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Sonntag, 3. Februar
Programmwoche 06/2013
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6:00
Tonsignal in mono

1000 Köstlichkeiten

Eine kulinarische Reise durch China

Film von Jochen Graebert

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In chinesischen Restaurants ist schon die Bestellung hohe Kunst. Scharf und mild, bitter und süß-sauer, Fleisch und Fisch, kalt und heiß: Beim Essen gilt die alte Lehre von Yin und Yang, die harmonische Verbindung der Gegensätze. Und weil Chinesen am liebsten in ...
(ARD/NDR)

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In chinesischen Restaurants ist schon die Bestellung hohe Kunst. Scharf und mild, bitter und süß-sauer, Fleisch und Fisch, kalt und heiß: Beim Essen gilt die alte Lehre von Yin und Yang, die harmonische Verbindung der Gegensätze. Und weil Chinesen am liebsten in großer Gesellschaft essen, gerät auch der einfache Mittagstisch schnell zum opulenten Mahl.
Die Dokumentation "1000 Köstlichkeiten" beobachtet Nudelmacher im nordchinesischen Shanxi, führt in die Runddörfer der Hakka-Minderheit, begleitet Fischer im südchinesischen Meer und schaut Pekings bestem Entenkoch über die Schulter. Tief in den Bergen Sichuans leben Matriarchatsvölker, bei denen die Frauen nicht nur kochen, sondern auch regieren. Ob Meisterköche oder Bauersfrauen: Sie alle sind stolz auf ihre Kochkunst, die zu den raffiniertesten der Welt zählt. Eine kulinarische Reise durch das Reich der Mitte mit seiner schier unermesslichen Vielfalt faszinierender Kulturen und Speisen.

Das heutige China steht für Kommunismus, Billigplagiate und eine boomende Wirtschaft - und für moderne Opernhäuser der Extraklasse. 24 Stunden lang ist 3sat in Dokumentationen und Spielfilmen "Im Reich des Drachen" unterwegs.

(ARD/NDR)


6:30

Der Foodhunter in China (1/2)

Film von Bernd Girrbach und Rolf Lambert

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Mark Brownstein, ein Amerikaner mit Sitz in Hongkong, hat einen ungewöhnlichen Job: Für Spitzenköche in aller Welt sucht er unbekannte Speisen oder Zutaten, zumeist in Asien. In Südchina findet er "Buddhas Finger", eine Zitrone, die leicht bitter ist. Er begleitet die ...
(ARD/SWR)

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Mark Brownstein, ein Amerikaner mit Sitz in Hongkong, hat einen ungewöhnlichen Job: Für Spitzenköche in aller Welt sucht er unbekannte Speisen oder Zutaten, zumeist in Asien. In Südchina findet er "Buddhas Finger", eine Zitrone, die leicht bitter ist. Er begleitet die Händlerin ins Dorf, um alles über die unbekannte Frucht zu erfahren. In Schanghai testet in einem noblen Hotel Küchenchef Gerhard Passrugger die exotischen "Finger" mit österreichischen Mohnsamen - und ist begeistert. Mark stößt auf "Facai" (Haargemüse), das sind feine schwarze Fäden. Facai ist eine uralte Zutat in China, die angeblich reich und glücklich macht. Facai ist sehr teuer und wird meist als Fälschung verkauft. Mark sucht das wahre Facai - in der Hochwüste der Inneren Mongolei, gleich hinter der Großen Chinesischen Mauer. Es handelt sich um eine Magnolienart mit hocharomatischen Samen. Taugt die Entdeckung für die Spitzenküche?
Erster Teil der zweiteiligen Dokumentation "Der Foodhunter in China", die den professionellen Geschmacksjäger ins Reich der Mitte begleitet.

3sat zeigt den zweiten Teil von "Der Foodhunter in China" im Anschluss um 7.15 Uhr.
(ARD/SWR)


7:15

Der Foodhunter in China (2/2)

Film von Bernd Girrbach und Rolf Lambert

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Mark Brownstein, ein Amerikaner mit Sitz in Hongkong, hat einen ungewöhnlichen Job: Für Spitzenköche in aller Welt sucht er unbekannte Speisen oder Zutaten, zumeist in Asien. In der Hafenstadt Qingdao sucht er "Liangfen", ein Algen-Gelee, das bei Frauen beliebt ist. ...
(ARD/SWR)

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Mark Brownstein, ein Amerikaner mit Sitz in Hongkong, hat einen ungewöhnlichen Job: Für Spitzenköche in aller Welt sucht er unbekannte Speisen oder Zutaten, zumeist in Asien. In der Hafenstadt Qingdao sucht er "Liangfen", ein Algen-Gelee, das bei Frauen beliebt ist. "Sexy" findet Mark diese uralte Diätspeise. Frau Li, eine rüstige Rentnerin, stellt sie in ihrer winzigen Küche her und verrät ihm das Rezept. Mark bringt die Entdeckung zum spanischen Avantgarde-Koch Willy Moreno nach Shanghai. Der ist begeistert, zaubert damit eine Seafood-Tapa. In Hangzhou spürt Mark einer urchinesischen, aber aus der Mode gekommenen Zutat nach: Osmanthus-Blüten. Sie duften fein und elegant, werden aber in China nur noch wenig genutzt. Schade, findet Mark und fliegt mit Osmanthus im Rucksack in die Toskana. Er meint: Die Duftblüten passen bestens in die italienische Küche.
Zweiter Teil der zweiteiligen Dokumentation "Der Foodhunter in China", die den professionellen Geschmacksjäger ins Reich der Mitte begleitet.
(ARD/SWR)


8:00
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China - Speisen des Himmels

Film von Gert Anhalt und Susan Teskey

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Nichts ist den Chinesen so wichtig wie das Essen. Kochen ist Kult in China und gilt als Kunst. Neuerdings ist es auch Entertainment, wenn Fernsehkoch Johnson Wong in Guangzhou den Wok schwingt und dabei singt und tanzt. Ständig muss er neue Leckerbissen für seine ...

