Das letzte Geheimnis von Pompeji
Film von Gero von Boehm und Riccardo de Sanctis
7:30


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)
9:05

Gesichter Europas
Ein Laden in London
Jamals bengalischer Supermarkt

Jamal Quayum ist der Besitzer eines bengalischen Supermarkts in London. Sein Laden liegt in Shoreditch, einem der ärmsten Viertel im Nordosten der Stadt, dort, wo die Hochhäuser des Bankenviertels der City immer näher an die Brick Lane heran wachsen. Jamals Klientel ist ...

Jamal Quayum ist der Besitzer eines bengalischen Supermarkts in London. Sein Laden liegt in Shoreditch, einem der ärmsten Viertel im Nordosten der Stadt, dort, wo die Hochhäuser des Bankenviertels der City immer näher an die Brick Lane heran wachsen. Jamals Klientel ist so gegensätzlich wie diese beiden Welten. Doch Jamal vereinigt die Gegensätze der Brick Lane in seiner Person: Seine Familie lebt getreu der islamischen Tradition, aber Jamal sieht sich eher als Engländer, als erfolgreichen, modernen Geschäftsmann. Er spricht besser Englisch als Bengalisch und ist stolz darauf, viel Geld mit seinem Supermarkt zu verdienen.
Die Dokumentation "Gesichter Europas" porträtiert den bengalischen Supermarkt von Jamal Quayum in London.
9:30


Der Stoff, aus dem die Bäume sind
Entdeckung Holz

Holz ist ein vielseitiger Naturstoff. Aus Holz lassen sich Häuser ebenso herstellen wie zierliche Teeschalen. Aber Holz ist nicht einfach zu verarbeiten: Man muss wissen, welcher Baum für welches Vorhaben der Richtige ist, wann er geschlagen werden und wie lange das Holz ...

Holz ist ein vielseitiger Naturstoff. Aus Holz lassen sich Häuser ebenso herstellen wie zierliche Teeschalen. Aber Holz ist nicht einfach zu verarbeiten: Man muss wissen, welcher Baum für welches Vorhaben der Richtige ist, wann er geschlagen werden und wie lange das Holz lagern muss.
Der Film "Der Stoff, aus dem die Bäume sind" stellt Menschen vor, die ihre Arbeit ganz dem Holz widmen: den Künstler Ernst Gamperl, der aus Holz millimeterdünne Gefäße drechselt, und Julius Natterer aus Lausanne, für den Holz besonders als Hightech-Baustoff interessant ist. Ein Beispiel dafür war der Schweizer Pavillon bei der "Expo 2000" in Hannover.
10:15


Mit den Gästen Christine Westermann und Götz Alsmann,
Anne Will, Angela Winkler, Raimund H. Drommel,
Jack Nasher und Angelika Kindt
Moderation: Bettina Böttinger
Prominente Gäste und Menschen, die nicht tagtäglich im Rampenlicht stehen, aber eine außergewöhnliche und bewegende Lebensgeschichte haben, kommen zum Gespräch zu Bettina Böttingers "Kölner Treff".
(ARD/WDR)
SeitenanfangWege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter (1/4)
Von Rittern und Turnieren
Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

Dem Mittelalter haftet zu Unrecht das Attribut der Rückständigkeit an: Im sogenannten "dunklen Zeitalter" wurden Universitäten gegründet, modernes Denken, Wissenschaft und Technik entwickelten sich. Es wurden riesige, gotische Kathedralen erbaut, und die Troubadoure ...

Dem Mittelalter haftet zu Unrecht das Attribut der Rückständigkeit an: Im sogenannten "dunklen Zeitalter" wurden Universitäten gegründet, modernes Denken, Wissenschaft und Technik entwickelten sich. Es wurden riesige, gotische Kathedralen erbaut, und die Troubadoure beschworen die Liebe in ihrer Minnedichtung. Das christliche Abendland holte kulturell auf und ließ die Welt der Mittelmeerantike endgültig hinter sich.
Der Film "Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter" räumt mit den gängigen Klischees über das Mittelalter auf. In Teil eins geht es um Ritter und Turniere.
3sat zeigt die weiteren drei Folgen der vierteiligen Reihe im Anschluss, ab 14.00 Uhr.
SeitenanfangWege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter (2/4)
Von Mönchen und Ketzern
Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

Zum Bild des "dunklen Mittelalters" trugen die Scheiterhaufen der Inquisition bei. Doch die Inquisitionsprozesse des 14. Jahrhunderts haben das moderne Rechtssystem entscheidend beeinflusst. Denn zu den Gerichtsverfahren der Inquisition gehörte die Vereidigung der ...

