Programm-Übersicht
Kalender
November 2017
Sendung suchen
Programmarchiv
Finden Sie Sendungen, die Sie in 3sat schon gesehen haben.

Sonntag, 30. November
Programmwoche 49/2014
Zurückliegenden oder folgenden Tag anzeigen
6:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wunderwelten des Wassers

Oman / Spanien / Frankreich / Niederlande /

Belgien

(aus der ARD-Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit")

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Obwohl am Meer liegend, ist Oman ein karges Land. Es ist aber auch ein Land, das sich selbst versorgen kann. Das ist das Ergebnis einer 4.000 Jahre alten Technik, die dem Wüstenstaat Oman zum Überlebensprinzip geworden ist: die Aflaaj - ein Bewässerungssystem, das eine ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Obwohl am Meer liegend, ist Oman ein karges Land. Es ist aber auch ein Land, das sich selbst versorgen kann. Das ist das Ergebnis einer 4.000 Jahre alten Technik, die dem Wüstenstaat Oman zum Überlebensprinzip geworden ist: die Aflaaj - ein Bewässerungssystem, das eine ganze Gesellschaft definiert. Aus Wadis - Flussläufe, die nur nach Regen Wasser führen -, und aus Quellen speisen sich die Kanäle, mit dem die Dörfer und Oasen mit kostbarem Süßwasser versorgt werden. Seit vielen 100 Jahren werden die Aflaaj gepflegt und renoviert. Eine Versorgung, die ohne technische Hilfsmittel auskommt und nur das natürliche Gefälle nutzt. Die Römer träumten von einer Wasserstraße zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik. Ende des 17. Jahrhunderts war es Pierre Paul Riquet, ein französischer königlicher Steuerbeamter und Hobbyingenieur, der die Lösung fand, wie ein Kanal, der 190 Höhenmeter überwinden muss, ständig mit Wasser versorgt werden kann. Er war besessen von der Vision eines Kanals zwischen den beiden Meeren. Auf langen Wanderungen plante und erkundete er den genauen Verlauf für einen Kanal vom Mittelmeer bis nach Toulouse. Von dort konnte dann auf der Garonne zum Atlantik gefahren werden. 1681, nach nur 15 Jahren Bauzeit, wurde der 240 Kilometer lange Canal du Midi eröffnet. Die Jungfernfahrt hat Riquet nicht mehr erlebt, er war ein halbes Jahr zuvor gestorben. Sein Traum aber war Wirklichkeit geworden.
Die erste Reiseetappe führt zu den von Menschenhand geschaffenen "Wunderwelten des Wassers" - von Oman über Spanien bis nach Belgien.

Mit "Wunderwelten des Wassers" startet 3sat den Thementag "In 24 Stunden um die Welt". Zum 30-jährigen Jubiläum reist 3sat zu den UNESCO-Welterbestätten. Zu sehen sind Filme aus der Dokumentationsreihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit". Max Moor moderiert den Thementag und spricht mit Abenteurern, Erlebnisreisenden und Wissenschaftlern.
(ARD/SWR/3sat)


6:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Hanse

Deutschland / Schweden / Norwegen / Estland

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Das Wort Hanse stammt aus dem althochdeutschen und heißt so viel wie Gruppe, Gefolge oder auch Schar und es entwickelte sich im Laufe der Zeit als Bezeichnung für eine Vereinigung von Kaufleuten die das Ziel hatten, für mehr Sicherheit auf See zu sorgen und gemeinsame ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Das Wort Hanse stammt aus dem althochdeutschen und heißt so viel wie Gruppe, Gefolge oder auch Schar und es entwickelte sich im Laufe der Zeit als Bezeichnung für eine Vereinigung von Kaufleuten die das Ziel hatten, für mehr Sicherheit auf See zu sorgen und gemeinsame wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Ein genaues Datum für die Gründung gibt es nicht, denn es begann als lose Verbindung zwischen den Städten. Eine ganz entscheidende Zäsur in der Frühgeschichte der Hanse war die Gründung der Stadt Lübeck. Das zeigt sich schon im Stadtsiegel, dort schwören sich zwei Kaufleute Beistand, zum Schutz der Waren und des Lebens: die Idee der Hanse. Alte Handelsbücher berichten, dass in Lübeck in guten Jahren mehr als 3.000 Schiffe be- und entladen wurden. In den Lagerhäusern an der Trave stapelten sich Grundnahrungsmittel, Rohstoffe und Luxusgüter. Den harten Kern der Hanse bildeten etwa 72 Städte und dazu kamen weitere 130 locker assoziierte. Der Einflussbereich der Hanse erstreckte sich über ein Gebiet von Flandern bis nach Reval. Das norwegische Bergen war der wichtigste Umschlaghafen der Hanse und ihr nördlichster Stützpunkt. Mitglieder der Hanse waren in der Regel Küstenstädte, aber es gab auch Hansestädte weit ab vom Meer, zum Beispiel die alte Kaiserstadt Goslar. Einen wesentlichen Teil ihrer Überlegenheit verdankte die Hanse einem damals neuartigen Schiffstyp, der Kogge. Der Ozeanriese wurde zu einem Symbol der Hanse. Im Laufe der Zeit zerbröckelte die Hanse. Etwa zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges hatte sich die Hanse überlebt: 1669 traf man sich zum letzten Hanse-Tag.
Die Dokumentation "Die Hanse" geht ihrer Geschichte auf den Grund. Es ist ein faszinierendes Stück Wirtschaftsgeschichte aus dem Mittelalter und die Geschichte einer Frühform von Globalisierung. Ausgangspunkt für die Dokumentation ist die Hansestadt Hamburg. Die Speicherstadt mit ihrem "Internationalen Maritimen Museum" und der Hafen sind die Kulissen der Reise, die auch nach Bremen und Stralsund führt.
(ARD/SWR/3sat)


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Fjorde, Felsen und Eisberge - Europas Norden

