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Donnerstag, 6. Januar
Programmwoche 01/2011
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6:00
Stereo-Ton

Die Brandenburger (1/4)

Kurfürsten, Kirchenmänner und Landsknechte

Film von Lew Hohmann

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Friedrich IV. ist der erste der Hohenzollern-Regenten, die in den folgenden 500 Jahren die Mark Brandenburg beherrschen sollten. Sein Nachfolger Joachim I. geht massiv gegen den räuberischen und aufsässigen märkischen Landadel vor. Zusammen mit seinem Bruder Albrecht, ...
(ARD/RBB)

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Friedrich IV. ist der erste der Hohenzollern-Regenten, die in den folgenden 500 Jahren die Mark Brandenburg beherrschen sollten. Sein Nachfolger Joachim I. geht massiv gegen den räuberischen und aufsässigen märkischen Landadel vor. Zusammen mit seinem Bruder Albrecht, dem Mainzer Bischof, besitzen die Hohenzollern nun zwei Stimmen bei der Kaiserwahl. Sie gehören damit zu den mächtigsten Familien des Reiches. Um die verschuldeten Landesfinanzen auszugleichen, führt Albrecht in der Mark den Ablasshandel ein. Das Schachern um die Gnade Gottes ist ein Anstoß für die Reformation. 1517 veröffentlicht Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablass. Luthers aufrührerische Predigten führen 1521 im Wormser Edikt zu seiner Ächtung als Ketzer. Trotzdem verbreitet sich seine Lehre in Brandenburg. Joachims Söhne setzen die Reformation aus politischen Gründen in Brandenburg um. Kaiser Karl V. geht militärisch gegen die im Schmalkaldischen Bund vereinigten protestantischen Fürsten vor und schlägt sie 1547 vernichtend. Die Reformation hält dieser Erfolg jedoch nicht auf. Kurfürst Johann Georg, der seit 1571 regierte, hinterlässt seinem Sohn Joachim Friedrich ein hochverschuldetes Land. Durch geschickte Heiratspolitik sichert er den Hohenzollern den Erbanspruch auf das Herzogtum Preußen. 1618 fallen dem Kurfürsten Johann Sigismund die preußischen Erblande zu. Damit wird Brandenburg-Preußen zu einem der mächtigsten und größten Fürstentümer des Reiches. Im gleichen Jahr bricht der Dreißigjährige Krieg aus. Brandenburg dient als Durchmarschgebiet verschiedener Heere. Und obwohl nur eine Schlacht im Lande stattfand - bei Wittstock - ist es am Ende des Krieges ruiniert. Plünderungen, Verwüstungen und die Pest haben es zerrüttet. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 bricht auch für Brandenburg eine neue Zeit an.
Im ersten Teil der vierteiligen Reihe "Die Brandenburger" geht es um Kurfürsten, Kirchenmänner und Landsknechte.

Das alte Preußen gibt es nicht mehr, doch es lebt immer noch weiter - in den Geschichten um den alten Fritz, seiner Vorfah-ren und Nachkommen, in den Bauwerken der Preußen in Berlin und Potsdam, die immer noch beeindrucken, in der Kunst und nicht zu vergessen in den "Preußischen Tugenden", die von den einen verdammt und von den anderen geschätzt werden. 3sat widmet den Preußen und ihrer Geschichte 24 Stunden. Der Thementag "Preußen" zeigt Dokumentationen, Spielfilme und Fernsehfilme über Aufstieg und Fall des preußischen Reiches, den Alltag in Preußen und über herausragende Persönlichkeiten des preußischen Staates.
Die weiteren drei Teile der vierteiligen Reihe "Die Brandenburger" zeigt 3sat um 6.45, um 8.10 und um 9.40 Uhr.

(ARD/RBB)


6:45
Stereo-Ton

Die Brandenburger (2/4)

Könige, Soldaten und Beamte

Film von Lew Hohmann

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Am Ende des Dreißigjährigen Krieges befindet sich Brandenburg-Preußen in einer schwierigen Lage: Die Hälfte der Bevölkerung ist geflohen oder umkommen, Dörfer und Städte sind zerstört. Kurfürst Friedrich Wilhelm beginnt das Land zu erneuern. Er baut ein stehendes ...
(ARD/RBB)

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Am Ende des Dreißigjährigen Krieges befindet sich Brandenburg-Preußen in einer schwierigen Lage: Die Hälfte der Bevölkerung ist geflohen oder umkommen, Dörfer und Städte sind zerstört. Kurfürst Friedrich Wilhelm beginnt das Land zu erneuern. Er baut ein stehendes Heer auf und organisiert einen zentralistischen Verwaltungsapparat. Mit dem Edikt von Potsdam gewährt er den verfolgten französischen Hugenotten Asyl, was die heimische Wirtschaft befördert. 1675 schlägt der Kurfürst die Schweden in der Schlacht bei Fehrbellin. Dieser Sieg sichert seine europäischen Machtansprüche und trägt ihm großen Ruhm ein. 1688 stirbt er in Potsdam und hinterlässt seinem Sohn Friedrich III. ein wirtschaftlich und politisch erholtes Land. Friedrich III. wird nach langen Verhandlungen mit Kaiser Rudolf II. zum ersten König Preußens. 1701 wird die Krönung vollzogen. Gekrönt als Friedrich I. in Preußen regiert er nun das souveräne Königreich Preußen und bindet es stärker an sein Stammland Brandenburg. Nach seinem Tode 1713 übernimmt Friedrich Wilhelm I. die Herrschaft. Er saniert mit strenger Hand die Staatsfinanzen, die sein prunksüchtiger Vater ruiniert hatte. Er baut die Armee weiter aus, bis sie 80 Prozent des Gesamthaushaltes verschlingt. Um die hohen Staatskosten zu decken, werden die Steuern auf die im europäischen Vergleich höchste Quote erhöht und für ihre Eintreibung ein Beamtenapparat eingerichtet. Preußens Ruf als Beamten- und Soldatenstaat wird so begründet. Nach seinem Tod 1740 beginnt sein Sohn Friedrich II. den strengen Ordnungsstaat aufzubrechen. Doch noch im selben Jahr erklärt er Österreich den Krieg und löst damit den österreichischen Erbfolgekrieg aus, der bis 1748 dauert. Bereits ab 1756 befindet sich Preußen wieder mit Österreich im Krieg. Der siebenjährige Krieg endet 1763 als politischer Erfolg für Friedrich den Großen. Als er im Jahr 1786 stirbt, ist Preußen eine Großmacht.
Im zweiten Teil der vierteiligen Reihe "Die Brandenburger" geht es um Könige, Soldaten und Beamte.
(ARD/RBB)


7:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Preußens Friedrich und die Kaiserin

Film von Annette Tewes

(aus der ZDF-Reihe "Die Deutschen")

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Österreich war bereits eine Großmacht, Preußen wollte es noch werden. Es kam zu einer dramatischen Rivalität zweier Monarchen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: die lebensfrohe Habsburgerin Maria Theresia aus dem katholischen Wien und der verschlossene ...

