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Sonntag, 19. September
Programmwoche 38/2010
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6:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Der brennende Dornbusch (1/2)

Glanz und Elend der Juden in Europa

Odyssee im Schatten des Kreuzes

Film von Iris Pollatschek

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Im antiken Judäa tobt der Krieg: Feldherr Joseph Ben Mattitiahu kämpft gegen das übermächtige Römische Imperium - und unterliegt. Als Gefangener der Römer sieht er den Tempel in Jerusalem brennen und gelangt auf abenteuerlichen Wegen nach Rom. Dort geht er als ...

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Im antiken Judäa tobt der Krieg: Feldherr Joseph Ben Mattitiahu kämpft gegen das übermächtige Römische Imperium - und unterliegt. Als Gefangener der Römer sieht er den Tempel in Jerusalem brennen und gelangt auf abenteuerlichen Wegen nach Rom. Dort geht er als römischer Schreiber Flavius Josephus in die Geschichte ein. Seine Bücher "Der Jüdische Krieg" und "Jüdische Altertümer" zeugen vom Überlebenskampf des jüdischen Volkes in der Antike. Rabbi Schlomo Ben Jitzchak, genannt Raschi, ist einer der größten jüdischen Gelehrten des Mittelalters. Schon in jungen Jahren zieht es ihn in die legendären jüdischen Gemeinden am Rhein: Mainz, Worms und Speyer. Er erlebt die dunkelste Stunde der europäischen Juden jener Zeit: den ersten Kreuzzug. Raschi selbst bleibt verschont, erfährt jedoch im heimischen Troyes von den Massakern der Kreuzfahrer - und dem Selbstmord der Juden: Als der christliche Mob sie vor die Wahl stellt, die Taufe zu akzeptieren oder zu sterben, wählen viele Juden den Tod. Doña Gracia Nasi, zwangsgetaufte Jüdin aus Portugal, wohlhabend, tapfer und weltgewandt, treibt ihre abenteuerliche Flucht vor der Inquisition quer durch das Europa der Renaissance. Als Frau an der Spitze eines mächtigen Handelsimperiums rettet sie unzählige Juden aus den Fängen der Inquisition. Mit einem Netzwerk von Freunden und Helfern ermöglicht sie ihnen ein neues Leben außerhalb der Reichweite der christlichen Kirche. Vom Sultan kauft sie die Stadt Tiberias - im Norden des heutigen Israel - um dort den Flüchtlingen ein neues Zuhause in ihrer alten Heimat zu geben.
Im Wechsel von Inszenierungen und dokumentarischen Szenen erweckt der zweiteilige Film sechs historische Zeugen der jüdischen Geschichte Europas zum Leben. Erster Teil.

Am Thementag "Alles koscher" beschäftigt sich 3sat 24 Stunden lang in Dokumentationen, Reportagen und Filmen mit der jüdischen Lebenswelt. Den zweiten Teil des Films "Der brennende Dornbusch" zeigt 3sat im Anschluss, um 6.45 Uhr.


6:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Der brennende Dornbusch (2/2)

Glanz und Elend der Juden in Europa

Fahndung nach einem gelobten Land

Film von Iris Pollatschek

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In den Weiten Podoliens in der heutigen Ukraine lebt im 18. Jahrhundert der arme Synagogendiener Israel Ben Elieser. Er wird zum Begründer der größten Erneuerungsbewegung des Judentums, des Chassidismus. Baal Schem Tov, "Meister des guten Namens", wird er genannt. Gegen ...

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In den Weiten Podoliens in der heutigen Ukraine lebt im 18. Jahrhundert der arme Synagogendiener Israel Ben Elieser. Er wird zum Begründer der größten Erneuerungsbewegung des Judentums, des Chassidismus. Baal Schem Tov, "Meister des guten Namens", wird er genannt. Gegen die rabbinische "Gelehrsamkeit ohne Seele" verordnet er Freude beim Gebet und religiöse Extase. Zahllose Mythen und Legenden ranken sich schon zu Lebzeiten um ihn. Bis heute hat er Anhänger in aller Welt: Tausende pilgern jedes Jahr zu seiner Grabstätte in Miedzyboz, einem verschlafenen Nest in der Ukraine. Der kleine Moses aus Dessau kommt im Jahr 1743 in die aufstrebende Metropole Berlin. Fast alles, was er weiß, hat er sich selbst angeeignet. Als Philosoph und Aufklärer Moses Mendelssohn wird er bekannt. Er ist der erste Jude, den die deutsche Öffentlichkeit wahrnimmt - und bejubelt. Den Juden seiner Zeit ebnet er den Weg aus dem Ghetto in die Mitte der preußischen Gesellschaft. Mendelssohn übersetzt die Thora ins Deutsche, gründet jüdische Freischulen, bringt Juden und Christen zusammen. Sein Freund Gotthold Ephraim Lessing setzt ihm als "Nathan, der Weise" ein literarisches Denkmal. Theodor Herzl erlebt im ausgehenden 19. Jahrhundert die Welt der Belle Epoque. Dem assimilierten Juden in Wien macht erst der erstarkende Antisemitismus schmerzhaft klar, dass die Juden einen eigenen Staat brauchen. Als Staatsmann ohne Volk und Land versucht er, europäische Politiker von seiner Idee zu überzeugen. Seine Verhandlungen, allen voran mit dem deutschen Kaiser Wilhelm II., sind jedoch erfolglos. Bis zu seinem Tod am 3. Juli 1904 kämpft er verbissen für seinen zionistischen Traum, der 44 Jahre und sechs Millionen Tote später mit der Gründung des Staates Israel zur Realität wird.
Im Wechsel von Inszenierungen und dokumentarischen Szenen erweckt der zweiteilige Film sechs historische Zeugen der jüdischen Geschichte Europas zum Leben. Zweiter Teil.


7:30
VPS 07:29

Stereo-Ton16:9 Format

Architektur des Glaubens

Das Haus der Versammlung

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"Architektur des Glaubens" beleuchtet anhand der Gebetshäuser, von der Ausrichtung der Gebäude bis zur Ausstattung der Gebetsräume, die jeweilige Religion und ihre Riten - den jüdischen Glauben am Beispiel der Neuen Synagoge in Dresden. Der Neubau wurde 2001 ...

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"Architektur des Glaubens" beleuchtet anhand der Gebetshäuser, von der Ausrichtung der Gebäude bis zur Ausstattung der Gebetsräume, die jeweilige Religion und ihre Riten - den jüdischen Glauben am Beispiel der Neuen Synagoge in Dresden. Der Neubau wurde 2001 fertiggestellt - mehr als 60 Jahre nach der Zerstörung der alten Synagoge.
Gemeinsam mit 50 Millionen Katholiken und Protestanten leben in Deutschland etwa sechs Millionen Gläubige anderer Religionen, darunter mehr als drei Millionen Muslime, knapp 1,5 Millionen orthodoxe Christen, 250.000 Buddhisten, 110.000 Hindus und ebenso viele Juden. Neben den 50.000 christlichen Kirchen können die Angehörigen anderer Religionen in Synagogen, Moscheen und Tempeln ihre Zentren der sozialen Kommunikation, der kulturellen Besinnung, der Bildung und der Politik finden.


