7:30


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)
9:05


100(0) Meisterwerke
William McTaggart: Der Sturm
In der Reihe "100(0)" Meisterwerke wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.
9:15


Vom Rauschen und Schweigen der Welt -
oder: Eine Philosophie des Lärms
Die Publizistin Sieglinde Geisel im Gespräch mit
Barbara Bleisch
(aus der SF-Reihe "Sternstunde Philosophie")

Technomusik, Kindergeschrei, ein tropfender Wasserhahn: Das Lärmempfinden ist sehr individuell. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Lärm im Kopf entsteht - dies zumindest behauptet die Publizistin Sieglinde Geisel, die eine Art Philosophie des Lärms verfasst ...

Technomusik, Kindergeschrei, ein tropfender Wasserhahn: Das Lärmempfinden ist sehr individuell. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Lärm im Kopf entsteht - dies zumindest behauptet die Publizistin Sieglinde Geisel, die eine Art Philosophie des Lärms verfasst hat. Darin vertritt sie die These, dass es in der Welt zwar viele Geräusche, jedoch keinen Lärm gebe. Denn Lärm sei nichts anderes, als ein Geräusch, das uns auf die Nerven geht. Lärm kann sogar krank machen. Als heilsam erfahren hingegen viele die Stille, die sich in unserer Welt allmählich zu verflüchtigen scheint. Oder lässt sich gerade mitten im tosenden Lärm Stille am besten erfahren?
Barbara Bleisch unterhält sich mit Sieglinde Geisel über das Rauschen und Raunen der Welt, über nervtötenden Lärm und über die Sehnsucht nach Stille.
10:15


Thea Dorn im Gespräch mit Alain Claude Sulzer
und Adolf Muschg
Gespräche über neue, aktuelle und interessante Bücher und Themen. Abwechselnd diskutieren Thea Dorn und Martin Lüdke mit Autoren und Kritikern über Belletristik, Sachbücher, Lyrik.
(ARD/SWR)
Seitenanfang13:30


Pilgerpfad zum Nordkap - Norwegen E6
Film von Friedrich Bohnenkamp

Das Nordkap hat feste Öffnungszeiten und ist im Winter praktisch geschlossen. Das ahnt kaum jemand, und die wenigsten wissen auch, dass der berühmte Ort mit der bekannten stählernen Weltkugel nicht wirklich Europas nördlichster Punkt ist. Der Felsen auf der ...
(ARD/SWR)

Das Nordkap hat feste Öffnungszeiten und ist im Winter praktisch geschlossen. Das ahnt kaum jemand, und die wenigsten wissen auch, dass der berühmte Ort mit der bekannten stählernen Weltkugel nicht wirklich Europas nördlichster Punkt ist. Der Felsen auf der norwegischen Insel Mageroya ist eine "Mogelpackung", die pro Jahr rund 200.000 Touristen anzieht. Sie kommen per Bus, Auto, Wohnmobil, Motorrad und Fahrrad - oder zu Fuß wie der 46-jährige Vidar Forlyd, der vom Süden Norwegens bis zum Nordkap 103 Tage gebraucht hat. Er ist 3.000 Kilometer gewandert und hat dabei über 20 Kilo abgenommen. Die meisten Besucher kommen jedoch über die E6, die sich von Schweden gen Norden zieht. Die E6 ist der Zubringer, gut ausgebaut und modern. Wenn man es eilig hat und Pech dazu, dann macht man an ihrem Rand die Bekanntschaft mit Helge Horne. Horne ist Polizist und mit einer Laserpistole auf der Jagd nach Temposündern. 800 Kronen sind schnell fällig, wenn das Gaspedal zu stark belastet wurde. Horne ist freundlich und nett, aber gnadenlos. Wer nicht zahlen will oder kann, der muss seinen Wagen stehen lassen. Salamon Salamonsen lebt seit 92 Jahren weit nördlich des Polarkreises. Von seinem Fenster aus sieht er auf die Lyngsalpen und sein Fischerboot. Im Sommer fährt er noch immer hinaus und fischt. Ein paar hundert Kilometer weiter nördlich residiert der nördlichste Harley-Davidson-Club der Welt, im eigenen Klubhaus, direkt am Strand. Allerdings müssen die Biker um ihr Quartier bangen, die Stadt erlebt einen Boom, und die Ufergrundstücke sind sehr begehrt. Denn vor Hammerfest entsteht eine riesige Erdgasverflüssigungsanlage, ein gigantisches Projekt. Das bringt Geld, aber auch Probleme mit sich.
Der Film beobachtet das Leben an der E6 in der Nachsaison. Im September, wenn die Tage wieder kürzer und das Licht milder werden, wenn die Touristen wieder zuhause sind und man unter sich ist, hinter dem Polarkreis.
(ARD/SWR)
Seitenanfang14:30
Diese Drombuschs (2/6)
Späte Einsicht
| Darsteller: |
|---|
| Vera Drombusch | Witta Pohl |
| Onkel Ludwig | Günter Strack |
| Dr. Martin Sanders | Michael Degen |
| Oma Drombusch | Grete Wurm |
| Marion | Sabine Kaack |
| Chris | Mick Werup |
| Tina | Marion Kracht |
| Thomi | Eike Hagen Schweikhardt |
| u.a. |
Buch: Robert Stromberger
Regie: Michael Meyer