Deutschland / Niederlande / Norwegen / Irland / Grönland

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Fast das gesamte deutsche und niederländische Wattenmeer steht unter Naturschutz und ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein Lebensraum für fast 5.000 verschiedene Lebewesen, dazu gehören unzählige Algenarten, Würmer, Krebse, Plankton und jede Menge Vögel und ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Fast das gesamte deutsche und niederländische Wattenmeer steht unter Naturschutz und ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein Lebensraum für fast 5.000 verschiedene Lebewesen, dazu gehören unzählige Algenarten, Würmer, Krebse, Plankton und jede Menge Vögel und Fische. Die irische Insel Skelling Michael ist nach dem Erzengel Michael benannt und heute unbewohnt. Das Kloster der Insel, das von den irischen Mönchen erbaut wurde, zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es gibt wenig Überliefertes, nur ein paar Schriften und viele Fragen zu Skellig Michael. Eijar, heutzutage bekannt unter dem Namen "Orkney", nannten die Wikinger ein Inselarchipel zehn Meilen nördlich vom heutigen Schottland. Seit dem 15. Jahrhundert gehören die Orkney-Inseln zu Schottland. Mit dem Schiff kam einst das Christentum nach Norwegen. Es wurde zur nützlichen Ideologie bei der Staatsbildung. Viele Dörfer wurden gezwungen, Kirchen zu bauen. Die älteste von ihnen ist die Stabkirche von Urnes. Island wurde von Norwegen aus besiedelt. In Reykjavik leben heute zwei Drittel der rund 300.000 Isländer. Dort ließ sich um 870 nach Christus als erster der Wikinger Ingolfür Arnarson nieder. Als Entdecker Grönlands gilt Erik der Rote. Er gab dem Land auch seinen Namen: "grönne Land","grünes Land".
Die Dokumentation "Fjorde, Felsen und Eisberge - Europas Norden" führt zu UNESCO-Welterbestätten in Europas Norden. Ausgangspunkt ist Deutschlands nördlichster Punkt: der Ellenbogen im Norden von Sylt und führt über Irland, Schottland und Norwegen nach Island und endet in Grönland, dem Geburtsland der Eisberge.
(ARD/SWR/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

An der Nordsee

Niederlande / Belgien / Frankreich

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Im Norden der Niederlande, bei Lemmer, steht das größte dampfgetriebene Schöpfwerk der Welt. Seit dem 19. Jahrhundert entwässern Pumpwerke Friesland und ermöglichen so Siedlung und Landwirtschaft. Denn immer wieder waren die Friesen Opfer von verheerenden Sturmfluten ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Im Norden der Niederlande, bei Lemmer, steht das größte dampfgetriebene Schöpfwerk der Welt. Seit dem 19. Jahrhundert entwässern Pumpwerke Friesland und ermöglichen so Siedlung und Landwirtschaft. Denn immer wieder waren die Friesen Opfer von verheerenden Sturmfluten und Überschwemmungen. Prächtige Giebelhäuser, steinerne Brücken, ein raffiniertes System von Wasserstraßen: Amsterdam - das Venedig des Nordens. Der Grachtengürtel gilt als städtebauliches und architektonisches Gesamtkunstwerk aus dem 17. Jahrhundert und wurde 2010 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Brügge hat seinen Aufstieg eigentlich einer Naturkatastrophe zu verdanken: Eine Sturmflut pflügte 1134 eine Rinne in die Meeresbucht Zwin und schuf einen direkten Zugang zur Nordsee. Brügge entwickelte sich zu einem der meistangelaufenen Häfen im Norden Europas und war bald Drehscheibe im internationalen Handel. Der allgegenwärtige Reichtum der Händler, Bankiers und Adeligen lockte bedeutende Künstler. Brügge avancierte zum größten kulturellen Zentrum nördlich der Alpen. Doch das Ende des 15. Jahrhunderts brachte den Niedergang: Der Zwin - Brügges Verbindung zur Nordsee - versandete. Sowohl von der Industriellen Revolution als auch vom Ersten Weltkrieg verschont, blieben weite Teile der Stadt nahezu erhalten. Bis heute prägen dort neben der Gotik auch andere Stilepochen wie Renaissance, Barock und Neogotik das Stadtbild. Die Basilika Mont-Saint-Michel soll der Legende nach auf Befehl des Erzengel Michaels im Jahr 708 erbaut worden sein. Doch erst 800 Jahre nach dem Baubeginn wurde das "Wunder des Abendlandes" vollendet. Entstanden ist ein unvergleichliches Ensemble.
Die Dokumentation "An der Nordsee" führt von Niederlande über Belgien nach Frankreich.
(ARD/SWR/3sat)


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Aufbruch in neue Welten - Der Atlantische Ozean

Großbritannien / Frankreich / Portugal / USA / Kanada

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Liverpool: Im 18. Jahrhundert eine der bedeutendsten Städte des britischen Imperiums, war nach dem Zweiten Weltkrieg die ärmste Großstadt Europas. Heute schöpft die Stadt wieder Hoffnung, durch neue Arbeitsplätze in der IT- und Tourismus-Branche. Nach dem ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Liverpool: Im 18. Jahrhundert eine der bedeutendsten Städte des britischen Imperiums, war nach dem Zweiten Weltkrieg die ärmste Großstadt Europas. Heute schöpft die Stadt wieder Hoffnung, durch neue Arbeitsplätze in der IT- und Tourismus-Branche. Nach dem Bombenangriff Englands 1944 auf Le Havre, sollte der Architekt Auguste Perret die Stadt wieder aufbauen. Angesichts des riesigen Schutthaufens und der fehlenden Baumaterialien, verarbeitete er den Schutt zu einzigartigen Betonvariationen: zermahlen, gefärbt, vermischt mit Glassplittern oder Kieselsteinen entstehen malerische Betonoberflächen. Damit schaffte Auguste Perret etwas völlig Neues. Farbenfrohe Fassaden, flatternde Wäsche auf Balkonen: Die Ribeira, die Postkarten-Häuserzeile von Porto, spiegelt ein trügerisches Bild. Denn Porto hat auch ein anderes Gesicht: Armut, Drogenhandel, räudige Katzen, kreischende Frauen, trinkende Männer, spielende Kinder. Dies sind die zwei Seiten einer Stadt, in der nichts zusammenpassen will, und das wirkt letztendlich wieder identisch. Als Geburtstagsgeschenk der Franzosen zum 100. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung versprach die Statue of Liberty Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch seit dem 11. September 2001 ist hier nichts mehr so wie zuvor. Lunenburg ist eine kleine Stadt an der Atlantikküste Kanadas und ein Stück kanadischer Geschichte - gegründet von britischen Kolonialherren, besiedelt von deutschen Auswanderern, die es als Fischer und Schiffsbauer zu einigem Wohlstand brachten. Doch das hatte Folgen: Das Ökosystem vor der Küste Lunenburgs brach 1990 zusammen. Der Kabeljau, die Lebensgrundlage der Stadt, war plötzlich nicht mehr da. Lunenburg hat den Schock überlebt - auch ohne den Kabeljau.
Die Dokumentation "Aufbruch in neue Welten - Der Atlantische Ozean" führt von Großbritannien über Frankreich, Portugal, USA und nach Kanada.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
11:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Karibik