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Österreich war bereits eine Großmacht, Preußen wollte es noch werden. Es kam zu einer dramatischen Rivalität zweier Monarchen, die unterschiedlicher kaum sein konnten: die lebensfrohe Habsburgerin Maria Theresia aus dem katholischen Wien und der verschlossene Hohenzollern-König Friedrich II. aus dem protestantischen Potsdam. Die eine baute das gigantische Schloss Schönbrunn nach dem Vorbild von Versailles, der andere ließ sich das kleine Rokokoschloss Sanssouci errichten. Zwei Regenten, die sich nie persönlich begegneten. Beide wollten uneingeschränkte Alleinherrscher sein, aber keine Despoten. Ihrem eigenen Staat zu dienen, hielten sie für ihre oberste Pflicht. Die Interessen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation aber waren zweitrangig. Unter beiden Regentschaften herrschten kulturelle Blüte und Vielfalt. Johann Sebastian Bach komponierte Musik für Friedrich den Großen, in den vielen kleinen Territorien gab es viele kleine Mäzene, die ihre Architekten, Poeten, Maler und Musiker beschäftigten. Es war die Zeit des aufkommenden Sturm und Drang, Lessing, Goethe und Schiller verfassten zeitlose Werke, die Wiege der deutschen Kulturnation. Der "Dualismus" der beiden Mächte - verkörpert durch die Herrscher Friedrich II. "der Große" und Maria Theresia - läutete schließlich das Ende des alten Reiches ein und bestimmte die deutsche Geschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
In dem Film von Maria Theresia spielen Yasmina Djaballah und Ulrich Wiggers die Titelrollen.


8:10
Stereo-Ton

Die Brandenburger (3/4)

Reformer, Revolutionäre und Schnapsbrenner

Film von Hans-Dieter Rutsch

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1786 stirbt Friedrich der Große. Nachfolger wird Friedrich Wilhelm II. Unter seiner Regentschaft blüht das kulturelle und geistige Leben auf, politische Erfolge bleiben ihm versagt. Seinem Nachfolger Friedrich Wilhelm III. hinterlässt er hohe Staatsschulden. Doch auch ...
(ARD/RBB)

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1786 stirbt Friedrich der Große. Nachfolger wird Friedrich Wilhelm II. Unter seiner Regentschaft blüht das kulturelle und geistige Leben auf, politische Erfolge bleiben ihm versagt. Seinem Nachfolger Friedrich Wilhelm III. hinterlässt er hohe Staatsschulden. Doch auch der neue König geht notwendige Reformen nur halbherzig an. Seine außenpolitische Unentschiedenheit provoziert den Krieg gegen Frankreich, der 1807 verloren geht. Im Frieden von Tilsit entgeht Preußen nur knapp der staatlichen Auflösung, verliert aber etwa die Hälfte seines Territoriums. Unter der französischen Herrschaft beginnt der König die Modernisierung Preußens. Als Napoleon auf dem Rückmarsch aus Russland ist, ruft Friedrich Wilhelm III. zum nationalen Befreiungskampf. Nach Napoleons Niederlage 1815 wird auf dem Wiener Kongress die alte dynastische Herrschaftsform in ganz Europa wiederhergestellt. Preußen wird als fünfte europäische Großmacht anerkannt, die Modernisierung und bürgerliche Reformierung des Landes wird nicht fortgesetzt. In der Folge schreitet die Industrialisierung fort, die Gesellschaft verändert sich, die Politik aber nicht. Acht Jahre nach dem Tod Friedrich Wilhelms III im Jahr 1840 kommt es in ganz Deutschland zu Aufständen. Bürger, Bauern und Arbeiter kämpfen für Mitbestimmung und bessere Lebensbedingungen. Doch die Revolution scheitert, den Bürgerlichen wird Mitbestimmung weiterhin vorenthalten. Als sich Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1861 mit seinen Plänen für eine Heeresreform im preußischen Parlament nicht gegen die liberalen Kräfte durchsetzen kann, ruft er Otto von Bismarck an seine Seite. Bismarck tritt für eine starke Monarchie ein und treibt den Prozess einer deutschen Einigung voran. Mit dem Sieg über Frankreich 1871 und der Proklamation des Deutschen Reiches wird die Monarchie erneut gestärkt. Deutsche Einigung und Reformen "von oben" verhindern ein weiteres Mal auf lange Sicht die Demokratisierung Deutschlands.
Im dritten Teil der vierteiligen Reihe "Die Brandenburger" geht es um Reformer, Revolutionäre und Schnapsbrenner.
(ARD/RBB)


8:55

Friedrich Wilhelm IV.

Ein politischer Romantiker

Film von Donat Schobert


(ARD/RBB/WDR)


9:40
Stereo-Ton

Die Brandenburger (4/4)

Gründer, Glücksritter und Generäle

Film von Jochen Trauptmann

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Am 18. Januar 1871 kommt es in Versailles - die Belagerung von Paris dauert noch an - zur deutschen Reichsgründung. Wilhelm I., König von Preußen, wird zum deutschen Kaiser proklamiert. Die nationale Einheit und der Sieg über Frankreich führen in der Folgezeit zur ...
(ARD/RBB)

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Am 18. Januar 1871 kommt es in Versailles - die Belagerung von Paris dauert noch an - zur deutschen Reichsgründung. Wilhelm I., König von Preußen, wird zum deutschen Kaiser proklamiert. Die nationale Einheit und der Sieg über Frankreich führen in der Folgezeit zur Blüte des jungen Reiches. Industrialisierung und Gründerboom prägen das wirtschaftliche Leben, während die Politik von Kanzler Otto von Bismarck gelenkt wird. Im Dreikaiserjahr 1888 stirbt Wilhelm I. Sein Thronfolger Friedrich III. stirbt bereits nach 99 Tagen, sodass dessen Sohn Wilhelm II. Kaiser wird. Aufgrund politischer Differenzen mit dem neuen Kaiser muss Bismarck 1890 seinen Rücktritt einreichen. Wilhelm II. gelingt es daraufhin, einige lähmende innenpolitische Probleme zu lösen, die gemäßigte Großmachtpolitik Bismarcks führt er ebenfalls nicht weiter. Seine undiplomatische Außen- und Kolonialpolitik und die massive Aufrüstung gefährden in der Folge zunehmend das Gleichgewicht der europäischen Mächte. Wilhelms Weltmachtstreben ist ein Grund für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Mit der Niederlage muss der Kaiser abdanken, das preußisch-deutsche Reich, das Bismarck geschaffen hat, existiert nicht mehr.
Im letzten Teil der vierteiligen Reihe "Die Brandenburger" geht es um Gründer, Glücksritter und Generäle.
(ARD/RBB)


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10:25
Stereo-Ton

Bauen für Preußen

Karl Friedrich Schinkel

Film von Günter Meyer

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Karl Friedrich Schinkels (1781 - 1841) Vorstellung vom preußischen Arkadien prägt noch heute die Kulturlandschaft Berlin-Brandenburgs. Als preußischer Oberbaudirektor nahm Schinkel Einfluss auf alle Großbauten, die in der Region ab 1815 bis zu seinem Tode im Jahr 1841 ...
(ARD/RBB)

