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Dezember 2017
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Dienstag, 28. Dezember
Programmwoche 52/2010
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6:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter

Von Bauern und Edelmännern

Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

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"Bauernarbeit trägt die Welt", heißt es im Mittelalter. Über Dreiviertel der Menschen sind Bauern, Leibeigene oder Tagelöhner, die die Ritter und Geistlichen ernähren. Aber Not macht erfinderisch: Um das Jahr 1000 beginnt eine Agrarrevolution, die Europa von Grund auf ...

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"Bauernarbeit trägt die Welt", heißt es im Mittelalter. Über Dreiviertel der Menschen sind Bauern, Leibeigene oder Tagelöhner, die die Ritter und Geistlichen ernähren. Aber Not macht erfinderisch: Um das Jahr 1000 beginnt eine Agrarrevolution, die Europa von Grund auf verändert und zu einer Bevölkerungsexplosion führt. Aus dem Einsatz von Wasser- und Windenergie und der Mühlentechnik erwächst Europa außerdem ein entscheidender Vorsprung in der Industrialisierung.
Der Film verfolgt die Wurzeln der Industrialisierung zurück ins Mittelalter.

Das Mittelalter gilt als Synonym für Aberglaube und Rückständigkeit. Über Dreiviertel der Menschen waren zu jener Zeit Bauern, Leibeigene und Tagelöhner, die Ritter und Geistliche ernähren mussten. Doch im dunklen Zeitalter wurden auch riesige, gotische Kathedralen erbaut, erste Universitäten wurden gegründet, und in Wissenschaft und Technik wurden zahlreiche wichtige Entdeckungen gemacht. 3sat räumt am Thementag "Gute Zeiten - böse Zeiten" mit Klischees auf und zeigt 24 Stunden lang, wie das Mittelalter wirklich war.


6:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Mit Schwert und Kreuz

Karl der Große und die Christianisierung der Sachsen

Film von Gerold Hoffmann

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Bis heute gilt Karl der Große (747 - 814) in vielen Geschichtsbüchern als der blutrünstige Sachsenschlächter, der die heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs unterwarf und ihnen das Christentum mit dem Schwert beibrachte. "Tod oder Taufe" soll seine Losung ...

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Bis heute gilt Karl der Große (747 - 814) in vielen Geschichtsbüchern als der blutrünstige Sachsenschlächter, der die heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs unterwarf und ihnen das Christentum mit dem Schwert beibrachte. "Tod oder Taufe" soll seine Losung gewesen sein. Doch dieses simple Bild muss, zumindest teilweise, korrigiert werden. Karl hat die Missionspolitik in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit deutlich verändert. Im letzten Jahrzehnt vor seiner Kaiserkrönung im Jahr 800 unterstützte er eine Missionsarbeit, die an der Verkündigung der christlichen Botschaft orientiert war. Was steckt hinter Karls Sinneswandel? Haben Berater ihn beeinflusst? War es "Altersmilde"? Gab es unterschiedliche Strömungen in der gebildeten Elite, die das Frankenreich damals regierte? Am 5. Juli 2006 finden Archäologen bei Ausgrabungen am Dom von Paderborn ein Skelett. Es stellt sich heraus, dass es aus der Zeit Karls des Großen stammt. Der Tote gehörte zur ersten Christengeneration im Norden Deutschlands. Er wurde als Heide geboren und als Christ begraben. Was ist mit ihm geschehen?
Die Dokumentation von Gerold Hoffmann beschreibt, wie das Leben dieses Mannes ausgesehen haben könnte. Sie schildert aus der Perspektive eines einfachen Sachsen, wie Karl der Große den christlichen Glauben in Deutschland verbreitet und dabei nicht nur das Schwert benutzt hat. Gerold Hoffmann drehte an Originalschauplätzen in Deutschland, der Schweiz und in Rom. Er stellt die Sachsenmission in den Rahmen der weltpolitischen Bedeutung Karls des Großen, der als "Vater Europas" und Begründer des christlichen Abendlands bezeichnet wird. Dokumentarische Bilder und nachgestellte Szenen schildern das Leben der Sachsen im Norden Deutschlands zur Zeit Karls des Großen.


7:25
Stereo-Ton

Theophanu - Die mächtigste Frau des Abendlandes

Film von Leonore Brandt

(aus der ARD-Reihe "Geschichte Mitteldeutschlands")

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Im Juni 984 wird im Thüringer Wald Weltgeschichte geschrieben: In der Kaiserpfalz Rohr gelingt es Kaiserin Theophanu, ihren vierjährigen Sohn den Fängen Herzog Heinrichs des Zänkers zu entreißen. Sie erzwingt die Unterwerfung ihres Widersachers und erreicht den ...
(ARD/MDR)

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Im Juni 984 wird im Thüringer Wald Weltgeschichte geschrieben: In der Kaiserpfalz Rohr gelingt es Kaiserin Theophanu, ihren vierjährigen Sohn den Fängen Herzog Heinrichs des Zänkers zu entreißen. Sie erzwingt die Unterwerfung ihres Widersachers und erreicht den Höhepunkt ihrer Karriere. 960 in Konstantinopel geboren, wächst Theophanu umgeben von Palastrevolten auf und erfährt, zu welcher Machtfülle es Frauen bringen können. Ohne Skrupel ließ ihre Taufpatin den Kaiser ermorden und putschte ihren Geliebten an die Macht. Der macht seine Nichte Theophanu fortan zum Faustpfand für einen Pakt mit Otto dem Großen, dem aufstrebenden Imperator des Westens. Theophanu heiratet 972 in Rom den gleichnamigen Sohn Ottos und wird zur Kaiserin gesalbt. Kaum stirbt der alte Kaiser ein Jahr später, entbrennt ein blutiger Kampf um die Macht. An der Seite ihres Mannes kämpft Theophanu mutig gegen die Intrigen ihrer Schwiegermutter Adelheid und deren Verbündeten, Herzog Heinrich dem Zänker. Chronisten berichten, sie habe ihren Mann fest im Griff gehabt. Weitblickend entwickelt sie die Ideen Ottos des Großen weiter und setzt sich für die Verbindung von byzantinischer Kultur mit den Errungenschaften des Westens ein. Nach einer verlorenen Schlacht gegen die Araber, dem plötzlichen Tod ihres Gemahls im Jahre 983 und einem zeitgleich ausbrechenden Aufstand der Slawen steht das Reich kurz vor dem Untergang. Theophanus Karriere scheint beendet, als Heinrich der Zänker auch noch ihren Sohn, den rechtmäßigen König, entführt und selbst nach der Krone strebt. Doch die mutige Byzantinerin schmiedet eine Koalition gegen die Aufständischen, bezwingt ihren Widersacher und wird zur mächtigsten Frau des Abendlandes. Als Theophanu 991 mit gerade 31 Jahren stirbt, hinterlässt sie ihrem Sohn ein starkes Reich in der Mitte Europas.
Der Film stellt das Leben von Theophanu vor, die vor über 1.000 Jahren die mächtigste Frau des Abendlandes war.
(ARD/MDR)


8:10
Stereo-Ton16:9 Format

Kaiser Otto III.