USA / Kuba / Niederlande / Panama

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Fast drei Jahrhunderte hatte man versucht aus Puerto Ricos Hauptstadt eine uneinnehmbare Festung zu machen. "La Fortaleza" konnte den Hafen durch seine ungünstige Lage aber nicht schützen. So errichtete man die Festungsanlage "El Morro", die später zu einer der ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Fast drei Jahrhunderte hatte man versucht aus Puerto Ricos Hauptstadt eine uneinnehmbare Festung zu machen. "La Fortaleza" konnte den Hafen durch seine ungünstige Lage aber nicht schützen. So errichtete man die Festungsanlage "El Morro", die später zu einer der beeindruckendsten Militäranlagen der Karibik wurde. 1898, am Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges, musste die Insel jedoch kampflos an die Vereinigten Staaten übergeben werden. Seit der Entdeckung durch die Spanier leben Menschen mit indianischen, spanischen und afrikanischen Wurzeln in Havanna zusammen und auch in den Baustilen herrscht ein buntes Nebeneinander. Der Stadtkern mit seiner Festung zeigt trotz der kommunistischen Herrschaft immer noch die Zeugnisse ehemaliger Pracht und Blüte. In dem Bauernland Valle de Vinales wird neben Mais, Bohnen und den kartoffel-ähnlichen Malangas vor allem Tabak angebaut. Im Gegensatz zu anderen tropischen Pflanzen benötigt Tabak eine fast grenzenlose Zuwendung. Willemstad ist die Hauptstadt von Curacao und das Werk jüdischer Siedler, die vor 350 Jahren auf der Flucht vor der Inquisition aus Spanien auf Curacao eine neue Heimat gefunden hatten. Die holländische Krone nutzte die Insel derweil als Stützpunkt für den Sklavenhandel und Seeräuberei. Doch das ist lange her. Geblieben sind die Nachfahren der Sklaven, die sich auf Curacao jetzt autonom verwalten. Die Geschichte Panamas ist eine Kriminalgeschichte, die vor 500 Jahren begann und noch immer nicht zu Ende ist, denn in Panama kamen und kommen Täter gewöhnlich unbehelligt davon. Nur die Art der meist recht lohnenden, wenn auch nicht immer legalen Geschäfte hat sich gewandelt.
Die Dokumentation "Die Karibik" führt nach Ecuador, über Chile, auf die Marshall Inseln, in die USA und nach Australien.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

El Pacifico oder der stille Ozean

Ecuador / Chile / Marshall Inseln / USA / Australien

Ganzen Text anzeigen
Karg und bizarr ragen die Vulkane des Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen Ozeans. Vor 5 Millionen Jahren durchstieß glühend heiße Lava die hier extrem dünne Erdkruste und gebar den ersten Vulkan. Der wurde mit der nach Südosten driftenden Nazca-Platte ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Karg und bizarr ragen die Vulkane des Galapagos-Archipels aus den Fluten des Pazifischen Ozeans. Vor 5 Millionen Jahren durchstieß glühend heiße Lava die hier extrem dünne Erdkruste und gebar den ersten Vulkan. Der wurde mit der nach Südosten driftenden Nazca-Platte verschoben und machte Platz für neue Vulkane und neue Inseln. Das erste, was einem ins Auge fällt, wenn man vom Pazifik in den Hafen des Welterbes, die Altstadt von Valparaiso, einläuft, sind die Farben der Häuser, die hemmungslos leuchten. Doch auch abblätternde und rostige Farbtöne, sind hier zu sehen. Die Liebe der Einwohner zu ihrer Stadt lässt diese schön erscheinen. Die rätselhaften Steinriesen der Osterinsel sind stumme Zeugen einer wenig bekannten Vergangenheit. Wer hat diese Monumentalfiguren gemeißelt? Welche Bedeutung hatten sie? Vermutlich stammen sie von Polynesiern, die die Insel zwischen dem 4. und 12. Jahrhundert besiedelten. Warum aber ist deren Kultur der Osterinsel untergegangen? Das Bikini Atoll war so etwas wie ein Paradies, bis 1946. Die USA machte daraus eine Militärbasis. Die Wasserstoffbomben-Tests zerstörten drei kleine Inseln und hinterließen einen zwei Kilometer breiten Krater. Über Jahrtausenden formten sich die Inseln von Hawaii aus fünf Vulkanen. Kilauea ist der aktivste Vulkan auf Erden und seit 1983 sprudelt die Lava ununterbrochen. Sie hat über 65 Quadratkilometer der Insel unter sich begraben, aber gleichzeitig wurden so auch über zwei Quadratkilometer Neuland geschaffen. Vor der Ostküste Australiens befindet sich das Great Barrier Reef, das größte Bauwerk auf Erden, geschaffen von mikroskopisch kleinen Lebewesen. Aber dieses Leben ist in großer Gefahr: Verschmutztes Wasser, die vermehrte Bebauung einiger Inseln, aber auch Ankerwürfe von Booten und Treibstoffe gefährden das Biotop.
Die Dokumentation "El Pacifico oder der stille Ozean" unternimmt eine Reise zu den Galapagos Inseln, nach Valparaiso, zu der Osterinsel, den Marshall Inseln, Hawaii und dem Great Barrier Reef.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
14:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Australien, der fünfte Kontinent

