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Sonntag, 22. September
Programmwoche 39/2013
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6:45

Tele-Akademie

John Kornblum: Deutschland, Amerika und die Macht

der Diplomatie

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Über Macht und Machtausübung zu sprechen ist gerade in Deutschland nicht einfach. Der Begriff "Führungsmacht" weckt überwiegend negative Erinnerungen und Emotionen. Nach dem Zweiten Weltkrieg betonte die deutsche Politik ihr distanziertes Verhältnis zur Macht. ...
(ARD/SWR)

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Über Macht und Machtausübung zu sprechen ist gerade in Deutschland nicht einfach. Der Begriff "Führungsmacht" weckt überwiegend negative Erinnerungen und Emotionen. Nach dem Zweiten Weltkrieg betonte die deutsche Politik ihr distanziertes Verhältnis zur Macht. Deutsche Diplomaten sollten keine nationalen Interessen verfolgen, sondern nur den Interessen der Staatengemeinschaft dienen. Inzwischen, so äußert sich Merkel selbst, ist Deutschland für Europa das geworden, was die USA für die Welt lange waren und noch sind: eine ungeliebte Führungsnation.
John Kornblum beschreibt in seinem Vortrag der Reihe "Tele-Akademie" den tiefgreifenden Wandel, der sich in der Weltordnung seit den 1990er Jahren vollzogen hat. Welche Rolle werden Deutschland, Europa, Amerika bei der Gestaltung der Zukunft der westlichen Welt haben? Kornblum ist einer der wichtigsten ehemaligen Diplomaten der USA. Er war US-Botschafter bei der KSZE und Botschafter der USA in Deutschland.
(ARD/SWR)


7:30

Alpenpanorama



"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)


9:00

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


9:05

100(0) Meisterwerke

Diego Velázquez: Las Meninas (Die Familie Philipps IV.)


In der Reihe "100(0) Meisterwerke" wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.


9:15

Achtung die Stadt!

(aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie")

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Die einen haben Angst vor ihr, die anderen suchen sie in der Agglomeration, und dritte fühlen sich magisch von ihr angezogen: die Stadt. Städte sind dynamisch. Sie schrumpfen, wachsen, passen sich an geografische, klimatische, politische und wirtschaftliche Situationen ...

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Die einen haben Angst vor ihr, die anderen suchen sie in der Agglomeration, und dritte fühlen sich magisch von ihr angezogen: die Stadt. Städte sind dynamisch. Sie schrumpfen, wachsen, passen sich an geografische, klimatische, politische und wirtschaftliche Situationen an. Urbanisten sagen, dass die Abneigung der Schweizer gegen alles Wuchtige städtische Architektur in der Eidgenossenschaft kaum möglich mache.
In der Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie" diskutiert Moderator Juri Steiner mit den beiden Stadtexperten Anna Schindler und Philip Ursprung über urbane Bedürfnisse, Werte und Utopien der Schweizer Stadt- und Raumplanung. Die beiden erzählen vom Stadt-Land-Graben, den Herausforderungen des ebenso komplexen wie faszinierenden Systems Stadt und was man in der Schweiz von den Favelas in der Dritten Welt alles lernen könnte.


10:15

Literaturclub - mit Stefan Zweifel

Mit den Gästen Rüdiger Safranski, Elke Heidenreich und

Ivan Farron

Folgende Bücher werden vorgestellt:
- "Reise an den Rand des Universums" von Urs Widmer (Diogenes)
- "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joël Dicker
(Piper)
- "Stoner" von John Williams (dtv)
- "Nahe dem wilden Herzen" von Clarice Lispector (Schöffling)


Unter der Leitung von Literaturkritiker Stefan Zweifel diskutiert die "Literaturclub"-Kritikerrunde, bestehend aus Elke Heidenreich, Rüdiger Safranski und Hildegard Elisabeth Keller, in spannenden Streitgesprächen über Neuerscheinungen im Buchhandel.


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11:30

Verdi

Fantasie Verdiane

Verdis traumhafte Musik

Mit Corrado Giuffredi (Klarinette), Federico Nicoletta
(Klavier), Cesare Chiacchiaretta (Akkordeon),
Giampaolo Bandini (Gitarre) und Enrico Fagone (Kontrabass)

Erstausstrahlung

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In der Vergangenheit ergriff die Musik von Giuseppe Verdi die Gemüter der Menschen so heftig, dass die Theater stets restlos überfüllt waren. Praktisch jeder kannte seine Arien auswendig. Heute beschränkt sich das Interesse an den Werken Verdis nicht nur auf die Arien. ...

