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November 2017
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Sonntag, 1. August
Programmwoche 31/2010
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6:10
schwarz-weiss monochrom

Die missbrauchten Liebesbriefe

Spielfilm, Schweiz 1940

Nach der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller

Darsteller:
Viggi StörtelerAlfred Rasser
Gritli StrötelerAnne-Marie Blanc
WilhelmPaul Hubschmid
AnneliElsie Attenhofer
Kätter AmbachMathilde Danegger
SchulpflegerHeinrich Gretler
u.a.
Buch: Richard Schweizer
Buch: Horst Budjuhn
Buch: Kurt Guggenheim
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 88 Minuten

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Viggi Störteler, der unter dem Pseudonym Kurt von Walde literarische Produkte publiziert, muss für vier Monate nach Berlin reisen. Aus diesem Anlass plant er einen "Briefwechsel zweier Zeitgenossen: Kurt - Alwina". Dafür schreibt er seiner Frau Gritli einen ...

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Viggi Störteler, der unter dem Pseudonym Kurt von Walde literarische Produkte publiziert, muss für vier Monate nach Berlin reisen. Aus diesem Anlass plant er einen "Briefwechsel zweier Zeitgenossen: Kurt - Alwina". Dafür schreibt er seiner Frau Gritli einen geschwollenen Liebesbrief, den sie geistreich beantworten soll. Weil sich die Überforderte nicht anders zu helfen weiß, greift sie zu einer List: Sie schreibt Viggis Brief ab, unterzeichnet mit ihrem Namen und steckt ihn kommentarlos dem jungen Dorflehrer Wilhelm zu. Der glaubt an eine Romanze und antwortet prompt. Sein Antwortbrief geht mit Gritlis Handschrift nach Berlin. Weitere Liebespostillen folgen. Viggi Störteler ist entzückt über die Begabung seiner Frau - bis er nach der Rückkehr dem wahren Verfasser auf die Schliche kommt.
Der Spielfilm "Die missbrauchten Liebesbriefe" basiert auf einer Geschichte aus Gottfried Kellers Novellensammlung "Die Leute von Seldwyla". Regisseur Leopold Lindtberg gelang eine ebenso filmische wie stimmige Umsetzung der charmant-witzigen literarischen Vorlage. Auf der Biennale in Venedig wurde das Werk 1940 ausgezeichnet. 3sat zeigt "Die missbrauchten Liebesbriefe" in einer restaurierten Fassung.

3sat beschäftig sich am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, unter dem Motto "Hat die Zukunft eine Schweiz?" 24 Stunden lang mit dem eidgenössischen Nachbarland und präsentiert ab 6.10 Uhr zahlreiche Reportagen, Dokumentationen und Spielfilme, die sich auf besondere Weise mit der Schweizer Gesellschaft und Kultur beschäftigen.


7:40
Stereo-Ton16:9 Format

Mysteriöse Schweiz - Untote und "Die grüne Fee"

Film von Jürg Neuenschwander und Nicolas Pallay

(aus der SF-Reihe "Mysteriöse Schweiz")

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Eigentlich sind sie tot, aber sie können die Lebenden noch nicht loslassen. Diese verirrten Seelen machen mit seltsamen Zeichen, die kaum jemand zu deuten weiß, auf sich aufmerksam.
In dem Film "Mysteriöse Schweiz - Untote und 'Die grüne Fee'" erzählt eine ...

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Eigentlich sind sie tot, aber sie können die Lebenden noch nicht loslassen. Diese verirrten Seelen machen mit seltsamen Zeichen, die kaum jemand zu deuten weiß, auf sich aufmerksam.
In dem Film "Mysteriöse Schweiz - Untote und 'Die grüne Fee'" erzählt eine einfache Frau aus dem bernischen Emmental von ihren Gästen, die in der Zwischenwelt zwischen Leben und Tod hängen geblieben sind, und davon, wie sie ihnen hilft, zur ewigen Ruhe zu kommen.