7:45
Stereo-Ton16:9 Format

Alles koscher im Café

Film von Uri Schneider

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Es sind 55 Quadratmeter "Jiddischkeit", wie die Juden sagen würden, so etwas wie jüdisches Herz und jüdische Seele: das Café Bleibergs mitten in Berlin-Charlottenburg. Dort kümmert niemanden besonders, wie normal oder nicht normal jüdisches Leben in Deutschland 60 ...
(ARD/SWR)

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Es sind 55 Quadratmeter "Jiddischkeit", wie die Juden sagen würden, so etwas wie jüdisches Herz und jüdische Seele: das Café Bleibergs mitten in Berlin-Charlottenburg. Dort kümmert niemanden besonders, wie normal oder nicht normal jüdisches Leben in Deutschland 60 Jahre nach dem Holocaust wieder ist, am allerwenigsten die ewig gestresste Chefin des Etablissements. Die heißt Manuela Ramona Gabriela Chaya Ruth Hoffmann-Bleiberg und hatte von Gastronomie keinen Schimmer, als sie vor rund drei Jahren ihr Café eröffnete. Doch heute ist das Café Bleibergs für viele längst ein zweites Zuhause geworden. In seinen südländisch angehauchten Räumen treffen sich alle möglichen einsamen Seelen und skurrilen Gestalten. Da ist etwa Ugi, die mongolische Köchin, die gern behauptet, die "einzige Jüdin aus der Mongolei zu sein". Da ist Stammkunde Boris, ein Autoverkäufer, der heute schon frommer ist als alle anderen, obwohl er noch gar kein Jude ist, sondern erst einer werden will. Da ist auch Rabbiner "Euer Ehren" Jitshak Ehrenberg, der immer ein Auge darauf hat, dass in Manuela Bleibergs Café wirklich alles koscher ist. Nicht zu vergessen Georg, der Antiquitätenhändler und selbsterklärte Gigolo, der im weißen Anzug auf seinem Motorrad durch Berlin düst und nichts so sehr liebt wie die Klezmerabende im Bleibergs. Wenn Jossifs Combo "Klezmer Chidesh", zu Deutsch: das "Klezmerwunder", zum Tanz aufspielt, hält es dort keinen mehr auf den Stühlen.
Uri Schneider hat das Leben und die Leute im Café Bleibergs beobachtet. Herausgekommen ist dabei eine "unorthodoxe Dokumödie", wie er es selbst augenzwinkernd nennt.
(ARD/SWR)


8:15
VPS 13:05

Stereo-Ton16:9 Format

Glaubenswege: Judaismus

Eine Reise zum Berg Mose

Film von Jochen Richter

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Die in München lebende Filmemacherin Vanessa van Houten und ihr Mann Daniel Butt verbringen ihre Hochzeitsreise in Israel. Daniel ist ein Australier jüdischer Abstammung und möchte Vanessa, die für ihn zum Judentum konvertierte, seinen Freunde vorstellen und sie mit ...
(ARD/BR)

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Die in München lebende Filmemacherin Vanessa van Houten und ihr Mann Daniel Butt verbringen ihre Hochzeitsreise in Israel. Daniel ist ein Australier jüdischer Abstammung und möchte Vanessa, die für ihn zum Judentum konvertierte, seinen Freunde vorstellen und sie mit der Geschichte seines Volkes vertraut machen. Ihre Reise führt das Paar von Jerusalem immer weiter zurück in die Geschichte, an die mythischen Orte in der Negev-Wüste, immer tiefer in den Sinai, zum Berg der Verkündigung.
Der Film begleitet das Paar auf seiner Reise.
(ARD/BR)


9:00

Trotzdem Deutsch! (1/4)

Juden in der deutschen Nachkriegskultur

Film von Richard C. Schneider

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer ...
(ARD/BR)

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer Intellektueller und Künstler. Unmittelbar nach dem Krieg waren vor allem sie es, die das Kulturleben in Deutschland wieder in Gang brachten. Das deutsche Kino ist ohne Gyula Trebitsch und Artur Brauner nicht vorstellbar, die deutsche Literaturkritik, das deutsche Theater nicht ohne Peter Zadek, George Tabori und Luc Bondy.
Die vierteilige Reihe befasst sich mit der Rolle, die Juden im deutschen Kulturleben nach dem Zweiten Weltkrieg einnahmen und einnehmen. Mit Archivaufnahmen und in Gesprächen mit Intellektuellen und Künstlern, mit Zeitzeugen und Historikern spannt sie den Bogen vom Kulturleben vor der Machtergreifung durch die Nazis über die unmittelbare Nachkriegszeit zur Situation in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR bis ins neue Jahrtausend.

Die weiteren drei Teile der Reihe "Trotzdem Deutsch!" zeigt 3sat im Anschluss ab 9.45 Uhr.
(ARD/BR)


9:45

Trotzdem Deutsch! (2/4)

Juden in der deutschen Nachkriegskultur

Film von Richard C. Schneider

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer ...
(ARD/BR)

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer Intellektueller und Künstler. Unmittelbar nach dem Krieg waren vor allem sie es, die das Kulturleben in Deutschland wieder in Gang brachten. Das deutsche Kino ist ohne Gyula Trebitsch und Artur Brauner nicht vorstellbar, die deutsche Literaturkritik, das deutsche Theater nicht ohne Peter Zadek, George Tabori und Luc Bondy.
Die vierteilige Reihe befasst sich mit der Rolle, die Juden im deutschen Kulturleben nach dem Zweiten Weltkrieg einnahmen und einnehmen. Mit Archivaufnahmen und in Gesprächen mit Intellektuellen und Künstlern, mit Zeitzeugen und Historikern spannt sie den Bogen vom Kulturleben vor der Machtergreifung durch die Nazis über die unmittelbare Nachkriegszeit zur Situation in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR bis ins neue Jahrtausend.
(ARD/BR)


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10:30

Trotzdem Deutsch! (3/4)

Juden in der deutschen Nachkriegskultur

Film von Richard C. Schneider

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer ...
(ARD/BR)

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer Intellektueller und Künstler. Unmittelbar nach dem Krieg waren vor allem sie es, die das Kulturleben in Deutschland wieder in Gang brachten. Das deutsche Kino ist ohne Gyula Trebitsch und Artur Brauner nicht vorstellbar, die deutsche Literaturkritik, das deutsche Theater nicht ohne Peter Zadek, George Tabori und Luc Bondy.
Die vierteilige Reihe befasst sich mit der Rolle, die Juden im deutschen Kulturleben nach dem Zweiten Weltkrieg einnahmen und einnehmen. Mit Archivaufnahmen und in Gesprächen mit Intellektuellen und Künstlern, mit Zeitzeugen und Historikern spannt sie den Bogen vom Kulturleben vor der Machtergreifung durch die Nazis über die unmittelbare Nachkriegszeit zur Situation in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR bis ins neue Jahrtausend.
(ARD/BR)


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11:15

Trotzdem Deutsch! (4/4)