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In der Vergangenheit ergriff die Musik von Giuseppe Verdi die Gemüter der Menschen so heftig, dass die Theater stets restlos überfüllt waren. Praktisch jeder kannte seine Arien auswendig. Heute beschränkt sich das Interesse an den Werken Verdis nicht nur auf die Arien.
In der Dokumentation "Fantasie Verdiane" werden die bekanntesten und schönsten Melodien aus den Opern "La Traviata", "La Forza del Destino", "Rigoletto", "Luisa Miller" und anderen von einigen der besten italienischen Solisten neu interpretiert. Der Klarinettist Corrado Giuffredi hat unter anderem im Philharmonieorchester der Mailänder Scala unter der Leitung von Riccardo Muti und Daniel Barenboim große Erfolge gefeiert. Am Klavier ist Federico Nicoletta zu hören. Cesare Chiacchiaretta spielt Akkordeon, Giampaolo Bandini Gitarre und Enrico Fagone Kontrabass.

Im Anschluss um 12.25 Uhr zeigt 3sat "König und Rebell", eine Dokumentation über Giuseppe Verdi und Richard Wagner.


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12:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Verdi

König und Rebell

Giuseppe Verdi und Richard Wagner

Film von Barbara Pichler-Hausegger

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Giuseppe Verdi und Richard Wagner: Zwei Musikgiganten, die bei oberflächlicher Betrachtung nicht viel verbindet. Doch eine genauere Analyse zeigt erstaunliche Querverbindungen. So waren beide Komponisten im selben Jahr in Wien. 1875 hat Wagner in der Hofoper "Tannhäuser" ...
(ORF)

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Giuseppe Verdi und Richard Wagner: Zwei Musikgiganten, die bei oberflächlicher Betrachtung nicht viel verbindet. Doch eine genauere Analyse zeigt erstaunliche Querverbindungen. So waren beide Komponisten im selben Jahr in Wien. 1875 hat Wagner in der Hofoper "Tannhäuser" und "Lohengrin" aufgeführt, nur wenige Monate zuvor hatte Verdi mit seinem "Requiem" und "Aida" ebendort triumphale Erfolge gefeiert. Getroffen haben sie einander aber nicht - mit Absicht? "È matto", er ist verrückt, meinte Verdi trocken, nachdem er die "Tannhäuser"-Ouvertüre, seine erste Begegnung mit Wagners Musik, gehört hat. Wagner hat die Musik von Verdi gekannt, dessen "Requiem" er in Wien gehört hat, dazu aber schlicht geschwiegen, zumindest öffentlich. Nicht so seine Frau Cosima, der vor Empörung über diese italienische Musik "physisch übel" wurde, wie sie notierte. Auch der Perfektionismus eint beide Komponisten. An die 50 Proben genügten Wagner nicht, um seinen "Tristan" in Wien uraufzuführen. Verdi wiederum probte in Wien energisch und ohne seine musikalischen Ideen zurückzuschrauben. Bei einer Probe zu "Aida" konnte der Dirigent Verdis Taktschlag nicht genau sehen, Haupt- und Nebenorchester harmonierten nicht. Kurzerhand erweiterte Verdi mit seinem eigenen Taschenmesser die in der Dekoration befindliche Öffnung.
Die Dokumentation "König und Rebell" erzählt in Briefzitaten und Anekdoten von den Lebensumständen und (musik-)ästhetischen Ansichten der Komponisten Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Zu Wort kommt unter anderen Eberhard Straub, Historiker und Autor des Buches "Wagner und Verdi".

Am Samstag, 28. September, 20.15 Uhr, folgt im Rahmen des 3sat-Programm zu Giuseppe Verdis 200. Geburtstag "Messa da requiem", ein Konzert der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan von 1984.
(ORF)


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12:45

Wittenberg - auf Luthers Spuren

Film von Katja Eichhorn


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13:00

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


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13:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Eingeschenkt - Weinland Österreich (3/12)

Mineralität in rot, weiß und süß - Neusiedlersee Hügelland

Film von Herbert Wagner

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Nicht alle Weinbaugebiete in Österreich können mit einer derartigen Dichte von Spitzenweinen in allen Rebfarben aufwarten wie das Neusiedlersee Hügelland - Weiß, Rot und Süß. Variantenreiche Böden und Lagen zwischen den Ausläufern der Alpen und dem Neusiedlersee ...
(ORF)

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Nicht alle Weinbaugebiete in Österreich können mit einer derartigen Dichte von Spitzenweinen in allen Rebfarben aufwarten wie das Neusiedlersee Hügelland - Weiß, Rot und Süß. Variantenreiche Böden und Lagen zwischen den Ausläufern der Alpen und dem Neusiedlersee machen den Wein zu einer Besonderheit. Die Winzer gehen sehr bewusst und individuell mit den natürlichen Gegebenheiten um. Das Leithagebirge und der Neusiedlersee prägen hier die Weine im Besonderen.
Für den dritten Teil der zwölfteiligen Reihe "Eingeschenkt - Weinland Österreich" begeben sich die Winzerinnen Birgit Braunstein und Heidi Schröck mit Schubkarren und Spaten in den Weingarten, um das Geheimnis des Bodens am Leithagebirge ans Tageslicht zu bringen: Quarz, Glimmerschiefer und vor allem Muschelkalk des einstigen Urmeeres bestimmen dort die Geologie. Weine, die daraus hervorgehen, sind die feinsten Terroir-Weine.
(ORF)