8:05
schwarz-weiss monochrom

Romeo und Julia auf dem Dorfe

Spielfilm, Schweiz 1941

Nach der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller

Darsteller:
Vreneli MartiMargrit Winter
Sali ManzErwin Kohlund
Bauer ManzJohannes Steiner
Bauer MartiEmil Gyr
Der Schwarze GeigerEmil Gerber
u.a.
Regie: Hans Trommer
Regie: Valérien Schmidely
Länge: 74 Minuten

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Vreneli Marti und Sali Manz wachsen im Zürichbiet auf. Die beiden Bauernkinder spielen zusammen, ihre Väter aber, einst ebenfalls Freunde, geraten in Streit wegen eines kleinen Stückes Ackerland, das sich Manz unredlich aneignet. Jahrelang prozessieren die beiden ...

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Vreneli Marti und Sali Manz wachsen im Zürichbiet auf. Die beiden Bauernkinder spielen zusammen, ihre Väter aber, einst ebenfalls Freunde, geraten in Streit wegen eines kleinen Stückes Ackerland, das sich Manz unredlich aneignet. Jahrelang prozessieren die beiden Streithähne miteinander und verlieren dabei buchstäblich Hab und Gut. Vreneli und Sali finden als junge Erwachsene wieder zusammen und verlieben sich. Doch nicht umsonst hat der geheimnisvolle schwarze Geiger, der rechtmäßige Erbe des umstrittenen Ackerfleckens, die beiden Familien verflucht. Die Kinder wissen, dass sie nicht zusammenkommen dürfen. Sie wissen aber auch, dass sie zusammengehören. Da gehen sie den einzigen Weg, der ihnen bleibt.
Hans Trommer und Valérien Schmidely haben Gottfried Kellers Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe" 1941 verfilmt. Margrit Winter wurde in der Rolle des Vreneli über Nacht berühmt.


9:20
Stereo-Ton16:9 Format

Hat die Zukunft eine Schweiz?

Der Historiker David Gugerli im Gespräch mit Roger de Weck

(aus der SF-Reihe "Sternstunde Philosophie")

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"Die Schweiz kommt sich zunehmend abhanden", schrieb David Gugerli, Historiker an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, in einem aufsehenerregenden Essay für die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ): "In den Sitzungszimmern herrscht Angst vor den Populisten, ...

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"Die Schweiz kommt sich zunehmend abhanden", schrieb David Gugerli, Historiker an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, in einem aufsehenerregenden Essay für die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ): "In den Sitzungszimmern herrscht Angst vor den Populisten, Orientierungslosigkeit im Lärm der Indizes. Lieber nichts tun als etwas Falsches riskieren, lieber abwarten und beobachten, wie die andern reagieren." Die neue helvetische Malaise liege "im drohenden Verlust des politisch liberalen und sozialstaatlich korrigierten Projekts einer bundesstaatlichen Schweiz", sagt Gugerli. Nicht etwa die Schokoladenseite von Helvetia sei in Gefahr, die Idylle der Kuhglocken und Alphornklänge, aber die Zeiger der Luxusuhren stünden auf fünf vor zwölf. Dringlich sei ein neues "Vorhaben Schweiz", aus dem auch ein neues Selbstbild hervorgehen müsse. David Gugerli ist Gründungsmitglied des Kompetenzzentrums "Geschichte des Wissens" (ZGW) der Universität Zürich und der ETH Zürich und leitet die Strategiekommission der ETH.
Roger de Weck hat den Historiker David Gugerli zum Gespräch eingeladen.


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10:20
Stereo-Ton

Carl Bucher: "Wendepunkt Mensch"

Filmporträt über den Schweizer Künstler von Peter K. Wehrli

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Der Schweizer Künstler Carl Bucher wurde in den 1960er Jahren mit seinen legendären "Landings" bekannt. Inspiriert durch die Raumflüge der Amerikaner und Russen, waren Buchers "Landings" zunächst bemalte Reliefs, später auch Vollplastiken und anziehbare Hüllen. Die ...