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Nichts ist den Chinesen so wichtig wie das Essen. Kochen ist Kult in China und gilt als Kunst. Neuerdings ist es auch Entertainment, wenn Fernsehkoch Johnson Wong in Guangzhou den Wok schwingt und dabei singt und tanzt. Ständig muss er neue Leckerbissen für seine anspruchsvolle Kundschaft ersinnen. China ist aber auch Lebensmittelexporteur in großem Stil: In nur wenigen Jahren hat das Land den Weltmarkt für Äpfel übernommen und die Konkurrenz verdrängt. Auch der Saft in europäischen Supermarkregalen kommt heute zum Teil aus China.
Auf der Suche nach Chinas Seele haben sich Gert Anhalt und Susan Teskey auf Expedition durch Chinas Märkte, Felder und Küchen begeben: von wirbelnden Woks in Kanton und Guangzhou, durch die spektakuläre Mondlandschaft des zentralchinesischen Lössberglands über verseuchte Flüsse und wachsende Wüsten bis hinein in die fruchtbare Ebene von Sichuan. In Künstlerateliers und Anwaltskanzleien, auf Nachtmärkten und Gemüsebörsen, in Garküchen, Nobelrestaurants und am weltgrößten Umschlagplatz für traditionelle Heilkräuter haben sie immer wieder das alte, chinesische Sprichwort gehört: "Dem Volk ist das Essen der Himmel".


8:45

Zwischen Drill und neuer Freiheit

Schultag in China

Film von Christine Adelhardt

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Sherry bereitet sich gerade auf den wichtigsten Test ihres Lebens vor: die Zulassungsprüfung zur Universität, den sogenannten Gaukao. Die 18-Jährige ist eine gute Schülerin. Sie besucht eine der öffentlichen Schulen in Shanghai, die mit als die besten in China gelten. ...
(ARD/WDR)

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Sherry bereitet sich gerade auf den wichtigsten Test ihres Lebens vor: die Zulassungsprüfung zur Universität, den sogenannten Gaukao. Die 18-Jährige ist eine gute Schülerin. Sie besucht eine der öffentlichen Schulen in Shanghai, die mit als die besten in China gelten. Das Geheimnis des Erfolgs: Pauken und auswendig lernen. Nur die Besten dürfen auf die Uni. Die strenge Auslese setzt auch Sherry unter Druck. Sie sitzt jeden Tag zehn Stunden lang auf der Schulbank. Nur noch wenige Wochen bis zum Gaukao. Für jede Frage gibt es eine Standardantwort. Genau die muss Sherry wissen. Nur dann wird sie es schaffen. Auf die Ergebnisse muss Sherry mehrere Wochen warten. Erst dann weiß sie, ob ihre Noten gut genug sind, um auf ihre Traum-Uni gehen zu können. An den meisten Schulen in China bestimmt noch immer strenger Drill den Alltag. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf internationale Privatschulen. Doch der lockere Unterrichtsstil an diesen Schulen verhindert, dass die Absolventen in China studieren können. Sie müssen an eine ausländische Universität gehen. Ganz anders geht es in den Schulen auf dem Land zu: Nur die wenigsten Kinder dort haben eine Chance, jemals zum Gaukao zugelassen zu werden, geschweige denn an eine Universität zu kommen.
Die Dokumentation "Zwischen Drill und neuer Freiheit" wirft einen Blick auf den Schulalltag in China.
(ARD/WDR)


9:15

Braut verzweifelt gesucht

Frauenmangel in China

Film von Edgar Wolf

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Mit einem Messer ritzt Bauer Zhingen Chen, der im Hinterland von Hainan lebt, Rillen in die Rinde der Bäume seiner Kautschuk-Plantage. Er ist 40Jahre alt und noch immer unverheiratet. "Ich will eine Frau finden, die arbeiten kann und mit mir das Leben zusammen verbringt", ...
(ARD/NDR)

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Mit einem Messer ritzt Bauer Zhingen Chen, der im Hinterland von Hainan lebt, Rillen in die Rinde der Bäume seiner Kautschuk-Plantage. Er ist 40Jahre alt und noch immer unverheiratet. "Ich will eine Frau finden, die arbeiten kann und mit mir das Leben zusammen verbringt", erzählt er. "Es ist mir egal, ob sie hübsch ist oder nicht. Ich will nur glücklich werden." Mit seinem Problem ist Zhingen Chen nicht allein: Überall auf dem Land fehlt es an Frauen im heiratsfähigen Alter. Junge Frauen wandern ab in die Städte, weil sie dort bessere Chancen haben und weniger diskriminiert werden. Auf der südchinesischen Insel Hainan beispielsweise ziehen rund zwei Drittel aller jungen Frauen in die Hauptstadt Haikou, um dort Arbeit zu finden. Zudem werden auf Hainan ein Viertel mehr Jungen als Mädchen geboren, weil eine hohe Zahl weiblicher Föten abgetrieben wird. Die UN schätzt, dass sich die Situation ab 2020 extrem verschärft und es im Reich der Mitte im Jahr 2020 mindestens 40 Millionen weniger Frauen geben wird. Inzwischen fürchtet selbst die Regierung, dass Menschenhandel und Prostitution zunehmen werden und das Land zu einer Hochburg frustrierter Junggesellen wird.
Die Dokumentation "Braut verzweifelt gesucht" nimmt den Frauenmangel in China ins Visier.
(ARD/NDR)


10:00
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Chinas Grenzen (1/2)

Abenteuer vom Ussuri bis zum Hindukusch

Tiger, Schmuggler, Festungsinsel

Film von Johannes Hano

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Sechs Monate lang ist Korrespondent Johannes Hano durch Chinas entlegenste Grenzprovinzen gereist. 20.000 Kilometer hat er mit seinem Team dabei zurückgelegt, auf Landstraßen, Feldwegen, Sand- und Geröllpisten, und war an Orten, die noch nie ein Ausländer gesehen hat: ...