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13:35
Videotext Untertitel

Prater

Dokumentarfilm von Ulrike Ottinger,

Österreich/Deutschland 2007

Länge: 104 Minuten

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Bei Tag gehört der Wiener Prater den Kindern und Familien. Mit strahlenden Augen sitzen sie in Miniaturautos und vor dem Kasperltheater. Der Abend zieht magisch die Jugendlichen an und alle, die jung geblieben sind. Teenager zeigen mit abenteuerlicher Akrobatik zu ...
(ORF)

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Bei Tag gehört der Wiener Prater den Kindern und Familien. Mit strahlenden Augen sitzen sie in Miniaturautos und vor dem Kasperltheater. Der Abend zieht magisch die Jugendlichen an und alle, die jung geblieben sind. Teenager zeigen mit abenteuerlicher Akrobatik zu osteuropäischen Rap-Rhythmen, dass keine Zentrifugalkraft sie aus dem Gleichgewicht bringen kann. Eine Jugendgang beweist sich am "Watschenmann". Und über allem glitzern in bunten Farben die leuchtenden Achterbahnen. Geisterbahn, Ringelspiel und Autodrom machen den Sternen am Nachthimmel Konkurrenz. Wirklichkeit und Illusion, Vergangenheit und Gegenwart geben sich ein fulminantes Stelldichein.
Ulrike Ottingers Dokumentarfilm "Prater" verbindet die Kulturgeschichte des ältesten Vergnügungsparks der Welt mit Einblicken in die Wandelbarkeit der technischen Attraktionen. Zusammen mit prominenten Praterbesuchern wie Elfriede Jelinek, Werner Schwarz und Veruschka führt er in die Vergangenheit.
(ORF)


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15:20
schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3

Ausflug ins Gestern

Kaffeehaus G'schichten

Film von Martin Prucha

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In Wiens legendärem Naschmarkt-Café - dem "Café Wild" - trifft man sich zum typischen Nachmittagsplausch bei Kaffee und Kuchen oder zu einem Espresso, dessen Aufkommen dem alteingesessenen Wiener Kaffee in den 1960er Jahren zu einer ernsthaften Konkurrenz erwuchs. Dort ...
(ORF)

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In Wiens legendärem Naschmarkt-Café - dem "Café Wild" - trifft man sich zum typischen Nachmittagsplausch bei Kaffee und Kuchen oder zu einem Espresso, dessen Aufkommen dem alteingesessenen Wiener Kaffee in den 1960er Jahren zu einer ernsthaften Konkurrenz erwuchs. Dort findet man Marktfrauen, Schach- und Billardspieler, sowie Rock'n'Roll.
Die Dokumentation "Ausflug ins Gestern" schildert das lebendige Treiben in Wiens legendären Cafés: "Café Wild", "Café Kremser" und "Café Hawelka" und stellt ein modernes Tanzlokal vor.
(ORF)


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15:30

hitec: Bio für die Massen?

Film von Friedemann Hottenbacher und Uta Meyer

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Lebensmittel aus biologischem Anbau erobern die Ladentheken - auch in Supermarktketten und Discountern. Was einst als muffiges Attribut einer sozialen Randgruppe von Idealisten galt, steht jetzt für das Lebensgefühl einer modernen Gesellschaft. Der Umsatz von ...

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Lebensmittel aus biologischem Anbau erobern die Ladentheken - auch in Supermarktketten und Discountern. Was einst als muffiges Attribut einer sozialen Randgruppe von Idealisten galt, steht jetzt für das Lebensgefühl einer modernen Gesellschaft. Der Umsatz von Biolebensmitteln steigt auf ein Rekordvolumen von fast sechs Milliarden Euro in Deutschland. Der gigantische Bedarf lässt eine neue Lebensmittelindustrie entstehen, die die Massen mit Bio-Ware versorgen soll. Gut für die Welt, mag man meinen. Denn mehr als 9,2 Milliarden Menschen müssen 2050 versorgt werden. Und konventionelle Massenproduktion von Lebensmittel treibt die Welt an ihre ökologischen Grenzen. Die auf Leistung und Masse getrimmte Landwirtschaft entpuppt sich als ein Risiko für die Umwelt. Biologisch nachhaltige Landwirtschaft könnte dem entgegenwirken, sagen Experten. Doch können wir in der Masse Lebensmittel überhaupt nachhaltig produzieren - zum Wohle von Tier, Mensch und Umwelt, dem gesamten ökologischen Kreislauf?
"hitec" betrachtet die Grenzen und Möglichkeiten beim Anbau biologischer Lebensmittel.