Zum Bild des "dunklen Mittelalters" trugen die Scheiterhaufen der Inquisition bei. Doch die Inquisitionsprozesse des 14. Jahrhunderts haben das moderne Rechtssystem entscheidend beeinflusst. Denn zu den Gerichtsverfahren der Inquisition gehörte die Vereidigung der Angeklagten, die außerdem das Recht hatten, Widerspruch einzulegen.
Der Film "Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter" räumt mit den gängigen Klischees über das Mittelalter auf. Teil zwei zeigt, dass es schon im Mittelalter Ansätze von Rationalismus, Aufklärung und Materialismus gab.
SeitenanfangWege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter (3/4)
Von Bauern und Edelmännern
Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

"Bauernarbeit trägt die Welt", heißt es im Mittelalter. Über Dreiviertel der Menschen sind Bauern, Leibeigene oder Tagelöhner, die die Ritter und Geistlichen ernähren. Aber Not macht erfinderisch: Um das Jahr 1000 beginnt eine Agrarrevolution, die Europa von Grund auf ...

"Bauernarbeit trägt die Welt", heißt es im Mittelalter. Über Dreiviertel der Menschen sind Bauern, Leibeigene oder Tagelöhner, die die Ritter und Geistlichen ernähren. Aber Not macht erfinderisch: Um das Jahr 1000 beginnt eine Agrarrevolution, die Europa von Grund auf verändert und zu einer Bevölkerungsexplosion führt. Aus dem Einsatz von Wasser- und Windenergie und der Mühlentechnik erwächst Europa außerdem ein entscheidender Vorsprung in der Industrialisierung.
Der Film "Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter" räumt mit den gängigen Klischees über das Mittelalter auf. Teil drei verfolgt die Wurzeln der Industrialisierung zurück ins Mittelalter.
SeitenanfangWege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter (4/4)
Von Städten und Kathedralen
Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

Die Welt des Mittelalters ist im Umbruch: Zwischen 1035 und 1348 werden allein in Europa 3.000 neue Städte gegründet, oftmals von genialen Stadtplanern auf dem Reißbrett entworfen. Dabei wird so hoch gebaut wie nie zuvor. Bis heute sind die gotischen Kathedralen ...

Die Welt des Mittelalters ist im Umbruch: Zwischen 1035 und 1348 werden allein in Europa 3.000 neue Städte gegründet, oftmals von genialen Stadtplanern auf dem Reißbrett entworfen. Dabei wird so hoch gebaut wie nie zuvor. Bis heute sind die gotischen Kathedralen Wahrzeichen vieler europäischen Städte. Auch der Fernhandel entwickelt sich rasant, Seefahrer brechen zu neuen Kontinenten auf, und in Italien wird der bargeldlose Zahlungsverkehr erfunden.
Der Film "Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter" räumt mit den gängigen Klischees über das Mittelalter auf. Teil vier zeichnet die Entwicklung von Städtebau und Fernhandel im Mittelalter nach.
SeitenanfangMit Schwert und Kreuz
Karl der Große und die Christianisierung der Sachsen
Film von Gerold Hoffmann

Bis heute gilt Karl der Große (747 - 814) als blutrünstiger Sachsenschlächter, der die heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs unterwarf und ihnen das Christentum mit dem Schwert beibrachte. "Tod oder Taufe" soll seine Losung gewesen sein. Doch Karl der Große ...