Nach Veras Abschied im Zorn ist das Zerwürfnis mit Martin Sanders nicht aus der Welt. Vera macht sich auf den Weg in sein Appartement, um sich bei ihm zu entschuldigen. Doch kaum ist sie eingetroffen, erscheint Frau Sanders, die ihre Tochter vom Bahnhof abgeholt hat und ...

Nach Veras Abschied im Zorn ist das Zerwürfnis mit Martin Sanders nicht aus der Welt. Vera macht sich auf den Weg in sein Appartement, um sich bei ihm zu entschuldigen. Doch kaum ist sie eingetroffen, erscheint Frau Sanders, die ihre Tochter vom Bahnhof abgeholt hat und nun ihren Mann zu einem Familienabend einladen möchte. Vera bleibt nur ein peinlicher Rückzug, den ihr Martin keinesfalls erleichtert. Das wird Vera ihm nicht so schnell vergessen. Durch Oma Drombuschs Alarmruf hat sie jedoch wenig Zeit, darüber nachzudenken: Marion, die den Bruch mit Dr. Wollinski weder emotional noch finanziell verwindet, hat Schlaftabletten genommen, um für einige Zeit alles zu vergessen.
Zweite Folge der sechsteiligen Serie.
Seitenanfang16:30



... aus der digitalen Welt
Themen: Sprechen Sie Technik? u.a.
Moderation: Yve Fehring
Erstausstrahlung

Amerikaner mochten lange Zeit vor allem grazile Klapp-Handys, Europäer bevorzugten eher die Riegelform. Ein Videospiel mit düsterem Science-Fiction-Setting hätte in China keine Chance, dafür sind kulleräugige Ninja-Kämpfer in Deutschland weniger beliebt. Auf ...

Amerikaner mochten lange Zeit vor allem grazile Klapp-Handys, Europäer bevorzugten eher die Riegelform. Ein Videospiel mit düsterem Science-Fiction-Setting hätte in China keine Chance, dafür sind kulleräugige Ninja-Kämpfer in Deutschland weniger beliebt. Auf spielbegeisterte Japaner nahmen Entwickler insofern Rücksicht, als dass sie aus einem Actionspiel mit Endzeit-Story für die japanische Version eine Atombombenexplosion entfernten. Bei moderner Unterhaltungselektronik gibt es kulturelle Unterschiede, und so müssen Unternehmen, die weltweit agieren, ihre Produkte "lokalisieren". Das heißt, nicht nur die Handbücher und die Menüs müssen übersetzt, sondern womöglich müssen ganze Geräteklassen angepasst werden.
Das 3sat-Magazin "neues" schaut in dieser Ausgabe auf die unterschiedlichen Technikkulturen der Welt.
Seitenanfang17:00