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Elf Strafgefangenenlager hat die UNESCO in Australien als Weltkulturerbe geschützt. Sie repräsentieren den Beginn dieser jungen Nation. Mit dem Blut, dem Schweiß und den Tränen ihrer Strafgefangenen bauten die Briten ihre Kolonie. Die Gefangenen konnten - auch wenn sie ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Elf Strafgefangenenlager hat die UNESCO in Australien als Weltkulturerbe geschützt. Sie repräsentieren den Beginn dieser jungen Nation. Mit dem Blut, dem Schweiß und den Tränen ihrer Strafgefangenen bauten die Briten ihre Kolonie. Die Gefangenen konnten - auch wenn sie ihre Strafe abgearbeitet haben - niemals mehr zu ihren Familien im weit entfernten Europa zurück. Einer Legende des Butchulla-Stammes von der australischen Insel Fraser Island zufolge schuf Beeral, der mächtige Gott der Traumzeit, die Menschen. Da es keinen Ort gab, an dem sie leben konnten, schickte Beeral seinen Boten Yendingie und die Göttin K'gari vom Himmel herunter, um die Erde zu schaffen. Als sie ihr Werk vollendet hatten, war es so schön, dass K'gari auf der Erde bleiben wollte. Deshalb verwandelte Yendingie sie in eine wunderschöne Insel. Fraser Island, mit über 120 Kilometern Länge und einer Fläche von 184.000 Hektar die größte Sandinsel der Welt, wurde 1992 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Das Opernhaus von Sydney, wurde bald nach seiner Eröffnung 1973, nach 14-jähriger Bauzeit, zum kulturellen Mittelpunkt der jungen Australischen Nation. Der dänische Architekt Jørn Utzon hat sein Meisterwerk jedoch nie mit eigenen Augen gesehen. Er hatte die Vision eines Gebäudes, dessen Attraktion in der Fünften Fassade, dem Dach lag. Sein Design schien nicht von dieser Welt und provozierte eine Menge Kontroversen. Die Spitznamen der Australier reichten von "dänisches Törtchen" über "Zirkuszelte im Sturm" bis zu "sich liebenden Schildkröten". Das Opernhaus von Sydney hat eine der bekanntesten Fassaden der Welt. Mehr als eineinhalb Millionen Fliesen reflektieren das Licht.
Die Dokumentation "Australien, der fünfte Kontinent" führt zu den von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützten elf Strafgegangenenlagern sowie das Opernhaus von Sydney.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
15:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Am Indischen Ozean

Madagaskar / Mocambique / Kenia / Seychellen / Indien

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Als vor Jahrmillionen der afrikanisch-indische Urkontinent auseinander driftete, blieb mitten im Ozean die Insel Madagaskar zurück. Während es auf den Kontinenten zu gewaltigen Veränderungen kam, blieb auf der Insel alles, wie es war. Erst vor 1.000 Jahren begannen ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Als vor Jahrmillionen der afrikanisch-indische Urkontinent auseinander driftete, blieb mitten im Ozean die Insel Madagaskar zurück. Während es auf den Kontinenten zu gewaltigen Veränderungen kam, blieb auf der Insel alles, wie es war. Erst vor 1.000 Jahren begannen Einwanderer diese urkontinentale Landschaft zu verändern. Bis heute ist das Gebiet der Tsingys mit seinen Höhlen, Schluchten und Flüssen in weiten Teilen unzugänglich und kaum erforscht. Drei der neun von der UNESCO zum Welterbe erklärten heiligen Wälder sind die letzten Reste eines riesigen Dschungels, der sich bis ins vergangene Jahrhundert an der Küste Kenias zum Indischen Ozean erstreckte. Bis vor 40 Jahren war der urzeitlich anmutende Palmenwald in einem abgelegenen Hochtal der Seychelleninsel Praslin, noch völlig unberührt. Heute kommen Menschen aus aller Welt hierher, um die seltene Seychellen-Palme zu bewundern. Heute findet man die Fächerpalmen nur noch auf Praslin und der kleinen Nachbarinsel Curieuse. Im ausgehenden 15. Jahrhundert hatten die Portugiesen es geschafft: Afrikas Südspitze war umschifft. Als Vasco da Gama und seine Männer 1498 auf der Ilha de Moçambique an der ostafrikanischen Küste landeten, stand fest: Hier werden sie Proviant laden, die Boote reparieren lassen und dann die Route nach Indien finden. Das riesige Fort São Sebastião an der Nordspitze der Insel bezeugt bis heute die wirtschaftliche Bedeutung der Ilha de Moçambique im ehemaligen Handelsdreieck Europa-Afrika-Asien. Nach zehn Jahren Bauzeit wurde er 1888 eingeweiht. Er symbolisierte den Machtanspruch der Briten in Indien und er war ein Brückenpfeiler für die Erschließung des Subkontinents: Victoria Terminus, ein Bahnhof im Zentrum Bombays, dem heutigen Mumbai.
Die Dokumentation "Am Indischen Ozean" führt nach Madagaskar, Moçambique, Kenia, die Seychellen und nach Indien.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
16:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Asiatische Inselwelten

Malaysia / Vietnam / Japan

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Die historische Altstadt von Hoi An in Zentralvietnam liegt, von Reisfeldern umgeben, am Thu-Bon-Fluss, der sie mit dem nahen Meer verbindet. Die Kleinstadt war einst eine Station der "Seidenstraße des Meeres". Seine Blütezeit erlebte der Hafen vom 16. bis 19. ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Die historische Altstadt von Hoi An in Zentralvietnam liegt, von Reisfeldern umgeben, am Thu-Bon-Fluss, der sie mit dem nahen Meer verbindet. Die Kleinstadt war einst eine Station der "Seidenstraße des Meeres". Seine Blütezeit erlebte der Hafen vom 16. bis 19. Jahrhundert, als sich immer mehr chinesische und japanische Seefahrer niederließen. Dann versandete der Thu-Bon-Fluss und das nahe Da Nang übernahm Rolle und Funktion Hoi Ans in der Neuzeit. Hoi An fiel in eine Art Schönheitsschlaf, aus dem das Städtchen erst in den 90er-Jahren wieder erwachte. Die Halong-Bucht im Norden Vietnams ist eine bizarre Welt von mehr als 2.000 Inseln - Überreste gewaltiger Muschelkalkbänke, die vor 300 Millionen Jahren heranwuchsen. Eine Landschaft für Legenden: Der Ha Long - herabsteigender Drache - soll von den Göttern geschickt worden sein, um die Vietnamesen gegen Feinde aus dem Norden zu verteidigen. Sie verfingen sich im Gewirr der Inseln als der Drache sie mit mächtigen Schwanzschlägen zurücktrieb. So entstanden die tiefen Kerben, Felsen und Grotten, erzählen sich die Einheimischen. Mitten in der großen Halong-Bucht wohnen 300 Fischerfamilien auf Booten mit Bambusdächern oder in schwimmenden Häusern. 1994 wurde die Halong-Bucht von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Schintoismus und Zen-Buddhismus, die beiden großen Religionen Japans, treffen auf der Insel Itsukushima (Miyajima) zusammen. Der Schinto-Schrein von Itsukushima, auf Pfählen in den Uferschlamm gebaut, ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Japans. In alter Zeit durfte Itsukushima nicht betreten werden, denn alles an der Insel gehörte den Göttern oder war selber Gott. So glaubten es die Anhänger des Schinto, der alten Ahnen- und Naturreligion. Umso mehr fühlten andere sich gedrängt, ihren Fuß auf die Insel zu setzen.
Die Dokumentation "Asiatische Inselwelten" führt nach Malaysia über Vietnam nach Japan.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
18:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Russlands Norden