Juden in der deutschen Nachkriegskultur

Film von Richard C. Schneider

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer ...
(ARD/BR)

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Hilde Domin, Therese Giehse, Fritz Kortner, Friedrich Hollaender: Mit diesen und anderen jüdischen Intellektuellen und Künstlern verbindet sich das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schnell wieder auflebende Geistes- und Kulturleben. Es sind Namen jüdischer Intellektueller und Künstler. Unmittelbar nach dem Krieg waren vor allem sie es, die das Kulturleben in Deutschland wieder in Gang brachten. Das deutsche Kino ist ohne Gyula Trebitsch und Artur Brauner nicht vorstellbar, die deutsche Literaturkritik, das deutsche Theater nicht ohne Peter Zadek, George Tabori und Luc Bondy.
Die vierteilige Reihe befasst sich mit der Rolle, die Juden im deutschen Kulturleben nach dem Zweiten Weltkrieg einnahmen und einnehmen. Mit Archivaufnahmen und in Gesprächen mit Intellektuellen und Künstlern, mit Zeitzeugen und Historikern spannt sie den Bogen vom Kulturleben vor der Machtergreifung durch die Nazis über die unmittelbare Nachkriegszeit zur Situation in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR bis ins neue Jahrtausend.
(ARD/BR)


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12:00
Stereo-Ton

Joseph Schmidt - Geschichte eines kurzen Lebens

Film von Marieke Schroeder

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Joseph Schmidt (1904 - 1942) war in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den 1930er Jahren ein Star des Tonfilms. Mit Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen bezauberte er die Herzen der Deutschen. Auf den Straßen pfiffen die Menschen seine Filmschlager wie "Ein Lied ...

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Joseph Schmidt (1904 - 1942) war in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den 1930er Jahren ein Star des Tonfilms. Mit Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen bezauberte er die Herzen der Deutschen. Auf den Straßen pfiffen die Menschen seine Filmschlager wie "Ein Lied geht um die Welt". Eine Karriere auf der Opernbühne verhinderte jedoch seine Körpergröße von nur 1,52 Metern. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, musste er als Jude fliehen. Seine letzte Station war das Internierungslager Girenbad in der Nähe von Zürich. Dort starb der Sänger mit der "magisch begnadeten Stimme" 1942 im Alter von 38 Jahren.
Der Film begibt sich auf die Spuren dieses kleinen Sängers mit großer Stimme, unter anderem in der Bukowina in Czernowitz, wo Joseph Schmidt seine ersten Auftritte als Kantor hatte, und rekonstruiert seinen glanzvollen Aufstieg und Erfolg mit Ausschnitten aus Spielfilmen und Fotos.


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12:55
Stereo-Ton16:9 Format

Erinnerung 2.0

Henios ungewöhnliches Facebook-Profil

Film von Cornelius Janzen

Erstausstrahlung

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Der Jude Henio ist kein gewöhnlicher Facebook-User. Der polnische Junge ist schon im Jahr 1942, kurz vor seiner Einschulung, in der Nähe der polnischen Stadt Lublin in einem Konzentrationslager gestorben. Jetzt hat ihm ein polnischer Kulturverein mithilfe eines sozialen ...

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Der Jude Henio ist kein gewöhnlicher Facebook-User. Der polnische Junge ist schon im Jahr 1942, kurz vor seiner Einschulung, in der Nähe der polnischen Stadt Lublin in einem Konzentrationslager gestorben. Jetzt hat ihm ein polnischer Kulturverein mithilfe eines sozialen Netzwerks zu neuem Leben verholfen. Für die "Generation Facebook" ist der kleine Henio wichtig geworden. Menschen aus der ganzen Welt kommentieren seine Tagebucheinträge. Die Leute sprechen zu ihm und schicken ihm Nachrichten, doch Henio steht für die Stille einer Welt, die der Holocaust zerstört hat.
Film über eine ungewöhnliche Form des Gedenkens.


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13:05
VPS 08:15

Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Jerusalem am Rhein

Auf den Spuren einer Weltkultur

Film von Dietmar Schulz

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Sie gelten als das "Jerusalem am Rhein". Bei Juden in aller Welt sind sie als Schum-Städte bekannt: Die am Rhein gelegenen Städte Mainz, Worms und Speyer hatten im Mittelalter die wichtigsten Talmudschulen des Abendlands. Sie waren das Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit ...

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Sie gelten als das "Jerusalem am Rhein". Bei Juden in aller Welt sind sie als Schum-Städte bekannt: Die am Rhein gelegenen Städte Mainz, Worms und Speyer hatten im Mittelalter die wichtigsten Talmudschulen des Abendlands. Sie waren das Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit und später ähnlich bedeutsam wie Jerusalem. "Von unseren Lehrern in Mainz, Worms und Speyer ist die Lehre ausgegangen für ganz Israel und darüber hinaus", lobte ein Jerusalemer Rabbiner damals die Schum-Gelehrten. Ihr Wirken wurde Ende des 11. Jahrhunderts unterbrochen, als der damalige Papst zum ersten Kreuzzug gen Jerusalem aufrief. Mit dem Schlachtruf "Taufe oder Tod" zogen christliche Fanatiker durchs Rheinland, bevor sie sich auf den Weg ins Heilige Land machten. Viele Juden in den Schum-Städten weigerten sich, zum Christentum überzutreten und gingen in den Freitod, um nicht in die Hände des aufgehetzten Mobs zu fallen. Bis heute prägen die vor 1.000 Jahren von Schum-Gelehrten verfassten Verordnungen, Gebete und Klagelieder das europäische Judentum. Ein Weltkulturerbe, das auf die Anerkennung durch die UNESCO wartet.
Der Film folgt den Spuren der jüdischen Gelehrten im Rheinland. Neue Computer-Technik und intensive Bauforschung ermöglichen es, 3-D-Rekonstruktionen der mittelalterlichen Synagogen von Speyer und Worms entstehen zu lassen. Ein neuartiger Streifenlicht-Scanner hilft beim Enträtseln von kaum noch lesbaren Inschriften auf jahrhundertealten Grabsteinen des jüdischen Friedhofs in Worms. Wenig bekannte Malereien in mittelalterlichen Gebetssammlungen in Mainz und Worms vermitteln überraschende Einblicke ins Alltagsleben der damaligen jüdischen Gemeinden im Rheinland.


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13:50
Stereo-Ton16:9 Format

"Ich komm nicht von Auschwitz her, ich stamm' aus Wien!"