Bauer sucht Kultur (2/3)
Unterwegs mit Dieter Moor

Dieter Moor ist begeisterter Biobauer mit eigenem Hof. In "Bauer sucht Kultur" reist er durch Brandenburg und trifft auf Künstler, Maler, Schriftsteller: Menschen, die wie er auf das Land gezogen sind. Er spricht mit ihnen über die Faszination des Landlebens und lässt ...
(ARD/RBB)

Dieter Moor ist begeisterter Biobauer mit eigenem Hof. In "Bauer sucht Kultur" reist er durch Brandenburg und trifft auf Künstler, Maler, Schriftsteller: Menschen, die wie er auf das Land gezogen sind. Er spricht mit ihnen über die Faszination des Landlebens und lässt sich von ihnen ihre Gegend, ihre Gärten und Häuser zeigen.
In der zweiten Folge ist Dieter Moor wieder mit seinem "Froschauto" unterwegs. Er besucht diesmal die Schauspielerin Ursula Karusseit. Mitten im Wald zeigt sie ihm ihr Holzhaus, ihre Karpfen und ihren Campingbus. Am Schwielowsee lädt Andreas Dresen zu einer Segeltour ein. Der Regisseur so bekannter Filme wie "Sommer vorm Balkon" (2005) und "Wolke 9" (2008) outet sich als Flautensegler und Kinoheuler. Evan Christ, in Las Vegas aufgewachsen, begeistert als junger Generalmusikdirektor am Staatstheater Cottbus. Er erzählt über sein Leben als Amerikaner in der Lausitz. Wie viel Spaß Traditionspflege machen kann, erfährt Dieter Moor bei den Flößern in Lychen. Zum Schluss empfängt ihn der ehemalige "Tatort"-Kommissar Jochen Senf in einem Haus am Beetzsee, wo er vor idyllischer Kulisse seine mörderischen Krimis schreibt.
(ARD/RBB)
Seitenanfang17:55


Safran, Salz und Sauerampfer
Die Welt der Gewürze (1/2)
Film von Annette Frei Berthoud
(aus der Reihe "NZZ Format")

Kaum ein anderes Lebensmittel hat die Geschichte der Menschheit so sehr geprägt wie die Gewürze: Pfeffer, Muskatnuss, Safran, Zimt und Nelken gehören neben Seide, Gold und Edelsteinen zu den ältesten Handelsgütern der Erde und spielten jahrtausendelang eine so ...

Kaum ein anderes Lebensmittel hat die Geschichte der Menschheit so sehr geprägt wie die Gewürze: Pfeffer, Muskatnuss, Safran, Zimt und Nelken gehören neben Seide, Gold und Edelsteinen zu den ältesten Handelsgütern der Erde und spielten jahrtausendelang eine so bedeutende wirtschaftliche und politische Rolle wie heute das Erdöl. Der Gewürzhandel löste in der Vergangenheit manchen Krieg aus und war entscheidend für die Entdeckung Amerikas. Gewürze sind zudem wahre Wundermittel, wenn es um die Gesundheit geht.
Erster Teil einer Reise in die Geschichte und um die Welt - nach Madagaskar, Indien, Mexiko und in andere Länder, in denen Gewürze produziert werden. Viele Rezepte machen Lust, die Gewürze in der eigenen Küche auszuprobieren.
Den zweiten Teil der Reise in "Die Welt der Gewürze" zeigt 3sat am Sonntag, 23. Januar, um 17.55 Uhr.
Seitenanfang18:30


Dokumentarfilm von Shaheen Dill-Riaz, Deutschland 2010
Länge: 29 Minuten
Erstausstrahlung

Als einziger Junge unter fünf Schwestern hat es der 14-jährige Sohel aus Dhaka nicht leicht. Seit der Vater die Familie verlassen hat, um eine neue zu gründen, kommt die Familie nur mit Mühe zurecht. Sohel ist Hoffnungsträger und Hauptverdiener in einem, denn in dem ...