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Die russische Halbinsel Kamtschatka ist ein Eldorado für Vulkanforscher. 168 Vulkane, unzählige Geysire und Schwefelseen markieren hier nur den sichtbarsten Rahmen für ein Phänomen, das Geowissenschaftler als das Herz des "Pacific Ring of Fire" deuten. Erdbeben und ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Die russische Halbinsel Kamtschatka ist ein Eldorado für Vulkanforscher. 168 Vulkane, unzählige Geysire und Schwefelseen markieren hier nur den sichtbarsten Rahmen für ein Phänomen, das Geowissenschaftler als das Herz des "Pacific Ring of Fire" deuten. Erdbeben und Vulkaneruptionen erschüttern die 1.200 Kilometer lange Halbinsel im Wochenrhythmus. Die Wrangelinsel wurde 2004 zum nördlichsten Weltnaturerbe erklärt. Die Insel stellt die Trennstelle zwischen der Ostsibirischen See und der Beringstraße dar. Im Winter ist die Insel vollständig von Treibeisschollen eingeschlossen. Auch im Sommer ist die Insel nur schwer zu erreichen. 1923 versuchten ein Amerikaner und zwölf Inuit die Insel zu besiedeln. Heute gibt es keine ständigen Einwohner mehr, aber Eisbären, Moschusochsen, Robben und Walrosse. Die Solowetzky-Inseln, sechs Inseln im Weißen Meer am Eingang der Onegabucht, sind nur 160 Kilometer vom Polarkreis entfernt. Als Alexander Solschenizyn den Begriff Archipel Gulag prägte, dachte er an den Archipel Solowki. Das Lager Solowki war Russlands erstes großes Häftlingslager. War es Zynismus der neuen Herren Russlands, dass sie hier ein Lager errichteten? Die Klosterfestung hatte auch früher schon als Gefängnis gedient, als orthodoxes Alcatraz, von Zar und Patriarch mit Häftlingen beschickt. Heute leben wieder Mönche auf den Inseln. Auf der Insel Kishi Pogost im Onegasee kann man sehen, wie das russische Bauernleben einmal ausgesehen hat. Die Kirchen auf Kishi sind aus Holz. Mit ihren 22 Holzkuppeln ist die Verklärungskirche der kühnste erhaltene Holzbau Russlands und gehört zum Weltkulturerbe. Der Innenraum wird seit Ewigkeiten restauriert. Sankt Petersburg musste oft seinen Namen wechseln. Nach der Russischen Revolution hieß sie Petrograd; nach Lenins Tod, Leningrad. Bis 1991 das Volk abstimmen durfte und den alten Namen wieder aufleben ließ.
Die Dokumentation "Russlands Norden" stellt die russische Halbinsel Kamtschatka vor und erinnert an den Mythos der Stadtgründung von Sankt Petersburg.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
19:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Ostsee

Finnland / Lettland / Litauen / Schweden

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Die dichtbebaute Altstadt von Rauma ist die größte Stadt aus Holz im Norden Europas. Sie ist eine der wenigen mittelalterlichen Städte an der Küste West-Finnlands, deren Grundstrukturen bis heute erhalten geblieben sind. 1442 bestätigte ein Ritter des schwedischen ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Die dichtbebaute Altstadt von Rauma ist die größte Stadt aus Holz im Norden Europas. Sie ist eine der wenigen mittelalterlichen Städte an der Küste West-Finnlands, deren Grundstrukturen bis heute erhalten geblieben sind. 1442 bestätigte ein Ritter des schwedischen Königs Rauma die ersten Stadtrechte. Dass Raumas Altstadt drei Jahrhunderte nach dem letzten Großbrand fast unverändert erhalten blieb, ist dem Traditionsbewusstsein ihrer Bürger zu verdanken. Die lettische Hansestadt Riga wurde von Bremer Kaufleuten gegründet. Für deutsche Ritter war das befestigte Bollwerk der Ausgangspunkt für die Eroberung des Baltikums. Baustile verschiedener Zeiten bestimmen das Stadtbild. Besonders der Jugendstil hatte es den Einwohnern von Riga angetan. Durch die verschiedenen fremden Einflüsse entstand eine Mischkultur aus lettischen, deutschen, russischen und polnischen Elementen. Vilnius überrascht mit einer Vielzahl prächtiger barocker Kirchen und Gebäude. Es hat den Anschein, als ob man den Heiden den Glauben in Stein 'aufdrücken' wollte. So beginnt die Zeit intensivster Bautätigkeit nach der Reformation. Unter dem Ansturm der Jesuiten, die diesen östlichen Vorposten katholischen Glaubens nicht verlieren wollten, bekam Vilnius sein Gesicht. Klöster und Kirchen bestimmten das Stadtbild, heute teilweise prächtig restauriert. Die baumlose große Felsebene im Süden Ölands ist eine der bizarrsten Landschaften Nordeuropas, ein extremer und schwer zu besiedelnder Lebensraum. An den meisten Tagen im Jahr weht ein unablässiger Wind über sie hinweg. Trotz der Widrigkeiten wurde die Alvar schon früh von Menschen besiedelt. Die archaische Landschaft hat sich über Jahrtausende fast unverändert erhalten.
Die Dokumentation "Die Ostsee" führt nach Finnland, über Lettland und Litauen, nach Schweden.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Adria