Ruth Klüger im Portrait

Film von Renata Schmidtkunz

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"Auch von mir melden die Leute, die etwas Wichtiges über mich aussagen wollen, ich sei in Auschwitz gewesen. Aber so einfach ist das nicht, denn was immer Ihr denken mögt: Ich komm' nicht von Auschwitz her, ich stamm' aus Wien!": Mit diesen Worten beschreibt die 1931 in ...
(ORF)

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"Auch von mir melden die Leute, die etwas Wichtiges über mich aussagen wollen, ich sei in Auschwitz gewesen. Aber so einfach ist das nicht, denn was immer Ihr denken mögt: Ich komm' nicht von Auschwitz her, ich stamm' aus Wien!": Mit diesen Worten beschreibt die 1931 in Wien geborene Literaturwissenschafterin Ruth Klüger ihre eigene Identität. Mit ihrer Autobiografie "Weiter leben. Eine Jugend" hat Klüger, die heute in den USA lebt, ihre kurze Kindheit in Wien beschrieben. Eine Kindheit, die nur wenige Jahre friedlich war. Mit einer der letzten Deportationen wurde sie 1942 gemeinsam mit der Mutter zunächst nach Theresienstadt und schließlich nach Auschwitz gebracht. Kurz vor Kriegsende gelang den beiden die Flucht. 1947 emigrierten sie in die USA. Dort studierte Ruth Klüger zunächst Bibliothekswissenschaften, dann Germanistik. 1967 promovierte sie und unterrichtet seither Literaturwissenschaften an der University of California, Irvine, und an der Universität von Göttingen. Im Sommersemester 2003 hielt Ruth Klüger eine Gastprofessur an der Universität Wien.
In Wien begab sich Ruth Klüger gemeinsam mit Renata Schmidtkunz auf Spurensuche: Sie besucht ihr ehemaliges Elternhaus, recherchiert im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands und macht ihre erste Fahrt auf dem Wiener Riesenrad - ein Vergnügen, das ihr als jüdisches Kind im Nazi-Wien versagt geblieben war.
(ORF)


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14:35
Stereo-Ton16:9 Format

Gefillte Fisch und Baba Ganusch - Eine jüdische Kochshow

Film von Helene Maimann

(aus der ORF-Reihe "Kreuz & Quer")

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Wie hängt Essen mit Religion zusammen?
Der Film nähert sich dem Judentum aus kulinarischer Sicht und stellt vom traditionellen ostjüdischen Festmahl über Gefillte Fisch bis hin zum Wiener Schnitzel, zubereitet von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, die jüdische ...
(ORF)

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Wie hängt Essen mit Religion zusammen?
Der Film nähert sich dem Judentum aus kulinarischer Sicht und stellt vom traditionellen ostjüdischen Festmahl über Gefillte Fisch bis hin zum Wiener Schnitzel, zubereitet von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, die jüdische Küche vor. Psychologin Ruth Werdigier bringt ihre Sicht ein - und erzählt Anekdoten, denn wie über sonst so Vieles machen die Juden auch über ihre Küche Witze.
(ORF)


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15:15
Stereo-Ton16:9 Format

Matchmaker - Auf der Suche nach dem koscheren Mann

Dokumentarfilm von Gabrielle Antosiewicz, Schweiz 2006

Länge: 71 Minuten

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Im Selbstversuch macht sich Regisseurin Gabrielle Antosiewicz auf die Suche nach dem perfekten Partner. Um gleich auch die Handfertigkeiten der Kandidaten zu testen, bittet sie die jungen Männer in ihre Küche und bäckt mit ihnen das traditionelle Brot für Sabbat - mit ...

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Im Selbstversuch macht sich Regisseurin Gabrielle Antosiewicz auf die Suche nach dem perfekten Partner. Um gleich auch die Handfertigkeiten der Kandidaten zu testen, bittet sie die jungen Männer in ihre Küche und bäckt mit ihnen das traditionelle Brot für Sabbat - mit ganz unterschiedlichen Resultaten. Unterschiedlich sind auch die Einsichten über Religion, Tradition und Partnerschaft, die sie dabei gewinnt. Diese humorvollen Dates bilden den Erzählrahmen, in den drei Familienporträts eingebettet sind: Da ist die orthodoxe Mutter, die über die Stellung der Frau im Judentum philosophiert, ohne dabei den Besen aus der Hand zu legen. Der Vater einer liberalen Familie versucht, sein Judentum mit seinem vorwiegend nichtjüdischen Alltag zu kombinieren. Der ultraorthodoxe Käsehändler geht völlig in der Tradition auf, sieht aber trotzdem gewisse Gefahren in ihr: Judentum bedeutet viele Hochzeiten, und Hochzeiten werden mit viel gutem Essen gefeiert. Das schlägt natürlich auf die Linie.
Diese drei Porträts bewegen sich nebeneinander, zeigen die Diversität Schweizerischen Judentums und die Fremdheit, welche die einzelnen Strömungen füreinander empfinden. Im Vordergrund stehen immer die Partnersuche und die Liebe. Hier zeigt sich plötzlich eine gewisse Einigkeit: Wie jede Minderheit sehen auch die Juden in der Diaspora die Kontinuität von Religion, Tradition und Kultur nur durch die Weitergabe dieser Werte an die nächste Generation als gewährleistet an. Mit anderen Worten: Der Partner sollte jüdisch sein. Alle drei Familien bewegen sich vor der Kamera mit einer Offenheit, die beeindruckt.


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16:25

Die Judenschublade

Dokumentarfilm von Margarethe Mehring-Fuchs

und Stephan Lauer, Deutschland 2006

Länge: 60 Minuten

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"Ich bin Jüdin, und wegen mir soll es jeder wissen, aber wenn es jemand nicht weiß, ist es auch egal. Ich bin Jüdin, aber ich heiße Sharons Politik nicht gut, mein Vater trägt keinen schwarzen Kaftan und ich mache meine Freunde, die so alt sind wie ich, nicht für den ...
(ARD/SWR)

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"Ich bin Jüdin, und wegen mir soll es jeder wissen, aber wenn es jemand nicht weiß, ist es auch egal. Ich bin Jüdin, aber ich heiße Sharons Politik nicht gut, mein Vater trägt keinen schwarzen Kaftan und ich mache meine Freunde, die so alt sind wie ich, nicht für den Holocaust verantwortlich. Stellt mir Fragen, aber hört nicht auf, über Michel Friedmann zu lästern, nur weil ich ins Zimmer komme. Man wird so oft in eine Schublade gesteckt. Die Judenschublade. Es gibt so viele junge Juden in Deutschland, die passen da nicht alle rein. Sie sind so anders als ich. Sie sind wie Ihr: unterschiedlich. Manche wählen SPD, andere FDP. Manche studieren Informatik, andere Philosophie. Manche trinken Kaffee, andere Bier. Manche gehen regelmäßig in die Synagoge, andere sind noch nie in einer gewesen. Manche sind junge Juden, aber andere würden sagen, sie sind junge Menschen, die zufällig noch jüdisch sind. Schubladen passen da nicht."
Mit diesen Worten der 24-jährigen Schriftstellerin Lena Gorelik beginnt "Die Judenschublade", ein Dokumentarfilm über junge Juden in Deutschland. Die Jugendlichen äußern im Film ungeschminkt ihre Meinung und nehmen mit auf eine Reise in das vielfältige Leben junger Juden in Deutschland. Ein Leben, das anders ist, als die meisten es erwarten.
(ARD/SWR)


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17:25
Stereo-Ton16:9 Format

Mazel Tov

Dokumentarfilm von Mischka Popp und Thomas Bergmann,

Deutschland 2009

Länge: 91 Minuten

Erstausstrahlung

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Als die UdSSR 1990 die Grenzen öffnete, verließen Hunderttausende Juden das Land. Viele gingen nach Deutschland. Sie haben mit ihrer Mentalität und ihren Erfahrungen die jüdischen Gemeinden neu belebt, stellten diese jedoch auch vor große Probleme: Diejenigen, die die ...

