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Sonntag, 17. Juli
Programmwoche 29/2011
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6:05
Stereo-Ton

Im Zeichen des heiligen Bluts -

König Artus und die Suche nach dem Heiligen Gral

Film von Jens-Peter Behrend

(aus der ZDF-Reihe "Sphinx")

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Der Heilige Gral gehört zu den großen Mythen der abendländischen Kultur. Seit den Kelten gibt es die Sage um ein Gefäß, das die Toten zum Leben erwecken soll. Die Christen machen den Gral zum heiligen Segenspender, zum Gefäß des Blutes Christi. In ganz Europa übt ...

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Der Heilige Gral gehört zu den großen Mythen der abendländischen Kultur. Seit den Kelten gibt es die Sage um ein Gefäß, das die Toten zum Leben erwecken soll. Die Christen machen den Gral zum heiligen Segenspender, zum Gefäß des Blutes Christi. In ganz Europa übt die Suche nach dem mythischen Objekt mit den wunderbaren Eigenschaften schon seit Jahrhunderten Faszination auf die Menschen aus. Aber hat es den Gral jemals wirklich gegeben?
Der Film "Im Zeichen des heiligen Bluts - König Artus und die Suche nach dem Heiligen Gral" begibt sich auf die Fährte des Heiligen Grals und verfolgt seine Spuren quer durch Europa und den Orient. Auf den britischen Inseln und in Nordfrankreich beginnt eine spannende Zeitreise, die ins Reich der Kelten an den Hof des legendären König Artus und in die mittelalterliche Welt der Ritterromane führt. Zwischen Wahrheit und Fiktion versuchen moderne Gralssucher mit ihren Theorien, den "Geheimcode" des Grals zu entschlüsseln und sein Geheimnis zu lüften.

Sie treffen sich in verborgenen Zirkeln, verfolgen konspirativ ihre Ziele: Geheimgesellschaften übten schon im Mittelalter eine große Faszination auf die Menschen aus. In zahlreichen Büchern und Filmen erlebt das Interesse an Geheimorganisationen und Verschwörungstheorien heute eine Renaissance. Doch ziehen sie im Zeitalter der Informationstechnologie noch immer aus dem Hintergrund die Fäden? In einem Thementag beschäftigt sich 3sat mit Geheimgesellschaften gestern und heute.


6:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Geheimakte Jesus

Die Evangelien der Ketzer

Film von Jens-Peter Behrend

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Als vor 20 Jahren ein ägyptischer Händler dem internationalen Kunsthandel eine jahrtausendealte Schriftensammlung anbietet, ahnen Experten, dass sich dahinter eine Sensation verbirgt. Eines der Manuskripte trägt nämlich den Titel "Das Judas-Evangelium". Zehn Millionen ...

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Als vor 20 Jahren ein ägyptischer Händler dem internationalen Kunsthandel eine jahrtausendealte Schriftensammlung anbietet, ahnen Experten, dass sich dahinter eine Sensation verbirgt. Eines der Manuskripte trägt nämlich den Titel "Das Judas-Evangelium". Zehn Millionen Dollar verlangt der Ägypter - eine Summe, die keiner aufbringen kann. Die Verkaufsgeschäfte, die zwischen Kairo, der Schweiz und den USA hin und her gehen, scheinen dem Szenario eines Krimis entnommen zu sein: Betrug, Zahlungen von Schmiergeldern und Raub. Am Ende erwirbt eine wohlhabende Stiftung das mittlerweile in Tausende von Fragmenten zerfallene Manuskript. Heute wird es in der Schweiz in mühseliger Detailarbeit rekonstruiert.
Die Dokumentation "Geheimakte Jesus" wirft anhand der sensationellen Funde in Ägypten Licht auf die Frühzeit des Christentums und stellt unser Wissen über den "historischen" Jesus infrage.


7:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Kreuzzug in die Hölle - Die Tempelritter

Film von Jens-Peter Behrend

(aus der ZDF-Reihe "Sphinx")

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Am 13. Oktober 1307 werden Tausende von Männern überall in allen Teilen Frankreichs festgenommen. Das Ziel ist die Zerschlagung des Templerordens, einer der mächtigsten Organisationen des Mittelalters und noch heute geheimnisumwittert.
Der Film "Kreuzzug in die ...

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Am 13. Oktober 1307 werden Tausende von Männern überall in allen Teilen Frankreichs festgenommen. Das Ziel ist die Zerschlagung des Templerordens, einer der mächtigsten Organisationen des Mittelalters und noch heute geheimnisumwittert.
Der Film "Kreuzzug in die Hölle - Die Tempelritter" rollt die Verfahren der Inquisition anhand historischer Akten wie auch aktueller Erkenntnisse noch einmal auf.


