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Sonntag, 16. September
Programmwoche 38/2012
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6:45
Stereo-Ton16:9 Format

Tele-Akademie

Dr. Rainer Hank: Der Ausnahmezustand.

Europa in Zeiten der Gefahr

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Europa steckt in einer existenziellen Krise, tiefer als zu irgendeinem Zeitpunkt seit 1945. Anders als angekündigt hat der Euro, die gemeinsame Währung, das Integrationsversprechen nicht gehalten. Anstatt einer Annäherung der Lebensverhältnisse in Nord und Süd erlebt ...
(ARD/SWR)

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Europa steckt in einer existenziellen Krise, tiefer als zu irgendeinem Zeitpunkt seit 1945. Anders als angekündigt hat der Euro, die gemeinsame Währung, das Integrationsversprechen nicht gehalten. Anstatt einer Annäherung der Lebensverhältnisse in Nord und Süd erlebt Europa derzeit eine dramatische Staatsschuldenkrise, die nicht nur ökonomische, sondern auch politische Verwerfungen nach sich zieht. Und Europa hat es versäumt, Regeln für den Ausnahmezustand - den Bruch des Vertrags von Maastricht - zu formulieren. Was die Regierungen seit zwei Jahren "Rettung" nennen, entpuppt sich immer mehr als bloße Insolvenzverschleppung ohne Konzept.
Dem Ökonomismus der Euro-Retter nach dem Motto "Scheitert der Euro, so scheitert Europa" und der Sakralisierung eines zentralistischen Europas muss, so das Fazit des "Tele-Akademie"-Vortrags von Dr. Rainer Hank, deutlich widersprochen werden. Rainer Hank leitet die Wirtschaftsredaktion der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er ist Autor zahlreicher Bücher zu Themen der Wirtschaft und der Wirtschaftspolitik.
(ARD/SWR)


7:30
Stereo-Ton16:9 Format

Alpenpanorama



"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


9:05
Stereo-Ton16:9 Format

100(0) Meisterwerke

Edward Hopper: Nachtschwärmer


In der Reihe "100(0) Meisterwerke" wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.


9:15
Stereo-Ton16:9 Format

Ich fühle, also bin ich!

Ute Frevert im Gespräch mit Katja Gentinetta

(aus der SF-Reihe "Sternstunde Philosophie")

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Dass Geschichte weit spannender ist als das Aneinanderreihen von Daten und Namen, ist längst bekannt. Mit der Gefühlsgeschichte ist nun ein weiteres Gebiet eröffnet, mit dem Menschen noch tiefer in die Vergangenheit dringen können. Denn Gefühle sind nicht nur etwas ...

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Dass Geschichte weit spannender ist als das Aneinanderreihen von Daten und Namen, ist längst bekannt. Mit der Gefühlsgeschichte ist nun ein weiteres Gebiet eröffnet, mit dem Menschen noch tiefer in die Vergangenheit dringen können. Denn Gefühle sind nicht nur etwas Privates, sondern in hohem Maße von dem geprägt, was die Gesellschaft von den Menschen erwartet. Ute Frevert, Direktorin und Historikerin am Max-Planck-Institut in Berlin, erforscht die Geschichte der Gefühle seit Beginn der Moderne. Und sie entdeckt dabei etwa, dass sich die Epoche der Aufklärung mitnichten nur um die Vernunft, sondern genauso um das Gefühl drehte.
In der Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie" spricht Moderatorin Katja Gentinetta mit Ute Frevert über den Wandel der Gefühlswelten und fragt, was vom Anspruch an ein effizientes "Gefühlsmanagement" zu halten ist.


10:15
Stereo-Ton16:9 Format

Biotop der Dichter - Santa Maddalena in der Toskana

Film von Gero von Boehm

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Etwa eine Stunde von Florenz entfernt befindet sich inmitten der Toskana ein Ort, an dem die Zeit scheinbar still steht: Santa Maddalena. Dorthin zieht es Dichter, Schriftsteller, Regisseure, Schauspieler und Botaniker aus aller Welt - Bernardo Bertolucci ebenso wie ...