Albanien / Montenegro / Kroatien / Italien / San Marino

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Butrint ist ein zweites Troja in Kleinformat, schreibt der römische Dichter Vergil. Als Butrint römische Kolonie wurde, kam zum Theaterleben der Fitnesskult. Die Bucht von Kotor wird von schroffen Felswänden umschlossen. Wie viele geschützte Meeresbuchten diente Kotor  ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Butrint ist ein zweites Troja in Kleinformat, schreibt der römische Dichter Vergil. Als Butrint römische Kolonie wurde, kam zum Theaterleben der Fitnesskult. Die Bucht von Kotor wird von schroffen Felswänden umschlossen. Wie viele geschützte Meeresbuchten diente Kotor als Schlupfwinkel für Seeräuber und Piraten und war ein Handelsumschlagplatz und Marinestützpunkt. Die Region war stets Grenze und Bindeglied zwischen Okzident und Orient. Das in Kroatien zwischen Balkan und Westeuropa gelegene Dubrovnik erlebte seine Blütezeit im Mittelalter. Weitsichtige Politik sicherte 450 Jahre lang die Freiheit der Stadt. Ein Feuer und ein Erdbeben im 17. Jahrhundert zerstörten einen Großteil der alten Bauwerke. Nach 20-jähriger Regierungszeit verbrachte der Soldatenkaiser und Reichsreformer Diokletian seinen Lebensabend in seiner adriatischen Heimatstadt Split. Sein Alterssitz in Split ist heute wirtschaftlicher und touristischer Mittelpunkt Dalmatiens und das größte antike Baudenkmal an der östlichen Adriaküste. Ein Wahrzeichen der kleinen Hafenstadt Trogir ist heute die Kathedrale. Der Turm überragt das Dächermeer und diente den Schiffen und Booten auf der Adria als Wegweiser. Trogir konnte sich seit dem Altertum zu einer erfolgreichen Handelsstadt an der dalmatinischen Küste entwickeln. Die Kathedrale von Sibenik hat einen wichtigen Platz in der Kunstgeschichte. Ein schlichter Bau von außergewöhnlicher Raffinesse, der durch seine Konstruktionsart Architekturgeschichte schrieb und heute zum Weltkulturerbe zählt. Als das Römische Reich bereits dem Untergang geweiht war, wurde Ravenna zur Hauptstadt des Weströmischen Reichs. Theoderich der Große herrschte 26 Jahre lang von Ravenna aus über Italien und bot dem Kaiser in Konstantinopel die Stirn. San Marino mit seinen etwa 25.000 Bürgern ist bis heute gegen alle Vereinnahmungsversuche immun und verstand es immer, seine Unabhängigkeit zu verteidigen. Bis heute wird der Staat nach einer eigenen und freiheitlichen Verfassung regiert.
Die Dokumentation "Die Adria" führt nach Albanien, über Montenegro, Kroatien und Italien, nach San Marino.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
22:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Italien - Zwischen Natur und Antike

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Wie ein Siebengestirn vor der Nordküste Siziliens liegen Lipari, Vulcano, Stromboli, Salina, Panarea, Alicudi und Filicudi. Die Feuerberge bestimmen das Leben der Bewohner. In Jacob Burckhardts Cicerone wird der Neptuntempel von Paestum als das bedeutendste griechische ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Wie ein Siebengestirn vor der Nordküste Siziliens liegen Lipari, Vulcano, Stromboli, Salina, Panarea, Alicudi und Filicudi. Die Feuerberge bestimmen das Leben der Bewohner. In Jacob Burckhardts Cicerone wird der Neptuntempel von Paestum als das bedeutendste griechische Bauwerk auf italienischem Boden beschrieben. Das antike Griechenland beschränkte sich nicht nur auf die Ägäis, auch einige der bedeutendsten griechischen Städte lagen in Unteritalien. Eine 40 Kilometer lange Küstenlandschaft zieht sich nach Süditalien, eingerahmt vom Tyrrhenischen Meer und dem Lattari Gebirge. Die Stadt Amalfi gab der ganzen Küstenregion den Namen. Nach dem Ausbau der "Amalfitana", einer Traumstraße zwischen Himmel und Meer, wurde die Amalfiküste schnell bekannt: Maler, Dichter und Schriftsteller aus ganz Europa ließen sich in Ravello oder Positano nieder. Nach der Ausgrabung der Geisterstadt Pompeji im Golf von Neapel können Besucher römische Straßen auf Trittsteinen überqueren, luxuriöse Villen besichtigen, Fresken, Statuen und Graffitis bestaunen. Für die einen ist sie die lauteste, stinkendste und chaotischste Stadt, für die anderen die schönste und lebendigste: Neapel. Schon im 16. Jahrhundert gab es hier fünf- und sechsstöckige Wohnhäuser. Denn es war die größte Stadt Europas, und der Platz wurde knapp. Neapel wurde an dem Ort gegründet, wo der Mythologie nach der Körper der Sirene Parthenope an Land gespült wurde. Seuchen, Erdbeben, Vesuvausbrüche und die Pest wüteten hier. Dennoch kamen Gelehrte zu allen Zeiten um der Künste willen in die Stadt. Die fünf Dörfer Cinque Terre, Riomaggiore, Manarola, Cornigilia, Vernazza und Monterosso gehören zum unzugänglichsten Teil der ligurischen Riviera und waren jahrhundertlang nur zu Fuß oder über das Meer zu erreichen.
Die Dokumentation "Italien - zwischen Natur und Antike" führt von der äolischen Inselgruppe über Paestum nach Amalfi und Neapel.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
23:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Das Mittelmeer - Europa