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Als die UdSSR 1990 die Grenzen öffnete, verließen Hunderttausende Juden das Land. Viele gingen nach Deutschland. Sie haben mit ihrer Mentalität und ihren Erfahrungen die jüdischen Gemeinden neu belebt, stellten diese jedoch auch vor große Probleme: Diejenigen, die die jüdischen Gemeinden in Deutschland nach 1945 wieder aufgebaut hatten, waren Holocaust-Überlebende, die ihr Misstrauen den Deutschen, dem "Tätervolk" gegenüber, nie ganz überwunden haben. Die "Russen" kamen mit dem Bewusstsein, Deutschland von den Nazis befreit zu haben. Mentalitäten prallten aufeinander, zumal die Zuwanderer häufig atheistisch waren. In der UdSSR war ihre Religion verboten. Dalia Moneta, Leiterin der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt, hat sich unermüdlich für die Integration der Neuankömmlinge eingesetzt. Sie weiß von den Konflikten zu berichten und ist den "Russen" zugleich mit Interesse für deren bewegende Lebensgeschichten begegnet.
Der Film des renommierten, vielfach ausgezeichneten Frankfurter Autorenpaars Mischka Popp und Thomas Bergmann vermittelt eine neue Perspektive auf jüdisches Leben heute und das Verhältnis von Russen zu Deutschland. "Mazel Tov" hat beim 16. Jewish Film Festival Berlin 2010 den Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik gewonnen.


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:10
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit extra: Alles koscher. Jüdisches Leben

Film von Wolfgang Aull und Markus Dillmann

Erstausstrahlung

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Berlin, Frankfurt, Wien und Zürich: Vier Städte, viermal jüdisches Leben. Was bewegt die jüdischen Gemeinden? Vor welchen Herausforderungen und Problemen stehen sie? Wie haben sich die Gemeinden in den letzten Jahren verändert, und welche Folgen hat das?
Die ...

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Berlin, Frankfurt, Wien und Zürich: Vier Städte, viermal jüdisches Leben. Was bewegt die jüdischen Gemeinden? Vor welchen Herausforderungen und Problemen stehen sie? Wie haben sich die Gemeinden in den letzten Jahren verändert, und welche Folgen hat das?
Die "Kulturzeit extra"-Moderatoren Tina Mendelsohn, Cécile Schortmann, Ernst A. Grandits und Andrea Meier stellen die jüdische Kultur dieser Städte vor. Sie begegnen interessanten Persönlichkeiten und ganz unterschiedlichen Lebensstilen. Mit ihren Gästen sprechen sie über Zugehörigkeit und Identität und suchen nach Perspektiven für die jüdischen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Alles auf Zucker

Fernsehfilm, Deutschland 2004

Darsteller:
ZuckerHenry Hübchen
MarleneHannelore Elsner
SamuelUdo Samel
GoldaGolda Tencer
ThomasSteffen Groth
u.a.
Buch: Dani Levy
Buch: Holger Franke
Regie: Dani Levy
Länge: 87 Minuten

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Jakob Zuckermann ein Jude? "Mit dem Club habe ich nichts zu tun", verkündet Jaeckie Zucker voller Inbrunst. Doch da irrt er sich, denn dem zu DDR-Zeiten beliebten Sportreporter und Lebemann steht das Wasser bis zum Hals. Der Gerichtsvollzieher droht mit Knast, seine Frau ...
(ARD/WDR/BR)

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Jakob Zuckermann ein Jude? "Mit dem Club habe ich nichts zu tun", verkündet Jaeckie Zucker voller Inbrunst. Doch da irrt er sich, denn dem zu DDR-Zeiten beliebten Sportreporter und Lebemann steht das Wasser bis zum Hals. Der Gerichtsvollzieher droht mit Knast, seine Frau Marlene mit Scheidung. Für den gewitzten Billardspieler gibt es nur noch eine Hoffnung: das mit 100.000 Euro dotierte European Pool Turnier. Doch unmittelbar vor Turnierbeginn stirbt Jaeckies Mutter. Ihr Testament hält eine besondere Überraschung parat: Das Erbe fällt ihnen nur dann zu, wenn sich die seit über 40 Jahren verfeindeten Brüder Samuel und Jakob versöhnen und samt ihrer Familien das jüdische Gesetz einhalten und sieben Tage strengste Totenwache halten. Während Marlene einen Crashkurs in Sachen jüdischer Tradition absolviert und die orthodoxe Verwandtschaft mit koscheren Häppchen versorgt, hat Jaeckie ein ganz anderes Problem: Das Billardturnier wurde soeben eröffnet.
Voller Witz und Ironie beschreibt Dani Levy den temporeichen Hürdenlauf seines Helden Jaeckie Zucker. "Alles auf Zucker" ist eine unorthodoxe Familienkomödie, die liebevoll vom Zusammenprall der Kulturen, von alten Freundschaften und neuen Lieben erzählt.
(ARD/WDR/BR)


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21:40
Stereo-Ton16:9 Format

Himmlische Lust und koscherer Sex

oder: Was Sie schon immer über Liebe und Ehe bei den

Juden wissen wollten

Film von Helene Maimann
(aus der ORF-Reihe "Kreuz & Quer")

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Im Judentum ist ein erfülltes Liebesleben ein Gebot - allerdings nur innerhalb der Ehe. Sexualität dient nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch der Lust, dem Vergnügen. Die Frau hat, ebenso wie der Mann, ein verbrieftes Recht darauf. Das hat Auswirkungen auf die ...
(ORF)

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Im Judentum ist ein erfülltes Liebesleben ein Gebot - allerdings nur innerhalb der Ehe. Sexualität dient nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch der Lust, dem Vergnügen. Die Frau hat, ebenso wie der Mann, ein verbrieftes Recht darauf. Das hat Auswirkungen auf die gesamte jüdische Kultur, auch auf die säkularisierte.
Der Film stellt die Haltung der Juden zu Liebe und Sex vor: Thematisiert werden unter anderem die Rolle der Sexualität in der Thora sowie die Bräuche rund um Eheschließung und Hochzeit.
(ORF)


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22:25
Dolby-Digital AudioDolby-Digital 5.1 Audio16:9 FormatVideotext Untertitel

Alles ist erleuchtet

(Everything Is Illuminated)

Spielfilm, USA 2005

Darsteller:
AlexEugene Hutz
Jonathan Safran FoerElijah Wood
ListaLaryssa Lauret
GroßvaterBoris Leskin
u.a.
Regie: Liev Schreiber
Länge: 101 Minuten

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Jonathan ist ein amerikanischer Jude, der ein obsessives Verhältnis zur Vergangenheit seiner Familie pflegt. Pedantisch sammelt er Objekte, die als "letzte Zeugen" von seinen Vorfahren künden. Als er am Sterbebett seiner Großmutter ein altes Foto überreicht bekommt, ...