Erneuerer des Reiches

Film von Bernhard Graf

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Schwere Schicksalsschläge kennzeichneten das kurze Leben Ottos III. (980 - 1002): Bereits als er drei Jahre alt war, verlor er seinen Vater. Später versuchte Herzog Heinrich der Zänker ihm seine königliche Würde zu rauben. Als seine Mutter Theophanu starb, konnte noch ...
(ARD/BR)

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Schwere Schicksalsschläge kennzeichneten das kurze Leben Ottos III. (980 - 1002): Bereits als er drei Jahre alt war, verlor er seinen Vater. Später versuchte Herzog Heinrich der Zänker ihm seine königliche Würde zu rauben. Als seine Mutter Theophanu starb, konnte noch seine Großmutter Adelheid ihre schützende Hand über ihn halten. Mit 14 war er schließlich volljährig, mit 16 Kaiser, doch schon mit 21 Jahren starb er an einer schweren Krankheit in der Burg zu Paterno. Umso erstaunlicher ist es, wie schnell Otto III. Europa durch die freundschaftliche Bindung Polens, Ungarns und Venedigs an das Reich der Ottonen und durch die Rückbesinnung auf das Goldene Zeitalter Karls des Großen veränderte. Dafür scheute er sich nicht, ungewöhnliche Wege zu gehen oder ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen. Als Pilger oder inkognito überschritt er sogar die Grenzen seines Reiches.
Der Film verfolgt nicht nur die dramatische Lebensgeschichte Ottos III., er zeigt auch die Auswirkungen der kaiserlichen Politik auf die Untertanen, auf die Bauern und Handwerker, auf die Mönche in den Reichsklöstern und auf die mit dem Herrscher verbundenen Reichsbischöfe.
(ARD/BR)


8:55
Stereo-Ton16:9 Format

Kaiser Heinrich IV. - Der Tyrann auf dem Thron

Film von Petra Bertram und Dirk Otto

(aus der ARD-Reihe "Geschichte Mitteldeutschlands")

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Was an Scheußlichkeiten über Heinrich IV. berichtet wird, der mit seinem demütigen Kniefall in Canossa 1077 in die Geschichte einging, ist einmalig im gesamten Mittelalter: Heimtückische Morde, Verrat, sogar die Vergewaltigung seiner Ehefrau und seiner Schwester, der ...
(ARD/MDR)

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Was an Scheußlichkeiten über Heinrich IV. berichtet wird, der mit seinem demütigen Kniefall in Canossa 1077 in die Geschichte einging, ist einmalig im gesamten Mittelalter: Heimtückische Morde, Verrat, sogar die Vergewaltigung seiner Ehefrau und seiner Schwester, der Äbtissin von Quedlinburg, soll er angezettelt haben. Dennoch hat sich Heinrich IV. ungewöhnlich lange auf dem Thron gehalten: ganze 50 Jahre. Sind die Abscheulichkeiten von seinen Gegnern erfunden, politische Propaganda im Kampf um die Macht? Bruno von Magdeburg hat mit seinem "Buch vom Sachsenkrieg" die schärfste Kritik an Heinrichs Lebens- und Regierungsführung hinterlassen. Der Kleriker war ein glühender Anhänger der Gegner des Königs, seine Schrift stellt Heinrich als grausamen Tyrannen dar. Es gibt zwar mehr Überlieferungen von Heinrichs Feinden, aber auch seine Anhänger haben Aufschlussreiches hinterlassen: Die "Vita Henrici" beispielsweise, von einem Gelehrten aus Heinrichs nahem Umfeld kurz nach dessen Tod geschrieben, beschreibt den König und späteren Kaiser als barmherzigen Herrscher. Seit dem nationalistischen 19. Jahrhundert deuten Forscher alle Vorwürfe gegen Charakter und Lebenswandel Heinrichs IV. als Übertreibungen, frei nach dem Motto "was nicht sein darf, kann nicht sein". Neueste Forschungen nähern sich Heinrichs Herrschaftsstil und Charakter differenzierter und sehen einen wahren Kern in den diffamierenden Schriften.
Der Film fragt, was an den Vorwürfen dran ist: War Heinrich IV. ein Tyrann? Schauplätze seines Lebens wie Quedlinburg, Merseburg, Goslar, Rom und Canossa, die ungewöhnliche Fülle von Chroniken des Mittelalters, Briefe, Spielszenen und Dokumente aus Heinrichs Lebenszeit fügen sich zu einem lebendigen und anschaulichen Bild des Herrschers.
(ARD/MDR)


9:40
Stereo-Ton16:9 Format

Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter

Von Städten und Kathedralen

Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

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Die Welt des Mittelalters ist im Umbruch: Zwischen 1035 und 1348 werden allein in Europa 3.000 neue Städte gegründet, oftmals von genialen Stadtplanern auf dem Reißbrett entworfen. Dabei wird so hoch gebaut wie nie zuvor. Bis heute sind die gotischen Kathedralen ...

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Die Welt des Mittelalters ist im Umbruch: Zwischen 1035 und 1348 werden allein in Europa 3.000 neue Städte gegründet, oftmals von genialen Stadtplanern auf dem Reißbrett entworfen. Dabei wird so hoch gebaut wie nie zuvor. Bis heute sind die gotischen Kathedralen Wahrzeichen vieler europäischen Städte. Auch der Fernhandel entwickelt sich rasant, Seefahrer brechen zu neuen Kontinenten auf, und in Italien wird der bargeldlose Zahlungsverkehr erfunden.
Die Film zeichnet die Entwicklung von Städtebau und Fernhandel im Mittelalter nach.


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10:25
Stereo-Ton

Guedelon - Burgenbau wie im 13. Jahrhundert

Film von Reinhard Kungel

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Über einen Zeitraum von circa 20 Jahren errichten im französischen Guedelon 50 Menschen eine Ritterburg. Die Bauarbeiten werden von Historikern, Medizinern und Archäologen begleitet und finden unter denselben Bedingungen wie vor 800 Jahren statt. So entsteht eine ...

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Über einen Zeitraum von circa 20 Jahren errichten im französischen Guedelon 50 Menschen eine Ritterburg. Die Bauarbeiten werden von Historikern, Medizinern und Archäologen begleitet und finden unter denselben Bedingungen wie vor 800 Jahren statt. So entsteht eine Zeitreise ins 13. Jahrhundert, die von Touristen miterlebt werden kann.
Film über den Burgenbau in Guedelon.