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Sechs Monate lang ist Korrespondent Johannes Hano durch Chinas entlegenste Grenzprovinzen gereist. 20.000 Kilometer hat er mit seinem Team dabei zurückgelegt, auf Landstraßen, Feldwegen, Sand- und Geröllpisten, und war an Orten, die noch nie ein Ausländer gesehen hat: Im fernen Nordosten wird wilder pazifischer Lachs gefischt, der dort durch den Fluss Ussuri in seine Laichgebiete in Russland zieht. Weiter südlich, immer noch an der russischen Grenze in der Region Jilin, versuchen chinesische Naturschützer, den Amur-Tiger vor dem Aussterben zu bewahren. Nur noch 20 Exemplare des exotischen Raubtieres leben in chinesischer Wildnis: Chinas Wirtschaftswachstum hat seinen Preis. An der nordkoreanisch-chinesischen Grenze gelingt ein seltener Blick auf den Nachbarn. Alltagsszenen in der nordkoreanischen Stadt Hyesan. Tief in Chinas Süden gibt es eine kleine katholische Kirche in der Nähe Tibets, die während der Kulturrevolution nicht zerstört wurde. Weiter geht es nach Taiwan, genauer auf die kleine Insel Kinmen, die nur drei Kilometer entfernt vom chinesischen Festland im Meer liegt. Kinmen ist die militärisch am stärksten befestigte Insel der Welt. Gut 20 Jahre führten China und Taiwan dort einen blutigen militärischen und einen Propagandakrieg über die Frage, was China ist und sein soll. Heute nähern sich beide Seiten an.
Im ersten Teil der zweiteiligen Dokumentation "Chinas Grenzen" fährt Johannes Hano an Chinas Grenzen zu Russland und Nordkorea entlang und weiter in Richtung Süden bis nach Myanmar - von eisiger Kälte in die subtropischen Wälder Südchinas.

Den zweiten Teil von "Chinas Grenzen" zeigt 3sat im Anschluss, um 10.45 Uhr.


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10:45
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Chinas Grenzen (2/2)

Abenteuer vom Ussuri bis zum Hindukusch

Wüsten, Pässe, wilde Reiter

Film von Johannes Hano

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Sechs Monate lang ist Korrespondent Johannes Hano durch Chinas entlegenste Grenzprovinzen gereist. 20.000 Kilometer hat er mit seinem Team dabei zurückgelegt, auf Landstraßen, Feldwegen, Sand- und Geröllpisten, und war an Orten, die noch nie ein Ausländer gesehen hat. ...

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Sechs Monate lang ist Korrespondent Johannes Hano durch Chinas entlegenste Grenzprovinzen gereist. 20.000 Kilometer hat er mit seinem Team dabei zurückgelegt, auf Landstraßen, Feldwegen, Sand- und Geröllpisten, und war an Orten, die noch nie ein Ausländer gesehen hat. In der Provinz Xinjiang, ganz im Westen Chinas, liegt der Duft des Orients in der Luft. Die Provinz Kashgar war lange für Journalisten gesperrt, besonders seit den blutigen Unruhen 2009. Weiter geht es in den Hindukusch und zum höchsten Grenzübergang der Welt. Dort im Westen spürt das Team die Spannung, unter der das chinesische Imperium steht. Ohne staatliche Aufpasser dürfen sie sich entlang der Grenzen nicht bewegen. Von Xinjiang geht es weiter in die Innere Mongolei, wo sich über Hunderte von Kilometern ein Gebirge aus Sand erstreckt. Dort befindet sich die höchste Düne der Welt, kleine Salzseen funkeln wie Diamanten im Sand. Im Grasland der Inneren Mongolei lebt Maxim. Er ist halb Chinese, halb Russe. Seine Großeltern wohnten in den 1950er Jahren noch in Erdlöchern, er selbst hat gerade mitten im Nichts ein nagelneues Hotel eröffnet. In Zukunft hofft Maxim auf wohlhabende Touristen aus Peking und Schanghai. Wie viele junge Chinesen möchte er Teil von Chinas Modernisierungsprozess sein.
Im zweiten Teil der Dokumentation "Chinas Grenzen" fährt Johannes Hano mit seinem Team zu den entlegensten Orten des chinesischen Riesenreiches. Die Reise führt in den Westen Chinas, durch die uigurische Provinz Xinjiang bis an die pakistanische Grenze und hinauf in die Innere Mongolei.


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11:25
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Der Super-Wall: Chinas Große Mauer (1/2)

Das Erwachen des steinernen Drachen

Film von Christian Twente

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Erstaunlich, wie wenig Verlässliches über Chinas Große Mauer bekannt ist. Niemand hat sie je vermessen, ihr Alter ist ungewiss, ihre Erbauer sind so gut wie unbekannt. Und doch ist sie der Schlüssel zum Verständnis chinesischer Kultur und Geschichte. Nur eins ist ...

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Erstaunlich, wie wenig Verlässliches über Chinas Große Mauer bekannt ist. Niemand hat sie je vermessen, ihr Alter ist ungewiss, ihre Erbauer sind so gut wie unbekannt. Und doch ist sie der Schlüssel zum Verständnis chinesischer Kultur und Geschichte. Nur eins ist heute gewiss: Die Große Mauer als einheitliche Verteidigungsanlage existiert nicht. Chinas Superwall ist eine Vielzahl von Mauern und Bollwerken, errichtet in verschiedenen Epochen und zum Teil funktionslos. Zwei wichtige Bauphasen stehen für die friedlichen und feindlichen Auswirkungen des Mauerbaus: die Anfänge der Han-Zeit (202 v. Chr. - 8 n. Chr.) und die der Ming-Dynastie (1368 - 1644). 1907 kämpft sich der britische Forscher und Abenteurer Aurel Stein mit einer Karawane durch die Wüste Taklamakan. Plötzlich sieht er gewaltige Lehmruinen: Es ist das Jadetor, Yumenguan, der westlichste Punkt eines über 2.000 Jahre alten Verbindungswalls. Dort beschloss Kaiser Wudi nach einem Feldzug gegen umherschweifende Reiter, die die sesshafte Bevölkerung bedrohten, eine Mauer zu bauen. Man begann an jener Stelle, an der Aurel Stein die Ruinen des Jadetores fand. Später zerfiel das Bauwerk der Han zu Staub, nachfolgende Dynastien errichteten ihre eigenen Wälle - bis zur Errichtung der steinernen Mauer.
Der erste Teil der zweiteilige Dokumentation "Der Super-Wall: Chinas Große Mauer" verbindet Aufnahmen aus den Regionen mit Spielszenen, die Einblicke in das Leben in China vor 2.000 Jahren geben. Aufwendige Computeranimationen veranschaulichen die Techniken des Mauerbaus, Archäologen und Wissenschaftler berichten von neuesten Erkenntnissen über ein Bauwerk, das heute zur Touristenattraktion geworden ist.

3sat zeigt den zweiten Teil von "Der Super-Wall: Chinas Große Mauer" im Anschluss, ab 12.10 Uhr.


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12:10
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Der Super-Wall: Chinas Große Mauer (2/2)

Ansturm aus dem Norden

Film von Christian Twente

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Seit der Ming-Dynastie (1368 - 1644) war China bestrebt, sich abzugrenzen. Das Land war vor allem im Norden durch riesige Mauern geschützt, doch nach wie vor fanden Mongolen und später die Mandschu Schlupflöcher. Fieberhaft wurde an der Mauer weitergebaut. 1792 ...