Spanien / Griechenland / Zypern

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Barcelona war die Hochburg des Modernisme und eine Demonstration der kulturellen Eigenart der Katalanen. 1908 wurde der Konzertsaal "Palau de la Musica Catalana" mit einem Konzert eingeweiht, das Richard Strauss dirigierte. Der Saal ist ein herausragendes Beispiel des ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Barcelona war die Hochburg des Modernisme und eine Demonstration der kulturellen Eigenart der Katalanen. 1908 wurde der Konzertsaal "Palau de la Musica Catalana" mit einem Konzert eingeweiht, das Richard Strauss dirigierte. Der Saal ist ein herausragendes Beispiel des spanischen Jugendstils und wurde von einem der führenden Baumeister der katalanischen Jugendstilarchitektur entworfen, Lluís Domènech i Montaner. Inmitten der Altstadt von Valencia steht ein wuchtiger Turm wie eine zinnengekrönte Burg: die Seidenbörse, La Lonja de la Seda. Wer einen Fuß über die Schwelle setzt, glaubt eine Kathedrale zu betreten. Einen Altar allerdings sucht man vergeblich. Man steht in einem Geschäftstempel der Seidenhändler, dem bedeutendsten gotischen Profanbau Spaniens. Wer nach Ibiza reist, der sieht als erstes die mächtige Akropolis von Eivissa, der Inselhauptstadt. Die Festungsanlage ist die älteste und besterhaltene Europas. Mit Mauern bis zu 20 Metern Höhe und bis zu drei Metern Breite, im 16. Jahrhundert erbaut, gilt sie als stilbildend für das Verteidigungskonzept der Renaissance. Delos, die kleinste Insel der Kykladen, ist Stätte für das größte Apollonheiligtum Griechenlands. Über viele Jahrhunderte hinweg war die Insel Ort der Verehrung. Rhodos war nach dem Rückzug aus dem Heiligen Land über 200 Jahre der östliche Vorposten der Christenheit. Der Kreuzritterorden der Johanniter hatte die Stadt zu einer uneinnehmbaren Festung ausgebaut. Für die Osmanen ist Rhodos eine Provokation. Sie planten die Eroberung und 1523 wird die Insel türkisch. Paphos auf der Insel Zypern ist seit fast 9.000 Jahren ein Wallfahrtsort. Bereits in der Megalithzeit wurde hier eine Fruchtbarkeitsgöttin verehrt, deren Kult um 3000 v. Chr. ihren Höhepunkt erreichte. Zypern war für die antiken Seefahrer ein Kreuzungspunkt. Einwanderer aus allen Himmelsrichtungen - aus Europa, Asien und Afrika - nahmen hier ebenfalls den Göttinnen-Kult an.
Die Dokumentation "Das Mittelmeer - Europa" führt über Spanien nach Griechenland und Zypern.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
1:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Das Mittelmeer - Der Orient

Türkei / Libanon / Israel / Libyen / Tunesien

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Istanbul ist die Metropole und Kapitale dreier Weltreiche, Schmelztiegel verschiedener Kulturen und die einzige Stadt auf zwei Kontinenten. Das historische Istanbul auf der Landzunge zwischen Goldenem Horn, Marmarameer und Bosporus scheint wie keine andere Metropole dazu ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Istanbul ist die Metropole und Kapitale dreier Weltreiche, Schmelztiegel verschiedener Kulturen und die einzige Stadt auf zwei Kontinenten. Das historische Istanbul auf der Landzunge zwischen Goldenem Horn, Marmarameer und Bosporus scheint wie keine andere Metropole dazu bestimmt, Ost und West zusammenzuführen. Byblos ist ein magischer Ort, der zwischen den über 3.000 Meter hohen Bergen des Libanongebirges, seinen fruchtbaren Hängen und der nahen Küste schon immer ideale Zivilisationsbedingungen bereit hielt. Byblos ist 7.000 Jahre alt und zählt zu den ältesten Städten der Welt. Im 3. Jahrtausend v. Chr. wandelt sich das Fischerdorf mit seinem Naturhafen zur ummauerten Stadt mit dem Namen Gebál. Durch den Verkauf von Zedernholz aus dem Libanongebirge an ägyptische Pharaonen wurde Gebál zur reichsten, bekanntesten Metropole der Epoche. Im Norden Israels ist Akko, das Tor zum Heiligen Land, ein Ort, der Stärke demonstriert - geschützt, uneinnehmbar, für die Ewigkeit gebaut. Akko war eine Bastion des Glaubens, maßgeblich von den Kreuzrittern im 12. Jahrhundert errichtet. Nördlich von Jaffa, der Hafenstadt des Landes Palästina, sollte eine Stadt entstehen: Tel Aviv. Das junge Land, das sich wenige Jahre später Israel taufen wird, brauchte Platz für Tausende von Emigranten, die aus ganz Europa hierher flüchteten, auf der Suche nach einer sicheren Heimat. Walter Gropius, Mies van der Rohe, Le Corbusier und Erich Mendelsohn kamen als Flüchtlinge in das Land und bauten das Neue. Bauhausarchitektur, angepasst an die klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen des Nahen Ostens: Tel Aviv ist das architektonische Symbol eines mutigen Neubeginns. Ein jeder, der an der Küste Libyens einst nach Macht strebte, buhlte um die tunesische Hafenstadt Sousse im Sahel. In ihrer fast 3.000-jährigen Geschichte gehörte sie allen einmal - Phöniziern, Römern, Byzantiniern, Arabern, Türken und Europäern. Ihr jetziges Gesicht erhielt sie im 9. Jahrhundert, als sie im Auftrag des Herrschers von Bagdad zum Islam bekehrt wurde.
Die Dokumentation "Das Mittelmeer - Der Orient" führt von der Türkei in den Libanon nach Israel, Libyen und Tunesien.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
2:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