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11:10
Stereo-Ton16:9 Format

Die Turmkräne des Mittelalters

Film von Martin Gorst

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Zu Beginn des 12. Jahrhunderts durchlebte Europa eine vergleichsweise friedliche Zeit. Eine Berufsgruppe hatte damals besonders viel Arbeit: Maurer, Steinmetze und Tischler. Anstatt die Befestigungsanlagen ihrer Städte zu verbessern, wandten sie sich im Auftrag von Kirche ...
(ARD/NDR)

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Zu Beginn des 12. Jahrhunderts durchlebte Europa eine vergleichsweise friedliche Zeit. Eine Berufsgruppe hatte damals besonders viel Arbeit: Maurer, Steinmetze und Tischler. Anstatt die Befestigungsanlagen ihrer Städte zu verbessern, wandten sie sich im Auftrag von Kirche und Staat höheren Dingen zu: dem Bau von prächtigen Kathedralen. Der Materialbedarf war enorm, vergleichbar dem beim Bau der Pyramiden im alten Ägypten. Nicht nur eine ungeheure logistische, sondern auch eine handwerkliche und technische Meisterleistung. Tonnenschwere Steinquader mussten in schwindelnde Höhen gehievt werden. Wie war das möglich? Auf einigen mittelalterlichen Darstellungen lassen sich riesige hölzerne Kräne auf den Rohbauten der Kathedralen erkennen.
Der Film gibt Einblicke in den Bau von Kathedralen im Mittelalter.
(ARD/NDR)


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11:55
Stereo-Ton16:9 Format

Das Geheimnis der Zwerge

Schatzsucher aus Venedig

Film von Sven Hartung

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Sie sind aus zahlreichen Erzählungen und Geschichten bekannt: Zwerge. Im Vergleich zu Feen, Elfen und anderen Märchengestalten nehmen sie eine geradezu dominierende Rolle in der internationalen Sagenwelt ein. Allein in Deutschland gibt es Hunderte von wundersamen Sagen, ...
(ARD/NDR)

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Sie sind aus zahlreichen Erzählungen und Geschichten bekannt: Zwerge. Im Vergleich zu Feen, Elfen und anderen Märchengestalten nehmen sie eine geradezu dominierende Rolle in der internationalen Sagenwelt ein. Allein in Deutschland gibt es Hunderte von wundersamen Sagen, Legenden und Märchen über sie. Doch warum erzählen sich Menschen sagenhafte Dinge über Kleinwüchsige, und wie wurde der Zwerg zum Mythos? Kleinwüchsige Schatzsucher durchwanderten im Mittelalter in geheimer Mission Nordeuropa. Im Auftrag Venedigs waren sie auf der Suche nach Gold und seltenen Rohstoffen für die Glasherstellung. Dabei mussten sie möglichst unbemerkt bleiben. Zu wichtig war das Geheimnis der Glasherstellung für die Machtposition Venedigs. Dennoch haben sie bis heute ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur in Märchen und Sagen oder als Gartenzwerg mit Spitzhacke und Grubenlaterne: Noch heute gibt es Bergwerksstollen, die direkt auf den Rohstoffabbau der kleinwüchsigen Venetianer schließen lassen. Auch in Venedig lassen sich Hinweise auf ihre Tätigkeiten finden.
Der Film führt mit aufwendigen Spielszenen auf eine spannende Spurensuche im ausgehenden Mittelalter.
(ARD/NDR)


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12:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter

Von Rittern und Turnieren

Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

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Dem Mittelalter haftet zu Unrecht das Attribut der Rückständigkeit an: Im sogenannten "dunklen Zeitalter" wurden Universitäten gegründet, modernes Denken, Wissenschaft und Technik entwickelten sich. Es wurden riesige, gotische Kathedralen erbaut, und die Troubadoure ...

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Dem Mittelalter haftet zu Unrecht das Attribut der Rückständigkeit an: Im sogenannten "dunklen Zeitalter" wurden Universitäten gegründet, modernes Denken, Wissenschaft und Technik entwickelten sich. Es wurden riesige, gotische Kathedralen erbaut, und die Troubadoure beschworen die Liebe in ihrer Minnedichtung. Das christliche Abendland holte kulturell auf und ließ die Welt der Mittelmeerantike endgültig hinter sich.
Der Film räumt mit den gängigen Klischees über das Mittelalter auf.


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13:30
Mit Audiodeskription

Ivanhoe - Der schwarze Ritter

Spielfilm, USA 1952

Darsteller:
Wilfred von IvanhoeRobert Taylor
RebeccaElizabeth Taylor
RowenaJoan Fontaine
Brian de Bois-GuilbertGeorge Sanders
WambaEmlyn Williams
u.a.
Regie: Richard Thorpe
(Zweikanalton: Originalfassung/ Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)
Länge: 103 Minuten

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England, 1190: Der englische König Richard Löwenherz ist in Österreich entführt worden. Sein intriganter Bruder Prinz John weigert sich jedoch, das Lösegeld zu zahlen, um selbst den Thron besteigen zu können. Richards tapferer Ritter Wilfred von Ivanhoe versucht nun ...
(ARD)

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England, 1190: Der englische König Richard Löwenherz ist in Österreich entführt worden. Sein intriganter Bruder Prinz John weigert sich jedoch, das Lösegeld zu zahlen, um selbst den Thron besteigen zu können. Richards tapferer Ritter Wilfred von Ivanhoe versucht nun auf eigene Faust, das Geld aufzutreiben. Er hofft jedoch vergeblich auf die Hilfe seines Vaters Cedric, mit dem er sich vor langer Zeit überwarf. Cedrics Mündel Rowena ist indes glücklich über die Rückkehr ihres geliebten Ivanhoe. Als dieser die Unterstützung des jüdischen Kaufmanns Isaac erhält, beobachtet Lady Rowena voller Sorge, wie sich auch Isaacs Tochter Rebecca für Ivanhoe zu interessieren beginnt. Ivanhoe kann sich als unbekannter "schwarzer Ritter" vor Prinz Johns Augen in ein Turnier schmuggeln, bei dem er dessen normannischen Verbündeten Brian de Bois-Guilbert eine schwere Niederlage beschert. Der verletzte Ivanhoe kann unerkannt entkommen. John lässt daraufhin Sir Cedric und Isaac sowie Rebecca und Rowena entführen, um seinen Widersacher herauszufordern. Trotz aller Hindernisse verhindert König Richard durch seine rechtzeitige Rückkehr nach England, dass sein abtrünniger Bruder John Ivanhoe in den Tod schickt.
Richard Thorpe gelang ein ebenso aufwendiger wie faszinierender Ritterfilm, dessen sorgfältige Charakterzeichnung auch einen fesselnden Einblick in das Leben des Hochmittelalters gewährt. Das MGM-Studio stellte das üppige Budget aus Mitteln zusammen, die Ende der 1940er Jahre nicht außerhalb der USA ausgegeben werden durften. So entstand unter anderem die originalgetreue Replik des Torquilstone Castle mitsamt eines sieben Meter breiten und drei Meter tiefen Wassergrabens.
(ARD)


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15:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Kreuzzug in die Hölle - Die Tempelritter

Film von Jens-Peter Behrend

(aus der ZDF-Reihe "Sphinx")

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Am 13. Oktober 1307 werden Tausende von Männern in allen Teilen Frankreichs festgenommen. Es ist der Auftakt zu einer Verhaftungswelle, die bald über ganz Europa hinwegrollt. Das Ziel ist die Zerschlagung des Templerordens, einer der mächtigsten Organisationen des ...

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Am 13. Oktober 1307 werden Tausende von Männern in allen Teilen Frankreichs festgenommen. Es ist der Auftakt zu einer Verhaftungswelle, die bald über ganz Europa hinwegrollt. Das Ziel ist die Zerschlagung des Templerordens, einer der mächtigsten Organisationen des Mittelalters und noch heute geheimnisumwittert. Die Herrschaft der Ritter vom Orden des Tempels reichte vom Norden Europas bis nach Sizilien und von Portugal bis nach Jerusalem. Die Tempelritter galten als das Symbol einer 200-jährigen Herrschaft, die den Feinden des Christentums das Fürchten gelehrt hatte. Mit der Kreuzzugbewegung erlebten die Tempelritter einen steilen Aufstieg. Bald übernahmen sie die militärische Hoheit in eroberten Gebieten, hatten Polizeigewalt über christliche Heiligtümer und kontrollierten die Handelswege. Die über Ländergrenzen hinweg operierende Organisation wurde zu einem starken und äußerst wohlhabenden Machtapparat, der allein dem Papst in Rom unterstand. Nach der Rückeroberung des Heiligen Landes durch die Muselmanen gerieten die Tempelritter in eine Interessenkollision zwischen Papst und französischer Krone. Wie war es möglich, dass die als äußerst tapfer und furchtlos angesehenen Elitesoldaten zu willenlosen Opfern in den Schauprozessen der heiligen Inquisition wurden?
Der Film rollt die Verfahren der Inquisition anhand historischer Akten wie auch aktueller Erkenntnisse noch einmal auf.