8:15
Stereo-Ton16:9 Format

Tempel, Logen, Rituale

Die Geheimnisse der Freimaurer

Film von Karin Ludwig und Michael Erler

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Es gab eine Zeit, da gehörte es zum guten Ton, Freimaurer zu sein. Die geistige Elite traf sich in Logen: Johann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Amadeus Mozart, Friedrich der Große, Caspar David Friedrich, Heinrich Heine, Albert Lortzing, Benjamin Franklin, Gustav ...
(ARD/MDR)

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Es gab eine Zeit, da gehörte es zum guten Ton, Freimaurer zu sein. Die geistige Elite traf sich in Logen: Johann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Amadeus Mozart, Friedrich der Große, Caspar David Friedrich, Heinrich Heine, Albert Lortzing, Benjamin Franklin, Gustav Stresemann - sie alle waren Freimaurer. Sagenhafte Bauwerke wurden zum geheimen Symbol der immer mächtiger werdenden Bruderschaften - zum Beispiel das Leipziger Völkerschlachtdenkmal. 1935 wurde die Freimaurerei von den Nationalsozialisten verboten, die Logen wurden enteignet und bekennende Freimaurer in Konzentrationslager gebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Brüder ihre Aktivitäten in der Bundesrepublik wieder aufnehmen, in der DDR blieben sie verboten. Heute sind sie wieder in ganz Deutschland aktiv. In Nordhausen zum Beispiel steht Volker Vogt der Loge "Zur gekrönten Unschuld" vor. Als stellvertretender Direktor eines Gymnasiums geht er mit seiner Mitgliedschaft bei den Freimaurern sehr offen um und gewährt Einblicke in die Logenarbeit.
Der Film "Tempel, Logen, Rituale" begibt sich auf eine Zeitreise von den Wurzeln des Bruderbundes beim Tempelbau König Salomons vor über 2.000 Jahren bis zur Logenarbeit heute. Gespräche und Interviews mit Freimaurern, Wissenschaftlern und Kirchenrechtlern, die sich viele Jahre mit der Geschichte und den Zielen der Freimaurerei beschäftigt haben, geben Einblick in eine geschlossene Gesellschaft.
(ARD/MDR)


9:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Geheimakte Sakrileg

Der Mythos von Rennes-le-Château

Film von Georg Graffe

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

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Ende des 19. Jahrhunderts fand der Gemeindepriester von Rennes-le-Château angeblich ein rätselhaftes Pergament. Nachdem der französische Autor Gérard de Sède die Botschaft, die ihm nach eigener Aussage anonym mit der Post zugeschickt wurde, in den 1950er Jahren ...

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Ende des 19. Jahrhunderts fand der Gemeindepriester von Rennes-le-Château angeblich ein rätselhaftes Pergament. Nachdem der französische Autor Gérard de Sède die Botschaft, die ihm nach eigener Aussage anonym mit der Post zugeschickt wurde, in den 1950er Jahren veröffentlichte, entwickelte sich eine Verschwörungstheorie um eine Clique aus Prominenten und eine mysteriöse Gesellschaft. Unter ihren Mitgliedern, so heißt es, kursiere ein Geheimwissen, das die gesamte christliche Überlieferung aus den Angeln heben könnte. Dan Brown bereitete diese These 2003 in seinem Roman "Sakrileg" auf.
Der Film "Geheimakte Sakrileg" entzaubert die gewinnträchtige Legende, die nicht nur in Rennes-le-Château seit vielen Jahren die Kassen klingeln lässt, und führt auf die Spur des Hochstaplers Pierre Plantard.


9:40
Stereo-Ton16:9 Format

Die großen Verschwörungstheorien

mit Guido Knopp

(aus der ZDF-Reihe "ZDF-History")

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Apollo 11 ist in einem Filmstudio gelandet - und nicht auf dem Mond. Der 11. September 2001 war eine "große Lüge". Und natürlich hütet die US-Regierung in einem geheimen Hangar lebendige oder mindestens konservierte Aliens. Das Phänomen kannten schon die alten Römer: ...

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Apollo 11 ist in einem Filmstudio gelandet - und nicht auf dem Mond. Der 11. September 2001 war eine "große Lüge". Und natürlich hütet die US-Regierung in einem geheimen Hangar lebendige oder mindestens konservierte Aliens. Das Phänomen kannten schon die alten Römer: Verschwörungstheorien finden seit Jahrtausenden ihre Anhänger - meist entgegen jeder Logik. Aber weshalb sehnen sich so viele Menschen nach höheren Mächten, die Schicksal spielen? Wie lässt sich erklären, dass Umfragen zufolge ein Fünftel aller Deutschen für möglich hält, die Regierung um George W. Bush habe ihre Hände bei den Terroranschlägen am 11. September im Spiel gehabt? Warum haben es klare Fakten in der Gemeinde der Verschwörungstheoretiker so schwer gegen bizarre Vermutungen?
In dem Film aus der Reihe "ZDF-History" gehen Psychologen und Medienwissenschaftler dem Phänomen der Verschwörungstheorien auf den Grund.


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10:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Der Kennedy-Mord

Mythos und Wahrheit

Film von Jörg Müllner und Jean-Christoph Caron

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Das Attentat auf John F. Kennedy ist der größte ungelöste Mordfall des 20. Jahrhunderts. Noch immer ist umstritten, wer am 22. November 1963 in Dallas die tödlichen Schüsse auf den 35. Präsidenten der USA abfeuerte: War es tatsächlich der Einzeltäter Lee Harvey ...

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Das Attentat auf John F. Kennedy ist der größte ungelöste Mordfall des 20. Jahrhunderts. Noch immer ist umstritten, wer am 22. November 1963 in Dallas die tödlichen Schüsse auf den 35. Präsidenten der USA abfeuerte: War es tatsächlich der Einzeltäter Lee Harvey Oswald, oder gab es eine Verschwörung, die zum Attentat führte? Welche Rolle spielte der US-Geheimdienst CIA? An erster Stelle in der Reihe der Tatverdächtigen stand zuletzt Kubas Staatsoberhaupt Fidel Castro, der selbst mehrfach Zielscheibe von Attentatsplänen seitens der USA geworden war und sich angeblich dafür rächen wollte. Die Zweifel an der offiziellen Position, die im sogenannten "Warren-Report" zum Ausdruck kommt, sind gewachsen. Geheimdienstakten, Autopsieunterlagen, Abhörprotokolle des FBI und Analysen von Filmmaterialen deuten auf einen anderen Täterkreis hin.
In dem Film "Der Kennedy-Mord" ziehen Experten und Historiker Resümee: Kennedy wurde Opfer einer Verschwörung, in der die Mafia die Schlüsselrolle spielte.