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Seit der Ming-Dynastie (1368 - 1644) war China bestrebt, sich abzugrenzen. Das Land war vor allem im Norden durch riesige Mauern geschützt, doch nach wie vor fanden Mongolen und später die Mandschu Schlupflöcher. Fieberhaft wurde an der Mauer weitergebaut. 1792 entsandte König Georg III. die erste britische Handelsmission nach China, zu der neben Diplomaten auch Maler, Musiker und ein Heißluftballon-Pilot gehörten. Auf drei großen Schiffen brachten sie die modernsten Errungenschaften des wissenschaftlichen Fortschritts mit. Sie wollten den chinesischen Kaiser Qianlong überzeugen, dass er sein Land dem Handel mit dem Westen öffnet. Die Briten, angeführt von Lord Macartney, ertrugen stoisch die chinesische Hinhaltetaktik und nutzten die Zeit zu touristischen Unternehmungen. Zwei Tagesreisen von Peking entfernt erwartete die Engländer ein Anblick, der bislang nur ganz wenigen Europäern vergönnt war: die Große Mauer. Macartneys Urteil: "Es ist das erstaunlichste von Menschenhand geschaffene Werk." Macartneys Mission wurde ein Fiasko, doch sein Blick auf die Große Mauer blieb in den westlichen Köpfen. Dieser Mythos liegt bis heute über der wahren Mauergeschichte. Sie war niemals ein Symbol nationaler Stärke. Sie ist das Denkmal einer Kultur, die sich selbst genug sein wollte.
Im zweiten Teil der zweiteilige Dokumentation "Der Super-Wall: Chinas Große Mauer" zeichnen Ansichten der Großen Mauer, historische Inszenierungen, Computeranimationen und neueste Erkenntnisse ein farbenprächtiges Bild einer der wichtigsten Phasen des Mauerbaus.


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12:55
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Sturm über China

Das Geheimnis des ersten Kaisers

Film von Christian Twente

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Er war ein Tyrann und Visionär. Er schuf das gewaltigste Reich der Antike und opferte dafür Hunderttausende seiner Untertanen: Qin Shihuangdi, "Erster Erhabener Kaiser von Qin", der Mann, der China seinen Namen gab. Er war der Architekt der ersten Großen Mauer, die sein ...

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Er war ein Tyrann und Visionär. Er schuf das gewaltigste Reich der Antike und opferte dafür Hunderttausende seiner Untertanen: Qin Shihuangdi, "Erster Erhabener Kaiser von Qin", der Mann, der China seinen Namen gab. Er war der Architekt der ersten Großen Mauer, die sein Reich abschottete, und der Erbauer einer der gewaltigsten Grabanlagen der Welt. Sie wird bewacht durch 7.000 lebensgroße Tonkrieger, die legendäre "Terracotta-Armee". Er führte einheitliche Schriftzeichen, Längen und Maße ein, erfand den Beamtenstaat und ordnete das Rechtswesen. Auf seinen Befehl hin wurden die Schriften des Konfuzius verbrannt, zugleich förderte er Wissenschaft und Forschung. Die unterworfenen Staaten stellte er unter ein drakonisches Strafgesetz. Wer Kritik äußerte, wurde gevierteilt, seine Feinde begrub er bei lebendigem Leibe, engste Vertraute trieb er in den Tod.
"Sturm über China" gibt Einblick in das Schattenreich und die Persönlichkeit des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi.


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13:55

Die himmlischen Reisterrassen von China

Film von Peter Weinert

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In der Provinz Yunnan, tief im Südwesten Chinas, haben Reisbauern eine der außergewöhnlichsten Kulturlandschaften der Erde geformt: Seit über einem Jahrtausend trotzen die Hani, eine von 25 Minderheiten der Region, den Bergen Land für ihre Reisterrassen ab und ...
(ARD/HR)

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In der Provinz Yunnan, tief im Südwesten Chinas, haben Reisbauern eine der außergewöhnlichsten Kulturlandschaften der Erde geformt: Seit über einem Jahrtausend trotzen die Hani, eine von 25 Minderheiten der Region, den Bergen Land für ihre Reisterrassen ab und versehen sie mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem über eine Höhe von bis zu 1.500 Metern. Diese technische Meisterleistung hat eine der atemberaubendsten Landschaftsarchitekturen hervorgebracht, riesige bizarre Skulpturen aus Erde und Wasser. Diese Terrassen nennen die Hani "Leitern zum Himmel". Noch ist die jahrhundertealte Tradition der Hani lebendig, noch ist ihr Denken erfüllt von den Geistern ihrer Vorfahren, den Kräften des Himmels, des Windes und des Wassers - doch es zeichnet sich ein Umbruch ab. Schon suchen viele der jungen Hani nach einem komfortableren Leben in den Städten.
Die Dokumentation "Die himmlischen Reisterrassen von China" schildert den Jahreskreislauf dieser Region. Sie zeigt den Weg des Reises von der Aussaat bis zur Ernte und berichtet vom Leben der Hani in ihren Dörfern: von ihrem Alltag in den 200 Jahre alten Lehmziegelbauten ohne fließendes Wasser, fernab der Zivilisation, aber auch von ihrer reichen Kultur, ihren Bräuchen und ihrer animistischen Religion.
(ARD/HR)


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14:40
Dolby-Digital Audio

Nicht ohne meine Leiche

(Luo ye gui gen)

Spielfilm, Hongkong/China 2007

Darsteller:
Zhao ZhaoBenshan Zhao
Liu HongQiwen Hong
SongDandan Song
RäuberbossDegang Guo
LKW-FahrerJun Hu
Alter MannMa Wu
u.a.
Regie: Yang Zhang
Länge: 95 Minuten

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Alkohol kann tödlich sein - das muss auch der Wanderarbeiter Zhao feststellen, als sein Kollege Liu bei einem kleinen Feierabendgelage volltrunken einschläft und nicht mehr aufwacht. Ob es nun der Schnaps war oder nicht, für Zhao steht fest, dass er ein altes ...
(ARD)