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Etwa eine Stunde von Florenz entfernt befindet sich inmitten der Toskana ein Ort, an dem die Zeit scheinbar still steht: Santa Maddalena. Dorthin zieht es Dichter, Schriftsteller, Regisseure, Schauspieler und Botaniker aus aller Welt - Bernardo Bertolucci ebenso wie Isabella Rossellini und Daniel Kehlmann. Im 20. Jahrhundert pflegte dort der bukowinische Schriftsteller Gregor von Rezzori den Dialog mit anderen Autoren - Bruce Chatwin etwa schrieb in Santa Maddalena seine Reisereportagen. Nun verteidigt Rezzoris Frau Beatrice Monti della Corte die Stiftung im Gedenken an den 1998 gestorbenen "Grischa" von Rezzori gegen die Unbilden der Welt. So hat sich das Landgut zu einem Rückzugsgebiet der Kultur entwickelt, "Writers in Residence" profitieren vom Genius loci. Allein schon die Landschaft, die Natur, das gute Essen, der private Rahmen und der ruhige Lebensrhythmus machen diesen Ort zu einem Biotop für Künstler.
In der Dokumentation "Biotop der Dichter - Santa Maddalena in der Toskana" gibt Gero von Boehm Einblicke in die fruchtbare Atmosphäre des idyllisch gelegenen Landhauses.


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10:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Leonardo da Vinci - Der Genie-Code

Film von Matthias Unterburg

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

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Leonardo da Vinci gilt als Inbegriff eines Genies. Um die Wirklichkeit zu verstehen, überschritt er alle Grenzen. Seine Geheimnisse zeichnete er auf, in rätselhafter Schrift, auf Tausenden von Seiten. Enthalten sie einen geheimen Code? Auch seine Mona Lisa, eins der ...

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Leonardo da Vinci gilt als Inbegriff eines Genies. Um die Wirklichkeit zu verstehen, überschritt er alle Grenzen. Seine Geheimnisse zeichnete er auf, in rätselhafter Schrift, auf Tausenden von Seiten. Enthalten sie einen geheimen Code? Auch seine Mona Lisa, eins der berühmtesten Gemälde der Welt, gibt Rätsel auf. Welche geheimen Botschaften hat er darin hinterlassen?
Die Dokumentation "Leonardo da Vinci - Der Genie-Code" verfolgt das Leben des Universalgenies. Ausgangspunkt der spannenden Erzählung sind dabei die vielen tausend Seiten der Aufzeichnungen von Leonardos eigener Hand - eine in der Geschichte einzigartige Überlieferung. Unterstützt von den erstaunlichen Erkenntnissen internationaler Wissenschaftler entsteht das Psychogramm eines durch und durch ungewöhnlichen Mannes, der alle Grenzen seiner Zeit sprengte - und dessen Träume und Visionen uns bis heute beschäftigen.


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11:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Michelangelo Superstar

Ein Querkopf mit magischen Händen

Film von Wolfgang Ebert

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Kaum einer hinterließ der Nachwelt ein so gewaltiges künstlerisches Erbe wie Michelangelo Buonarroti. Er war nicht nur einer der größten Bildhauer, sondern auch einer der größten Maler und Architekten aller Zeiten. Michelangelo aber war zerrissen zwischen ...

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Kaum einer hinterließ der Nachwelt ein so gewaltiges künstlerisches Erbe wie Michelangelo Buonarroti. Er war nicht nur einer der größten Bildhauer, sondern auch einer der größten Maler und Architekten aller Zeiten. Michelangelo aber war zerrissen zwischen stürmischem Schaffensdrang und lähmender Schwermut. War eine Krankheit der Motor für seine Schaffenskraft? War das Genie ein Autist, der durch die Obsession auf einen eng begrenzten Lebensbereich geprägt war, wie Wissenschaftler behaupten?
Die Dokumentation "Michelangelo Superstar" stellt den Künstler und seine Werke vor.


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12:30
Stereo-Ton16:9 Format

Monteverdissimo. 12 Stunden - Drei Opern

Ein Tag aus der Komischen Oper Berlin

Einführung

Erstausstrahlung

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Ein großes Comeback feiert Claudio Monteverdi (1567 - 1643), der mit seiner Musik die Höhen und Tiefen der menschlichen Psyche auslotet, am 16. September 2012 in der Komischen Oper Berlin: Zum ersten Mal werden die drei vollständig erhaltenen Opern Monteverdis - ...