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Jonathan ist ein amerikanischer Jude, der ein obsessives Verhältnis zur Vergangenheit seiner Familie pflegt. Pedantisch sammelt er Objekte, die als "letzte Zeugen" von seinen Vorfahren künden. Als er am Sterbebett seiner Großmutter ein altes Foto überreicht bekommt, auf dem sein Großvater und eine Frau namens Augustina abgebildet sind, beschließt Jonathan, in die Ukraine zu reisen: auf den Spuren seines toten Großvaters und der Frau, die ihn vor den Nazis gerettet haben soll. Als Reiseleiter und Dolmetscher engagiert er Alex von der "Jewish Heritage Tours", die sich darauf spezialisiert hat, amerikanische Juden durch das Land ihrer Vorfahren zu chauffieren. Alex empfängt Jonathan gemeinsam mit seinem Großvater, einem leidenschaftlichen Antisemiten, der aus unerfindlichen Gründen behauptet, blind zu sein. Mit von der Partie ist außerdem die "Blindenhündin" Sammy Davis jr. jr., die sich umgehend auf den Hundehasser Jonathan stürzt. Als der zugeknöpfte Jonathan nach einigen Abenteuern schließlich auf ein kleines Haus in einem Sonnenblumenfeld stößt, findet er darin inmitten unzähliger Erinnerungsstücke eine sehr alte Frau: die letzte Hüterin der Erinnerung an das tragische Ende des Örtchens Trachimbrod während des Zweiten Weltkriegs.
Mit Jonathan Safran Foers Roman "Alles ist erleuchtet" wählte der amerikanische Schauspieler Liev Schreiber als Vorlage für sein Regiedebüt 2005 einen literarischen Welterfolg, der auf den ersten Blick unverfilmbar scheint. Doch mit dem Mut zur Auslassung und Ex-Hobbit Elijah Wood in der Hauptrolle gelang ihm ein wunderbares Roadmovie. Schwarzer Humor und die Melancholie der Erinnerung an eine schreckliche Vergangenheit sind die erzählerischen Grundmotive dieser Literaturverfilmung.


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0:10
Stereo-Ton16:9 Format

Wie lacht es sich als Jude?

Georg Kreisler trifft Oliver Polak

Film von Benjamin Hensler

Erstausstrahlung

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Sie trennen mehrere Generationen, doch sie verbindet der Humor: Georg Kreisler, Jahrgang 1922, und Oliver Polak, Jahrgang 1976. Kreisler, 1938 als 16-Jähriger vor den Nazis in die USA geflohen, knüpft in seinen Texten und Liedern an die Tradition jüdischer Kabarettisten ...

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Sie trennen mehrere Generationen, doch sie verbindet der Humor: Georg Kreisler, Jahrgang 1922, und Oliver Polak, Jahrgang 1976. Kreisler, 1938 als 16-Jähriger vor den Nazis in die USA geflohen, knüpft in seinen Texten und Liedern an die Tradition jüdischer Kabarettisten an - hintergründig, witzig und oft auch mit makaberem Humor. Oliver Polak, aufgewachsen in der einzigen jüdischen Familie in Papenburg, erzählt in seinen Bühnenprogrammen die Biografie seiner Generation. Im Rahmen der jüdischen Kulturtage Berlin (26.8. -5.9.2010) treten sie gemeinsam auf.
3sat porträtiert die beiden Humoristen und fragt: "Wie lacht es sich als Jude, Herr Kreisler, Herr Polak?" Getreu dem Motto Paul Spiegels, des früheren Zentralratsvorsitzenden der Juden in Deutschland: "Jüdischer Humor war und ist die schönste Waffe der Minderheit."


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0:25
Stereo-Ton16:9 Format

Amsterdam Klezmer Band live at Lowlands

Niederlande 2009

Erstausstrahlung

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Die Amsterdam Klezmer Band experimentiert gerne: Die 1996 gegründete Gruppe vermischt traditionelle Klezmer-Melodien und -lieder mit osteuropäischen Einflüssen und Jazzelementen. Die Band schreibt die meisten der Lieder selbst, interpretiert aber auch traditionelles ...

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Die Amsterdam Klezmer Band experimentiert gerne: Die 1996 gegründete Gruppe vermischt traditionelle Klezmer-Melodien und -lieder mit osteuropäischen Einflüssen und Jazzelementen. Die Band schreibt die meisten der Lieder selbst, interpretiert aber auch traditionelles jüdisches und osteuropäisches Liedgut neu.
3sat zeigt Ausschnitte des Auftritts der Amsterdam Klezmer Band vom Lowland-Festival 2009.


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0:55
Stereo-Ton16:9 Format

Shantel live at Roskilde

Dänemark 2010

Erstausstrahlung

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Shantel heißt eigentlich Stefan Hantel. Der Frankfurter Musiker ist mit seinem "Bucovina-Club" mittlerweile einer der populärsten Vertreter des sogenannten Balkan-Pops. Eine wichtige Inspiration ist dabei der kosmopolitische Stil- und Völkermix der Bukowina, ...

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Shantel heißt eigentlich Stefan Hantel. Der Frankfurter Musiker ist mit seinem "Bucovina-Club" mittlerweile einer der populärsten Vertreter des sogenannten Balkan-Pops. Eine wichtige Inspiration ist dabei der kosmopolitische Stil- und Völkermix der Bukowina, insbesondere der alten Hauptstadt Czenowitz. Shantel beruft sich explizit auf die jüdisch-deutschen Vorbilder Paul Celan, Rose Ausländer, Selma Meerbaum-Eisinger und Josef Schmidt. Seine Musik verbindet klassische Klezmer-Elemente mit Beats, Ska und Balkansound. Unter anderem wirkte er auch an der Filmmusik von Dany Levis Kinofilm "Alles auf Zucker" mit.
3sat überträgt Ausschnitte von Shantels Auftritt beim Roskilde-Festival 2010.


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1:40
Stereo-Ton16:9 Format

Aviv Geffen live

Deutschland 2010

Erstausstrahlung

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Aviv Geffen ist einer der populärsten Popmusiker Israels. Er engagiert sich für einen echten Frieden zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten. Am 4. November 1995 trat er vor Tausenden von Menschen auf jener Friedenskundgebung in Tel Aviv auf, bei der ...

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Aviv Geffen ist einer der populärsten Popmusiker Israels. Er engagiert sich für einen echten Frieden zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten. Am 4. November 1995 trat er vor Tausenden von Menschen auf jener Friedenskundgebung in Tel Aviv auf, bei der Jitzchak Rabin nach seiner Friedensrede ermordet wurde. Geffen stand damals nur vier Meter vom Geschehen entfernt. Er bezeichnet seitdem den Augenblick des Attentats als "dramatischsten Moment seines Lebens", der ihn zum Friedensaktivisten werden ließ. Erlebnisse wie dieses hat Geffen in mehreren Songs verarbeitet. 2010 hat er Nena als Vorband auf deren Tour begleitet.
3sat zeigt Ausschnitte aus diesem Konzert.