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16:00
Zweikanal-Ton

Mit Schwert und Leidenschaft (1/2)

Fernsehfilm, Frankreich 1991

Darsteller:
ArnaudJean-Yves Berteloot
FiorellaValeria Cavalli
RidefortJean-Pierre Cassel
LudwigTobias Hoesl
SimonPaul Brooke
u.a.
Buch: Pierre Barret
Buch: Jean-Noël Gurgand
Buch: Tullio Pinelli
Buch: David Butler
Buch: Allan Baker
Regie: Jim Goddard
Länge: 90 Minuten

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Ritter Arnaud lebt mit seiner Frau Elaine und seinem Sohn Roger in Poujols. Als Roger beim Fischen beinahe ertrinkt, gelobt Arnaud, sein Leben Gott und der Kirche zu weihen, wenn Roger durchkommt. Roger überlebt. Kurze Zeit später wird Arnaud ins Gefolge der Kreuzritter ...

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Ritter Arnaud lebt mit seiner Frau Elaine und seinem Sohn Roger in Poujols. Als Roger beim Fischen beinahe ertrinkt, gelobt Arnaud, sein Leben Gott und der Kirche zu weihen, wenn Roger durchkommt. Roger überlebt. Kurze Zeit später wird Arnaud ins Gefolge der Kreuzritter gerufen. Schweren Herzens verabschiedet er sich von seiner Familie, ganz im Bewusstsein, für Gott und die gerechte Sache zu kämpfen. Arnauds abenteuerliche Reise ins Heilige Land und seine Verstrickung in die kriegerischen Wirren beginnen.
Der zweiteilige Abenteuerfilm "Mit Schwert und Leidenschaft" erzählt in eindrucksvollen Bildern das Schicksal des französischen Ritters Arnaud D'Aubrac aus der Zeit der Kreuzzüge gegen Ende des 12. Jahrhunderts. In teils freier Anlehnung an tatsächliche Ereignisse und Personen verbindet der Film historische und emotionale Konflikte zu einem spannenden Abenteuerstoff und einer romantischen Liebesgeschichte. Erster Teil.

Den zweiten Teil von "Mit Schwert und Leidenschaft" zeigt 3sat im Anschluss, um 17.30 Uhr.


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17:30
Zweikanal-Ton

Mit Schwert und Leidenschaft (2/2)

Fernsehfilm, Frankreich 1991

Darsteller:
ArnaudJean-Yves Berteloot
FiorellaValeria Cavalli
RidefortJean-Pierre Cassel
LudwigTobias Hoesl
SimonPaul Brooke
u.a.
Buch: Pierre Barret
Buch: Jean-Noël Gurgand
Buch: Tullio Pinelli
Buch: David Butler
Buch: Allan Baker
Regie: Jim Goddard
Länge: 87 Minuten

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Ritter Arnaud, der ins Heilige Land kam, um ein Gelübde zu erfüllen, ist in lebensgefährlicher Mission unterwegs: Er überbringt Sultan Saladin eine Lösegeldforderung für die Freilassung von dessen Schwester. Für Saladin ein Anlass, Rache an den Kriegstreibern auf ...

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Ritter Arnaud, der ins Heilige Land kam, um ein Gelübde zu erfüllen, ist in lebensgefährlicher Mission unterwegs: Er überbringt Sultan Saladin eine Lösegeldforderung für die Freilassung von dessen Schwester. Für Saladin ein Anlass, Rache an den Kriegstreibern auf christlicher Seite zu nehmen. Während er den Fürsten de Chatillon persönlich hinrichtet, begnadigt Saladin Arnaud zu lebenslanger Sklavenarbeit. Arnauds Freund und Kampfgefährte, der deutsche Ritter Ludwig, wähnt Arnaud tot. Er reist nach Frankreich, um Arnauds Frau Elaine die schreckliche Nachricht zu überbringen. Er heiratet die "Witwe" und wird für Arnauds Sohn Roger ein neuer Vater. Unterdessen gelingt Arnaud die Flucht. Allein der Gedanke an Fiorella, die unerreichbare Geliebte, hat ihn alle Strapazen überleben lassen. Aber Fiorella ist in die Fänge des Tempelritters Ridefort geraten, der ihren Mann Simon getötet hat. Als Ridefort versucht, sich Fiorella zu nähern, stößt sie ihm ein Stilett in die Schulter. Zutiefst gedemütigt, fordert der Großmeister des Templerordens ihren Tod. Doch Arnaud kann sie retten. Nachdem alle Bemühungen um einen Waffenstillstand gescheitert und die Kreuzritter von Saladins Truppen vernichtend geschlagen worden sind, versammeln sich die Reste der christlichen Armee in Jerusalem. Arnaud erfährt von der Heirat seiner Frau mit Ludwig. Verzweifelt verlässt er Jerusalem und Fiorella, um die Schande durch einen ehrenhaften Tod abzuwenden. Doch Ludwig, der nach Elaines Tod nach Jerusalem zurückgekehrt ist, macht sich auf die Suche nach dem Freund.
Der zweiteilige Abenteuerfilm "Mit Schwert und Leidenschaft" erzählt in eindrucksvollen Bildern das Schicksal des französischen Ritters Arnaud D'Aubrac aus der Zeit der Kreuzzüge gegen Ende des 12. Jahrhunderts. In teils freier Anlehnung an tatsächliche Ereignisse und Personen verbindet der Film historische und emotionale Konflikte zu einem spannenden Abenteuerstoff und einer romantischen Liebesgeschichte. Zweiter Teil.


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19:00
Stereo-Ton16:9 Format

König Artus in Thüringen

Film von Wilfried Hauke

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Im Erfurter Augustinerkloster liegt das Fragment eines bislang unbekannten Artus-Ritterromans aus dem 15. Jahrhundert. Seine Entdeckung war 2006 eine Sensation für Germanisten. Es beschreibt die Abenteuer eines Thüringer Ritters, der sich auf den Weg an den Hof des ...
(ARD/MDR)