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Ein großes Comeback feiert Claudio Monteverdi (1567 - 1643), der mit seiner Musik die Höhen und Tiefen der menschlichen Psyche auslotet, am 16. September 2012 in der Komischen Oper Berlin: Zum ersten Mal werden die drei vollständig erhaltenen Opern Monteverdis - "Orpheus", "Odysseus" und "Poppea" - an einem einzigen Tag zu erleben sein: Ein Zwölf-Stunden-Theater mit fast 200 beteiligten Künstlern. 3sat überträgt das außergewöhnliche Musik-Event. In den Opernpausen führt Katrin Bauerfeind durch den Backstage-Bereich. Mit Kommentaren und mit Statements der Künstler präsentiert sie die spannenden Fakten des Opernprojektes. Zusätzlich liefern drei Dokumentationen über Monteverdi, sein Werk und seine Zeit Informationen und Diskussionsstoff: "Trilogie der Leidenschaft" (14.45 Uhr) sowie "Im Herzen der Nacht" und "Die Sonne der Melancholie", eine zweiteilige Filmerzählung von Theo Roos (18.10 Uhr und in der Pause von "Poppea" gegen 20.40 Uhr).
Der aus Australien stammende Regisseur Barrie Kosky inszeniert die Höhen und Tiefen dieses einmaligen Mammutprojekts. Akademischer Purismus liegt Kosky fern. Die Inszenierung des Monteverdi-begeisterten Regisseurs lässt vielmehr eine frische, freche und außergewöhnliche Interpretation des Opernstoffes erwarten. Das Monteverdi-Revival erhält aber auch musikalisch einen neuen Anstrich: Die international erfolgreiche Komponistin Elena Kats-Chernin hat Monteverdis Barock-Klänge aufgefrischt. Die klangliche Neuschöpfung integriert Stile wie Jazz, Klezmer, Tango und Ragtime. André de Ridder ist der Dirigent des mehr als außergewöhnlichen Opernevents. Er ist in vielen Stilen zu Hause, mit Barockmusik ebenso vertraut wie im Pop-Rockmilieu und der klassischen Avantgarde. Barocke Sinnenfreuden und kommunikatives Zusammensein bilden den Rahmen der Trilogie.


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12:45
Stereo-Ton16:9 Format

Monteverdissimo

Orpheus

Musikalische Fabel in einem Prolog und fünf Akten

Live zeitversetzt

Darsteller:
OrpheusDominik Köninger
Eurydike/ApolloJulia Novikova
Amor/Die Hoffnung/Die MusikPeter Renz
Sylvia/ProserpinaTheresa Kronthaler
CharonStefan Sevenich
u.a.
Bühnenbild: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katharina Tasch
Choreographie: Otto Pichler
Chor: Chorsolisten der Komischen
Chor: Oper Berlin
Orchester: Komische Oper Berlin
Musikalische Leitung: André de Ridder
Inszenierung: Barrie Kosky
Fernsehregie: Peter Schönhofer

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"Orpheus", 1607 uraufgeführt, gilt als eine der ersten beziehungsweise als erste Oper überhaupt und ist daher ein Markstein in der Operngeschichte. "Orpheus" handelt von der jugendlich-leidenschaftlichen Liebe zwischen Orpheus und Eurydike. Zwei Akte lang werden in ...

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"Orpheus", 1607 uraufgeführt, gilt als eine der ersten beziehungsweise als erste Oper überhaupt und ist daher ein Markstein in der Operngeschichte. "Orpheus" handelt von der jugendlich-leidenschaftlichen Liebe zwischen Orpheus und Eurydike. Zwei Akte lang werden in Tänzen und Liedern, Chören und Sologesängen Natur und Liebe gefeiert. Die Nachricht von Eurydikes Tod bringt die arkadische Ausgelassenheit zum Schweigen. Nur mit der Kraft der Musik wagt sich Orpheus in die Unterwelt, um seine Geliebte Euydike aus dem Totenreich zurück zu holen. Die Musik wird zum Klagegesang und zum letzten Trost.
Erster Teil der Monteverdi-Trilogie aus der Komischen Oper Berlin.