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11:15
Stereo-Ton16:9 Format

Mythos Ufo - Das Geheimnis der "Area 51"

mit Guido Knopp

(aus der ZDF-Reihe "ZDF-History")

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Sie ist einer der rätselhaftesten Orte der Erde: die "Area 51" in der Wüste von Nevada, gut 100 Kilometer von Las Vegas entfernt. Ein Gelände im Besitz der US Luftwaffe, streng bewacht und abgeschirmt gegen die Öffentlichkeit. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dort ...

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Sie ist einer der rätselhaftesten Orte der Erde: die "Area 51" in der Wüste von Nevada, gut 100 Kilometer von Las Vegas entfernt. Ein Gelände im Besitz der US Luftwaffe, streng bewacht und abgeschirmt gegen die Öffentlichkeit. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dort würden Außerirdische landen. Offiziell existiert die "Area 51" gar nicht. Amerikanische Militärs verweigern auch nach Ende des Kalten Krieges jede Auskunft. Denn in Wirklichkeit ist der Ufo-Mythos womöglich nur der Deckmantel für streng vertrauliche Geheimdienstoperationen: In der "Area 51" wurde mit Spionageflugzeugen experimentiert, wurden sowjetische Kampfjets auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft.
Der Film aus der Reihe "ZDF-History" geht dem Geheimnis der "Area 51" nach.


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12:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Der Geheimcode von Stonehenge

Film von Uta von Borries und Heike Schmidt

(aus der ZDF-Reihe "Terra X")

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Seit fast 5.000 Jahren umschließt der Steinkreis von Stonehenge einen Ort, dessen kultische Bedeutung nur in Ansätzen bekannt ist. Der Archäologe Mike Parker Pearson ist davon überzeugt, dass der berühmte Steinkreis lediglich Teil eines weit größeren Ganzen ist. Im ...

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Seit fast 5.000 Jahren umschließt der Steinkreis von Stonehenge einen Ort, dessen kultische Bedeutung nur in Ansätzen bekannt ist. Der Archäologe Mike Parker Pearson ist davon überzeugt, dass der berühmte Steinkreis lediglich Teil eines weit größeren Ganzen ist. Im benachbarten Durrington hat Pearson die Überreste der größten bisher bekannten Steinzeitsiedlung Europas und Spuren einer weiteren Kreiskonstruktion gefunden, diesmal allerdings nicht aus Stein, sondern aus Holz. Pearson glaubt, dass das gesamte Areal rund um Stonehenge ein riesiger Kultbezirk ist, in dem sich die Menschen aus England zweimal im Jahr trafen, um gemeinsam die Sommer- und Wintersonnenwende zu feiern und zugleich der Verstorbenen zu gedenken.
Der Film aus der Reihe "Terra X" begleitet die Archäologen bei ihren Ausgrabungen. Nachgespielte Szenen an Originalschauplätzen geben Einblicke in das Leben der Menschen in der Steinzeit.


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12:45
Stereo-Ton16:9 Format

Geheime Welten - Expedition in den Untergrund

mit Guido Knopp

(aus der ZDF-Reihe "ZDF-History")

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Seit Jahrtausenden gräbt sich der Mensch tief unter die Erde, wenn er Wichtiges verbergen will - auch in Deutschland. Experten vermuten, dass hierzulande noch Hunderte unterirdische Geheimnisse darauf warten, gelüftet zu werden. Mysteriöse Kellersysteme, verborgene ...

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Seit Jahrtausenden gräbt sich der Mensch tief unter die Erde, wenn er Wichtiges verbergen will - auch in Deutschland. Experten vermuten, dass hierzulande noch Hunderte unterirdische Geheimnisse darauf warten, gelüftet zu werden. Mysteriöse Kellersysteme, verborgene Tunnel, verschlossene Bunker und rätselhafte Höhlen verleihen Deutschlands Unterwelt eine geradezu magische Anziehungskraft für Schatzsucher, Hobbyforscher und Historiker.
Der Film aus der Reihe "ZDF-History" verfolgt vier Spuren, die unter Tage führen: in einem mittelalterlichen Kellerlabyrinth, das ein grausiges Geheimnis zu bergen scheint, im atombombensicheren Geheimbunker von Erich Honecker, in einem Berliner Fluchttunnel, in dem sich dramatische Szenen abspielten, und in Deutschlands größter Bunkeranlage bei Halberstadt, wo ein milliardenschwerer Schatz Diebe in die Falle lockte.


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13:30
Stereo-Ton16:9 Format

1983 - Welt am Abgrund

mit Guido Knopp

(aus der ZDF-Reihe "ZDF-History")

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Unbemerkt von Öffentlichkeit und Medien steht die Welt im Herbst 1983 am Rande eines Atomkrieges. Der sowjetische Geheimdienst KGB sagt einen Überraschungsangriff der NATO voraus. Ein Spionagesatellit meldet den Start von US-Interkontinentalraketen in Montana. Vor den ...