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Im Erfurter Augustinerkloster liegt das Fragment eines bislang unbekannten Artus-Ritterromans aus dem 15. Jahrhundert. Seine Entdeckung war 2006 eine Sensation für Germanisten. Es beschreibt die Abenteuer eines Thüringer Ritters, der sich auf den Weg an den Hof des legendären König Artus im Schloss Camelot gemacht hat. König Artus, die legendäre Gestalt des idealen Rittertums, war im Mittelalter die erste gesamteuropäische Identifikationsfigur und kulturelle Brücke zwischen den großen Höfen in England, Frankreich und Deutschland. Die Legenden gehen zurück auf einen historisch wahren Kern: Im 6. Jahrhundert, in den "Dark Ages" der britischen Geschichte, hat es einen Widerstandskämpfer gegen die Invasion der Angelsachsen gegeben. Dieser "Arturios" erhielt in französischen Hofepen die Aura des idealen Königs, Schloss Camelot und Zauberschwert Excalibur, die Edelritter Lanzelot und Galahad inklusive. Die Thüringer Ritter und Artus-Verehrer des Mittelalters haben die ferne Artus-Welt in Geschichten an ihre Höfe geholt. Walter von der Vogelweide, Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach haben sie nachgedichtet. Weitere Spuren der grenzenlosen Artus-Begeisterung jener Zeit finden sich in Thüringen: Die ältesten profanen Wandmalereien Deutschlands in Schmalkalden zeigen Szenen aus dem Leben Iweins, eines jener Ritter, die mit an Artus' Tafelrunde saßen.
Der Film geht den Spuren der Artus-Sage nach, präsentiert überraschende Funde und Zusammenhänge, deckt ein faszinierendes Netz kultureller Unterhaltungsmedien des thüringischen Mittelalters auf und nimmt den Zuschauer mit in die Urheimat von Artus, zu den walisischen und cornischen Küstenregionen mit ihren Burgruinen und keltischen Steinkreisen.
(ARD/MDR)


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19:30
Stereo-Ton

Die Pest - Rätsel einer Seuche

Film von Sam Roberts

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Italien im Jahr 1347: Eine rätselhafte Seuche, wie sie nie zuvor dagewesen war, geht durchs Land. Ihre Symptome sind fleckige Haut, blutiger Husten und hühnereigroße Schwellungen. Sie ist absolut tödlich und das innerhalb weniger Tage. Fast die Hälfte der damaligen ...
(ARD/NDR)

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Italien im Jahr 1347: Eine rätselhafte Seuche, wie sie nie zuvor dagewesen war, geht durchs Land. Ihre Symptome sind fleckige Haut, blutiger Husten und hühnereigroße Schwellungen. Sie ist absolut tödlich und das innerhalb weniger Tage. Fast die Hälfte der damaligen Bevölkerung Europas fällt ihr zum Opfer. Über 100 Jahre lang wütet die geheimnisvolle Krankheit in Europa und entvölkert ganze Landstriche. Es hieß bislang immer, der Schwarze Tod, wie die Seuche genannt wurde, sei die Beulenpest gewesen, die von Ratten übertragen wurde. Doch jetzt gibt es Hinweise, die das in Frage stellen. Vieles deutet auf eine veränderte Form von hämorrhagischem Fieber und Ebola hin.
Der Film erzählt die Geschichte einer der tödlichsten Seuchen der Menschheit und stellt neuste Forschungsergebnisse vor. Er beschreibt, wie Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen durch jahrelange akribische Recherchen in alten Quellen eine neue Wahrheit ans Licht bringen.
(ARD/NDR)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Der Kreuzritter Richard Löwenherz (1/2)

Der Kampf gegen Saladin

Film von Richard Bedser

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Richard Löwenherz, der König von England, und Sultan Saladin, Herrscher über Ägypten und große Teile Vorderasiens, bekämpften sich Ende des 12. Jahrhunderts mit großer Härte und Verbissenheit. Es ist die Zeit des Dritten Kreuzzugs. Knapp 100 Jahre vorher hatte ...
(ARD/NDR)

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Richard Löwenherz, der König von England, und Sultan Saladin, Herrscher über Ägypten und große Teile Vorderasiens, bekämpften sich Ende des 12. Jahrhunderts mit großer Härte und Verbissenheit. Es ist die Zeit des Dritten Kreuzzugs. Knapp 100 Jahre vorher hatte Papst Urban II. im November 1095 die christliche Ritterschaft aufgerufen, nach Jerusalem zu ziehen. Damit setzte er eine Massenbewegung in Gang, die bis heute Einfluss auf die Geschichte Europas und des Vorderen Orients hat. Denn immer noch belastet die damals aufgerissene Kluft zwischen Orient und Okzident, zwischen Islam und Christentum das wechselseitige Verhältnis. Der dritte Kreuzzug erreichte 1191 mit König Richard von England das Heilige Land. Richard gelang es, Sultan Saladin mehrere schwere Niederlagen zuzufügen, doch schlagen konnten die europäischen Ritter die muslimischen Heere nicht. Es kam zu einem Verständigungsfrieden, bei dem die Christen große Vorteile für sich aushandeln konnten. Aufgrund seiner Tapferkeit erhielt König Richard von England den Beinamen "Löwenherz". Darüber hinaus war er aber auch bekannt für seine Grausamkeiten. So ließ er 3.000 unbewaffnete muslimische Gefangene nach dem Sieg von Akkon hinrichten. Sultan Saladin seinerseits war kein verhasster arabischer Despot, sondern ein damals auch in Europa anerkannter Herrscher, der für seine Ritterlichkeit bekannt war. Im Gegensatz zu Richard ließ er nach der Eroberung Jerusalems seine unterlegenen Gegner nicht töten. Beide - Richard Löwenherz und Sultan Saladin - wurden zu Legenden der Geschichte.
Die zweiteilige Dokumentation rekonstruiert das Ringen um die Vormachtstellung im Nahen Osten. Die historischen Begebenheiten wurden an Originalschauplätzen nachgestellt. Erster Teil.

Den zweiten Teil von "Der Kreuzritter Richard Löwenherz" zeigt 3sat im Anschluss um 21.00 Uhr.
(ARD/NDR)


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21:00
Stereo-Ton16:9 Format

Der Kreuzritter Richard Löwenherz (2/2)

Der Kampf um Jerusalem

Film von Richard Bedser

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Richard Löwenherz, der König von England, und Sultan Saladin, Herrscher über Ägypten und große Teile Vorderasiens, bekämpften sich Ende des 12. Jahrhunderts mit großer Härte und Verbissenheit. Es ist die Zeit des Dritten Kreuzzugs. Knapp 100 Jahre vorher hatte ...
(ARD/NDR)

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Richard Löwenherz, der König von England, und Sultan Saladin, Herrscher über Ägypten und große Teile Vorderasiens, bekämpften sich Ende des 12. Jahrhunderts mit großer Härte und Verbissenheit. Es ist die Zeit des Dritten Kreuzzugs. Knapp 100 Jahre vorher hatte Papst Urban II. im November 1095 die christliche Ritterschaft aufgerufen, nach Jerusalem zu ziehen. Damit setzte er eine Massenbewegung in Gang, die bis heute Einfluss auf die Geschichte Europas und des Vorderen Orients hat. Denn immer noch belastet die damals aufgerissene Kluft zwischen Orient und Okzident, zwischen Islam und Christentum das wechselseitige Verhältnis. Der dritte Kreuzzug erreichte 1191 mit König Richard von England das Heilige Land. Richard gelang es, Sultan Saladin mehrere schwere Niederlagen zuzufügen, doch schlagen konnten die europäischen Ritter die muslimischen Heere nicht. Es kam zu einem Verständigungsfrieden, bei dem die Christen große Vorteile für sich aushandeln konnten. Aufgrund seiner Tapferkeit erhielt König Richard von England den Beinamen "Löwenherz". Darüber hinaus war er aber auch bekannt für seine Grausamkeiten. So ließ er 3.000 unbewaffnete muslimische Gefangene nach dem Sieg von Akkon hinrichten. Sultan Saladin seinerseits war kein verhasster arabischer Despot, sondern ein damals auch in Europa anerkannter Herrscher, der für seine Ritterlichkeit bekannt war. Im Gegensatz zu Richard ließ er nach der Eroberung Jerusalems seine unterlegenen Gegner nicht töten. Beide - Richard Löwenherz und Sultan Saladin - wurden zu Legenden der Geschichte.
Die zweiteilige Dokumentation rekonstruiert das Ringen um die Vormachtstellung im Nahen Osten. Die historischen Begebenheiten wurden an Originalschauplätzen nachgestellt. Zweiter Teil.
(ARD/NDR)