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2:10
Stereo-Ton16:9 Format

Kaffeefahrt ins heilige Land

Junge Juden entdecken Israel

Film von Julia Theres Held

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Einmal im Leben nach Israel - organisiert und kostenfrei: Jeder Jugendliche jüdischen Glaubens hat das Recht, auf diese Weise das heilige Land kennenzulernen.
Der Film begleitet eine Gruppe deutscher Juden, die mit der Organisation "Birthright" das erste Mal nach ...

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Einmal im Leben nach Israel - organisiert und kostenfrei: Jeder Jugendliche jüdischen Glaubens hat das Recht, auf diese Weise das heilige Land kennenzulernen.
Der Film begleitet eine Gruppe deutscher Juden, die mit der Organisation "Birthright" das erste Mal nach Israel kommen. Mit dem Bus von Jerusalem über das Tote Meer bis nach Tel Aviv lernen sie ein Land kennen, von dem ihnen schon ihre Großeltern erzählt haben. Ein Land, in dem sie nie waren und das für sie doch immer auch eine Art zweiter Heimat war. Wie erleben sie dieses Land, ihre geistige und religiöse Heimat, wenn sie es dann wirklich kennenlernen?


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2:25
Stereo-Ton16:9 Format

Ein bißchen meschugge?

Geschichten von der Klagemauer

Film von Uri Schneider

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Hätte er einen roten Mantel, sähe er mit seinem weißen Rauschebart und seinem kugelrunden Bauch eher aus wie der Weihnachtsmann. Doch Mordechai Halevy nennt sich selbst stolz den "Klagemauermann". Gute 70 Jahre ist er vermutlich alt, behauptet selbst aber, er sei "so um ...
(ARD/SWR)

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Hätte er einen roten Mantel, sähe er mit seinem weißen Rauschebart und seinem kugelrunden Bauch eher aus wie der Weihnachtsmann. Doch Mordechai Halevy nennt sich selbst stolz den "Klagemauermann". Gute 70 Jahre ist er vermutlich alt, behauptet selbst aber, er sei "so um die 60" und pilgert seit 35 Jahren jeden Tag an die Klagemauer, egal ob in der brütenden Sommerhitze, ob bei Regen oder Schnee. Die Klagemauer, die letzte noch stehende Wand des vor 2.000 Jahren zerstörten jüdischen Tempels, ist für viele Juden der Ort, an dem Gott wohnt. Sein Briefkasten quillt über, denn täglich stecken Gläubige Hunderte von handgeschriebenen Bitten und Gebeten in die Mauerritzen. Manche schicken sogar Briefe an Gott, postlagernd an die Klagemauer. Diese landen in einem Jerusalemer Postamt und werden zweimal im Jahr zur Klagemauer gebracht. Für manch einen ist die Klagemauer auch der Arbeitsplatz. Der amerikanische Rabbiner Jay Karzen lebt in Jerusalem und feiert gegen Honorar Bar-Mitzwas an der Klagemauer, so etwas wie jüdische Konfirmationsfeiern. Seine Kunden kommen aus aller Welt. Es sind so viele, dass ihn die Tageszeitung "Jerusalem Post" unlängst zum "Bar-Mitzwa-König" ernannt hat. Rabbiner Karzen zahlt mit religiösem Rummel an der Klagemauer seine Miete. Andere haben weniger irdische Motive, versuchen sich einen besseren Platz im Himmel zu sichern, oder sie bauen gleich handfest am "dritten Tempel", in den später der Messias einziehen soll.
Uri Schneider, israelischer Filmautor mit deutschen Wurzeln, hat das Leben an einer der heiligsten Stätten der Welt festgehalten.
(ARD/SWR)


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2:55
Stereo-Ton16:9 Format

Fremde Kinder: Die Welt gehört Chaim

Dokumentarfilm von Benjamin Cantu, Deutschland 2007

Länge: 29 Minuten

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Der 13-jährige Chaim Paskez lebt mit seinen Eltern und vier jüngeren Schwestern in Budapest. Seine Familie gehört zu den wenigen noch streng orthodox lebenden Juden der Stadt. Obwohl die jüdische Gemeinde Budapests heute wieder wachsende Mitgliederzahlen verzeichnet ...

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Der 13-jährige Chaim Paskez lebt mit seinen Eltern und vier jüngeren Schwestern in Budapest. Seine Familie gehört zu den wenigen noch streng orthodox lebenden Juden der Stadt. Obwohl die jüdische Gemeinde Budapests heute wieder wachsende Mitgliederzahlen verzeichnet und immer mehr junge Juden zu ihren Wurzeln zurückfinden, bleibt ein Aufblühen der orthodoxen Gemeinde aus. Chaim nimmt seinen Glauben sehr ernst, ihn zu praktizieren, sieht er als seinen wichtigsten Lebensinhalt an. Jeden Morgen fährt er mit seinem Vater Zev schon vor Sonnenaufgang in die Synagoge zum gemeinsamen Morgengebet. Erst danach geht Chaim, wie alle anderen Kinder, in die Schule. Den Nachmittag verbringt der Junge im orthodoxen Gemeindezentrum im ehemaligen jüdischen Ghetto der Stadt, um den Talmud zu studieren. Chaim hat sich entschlossen, ein jüdisches Jungenkolleg zu besuchen, um weitere Fortschritte machen zu können. Die für ihn erreichbare nächste "Jeshiwa" befindet sich jedoch 300 Kilometer von zu Hause entfernt in Wien. Das heißt für den Jungen, die Geborgenheit der Familie, insbesondere die Verbundenheit mit seinem Vater, aufzugeben und sich ganz der Ausübung seines Glaubens zu widmen.
Benjamin Cantu, der selbst aus einer jüdischen Familie stammt, hat Chaim ein halbes Jahr lang mit der Kamera begleitet. Durch seine natürliche und unbeirrte Art gewährte Chaim Einblick in den Alltag seines jüdisch-orthodoxen Lebens. Benjamin Cantu wurde 1978 in Budapest geboren. Von 2000 bis 2003 absolvierte er ein Studium im Fachbereich Animation an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, daran schloss sich bis 2006 ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin an. Neben mehreren kurzen Dokumentarfilmen drehte Benjamin Cantu 2006 für ZDF/Arte den Film "Die Dohány Synagoge".

"Die Welt gehört Chaim" ist ein Beitrag der 3sat-Dokumentarfilmreihe "Fremde Kinder", die sich Jungen und Mädchen bis zu 14 Jahren aus allen Ländern der Welt in ihren oftmals schwierigen Lebenssituationen widmet, für sie Partei ergreift und ihnen eine Stimme verleiht.


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3:25
Stereo-Ton16:9 Format

Religionen in Deutschland

Davids Kinder

Film von Anabel Münstermann

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Am achten Tag wird Avitall Gerstätter, getreu der jüdischen Tradition, ihren zweiten Sohn beschneiden lassen. Mit den Worten: "Baruch ha ba" - "gesegnet sei der, der da kommt" - wird der Rabbiner das Kind in der jüdischen Gemeinschaft empfangen und ihm seinen Namen ...