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Unbemerkt von Öffentlichkeit und Medien steht die Welt im Herbst 1983 am Rande eines Atomkrieges. Der sowjetische Geheimdienst KGB sagt einen Überraschungsangriff der NATO voraus. Ein Spionagesatellit meldet den Start von US-Interkontinentalraketen in Montana. Vor den Toren Berlins rollen sowjetische Kampfjets mit scharfen Atombomben auf die Startbahn. Nie zuvor standen die Truppen des Warschauers Pakts so kurz vor einem Nuklearschlag.
Der Film aus der Reihe "ZDF-History" rekonstruiert einen der heißesten Momente des Kalten Krieges und zeigt, wie die Zukunft der Menschheit von der Entscheidung eines einzelnen Mannes abhing.


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14:15

Klaus Kuron - Spion in eigener Sache

Dokumentarfilm von Thomas Knauf, Deutschland 2004

Länge: 64 Minuten

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Klaus Kuron galt in den 1970er und 1980er Jahren als einer der fähigsten Agenten des Bonner Bundesamtes für Verfassungsschutz. Zugleich jedoch war er von 1982 bis zur Wende als Doppelagent für das Ost-Berliner Ministerium für Staatssicherheit die entscheidende ...

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Klaus Kuron galt in den 1970er und 1980er Jahren als einer der fähigsten Agenten des Bonner Bundesamtes für Verfassungsschutz. Zugleich jedoch war er von 1982 bis zur Wende als Doppelagent für das Ost-Berliner Ministerium für Staatssicherheit die entscheidende Informationsquelle über die Aktivitäten des Verfassungsschutzes.
In dem Dokumentarfilm "Klaus Kuron - Spion in eigener Sache" erzählt der Doppelagent seine Geschichte. Der Film vollzieht die Wendepunkte im Leben Kurons nach und erzählt mit Aufnahmen der Originalschauplätze, Archivmaterial und dank der detailreichen Erinnerungen Kurons, des ehemaligen DDR-Spionagechefs Markus Wolfs und dessen Nachfolgers Werner Großmann eine spannende Geschichte vom Ende des Kalten Kriegs, der Blütezeit der Spionage. Dabei wird Kurons gewagtes Spiel deutlich, aber aus der zeitlichen Distanz auch ein kritisches Licht auf die Geheimdienstler geworfen. Sie erweisen sich als Erfüllungsgehilfen ohne Leidenschaft und moralische Skrupel.


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15:20
Stereo-Ton16:9 Format

Mielkes Menschenjäger

mit Guido Knopp

Kidnapper im Auftrag der Stasi

(aus der ZDF-Reihe "ZDF-History")

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Am 8. Juli 1952 wird der Jurist und DDR-Kritiker Walter Linse in West-Berlin am helllichten Tag in ein Auto gezerrt, angeschossen und nach einer wilden Verfolgungsjagd in den Ostsektor der geteilten Stadt entführt. Die Täter sind Berufsverbrecher - im Dienste der ...

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Am 8. Juli 1952 wird der Jurist und DDR-Kritiker Walter Linse in West-Berlin am helllichten Tag in ein Auto gezerrt, angeschossen und nach einer wilden Verfolgungsjagd in den Ostsektor der geteilten Stadt entführt. Die Täter sind Berufsverbrecher - im Dienste der DDR-Staatssicherheit. Mehr als 400 Menschen lässt die Stasi in die DDR entführen: Regime-Kritiker, Journalisten, geflüchtete Angehörige der "bewaffneten Organe" - und geflohene ehemalige Funktionäre wie Robert Bialek. Er wird 1965 betäubt und nach Ost-Berlin verfrachtet.. Neu aufgetauchte Dokumente legen den Schluss nahe, dass Robert Bialek noch in der Nacht seiner Entführung starb. Bis zum Ende der DDR im Herbst 1989 operieren Kidnapper der Stasi im westlichen Ausland. Das Ausmaß der Aktionen kommt erst nach dem Fall der Mauer ans Tageslicht.
Mit bewegenden Zeitzeugenaussagen und auf Grundlage von internen Dokumenten rekonstruiert der Film aus der Reihe "ZDF-History" eines der dunkelsten Kapitel der Stasi-Geschichte.


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16:00
Mit Audiodeskription16:9 FormatVideotext Untertitel

Die Nachrichten

Fernsehfilm, Deutschland 2005

Darsteller:
Jan LandersJan Josef Liefers
Margarethe BeerNina Kunzendorf
Thomas RaschkeUwe Kockisch
Doris TheyssenDagmar Manzel
Carsten ZelewskiHenry Hübchen
u.a.
Buch: Alexander Osang nach seinem
Buch: gleichnamigen Roman
Regie: Matti Geschonneck
(Zweikanalton: Originalfassung/ Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)
Länge: 91 Minuten

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Aufgewachsen in Ostberlin, hat Jan Landers in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Vom Wetterfrosch eines Lokalsenders zu dem Mann, der jeden Abend die Nachrichten liest. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit unvermittelt ein.
Der Film "Die ...

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Aufgewachsen in Ostberlin, hat Jan Landers in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Vom Wetterfrosch eines Lokalsenders zu dem Mann, der jeden Abend die Nachrichten liest. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit unvermittelt ein.
Der Film "Die Nachrichten" mit Jan Josef Liefers basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alexander Osang.