Als einziger Junge unter fünf Schwestern hat es der 14-jährige Sohel aus Dhaka nicht leicht. Seit der Vater die Familie verlassen hat, um eine neue zu gründen, kommt die Familie nur mit Mühe zurecht. Sohel ist Hoffnungsträger und Hauptverdiener in einem, denn in dem größtenteils muslimischen Land, bleiben die Frauen traditionell zu Hause. Und Sohel scheint für den Überlebenskampf gewappnet, hat ihn der Vater doch mit einem mobilen Telefongerät der älteren Generation ausgestattet, das in Bangladesch, einem der ärmsten Länder Asiens, dennoch für Bewunderung sorgt. Die Ausfüge auf die eine Tagesreise entfernten Schwemminseln liefern Sohel nicht nur die nötigen Einnahmen, sie rücken auch sein Weltbild zurecht. Den Schwestern kann er berichten, dass es viele Menschen gibt, die noch ärmer sind als die eigene Familie und noch viel verlassener. Sohel lässt aber nicht nur sein Elternhaus zurück, er verabschiedet sich auch Schritt für Schritt von seiner Kindheit.
Regisseur Shaheen Dill-Riaz wurde 1969 in Dhaka geboren. Als Sechsjähriger kam er auf ein Militärinternat und wurde nur nicht als Berufssoldat verpflichtet, weil er die entsprechende Körpergröße nicht aufweisen konnte. Stattdessen entschied er sich für das Studium der Philosophie und arbeitete nebenbei als Filmjournalist. Über ein Stipendium des Goethe-Instituts kam er 1992 nach Deutschland und absolvierte ein Kamerastudium an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Seine Filme "Eisenfresser" (Adolf-Grimme-Preis) und "Korankinder" liefen bereits äußerst erfolgreich auf internationalen Festivals.
Die 3sat-Dokumentarfilmreihe "Fremde Kinder" widmet sich Jungen und Mädchen bis zu 14 Jahren aus allen Ländern der Welt in ihren oftmals schwierigen Lebenssituationen, ergreift für sie Partei und verleiht ihnen eine Stimme.
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anschl. 3sat-Wetter
Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.
Seitenanfang19:10


Kein Weg zu weit
Mit Almaz Böhm durch Äthiopien
Film von Monica Ladurner

Äthiopien fasziniert durch seine bizarren Landschaften, seine kulturelle Vielfalt, seine jahrtausendealte Geschichte - aber es beschämt auch durch seine bittere Armut. Die Lebenserwartung dort liegt gerade einmal bei 48 Jahren, die Menschen fristen ihr Dasein mit ...
(ORF)

Äthiopien fasziniert durch seine bizarren Landschaften, seine kulturelle Vielfalt, seine jahrtausendealte Geschichte - aber es beschämt auch durch seine bittere Armut. Die Lebenserwartung dort liegt gerade einmal bei 48 Jahren, die Menschen fristen ihr Dasein mit durchschnittlich weniger als 100 Dollar im Jahr. Die gebürtige Äthiopierin Almaz Böhm hat vor Kurzem die Leitung von "Menschen für Menschen" von ihrem Ehemann, dem Schauspieler Karlheinz Böhm, übernommen und führt sein Lebenswerk engagiert weiter: Kein Weg ist ihr zu weit, um auf unbefestigten Schotterpisten oder in stundenlangen Fußmärschen zu den Ärmsten der Armen zu gelangen, ihnen zu helfen und ihnen Mut und Hoffnung zu machen. Neben Agrarprojekten, Schulen und medizinischer Versorgung widmet sich Almaz Böhm vor allem den Mädchen: Wenn sie nicht mehr sechs Stunden lang steile Abhänge erklimmen müssen, um eine Kalebasse Wasser zu holen, können sie in die Schule gehen. Dies wiederum schützt die Mädchen vor früher Zwangsverheiratung und gibt ihnen die Chance, aus der Armutsspirale herauszukommen. Durch Mikro-Kreditprogramme werden sie dann zur Selbstständigkeit ermutigt.
Der Film begleitet Almaz Böhm quer durch Äthiopien und stellt das Land mit seiner Geschichte, seiner Mythologie und seinen Ritualen vor.
(ORF)
Seitenanfang19:40