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16:00

On the road again (1/2)

Cowboys, Klapperschlangen und ein Höllenritt in den Himmel

Film von und mit Wolfgang Fierek

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Wolfgang Fierek ist wieder "on the road": Der bayerische Schauspieler mit Zweitwohnsitz in Arizona hat sich auf seinen Harley-Chopper geschwungen und reist über die legendären Highways im sonnenverwöhnten Südwesten der USA. Auf seiner 4.500 Kilometer langen Fahrt kommt ...
(ARD/BR)

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Wolfgang Fierek ist wieder "on the road": Der bayerische Schauspieler mit Zweitwohnsitz in Arizona hat sich auf seinen Harley-Chopper geschwungen und reist über die legendären Highways im sonnenverwöhnten Südwesten der USA. Auf seiner 4.500 Kilometer langen Fahrt kommt er an monumentalen Attraktionen und ausgefallenen Sehenswürdigkeiten vorbei. Entlang der Strecke werden Cowboys, Indianer, ein Motorrad fahrendes Skelett und eine Biker-Diva zu seinen Freunden.
Mit der zweiteiligen Dokumentation "On the road again" ist ein atmosphärisches, mit authentischer Musik untermaltes und manchmal schräges Roadmovie entstanden, das nebenher auch einen wunderbaren Einblick in den amerikanischen Lifestyle gibt. Erster von zwei Teilen.

3sat zeigt den zweiten Teil von "On the road again" am Sonntag, 29. September, um 16.10 Uhr.
(ARD/BR)


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16:45
Videotext Untertitel

Der Klang des Herzens

(August Rush)

Spielfilm, USA 2007

Darsteller:
Evan Taylor - "August Rush"Freddie Highmore
Lyla NovacekKeri Russell
Louis ConnellyJonathan Rhys Meyers
Richard JeffriesTerrence Howard
Maxwell "Wizard" WallaceRobin Williams
u.a.
Regie: Kirsten Sheridan
Länge: 104 Minuten

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Der elfjährige Waisenjunge Evan hört in allen ihn umgebenden Geräuschen Rhythmus und Melodie. Das musikalische Wunderkind ist davon überzeugt, dass seine Eltern noch leben und dieselben Klangwellen verspüren. Daher reißt Evan aus dem Heim aus und macht sich auf die ...
(ARD)

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Der elfjährige Waisenjunge Evan hört in allen ihn umgebenden Geräuschen Rhythmus und Melodie. Das musikalische Wunderkind ist davon überzeugt, dass seine Eltern noch leben und dieselben Klangwellen verspüren. Daher reißt Evan aus dem Heim aus und macht sich auf die Suche. Während er, in New York gestrandet, mit offenen Ohren der Kakophonie der Großstadt lauscht, werden seine Eltern von einer seltsamen Unruhe erfasst. Die schüchterne Lyla, eine talentierten Konzertcellistin, und der irischen Rockmusiker Louis hatten eine kurze Liebesbeziehung. Doch Lylas ehrgeiziger Vater riss die beiden auseinander, täuschte Lyla eine Totgeburt vor und gab ihr Kind weg. Noch Jahre später kann Louis seine damalige Liebe nicht vergessen. Lyla erfährt am Sterbebett ihres Vaters die Wahrheit.
Die Filmemacherin Kirsten Sheridan plädiert mit dem märchenhaften Abenteuer "Der Klang des Herzens" rückhaltlos romantisch und ohne Angst vor Kitsch und Übertreibung für die Kraft der Liebe und die Himmelsmacht der Musik.
(ARD)


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18:30

Wofür wir leben - u40 - Junge Künstler in der Schweiz

Film von Uta Kenter

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"Wo stehe ich? Wo will ich hin?" Für die Musik-Performerin Anja Rüegsegger und die Westschweizer Künstlerin Claudia Comte geht es momentan in den Kunstolymp. Maja Hürst, als "Tika" in der Streetart-Szene international bekannt, wird vielleicht bald die Mauern gegen die ...