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17:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Geheimakte Sophienschatz

Film von Birgit Tanner und Carsten Gutschmidt

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Es ist der größte Kunstraub der DDR: Im September 1977 stehlen Unbekannte den bedeutendsten archäologischen Fund der sächsischen Geschichte aus dem Dresdner Stadtmuseum: den Sophienschatz. Den Dieben gelingt der Coup bei helllichtem Tag, die Täter werden nicht ...

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Es ist der größte Kunstraub der DDR: Im September 1977 stehlen Unbekannte den bedeutendsten archäologischen Fund der sächsischen Geschichte aus dem Dresdner Stadtmuseum: den Sophienschatz. Den Dieben gelingt der Coup bei helllichtem Tag, die Täter werden nicht gefasst. Auch der Schatz bleibt verschwunden. Seit Dezember 1977 gilt der Fall als "Cold Case". Deshalb scheint er auch der einzige ungelöste Fall von Jürgen Oelsner zu bleiben. Doch im Juli 1999 meldet sich bei dem neuen Dezernatsleiter für Sonderaufgaben im sächsischen Landeskriminalamt ein Kenner der Kunstszene und behauptet, der Sophienschatz stünde in Oslo zum Verkauf. Als Käufer getarnt will Oelsner den Schatz zurückbringen. Das Vorhaben gelingt, doch die Täter bleiben unbekannt. Erst im Sommer 2008 sagt ein Insider aus, der Auftrag zum Schatzraub sei aus dem Regierungsapparat gekommen, und zwar direkt aus dem Büro von Stasi-Chef Mielke.
Film über die "Geheimakte Sophienschatz".


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18:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Der Raub der Mona Lisa

Film von Michael Höft und Bernd Liebner

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Sie ist eine der Hauptattraktionen im Pariser Louvre: die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Doch was macht die Anziehungskraft dieses 500 Jahre alten Gemäldes eigentlich aus? Ist es ihr geheimnisvolles Lächeln, mit dem sie den Betrachter in ihren Bann zieht - oder ist es ...

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Sie ist eine der Hauptattraktionen im Pariser Louvre: die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Doch was macht die Anziehungskraft dieses 500 Jahre alten Gemäldes eigentlich aus? Ist es ihr geheimnisvolles Lächeln, mit dem sie den Betrachter in ihren Bann zieht - oder ist es die besondere Art der Darstellung der Porträtierten? Möglicherweise sorgte aber schlicht der spektakuläre Kunstraub im Jahr 1911, bei dem Leonardos Meisterwerk gestohlen wurde, für die Bekanntheit des Bildes. Erst nach über zwei Jahren wurde der Dieb gefasst, und die Mona Lisa kehrte in den Louvre zurück. Was in diesen zwei Jahren geschah, ist bis heute nicht bekannt. Seit dem spektakulären Raub halten sich Gerüchte, dass die echte Mona Lisa niemals nach Paris zurückgekehrt sei und im berühmtesten Museum der Welt eine Fälschung hängt.
Der Film "Der Raub der Mona Lisa" begibt sich auf Spurensuche.


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19:00
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit extra: Geheime Gesellschaften

Wie Künstler die Welt entschlüsseln

Film von Stefan Gagstetter, Andrea Meier,

Lotar Schüler und Ulrike Haak

Erstausstrahlung

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Gibt es heute noch geheime Gesellschaften, die sich in verborgenen Zirkeln treffen und konspirativ ihre Ziele verfolgen? Ziehen sie im Zeitalter der Information, das mehr als je zuvor Öffentlichkeit ermöglicht, immer noch aus dem Hintergrund die Fäden, sei es in der ...

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Gibt es heute noch geheime Gesellschaften, die sich in verborgenen Zirkeln treffen und konspirativ ihre Ziele verfolgen? Ziehen sie im Zeitalter der Information, das mehr als je zuvor Öffentlichkeit ermöglicht, immer noch aus dem Hintergrund die Fäden, sei es in der Politik, der Wirtschaft oder in den Medien? Faktoren wie politischer Lobbyismus, wirtschaftliche Kartellbildung und die Macht der Medien bestimmen, was öffentlich, was geheim sein soll. Darüber hinaus sorgt der Mangel an Mythen für einen Rückzug in esoterische, spirituelle Schutzräume. Künstler wie Eva Grubinger, 1970 in Österreich geboren, Fabian Marti, 1979 in der Schweiz geboren, und Armin Böhm 1972 in Deutschland geboren, dechiffrieren diese unterschiedlichen geheimen Strömungen in unserer Gesellschaft.
"Kulturzeit extra" stellt Eva Grubinger, Fabian Marti und Armin Böhm sowie ihre Positionen vor und geht mit ihnen auf die Spur von geheimen Gesellschaften der Gegenwart. Mit dem Blick der Künstler deckt "Kulturzeit extra" auf, welche Strukturen sich hinter der Öffentlichkeit, hinter dem für alle sichtbaren "schönen Schein", verbergen und wie Kunst diese bestimmenden Kräfte reflektiert. "Kulturzeit extra" begleitet die drei Künstler bei der Arbeit in ihrem Atelier und an relevante Orte, die symbolhaft für das geheime Wissen unserer Welt stehen.

In der Schirn Kunsthalle Frankfurt ist vom 23. Juni bis zum 25. September 2011 die Ausstellung "Geheimgesellschaften" zu sehen.