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Der Schweizer Künstler Carl Bucher wurde in den 1960er Jahren mit seinen legendären "Landings" bekannt. Inspiriert durch die Raumflüge der Amerikaner und Russen, waren Buchers "Landings" zunächst bemalte Reliefs, später auch Vollplastiken und anziehbare Hüllen. Die "Landings" feierten Technik, Design und Fortschrittsglauben. Dann vollzog Bucher einen Bruch in seinem künstlerischen Schaffen: Er wendete sich von der Technik ab und zum Menschen hin. Seitdem sind Buchers Skulpturen aufrüttelnde Mahnmale. Am 19. Juni 2006 trat in Genf der neue UNO-Menschenrechtsrat zu seiner ersten Sitzung zusammen. Aus diesem Anlass schenkte die Schweiz der UNO eine bedeutende Skulpturengruppe von Carl Bucher: "Sign of Hope". Sie ist vor dem Gebäude öffentlich zugänglich.
"Carl Bucher: 'Wendepunkt Mensch'" von Peter K. Wehrli ist ein Porträt des Schweizer Künstlers.


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11:15
Stereo-Ton16:9 Format

Die Hazy Osterwald Story

Spielfilm, Schweiz 1961

Regie: Franz Josef Gottlieb

Länge: 105 Minuten

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Der junge Musiker Ralph Osterwalder, 1922 in Bern geboren, hat das Arbeiten in der Bigband satt. Er träumt von einer kleinen, beweglichen Formation. In einem Hotelzimmer begründet er 1944 eine eigene Combo. 1949 kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen. Das neu ...

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Der junge Musiker Ralph Osterwalder, 1922 in Bern geboren, hat das Arbeiten in der Bigband satt. Er träumt von einer kleinen, beweglichen Formation. In einem Hotelzimmer begründet er 1944 eine eigene Combo. 1949 kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen. Das neu gegründete Hazy Osterwald Sextett mit Sunny Lang, Dennis Armitage, Curti Prina, Werner Dies und Johnny Ward schreibt bald internationale Musikgeschichte. Temporeiche, eingängige Musik, versetzt mit witzigen Show-Einlagen, wird das unverkennbare Markenzeichen der Band.
Der Film "Die Hazy Osterwald Story", der auf der gleichnamigen Biografie des Schweizer Journalisten und Schriftstellers Walter Grieder basiert, entstand auf dem Karrierehöhepunkt des Hazy Osterwald Sextetts und zeichnet ein heiter beschwingtes Bild der Gruppe, bei dem die Musiker sich selbst darstellen.


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

Notizen aus dem Ausland

China: Schweizer Schokolade


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

Historische Seilbahnen der Schweizer Alpen

Film von Rolf Günter

Erstausstrahlung

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Seilbahnen sind wertvolle Zeugen der Schweizer Technik- und Tourismusgeschichte. Stilllegungen, auslaufende Betriebsbewilligungen und Erneuerungen gefährden die historischen Seilbahnen akut.
Der Film "Historische Seilbahnen der Schweizer Alpen" stellt fünf Anlagen, ...

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Seilbahnen sind wertvolle Zeugen der Schweizer Technik- und Tourismusgeschichte. Stilllegungen, auslaufende Betriebsbewilligungen und Erneuerungen gefährden die historischen Seilbahnen akut.
Der Film "Historische Seilbahnen der Schweizer Alpen" stellt fünf Anlagen, die heute noch in Betrieb stehen, vor.


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13:35
Stereo-Ton16:9 Format

Do you speak Swiss?

Leben mit vier Landessprachen

Film von Ernst Buchmüller

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In der Schweiz leben 7,4 Millionen Menschen. Kommuniziert wird in vier Landessprachen und unzähligen Dialekten. Es gibt zweisprachige Städte, und die Verpackungen von Konsumgütern müssen in Deutsch, Französisch und Italienisch beschriftet werden.
In "Do you speak ...