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Alkohol kann tödlich sein - das muss auch der Wanderarbeiter Zhao feststellen, als sein Kollege Liu bei einem kleinen Feierabendgelage volltrunken einschläft und nicht mehr aufwacht. Ob es nun der Schnaps war oder nicht, für Zhao steht fest, dass er ein altes Versprechen einlösen muss - nämlich, die Leiche seines Freundes in dessen Heimatort zu bringen. Keine leichte Aufgabe, denn Lius Dorf liegt am Drei-Schluchten-Damm, 1.700 Kilometer entfernt, und der öffentliche Personentransport in China gehört nicht zu den verlässlichsten Fortbewegungsmitteln. Natürlich soll niemand erfahren, dass Zhao mit einer Leiche durchs Land reist. Unglücklicherweise besteigt er mit Lius Leichnam einen Reisebus, der von Banditen überfallen wird. Zwar erregt der aufopferungsvolle Freund das Mitleid des Bandenführers und rettet damit das Hab und Gut sämtlicher Mitreisenden, doch großer Dank bleibt aus. Als die anderen Passagiere von der Leiche erfahren, setzen sie Zhao samt totem Freund empört vor die Tür. Mit allen erdenklichen Fortbewegungsmitteln setzt er seine Reise fort - mal trägt er Liu auf dem Rücken, mal verstaut er ihn in einer Schubkarre, und als alle Stricke reißen, rollt er ihn in einem großen LKW-Reifen. Auf seinem turbulenten Weg durch den Südwesten Chinas lernt Zhao dabei eine Reihe ungewöhnlicher Menschen kennen, vom emotional labilen Lastwagenfahrer über einen jungen Mann, der mit dem Fahrrad bis nach Tibet fahren will, bis zu einem einsamen Reichen, der zu seinen Lebzeiten seine eigene Beerdigung feiern lässt.
Der Spielfilm "Nicht ohne meine Leiche" von Yang Zhang bietet eines der schönsten Beispiele des jungen chinesischen Kinos, das sich seit einigen Jahren vielgestaltig und dynamisch entwickelt. Die skurrile und herzerwärmende Komödie mit dem chinesischen Starkomiker Benshan Zhao in der Hauptrolle, erzählt beiläufig von Armut, sozialer Kälte und notgedrungener Arbeits-Migration im Wirtschaftswunderland China - verfällt dabei aber nicht in Bitterkeit oder Zynismus.
(ARD)


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16:15

From Somewhere to Nowhere - Wanderarbeiter in China

Unterwegs in China mit dem Fotografen Andreas Seibert

Dokumentarfilm von Villi Hermann, Schweiz 2009

Länge: 53 Minuten

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Rund 150 Millionen Chinesen ziehen als Wanderarbeiter durch das Land. Seit den späten 1980er Jahren tragen sie die boomende Wirtschaft Chinas. Sie rackern sich auf den zahlreichen Großbaustellen der Städte ab, schuften meist ohne Papiere in den für ihre katastrophalen ...

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Rund 150 Millionen Chinesen ziehen als Wanderarbeiter durch das Land. Seit den späten 1980er Jahren tragen sie die boomende Wirtschaft Chinas. Sie rackern sich auf den zahlreichen Großbaustellen der Städte ab, schuften meist ohne Papiere in den für ihre katastrophalen und nicht selten krankmachenden Arbeitsbedingungen bekannten Fabriken und Minen für einen Hungerlohn. Ihre Hoffnung, am Aufschwung teilhaben zu können, wird dabei oft betrogen.
Der in Tokio lebende Schweizer Fotograf Andreas Seibert begleitet Wanderarbeiter seit 2002. Auf drei Reisen in den Jahren 2006, 2007 und 2008 hat der Schweizer Filmemacher Villi Hermann Andreas Seibert auf seinen Reisen begleitet. Gemeinsam durchquerten sie China vom boomenden Süden nach Norden, von Osten nach Westen. Sie besuchten Wanderarbeiter an ihren Arbeitsstätten, schauten in ihre notdürftigen Unterkünfte und fuhren mit ihnen in die Dörfer und zu den Familien, die sie zurückgelassen haben. In eindrücklichen Bildern zeigt die Dokumentation "From Somewhere to Nowhere - Wanderarbeiter in China" wie diese Migration die chinesische Gesellschaft verändert: Rund 20 Millionen Kinder wachsen ohne ihre Eltern auf, weil diese in den Städten arbeiten. Die Filmaufnahmen zeigen, welchen Preis die Menschen und die Umwelt Chinas für den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung bezahlen müssen.


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17:10

China - Revolution des Kapitalismus (1/2)

Film von Rob Coldstream

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Als der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Mao Zedong, 1976 starb, waren die Hardliner entschlossen, die kulturelle Revolution fortzusetzen, indem sie die Mittelklasse zwangen, in der Landwirtschaft zu arbeiten. Aber Parteimitglied Deng Xiaoping - ein früherer ...
(ORF)

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Als der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Mao Zedong, 1976 starb, waren die Hardliner entschlossen, die kulturelle Revolution fortzusetzen, indem sie die Mittelklasse zwangen, in der Landwirtschaft zu arbeiten. Aber Parteimitglied Deng Xiaoping - ein früherer Hauptverbündeter von Mao, aber späterer Kritiker - hielt ihre Strategie für verrückt. Chinas Nahrungsmittelproduktion war zusammengebrochen, und die Industrie ging in die Knie. Mithilfe von Kollegen aus dem Politbüro ermunterte er die Bauern dazu, ihre Grundstücke von den Kommunen zurückzunehmen. Er bildete neue wirtschaftliche Zonen, die westliche Technologie und Investitionen ins Land brachten, und erlaubte China Waren für den Export zu produzieren. Dies brachte China dazu, eines der am schnellsten wachsenden Länder der Welt zu werden.
Erster Teil der zweiteiligen Dokumentation "China - Revolution des Kapitalismus", die die Geschichte der vielleicht größten Richtungsänderung in der Weltgeschichte erzählt - die Wandlung der Chinesischen Kommunistischen Partei zum Kapitalismus.