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"Wo stehe ich? Wo will ich hin?" Für die Musik-Performerin Anja Rüegsegger und die Westschweizer Künstlerin Claudia Comte geht es momentan in den Kunstolymp. Maja Hürst, als "Tika" in der Streetart-Szene international bekannt, wird vielleicht bald die Mauern gegen die Leinwand tauschen. Die Fingercollagen des Sankt Galler Künstlers Beni Bischof entstehen im Alltag. Ganz anders Julian Charrière: Seine Erkundung des geografischen Raums sorgte 2012 für poetische Momente an der Architekturbiennale.
Wer sind die Künstlerinnen und Künstler, die die junge Kunstszene aufmischen? Und warum haben sie sich ausgerechnet für die Kunst entschieden? Uta Kenter stellt in ihrer Dokumentation "Wofür wir leben - u40 - Junge Künstler in der Schweiz" fünf Kunstschaffende unter 40 vor.


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19:00
Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:25

Bedrohtes Dschungelparadies Malaysia

Film von Basil Gelpke

(aus der Reihe "NZZ Format")

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Malaysia ist eines der wirtschaftlich am weitesten entwickelten Länder Südostasiens. Trotzdem ist noch immer rund die Hälfte der Landfläche bewaldet. Dieser Dschungel ist ein Ökosystem von großem Artenreichtum. Im Schutz des Urwalds leben Elefanten, Tiger und Tapire ...

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Malaysia ist eines der wirtschaftlich am weitesten entwickelten Länder Südostasiens. Trotzdem ist noch immer rund die Hälfte der Landfläche bewaldet. Dieser Dschungel ist ein Ökosystem von großem Artenreichtum. Im Schutz des Urwalds leben Elefanten, Tiger und Tapire - man findet auch eine reiche Vogelwelt vor. Doch die wirtschaftliche Entwicklung schreitet mit dem Bau von Straßen, Plantagen und Minen voran, und mit der rapiden Abholzung des Regenwaldes ist auch die Zukunft vieler wild lebender Tierarten gefährdet. Mit zunehmendem Wohlstand wächst zwar auch die Bereitschaft zum Schutz des Regenwaldes. Aber der Natur- und Artenschutz kollidiert mit dem Interesse an der Verbesserung der Lebensbedingungen für die ländliche Bevölkerung.
Die Dokumentation aus der Reihe "NZZ Format" stellt das bedrohte Dschungelparadies Malaysia vor.


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20:00
Videotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der geheime Kontinent (1/2)

Was geschah vor Kolumbus?

Film von Cristina Trebbi

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Bevor Christoph Kolumbus den amerikanischen Kontinent entdeckte, lebten dort 100 Millionen "Indianer" in komplex organisierten Gemeinschaften - zum Beispiel das Volk von Cahokia. Die sesshaften Bauern am Mississippi hatten Mais zu einer Nutzpflanze veredelt, bauten ...

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Bevor Christoph Kolumbus den amerikanischen Kontinent entdeckte, lebten dort 100 Millionen "Indianer" in komplex organisierten Gemeinschaften - zum Beispiel das Volk von Cahokia. Die sesshaften Bauern am Mississippi hatten Mais zu einer Nutzpflanze veredelt, bauten Großstädte und handelten in ganz Nordamerika. Es war eine planvolle Zivilisation: Mit gezielter Feuerwirtschaft gelang es den Menschen, große Flächen urbar zu machen. Außerdem erfreuten sie sich üppiger Fischbestände und einer Vorratskammer von 30 Millionen Büffeln. Europa sah zur selben Zeit ganz anders aus. Die gleiche Zahl von Menschen lebte dort auf einem Zehntel des Landes. Europas Wälder waren abgeholzt, die Flüsse leer gefischt und verschmutzt. Die Städte wuchsen, das Land wurde knapp - Europa geriet an seine Grenzen. Als Kolumbus 1492 mit einer Schar von Desperados den Hafen von Sevilla verließ, ahnte er nicht, dass er Amerika entdecken würde. Der Reichtum dieses Kontinents sollte das Überleben Europas sichern.
Die zweiteilige Dokumentation "Der geheime Kontinent" erzählt eine legendäre Geschichte unter ganz neuem Blickwinkel: die Entdeckung Amerikas - und wie sie die Lebensbedingungen auf der Welt für immer veränderte. Es ist die Geschichte des "Columbian Exchange", des größten Kulturaustauschs der Weltgeschichte durch den Transport von Pflanzen, Tieren, Bakterien, Genen von und nach Amerika. Der erste Teil erzählt von der Kultur und dem Reichtum des amerikanischen Kontinents vor Kolumbus.

3sat zeigt den zweiten Teil von "Der geheime Kontinent" im Anschluss um 21.00 Uhr.


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21:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der geheime Kontinent (2/2)

Sie kamen über das Meer

Sie kamen über das Meer

Film von Cristina Trebbi

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Mit Ankunft der weißen Eroberer verändern sich Natur und Leben Amerikas. Die Spanier bringen das Pferd - und bald bevölkern Millionen von Mustangs die nordamerikanischen Prärien. Dann kommt das europäische Hausschwein - und verändert die Nahrungsgewohnheiten der ...

