie Deutscher" begleitet zehn Monate lang die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule, zeigt die Mühen der Migranten, und konfrontiert ihre Alltagserfahrungen mit dem Bild, das Deutschland in den Lehrmaterialien von sich selbst entwirft. In Rollenspielen üben die Schüler schon einmal, wie man sich als Deutscher verhält. "Werden Sie Deutscher" wurde beim "achtung berlin"-Festival mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm und beim Filmfest Osnabrück mit dem Ernst Weber-Filmpreis für Solidarität ausgezeichnet.


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18:40

Endstation der Sehnsüchte

Dokumentarfilm von Sung-Hyung Cho, Deutschland 2009

Länge: 95 Minuten

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In den 1960er Jahren hatte der koreanische Diktator Chung-Hee Park Tausende junger Krankenschwestern nach Deutschland entsandt, um an Devisen für das damals noch arme Land zu kommen. Ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, lernten diese jungen Frauen ihr Gastland über Alte ...

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In den 1960er Jahren hatte der koreanische Diktator Chung-Hee Park Tausende junger Krankenschwestern nach Deutschland entsandt, um an Devisen für das damals noch arme Land zu kommen. Ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, lernten diese jungen Frauen ihr Gastland über Alte und Kranke, vor allem aber über harte Arbeit kennen. Drei von ihnen landeten im hessischen Vordertaunus und lieferten mit ihren deutschen Ehemännern schnell Beispiele gelungener Integration. Doch die Sehnsucht nach der Heimat überdauerte. So machten sich drei ältere Damen 30 Jahre später auf den Weg zurück mit ihren deutschen Ehepartnern und deutschen Stilmöbeln und Sitten. Sie konnten nicht ahnen, dass ihr Altersruhesitz auf der koreanischen Insel Namhae in dem putzigen Dorf Dogil Maul zur Touristenattraktion der Festlandkoreaner werden sollte.
Der Dokumentarfilm "Endstation der Sehnsüchte" ruft die Schicksale dreier Frauen in Erinnerung, die den Übergang von der alten in die neue Welt und wieder zurück mit großer Kraft und unbändigem Lebenswillen meisterten. "Endstation der Sehnsüchte" ist nach ihrem Erfolgsfilm "Full Metal Village" über die Heavy-Metal-Szene in der norddeutschen Provinz der zweite Heimatfilm von Sung-Hyung Cho, der dieses Mal tief in der Vergangenheit ihres Landes wurzelt.


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20:15
Format 4:3Videotext Untertitel

We Feed the World

Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer, Österreich 2005

Länge: 96 Minuten

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Täglich hat Wien jene Brotmenge zur Vernichtung übrig, dass damit ganz Graz versorgt werden könnte. In der Bretagne in Frankreich stellt ein Fischer den Vergleich zwischen Industrie- und Kutterfang an. Ein Agronom berichtet über den Gemüseanbau im spanischen Almeria, ...
(ORF)

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Täglich hat Wien jene Brotmenge zur Vernichtung übrig, dass damit ganz Graz versorgt werden könnte. In der Bretagne in Frankreich stellt ein Fischer den Vergleich zwischen Industrie- und Kutterfang an. Ein Agronom berichtet über den Gemüseanbau im spanischen Almeria, wo auf 25.000 Hektar das ganze Jahr auf Hochtouren produziert wird. Von dort gehen die Produkte wegen der günstigen Transportkosten überall hin, auch nach Österreich und landen sogar auf afrikanischen Märkten. In Rumänien argumentiert der Produktionsdirektor des größten Saatgutherstellers für einen traditionellen Anbau und mehr Geschmack. In Brasilien wird im großen Stil Soja für den europäischen Markt angebaut, obwohl der Boden dafür ungeeignet ist und die Menschen nach wie vor hungern müssen. Und in einem Masthühnerzuchtbetrieb in der Steiermark ist der Prozess von der Kükenbrut bis zur Schlachtung innerhalb von acht Wochen durchorganisiert.
In dem Dokumentarfilm "We Feed the World" äußern sich Landwirte, Fischer, Transporteure und Fabrikinhaber aus Europa und Südamerika mehr oder weniger kritisch zu den vorherrschenden Techniken der Nahrungsmittelproduktion und zeichnen damit ein düsteres Stimmungsbild im Konflikt zwischen bitterer Armut und einem Leben im Überfluss. Ein Interview mit Jean Ziegler, dem UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, ergänzt das Bild.
(ORF)


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21:50
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der Banker - Master of the Universe