Den zweiten Teil der zweiteiligen Dokumentation "China - Revolution des Kapitalismus" zeigt 3sat im Anschluss, um 18.00 Uhr.
(ORF)


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18:00

China - Revolution des Kapitalismus (2/2)

Film von Rob Coldstream

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Ein Jahrzehnt nach den Reformen wurde Deng Xiaopings Vermächtnis durch das Massaker an demokratisch gesinnten Demonstranten auf dem Tiananmen-Platz beschädigt. Arbeitslosigkeit, Korruption und Profitmacherei provozierten die Menschen. Mitten im Kollaps des Kommunismus in ...
(ORF)

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Ein Jahrzehnt nach den Reformen wurde Deng Xiaopings Vermächtnis durch das Massaker an demokratisch gesinnten Demonstranten auf dem Tiananmen-Platz beschädigt. Arbeitslosigkeit, Korruption und Profitmacherei provozierten die Menschen. Mitten im Kollaps des Kommunismus in Russland und Osteuropa wollte Deng verhindern, dass die Partei die Kontrolle in China verlor. Er bestellte Armeeeinheiten, um auf die Massen zu schießen. Kollegen aus dem Politbüro machten seine Wirtschaftspolitik für alle Probleme verantwortlich und stoppten seine Reformen. Ausländische Investoren ergriffen die Flucht. Aber Deng gab nicht auf. Bis ins hohe Alter setzte er sich für wirtschaftliche Reformen ein, indem er verkündete, dass der chinesische, kommunistische Staat ohne ausländische Investitionen und freie Wirtschaft kollabieren würde. Deng starb 1997 - nicht bevor er sehen konnte, dass sein Land eine feste Größe als das am schnellsten wachsende Wirtschaftssystem wurde und der wichtigste Herausforderer der Vereinigten Staaten.
Zweiter Teil der zweiteiligen Dokumentation "China - Revolution des Kapitalismus", die die Geschichte der vielleicht größten Richtungsänderung in der Weltgeschichte erzählt - die Wandlung der Chinesischen Kommunistischen Partei zum Kapitalismus.
(ORF)


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18:45
Videotext Untertitel

Weltjournal: Chinas kommunistische Milliardäre

Reportage von Jörg Winter

Moderation: Eugen Freund

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Mit dem explosiven Wirtschaftsboom der letzten Jahre sind einige tausend Chinesen überaus reich geworden. Exzellente Beziehungen zu den kommunistischen Machthabern waren meist Voraussetzung für ihre blühenden Geschäfte. Auch wenn 2012 auf dem Parteitag der neue ...
(ORF)

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Mit dem explosiven Wirtschaftsboom der letzten Jahre sind einige tausend Chinesen überaus reich geworden. Exzellente Beziehungen zu den kommunistischen Machthabern waren meist Voraussetzung für ihre blühenden Geschäfte. Auch wenn 2012 auf dem Parteitag der neue Reichtum von Politikerangehörigen ein eher peinliches Thema war und die allgegenwärtige Korruption als der größte Feind des chinesischen Volkes gegeißelt wird: Die meisten reichen Chinesen lieben ihr Geld und zeigen gern, was sie haben.
In seiner "Weltjournal"-Reportage "Chinas kommunistische Milliardäre" berichtet Auslandskorrespondent Jörg Winter über das Selbstverständnis der Superreichen in einer kommunistischen Gesellschaft - und bekommt auch eine Audienz beim reichsten Chinesen der Gegenwart, Zong Qinghou, der mit Soft-Drinks ein Vermögen von mehr als acht Milliarden Euro gemacht hat.
(ORF)


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19:15

Chinas neue Musentempel

Film von Ralf Pleger

Erstausstrahlung

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Nirgendwo auf der Welt sind so viele neue Theater- und Opernhäuser gebaut worden wie derzeit in China. Im ganzen Land schießen eindrucksvolle Musentempel wie Pilze aus dem Boden: Etwa 50 sind gerade fertiggestellt worden oder stehen kurz vor ihrer Vollendung, mehrere ...

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Nirgendwo auf der Welt sind so viele neue Theater- und Opernhäuser gebaut worden wie derzeit in China. Im ganzen Land schießen eindrucksvolle Musentempel wie Pilze aus dem Boden: Etwa 50 sind gerade fertiggestellt worden oder stehen kurz vor ihrer Vollendung, mehrere Dutzend weitere sind in Planung. Eine Stadt, die etwas auf sich hält, glänzt mit einem repräsentativen Opernhaus. Im Westen hat das Tradition. Chinas Metropolen greifen diese Idee nun auf und setzen sie um - per Regierungsauftrag, in kürzester Frist und im ganz großen Stil. Bemerkenswerte Wahrzeichen entstehen, Vorzeigeprojekte auf Weltklasse-Niveau. Von internationalen Star-Architekten werden sie entworfen und hochwertig ausgestattet. Doch was haben diese Häuser darüber hinaus zu bieten? Entwickelt sich China zum Opernparadies der Zukunft?
Filmemacher und Opernkenner Ralf Pleger begab sich für die Dokumentation "Chinas neue Musentempel" auf Erkundungstour durch chinesische Mega-Citys und im Westen teilweise unbekannte Millionenstädte. Er trifft Sänger und Musiker, junge Opernfans, chinesische Funktionäre und ausländische Auftragnehmer: Begegnungen, die erstaunliche Einblicke in das moderne Kulturleben und in die junge Gesellschaft Chinas bieten. Die hochmodernen Theatergebäude sind vielgestaltige Repräsentationsbauten, in denen Musik, Kunst und Kultur mitsamt ihren gesellschaftlichen Komponenten betrieben, erneuert und kontrovers diskutiert werden sollen. "Chinas neue Musentempel" präsentieren damit ein Phänomen, das noch in seiner Anfangsphase steckt, dessen Potenzial und Strahlkraft aber schon jetzt nicht nur Opernliebhaber fasziniert.


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20:15
Videotext Untertitel

Das Tor des Drachen - Chinas langer Aufbruch

Film von Christian Twente

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Über Jahrtausende galt China den Chinesen als Zentrum der Welt. Im Isolationismus der chinesischen Kaiser entwickelte sich eine Zivilisation, die sich vom Rest der Welt grundlegend unterschied. Geradezu Sinnbild der Abgrenzung sind die berühmten steinernen Monumente, ...

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Über Jahrtausende galt China den Chinesen als Zentrum der Welt. Im Isolationismus der chinesischen Kaiser entwickelte sich eine Zivilisation, die sich vom Rest der Welt grundlegend unterschied. Geradezu Sinnbild der Abgrenzung sind die berühmten steinernen Monumente, Wahrzeichen des chinesischen Reichs: die Terrakotta-Armee des Ersten Kaisers, die Große Mauer in ihren verschiedenen Strecken und Ausprägungen, die monumentalen unterirdischen Kaisergräber mit ihren Selbstschussanlagen, und schließlich die hermetischen Paläste der Verbotenen Stadt in Beijing, nach alter Lehre Mittelpunkt des chinesischen Kosmos. Doch immer wieder haben fortschrittliche Herrscher das Land geöffnet - bis heute.
Anhand jener Wende- und Schicksalspunkte Chinas erzählt die Dokumentation "Das Tor des Drachen - Chinas langer Aufbruch" die Geschichte des Reichs der Mitte.