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Mit Ankunft der weißen Eroberer verändern sich Natur und Leben Amerikas. Die Spanier bringen das Pferd - und bald bevölkern Millionen von Mustangs die nordamerikanischen Prärien. Dann kommt das europäische Hausschwein - und verändert die Nahrungsgewohnheiten der Menschen komplett. Die Wälder verschwinden, Getreide, Apfelbaum und Kirschbaum aus Europa machen sich breit - und die europäische Honigbiene. Schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts verwandelt sich so der wilde Kontinent Amerika in ein zweites Europa. Dabei werden die Ureinwohner verdrängt - nicht in erster Linie durch Kriege, sondern durch lautlose Eroberer: die Krankheitserreger von Pocken und Pest. Umgekehrt kommen auch amerikanische Seuchen nach Europa: Die Syphilis fordert einen Millionentribut. Doch amerikanische Pflanzen sichern das Überleben von Millionen: Die südamerikanische Kartoffel ernährt Arbeiter und Proletariat, Tomaten und Paprika bereichern den Speiseplan, der Truthahn die Festessen. Die Nahrungsmittel aus der Neuen Welt revolutionieren die europäische Landwirtschaft und führen zu einer Bevölkerungsexplosion.
Die Dokumentation "Der geheime Kontinent" erzählt eine legendäre Geschichte unter ganz neuem Blickwinkel: die Entdeckung Amerikas - und wie sie die Lebensbedingungen auf der Welt für immer veränderte. Es ist die Geschichte des "Columbian Exchange", des größten Kulturaustausches der Weltgeschichte durch den Transport von Pflanzen, Tieren, Bakterien, Genen von und nach Amerika. Der zweite Teil erzählt, wie sich Natur und Leben Amerikas durch die Ankunft der Weißen veränderten - und wie auch Europa davon profitierte.


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21:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Lagos - Notizen einer Stadt

Dokumentarfilm von Jens Wenkel, Deutschland 2011

Länge: 94 Minuten

Erstausstrahlung

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Lagos ist mit etwa 15 Millionen Einwohnern Afrikas größte Stadt südlich von Kairo und die schnellstwachsende Stadt des Kontinents. Lagos realisiert sich, was Stadtsoziologen als "Kopernikanische Wende" der menschlichen Siedlungsgeschichte beschreiben, da der Anteil der ...

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Lagos ist mit etwa 15 Millionen Einwohnern Afrikas größte Stadt südlich von Kairo und die schnellstwachsende Stadt des Kontinents. Lagos realisiert sich, was Stadtsoziologen als "Kopernikanische Wende" der menschlichen Siedlungsgeschichte beschreiben, da der Anteil der Stadtbevölkerung den Anteil der auf dem Land Lebenden bei Weitem übersteigt. In Lagos muss die Mehrzahl der Menschen ihr Überleben in tiefster Armut, ohne sauberes Wasser, ohne irgendeine Art der Gesundheits- oder Sozialversorgung organisieren. In dieser Hinsicht geraten insbesondere die Mega-Slums asiatischer und afrikanischer Metropolen zum Ausdruck einer zunehmend ungleichen und instabilen urbanen Welt. An ihnen wird das der Globalisierung geschuldete soziale Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich in besonderem Maße ablesbar. Dennoch strömen, angezogen vom Ruf "Lagos is the place to make it", täglich hunderte Migranten in die Megacity, um ein neues Leben zu beginnen, in der Hoffnung ihren "African Dream" (er-)leben zu können.
Der Dokumentarfilm "Lagos - Notizen einer Stadt" porträtiert sechs Einwohner und ihr tägliches Leben und folgt dabei ganz dem Rhythmus und der vibrierenden Energie der ehemaligen nigerianischen Hauptstadt, strömt mit dem Verkehr hin zu den Orten der Arbeit, des Handels sowie den Zentren des Glaubens und der Musik und trifft dabei immer wieder auf die Musikerlegende Fela Kuti und seine Erben. Kuti spiegelt die Energie menschlicher Hoffnung und den Aufbruch einer urbanen afrikanischen Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts. Der Dokumentarfilmer und Mediziner Jens Wenkel hat mehrere Jahre lang als Arzt und Epidemiologe ("Ärzte ohne Grenzen") in Lagos gearbeitet und gelebt.