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21:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter

Von Mönchen und Ketzern

Film von Uwe Kersken und Christian Feyerabend

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Zum Bild des "dunklen Mittelalters" trugen die Scheiterhaufen der Inquisition bei. Doch die Inquisitionsprozesse des 14. Jahrhunderts haben das moderne Rechtssystem entscheidend beeinflusst. Denn zu den Gerichtsverfahren der Inquisition gehörte die Vereidigung der ...

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Zum Bild des "dunklen Mittelalters" trugen die Scheiterhaufen der Inquisition bei. Doch die Inquisitionsprozesse des 14. Jahrhunderts haben das moderne Rechtssystem entscheidend beeinflusst. Denn zu den Gerichtsverfahren der Inquisition gehörte die Vereidigung der Angeklagten, die außerdem das Recht hatten, Widerspruch einzulegen.
Der Film zeigt, dass es schon im Mittelalter Ansätze von Rationalismus, Aufklärung und Materialismus gab.


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22:30
Dolby-Digital Audio16:9 Format

Der Henker

Spielfilm, Großbritannien/Österreich/Luxemburg/

Deutschland/Tschechien 2005

Darsteller:
MartiNikolaj Coster-Waldau
GeorgPeter McDonald
AnnaAnastasia Griffith
InquisitorSteven Berkoff
ErzbischofGeofrey Rush
u.a.
Regie: Simon Aeby
Länge: 105 Minuten

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Tirol, Anfang des 16. Jahrhunderts: Am Marktplatz herrscht reges Treiben. Zwei Jungen laufen lachend zwischen den Ständen umher - Waisenkinder, die im Kloster aufwachsen. Sie verstecken sich unter dem Schafott, von dort bekommt man die Hinrichtung aus nächster Nähe mit. ...
(ORF)

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Tirol, Anfang des 16. Jahrhunderts: Am Marktplatz herrscht reges Treiben. Zwei Jungen laufen lachend zwischen den Ständen umher - Waisenkinder, die im Kloster aufwachsen. Sie verstecken sich unter dem Schafott, von dort bekommt man die Hinrichtung aus nächster Nähe mit. Nach gemeinsam verbrachten Jahren unter der Obhut von Mönchen trennen sich die Wege der beiden Findelkinder Martin und Georg allerdings. Viele Jahre später wird Georg zum Prior des Klosters gemacht, während Martin nach einem wilden Söldnerleben mit der Henkerstochter Anna nicht nur eine Frau, sondern auch die Anstellung als Henker gewinnt und somit zum gesellschaftlichen Außenseiter wird. Die Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt, als die Inquisition Einzug hält und Hinrichtungen an Wiedertäufern befiehlt. Mit einem Mal hat der Henker mehr Arbeit, als ihm lieb ist. Martin zeigt wenig Kooperationsbereitschaft bei dem grausamen Ränkespiel, wird von Prior Georg im Stich gelassen und findet sich mit seiner Familie schon bald selbst vor dem Inquisitionstribunal wieder.
"Der Henker" entführt ins finsterste Mittelalter und in ein dunkles Kapitel der Geschichte. Das international besetzte Historiendrama um zwei ungleiche Blutsbrüder, die beide auf ihre Weise Opfer der Geschichte und von Spielgefährten zu Gegenspielern werden, wurde vom Schweizer Simon Aeby in Szene gesetzt.
(ORF)


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0:15
Stereo-Ton16:9 Format

Abenteuer Mittelalter - Leben im 15. Jahrhundert (1/4)

Die Tiere zuerst!

Film von Peter Behle

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Im Mai 2005 machen sich sechs Menschen auf den Weg in die Vergangenheit: 600 Jahre zurück führt sie ihre Zeitreise in das späte Mittelalter. Als Knechte und Mägde wollen sie dem alten Gemäuer von Schloss Burgk in Thüringen neues Leben einhauchen und dort unter ...
(ARD/MDR)

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Im Mai 2005 machen sich sechs Menschen auf den Weg in die Vergangenheit: 600 Jahre zurück führt sie ihre Zeitreise in das späte Mittelalter. Als Knechte und Mägde wollen sie dem alten Gemäuer von Schloss Burgk in Thüringen neues Leben einhauchen und dort unter Bedingungen leben, wie sie im Jahre 1419 geherrscht haben. Auf Schloss Burgk werden sie vom Küchenmeister und vom Burgvogt, ihren neuen Vorgesetzen, empfangen. Bereits kurz nach dem Einzug wird dem neuen Gesinde klar, was in den nächsten sechs Wochen auf sie zukommt: Jede Menge Arbeit, dazu ein strenger Burgvogt, der alle kontrolliert. Zu ihren wichtigsten Aufgabe zählt es, die Tiere zu versorgen. Doch bereits bei seinem ersten Rundgang stellt der Burgvogt fest, dass die Ziegen nicht richtig gemolken wurden. Die beiden jungen Mägde Swaantje und Bianca verzweifeln fast beim erneuten Ziegenmelken. Die viele Arbeit unter ungewohnten Bedingungen droht den Zeitreisenden über den Kopf zu wachsen. Zudem findet das Vieh innerhalb der Burg bald nicht mehr genug Gras und droht zu verhungern. Also schuften die Knechte bis spät in die Nacht, um unten an der Saale neue Zäune zu bauen. Zu allem Überfluss hat der Fuchs eine Gans geholt, und auch ein neuer Gänsestall muss gebaut werden - nur mit Muskelkraft und ohne moderne Werkzeuge. Schon droht ein neues Problem: Die Lebensmittel im Vorratskeller wurden nicht ordentlich gelagert und verschimmeln.
Erste Folge der vierteiligen Reihe über den Versuch von acht Menschen, wie im späten Mittelalter zu leben.

3sat zeigt die drei weiteren Folgen der Reihe "Abenteuer Mittelalter - Leben im 15. Jahrhundert" im Anschluss ab 1.00 Uhr.
(ARD/MDR)


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1:00
Stereo-Ton16:9 Format

Abenteuer Mittelalter - Leben im 15. Jahrhundert (2/4)

Den Hunger besiegen!