Bis heute gilt Karl der Große (747 - 814) als blutrünstiger Sachsenschlächter, der die heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs unterwarf und ihnen das Christentum mit dem Schwert beibrachte. "Tod oder Taufe" soll seine Losung gewesen sein. Doch Karl der Große hat die Missionspolitik in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit deutlich verändert.
Der Film "Mit Schwert und Kreuz" stellt die Sachsenmission in den Rahmen der weltpolitischen Bedeutung Karls des Großen, der zu Recht als "Vater Europas" und Begründer des christlichen Abendlandes bezeichnet wird.
SeitenanfangKreuzzug in die Hölle - Die Tempelritter
Film von Jens-Peter Behrend
(aus der ZDF-Reihe "Sphinx")

Am 13. Oktober 1307 werden Tausende von Männern überall in allen Teilen Frankreichs festgenommen. Das Ziel ist die Zerschlagung des Templerordens, einer der mächtigsten Organisationen des Mittelalters und noch heute geheimnisumwittert.
Der Film "Kreuzzug in die ...

Am 13. Oktober 1307 werden Tausende von Männern überall in allen Teilen Frankreichs festgenommen. Das Ziel ist die Zerschlagung des Templerordens, einer der mächtigsten Organisationen des Mittelalters und noch heute geheimnisumwittert.
Der Film "Kreuzzug in die Hölle - Die Tempelritter" rollt die Verfahren der Inquisition anhand historischer Akten wie auch aktueller Erkenntnisse noch einmal auf.
Seitenanfang
anschl. 3sat-Wetter
Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.
Seitenanfang
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)
SeitenanfangDie Patriarchin (3/3)
Fernsehfilm, Deutschland 2004
| Darsteller: |
|---|
| Nina Vandenberg | Iris Berben |
| Bent Peerson | Ulrich Noethen |
| Wolf Sevening | Christoph Waltz |
| Finja Vandenberg | Nadja Bobyleva |
| Kai Vandenberg | Felix Eitner |
| Nils Vandenberg | Adrian Topol |
| u.a. |
Buch: Christian Schnalke
Regie: Carlo Rola

Bei dem New-York-Geschäft von Kai Vandenberg und Bent Peerson ist nicht nur viel Geld verloren gegangen, sondern auch Kais Anteile an der Firma Vandenberg - und damit Ninas Mehrheit in der Firma. Wolf Sevening scheint als endgültiger Sieger aus dem internen Machtkampf ...

Bei dem New-York-Geschäft von Kai Vandenberg und Bent Peerson ist nicht nur viel Geld verloren gegangen, sondern auch Kais Anteile an der Firma Vandenberg - und damit Ninas Mehrheit in der Firma. Wolf Sevening scheint als endgültiger Sieger aus dem internen Machtkampf hervorzugehen. Da setzt Nina Vandenberg alles auf eine Karte und kann den Staatsanwalt Reuter zu einem Deal überreden: Sie will ihm alle Personen liefern, die mit dem Betrug zu tun haben. Ninas größte Sorge gilt aber ihrem Sohn Nils, der seit dem Tod seines Vaters aus der Bahn geworfen wurde und seine Mutter für den Zerfall der Familiendynastie Vandenberg verantwortlich macht. Sein unmittelbar bevorstehender 18. Geburtstag sichert ihm die endgültige Verfügung über sein Erbe: ausreichend Stimmenanteile, um die Zukunft der Firma Vandenberg entscheidend mitzubestimmen. Ist Ninas Kampf doch umsonst gewesen, oder gelingt es ihr, die Beziehung zu ihrem Sohn zu retten? Zeitgleich kommt Nina den Hintermännern der illegalen Geschäfte in der Firma Vandenberg auf die Spur. Mit Hilfe von Bent Peerson und Finanzermittler Jens Thiede - den einzigen Personen, denen Nina noch vertrauen kann - stellt sie ihnen eine Falle. Allerdings kann Nina selbst kurz vor der erhofften Erlösung das volle Ausmaß der Tragödie noch nicht erahnen.
Letzter Teil des dreiteiligen Fernsehfilms, in dem Iris Berben "Die Patriarchin" spielt.
Seitenanfang21:45