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23:15
Videotext Untertitel

Western reloaded

Blueberry und der Fluch der Dämonen

(Blueberry)

Spielfilm, Frankreich 2004

Darsteller:
Mike BlueberryVincent Cassel
Maria SullivanJuliette Lewis
Wallace "Wally" BlountMichael Madsen
RuniTemuera Morrison
Rolling StarErnest Borgnine
u.a.
Regie: Jan Kounen
Länge: 115 Minuten

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Kaum ist der rebellische junge Mike Blueberry in der provisorischen Westernsiedlung Palomito angekommen, da verliebt er sich in die hübsche Prostituierte Madeleine. Als er sie vor dem brutalen Freier Wally verteidigen will, kommt es zu einem Schusswechsel, in dessen ...
(ARD)

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Kaum ist der rebellische junge Mike Blueberry in der provisorischen Westernsiedlung Palomito angekommen, da verliebt er sich in die hübsche Prostituierte Madeleine. Als er sie vor dem brutalen Freier Wally verteidigen will, kommt es zu einem Schusswechsel, in dessen Verlauf Madeleine von einer Kugel tödlich getroffen und Mike schwer verletzt wird. Er schleppt sich bis in die Wüste, wo Indianer ihn retten. Mike schwört, Madeleine zu rächen. Jahre später ist Blueberry oder "Gebrochene Nase", wie ihn die Indianer nennen, Marshall in der zur Stadt angewachsenen Siedlung Palomito. Dort kreuzt Wally erneut seine Wege. Zusammen mit dem deutschen Ingenieur Prosit sucht der Finsterling nach dem sagenumwobenen Schatz der Indianer. Um den Schurken aufzuhalten und das Heiligtum seiner indianischen Freunde zu schützen, verbündet sich Mike mit der Ranchertochter Maria, deren Vater ebenfalls von Wally ermordet wurde. Doch der Schamane Runi, mit dem Mike einst Blutsbrüderschaft schloss, erklärt, dass "Gebrochene Nase" zunächst seine Dämonen besiegen müsse. Runi verabreicht Mike einen magischen Trank, dank dessen er seinem Widersacher auf einer spirituellen Ebene gegenübertreten kann. Schmerzlich wird Mike bewusst, dass Wally kein gewöhnlicher Bandit ist.
Nach der gleichnamigen Vorlage der französischen Kult-Comic-Serie von Jean Giraud alias Moebius und Jean-Michel Charlier inszenierte Regisseur Jan Kounen ("Dobermann") mit "Blueberry und der Fluch der Dämonen" einen bildgewaltigen psychedelischen Western, der das verstaubte Genre aufmischt: Action, Abenteuer und Fantasy werden neu definiert, und beim finalen Duell zwischen Gut und Böse rauchen mehr die Köpfe als die Colts.

Mit "Blueberry und der Fluch der Dämonen" endet die Reihe "Western reloaded" in 3sat.
(ARD)


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1:10
Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Polizeiruf 110: Trio zu viert

Fernsehfilm, DDR 1989

Darsteller:
Hauptmann FuchsPeter Borgelt
Oberleutnant GraweAndreas Schmidt-Schaller
Alfred SeebacherWolfgang Dehler
Alfons SeebacherWerner Dissel
Friedrich MarquardtPeter Herden
u.a.
Buch: Wolfgang Dehler
Regie: Edgar Kaufmann
Länge: 83 Minuten

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Bei seiner ersten großen Ausstellung sieht der Maler Alfred Seebacher, der spät zu Erfolg gekommen ist, Bilder als Leihgaben wieder, die er einst im wahrsten Wortsinn für ein Butterbrot und ein paar Schuhe hingeben musste. Den Handel hatte seinerzeit der Vater des ...
(ARD/MDR)

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Bei seiner ersten großen Ausstellung sieht der Maler Alfred Seebacher, der spät zu Erfolg gekommen ist, Bilder als Leihgaben wieder, die er einst im wahrsten Wortsinn für ein Butterbrot und ein paar Schuhe hingeben musste. Den Handel hatte seinerzeit der Vater des Malers vermittelt und nun quält den alten Herrn das Gewissen. Alfons Seebacher will das Geschäft rückgängig machen, doch die Besitzer der Bilder sehen das nicht ein. So bleibt Alfons Seebacher nichts anderes übrig, als mit Hilfe seiner Freunde aus dem Altersheim die Frühwerke seines Sohnes mit wenig redlichen Mitteln zurückzuholen. Doch der exakt geplante Coup der drei alten Herren scheitert, denn ein anderer ist ihnen zuvorgekommen. Hauptmann Fuchs und Oberleutnant Grawe müssen mehrere Spuren verfolgen, um die Bilderdiebe überführen zu können.
"Trio zu viert" ist ein Film der traditionsreichen Krimireihe "Polizeiruf 110".
(ARD/MDR)


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2:30

Es beginnt heute

(Ça commence aujourd'hui)

Spielfilm, Frankreich 1999

Darsteller:
DanielPhilippe Torreton
ValériaMaria Pitarresi
SamiaNadia Kaci
Mme DelacourtFrancoise Bette
u.a.
Regie: Bertrand Tavernier
Länge: 114 Minuten

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Hernaing in Nordfrankreich, bei Valenciennes: Die einst florierende Region ist nach dem Rückgang der Braunkohleindustrie durch sehr hohe Arbeitslosigkeit geprägt. Schulden, Verzweiflung und Abgestumpftheit sind an der Tagesordnung. Darunter leiden vor allem die Kinder. ...