Dokumentarfilm von Marc Bauder, Deutschland 2014

Länge: 87 Minuten

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Rainer Voss war einer der führenden Investmentbanker in Deutschland. Er machte tägliche Gewinne in Millionenhöhe. Jetzt sitzt er in einer verlassenen Bank mitten in Frankfurt und redet zum ersten Mal. Ungeschminkt gibt er einen Einblick in die Denkweise und Mechanismen ...
(ARD/HR/SWR)

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Rainer Voss war einer der führenden Investmentbanker in Deutschland. Er machte tägliche Gewinne in Millionenhöhe. Jetzt sitzt er in einer verlassenen Bank mitten in Frankfurt und redet zum ersten Mal. Ungeschminkt gibt er einen Einblick in die Denkweise und Mechanismen eines sonst sorgfältig abgeschotteten Systems. Vor dem Zuschauer baut sich Stück für Stück die beängstigende Innenperspektive einer größenwahnsinnigen, quasi-religiösen Parallelwelt hinter verspiegelten Fassaden auf. Rainer Voss berichtet von seinem eigenen Aufstieg in den 1980er Jahren, zeitgleich mit den Banken. Er weiß, wie es sich anfühlt, "Master of the Universe" zu sein. Er kennt das Bankensystem von innen, war lange Zeit selbst ein Teil davon. Bis auch ihn die Krise traf. Er wurde entlassen. Rainer Voss betreibt kein wohlfeiles Banken-Bashing. In einem glaubhaften Prozess des Umdenkens hat er all seine damaligen Überzeugungen infrage gestellt. Er weiß heute, dass er selbst als Teil seiner Beruf-Kaste entscheidend zum Entstehen von Krisen beigetragen hat. Jetzt will er Aufklärungsarbeit leisten.
Regisseur Marc Bauder beschäftigt sich in seinen Arbeiten immer wieder intensiv mit der Welt des Geldes. Der Dokumentarfilm "Der Banker - Master of the Universe" öffnet klare Einsichten ins Finanzwesen und erschüttert mit der Erkenntnis, dass die Exzesse der Vergangenheit auch in Zukunft wahrscheinlich nicht zu vermeiden sein werden. Auf dem Filmfest von Locarno lief der Film 2013 in der Reihe "Semaine de la Critique" und wurde mit dem Hauptpreis der Jury ausgezeichnet.
(ARD/HR/SWR)


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23:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Whores' Glory

Dokumentarfilm von Michael Glawogger

Österreich/Deutschland 2011

Länge: 115 Minuten

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Sie leben in Thailand, Bangladesch und Mexiko, und sie leben von der Prostitution. Da sind die jungen, schönen Frauen, die sich im "Fish Tank" in Bangkok hinter einer Scheibe zur Schau stellen. In Bangladesch werden die Prostituierten in ihr Schicksal hineingeboren oder ...
(ORF)

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Sie leben in Thailand, Bangladesch und Mexiko, und sie leben von der Prostitution. Da sind die jungen, schönen Frauen, die sich im "Fish Tank" in Bangkok hinter einer Scheibe zur Schau stellen. In Bangladesch werden die Prostituierten in ihr Schicksal hineingeboren oder in ein Prostituierten-Ghetto verkauft. Und in Mexiko ist die Endstation "La Zona de la tolerancia", ein Ort, an dem die Frauen mit Drogen und Prostitution überleben.
Der Dokumentarfilm "Whores Glory" ist ein filmisches Triptychon über arbeitende Frauen an drei Schauplätzen. Michael Glawogger lässt jede Frau von ihren eigenen Sehnsüchten und Hoffnungen, von der Bitterkeit, aber auch von raren Momenten der Freude erzählen und gibt ihnen so eine individuelle Identität. Der österreichische Dokumentarfilm-Regisseur starb am 22. April 2014 im Alter von 54 Jahren in Monrovia, Liberia.
(ORF)


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1:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton

Dokumentarfilm von Heinz Emigholz, Deutschland 2011

Länge: 99 Minuten

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Pier Luigi Nervi (1891-1979) erwarb 1913 das Ingenieursdiplom und hat sich sein Leben lang als Baukonstrukteur und nicht als Architekt empfunden. Er ist als Erfinder stilbildender Konstruktionen der Großmeister des Betonbaus. Er begriff die Baukonstruktion als Kunst und ...
(ARD/WDR)