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14:45
Stereo-Ton16:9 Format

Monteverdissimo

Trilogie der Leidenschaft

Barrie Kosky inszeniert Monteverdi

Film von Dietmar Klumm

Erstausstrahlung

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Die Operndokumentation "Trilogie der Leidenschaft" begleitet die Entstehung der drei Monteverdi-Opern "Orpheus", "Odysseus" und "Poppea" auf der Bühne der Komischen Oper Berlin. Sie wirft einen Blick hinter die Kulissen, in die "Nähstube" und in die Werkstatt für Bühne ...

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Die Operndokumentation "Trilogie der Leidenschaft" begleitet die Entstehung der drei Monteverdi-Opern "Orpheus", "Odysseus" und "Poppea" auf der Bühne der Komischen Oper Berlin. Sie wirft einen Blick hinter die Kulissen, in die "Nähstube" und in die Werkstatt für Bühne und Ausstattung, verfolgt die Entwicklung der Figuren und die Entstehung des speziellen Musik-Mixes aus Barock und moderner Musik. Interviews mit Barrie Kosky und Mitwirkenden dokumentieren den aufregenden Entstehungsprozess dieses gigantischen Projekts und führen in die Sujets von Monteverdis Opern-Trilogie ein.


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15:25
Stereo-Ton16:9 Format

Monteverdissimo

Odysseus

Musikalisches Drama in einem Prolog und drei Akten

Live zeitversetzt

Darsteller:
OdysseusGünter Papendell
Penelope, seine FrauEzgi Kutlu
Telemachos, sein SohnTansel Akzeybek
Amor/IrosPeter Renz
Melanto, Penelopes DienerinMirka Wagner
u.a.
Bühnenbild: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katharina Tasch
Choreographie: Otto Pichler
Chor: Chorsolisten der Komischen
Chor: Oper Berlin
Orchester: Komische Oper Berlin
Musikalische Leitung: André de Ridder
Inszenierung: Barrie Kosky
Fernsehregie: Peter Schönhofer

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"Die Heimkehr des Odysseus" wurde im Venezianischen Karneval 1641 uraufgeführt. Die Oper ist ohne Instrumentierung überliefert, dafür mit Melodie- und Gesangslinien. Der jugendlich-leidenschaftlichen Liebe zwischen Orpheus und Eurydike steht hier die abgeklärte ...

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"Die Heimkehr des Odysseus" wurde im Venezianischen Karneval 1641 uraufgeführt. Die Oper ist ohne Instrumentierung überliefert, dafür mit Melodie- und Gesangslinien. Der jugendlich-leidenschaftlichen Liebe zwischen Orpheus und Eurydike steht hier die abgeklärte Sehnsucht der jahrelang getrennten Eheleute Odysseus und Penelope gegenüber. 20 Jahre lang wartet Penelope darauf, dass ihr Mann Odysseus aus dem Krieg gegen Troja heimkehrt. Sie widersteht allen Werbeangeboten. Als Odysseus schließlich zurückkehrt, erkennt Penelope ihn nicht mehr. Eine letzte Bewährungsprobe ihrer Liebe beginnt.
Zweiter Teil der Monteverdi-Trilogie aus der Komischen Oper Berlin.


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18:10
Stereo-Ton16:9 Format

Monteverdissimo

Im Herzen der Nacht

Monteverdis Musen

Filmische Erzählung von Theo Roos

Erstausstrahlung

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Vergänglichkeit und Tod, aber auch Fülle und Üppigkeit, Lebensgenuss pur vermittelt die Kunstform des Frühbarock: Ein Fest der Sinne mitten im Alltag. Offensichtlichstes Symbol dieser Dolce Vita sind die Gaumenfreuden. Der barocke Mensch zecht, schlemmt und sublimiert ...

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Vergänglichkeit und Tod, aber auch Fülle und Üppigkeit, Lebensgenuss pur vermittelt die Kunstform des Frühbarock: Ein Fest der Sinne mitten im Alltag. Offensichtlichstes Symbol dieser Dolce Vita sind die Gaumenfreuden. Der barocke Mensch zecht, schlemmt und sublimiert seine Lebenslust in der Musik.
In seiner zweiteiligen Filmerzählung begibt sich Theo Roos auf diese Seiten-, Um- und Abwege: Die Esskultur zur Zeit Monteverdis. Ken Alballa, Spezialist für die Esskultur der Renaissance und des Barock, kocht verschiedene zeittypische Gerichte und philosophiert dabei über den Zusammenhang von Musik und Essen dieser Epoche. Reisebilder aus Cremona, Venedig, Mantua zeigen die Landschaften und Orte, die Monteverdis Musik inspirierten. Die Figuren seiner Opern werden darin lebendig. Da sind Eurydike, die Gefangene im Hades, Penelope, die Treue, und Poppea, die Leidenschaftliche. Sie verbinden sich mit Claudia von Cattaneis, die sich an das gemeinsame Leben mit Claudio Monteverdi, dem Meister der italienischen Oper, erinnert. Erster Teil der zweiteiligen Filmerzählung.