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Karl Friedrich Schinkels (1781 - 1841) Vorstellung vom preußischen Arkadien prägt noch heute die Kulturlandschaft Berlin-Brandenburgs. Als preußischer Oberbaudirektor nahm Schinkel Einfluss auf alle Großbauten, die in der Region ab 1815 bis zu seinem Tode im Jahr 1841 errichtet wurden. Nach seinen Entwürfen entstanden unter anderem das Alte Museum in Berlin, die Friedrichwerdersche Kirche und die Neue Wache, das Schloss Babelsberg, Schloss Glienicke und Schloss Charlottenhof sowie die Nikolaikirche in Potsdam. Schinkels Lebenswerk als Architekt, Städteplaner, Maler und Bühnenbildner machte ihn zum bedeutendsten Künstler des deutschen Klassizismus. Karl Friedrich Schinkel wollte mit seinen Bauten klassische Schönheit im nüchternen Preußen etablieren und damit Preußens architektonisches Gesamtbild formen. Als leitender Beamter in der "Königlich-Technischen Oberbaudeputation" war er zuständig für alle staatlichen Bauten im damaligen Preußen - von Köln am Rhein bis nach Königsberg in Ostpreußen. Nie zuvor hat ein Architekt und Baumeister auf die kulturpolitische Entwicklung seines Landes so viel Einfluss gewonnen und auch ausgeübt.
Der Film würdigt Karl Friedrich Schinkels umfangreiches Werk und dessen kulturpolitische Bedeutung. Außerdem beleuchtet er die verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit: Schinkel, der kreative Architekt und Künstler, der treu sorgende Familienvater und hoch geehrte Bürger sowie der pflichtbewusste preußische Baubeamte.
(ARD/RBB)


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11:10

Peter Joseph Lenné und die Insel Potsdam

Film von Rainer Hoffmann

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Im Jahr 1816 wurde Peter Joseph Lenné aus seiner Heimatstadt Koblenz nach Potsdam berufen. Dort sollte er im Auftrag Friedrich Wilhelm III. am Wiederaufbau und der Neugestaltung der Parklandschaft mitwirken, die in Folge der napoleonischen Kriege darniederlag. Er begann ...
(ARD/RBB/WDR)

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Im Jahr 1816 wurde Peter Joseph Lenné aus seiner Heimatstadt Koblenz nach Potsdam berufen. Dort sollte er im Auftrag Friedrich Wilhelm III. am Wiederaufbau und der Neugestaltung der Parklandschaft mitwirken, die in Folge der napoleonischen Kriege darniederlag. Er begann seine Karriere als Gartengeselle in Sanssouci, doch sein Aufstieg verlief rasant. Bald wurde er zum bedeutendsten Landschaftsgestalter seiner Zeit. Friedrich Wilhelm III. und vor allem dessen Nachfolger, der Romantikerkönig Friedrich Wilhelm IV., ermöglichten es Lenné, viele seiner Entwürfe umzusetzen, die in einem allgemeinen Verschönerungsplan für Potsdam und Umgebung eingebettet waren. Fast alle der heute noch existierenden Parks und Gärten in der Gegend um Potsdam wurden von Lenné umgestaltet oder neu entworfen. Zu den bekanntesten und schönsten Anlagen zählen der Neue Garten, Park Glienicke und Park Babelsberg, zahlreiche Schlossgärten im Park Sanssouci sowie der Park in Petzow am Schwielowsee. Lenné starb 1866, nachdem er im Dienste dreier preußischer Könige gestanden hatte, im Amte des General-Direktors der königlichen Gärten.
Der Film stellt Peter Joseph Lenné und sein Werk vor.
(ARD/RBB/WDR)


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11:55
Stereo-Ton16:9 Format

Sanssouci

Film von Karin Reiss

(aus der ARD-Reihe "Unsere Schlösser")

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Sanssouci ist das berühmteste preußische Schloss und eines der schönsten in Deutschland überhaupt. Hunderttausende Besucher kommen jährlich, um das UNESCO-Weltkulturerbe, das "Preußische Arkadien", zu bewundern, das Friedrich II. und Friedrich Wilhelm IV. geschaffen ...
(ARD/RBB)

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Sanssouci ist das berühmteste preußische Schloss und eines der schönsten in Deutschland überhaupt. Hunderttausende Besucher kommen jährlich, um das UNESCO-Weltkulturerbe, das "Preußische Arkadien", zu bewundern, das Friedrich II. und Friedrich Wilhelm IV. geschaffen haben.
Ein Jahr lang begleitet der Film den Alltag auf Schloss Sanssouci. Er beobachtet den Alltag im Schloss und das Treiben der Gärtner und Elektriker, der Restauratoren und Reinigungskräfte, deren Job und ganze Leidenschaft es ist, dass die alte Pracht nicht ihren Glanz verliert.
(ARD/RBB)


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12:40
Stereo-Ton16:9 Format

Luise - Königin der Herzen

Film von Georg Schiemann und Daniel Schönpflug

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Königin Luise von Preußen (1776 - 1810) wurde zu Lebzeiten bejubelt und nach ihrem Tod zum Mythos. Wie war es möglich, dass aus einer wenig gebildeten jungen Frau eine allseits bewunderte Königin werden konnte? Liebevoll, unkonventionell und umwerfend schön - so ...
(ARD/NDR)

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Königin Luise von Preußen (1776 - 1810) wurde zu Lebzeiten bejubelt und nach ihrem Tod zum Mythos. Wie war es möglich, dass aus einer wenig gebildeten jungen Frau eine allseits bewunderte Königin werden konnte? Liebevoll, unkonventionell und umwerfend schön - so liebten sie ihr Mann und ihr Volk. Angesichts der Herausforderung der Französischen Revolution half sie, eine neue, volksnahe Variante des Königtums in Preußen zu etablieren. Als Napoleon seinen mächtigen Arm nach Europa ausstreckte und Luises Mann, Friedrich Wilhelm III., machtlos dem Niedergang seines Königreiches zusehen musste, wurde Luise zum Inbegriff des preußischen Willens zum Widerstand.
Der Film mit Spielszenen entwirft ein sinnliches und emotionales Bild dieser Frau, die schon zu Lebzeiten "Königin der Herzen" genannt wurde, und versucht, den Luisen-Mythos zu ergründen. Aus der Perspektive von Zeitzeugen, illustriert durch Briefe, Tagebuchnotizen, Zeitungsartikel, Gemälde und Skulpturen entsteht mosaikartig das plastische Bild einer ungewöhnlichen Frau. Eine der führenden deutschen Luise-Expertinnen, die Frankfurter Historikerin Professor Dr. Luise Schorn-Schütte, und der Potsdamer Historiker Dr. Jürgen Luh ordnen die einzelnen Episoden in den historischen Kontext ein.
(ARD/NDR)