Die Seidenbörse in Valencia, Spanien
Ein Tempel für die Seide
Film von Christian Romanowski
Erstausstrahlung

Auf den ersten Blick erscheint sie mit ihrem wuchtigen Turm wie eine zinnengekrönte Burg inmitten der Altstadt von Valencia: die Seidenbörse, La Lonja de la Seda. Doch wer den Fuß über die Schwelle eines der drei riesigen Portale mit den reich verzierten, gotischen ...
(ARD/SWR/3sat)

Auf den ersten Blick erscheint sie mit ihrem wuchtigen Turm wie eine zinnengekrönte Burg inmitten der Altstadt von Valencia: die Seidenbörse, La Lonja de la Seda. Doch wer den Fuß über die Schwelle eines der drei riesigen Portale mit den reich verzierten, gotischen Spitzbögen setzt, glaubt eine Kathedrale zu betreten. Spiralförmig gewundene Säulen ragen in der dreischiffigen Basilika über 17 Meter hoch auf. Der ehemalige Geschäftstempel der Seidenhändler ist der wohl bedeutendste gotische Profanbau Spaniens. Erbaut wurde die Lonja Ende des 15. Jahrhunderts, als die Kaufleute durch den Seidenhandel reich geworden waren, und die Stadt ihren Wohlstand architektonisch demonstrieren wollte. 25.000 Menschen webten damals an diesem Reichtum. Die Hafenstadt Valencia war zu einer Hochburg der Seidenproduktion herangewachsen und exportierte den begehrten glänzenden Stoff über das Mittelmeer in alle Welt. Die Verträge schlossen die Händler in der Säulenhalle der Lonja, im "Sala de la Contratacion". Sie konnten sich bei ihren Verhandlungen im Patio, einem kleinen Hofgarten, erholen. Vom Patio aus gelangt man über eine Treppe hinauf zum "Consular del Mar", einer Halle, in der alle Fragen und Streitigkeiten, die den Seehandel betrafen, geregelt wurden: ein Saal mit einer pompösen, vergoldeten Holzdecke. Unehrliche Kaufleute konnten im Turm der Lonja festgesetzt werden. Die Wendeltreppe des Turms zählt zu den Meisterwerken der gotischen Steinmetzkunst. Ohne Mittelstütze schrauben sich 142 Stufen in die Höhe. Oben kann man durch die Zinnen des Turms die gesamte Altstadt überblicken, und wenn man an einem Festtag hinunterblickt, kann man eine Prozession von Frauen in farbenprächtigen Seidenkleidern an der Lonja vorüberziehen sehen, denn auf ihr traditionelles Festkleid aus Seide will in der drittgrößten spanischen Stadt keine Frau, die es sich leisten kann, verzichten.
Der Film stellt die Seidenbörse La Lonja de la Seda im spanischen Valencia damals und heute vor.
(ARD/SWR/3sat)
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ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)
SeitenanfangKriegskinder (1/4)
Vater muss jetzt an die Front
Film von Martin Hübner

Die vierteilige Reihe "Kriegskinder" geht dem Schicksal einer Generation auf den Grund, die bislang kaum über ihre traumatischen Erlebnisse gesprochen hat. Ganz bewusst beschränkt sich die Reihe nicht auf die 15 Millionen deutschen Kinder.
Im ersten Teil geht es um ...
(ARD/MDR/SWR)