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19:30
Stereo-Ton16:9 Format

Die 434 oder das Geheimnis des Bunkers

Film von Carola Wedel, Sabine Jainski und Friedrich Scherer

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Es geschah in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs: Die Rote Armee hatte Berlin schon eingenommen, und die russischen Trophäenbrigaden begannen, die Kunstschätze der Museumsinsel nach wertvollen Objekten für den Abtransport in den Osten zu durchsuchen. Da brachen im ...

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Es geschah in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs: Die Rote Armee hatte Berlin schon eingenommen, und die russischen Trophäenbrigaden begannen, die Kunstschätze der Museumsinsel nach wertvollen Objekten für den Abtransport in den Osten zu durchsuchen. Da brachen im Leitturm des Flakbunkers Friedrichshain zweimal verheerende Feuer aus. Eine der größten Kunstkatastrophen des 20. Jahrhunderts nahm ihren Lauf: 434 unersetzlich wertvolle Gemälde wurden Opfer der Flammen - großformatige Arbeiten von Rubens und van Eyck, Reynolds und Tizian, Signorelli und Caravaggio. Meisterwerke des Barock und der Renaissance gingen unwiederbringlich verloren. Aber stimmt das überhaupt? Andere Kunstobjekte, die in diesem Teil des Bunkers Friedrichshain in Sicherheit gebracht worden waren, sind nach dem Krieg, bis in die jüngste Vergangenheit hinein, immer wieder aufgetaucht. Von den angeblich verbrannten Bildern fanden sich damals keinerlei Rückstände. Nicht nur Deutsche und Russen, sondern auch befreite Kriegsgefangene sowie amerikanische und englische Soldaten hatten in diesen letzten Tagen vor der Kapitulation Zugang zu dem Bunker. Sind die Bilder wirklich verbrannt, oder haben die Direktoren der Berliner Museen Recht mit ihrer Hoffnung, dass sie eines Tages wieder auftauchen könnten?
Im Rahmen der Langzeit-Dokumentationsreihe zum "Jahrhundertprojekt Museumsinsel" gehen Carola Wedel, Sabine Jainski und Friedrich Scherer in "Die 434 oder das Geheimnis des Bunkers" dem bis heute ungeklärten Verbleib der Gemälde nach.


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20:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Bis nichts mehr bleibt

Fernsehfilm, Deutschland 2010

Darsteller:
GineSilke Bodenbender
FrankFelix Klare
Dr. Gerd RuppertKai Wiesinger
HelenNina Kunzendorf
Ursula FriedrichSuzanne von Borsody
AngelaPaula Schramm
Karin ClasenSabine Postel
Ludwig ClasenRobert Atzorn
u.a.
Länge: 91 Minuten

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Der junge Familienvater Frank schafft es, sich selbst aus den Fängen von Scientology zu lösen - aber in diesem Kampf verliert er seine Familie.
Der Fernsehfilm "Bis nichts mehr bleibt" erzählt, mit welch raffinierten Methoden es der Organisation Scientology immer ...
(ARD/SWR/NDR)

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Der junge Familienvater Frank schafft es, sich selbst aus den Fängen von Scientology zu lösen - aber in diesem Kampf verliert er seine Familie.
Der Fernsehfilm "Bis nichts mehr bleibt" erzählt, mit welch raffinierten Methoden es der Organisation Scientology immer wieder gelingt, Menschen von sich abhängig zu machen.
(ARD/SWR/NDR)


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21:45
Stereo-Ton

Die Sonnentempler

Eine Reise in den Tod

Film von Eric Bergkraut

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Zwei Jahre nach dem Tod von 53 Mitgliedern des Sonnentempels im Oktober 1994 ist erstmals eine Bilanz der blutigen Ereignisse möglich. Heute ist erwiesen, daß in Cheiry und Salvan kein kollektiver Selbstmord stattgefunden hat, sondern ein Massenmord. Und: 14 Monate nach ...

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Zwei Jahre nach dem Tod von 53 Mitgliedern des Sonnentempels im Oktober 1994 ist erstmals eine Bilanz der blutigen Ereignisse möglich. Heute ist erwiesen, daß in Cheiry und Salvan kein kollektiver Selbstmord stattgefunden hat, sondern ein Massenmord. Und: 14 Monate nach den Schweizer Massakern kam es im französischen Vercors zu einer weiteren Töterei, bei der 16 Sonnentempler starben, darunter drei Kinder. Alles deutet heute darauf hin, dass Joseph "Jo" Di Mambro seine treuesten Anhänger mit in den Tod gezogen hat, weil seine Macht zu schwinden schien. Aber die Geschichte der Sonnentempler ist nicht zu verstehen, wenn man die Gruppe als reine Sekte begreift. Di Mambro war auch der Chef einer Geheimgesellschaft, die sich auf die mittelalterlichen Templer berief. Der "Ordre du temple solaire" ist aus einem anderen Orden hervorgegangen, dessen Großmeister der bekennende Rechtsextreme Julien Origas war. In dieser Tradition muss Di Mambros wahnwitzige Ambition gesehen werden, den Orden zu einer weltumspannenden Macht auszubauen.
Der Dokumentarfilm "Die Sonnentempler" von Eric Bergkraut zeigt eine Reihe bisher unbekannter, verblüffender Videodokumente aus dem Inneren der Sekte. Er lässt viele Zeugen zu Worte kommen und zeigt die höchst unglückliche Rolle auf, welche die Schweizer Richter und Polizisten in diesem Krimi um Esoterik, Geld und Macht spielen.