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13:35
VPS 13:30

Rosen im Herbst

Spielfilm, BRD 1955

Darsteller:
Effi BriestRuth Leuwerik
Geert von InnstettenBernhard Wicki
Major von CrampasCarl Raddatz
Herr von BriestPaul Hartmann
Frau von BriestLil Dagover
u.a.
Regie: Rudolf Jugert
Länge: 103 Minuten

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Im Preußen des ausgehenden 19. Jahrhunderts führt die junge, temperamentvolle Effi Briest ein unbeschwertes Leben auf dem Gut ihrer Eltern. Eines Tages macht Landrat Geert von Innstetten der Familie seine Aufwartung: Er möchte die kaum 20 Jahre alte Effi heiraten. Die ...
(ARD)

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Im Preußen des ausgehenden 19. Jahrhunderts führt die junge, temperamentvolle Effi Briest ein unbeschwertes Leben auf dem Gut ihrer Eltern. Eines Tages macht Landrat Geert von Innstetten der Familie seine Aufwartung: Er möchte die kaum 20 Jahre alte Effi heiraten. Die standesbewussten Briests sind voller Freude und reden ihrer Tochter zu, von Innstetten zu heiraten. So verlässt Effi den geliebten Ort ihrer Kindheit und Jugend, um mit dem frisch angetrauten Ehemann in dessen Haus im pommerschen Kessin zu leben. In der bedrückenden Atmosphäre dieser düsteren Hafenstadt fühlt Effi sich sozial isoliert und von ihrem karriereorientierten Mann zusehends vernachlässigt. Im Rahmen eines Hauskonzerts lernt Effi Major von Crampas kennen, und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Zunächst versucht sie, ihre Gefühle zu verleugnen - vergebens. In von Crampas' Armen findet sie, gleichwohl von Schuldgefühlen geplagt, die Nähe und Zärtlichkeit, die ihr Mann ihr nicht geben wollte. Mit von Innstettens beruflicher Versetzung nach Berlin endet auch die Beziehung von Effi und Major von Crampas. In der lebendigen Metropole finden Effi und ihr Mann wieder zueinander und verleben mit ihrer kleinen Tochter Anni relativ glückliche Jahre. Bis von Innstetten durch Zufall Liebesbriefe findet, die von Crampas einst an Effi geschrieben hatte. In seinem Stolz zutiefst verletzt, fordert er den Major zum Duell - und tötet ihn. Wenig später lässt er sich von Effi scheiden und sorgt dafür, dass seine Exfrau gesellschaftlich geächtet bleibt. Als er auch noch ihrer beider Kind von Effi fernhält, verliert sie jeglichen Lebensmut.
Theodor Fontanes Gesellschaftsroman "Effi Briest" gehört zu den großen Klassikern der deutschen Literatur. Bislang wurde das Werk fünfmal verfilmt. Rudolf Jugerts Adaption "Rosen im Herbst" zählt zu den gelungensten Verfilmungen. Dies ist nicht zuletzt den hervorragenden Hauptdarstellern Ruth Leuwerik und Bernhard Wicki zu verdanken.
(ARD)


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15:15
VPS 15:14

Stereo-Ton16:9 Format

Bismarck - Kanzler und Dämon (1/2)

Vom Landjunker zum Reichsgründer

Film von Christoph Weinert und Johannes Willms

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Als Jurastudent in Göttingen fällt Otto von Bismarck (1815 - 1889) hauptsächlich durch seine Großspurigkeit und Saufgelage auf, Erfolge verzeichnet er höchstens beim Mensurschlagen. Nach seinem Examen geht er als Referendar nach Aachen. Dort riskiert er beim ...
(ARD/NDR)

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Als Jurastudent in Göttingen fällt Otto von Bismarck (1815 - 1889) hauptsächlich durch seine Großspurigkeit und Saufgelage auf, Erfolge verzeichnet er höchstens beim Mensurschlagen. Nach seinem Examen geht er als Referendar nach Aachen. Dort riskiert er beim Glücksspiel immer wieder hohe Beträge und erscheint nur unregelmäßig zur Arbeit. Völlig verschuldet muss der junge Bismarck auf den elterlichen Hof nach Pommern zurückkehren. Erst durch die guten politischen Kontakte seiner Frau Johanna von Puttkamer schafft es Bismarck 1847, als Nachrücker in den Berliner Landtag zu kommen. Vier Jahre später wird er Preußens Gesandter beim Deutschen Bund in Frankfurt. Die dort herrschenden Hierarchien und Verhaltensregeln lässt der aufstrebende Diplomat für sich nicht gelten. Stationen seiner weiteren Karriere sind St. Petersburg und Paris. Wilhelm I. ruft ihn aus Frankreich nach Berlin zurück. Dort hält er seine bekannte "Eisen und Blut"-Rede und wird zum Preußischen Ministerpräsidenten und Außenminister ernannt. Im Schleswig-Holstein-Konflikt gelingt es ihm, die Herzogtümer zu unterwerfen, und schon ein Jahr später siegen die Preußen bei Königgrätz erfolgreich gegen die österreichische Armee. Der im Volk bis dahin nicht beliebte Bismarck wird zum Nationalhelden. Das Ziel eines vereinten Deutschlands treibt ihn weiter - dafür ist ihm auch ein Krieg recht. Eine Bagatelle bietet den geeigneten Anlass, einen Krieg mit Frankreich vom Zaun zu brechen. Bei Sedan werden die Franzosen von der deutschen Armee geschlagen, Napoleon III. kapituliert. Am 18. Januar 1871 ist Bismarck am Ziel. Wilhelm I. wird im Spiegelsaal von Versailles zum Kaiser des vereinten Deutschlands proklamiert. Zwei Monate später ist Bismarck der erste Reichskanzler des neu gegründeten Deutschen Reiches.
Erster Teil des zweiteiligen Films über Otto von Bismarck.
(ARD/NDR)


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16:00
VPS 15:59

Stereo-Ton16:9 Format

Bismarck - Kanzler und Dämon (2/2)

Regierungsgewalt und Machtverlust

Film von Christoph Weinert und Johannes Willms

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Kaum ist das Deutsche Reich gegründet, erweist sich Bismarck als taktischer Machtpolitiker, skrupellos genug, sowohl innen- als auch außenpolitisch ein System aus in sich widersprüchlichen Allianzen und Bündnissen zu knüpfen. So ist das Deutsche Reich bald mit jeder ...
(ARD/NDR)