Die vierteilige Reihe "Kriegskinder" geht dem Schicksal einer Generation auf den Grund, die bislang kaum über ihre traumatischen Erlebnisse gesprochen hat. Ganz bewusst beschränkt sich die Reihe nicht auf die 15 Millionen deutschen Kinder.
Im ersten Teil geht es um den Kriegsbeginn. Für die Kinder in Deutschland ist der Krieg zu Anfang ein Abenteuer. Vom Einmarsch in Polen erfahren sie im heimischen Wohnzimmer aus dem Volksempfänger. In der Schule ist von Siegen und Heldentaten der Soldaten zu hören. Auf der Landkarte markieren kleine Fähnchen ein immer größer werdendes Deutschland. Nur die Großeltern und Eltern sind, zur Überraschung der Pimpfe, manchmal nicht begeistert. Besonders dann, wenn der Einberufungsbefehl für den Vater ankommt. In Großbritannien erfahren gleich zu Beginn Hunderttausende Kinder, was es bedeutet, in Kellern zu hocken und wehrlos den Bomben ausgeliefert zu sein. Die erste groß angelegte Evakuierung der gefährdeten Kinder aus den südenglischen Industriemetropolen in sichere ländliche Regionen beginnt schon im Herbst 1939 - und damit eine Trennung von den Eltern auf unbestimmte Zeit. Für die Kinder in Polen und in Frankreich ist der Krieg von Anfang an verbunden mit Terror, Gewalt und Tod. Jan Kapinski, damals zwölf Jahre alt, wird von seinen Eltern getrennt und landet allein im Getto von Krakau. Stephanie Santamaria aus dem französischen Abbevillle verliert bei einem Bombenangriff ihre Mutter und ihren linken Arm. Die Kinder in Stuttgart und Leipzig aber fiebern nach wie vor jeden Sonntag mit der "Wochenschau" im Kino mit, plappern von "Lebensraum" und "Untermenschen" und singen "Bomben auf Engeland".
Die weiteren drei Teile der vierteiligen Reihe "Kriegskinder" zeigt 3sat am Montag, 17. Januar, am Donnerstag, 20. Januar sowie am Freitag, 21. Januar jeweils um 20.15 Uhr.
(ARD/MDR/SWR)
Seitenanfang21:45


Dokumentarfilmzeit
Endstation der Sehnsüchte
Dokumentarfilm von Sung-Hyung Cho, Deutschland 2009
Länge: 96 Minuten
Erstausstrahlung

In den 1960er Jahren hatte der koreanische Diktator Chung-Hee Park Tausende junger Krankenschwestern nach Deutschland entsandt, um an Devisen für das damals noch arme Land zu kommen. Ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, lernten diese jungen Frauen ihr Gastland über Alte ...

In den 1960er Jahren hatte der koreanische Diktator Chung-Hee Park Tausende junger Krankenschwestern nach Deutschland entsandt, um an Devisen für das damals noch arme Land zu kommen. Ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, lernten diese jungen Frauen ihr Gastland über Alte und Kranke, vor allem aber über harte Arbeit kennen. Drei von ihnen landeten im hessischen Vordertaunus und lieferten mit ihren deutschen Ehemännern schnell Beispiele gelungener Integration. Doch die Sehnsucht nach der Heimat überdauerte. So machten sich drei ältere Damen 30 Jahre später auf den Weg zurück, im Gepäck nicht nur die Gatten, sondern auch deutsche Stilmöbel und Sitten. Sie konnten nicht ahnen, dass ihr Altersruhesitz auf der koreanischen Insel Namhae in dem putzigen Dorf Dogil Maul zur Touristenattraktion der Festlandkoreaner werden sollte. Während die koreanischen Touristen, die sich im Vorgarten tummeln, höflichst gebeten werden, nicht in die Blumenbeete zu treten, haben sich im Innern der Einfamilienhäuser in langen Ehejahren die kulturellen Unterschiede längst verflüchtigt. Die koreanischen Ehefrauen zeigen sich in puncto Pflichtgefühl, Akkuratesse und Disziplin "deutscher" als ihre deutschen Männer und lassen den Gegensatz der Kulturen im täglichen Kleinkrieg der Geschlechter vergessen.
Nach ihrem Erfolgsfilm "Full Metal Village" über die Heavy-Metal-Szene in der norddeutschen Provinz, stellt die Koreanerin Sung-Hyung Cho mit "Endstation der Sehnsüchte" ihren zweiten "Heimatfilm" vor, der dieses Mal tief in der Vergangenheit ihres Landes wurzelt. In Erinnerung gerufen werden die Schicksale dreier Frauen, die den Übergang von der alten in die neue Welt und wieder zurück mit großer Kraft und unbändigem Lebenswillen meisterten. "Endstation der Sehnsüchte" entführt mit viel Gespür für Humor und Situationskomik in eine Welt des gelebten Multikulturalismus mit all seinen Brüchen.
Seitenanfang0:35