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18:55
Stereo-Ton16:9 Format

Monteverdissimo

Poppea

Musikalisches Drama in einem Prolog und drei Akten

Live

Darsteller:
PoppeaBrigitte Geller
Nero, KaiserRoger Smeets
Octavia, KaiserinHelene Schneiderman
Otho, ehemaliger Liebhaber PoppeasTheresa Kronthaler
DrusillaJulia Giebel
SenecaJens Larsen
u.a.
Bühnenbild: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katrin Lea Tag
Kostüme: Katharina Tasch
Choreographie: Otto Pichler
Chor: Chorsolisten der Komischen
Chor: Oper Berlin
Orchester: Komische Oper Berlin
Musikalische Leitung: André de Ridder
Inszenierung: Barrie Kosky
Fernsehregie: Andreas Morell

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"Poppea", Monteverdis letzte Oper, 1642 uraufgeführt, ist eines der innovativsten Werke des Komponisten und war für die Gattung Oper wegweisend. Im Mittelpunkt steht die historische Figur des Nero. Jede Nacht verbringt Kaiser Nero mit seiner Geliebten Poppea. Doch seine ...

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"Poppea", Monteverdis letzte Oper, 1642 uraufgeführt, ist eines der innovativsten Werke des Komponisten und war für die Gattung Oper wegweisend. Im Mittelpunkt steht die historische Figur des Nero. Jede Nacht verbringt Kaiser Nero mit seiner Geliebten Poppea. Doch seine sexuelle Besessenheit wird ihm zur Falle: Poppea drängt den ihr Verfallenen mit seiner Frau, Kaiserin Octavia, zu brechen. Octavia wiederum zwingt Poppeas verflossenen Liebhaber Otho, die Rivalin zu ermorden. Der Plan misslingt. Der Weg zur Krönung Poppeas als Kaiserin ist frei. In Poppea ist die Unschuld arkadischer Liebe pervertiert zu reiner Lust. Sie wird zum Polit-Thriller voller Machtgier, Intrige und Mord.
Dritter Teil der Monteverdi-Trilogie aus der Komischen Oper Berlin.

In der Pause gegen 20.40 Uhr:
Die Sonne der Melancholie
Monteverdis Musen
Filmische Erzählung von Theo Roos
Erstausstrahlung

Vergänglichkeit und Tod, aber auch Fülle und Üppigkeit, Lebensgenuss pur vermittelt die Kunstform des Frühbarock: Ein Fest der Sinne mitten im Alltag. Offensichtlichstes Symbol dieser Dolce Vita sind die Gaumenfreuden. Der barocke Mensch zecht, schlemmt und sublimiert seine Lebenslust in der Musik.
In seiner zweiteiligen Filmerzählung begibt sich Theo Roos auf diese Seiten-, Um- und Abwege: Die Esskultur zur Zeit Monteverdis. Ken Alballa, Spezialist für die Esskultur der Renaissance und des Barock, kocht verschiedene zeittypische Gerichte und philosophiert dabei über den Zusammenhang von Musik und Essen dieser Epoche. Reisebilder aus Cremona, Venedig, Mantua zeigen die Landschaften und Orte, die Monteverdis Musik inspirierten. Die Figuren seiner Opern werden darin lebendig. Da sind Eurydike, die Gefangene im Hades, Penelope, die Treue, und Poppea, die Leidenschaftliche. Sie verbinden sich mit Claudia von Cattaneis, die sich an das gemeinsame Leben mit Claudio Monteverdi, dem Meister der italienischen Oper, erinnert. Zweiter Teil der zweiteiligen Filmerzählung.