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22:40
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Deutsche Seelen - Leben nach der Colonia Dignidad

Dokumentarfilm von Matthias Zuber und Martin Farkas

Deutschland 2007

Länge: 93 Minuten

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Rüdiger war noch ein Kind, Aki zwei Monate alt und Kurt der Stellvertreter des pädophilen Sektenchefs der ehemaligen Colonia Dignidad. Sie kamen 1961 gemeinsam mit 500 anderen deutschen Sektenmitgliedern nach Chile und lebten über 40 Jahre weggeschlossen von der Welt. ...

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Rüdiger war noch ein Kind, Aki zwei Monate alt und Kurt der Stellvertreter des pädophilen Sektenchefs der ehemaligen Colonia Dignidad. Sie kamen 1961 gemeinsam mit 500 anderen deutschen Sektenmitgliedern nach Chile und lebten über 40 Jahre weggeschlossen von der Welt. Sie waren Teil eines totalitären Systems, das seine Mitglieder brutal unterdrückte und ausbeutete, das mit Augusto Pinochets Regime kooperierte, mit Waffen und Drogen handelte und systematisch folterte. Auch nach dem Zusammenbruch der Sekte wohnen Täter und Opfer weiterhin Tür an Tür, durch einen Pakt des Schweigens aneinandergekettet - ein Kollektiv des Verdrängens. Die Parallelen zur jüngeren deutschen Geschichte sind fatal.
"Deutsche Seelen - Leben nach der Colonia Dignidad", das Dokumentarfilmdebüt von Matthias Zuber, Martin Farkas und Britta Buchholz, ist der erste Dokumentarfilm überhaupt, der in der ehemaligen Kolonie entstand. Er gibt den Menschen eine Stimme, die ihre Selbstbestimmung eingebüßt haben, und versuchen, sie zurückzuerlangen. Der Film ist ein Zeugnis vom Trauma der menschlichen Erniedrigung und Zerstörung, aber auch von dessen Überwindung.


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0:15
Stereo-Ton16:9 Format

Diebe im Gesetz. Die Ehre der Diebe

Film von Alexander Gentelev

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"Vory v zakone", "Diebe im Gesetz" - so werden in Russland die Bosse eines streng hierarchischen Kriminellennetzwerkes genannt, das bereits zu Zeiten der Straflager Stalins existierte. Wirklich an Macht und Einfluss weltweit gewinnen sie jedoch erst seit dem Zusammenbruch ...

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"Vory v zakone", "Diebe im Gesetz" - so werden in Russland die Bosse eines streng hierarchischen Kriminellennetzwerkes genannt, das bereits zu Zeiten der Straflager Stalins existierte. Wirklich an Macht und Einfluss weltweit gewinnen sie jedoch erst seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Unternehmen schießen nun wie Pilze aus dem Boden, frei von jeglicher staatlicher Kontrolle. Die Kontrolle übernehmen andere: Schlägertrupps und Schutzgelderpresser haben die Wirtschaft des Landes in der Hand. Dass ein größeres Unternehmen nicht ohne Mafia auskommt, ist in Russland allgemein bekannt und akzeptiert, auch von der Regierung. Ihre Gesetze scheinen wertlos, einzig die Gesetze der Diebe zählen. Diese sind zwar einfach, aber heilig: Kein Verrat, keine Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden, keine Familie. Doch eben jene Gesetze unterscheiden sie von rein willkürlich raubenden und mordenden Verbrechern. Sie selbst sehen sich als regulierendes Organ. Der Zweck heiligt die Mittel, und die Mittel sind grausam. Ende der 1990er Jahre findet der große Krieg der Umverteilung langsam ein Ende. Die "Diebe im Gesetz" suchen den Weg in die Legalität. Heute sind sie erfolgreiche Geschäftsleute. Einer von ihnen ist Leonid "Macintosh" Bilunov, der auf großem Fuß in Frankreich lebt. Im Gefängnis hat er einen Aufseher mit einer Eisenstange erschlagen, nun sorgt er sich, dass seine Tochter eine Grippe bekommen könnte. Alimzhan Tochtachunov wird weltweit von Interpol gesucht und ist mehr als erzürnt darüber, in Frankreich nicht einmal ein eigenes Bankkonto eröffnen zu dürfen. Der dritte im Bunde ist Vitaly Demochka. Wie viele Menschen er schon auf dem Gewissen hat, möchte man gar nicht wissen. Heute gilt seine Leidenschaft aber vor allem der Filmemacherei. In seinem zweiten Werk bringt er die Bandenkriege der 1990er Jahre ins Kino.
Der Film "Diebe im Gesetz. Die Ehre der Diebe" zeigt, wie hoch diese drei Männer aus der Unterwelt aufgestiegen sind und einen Schattenstaat im heutigen Russland errichteten.


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1:45
Dolby-Digital AudioDolby-Digital 5.1 Audio16:9 FormatVideotext Untertitel

Spy Bound - Agenten im Schatten

(Agents secrets)

Spielfilm, Frankreich 2003

Darsteller:
LisaMonica Bellucci
GeorgesVincent Cassel
Colonel GrassetAndré Dussollier
LoïcLudovic Schoendoerffer
RaymondSergio Peris-Mencheta
u.a.
Regie: Frédéric Schoendoerffer
Länge: 103 Minuten

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Die Agenten Lisa und Georges sind alte Hasen im Geschäft und haben schon so manchen Auftrag zusammen erledigt. Nun sollen sie sich um den russischen Waffenhändler Igor Lipovsky kümmern, der die Bürgerkriegsparteien in Angola mit Kampfmaterial versorgt. Genauer gesagt: ...