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Hernaing in Nordfrankreich, bei Valenciennes: Die einst florierende Region ist nach dem Rückgang der Braunkohleindustrie durch sehr hohe Arbeitslosigkeit geprägt. Schulden, Verzweiflung und Abgestumpftheit sind an der Tagesordnung. Darunter leiden vor allem die Kinder. Schnelle Hilfe wäre bei vielen Familien geboten, doch die verantwortlichen Behörden sind überfordert, und die Politiker reden nur von Statistiken und vom schönen Erfolg des örtlichen "Buchmobils". Daniel Lefebvre ist dort Direktor einer Vorschule. Hingebungsvoll arbeitet er mit den Schülern, versucht ihre Neugier zu wecken und ihre Kreativität zu stärken. Dennoch ist er in einer dienstlichen Hierarchie gefangen, die ihn dazu zwingt, sich auf das Lehren zu beschränken. Sie verdammt ihn gleichzeitig zur Tatenlosigkeit, wenn seine Schüler hungernd und in Lumpen gekleidet in der Schule erscheinen. Als er versucht, die Zustände zu verändern, gerät er in Konflikt mit seinen Vorgesetzten und einigen Politikern der Stadt.
Mit "Es beginnt heute" schuf Bertrand Tavernier einen engagierten, außergewöhnlichen Film. Tavernier schrieb das Drehbuch zusammen mit dem Lehrer Dominique Sampiero, der Vorbild für die Figur des Daniel Lefebvre wurde und dessen Erfahrungen den Stoff für den Film lieferten. Schule und Klasse sind authentisch, sie spielen nicht, sie leben ihre Geschichte. "Wir haben nicht eine Filmklasse gecastet, sondern eine schon existierende Klasse gefilmt", betont Regisseur Tavernier. Eindrucksvoll ist seine Anklage gerade deshalb, weil der Film einen konkreten Einzelfall beschreibt und nicht nach allgemeinen Lösungen sucht.


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4:25
Mit Audiodeskription

The Boss Of It All

Spielfilm, Dänemark 2006

Darsteller:
Direktor/Kristoffer/Svend EJens Albinus
RavnPeter Gantzler
TolkBenedikt Erlingsson
LiseIben Hjejle
NalleHenrick Prip
SpencerJean-Marc Barr
u.a.
Regie: Lars von Trier
Länge: 96 Minuten

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Ravn, der Eigentümer einer dänischen IT-Firma, gibt gegenüber seinen Angestellten die Existenz eines in Wirklichkeit von ihm erfundenen Chefs vor, den er für alle unpopulären Entscheidungen verantwortlich macht. Als die Firma an einen isländischen Investor verkauft ...

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Ravn, der Eigentümer einer dänischen IT-Firma, gibt gegenüber seinen Angestellten die Existenz eines in Wirklichkeit von ihm erfundenen Chefs vor, den er für alle unpopulären Entscheidungen verantwortlich macht. Als die Firma an einen isländischen Investor verkauft werden soll, besteht dieser darauf, "The Boss Of It All" auch persönlich zu treffen. Daraufhin engagiert Ravn den Schauspieler Kristoffer. Doch der neigt zu einer besonders übertriebenen Darstellung seiner Rolle und gefährdet so Ravns Pläne.
Mit "The Boss Of It All" hat Lars von Trier eine ungewöhnliche, intelligente Komödie in der Form eines raffinierten Spiels mit Manipulationen geschaffen. Kristoffer soll Ravn vertreten, und Ravn ist letztlich der Stellvertreter des Hauptmanipulators, Lars von Trier selbst, der auch im Film auftritt. Mit Leichtigkeit und Freude am Absurden treibt Trier mit diesem Trick die Inszenierungsweise von Serien wie "Schillerstraße" auf die Spitze und radikalisiert Büroserien à la "The Office", indem er die Gruppendynamik unter Kollegen humorvoll entgleisen lässt. Fast alle Szenen spielen an einem Ort, in einem Bürogebäude. Damit knüpft Lars von Trier an die eigene "Dogma 95"-Tradition eines einfachen, unaufwendigen Kinos an. Und entgegen seiner Vorbemerkung, der Film sei reine Unterhaltung und habe keine wichtige Aussage ("no preaching, no teaching") stellt Trier doch die ernsthafte Frage nach der Möglichkeit von Moral in einer geistig kranken und rücksichtslosen Welt.

Sendeende: 6:05 Uhr