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22:40
Dolby-Digital Audio16:9 Format

Emoción - Neues spanisches Kino

Rabia - Stille Wut

(Rabia)

Spielfilm, Spanien/Mexiko/Kolumbien 2009

Darsteller:
RosaMartina García
José MariaGustavo Sánchez Parra
Senora TorresConcha Velasco
Marimar TorresIcíar Bollaín
Alvaro TorresAlex Brendemühl
Senor TorresXabier Elorriaga
u.a.
Mit Gustavo Sánchez Parra und Martina Garcia
Regie: Sebastián Cordero
Länge: 92 Minuten
Erstausstrahlung

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Der junge Bauarbeiter José María lernt zufällig das Hausmädchen Rosa kennen. Die beiden verlieben sich, und zunächst scheint alles perfekt. In ihren gemeinsamen Stunden entfliehen sie ihrem Zweite-Klasse-Leben als südamerikanische Immigranten in Spanien. Doch dann ...

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Der junge Bauarbeiter José María lernt zufällig das Hausmädchen Rosa kennen. Die beiden verlieben sich, und zunächst scheint alles perfekt. In ihren gemeinsamen Stunden entfliehen sie ihrem Zweite-Klasse-Leben als südamerikanische Immigranten in Spanien. Doch dann erschlägt José während eines Streits auf einer Baustelle im Affekt seinen Vorarbeiter. Er muss flüchten und versteckt sich, um nicht entdeckt zu werden, in der Villa von Rosas Arbeitgebern, der Familie Torres. Unbemerkt richtet er sich in einem unbewohnten Seitenflügel des Hauses ein. Rosa ahnt zunächst nicht, wohin ihr Geliebter geflohen ist. Innerhalb der kommenden Wochen und Monate beobachtet José Tag für Tag das Leben und die Obsessionen der Hausbewohner - und muss mit ansehen, wie Rosa Schlimmes angetan wird. Besonders der jüngste Sohn des Torres-Clans hat es auf sie abgesehen.
Regisseur Sebastián Cordero inszenierte mit "Rabia - Stille Wut" einen atmosphärisch dichten Erotikthriller, der als Lovestory beginnt und als Psychodrama endet. Gemeinsam mit seinen Hauptdarstellern Gustavo Sánchez Parra und Martina García spielt er gekonnt mit den Erwartungen seiner Zuschauer, während José María vom beschützenden Liebhaber zum grausamen Racheengel wird. Zu den Produzenten des Films gehören auch der Spanier Álvaro Augustin und der Mexikaner Guillermo del Toro. Die transatlantische Zusammenarbeit der beiden ist mit dafür verantwortlich, dass das spanischsprachige Genrekino in den 2000er Jahren wieder zu internationalem Ansehen gelangte. Neben del Toros Regiearbeit "Pans Labyrinth" und "Rabia - Stille Wut" produzierte das Duo auch den erfolgreichen Mystery-Thriller "Das Waisenhaus".

Spielen mit und aus Leidenschaft ist nicht nur eine Qualität der spanischen Fußballer: Wenn es darum geht, Charaktere und Gefühle auf der Leinwand fast bis zur Schmerzgrenze lebendig werden zu lassen, sind auch aktuelle spanische Filmemacher und Schauspieler einzigartig. - Die TV-Premiere "Rabia - Stille Wut" eröffnet die 3sat-Reihe "Emoción - Neues spnaisches Kino" mit fünf spannenden Spielfilmen des aktuellen spanischen Kinos. Als nächster Film folgt am Dienstag, 18. September, um 20.15 Uhr Pedro Almodóvars "Volver - Zurückkehren".


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0:10
schwarz-weiss monochrom

Honeymoon Killers

Spielfilm, USA 1969

Darsteller:
RayTony LoBianco
MarthaShirley Stoler
BunnyDoris Roberts
Janet FayMary Jane Higby
Delphine DowningKip McArdle
Myrtle YoungMarilyn Christ
Regie: Leonard Kastle
Länge: 103 Minuten

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Die einsame, übergewichtige Krankenschwester Martha lernt über eine Partnerschaftsvermittlung den charmanten Ray kennen und verliebt sich in ihn. Auch die Erkenntnis, dass Ray ein professioneller Heiratsschwindler ist, ändert nichts an ihren Gefühlen. Sie wird zu ...