Valparaiso, Chile
Eine Stadt wie ein Regenbogen
Film von Christian Romanowski

Wenn man vom Pazifik in den Hafen von Valparaiso in Chile einläuft, sind es die Farben der Häuser, die einem zuerst ins Auge fallen. Die bunten Gebäude scheinen die 27 Hügel, die die weite Bucht begrenzen, hinaufzuwachsen. 1536 entdeckten die Spanier die von Indianern ...
(ARD/SWR)

Wenn man vom Pazifik in den Hafen von Valparaiso in Chile einläuft, sind es die Farben der Häuser, die einem zuerst ins Auge fallen. Die bunten Gebäude scheinen die 27 Hügel, die die weite Bucht begrenzen, hinaufzuwachsen. 1536 entdeckten die Spanier die von Indianern bewohnte Bucht an der Pazifikküste, tauften sie "Paradies-Tal", nahmen sie in Besitz und begannen dort zu siedeln. Um die Kirche Iglesia La Matriz wuchs auf dem schmalen Uferstreifen die Altstadt, die heute zum UNSESCO-Welterbe gehört. Vor 100 Jahren zerstörte ein Erdbeben die Stadt fast völlig. Daher ist unter den Häusern in Valparaiso heute kaum noch ein wirklich historisches Gebäude zu finden. Außerdem hat der Fortschritt auch vor der chilenischen Stadt nicht haltgemacht: Die Einwohner sind froh, dass sie die Aufzüge benutzen können, die in die steile Altstadt hinauffahren.
Der Film aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" stellt das UNESCO-Weltkulturerbe Valparaiso in Chile vor.
(ARD/SWR)
Seitenanfang22:25


Monothema: Inside Iran
Kennwort Kino: Teheran ist überall
Kinobilder einer Stadt
Film von Maik Platzen
Erstausstrahlung

Die Berlinale 2011 stand ganz im Zeichen des iranischen Kinos: "Nader und Simin - Eine Trennung" von Regisseur Asghar Farhadi gewann den "Goldenen Bären" und Farhadis Darsteller-Ensemble wurde auch noch kollektiv mit den "Silbernen Bären" für die besten ...

Die Berlinale 2011 stand ganz im Zeichen des iranischen Kinos: "Nader und Simin - Eine Trennung" von Regisseur Asghar Farhadi gewann den "Goldenen Bären" und Farhadis Darsteller-Ensemble wurde auch noch kollektiv mit den "Silbernen Bären" für die besten schauspielerischen Leistungen geehrt. Doch gab es in Berlin nicht nur Grund zum Feiern: Der Regisseur Jafar Panahi wurde kurz zuvor in Teheran zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt. Während die Berlinale Panahis Gesamtwerk noch einmal zeigte, organisierte Panahis Freund und Regie-Kollege Rafi Pitts eine Protestkundgebung am 11. Februar, dem 32. Jahrestag der iranischen Revolution. Bereits seit einiger Zeit schlägt das Kino aus dem Iran wieder hohe Wellen. Junge Filmemacher haben sich vom Image der beschaulichen neorealistischen Filme ihrer Vorgänger emanzipiert und verleihen vor allem der urbanen und westlich geprägten Jugend eine Stimme. Zu ihnen zählt auch Rafi Pitts, dessen Film "Zeit des Zorns" während der Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 in Teheran spielt, oder auch Bahman Ghobadi. Dessen Film "No One Knows About Persian Cats" hatte 2009 auf dem Filmfestival von Cannes Premiere. In semi-dokumentarischen Bildern porträtiert Ghobadi die Underground-Musikszene Teherans und fängt die Träume und Sehnsüchte der iranischen Jugend in bislang nicht gesehener Offenheit ein. Die Folge war der endgültige Bruch mit den offiziellen Stellen in Teheran. Seither lebt und arbeitet Ghobadi im Exil. Zwar zählt sich keiner der Filmemacher zu jener iranischen "Grünen Bewegung", die gegen den Wahlsieg von Präsident Ahmadinedschad protestierte. Doch ihre Filme, die das Politische im sozialen Miteinander finden, finden starke Bilder für die Absurdität der Repression und verfolgen die Überlebensstrategien ihrer Protagonisten mit engagierter Anteilnahme.
"Kennwort Kino: Teheran ist überall" stellt einige der wichtigsten Vertreter des neuen iranischen Kinos vor und befragt sie zu ihrer derzeitigen Lebens- und Arbeitssituation.
Genau zwei Jahre nach den Präsidentschaftswahlen im Iran und den anschließenden Massendemonstrationen und Protestaktionen zeigt 3sat bis 19. Juni die Reihe "Inside Iran". Eine Auswahl von aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen jüngerer iranischer Regisseure - vielbeachtet auf internationalen Filmfestivals - vermittelt einen authentischen Eindruck von der jungen Generation in Iran, von ihrer künstlerischen und gesellschaftlichen Identität unter den Beschränkungen des Systems. Als nächster Beitrag dieser Reihe folgt im Anschluss, um 22.55 Uhr, der Dokumentarfilm "Salaam Isfahan."
Seitenanfang22:55