Film von Peter Behle

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Die Lebensmittelvorräte gehen zur Neige. Alle Versuche, selbst frisches Brot zu backen, schlagen fehl. Auch der Fischfang im burgeigenen Teich gerät zum Fiasko. Zwischen dem Gesinde und dem Küchenmeister bricht Streit aus. Meister Michael will die Ziegen schlachten. Die ...
(ARD/MDR)

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Die Lebensmittelvorräte gehen zur Neige. Alle Versuche, selbst frisches Brot zu backen, schlagen fehl. Auch der Fischfang im burgeigenen Teich gerät zum Fiasko. Zwischen dem Gesinde und dem Küchenmeister bricht Streit aus. Meister Michael will die Ziegen schlachten. Die Beschäftigung mit ihnen dauert zu lange, deswegen bleiben andere dringenden Arbeiten liegen. Außerdem gibt es nichts zu Essen, das Gesinde ist erschöpft, der Burgvogt unzufrieden. Doch damit nicht genug: Der Burgvogt und ein Knappe wollen ein heißes Bad nehmen. Ein Wunsch, der für weiteren Ärger sorgt, denn auch der Versuch, genügend heißes Wasser zu bereiten, schlägt fehl. Als es dem Knecht Klaus endlich gelingt, kleine Brote zu backen, gibt es Ärger mit dem Fleisch: Der Fasan, den der Burgvogt geschossen hat, ist mittlerweile voller Maden. Jetzt hat der edle Herr endgültig genug.
Zweite Folge der vierteiligen Reihe über den Versuch von acht Menschen, wie im späten Mittelalter zu leben.
(ARD/MDR)


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1:45
Stereo-Ton16:9 Format

Abenteuer Mittelalter - Leben im 15. Jahrhundert (3/4)

Demut lernen!

Film von Peter Behle

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Die Knappenausbildung beginnt: Zunächst mit einem Kampf Mann gegen Mann - der Burgvogt gegen den Knappen. Der junge Adelige geht forsch ans Werk, statt seinem Ausbilder mit Demut gegenüberzutreten. So kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den beiden. ...
(ARD/MDR)

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Die Knappenausbildung beginnt: Zunächst mit einem Kampf Mann gegen Mann - der Burgvogt gegen den Knappen. Der junge Adelige geht forsch ans Werk, statt seinem Ausbilder mit Demut gegenüberzutreten. So kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den beiden. Der Fortgang der Ausbildung scheint fraglich, und der angestrebte abschließende Rolandsritt rückt in weite Ferne. Das Gesinde sehnt sich derweil nach einem Bad. Durch die harte körperliche Arbeit sind alle dreckig, verschwitzt und stinken. Aber gebadet wurde im Mittelalter nur sonntags. Bevor es so weit ist, kommt Besuch: Pater Bernhard macht auf der Burg Station. Ihm gelingt es, die angespannte Situation unter den Burgbewohnern zu entkrampfen und den Streit zu schlichten. Dann endlich ist Sonntag. Der Tag des Herrn ist im Mittelalter auch für das Gesinde ein Ruhetag. Sie können in der Sonne faulenzen und vor allem ein Bad in der Saale nehmen. Am Abend feiert das Gesinde unten am Fluss mit einem großen Feuer das Johannisfest. Doch die Idylle ist nur von kurzer Dauer. In einer Depesche kündigt der Burgherr, der sich auf Reisen befindet, seine baldige Rückkehr an. Heinrich der VII. will in wenigen Tagen ein großes Fest geben. Das bedeutet wieder Stress fürs Gesinde.
Dritte Folge der vierteiligen Reihe über den Versuch von acht Menschen, wie im späten Mittelalter zu leben.
(ARD/MDR)


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2:30
Stereo-Ton16:9 Format

Abenteuer Mittelalter - Leben im 15. Jahrhundert (4/4)

Feste feiern!

Film von Peter Behle

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Der Burgherr hat ein Fest befohlen. Viel Zeit bleibt nicht für die Vorbereitungen. Um die viele Arbeit in den nächsten Tagen bewältigen zu können, hat der Burgvogt eine weitere Magd und ihren Sohn auf die Burg geholt. Sie sollen das Gesinde in der Küche unterstützen. ...
(ARD/MDR)

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Der Burgherr hat ein Fest befohlen. Viel Zeit bleibt nicht für die Vorbereitungen. Um die viele Arbeit in den nächsten Tagen bewältigen zu können, hat der Burgvogt eine weitere Magd und ihren Sohn auf die Burg geholt. Sie sollen das Gesinde in der Küche unterstützen. Doch gleich an ihrer ersten Aufgabe scheitert Frauke: Sie soll ein Huhn schlachten. Frauke erleidet einen Nervenzusammenbruch. In den Trubel mischt sich Wehmut, denn Pater Bernhard verlässt die Burg. Allen fällt die Trennung schwer. Der Mönch hat der Gemeinschaft gut getan, hat zu jedem auf der Burg eine freundschaftliche Beziehung entwickelt und die Gruppe zusammengehalten. Ein Abschied mit Tränen. Dann naht der Festtag. Der Burgvogt ist nervös. Entsprechend hart springt er mit seinem Gesinde um. Für ihn als Verwalter ist dieses Fest die beste Gelegenheit, seinem Herrn zu zeigen, dass er das Gesinde im Griff hat.
Letzte Folge der vierteiligen Reihe über den Versuch von acht Menschen, wie im späten Mittelalter zu
(ARD/MDR)


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3:15
Stereo-Ton16:9 Format

Hadubrandt, ein Händler aus dem Mittelalter

Film von Peter Prestel und Rudolf Sporrer

(aus der ARD-Reihe "Reisen in die Vergangenheit")

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Das Pferdegespann quält sich knarrend über einen schlammigen Weg im Voralpenland. Der Händler Hadubrandt hat Waren aus Italien geladen: Stoffe und Gewürze aus Venedig. Schwer bewaffnete Söldner begleiten das Gespann. Dieser Schutz ist dringend geraten, denn bewaffnete ...
(ARD/BR)

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Das Pferdegespann quält sich knarrend über einen schlammigen Weg im Voralpenland. Der Händler Hadubrandt hat Waren aus Italien geladen: Stoffe und Gewürze aus Venedig. Schwer bewaffnete Söldner begleiten das Gespann. Dieser Schutz ist dringend geraten, denn bewaffnete Auseinandersetzungen sind bei so einer wertvollen Fracht beinahe an der Tagesordnung. Raubritter sind zu einer wahren Landplage geworden. Am Abend kehrt Hadubrandt zu einem stärkenden Mahl in einer Schänke ein, es gibt Seefisch. Die Küche des Mittelalters war weitaus vielfältiger, als gemeinhin angenommen wird. Am nächsten Morgen kommt Hadubrandt ein anderer Händler entgegen und erbittet Almosen. Er ist auf dem Jakobsweg unterwegs, damit Gott ihm seine Sünden vergibt und ihn vom Schwarzen Tod verschont - der Pest. Nach einer wahren Odyssee, bei der der Händler sich auch Flößern anvertraut, erreicht Hadubrandt endlich sein wichtigstes Etappenziel: Regensburg, eine der bedeutendsten Handelsmetropolen Europas im Mittelalter. Die Händler sind die ersten, die die bis dato starren Ständegrenzen durchbrechen. Mit ihrem Geld werden sie zu einem Machtfaktor, an dem bald sogar der Kaiser nicht mehr vorbeikommt. Letzte Station ist die Stadt Taus im Böhmischen. Dort ist Markttag. Die aufstrebenden Händler verkaufen Tücher und Gewürze, mit gutem Gewinn. Gaukler und Feuerschlucker belustigen das Volk, Musikanten sorgen für Volksfestatmosphäre.
Anhand der fiktiven Reise des Händlers Hadubrandt zeigt der Film Aspekte des mittelalterlichen Alltags.
(ARD/BR)