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Kaum ist das Deutsche Reich gegründet, erweist sich Bismarck als taktischer Machtpolitiker, skrupellos genug, sowohl innen- als auch außenpolitisch ein System aus in sich widersprüchlichen Allianzen und Bündnissen zu knüpfen. So ist das Deutsche Reich bald mit jeder europäischen Macht verbündet - mit Ausnahme von Frankreich. Geschickt jongliert Bismarck sein riskantes "Spiel mit fünf Kugeln". Aber schon nach kurzer Zeit im Amt als Reichskanzler denkt Bismarck an Rückzug aus dem politischen Leben. Er leidet unter Schlafstörungen und hat Schmerzen in der Hüfte. Beim Essen und Alkohol kennt er kein Maß. Ruhe findet er nur auf dem Land bei seiner Frau. Nach einem Attentat auf den Kaiser leitet Bismarck innenpolitisch einen Kurswechsel ein. Nach den Katholiken sind nun die Sozialisten die neuen Reichsfeinde. Mit radikalen Sozialistengesetzen versucht er, die stärker werdende Arbeiterschaft in Schach zu halten. Dazu dienen ihm auch die ersten Sozialgesetzte, mit denen er sich Ruhe erkaufen will. Bismarck spaltet damit die Gesellschaft. Als er die Sozialistengesetze noch einmal verschärfen will, bremst ihn der junge Kaiser Wilhelm II. und drängt den alten Kanzler am 18. März 1890 aus dem Amt. Nach seiner Entlassung zieht sich Bismarck verbittert auf seinen Landsitz in den Sachsenwald bei Hamburg zurück. Am 30. Juli 1898 stirbt Bismarck an den Folgen einer Lungenentzündung.
Letzter Teil des zweiteiligen Films über Otto von Bismarck.
(ARD/NDR)


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16:45
VPS 16:44

Stereo-Ton16:9 Format

Wilhelm II. - Die letzten Tage des deutschen Kaiserreichs

Film von Christoph Weinert und Rolf Seelmann-Eggebert

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Als im Sommer 1913 Berlin mit Glanz und Gloria das 25-jährige Thronjubiläum von Wilhelm II. feierte, schien die deutsche Monarchie als Staatsform auf dem Höhepunkt zu sein. Man war kaisertreu und beeindruckt vom pompösen kaiserlichen Zeremoniell. Wilhelm II. gab sich ...
(ARD/NDR)

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Als im Sommer 1913 Berlin mit Glanz und Gloria das 25-jährige Thronjubiläum von Wilhelm II. feierte, schien die deutsche Monarchie als Staatsform auf dem Höhepunkt zu sein. Man war kaisertreu und beeindruckt vom pompösen kaiserlichen Zeremoniell. Wilhelm II. gab sich als glanzvoller Monarch. "Wäre Wilhelm II. 1913 gestorben, wäre er als Friedenskaiser in die Geschichte eingegangen", so der Berliner Historiker Wilfried Rogasch. Die Geschichte aber nahm einen anderen Lauf. Nach dem verlorenen Weltkrieg 1918 war Wilhelm II. als Deutscher Kaiser nicht mehr zu halten. In Berlin hatte die Kaiserdebatte begonnen. Statt sich dieser jedoch zu stellen, reiste Kaiser Wilhelm II., die Macht- und Sinnfigur einer ganzen Epoche, Ende September 1918 in das von Deutschland besetzte belgische Spa. Im dortigen Sitz des deutschen Hauptquartiers verbrachte er die letzten Tage und Stunden als Deutscher Kaiser, bevor er am 9. November zur Abdankung gezwungen wurde.
Der Film zeigt seltene historische Filmaufnahmen, die zum Teil in Farbe gedreht wurden. Anhand dieses Archivmaterials und neu inszenierter Spielszenen rekonstruiert der Film minutiös das dramatische, in der breiten Öffentlichkeit nahezu unbekannte Ende des Deutschen Kaiserreichs.
(ARD/NDR)


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17:30
Stereo-Ton

König, Kaiser, Bürger

Die preußischen Hohenzollern

Film von Gerold Hofmann

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"Der Alte Fritz ist der Star unserer Familie!" sagt Felicitas von Nostitz-Wallwitz Prinzessin von Preußen. Sie gehört einer Familie an, die preußische Könige und deutsche Kaiser hervorgebracht hat. Die Geschichte dieser Familie, der Hohenzollern, ist die ...
(ARD/SR)

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"Der Alte Fritz ist der Star unserer Familie!" sagt Felicitas von Nostitz-Wallwitz Prinzessin von Preußen. Sie gehört einer Familie an, die preußische Könige und deutsche Kaiser hervorgebracht hat. Die Geschichte dieser Familie, der Hohenzollern, ist die Erfolgsgeschichte vom Aufstieg Preußens bis zum Deutschen Kaiserreich. Sie ist aber auch die Geschichte eines tiefen Falls nach der Revolution von 1918. Die Preußen-Dynastie hat im 20. Jahrhundert alle Macht und einen Großteil ihres Vermögens verloren.
In dem Film erzählen die heutigen Mitglieder des Hauses Preußen vom Schicksal ihrer Vorfahren. Geschichte wird lebendig, und aktuelle Konflikte bleiben nicht ausgespart.
(ARD/SR)


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19:00
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Geheimnisvolle Orte: Das Berliner Stadtschloss

Film von Lutz Pehnert

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Die prominenteste Freifläche im Herzen der Hauptstadt: Wo Berlin vor knapp 800 Jahren gegründet wurde, ist in jüngster Zeit eine grüne Liegewiese zu finden. Im Moment erinnert kaum etwas an den geschichtsträchtigsten Ort der Stadt. Kaiserliches Schloss, ...
(ARD/RBB)

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Die prominenteste Freifläche im Herzen der Hauptstadt: Wo Berlin vor knapp 800 Jahren gegründet wurde, ist in jüngster Zeit eine grüne Liegewiese zu finden. Im Moment erinnert kaum etwas an den geschichtsträchtigsten Ort der Stadt. Kaiserliches Schloss, Nazi-Aufmärsche, Honeckers Palast der Republik - dieser Platz ist voller sagenhafter Geschichten.
Der Film erzählt von der historischen Vergangenheit des Platzes. Zeitzeugen erinnern sich, zeigen Fotos und Relikte. Einige von ihnen haben die Sprengung des Schlosses miterlebt. Der Film spannt den Bogen bis in die Gegenwart: Er begleitet einen Archäologen in die Grabungsstätte neben der Liegewiese, gibt Einblick in die Planungsphase zum Wiederaufbau des Stadtschlosses und zeigt Bildhauer beim Nachbilden der originalen Schlossstatuen. Der italienische Architekt Franco Stella umreißt die mögliche Zukunft der Mitte Berlins und beschreibt anhand von Modellen seine Vision zur Gestaltung des Platzes. Eine Zeitreise 500 Jahre in die Vergangenheit und zurück.
(ARD/RBB)


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19:45
Stereo-Ton16:9 Format

Das Licht des Königs

Film von Andreas Lehmann

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Für Kronleuchter gab es solange keinen Bedarf, wie man Feste tagsüber und draußen feierte. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts - am Ausgang der Renaissance - verlegte die Aristokratie ihre Gesellschaften in geschlossene Räume. Mit den Kristalllüstern ließ sich Staat ...