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In der Schweiz leben 7,4 Millionen Menschen. Kommuniziert wird in vier Landessprachen und unzähligen Dialekten. Es gibt zweisprachige Städte, und die Verpackungen von Konsumgütern müssen in Deutsch, Französisch und Italienisch beschriftet werden.
In "Do you speak Swiss?" begibt sich Ernst Buchmüller an die Sprachgrenzen und fragt nach, wie sichtbar diese Grenzen wirklich sind: im Jura, im Bergell und in Bivio. Der Film zeigt außerdem, wie wichtig elektronische Massenmedien in allen vier Landessprachen für eine moderne Schweiz sind, und dass der Grundgedanke der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) - die Solidarität und Unterstützung von Minderheiten - ein zentraler Punkt für eine gemeinsame Zukunft aller Sprachregionen des Landes ist.


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14:35
Stereo-Ton16:9 Format

Nilou

Eine junge Iranerin träumt von der Schweiz

Film von Amir Hamz

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Nilou ist eine junge Iranerin. Sie wohnt in Teheran und arbeitet in einem Schönheitssalon. Ihr größter Traum ist es, in der Schweiz zu leben. Die Großmutter teilt die Begeisterung ihrer Enkeltochter und schenkt ihr das Geld, das sie für ihre Mitgift gespart hat, für ...

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Nilou ist eine junge Iranerin. Sie wohnt in Teheran und arbeitet in einem Schönheitssalon. Ihr größter Traum ist es, in der Schweiz zu leben. Die Großmutter teilt die Begeisterung ihrer Enkeltochter und schenkt ihr das Geld, das sie für ihre Mitgift gespart hat, für eine Schweiz-Reise. Sofort beginnt Nilou mit den Reisevorbereitungen. Mithilfe eines geschenkten Buchs lernt sie die "Schweizer Nationalsprache". In Zürich angekommen, ist ihre Enttäuschung groß, dass sie trotzdem fast niemand versteht.
Der Film "Nilou" begleitet die Reise der jungen Frau aus Teheran in die Schweiz.


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15:00
Stereo-Ton16:9 Format

Die letzten Knechte der Schweiz

Aus dem Leben von Blunier, Paul und Franz

Film von Eveline Falk

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Hansruedi Blunier ist 76 Jahre alt. Als Kleinkind wurde er seiner ledigen Mutter weggenommen und kam in ein Heim, bis er mit acht Jahren als Verdingbub zu einem Bauern auf den Hof kam. Eine Ausbildung war für ihn nicht vorgesehen. Für "so einen" hielt das Leben nicht ...

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Hansruedi Blunier ist 76 Jahre alt. Als Kleinkind wurde er seiner ledigen Mutter weggenommen und kam in ein Heim, bis er mit acht Jahren als Verdingbub zu einem Bauern auf den Hof kam. Eine Ausbildung war für ihn nicht vorgesehen. Für "so einen" hielt das Leben nicht viel bereit. Aus "so einem" wurde ein Knecht. Immerhin hatte er Glück mit der Bauernfamilie und wurde anständig behandelt. Das war damals nicht selbstverständlich. Das Schicksal von Hansruedi Blunier ist eines von vielen. Die Landwirtschaft war angewiesen auf billige Arbeitskräfte. Verdingkinder waren besonders begehrt, denn offiziell galten sie als Pflegekinder, für die der Staat zahlte. Die Bauernfamilie erhielt so nicht nur eine zusätzliche Arbeitskraft, sondern auch eine finanzielle Unterstützung. Wie viele Verdingkinder auf diese Art eingesetzt wurden, weiß heute niemand. Genaue Zahlen fehlen. Die Geschichte der Knechte und Mägde in der Schweiz ist wenig erforscht. Ohne sie hätte die Landwirtschaft jedoch kaum funktioniert, auf praktisch jedem größeren Hof wurde ein Knecht oder eine Magd beschäftigt. Die Handarbeit hatte einen hohen Stellenwert, Maschinen waren teuer und für den durchschnittlichen Bauernbetrieb unerschwinglich. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich dies rasant. Die Industrialisierung machte auch vor der Landwirtschaft nicht halt. Fabriken und Bauunternehmen rekrutierten ihre Angestellten aus der Landwirtschaft, die Bauern konnten sich nun Maschinen leisten und waren immer weniger auf Knechte und Mägde angewiesen. Der landwirtschaftliche Facharbeiter gewann an Bedeutung. Die Zeit der Mägde und der Knechte war vorbei.
Eveline Falk erzählt in ihrem Film "Die letzten Knechte der Schweiz" die Geschichte von den wenigen, die trotz allem der Landwirtschaft treu geblieben sind: Knechte und Mägde, die das Kulturland Schweiz gehegt und gepflegt haben, ohne je die Anerkennung zu finden, die sie verdient hätten.