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Am achten Tag wird Avitall Gerstätter, getreu der jüdischen Tradition, ihren zweiten Sohn beschneiden lassen. Mit den Worten: "Baruch ha ba" - "gesegnet sei der, der da kommt" - wird der Rabbiner das Kind in der jüdischen Gemeinschaft empfangen und ihm seinen Namen verleihen. Die "Brit mila", die Beschneidung, ist religiöse Pflicht und Zeichen der Gemeinschaft mit dem jüdischen Volk. Avitall Gerstätter, Deutschlands erste und einzige Kantorin, stammt aus einer traditionell jüdischen Familie. Aufgewachsen und studiert in Berlin, ausgebildet in Jerusalem und New York, versteht sie sich als Repräsentantin eines liberalen Judentums. Ihren Söhnen hofft sie eine selbstständige religiöse Identität und ein konfessionelles Selbstbewusstsein vermitteln zu können. Die 30-jährige Schauspielerin Melanie Herbe erlebte das offene Miteinander zweier Religionen in ihrem Elternhaus. Der Vater folgte der jüdischen, die Mutter der christlichen Tradition. Als Kind lernte sie Feste und Rituale beider Konfessionen kennen. Für Melanie begann eine Suche nach dem eigenen religiösen Selbstverständnis. 2008 trat sie als aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde bei. Inzwischen ist sie schwanger und dankbar, dass sie ihrem Kind eine religiöse Zugehörigkeit anbieten kann. Misha Yantian wird am 20. Juni erstmals in traditionellem Gewand die Tora öffentlich verlesen. Er besucht ein staatliches Berliner Gymnasium. Seine Mitschüler wissen wenig von der Bedeutung der Bar-Mizwa, mit der ein jüdischer Knabe die religiöse Mündigkeit erlangt, und können daher seine Aufregung und Vorfreude kaum teilen.
Wie leben religiöse Menschen in Deutschland im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne? Wie unterschiedlich wird der Glauben im Alltag gelebt? Der Film wirft einen Blick auf die mit der Kindheit verbundenen, religiösen Rituale.


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3:40
Stereo-Ton16:9 Format

Spitzel in der Synagoge - Die DDR und die Juden

mit Guido Knopp

Film von Dietmar Schulz
(aus der Reihe "ZDF-History")

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Die Stasi hatte sie ständig unter Kontrolle. In ihren Synagogen saßen Spitzel unter den Betenden, in ihren Gemeinden arbeiteten Informelle Mitarbeiter der Staatssicherheit. Die Juden in der DDR waren der SED besonders suspekt, weil sie Kontakte in den Westen hatten oder ...

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Die Stasi hatte sie ständig unter Kontrolle. In ihren Synagogen saßen Spitzel unter den Betenden, in ihren Gemeinden arbeiteten Informelle Mitarbeiter der Staatssicherheit. Die Juden in der DDR waren der SED besonders suspekt, weil sie Kontakte in den Westen hatten oder mit Israel sympathisierten. Aus Furcht vor Verhaftung durch die Stasi flohen Anfang der 1950er Jahre mehrere Tausend Juden aus der DDR in den Westen. Die Juden, die blieben, passten sich an. Die jüdischen Gemeinden führten fortan ein Schattendasein. Am Ende der DDR zählten sie nur noch 380 Mitglieder. Im Gegensatz zur Bundesrepublik lehnte die DDR Entschädigungszahlungen an Holocaust-Überlebende und den Staat Israel kategorisch ab. 1988 änderte sich dies überraschend: SED-Chef Erich Honecker "entdeckte" die jüdischen Bürger seines Staates, um sich in Amerika beliebt zu machen. Er hoffte auf eine Einladung ins Weiße Haus in Washington und auf mehr Handel mit dem "Klassenfeind". Honecker stellte sogar Entschädigungszahlungen an Holocaust-Überlebende in Aussicht und bot Israel die Aufnahme diplomatischer Beziehungen an.
Der Film aus der Reihe "ZDF-History" zeigt, wie die SED die Überlebenden des Holocaust in ihrem Staat drangsalierte und als "Opfer zweiter Klasse" behandelte. Dokumente der Gemeinden und der SED-Führung belegen: In der DDR gab es weitaus mehr Judenfeindlichkeit als bisher bekannt ist.


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4:30
Stereo-Ton16:9 Format

Zwischen Tradition und Zukunft

Der Weg zur Rabbinerin

Ein Film von Andrea Meuser

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Die 1962 in Düsseldorf geborene Elisa Klapheck ist eine von drei Rabbinerinnen in Deutschland und bekleidet heute das Amt sowohl in Amsterdam als auch in Frankfurt am Main. Sie studierte Politikwissenschaft und arbeitete bis 2004 als Redakteurin und Journalistin. ...

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Die 1962 in Düsseldorf geborene Elisa Klapheck ist eine von drei Rabbinerinnen in Deutschland und bekleidet heute das Amt sowohl in Amsterdam als auch in Frankfurt am Main. Sie studierte Politikwissenschaft und arbeitete bis 2004 als Redakteurin und Journalistin. Zeitweise war sie als Chefredakteurin des Gemeindeblattes der Jüdischen Gemeinde "Jüdisches Berlin" tätig. Im Mai 1999 gründete sie gemeinsam mit Rachel Monika Herweg und Lara Dämmig die internationale Konferenz für Rabbinerinnen, Kantorinnen und jüdische Gelehrte. Elisa Klapheck setzt sich im Rahmen der jüdischen Frauenorganisation "Bet Debora - Frauenperspektiven im Judentum" sowie anderen jüdischen Initiativen stark für die Erneuerung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa ein. Im Januar 2004 erhielt sie durch das "Aleph Rabbinic Programm", ihre Smicha als Rabbinerin, wie die Ordination im jüdischen Glauben heißt.
Der Film stellt Elisa Klapheck vor.



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5:35
Stereo-Ton16:9 Format

Architektur des Glaubens

Das Haus der Versammlung

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"Architektur des Glaubens" beleuchtet anhand der Gebetshäuser, von der Ausrichtung der Gebäude bis zur Ausstattung der Gebetsräume, die jeweilige Religion und ihre Riten - den jüdischen Glauben am Beispiel der Neuen Synagoge in Dresden. Der Neubau wurde 2001 ...

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"Architektur des Glaubens" beleuchtet anhand der Gebetshäuser, von der Ausrichtung der Gebäude bis zur Ausstattung der Gebetsräume, die jeweilige Religion und ihre Riten - den jüdischen Glauben am Beispiel der Neuen Synagoge in Dresden. Der Neubau wurde 2001 fertiggestellt - mehr als 60 Jahre nach der Zerstörung der alten Synagoge.
Gemeinsam mit 50 Millionen Katholiken und Protestanten leben in Deutschland etwa sechs Millionen Gläubige anderer Religionen, darunter mehr als drei Millionen Muslime, knapp 1,5 Millionen orthodoxe Christen, 250.000 Buddhisten, 110.000 Hindus und ebenso viele Juden. Neben den 50.000 christlichen Kirchen können die Angehörigen anderer Religionen in Synagogen, Moscheen und Tempeln ihre Zentren der sozialen Kommunikation, der kulturellen Besinnung, der Bildung und der Politik finden.

Sendeende: 5:50 Uhr