Monothema: Inside Iran
Salaam Isfahan
Dokumentarfilm von Sanaz Azari, Iran/Belgien 2010
Länge: 59 Minuten
Erstausstrahlung

Für ihren Debütfilm "Salaam Isfahan" kehrt die in Belgien lebende Filmemacherin Sanaz Azari in ihre iranische Heimatstadt Isfahan zurück. In der Zeit um die Wiederwahl des ultrakonservativen und umstrittenen Staatspräsidenten Ahmadinedschad begegnet sie Menschen auf ...

Für ihren Debütfilm "Salaam Isfahan" kehrt die in Belgien lebende Filmemacherin Sanaz Azari in ihre iranische Heimatstadt Isfahan zurück. In der Zeit um die Wiederwahl des ultrakonservativen und umstrittenen Staatspräsidenten Ahmadinedschad begegnet sie Menschen auf der Straße, die ihren alltäglichen Besorgungen nachgehen. Unter dem Vorwand, sie fotografieren zu wollen, sucht Azari das Gespräch mit ihnen. Viele haben im Kontext der Wahlen Angst, sich ablichten zu lassen oder ihre Meinung frei zu äußern. Trotzdem entlockt Azari in einigen kurzen Gesprächen Aussagen zu den Wünschen, Träumen, politischen Ansichten, Lebensphilosophien und alltäglichen Erlebnissen der Einwohner Isfahans. So entsteht langsam ein Mosaik, in dem Männer und Frauen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zu Wort kommen. Der Film endet in den Wirren der beginnenden Demonstrationen um die Wahlmanipulation durch Präsident Ahmadinedschad und liefert ein einzigartiges Porträt einer Nation im Umbruch.
Ursprünglich hatte Regisseurin Sanaz Azari geplant, einen Film über den Alltag der Einwohner Isfahans zu drehen. Im Zuge der manipulierten Wahlergebnisse und der blutigen Proteste der Folgewochen wurde das Projekt jedoch zum politischen Seismografen. Azaris Team musste beim Ausbruch der Krisensituation das Land verlassen, doch die junge Regisseurin blieb, um weiter zu filmen. Von Straßenschlachten und Großdemonstrationen ist in ihrem Film nichts zu sehen, und trotzdem sind die ruhigen, teilweise träumerischen Bilder und die Gespräche über Hoffnungen und Träume der Passanten durchdrungen von der politischen Unruhe, die sie umgibt. Der brisante Film wurde beim Dokumentarfilm-Festival "Visions du Réel" in Nyon mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Als nächster Film der Reihe "Inside Iran" folgt am Mittwoch, 15. Juni, um 22.25 Uhr, "No One Knows About Persian Cats".
Seitenanfang23:55
VPS 21:50



Nachrichtenmagazin des Schweizer Fernsehens:
Die Schweizer Nachrichtensendung informiert in Berichten, Reportagen, Porträts und Live-Gesprächen über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt. Das Themenspektrum ist breit und der Aktualitätsbegriff wird weit gefasst.
SeitenanfangDie Patriarchin (1/3)
Fernsehfilm, Deutschland 2004
(Wh.)
SeitenanfangDie Patriarchin (2/3)
Fernsehfilm, Deutschland 2004
(Wh.)
SeitenanfangDie Patriarchin (3/3)
Fernsehfilm, Deutschland 2004
(Wh.)