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Für Kronleuchter gab es solange keinen Bedarf, wie man Feste tagsüber und draußen feierte. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts - am Ausgang der Renaissance - verlegte die Aristokratie ihre Gesellschaften in geschlossene Räume. Mit den Kristalllüstern ließ sich Staat machen - bei Tag und bei Nacht: Tagsüber glitzerte es, wenn sich Sonnenstrahlen in den spiegelnden Flächen brachen, nachts fand der Schein der Kerzen in den funkelnden Prismen einen hundertfachen Widerschein. In unserer Zeit, in der Kerzen für ein paar Cent zu haben sind und Räume auf Knopfdruck erhellt werden, bedeutet Licht an sich noch keinen Luxus. So schauen sich Besucher des Neuen Palais in Potsdam die Möbel und Kunstobjekte der verblichenen Könige an, interessieren sich für Fahrstühle, Fußböden sowie dicke Ölschinken und wissen nicht, dass zur Zeit Friedrichs II. die Kronleuchter die eigentlichen Prunkstücke waren. Kerzen waren damals so teuer, dass der Silberkämmerer sie persönlich verwaltete und einzeln ausgab. Im Alltag begnügten sich selbst Könige mit kleinen Wand- und mobilen Tischleuchtern. Nur zu besonderen Anlässen wurden die mehrstöckigen Kronleuchter angezündet. Und die kosteten ein Vermögen: Mitte des 18. Jahrhunderts musste man für einen Lüster aus Bergkristall 2.000 bis 4.000 Taler zahlen. Zum Vergleich: Carl Philipp Emanuel Bach verdiente 300 Taler im Jahr. Licht war Macht. Und speziell Kronleuchter waren ein Zeichen dafür, ebenso wie für Luxus und Bildung. So war das Neue Palais mit seiner prunkvollen Beleuchtung auch eine Kampfansage des preußischen Herrschers an die Königshäuser Europas.
Im Rahmen einer lang angelegten Medienpartnerschaft zwischen dem ZDF und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin und Brandenburg erkundet der Film die Lichtverhältnisse in Friedrichs Neuem Palais und die historische Bedeutung der Kronleuchter in einer noch spärlich beleuchteten Welt.


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20:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone (1/2)

Fernsehfilm, Deutschland 2003

Darsteller:
Friedrich Freiherr von der TrenckBen Becker
Prinzessin Amélie (Anna Amalia)Alexandra Maria Lara
König Friedrich II.August Zirner
Graf von JaschinskyHannes Jaenicke
NicolaiRüdiger Klink
u.a.
Buch: Walter Kärger
Regie: Gernot Roll
Länge: 90 Minuten

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Dem jungen Freiherrn Friedrich von der Trenck steht eine glänzende Zukunft bevor, als ihn Friedrich II. höchstpersönlich in die königliche Kavallerie nach Potsdam holt. Doch als sich der junge Mann in Friedrichs Lieblingsschwester Amelie verliebt, keimt in Friedrich ...

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Dem jungen Freiherrn Friedrich von der Trenck steht eine glänzende Zukunft bevor, als ihn Friedrich II. höchstpersönlich in die königliche Kavallerie nach Potsdam holt. Doch als sich der junge Mann in Friedrichs Lieblingsschwester Amelie verliebt, keimt in Friedrich II. die Eifersucht auf. Er verkündet seiner Schwester, er wolle sie mit dem zukünftigen König von Schweden vermählen. Amelie kann dieses Vorhaben zwar vereiteln, doch als Trenck aufgrund eines heimlichen Treffens mit Amelie seine Pflichten vernachlässigt, droht ihm das Ende seiner Offizierslaufbahn. In letzter Sekunde setzt sich Trencks Freund Nicolai rettend für ihn ein. Nach einem kurzen Wiedersehen mit Amelie wird Trenck zum Feldzug gegen Österreich einberufen, wo er für den Sieg gegen die Österreicher sorgt. Durch die Heldentat wächst zwischen Trenck und Friedrich wieder neues Vertrauen. Dann aber werden Friedrich II. Schriftstücke über einen angeblichen Kontakt Trencks mit dem Feind zugespielt. Vor den entsetzten Augen Amelies lässt Friedrich II. Trenck festnehmen und in den Kerker werfen.
Erster Teil des historischen Zweiteilers "Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone", der die Liebesgeschichte zwischen Friedrich Freiherr von der Trenck und Amelie in aufwendigen und möglichst authentischen Bildern erzählt.

Den zweiten Teil von "Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone" sendet 3sat im Anschluss, um 21.45 Uhr.


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21:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone (2/2)

Fernsehfilm, Deutschland 2003

Darsteller:
Friedrich Freiherr von der TrenckBen Becker
Prinzessin Amélie (Anna Amalia)Alexandra Maria Lara
König Friedrich II.August Zirner
Graf von JaschinskyHannes Jaenicke
NicolaiRüdiger Klink
u.a.
Buch: Walter Kärger
Regie: Gernot Roll
Länge: 98 Minuten

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Mit der Inhaftierung Trencks glaubt Friedrich II., der Affäre zwischen Trenck und Amelie ein Ende gesetzt zu haben. Amelie gelingt es jedoch, ein heimliches Treffen mit ihrem Geliebten zu arrangieren. Dabei muss Trenck Amelie versprechen, keinen Fluchtversuch zu ...

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Mit der Inhaftierung Trencks glaubt Friedrich II., der Affäre zwischen Trenck und Amelie ein Ende gesetzt zu haben. Amelie gelingt es jedoch, ein heimliches Treffen mit ihrem Geliebten zu arrangieren. Dabei muss Trenck Amelie versprechen, keinen Fluchtversuch zu riskieren. Doch als Trenck sein Leben in Gefahr sieht, bleibt ihm nur die Flucht nach Österreich. Nachdem dort ein angeblich von Amelie verfasster Brief eintrifft, in dem sich Amelie wegen des gebrochenen Versprechens von Trenck lossagt, unterstützt Trenck Österreich im Kampf gegen Preußen. Die Missverständnisse können jedoch bei einem weiteren Treffen geklärt werden. Nach Amelies Abreise wird Trenck erneut festgenommen und eingekerkert. Amelie sieht keine Zukunft mehr und tritt als Äbtissin in das Stift Quedlinburg ein. Voller Verzweiflung bricht Trenck aus dem Kerker aus und eilt zu seiner Geliebten nach Quedlinburg. Dort werden die beiden von der Leibstandarte Friedrich II. abgeführt.
Zweiter Teil des historischen Zweiteilers "Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone", der die Liebesgeschichte zwischen Friedrich Freiherr von der Trenck und Amelie in aufwendigen und möglichst authentischen Bildern erzählt.