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Pier Luigi Nervi (1891-1979) erwarb 1913 das Ingenieursdiplom und hat sich sein Leben lang als Baukonstrukteur und nicht als Architekt empfunden. Er ist als Erfinder stilbildender Konstruktionen der Großmeister des Betonbaus. Er begriff die Baukonstruktion als Kunst und Wissenschaft. Seit Anfang der 1930er Jahre hat er extreme Dach- und Kuppelkonstruktionen und Tragwerke aus Beton für Großbauten entworfen und ausgeführt. Als genialer Betonkonstrukteur und Tragwerksplaner arbeitete er auch immer wieder bei Großbauten mit anderen Architekten zusammen. Seine eigenen Entwürfe und Erfindungen sind bis heute stilbildend für den Bau von Stadien, Hallen und Hochhäusern geblieben.
Der Dokumentarfilm "Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton" verbindet die kühnen Konstruktionen des Baukonstrukteurs Pier Luigi Nervi mit den bahnbrechenden römischen Erfindungen von vor 2.000 Jahren.

3sat sendet zwei weitere Dokumentarfilme von Heinz Emigholz im Anschluss, ab 2.50 Uhr.
(ARD/WDR)


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2:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Perret in Frankreich und Algerien

Dokumentarfilm von Heinz Emigholz, Deutschland 2012

Länge: 110 Minuten

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Auguste Perret (1874-1954) hat in seinen ausgeführten Projekten den Betonbau meisterlich verfeinert und zu einem klassischen Ausdruck gebracht. Parallel zur Ausführung zahlreicher Bauprojekte in Frankreich hat Perret auch von 1912 bis 1952 unter den Bedingungen des ...
(ARD/WDR)

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Auguste Perret (1874-1954) hat in seinen ausgeführten Projekten den Betonbau meisterlich verfeinert und zu einem klassischen Ausdruck gebracht. Parallel zur Ausführung zahlreicher Bauprojekte in Frankreich hat Perret auch von 1912 bis 1952 unter den Bedingungen des Kolonialismus in Algerien in Nordafrika gebaut. Die Bauwerke Perrets in Frankreich und deren Weiterleben in der Gegenwart stehen damit in direktem Vergleich mit seinen in Nordafrika realisierten Projekten.
In dem Dokumentarfilm "Perret in Frankreich und Algerien" werden 30 Bauwerke und Ensembles der französischen Architekten und Bauingenieure Auguste und Gustave Perret gezeigt. Sichtbar wird ein differenzierter Umgang mit dem architektonischen Erbe in auseinanderstrebenden Kulturen. Das Schicksal der westlich geprägten, architektonischen Moderne - ihr Symbolgehalt und ihre Nachhaltigkeit - zeigt sich im alltäglichen Umgang mit ihren Produkten in sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten und Landschaften.
(ARD/WDR)


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4:45
VPS 04:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

The Airstrip

Dokumentarfilm von Heinz Emigholz, Deutschland 2013

Länge: 108 Minuten

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"Man stelle sich einen Luftraum vor, in dem eine Bombe abgeworfen wurde, die noch nicht ihren Explosionsort erreicht hat. Sie fliegt auf ihn zu und ist nicht mehr zu stoppen. Die Zeit zwischen dem Abwurf und der Explosion der Bombe ist weder Zukunft - denn die ...
(ARD/WDR)

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"Man stelle sich einen Luftraum vor, in dem eine Bombe abgeworfen wurde, die noch nicht ihren Explosionsort erreicht hat. Sie fliegt auf ihn zu und ist nicht mehr zu stoppen. Die Zeit zwischen dem Abwurf und der Explosion der Bombe ist weder Zukunft - denn die unweigerliche Zerstörung hat ja noch nicht stattgefunden - noch ist sie Vergangenheit, da diese unweigerlich im Begriff ist, zerstört zu werden. Die Flugzeit der Bombe beschreibt so das absolute Nichts, die Stunde Null, bestehend aus all den Möglichkeiten, die es im nächsten Moment nicht mehr gibt. Eine Geschichte also, die aufhören wird, bevor sie angefangen hat, und die hier aus Trotz erzählt wird: eine Architekturreise von Berlin über Arromanches, Rom, Breslau, Wroclaw, Görlitz, Paris, Bologna, Madrid, Buenos Aires, Atlantida, Montevideo, Mexico City, Brasilia, Tokyo, Saipan, Tinian, Tokyo, San Francisco, Dallas, Binz und Mexico City nach Berlin - ins Bodenlose." (Heinz Emigholz über seinen Film)
Der Dokumentarfilm "The Airstrip" ist der letzte von drei Dokumentarfilmen des Künstlers und Regisseurs Heinz Emigholz über die Ursprünge, das Schicksal, den Triumph und das Zerbrechen der architektonischen Moderne.
(ARD/WDR)

Sendeende: 6:30 Uhr