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15:35
Stereo-Ton16:9 Format

Schatten über dem Acherli (1/2)

Das schwierige Jahr der Bergbauernfamilie Epp

Film von Hanspeter Bäni

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Der Alltag der Bergbauernfamilie Epp im zentralschweizerischen Maderanertal ist geprägt durch harte Arbeit. Das Gras muss im steilen Gelände von Hand gemäht werden, jederzeit ist mit Steinschlag zu rechnen. Der jährliche Verdienst für die Mühsal beträgt gerade ...

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Der Alltag der Bergbauernfamilie Epp im zentralschweizerischen Maderanertal ist geprägt durch harte Arbeit. Das Gras muss im steilen Gelände von Hand gemäht werden, jederzeit ist mit Steinschlag zu rechnen. Der jährliche Verdienst für die Mühsal beträgt gerade einmal 20.000 Franken. Richtig eng wird es, als der Traktor wegen eines Schadens am Getriebe ausfällt. Wegziehen vom angestammten Boden möchte die Familie Epp jedoch nie, denn sie ist mit dem Maderanertal, das mitten in einer prächtigen Bergwelt liegt, eng verwurzelt. Und doch: Wohl kaum eine andere Region wird in der Schweiz so häufig von Naturgewalten heimgesucht wie dieses Bergtal. Die Bergbauernfamilie Epp durchlebt immer wieder schwierige Zeiten, aber die letzten zwölf Monate übertreffen alle vorhergegangenen: Eine gewaltige Lawine donnert auf den Weiler Acherli zu. Um Haaresbreite verfehlen die Schneemassen den Hof der Familie, doch die Schäden an Stall und Haus sind beträchtlich. Bei den Aufräumarbeiten im Frühjahr hilft der 13-jährige Sohn tatkräftig mit. Zeit dazu hat er, denn er ist vom Schulunterricht ausgeschlossen, weil er in einem Aufsatz mit Gewalt drohte. Daraus ergeben sich weitere Probleme.
Während eines Jahres dokumentiert Hanspeter Bäni in seinem zweiteiligen Film "Schatten über dem Acherli" den Alltag der Bergbauernfamilie Epp, die immer wieder von Schicksalsschlägen getroffen wird.

Den zweiten Teil des Films "Schatten über dem Acherli" zeigt 3sat um 17.20 Uhr.


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16:25
Stereo-Ton16:9 Format

Das Wunder von Andermatt

Wie Samih Sawiris das Gebirgsdorf umkrempelt

Film von Alain Godet

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100 Jahre lang garantierten das Militär und der Tourismus dem Schweizer Bergdorf Andermatt auf 1.440 Metern Höhe ein solides Auskommen. Doch der Waffenplatz und die Gotthardfestungen wurden geschlossen, die Hotellerie ist längst nicht mehr auf dem neuesten Stand, und ...