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21:00

Fu Long & Fu Hu

Film von Heinz Leger

(aus der ORF-Reihe "Universum")

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Am 23. August 2007 sorgte die Geburt eines Pandababys im Tiergarten Schönbrunn für helle Aufregung. Der laut fiepende Winzling war das erste Panda-Baby Europas, das auf natürliche Weise gezeugt wurde. Die Geburt von Fu Long, des "glücklichen Drachen", hatte selbst in ...
(ORF)

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Am 23. August 2007 sorgte die Geburt eines Pandababys im Tiergarten Schönbrunn für helle Aufregung. Der laut fiepende Winzling war das erste Panda-Baby Europas, das auf natürliche Weise gezeugt wurde. Die Geburt von Fu Long, des "glücklichen Drachen", hatte selbst in China für Aufregung gesorgt - in Zeitungen und Fernsehen wurde über den kleinen Panda aus Wien berichtet. Von Beginn an war das schwarz-weiße Fellknäuel der Liebling der Tiergartenbesucher. In den Monaten nach der Geburt Fu Longs nahmen die Besucher stundenlange Wartezeiten in Kauf, um einen kurzen Blick auf das putzige, aber leider meist schlafende Bärchen werfen zu können. Am 18. November 2010 verließ der halbwüchsige Panda den Tiergarten Schönbrunn. Seine neue Heimat ist die Pandazucht- und Forschungsstation Bifengxia in der chinesischen Provinz Sichuan. Nach einer Quarantänezeit von 30 Tagen wurde er Schritt für Schritt an gleichaltrige Artgenossen gewöhnt. Im November 2012 hat auch der Bruder von Fu Long - Fu Hu, der im August 2010 geboren wurde - seine Reise nach China angetreten.
Die "Universum"-Dokumentation "Fu Long & Fu Hu" begleitet den kleinen Panda auf seiner Reise nach China und beobachtet die Eingewöhnungsphase des Glücksdrachen im Reich der Mitte.
(ORF)


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21:40

Chinas wilder Fluss

An den Ufern des Mekong

Film von Ariane Reimers

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Der Mekong ist die Lebensader Asiens. Der große Fluss entspringt den Bergen Tibets und strömt durch sieben Länder, bevor er das Südchinesische Meer erreicht. Was kaum jemand weiß: fast die Hälfte des Mekong verläuft auf chinesischem Gebiet. Von den Quellen in den ...
(ARD/NDR)

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Der Mekong ist die Lebensader Asiens. Der große Fluss entspringt den Bergen Tibets und strömt durch sieben Länder, bevor er das Südchinesische Meer erreicht. Was kaum jemand weiß: fast die Hälfte des Mekong verläuft auf chinesischem Gebiet. Von den Quellen in den tibetischen Bergen bis zur subtropischen Provinz Yunnan heißt er "Lancang Jiang" - "wilder Fluss". Ganz im Norden von Yunnan ist der Lancang Jiang ein reißender Fluss, der sich durch tiefe, karg bewachsene Täler windet. Steile Hänge fallen fast 1.000 Meter in die Tiefe. Weit über dem Lancang Jiang erheben sich schneebedeckte Gipfel. Der mit 6.740 Metern höchste Berg - der Kawagebo - ist heilig und Ziel vieler Pilger. Es ist eine weitgehend tibetisch besiedelte Region, bunte Gebetsfahnen flattern über dem Fluss, in kleinen buddhistischen Tempeln beten die Dorfbewohner.
Für die Dokumentation "Chinas wilder Fluss" reist Auslandskorrespondentin Ariane Reimers trotz vieler Schwierigkeiten an den Ufern des Mekong entlang.
(ARD/NDR)


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22:15
Dolby-Digital AudioVideotext Untertitel

Gefahr und Begierde

(Lust, Caution)

Spielfilm, China/USA 2007

Darsteller:
Herr YiTony Leung
Wang Jiazhi/Frau MakTang Wei
Frau YiJoan Chen
Kuang Yu MinLee-Hom Wang
Indischer JuwelierAnupam Kher
u.a.
Regie: Ang Lee
Länge: 146 Minuten

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China, 1939: Während in Europa der Zweite Weltkrieg tobt, fordert in Ostasien der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg zahllose Opfer. In Hongkong schließt sich die junge Chinesin Wang Jiazhi einer Studentengruppe für "patriotisches Theater" an. Schon bald geben sich die ...
(ARD)

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China, 1939: Während in Europa der Zweite Weltkrieg tobt, fordert in Ostasien der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg zahllose Opfer. In Hongkong schließt sich die junge Chinesin Wang Jiazhi einer Studentengruppe für "patriotisches Theater" an. Schon bald geben sich die jungen Leute unter Führung des engagierten Kuang Yu Min nicht mehr mit künstlerischen Protesten zufrieden. Sie planen, Herrn Yi zu ermorden, der als Kollaborateur der verhassten Japaner zu Macht und Wohlstand gekommen ist. Jiazhi soll den Lockvogel spielen. Zunächst scheint der Plan aufzugehen - doch dann wird Herr Yi nach Shanghai versetzt. Zu einem Mord kommt es trotzdem, weil die Studenten einen Untergebenen Yis, der versucht, sie zu erpressen, aus dem Weg räumen müssen. Nach dieser Bluttat trennen sich die Wege der Mitglieder. Zwei Jahre später trifft Jiazhi ihren alten Freund Kuang, der nun ein führendes Mitglied des chinesischen Widerstands ist, in Shanghai wieder. Er hat noch immer vor, Herrn Yi zu ermorden, inzwischen Chef der grausamen Geheimpolizei. Kuang kann Jiazhi überreden, erneut den Kontakt zu dem Verräter zu suchen. Doch zwischen Jiazhi und ihrem Opfer entsteht eine leidenschaftliche Affäre. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Mission und ihren Gefühlen, gerät Jiazhi in einen schweren Gewissenskonflikt.
Im Rahmen einer klassischen Spionagegeschichte zeichnet Ang Lee in "Gefahr und Begierde" das Porträt einer jungen Frau, die ihre eigene Identität aufgeben muss und erst durch diesen Akt der totalen Selbstverleugnung allmählich zu sich selbst findet. Die melancholische Grundatmosphäre der Geschichte kontrastiert Lee mit einigen Sexszenen, deren sadomasochistischer Charakter gleichwohl als hintersinnige Metapher für die innere Zerrissenheit der Charaktere zu verstehen ist. Der Film wurde in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Die Hauptrollen spielen Tang Wei und der chinesische Charakterdarsteller Tony Leung, bekannt aus Wong Kar-wais Meisterwerk "In the Mood for Love".
(ARD)


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0:40

Tiananmen!