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Die einsame, übergewichtige Krankenschwester Martha lernt über eine Partnerschaftsvermittlung den charmanten Ray kennen und verliebt sich in ihn. Auch die Erkenntnis, dass Ray ein professioneller Heiratsschwindler ist, ändert nichts an ihren Gefühlen. Sie wird zu seiner Komplizin, die auch nicht davor zurückschreckt, Verdacht schöpfende Heiratskandidatinnen gewaltsam aus dem Weg zu räumen - immer darauf hoffend, dass er seine "Tätigkeit" eines Tages aufgibt um sie zu heiraten. Als sie erkennt, dass er dieses Versprechen nie halten wird und sie zudem betrügt, verständigt sie enttäuscht die Polizei.
"Honeymoon Killers" ist ein perfekt inszenierter Thriller, der auf einem authentischen Kriminalfall aus dem Jahr 1951 basiert. Längst hat dieser Film noir, der nicht mit ironischen Seitenhieben auf den "American Way of Life" spart, Kultstatus erreicht. Für François Truffaut war der wirkungsvoll mit der Musik von Gustav Mahler unterlegte Film sogar sein amerikanisches Lieblingswerk. Ursprünglich hatte man den damals noch unbekannten Regisseur Martin Scorsese für die Dreharbeiten engagiert, ihn aber nach wenigen Drehtagen wegen "künstlerischer Differenzen" entlassen.


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1:55
Stereo-Ton16:9 Format

Borderline - Kikis Story

Spielfilm, Kanada 2008

Darsteller:
Kiki als junge FrauIsabelle Blais
TchékyJean-Hugues Anglade
Kikis MutterSylvie Drapeau
Kiki als KindLaurence Carbonneau
MéméAngèle Coutu
Michael RobinPierre-Luc Brillant
u.a.
Regie: Lyne Charlebois
Länge: 105 Minuten

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Kiki, Tochter einer psychisch kranken Mutter, wurde von ihrer Großmutter aufgezogen. Für Liebe und Anerkennung war wenig Platz - und wenn, dann war es die Mutter, die alle Zuwendung auf sich zog. Mit 30 durchlebt die orientierungslose und verunsicherte junge Frau eine ...

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Kiki, Tochter einer psychisch kranken Mutter, wurde von ihrer Großmutter aufgezogen. Für Liebe und Anerkennung war wenig Platz - und wenn, dann war es die Mutter, die alle Zuwendung auf sich zog. Mit 30 durchlebt die orientierungslose und verunsicherte junge Frau eine Zeit voller Exzesse: Sex mit wechselnden Partnern und Alkohol. Kiki fühlt sich "unsichtbar", ihr ganzes Verhalten ist ein Schrei nach Anerkennung. Ihre Mutter lebt mittlerweile in einer geschlossenen Anstalt und kann die Tochter kaum noch wahrnehmen. Neben der Großmutter - und einem treuen Hund - ist ihr Literaturdozent Tchéky, mit dem sie eine erotische Beziehung hat, ihre einzige Bezugsperson. Das Verhältnis zu dem verheirateten Mann verunsichert Kiki allerdings zusätzlich. Doch Kiki ist entschlossen, aus dem Teufelskreis von Bindungsangst, Enttäuschungen und der unerfüllbar scheinenden Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit auszubrechen.
"Borderline - Kikis Story" gelingt das Kunststück, die tragische Geschichte nach autobiografischen Romanen von Marie-Sissi Labrèche ("Borderline", "La Brèche") ohne jeden Anflug von Larmoyanz zu erzählen, aber auch nie zu verharmlosen. Neben dem französischen Schauspieler Jean-Hugues Anglade, der schon in "Betty Blue" den Liebhaber einer ungewöhnlichen Frau verkörperte, dominiert die 1975 geborene Kanadierin Isabelle Blais ("Confessions of a Dangerous Mind", "Die Invasion der Barbaren") den Film. Zahlreiche internationale Preise, allein vier beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2008, waren der Lohn für eine brillante Leistung.