An Afrikas Küsten

Senegal / Kapverden / Benin / Südafrika

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Pelikane, soweit das Auge reicht: In einer endlos erscheinenden Kette schweben sie dicht über der Wasseroberfläche dahin. Ihr Ziel ist eine kleine Insel inmitten der Wasserwildnis des Djoudj Vogelparks im Delta des Senegal. Über 5.000 Paare treffen sich dort im Winter ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Pelikane, soweit das Auge reicht: In einer endlos erscheinenden Kette schweben sie dicht über der Wasseroberfläche dahin. Ihr Ziel ist eine kleine Insel inmitten der Wasserwildnis des Djoudj Vogelparks im Delta des Senegal. Über 5.000 Paare treffen sich dort im Winter zur Brut und bilden eine der größten Vogelkolonien Afrikas, ein Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht. Für die Sing- und Wasservögel aus Europa und den Weiten Sibiriens ist der Djoudj Park überlebenswichtig, denn er bietet eine der wenigen Möglichkeiten nach Überquerung der Sahara endlich wieder Wasser und Nahrung aufzunehmen. Der Djoudj Park wurde erst unter Naturschutz gestellt und dann von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Was mag die Franzosen dazu bewogen haben 1659 einen Sandhaufen zu besiedeln, den die Stämme am Kap Vert in Westafrika immer gemieden haben. Ein Sandhaufen, der nichts Nützliches hergab, wie der Duc de Lauzun im 18. Jahrhundert trocken bemerkte - keine Bäume, keine Kräuter, kein Gemüse. 92.000 Taler und wahrscheinlich ein paar Fässer Branntwein zahlten die Franzosen für das 300 mal 2.500 Meter schmale Land in der Mündung des Senegal Flusses. Ile Saint Louis wurde ihr Ankerplatz, ihre Bastion auf der Handelsroute Indien - Südamerika. Gorée ist eine kleine Insel im kapverdischen Meer, eine Idylle mit pastellfarbenen Kolonialhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Doch Gorée war nicht immer so friedlich - In der Vergangenheit herrschte hier Sklavenhandel. Hier war einer der Hauptumschlagplätze der Europäer für "menschliche Ware". Auf der Insel wurden die entrechteten Menschen gesammelt, gebrandmarkt und verschifft. Hier steht das einzige erhaltene Sklavenhaus, das heute ein Museum ist. "Dies ist die Insel. Hier werdet ihr sterben!" Mit diesen Worten wurde Nelson Mandela 1963 auf Robben Island empfangen. Aber Nelson Mandelas Widerstandskraft wurde auch von 27 Haftjahren nicht gebrochen.
Die Dokumentation "An Afrikas Küsten" führt von Senegal zu den Kapverdischen Inseln, nach Benin und Südafrika.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
4:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Entdecker, Gold und Sklaven - Das ehemalige Weltreich

Portugal

Portugal / Marokko / Ghana / Tansania / Indien /

Brasilien / Malaysia / China

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Lissabon war einst die Hauptstadt eines Weltreiches mit Kolonien auf drei Kontinenten: Afrika, Asien und Amerika. Mit diesen Kolonien war Portugal im 16. Jahrhundert die Weltmacht Nummer Eins. In Marokko, der einstigen Kornkammer Afrikas, begann Anfang des 15. Jahrhunderts ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Lissabon war einst die Hauptstadt eines Weltreiches mit Kolonien auf drei Kontinenten: Afrika, Asien und Amerika. Mit diesen Kolonien war Portugal im 16. Jahrhundert die Weltmacht Nummer Eins. In Marokko, der einstigen Kornkammer Afrikas, begann Anfang des 15. Jahrhunderts das Goldene Zeitalter Portugals. 1415 wurde zunächst Ceuta erobert, wenig später weitere Städte, darunter Essaouira, "die Vollendete". Essaouira hatte den größten Hafen Nordafrikas und war Handelszentrum für Zucker und Salz, Kupfer und Gold. Der lukrative Handel finanzierte weitere Entdeckungsreisen der Portugiesen. Unter anderem die Reise, auf der 1427 die 1.000 Meilen vom europäischen Festland entfernt gelegene Inselgruppe der Azoren von Portugal in Besitz genommen wurde. Angra do Heroísmo wurde zum Versorgungshafen für Entdeckungsreisende, zur Zwischenstation für mit Schätzen beladene Karavellen, zum Knotenpunkt zwischen vier Kontinenten. 1471 erreichten die Portugiesen die Westküste Afrikas, das heutige Ghana. Dort bauten sie die Festung Elmina, die vor allem ein Handelsstützpunkt war. Einer der großen portugiesischen Entdecker war Vasco da Gama. Auf seiner Suche nach einem Seeweg nach Indien lief er 1497 nach der Umfahrung des Kaps der Guten Hoffnung Sansibar an. Er fand eine reiche Stadt, die bereits lebhaften Handel mit Indien trieb und ein idealer Zwischenhalt auf dem Seeweg nach Indien war. Weitere Stätten des portugiesischen Weltreiches waren Goa, die Hauptstadt der portugiesischen Besitzungen in Indien, Olinda und Ouro Preto in Brasilien - wo Sklaven aus Afrika als billige Arbeitskräfte dienten - und Melaka in Malaysia. Macau in China ist die letzte Kolonie Portugals. Erst seit Dezember 1999 weht dort nicht mehr die portugiesische Flagge.
Die Dokumentation "Entdecker, Gold und Sklaven - Das ehemalige Weltreich" führt zu den UNESCO-Stätten des ehemaligen Weltreichs Portugal.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
5:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Eroberung der neuen Welt - Das Spanische

Weltreich

Mexiko / Dominikanische Republik / Panama / Peru /

Bolivien / Argentinien / Kuba

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Mexiko City hieß ursprünglich Tenochtitlán und war Hauptstadt der Azteken. Von hier regierten sie ihr Reich, bis 1519 der spanische Konquistador Hernan Cortéz mit elf Schiffen und 500 Soldaten auf der Halbinsel Yucatan landete. Zwei Jahre später war Tenochtitlán ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Mexiko City hieß ursprünglich Tenochtitlán und war Hauptstadt der Azteken. Von hier regierten sie ihr Reich, bis 1519 der spanische Konquistador Hernan Cortéz mit elf Schiffen und 500 Soldaten auf der Halbinsel Yucatan landete. Zwei Jahre später war Tenochtitlán völlig zerstört. Auf den Ruinen des Palastes und des Tempels des Aztekenherrschers Moctezuma entstanden eine Kathedrale und der Nationalpalast. 1521 kam Cortés in das Tal von Oaxaca. Er bekam die Stadt und das umliegende Land von Kaiser Karl V. als Geschenk und wurde dadurch zu einem der reichsten Männer Spaniens. An der Kultstätte Monte Alban in der Nähe von Oaxaca entdeckte Cortés auf den Handelslisten der dort lebenden Zapoteken das Gold. Der Name "Santo Domingo" erinnert an den Ostersonntag, an dem Christoph Kolumbus auf Hispaniola, der zweitgrößten Insel der Großen Antillen, ankam. Heute ist Santo Domingo die Hauptstadt der heutigen Dominikanischen Republik.
Die Dokumentation "Eroberung der neuen Welt - Das spanische Weltreich" aus der Reihe "Schätze der Welt spezial" begibt sich auf die Spuren der spanischen Besatzer in der "neuen Welt".
(ARD/SWR/3sat)

Sendeende: 6:00 Uhr