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Die Agenten Lisa und Georges sind alte Hasen im Geschäft und haben schon so manchen Auftrag zusammen erledigt. Nun sollen sie sich um den russischen Waffenhändler Igor Lipovsky kümmern, der die Bürgerkriegsparteien in Angola mit Kampfmaterial versorgt. Genauer gesagt: Sie sollen ein in den nächsten Tagen in Casablanca einlaufendes Schiff, das mit illegalen Waffen beladen ist, versenken. Unterstützung erhalten sie von ihren beiden Kollegen Raymond und Loïc, die für die Tauchaktion und das Anbringen der Sprengladung zuständig sind. Für die notwendigen Kontakte vor Ort sorgt der Korse Tony. Trotz einer deutlichen Warnung des amerikanischen Geheimdienstes führen die Franzosen ihren Auftrag durch. Wenig später läuft alles schief: Raymond wird ermordet, Lisa am Flughafen mit einem Päckchen Heroin im Koffer verhaftet. Ganz offensichtlich wurde sie hereingelegt. Aber von wem?
Wer etwas über den glanzlosen Alltag der Geheimdienstarbeiter wissen will, muss die Romane des Insiders John Le Carré lesen, um etwas über die schmutzigen Seiten des Geschäftes zu lernen. Eine Tradition, an die der französische Regisseur Frédéric Schoendoerffer mit seinem unterkühlten Thriller "Spy Bound - Agenten im Schatten" anschließt. Das vage Vorbild für den Sprengstoffanschlag im Film lieferte die Affäre um das Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior", das im Juli 1985 im Auftrag des französischen Geheimdienstes vor der Küste von Auckland versenkt wurde. Ein äußerst peinlicher Vorfall für die Grande Nation, über den eine der Beteiligten, die Agentin Dominique Prieur, später ein aufschlussreiches Buch schrieb. Hauptdarstellerin Monica Bellucci wollte sich mit dieser ungewöhnlichen Frau als Vorbereitung für ihre Rolle treffen, doch die Spionin - nach wie vor im Staatsdienst - sagte ab.


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3:30
Stereo-Ton16:9 Format

Putsch gegen die deutsche Einheit

mit Guido Knopp

Putsch gegen die deutsche Einheit

Wollte Russlands Militär die Wiedervereinigung verhindern?

(aus der Reihe "ZDF-History")

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Am 9. September 1990 erhalten sechs Regimenter russischer Fallschirmjäger den Befehl zur Eilverlegung nach Moskau - in voller Kampfausrüstung. Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow ist nicht informiert. Die Fallschirmjäger beziehen Stellungen rund um die ...

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Am 9. September 1990 erhalten sechs Regimenter russischer Fallschirmjäger den Befehl zur Eilverlegung nach Moskau - in voller Kampfausrüstung. Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow ist nicht informiert. Die Fallschirmjäger beziehen Stellungen rund um die Hauptstadt. Sinn und Auftraggeber des Aufmarschs bleiben jahrelang im Dunkeln. Ein Militärsprecher erklärt, die Soldaten seien zur "Kartoffelernte" beordert worden. Tatsächlich aber handelt es sich um ein Manöver hochrangiger Gorbatschow-Gegner aus Militär und Geheimdienst. Sie sind gegen die deutsche Wiedervereinigung. Nur drei Tage nach der Truppenverlegung steht die Unterzeichnung des Zwei-plus-vier-Vertrags an, mit dem Moskau der deutschen Einheit zustimmt. Einige der Drahtzieher sind unter den Putschisten, die Gorbatschow im August 1991 drei Tage lang festsetzen.
Der Film aus der Reihe "ZDF-History" untersucht, wie real die Umsturzgefahr im September 1990 war und welche Konsequenzen ein Putsch für die Wiedervereinigung gehabt hätte.


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3:55
Mit Audiodeskription16:9 FormatVideotext Untertitel

Die Nachrichten

Fernsehfilm, Deutschland 2005

(Wh.)

(Zweikanalton: Originalfassung/ Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)

Länge: 91 Minuten


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5:25
Stereo-Ton

Der wahre 007 - Geheimoperationen im Kalten Krieg

mit Guido Knopp

(aus der Reihe "ZDF-History")

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Das Ausmaß der geheimen CIA-Operationen während des Kalten Kriegs ist selbst für Geheimdienstexperten verblüffend. Mehrere Tausend Agenten wurden über dem Hoheitsgebiet der Sowjetunion per Fallschirm abgesetzt - und zum Teil unter abenteuerlichen Bedingungen nach ...

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Das Ausmaß der geheimen CIA-Operationen während des Kalten Kriegs ist selbst für Geheimdienstexperten verblüffend. Mehrere Tausend Agenten wurden über dem Hoheitsgebiet der Sowjetunion per Fallschirm abgesetzt - und zum Teil unter abenteuerlichen Bedingungen nach ihrem Einsatz wieder herausgeholt. US-Geheimdienstler kaperten sowjetische Polarstationen, unterstützten tibetische Freiheitskämpfer mit Waffen und lieferten sich während des Korea-Kriegs tödliche Auseinandersetzungen mit der Gegenseite.
Der Film aus der Reihe "ZDF-History" bringt Licht ins Dunkel des wohl spannendsten Kapitels des Kalten Kriegs.

Sendeende: 6:10 Uhr