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3:40
Stereo-Ton16:9 Format

Ono - Ich und Es

(Ono)

Spielfilm, Polen/Frankreich/Deutschland 2004

Darsteller:
EwaMalgosia Bela
MichalMarcin Brzozowsi
StefanMarek Malczewski
MartaTeresa Budzisz-Krzyanowska
IvankaBarbara Kurzaj
u.a.
Regie: Malgorzata Szumowska
Länge: 95 Minuten

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in eine polnischen Provinzstadt arbeitet die junge Ewa für wenig Geld in einer Tankstelle. Als sie nach einer kurzen Affäre ungewollt schwanger wird, entschließt sie sich zur Abtreibung. Ihren Eltern erzählt sie zunächst nichts, obwohl sie noch zuhause wohnt. Auf dem ...

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in eine polnischen Provinzstadt arbeitet die junge Ewa für wenig Geld in einer Tankstelle. Als sie nach einer kurzen Affäre ungewollt schwanger wird, entschließt sie sich zur Abtreibung. Ihren Eltern erzählt sie zunächst nichts, obwohl sie noch zuhause wohnt. Auf dem Weg zur Abtreibungsklinik wird Ewa das Geld für den Eingriff gestohlen. Da aber die Ärzte nicht mit sich handeln lassen, bleibt Ewa ratlos zurück. Zufällig bekommt sie in der Klinik ein Gespräch mit, das sich um das Hörvermögen ungeborener Kinder dreht. Von dieser Vorstellung fasziniert, beschließt Ewa, dem Kind eine Chance zu geben. Sie beginnt mit dem Ungeborenen zu sprechen, ihm vom Leben zu erzählen: Von ihrem an Alzheimer erkrankten Vater, der nur noch in der Erinnerung an die klassische Musik lebt, und von ihrer zutiefst verbitterten Mutter, von den Farben der Natur, ihren Freunden und ihrem Kummer. Durch die merkwürdigen Selbstgespräche verändern sich ihre persönlichen Beziehungen, vor allem aber ihr Verhältnis zu sich selbst. In Michal, just jenem Kleinkriminellen, der ihr das Geld für die Abtreibung gestohlen hatte, glaubt sie einen neuen Vater für ihr Kind gefunden zu haben. Als ihre Freundin Ivanka, eine Ärztin, andeutet, dass mit dem Ungeborenen etwas nicht in Ordnung sein könnte, beginnt Ewa um ihr Kind zu kämpfen.
"Ono - Ich und es", der zweite Film der polnischen Regisseurin Malgorzata Szumowska nach dem Drogenkurier-Drama "Maria voll der Gnade", ist die Geschichte eines Reifeprozesses. Die Inszenierung setzt dabei weniger auf eine psychologische Ausarbeitung der Konflikte als auf impressionistische Momente, die Einblick in das Seelenleben der Protagonistin geben und in der Erzählhaltung Ewas Reden mit dem ungeborenen Kind widerspiegeln. Mit seinem elliptischen Handlungsverlauf und den poetischen Bildern bewegt sich der Film weit ab vom psychologisch motivierten, realistischen Erzählen, das für Stoffe dieser Art fast immer gewählt wird.


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5:15
16:9 Format

Rio für Fortgeschrittene

Favelas im Aufbruch

Film von Andreas Wunn

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Auf den ersten Blick scheint Rio de Janeiro nur aus Cristo und Copacabana, aus Strand und Samba zu bestehen. Auf den zweiten Blick sind es die Favelas, die ins Auge stechen: Die Armenviertel von Rio de Janeiro sind nicht zu übersehen. An den Hängen über den Stränden ...

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Auf den ersten Blick scheint Rio de Janeiro nur aus Cristo und Copacabana, aus Strand und Samba zu bestehen. Auf den zweiten Blick sind es die Favelas, die ins Auge stechen: Die Armenviertel von Rio de Janeiro sind nicht zu übersehen. An den Hängen über den Stränden und in den Außenbezirken der Stadt wohnen Hunderttausende in illegal gebauten, einfachen Siedlungen, die bisher oft von Drogenbanden beherrscht wurden. Doch es verändert sich etwas: Vor der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in Rio will die Stadt Ernst machen im Kampf gegen Gewalt und Kriminalität. Immer mehr Favelas werden "befriedet". Die Polizei vertreibt die Drogenbosse und installiert eine sogenannte Friedenspolizei. Seitdem herrscht Aufbruchsstimmung in Rio de Janeiros Favelas.
Für "Rio für Fortgeschrittene" hat sich Südamerikakorrespondent Andreas Wunn in der zweitgrößten Stadt Brasiliens umgesehen.

Sendeende: 5:45 Uhr