Titus
Spielfilm, USA/Italien 1999
| Darsteller: |
|---|
| Titus Andronicus | Anthony Hopkins |
| Tamora | Jessica Lange |
| Saturninus | Alan Cumming |
| Chiron | Jonathan Rhys-Myers |
| Lavinia | Laura Fraser |
| Bassianus | James Frain |
| u.a. |
Regie: Julie Taymor
Länge: 156 Minuten

Nach einem siegreichen Feldzug gegen die Goten und dem Verlust zahlreicher Söhne kehrt der römische Feldherr Titus Andronicus nach Rom zurück. Als Gefangene begleiten ihn die Gotenkönigin Tamora und ihre beiden jüngsten Söhne. Den Ältesten ließ Titus aus Rache für ...

Nach einem siegreichen Feldzug gegen die Goten und dem Verlust zahlreicher Söhne kehrt der römische Feldherr Titus Andronicus nach Rom zurück. Als Gefangene begleiten ihn die Gotenkönigin Tamora und ihre beiden jüngsten Söhne. Den Ältesten ließ Titus aus Rache für den Verlust der eigenen Söhne hinrichten. Trotz seiner Ansprüche als Triumphator und Liebling des Volks verzichtet Titus nach dem Tod des Kaisers auf den römischen Thron und rät sogar gegen jede Vernunft zur Wahl des geckenhaften und verschlagenen Kaisersohns Saturnius. Selbst als dieser seinem Bruder Bassianus die Braut, Titus' Tochter Lavinia, wegnimmt, ist Titus bereit, der Staatsräson zu gehorchen. Doch als Bassianus mit Lavinia flieht und Saturnius ausgerechnet die nach Vergeltung dürstende Tamora zur Mitregentin macht, gerät Titus ins Zentrum einer blutrünstigen Intrige, der ebenso viele Schuldige wie Unschuldige zum Opfer fallen. Als sich Titus' vier verbliebene Söhne gegen ihn stellen, schreckt er nicht davor zurück, auch gegen sie mit aller Härte vorzugehen. Bald darauf bietet Saturnius seinem Bruder und Lavinia die sichere Rückkehr nach Rom an. Tamora und ihr Diener und heimlicher Liebhaber Aaron haben jedoch einen teuflischen Plan ausgeheckt, um Titus und seine gesamte Sippe endgültig ins Verderben zu stürzen.
Die Regisseurin Julie Taymor ("Frida"), die zuvor mit ihrer Broadway-Inszenierung des Musicals "The Lion King" aufgefallen war, hatte William Shakespeares blutrünstiges Stück "Titus Andronicus" zunächst für ein Off-Broadway-Theater entdeckt und zu einem Erfolg gemacht. Taymor, die für ihren Film "Across the Universe" (2007) für einen Golden Globe nominiert wurde, inszenierte "Titus" als Gesamtkunstwerk, das die Kraft der literarischen Vorlage widerspiegelt. Obwohl Newcomerin im Filmgeschäft, gelang es ihr, Anthony Hopkins als Hauptdarsteller zu gewinnen.
Seitenanfang3:15


Das verborgene Schwert
(Kakushi Ken: Oni no Tsume)
Spielfilm, Japan 2004
| Darsteller: |
|---|
| Munezo Katagiri | Masatoshi Nagase |
| Kie | Takako Matsu |
| Yaichiro Hazama | Yukiyoshi Ozawa |
| Samon Shimada | Hidetaka Yoshioka |
| Kansai Toda | Min Tanaka |
| Hori | Ken Ogata |
| u.a. |
Regie: Yoji Yamada
Länge: 133 Minuten

Japan in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Die politische Öffnung zum Westen bewirkt Veränderungen der Wirtschafts- und Militärstrategien. Nicht jeder Samurai kann sich etwa mit den neuen Feuerwaffen anfreunden. Aber auch in vielen Bereichen des alltäglichen ...