20 Jahre nach dem Massaker - die Opfer erzählen

Film von Thomas Weidenbach und Shi Ming

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In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1989 eröffnete die chinesische Volksbefreiungsarmee auf dem Platz des Himmlischen Friedens das Feuer auf eine wehrlose Menschenmenge. Über Wochen hinweg hatten bis zu einer Million Menschen dort, im Zentrum Pekings, demonstriert. Es ...
(ARD/WDR)

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In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1989 eröffnete die chinesische Volksbefreiungsarmee auf dem Platz des Himmlischen Friedens das Feuer auf eine wehrlose Menschenmenge. Über Wochen hinweg hatten bis zu einer Million Menschen dort, im Zentrum Pekings, demonstriert. Es waren zunächst Studenten, denen sich nach und nach Millionen Bürger aus allen gesellschaftlichen Schichten anschlossen. Nach Jahren wirtschaftlicher Reformen forderten sie mehr Demokratie. Der Tiananmen-Platz, so sein chinesischer Name, einst Wahrzeichen unangefochtener Staatsmacht, wurde zum Symbol aufkeimender Zivilcourage. Während die chinesische Staatsführung von 319 Toten spricht, berichten Menschenrechtsorganisationen von bis zu 3.000 Todesopfern und mehr, die in jener Nacht umgebracht wurden - erschossen, hingerichtet oder von Panzern überrollt. 20 Jahre später hat sich in China vieles gewandelt. Das Reich der Mitte hat ein beispielloses Wirtschaftswachstum hinter sich. Doch das Massaker ist und bleibt eines der großen Tabuthemen des Landes. Die blutige Niederschlagung der Proteste wird offiziell als "Zwischenfall' verharmlost. Noch immer ist unklar, wer den Armeeeinsatz zu verantworten und den Schießbefehl erteilt hat.
DIe Dokumentation "Tiananmen!" schildert die dramatischen Ereignisse aus der Perspektive der Opfer. Vier Menschen - ein Student, ein Arbeiter, die Mutter eines erschossenen Demonstranten und eine Lehrerin, die ihre Schüler unterstützte - erzählen, was sie selbst miterlebt haben. Nach monatelangen Recherchen in China, Hongkong, Frankreich, Schweden und Deutschland ist es den Autoren Thomas Weidenbach und Shi Ming gelungen, bewegende Dokumente zusammenzutragen. Anhand von Interviews, aktuellen Bildern vom Schauplatz des Massakers, unveröffentlichten Privatfotos und zum Teil seltenen Archivaufnahmen lassen sie die Ereignisse wieder aufleben.
(ARD/WDR)


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1:25

Auf Vater wartet der Henker

Die Kinder der Strafgefangenen in China

Film von Ariane Reimers

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Tian Tian ist Waise, der Vater wurde für einen Mord hingerichtet, ihre Mutter hat sich das Leben genommen. Seit vier Jahren lebt sie im Kinderdorf. Längst hat sich die Zwölfjährige an den strengen Rhythmus gewöhnt, aber der Anfang war schwer. "Im ersten Jahr wollte ...
(ARD/WDR)

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Tian Tian ist Waise, der Vater wurde für einen Mord hingerichtet, ihre Mutter hat sich das Leben genommen. Seit vier Jahren lebt sie im Kinderdorf. Längst hat sich die Zwölfjährige an den strengen Rhythmus gewöhnt, aber der Anfang war schwer. "Im ersten Jahr wollte ich wirklich jeden Tag nach Hause. Der Zaun des Kinderdorfs war damals noch nicht so hoch wie heute, und da waren ein paar Lücken im Zaun, da passte ich durch, mein Kopf war ja noch klein. Jede Nacht bin ich weggelaufen, und die Leute vom Kinderdorf mussten mich suchen. Ein paar Verwandte haben mir dann gesagt, ich kann in unserem Dorf anrufen, wenn ich Heimweh habe. Dann war es ok." Etwa 100 Kinder wohnen im Kinderdorf von Peking, manche kehren heim, wenn ihre Eltern aus dem Gefängnis entlassen werden, andere bleiben, bis sie 18 Jahre alt sind. Tian Tian weiß um das Schicksal ihres Vaters, aber manch anderes Kind im Dorf ist noch ahnungslos. Die schwierigen Themen werden verdrängt. Wie soll man Kindern auch erklären, dass der Staat ein Elternteil oder auch beide hat hinrichten lassen? Die Wahrheit bringt nur Leid und Sorgen, für eine professionelle psychologische Betreuung fehlt das Geld. Zhang Nainai - die Gründerin des Kinderdorfs - ist Managerin, Organisatorin und Ersatzmutter für viele Kinder. Eine Mammutaufgabe. Der Alltag im Kinderdorf ist gut durchorganisiert, Zhang Nainai verlangt viel von den Kindern - Lernen für die Schule, Putzen, Wäsche waschen, Kochen für Gäste, Feldarbeit im Sommer - viel Zeit zum Spielen bleibt da nicht. Sie sollen sich an das harte Leben gewöhnen, überleben lernen in einem Land, in dem ihnen keiner etwas schenkt.
Die Dokumentation "Auf Vater wartet der Henker" begleitet Kinder von Strafgefangenen in ihrem Alltag im Kinderdorf von Peking.
(ARD/WDR)


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1:55
Dolby-Digital AudioVideotext Untertitel

Gefahr und Begierde

Spielfilm, China/USA 2007

(Wh.)

Länge: 146 Minuten


(ARD)


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4:20

China - Revolution des Kapitalismus (1/2)

(Wh.)


(ORF)


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5:10

China - Revolution des Kapitalismus (2/2)

(Wh.)


(ORF)

Sendeende: 5:55 Uhr