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23:20
Stereo-Ton16:9 Format

Rahel - Eine preußische Affäre

Film von Catharina Deus

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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befindet sich Europa zwischen Revolution und Krieg. Napoleon Bonaparte überquert die Alpen und erobert ein Land nach dem anderen. Nichts bleibt, wie es war. Auch in Preußen nicht. Dort gerät die alte Ständeordnung ins Wanken, und ...
(ARD/RBB)

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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befindet sich Europa zwischen Revolution und Krieg. Napoleon Bonaparte überquert die Alpen und erobert ein Land nach dem anderen. Nichts bleibt, wie es war. Auch in Preußen nicht. Dort gerät die alte Ständeordnung ins Wanken, und politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen sind nicht mehr aufzuhalten. In dieser bewegten Zeit kämpft eine Berliner Jüdin um ihre Chance, ein Leben auf eine Weise zu führen, die ihr bisher versagt blieb: Rahel Levin ist eine Außenseiterin. Sie ist eine unverheiratete Frau, nicht reich, nicht schön, nicht gebildet, aber hochintelligent, einfühlsam und rebellisch. Unmittelbar am Gendarmenmarkt gelegen, wird ihr Salon um 1800 zur wohl wichtigsten gesellschaftlichen Adresse in der preußischen Metropole Berlin. Die Menschen, die sich bei ihr begegnen, denken anders, leben anders und lieben anders. Selbstbestimmt und befreit von Konventionen nehmen sie ihr Leben in die Hand.
Der Film stellt das Leben der Salondame Rahel Levin vor.
(ARD/RBB)


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0:15
Stereo-Ton16:9 Format

Preußisches Liebesglück

Eine deutsche Familie aus Afrika

Film von Sönke el Bitar und Gorch Pieken

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"Preußisches Liebesglück" heißt ein Gemälde im Deutschen Historischen Museum in Berlin, das viele Besucher sofort in ihr Herz schließen. Dargestellt ist ein junger Mann in preußischer Uniform, der eine junge Frau zärtlich umfasst. Das Besondere: Der Rekrut der ...
(ARD/RBB)

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"Preußisches Liebesglück" heißt ein Gemälde im Deutschen Historischen Museum in Berlin, das viele Besucher sofort in ihr Herz schließen. Dargestellt ist ein junger Mann in preußischer Uniform, der eine junge Frau zärtlich umfasst. Das Besondere: Der Rekrut der königlich-preußischen Armee ist schwarz. Wie wird ein Mensch afrikanischer Herkunft im Jahr 1890 Musikmeister eines Grenadierregiments in Königsberg? Wie kommt seine Familie nach Deutschland, und wie überleben seine Nachkommen die Zeit des Nationalsozialismus? Am Beginn steht die Reise Prinz Albrechts von Preußen 1843 nach Ägypten. Dort wird ihm ein kleiner nubischer Junge zum Geschenk gemacht. Der Prinz nimmt den Jungen mit nach Deutschland. Der wächst im herrschaftlichen Schloss auf und avanciert zum Silberverwalter und ständigen Begleiter des Prinzen. Sein Sohn macht eine glänzende Karriere beim preußischen Militär und ist ein fest integriertes, hoch geachtetes Mitglied der wilhelminischen Gesellschaft. Sein Name ist Gustav Sabac el Cher - es ist der Soldat auf dem Gemälde. Als echter Preuße und Offizier wird er Mitglied des reaktionären Frontkämpferverbandes Stahlhelm. Bei seiner Beerdigung 1934 liegen auch Kränze mit Hakenkreuzen auf dem Sarg, und der Kaiser persönlich schreibt aus dem Exil ein Kondolenztelegramm. Sabac el Chers Söhne werden Musiker. In den wilden 1920er Jahren spielen sie die neuen Hits aus Übersee. Nach 1933 wird es für sie zusehends schwerer in Deutschland. Die Brüder sind der Willkür der Ämter und den Anfeindungen der "Volksgenossen" ausgesetzt. Als der Krieg ausbricht, sind sie jedoch "deutsch genug", um Führer, Volk und Vaterland dienen zu dürfen. Horst Sabac el Cher stirbt als Sanitätssoldat im Kaukasus, sein Bruder Herbert überlebt als Musiker bei der Organisation "Kraft durch Freude". Nach dem Krieg verdrängt Herbert seine außergewöhnliche Familiengeschichte. Für seinen Sohn Axel bleibt sie lange unbekannt. Erst durch Recherchen des Deutschen Historischen Museums zum Gemälde "Preußisches Liebesglück" erfährt Axel von der besonderen Vergangenheit seiner Familie.
Der Film begibt sich auf die Spuren des Gemäldes.
(ARD/RBB)


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1:15
Stereo-Ton

Preußen - Tugend oder Größenwahn?

Wie man Untertanen erzieht

Film von Jochen Trauptmann

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War Preußen ein Obrigkeits- oder Untertanen-Staat? Waren die Preußen ein Volk von Pflichterfüllern? Es war die "Idee Preußen", der sich der König verpflichtet fühlte und dies gleichermaßen seinen Untertanen abverlangte. Suum cuique - jedem das Seine - galt als ...
(ARD/RBB)

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War Preußen ein Obrigkeits- oder Untertanen-Staat? Waren die Preußen ein Volk von Pflichterfüllern? Es war die "Idee Preußen", der sich der König verpflichtet fühlte und dies gleichermaßen seinen Untertanen abverlangte. Suum cuique - jedem das Seine - galt als höchstes Staatsprinzip. Gleiches Recht für alle - gleiche Pflichten allerdings auch.
Der Film richtet den Blick auf die preußischen Untertanen, erzählt von freiwilliger Unterwürfigkeit und Subordination. In historischen Episoden aus Preußens früher Geschichte geht der Film auf die nicht immer geschätzten preußischen Tugenden Ordnung, Disziplin und Fleiß ein.
(ARD/RBB)


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1:55
VPS 02:00

Prinz Heinrich von Preußen in Rheinsberg

Film von Rainer Hoffmann

(aus der ARD-Reihe "Schlösser, Burgen, Gärten")

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Prinz Heinrich von Preußen (1726 - 1802) stand stets im Schatten seines Bruders Friedrich dem Großen. Während Friedrich von Potsdam aus Weltgeschichte schrieb, verbrachte Prinz Heinrich seine Tage zumeist auf Schloss Rheinsberg, wo er seinen musischen Neigungen ...
(ARD/WDR/RBB)

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Prinz Heinrich von Preußen (1726 - 1802) stand stets im Schatten seines Bruders Friedrich dem Großen. Während Friedrich von Potsdam aus Weltgeschichte schrieb, verbrachte Prinz Heinrich seine Tage zumeist auf Schloss Rheinsberg, wo er seinen musischen Neigungen nachging. Trotzdem kam es nie zum Bruch zwischen den beiden Brüdern. Als drittem männlichen Nachkommen des preußischen Königspaares Friedrich Wilhelm I. und Sophie Dorothea stand Heinrich keine bedeutende politische Rolle zu: Nach dem Tode des Vaters 1740 wurde sein älterer Bruder Friedrich, der Kronprinz, zum König von Preußen. Friedrich II. schenkte Heinrich zwar Schloss Rheinsberg, doch das Geschenk war mit einer Bedingung verknüpft: Er dürfte erst den Hof führen, wenn er geheiratet hätte. So arrangierte Friedrich die Zwangsheirat 1752 mit Wilhelmine von Hessen-Kassel, obwohl der Prinz sich aufgrund seiner homosexuellen Neigung gegen eine Heirat sträubte. Die Eheleute lebten nie gemeinsam auf dem Schloss. Die Prinzessin wurde in Heinrichs Berliner Stadtpalais abgeschoben. Er selbst begann sofort mit der Umgestaltung des Anwesens. Vor allem die Erweiterung des Parks und die Errichtung zahlreicher kleinerer Bauten fielen in diese Zeit. Auch das Schloss wurde modernisiert. Neben den zumeist frühklassizistisch gehaltenen Räumen, sticht die erste Gewölbte Kammer des Schlosses hervor. Ihre Gestaltung nahm die antikisierende Mode des frühen 19. Jahrhunderts um 30 Jahre vorweg. Heinrichs größte kulturelle Leistung bestand aber in der Förderung des zeitgenössischen Musiktheaters. So fand unter anderem die deutsche Erstaufführung der "Iphigenie auf Tauris" von Christoph Willibald Gluck in Rheinsberg statt. Trotz dieser und anderer Leistungen ist Prinz Heinrich heute weitgehend vergessen, selbst in Rheinsberg, in dem er 49 Jahre residierte. Sein Bruder Friedrich dagegen, der nur vier Jahre dort verbrachte, ist dort allgegenwärtig.
Ein Film über Prinz Heinrich von Preußen in Rheinsberg.
(ARD/WDR/RBB)