Japan in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Die politische Öffnung zum Westen bewirkt Veränderungen der Wirtschafts- und Militärstrategien. Nicht jeder Samurai kann sich etwa mit den neuen Feuerwaffen anfreunden. Aber auch in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens ist eine Neuorientierung nötig. Mit alten, verkrusteten Traditionen wird der Samurai Katagiri konfrontiert, der sich in die junge Kie verliebt, eine einfache Hausdienerin. Als er sie bei sich aufnimmt, weil sie von ihrem Herrn unmenschlich behandelt wird, verstößt er gegen gängige Normen und wird dafür angefeindet. In einen weiteren Gewissenskonflikt gerät er durch seinen in Ungnade gefallenen Freund und Kampfgefährten Hazama. Dieser war bei einem Aufstand beteiligt und muss nun dafür büßen. Ausgerechnet Katagiri soll ihn in seinem Versteck aufsuchen, zum Aufgeben bewegen oder ihn mittels eines Tricks töten. Obwohl Katagiri damit gegen seinen eigenen Ehrenkodex verstößt, führt er den Auftrag aus und tötet den widerspenstigen einstigen Freund. Doch dann muss er erkennen, dass er zum Spielball eines skrupellosen Mannes geworden sind, für den nur sein eigener Vorteil zählt.
Das stilvolle Historiendrama erinnert mit seinem elegischen Stil und der Farbdramaturgie an einen amerikanischen Western der 1950er Jahre und bewegt sich somit, was seine Einflüsse betrifft, selbst in einem Spannungsverhältnis zwischen Westen und Fernost. In einem prachtvoll ausgestatteten Bilderreigen beschreibt Yoji Yamada, einer der wichtigsten Regisseure Japans, die sich abzeichnende Zeitenwende in subtilen Details und Andeutungen und legt dabei besonderes Augenmerk auf das Verhältnis der Geschlechter zueinander. Der außergewöhnliche Samurai-Film gestattet jenseits aller Klischees und en passant Einblicke in japanische Traditionen und Geschichte. Er basiert wie auch Yamadas vorhergehender Film "Twilight Samurai" auf einer Kurzgeschichte von Shuhei Fujisawa.
SeitenanfangSchliemanns Gold - Das Gold der Samurai
Film von Gisela Graichen und Peter Prestel

Zwei übermannshohe goldene Fische locken im Frühjahr 2005 Hunderttausende Besucher nach Nagoya in eine Ausstellung, in der sich alles um diese goldenen Schutzsymbole für die Burg der japanischen Stadt dreht. Diese Massenbegeisterung hat zwei Gründe: Die Japaner ...

Zwei übermannshohe goldene Fische locken im Frühjahr 2005 Hunderttausende Besucher nach Nagoya in eine Ausstellung, in der sich alles um diese goldenen Schutzsymbole für die Burg der japanischen Stadt dreht. Diese Massenbegeisterung hat zwei Gründe: Die Japaner verehren Gold als Glücksbringer, und außerdem steht die Burg von Nagoya, auf deren Dach die Fische nach der Restaurierung und der Ausstellung wieder Platz finden werden, für eine ganz besondere Epoche in der Geschichte des Landes: Zu Beginn des 16. Jahrhunderts musste der japanische Kaiser machtlos zusehen, wie die Kriegsherren und die Schwerter ihrer Samurai herrschten. Blutige Kämpfe zerrissen damals das Land. Es ging um Macht, und es ging um Gold - um die Schätze und Reichtümer in den Burgen der Feudalherren, bewacht von den Samurai.
Die Zeitreise ins 16. Jahrhundert führt zu einer der einschneidendsten Epochen in der Geschichte Japans.
Sendeende: 6:10 Uhr