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4:00
Stereo-Ton

Die Stadt im späten Mittelalter (1/4)

Höllenangst und Seelenheil

Film von Sebastian Drost

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Zentrale Lebensauffassung ist der Glaube an Gott, denn das diesseitige irdische Leben gilt lediglich als Durchgangsstadium ins Jenseits. Naturkatastrophen, schlechte ...
(ARD/SWR)

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Zentrale Lebensauffassung ist der Glaube an Gott, denn das diesseitige irdische Leben gilt lediglich als Durchgangsstadium ins Jenseits. Naturkatastrophen, schlechte hygienische Zustände, Hunger und Krankheiten, zum Beispiel Lepra und Pest, sind Zeichen für die Allgegenwärtigkeit des Todes. Die Kirche schürt die Angst der Menschen, wegen begangener Sünden in die Hölle zu kommen, und bietet dann Möglichkeiten an, die Seele vor dem Fegefeuer zu retten.
Die vierteilige Reihe "Die Stadt im späten Mittelalter" vermittelt einen Eindruck vom städtischen Dasein in der Zeit um das Jahr 1500. Ausgehend von der Reise eines Pilgers beschreibt die erste Folge das Weltbild der Menschen im Mittelalter. Das Frömmigkeitsverständnis der Stadtbürger und die Macht der Kirche werden anhand von Skulpturen mittelalterlicher Sakralbauten erläutert.

Die weiteren Folgen von "Die Stadt im späten Mittelalter" zeigt 3sat im Anschluss, ab 4.15 Uhr.
(ARD/SWR)


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4:15
Stereo-Ton

Die Stadt im späten Mittelalter (2/4)

Mauern, Brunnen, Galgenstricke

Film von Kurt Schneider

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Welche Rechte und Pflichten hatten die Bürger einer mittelalterlichen Stadt, in welche Systeme waren sie eingebunden? Viele städtische Anlagen hatten symbolische ...
(ARD/SWR)

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Welche Rechte und Pflichten hatten die Bürger einer mittelalterlichen Stadt, in welche Systeme waren sie eingebunden? Viele städtische Anlagen hatten symbolische Bedeutung: die Stadtmauer als sichtbare Grenze des städtischen Wehr- und Rechtsbereichs und der Galgen als Zeichen der auf Abschreckung beruhenden mittelalterlichen Gerichtsbarkeit.
Die vierteilige Reihe "Die Stadt im späten Mittelalter" vermittelt einen Eindruck vom städtischen Dasein in der Zeit um das Jahr 1500. Die zweite Folge gibt eine Vorstellung von den Ordnungsprinzipien einer mittelalterlichen Stadt.
(ARD/SWR)


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4:30
Stereo-Ton

Die Stadt im späten Mittelalter (3/4)

Handel, Handwerk, Marktgeschehen

Film von Kurt Schneider

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Der Alltag der Handwerker war durch die enge Verbindung von Leben und Arbeit gekennzeichnet, aber auch durch ihre Zugehörigkeit zu den Zünften. Wichtigster ...
(ARD/SWR)

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Der Alltag der Handwerker war durch die enge Verbindung von Leben und Arbeit gekennzeichnet, aber auch durch ihre Zugehörigkeit zu den Zünften. Wichtigster Warenumschlagplatz war der Markt, wichtigstes Zahlungsmittel bereits Geld. Von einer einheitlichen Währung war man im Mittelalter aber noch weit entfernt. Jede Stadt mit Münzrecht konnte eigenes Geld in Umlauf bringen Die Verbindung zwischen den Städten stellten die Kaufleute her. Sie unternahmen Handelsreisen und füllten die Kontore und Kaufhäuser mit Waren. Eine Revolution in der Verbreitung von Informationen brachte die Erfindung von Papier und Buchdruck. Aus manchem Handwerker wurde ein reicher Verleger.
Die vierteilige Reihe "Die Stadt im späten Mittelalter" vermittelt einen Eindruck vom städtischen Dasein in der Zeit um das Jahr 1500. Die dritte Folge gibt Einblick in das kommerzielle Leben einer mittelalterlichen Stadt.
(ARD/SWR)


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4:45
Stereo-Ton

Die Stadt im späten Mittelalter (4/4)

Gassen, Ghettos, Baubetrieb

Film von Kurt Schneider

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Wie wurde gebaut, und wie sah das häusliche Leben der Menschen im Mittelalter aus?
Die vierteilige Reihe "Die Stadt im späten Mittelalter" vermittelt einen Eindruck ...
(ARD/SWR)

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Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Wie wurde gebaut, und wie sah das häusliche Leben der Menschen im Mittelalter aus?
Die vierteilige Reihe "Die Stadt im späten Mittelalter" vermittelt einen Eindruck vom städtischen Dasein in der Zeit um das Jahr 1500. Die letzte Folge beschäftigt sich mit den Profan- und Sakralbauten und dem häuslichen Leben in der Stadt des späten Mittelalters. Geschildert wird das Leben und Arbeiten im Haus in unterschiedlichen sozialen Schichten. Außerdem schildert der Film die Ausrichtung von Festen und zeigt, wie es in Gasthöfen und Badehäusern zuging.
(ARD/SWR)


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5:00
Stereo-Ton16:9 Format

Gottes Plan und Menschen Hand

Die Wiederentdeckung der mittelalterlichen Städte

Film von Dominik Wessely

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Warum üben mittelalterliche Städte bis heute einen solchen Zauber auf uns aus? Ist es nur Nostalgie und Verklärung, wenn Jahr für Jahr Millionen Menschen aus aller Herren Länder nach Rothenburg ob der Tauber, nach Heidelberg, Freiburg und Nürnberg reisen? Warum ...
(ARD/SWR)

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Warum üben mittelalterliche Städte bis heute einen solchen Zauber auf uns aus? Ist es nur Nostalgie und Verklärung, wenn Jahr für Jahr Millionen Menschen aus aller Herren Länder nach Rothenburg ob der Tauber, nach Heidelberg, Freiburg und Nürnberg reisen? Warum vermissen wir in so vielen Großstädten des 21. Jahrhunderts genau jene Qualitäten, die wir im Erscheinungsbild jeder mittelalterlichen Stadt noch heute erleben: Vielfalt, Lebendigkeit und Harmonie? Die europäische Stadt des Mittelalters bezaubert, weil sie ohne Kalkül und Rationalität entstanden zu sein scheint. Sie gilt als "gewachsene Stadt", die sich wie von selbst im Laufe von Jahrhunderten um das geistige und städtebauliche Zentrum, den Dom, entwickelt hat. Der Freiburger Architekt und Stadtplaner Klaus Humpert befasst sich mit den Gestaltungsprinzipien mittelalterlicher Städte. Er überprüfte mehr als 100 Grundrisse von 3.000 Städten des Mittelalters. Die Ergebnisse stellen das Bild von der mittelalterlichen Stadtplanung in vielerlei Hinsicht auf den Kopf: Laut Humpert wurden fast alle bedeutenden mittelalterlichen Städte bis ins kleinste Detail auf dem Reißbrett entworfen. Die "gewachsene Stadt" des Mittelalters wäre somit ein Mythos.
Der Film stellt neue Erkenntnisse über die mittelalterliche Stadtplanung vor.
(ARD/SWR)

Sendeende: 5:50 Uhr