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2:40
VPS 02:45

Stereo-Ton16:9 Format

Das Felsenschloss

Stammsitz der Hohenzollern

Film von Christopher Paul

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Einst galt sie als sicherste Burg in deutschen Landen. Doch dem Zahn der Zeit konnte auch sie nicht standhalten. Als 1819 der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm die Stammburg seines Hauses bei Hechingen besuchte, fand er nur noch eine Ruine. Ganz hingerissen von der ...
(ARD/SWR)

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Einst galt sie als sicherste Burg in deutschen Landen. Doch dem Zahn der Zeit konnte auch sie nicht standhalten. Als 1819 der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm die Stammburg seines Hauses bei Hechingen besuchte, fand er nur noch eine Ruine. Ganz hingerissen von der Stimmung dieses Ortes träumte er davon, die Burg eines Tages wieder aufzubauen. Es sollte noch Jahrzehnte dauern, bis er die Idee in die Tat umsetzen konnte. Doch heute ist die Burg Hohenzollern ein Juwel neugotischer Architektur und mit ihren vielen Türmen eine der markantesten Sehenswürdigkeiten am Rande der Schwäbischen Alb. Noch immer gehört die Burg den Adelshäusern Preußen und Hohenzollern. Doch einige der schönsten Räume lassen sich besichtigen: der an einen Kirchenraum erinnernde Grafensaal oder der Blaue Salon, das Wohnzimmer der Königin. In der Schatzkammer lagern Zeugnisse adeliger Kultur mehrerer Jahrhunderte, unter anderen einige Schnupftabaksdosen Friedrichs des Großen. Eine von ihnen rettete ihm 1759 in der Schlacht von Kunersdorf das Leben: Sie hielt eine Gewehrkugel ab.
Der Film zeigt die Burg heute: Er führt hinab in die vor wenigen Jahren ausgegrabenen Kasematten, besucht das alte Pumphaus am Fuß des Berges, das noch immer für die Wasserversorgung auf der Burg verantwortlich ist, und beobachtet, wie die sechs schweren Kronleuchter zu festlichen Anlässen mit Hilfe von Kurbeln vom Dachboden aus herabgelassen werden, um sie mit Kerzen zu bestücken.
(ARD/SWR)


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3:10
VPS 04:00

Zwischen Potsdam und Berlin - Preußens Havelschlösser

Film von Marianne Ouvier

(aus der ARD-Reihe "Bilderbuch Deutschland")

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Vor der Wende war die Kulturlandschaft zwischen Potsdam und Berlin geteilt. Heute gehört das Ensemble der Havelschlösser und ihrer Parks, die Peter Joseph Lenné und Fürst Pückler einst gestaltet haben, wieder zusammen. Die UNESCO hat die Parks und Schlösser um die ...
(ARD/RBB)

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Vor der Wende war die Kulturlandschaft zwischen Potsdam und Berlin geteilt. Heute gehört das Ensemble der Havelschlösser und ihrer Parks, die Peter Joseph Lenné und Fürst Pückler einst gestaltet haben, wieder zusammen. Die UNESCO hat die Parks und Schlösser um die Glienicker Brücke zum Weltkulturerbe erklärt.
Der Film stellt Preußens Havelschlösser vor.
(ARD/RBB)


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3:55
VPS 04:45

Peter Joseph Lenné und die Insel Potsdam

(Wh.)


(ARD/RBB/WDR)


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4:40
VPS 05:30

Stereo-Ton16:9 Format

Sanssouci

(Wh.)


(ARD/RBB)


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5:25
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Auf der Spur des Prussia-Schatzes

Film von Gisela Graichen und Peter Prestel

(aus der ZDF-Reihe "Schliemanns Erben")

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Sie gaben denen ihren Namen, die sie vernichteten. Die Prussen tauchen erst in der überlieferten Historie auf, als sie mit Feuer und Schwert blutig vom Deutschen Orden im 12. und 13. Jahrhundert christianisiert wurden. Das Volk, das den Preußen ihren Namen gab, ging ...

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Sie gaben denen ihren Namen, die sie vernichteten. Die Prussen tauchen erst in der überlieferten Historie auf, als sie mit Feuer und Schwert blutig vom Deutschen Orden im 12. und 13. Jahrhundert christianisiert wurden. Das Volk, das den Preußen ihren Namen gab, ging unter. Zwar hinterließen die Prussen keine Schriftzeugnisse, aber archäologische Spuren. Das 1865 bei dem kleinen Ort Wiskiauten im Samland entdeckte mittelalterliche Gräberfeld von 500 Hügelgräbern wird heute von russischen Archäologen ausgegraben. Auf die Suche nach der zugehörigen Siedlung hat sich seit drei Jahren ein interdisziplinäres Forscherteam begeben, unter der Leitung von Professor Claus von Carnap-Bornheim vom Archäologischen Landesmuseum Schleswig. Die Archäologen stoßen auf dem Gebiet der Prussen auf einen bisher unbekannten großen multiethnischen Knotenpunkt des internationalen Ostseehandels vom Atlantik bis Byzanz, vergleichbar der Wikingersiedlung Haithabu bei Schleswig. Die Bedeutung der Erfolge der russisch-deutschen Grabung wird nur verständlich vor dem Hintergrund der abenteuerlichen Geschichte der legendären Prussia-Sammlung. Die Königsberger Prussia-Sammlung mit den archäologischen Funden aus dem ehemaligen Ostpreußen, seit 1844 zusammengetragen, stellte vor dem Zweiten Weltkrieg eine der bedeutendsten und faszinierendsten Altertumssammlungen Europas dar. Bis in die jüngste Vergangenheit wie das Bernsteinzimmer als verschollen geltend, ist sie selbst zum Gegenstand archäologischer Suche und Ausgrabungen geworden.
Der Film begibt sich auf die Spuren der Prussen.

Sendeende: 6:05 Uhr