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100 Jahre lang garantierten das Militär und der Tourismus dem Schweizer Bergdorf Andermatt auf 1.440 Metern Höhe ein solides Auskommen. Doch der Waffenplatz und die Gotthardfestungen wurden geschlossen, die Hotellerie ist längst nicht mehr auf dem neuesten Stand, und auch die Skiliftanlagen genügen nicht mehr den modernen Anforderungen. Die Abwanderung ist enorm, Ratlosigkeit und Resignation machen sich breit. Da tritt der Ägypter Samih Sawiris auf den Plan. In El Gouna am Roten Meer hat er eine kolossale Ferienstadt für 20.000 Sonnenhungrige gebaut. Sein Markenzeichen ist das Handy, mit dem er pausenlos seine weitverzweigte Firma Orascom managt. Sawiris stammt aus einer der reichsten Familien im Nahen Osten und ist entschlossen, in der Schweiz sein erstes europäisches Großprojekt durchzuziehen. Das geplante Luxusresort mit einem Investitionsvolumen von über 1,2 Milliarden Franken umfasst 490 Appartementwohnungen, 20 bis 30 Villen und sechs Luxushotels. Sawiris will aus dem maroden Andermatt eine europäische Top-Destination machen. Im Nu hat der charismatische Investor die Bevölkerung von seinem Projekt überzeugt, und das Abenteuer kann beginnen: Andermatt erfindet sich neu. Doch der Investor aus Ägypten begibt sich auf einen riskanten Husarenritt: Gibt es überhaupt Käufer für die Eigentumswohnungen und Villen in diesem windreichen Tal? Was, wenn seine groß angelegte Vision scheitert? Stehen dann anstatt Betonbunker der Armee Hotel-Bauruinen herum?
Der Film "Das Wunder von Andermatt" hat Samih Sawiris zwei Jahre in Ägypten und der Schweiz begleitet und die Stimmung in Andermatt festgehalten.


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17:20
Stereo-Ton16:9 Format

Schatten über dem Acherli (2/2)

Das schwierige Jahr der Bergbauernfamilie Epp

Film von Hanspeter Bäni

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Kurz nachdem die Kühe und Rinder auf die Alp getrieben worden sind, schlägt das Schicksal erneut zu: Die Großmutter der Bergbauernfamilie Epp stirbt über Nacht. Für Trauerarbeit bleibt jedoch nicht viel Zeit, denn ein Indizienprozess um zwei Tötungsdelikte wirft ...

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Kurz nachdem die Kühe und Rinder auf die Alp getrieben worden sind, schlägt das Schicksal erneut zu: Die Großmutter der Bergbauernfamilie Epp stirbt über Nacht. Für Trauerarbeit bleibt jedoch nicht viel Zeit, denn ein Indizienprozess um zwei Tötungsdelikte wirft einen Schatten über den Acherli-Hof im Maderanertal. Die Exfrau des Bauern und Mutter der Kinder soll zwei Familienmitglieder vorsätzlich getötet haben. Das Obergericht verurteilt die Frau zu neun Jahren Freiheitsstrafe. Dagegen reichen sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Verteidiger Beschwerde beim Bundesgericht ein. Zwischen den beiden Prozessen kommt die Frau frei, weil keine Fluchtgefahr besteht. Ein Wiedersehen mit ihren Kindern steht bevor, doch diese sind hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Mutter und Schamgefühlen gegenüber den Bewohnern im Maderanertal. Josef Epp indes steht noch vor einer anderen Schwierigkeit: Eine Schlammlawine macht ausgerechnet jenen Weg unpassierbar, über den der Alpabzug der Rinder führen soll.
Während eines Jahres dokumentiert Hanspeter Bäni in seinem zweiteiligen Film "Schatten über dem Acherli" den Alltag der Bergbauernfamilie Epp, die immer wieder von Schicksalsschlägen getroffen wird.


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18:05
Stereo-Ton16:9 Format

Thomas Hürlimann

Die Schweiz und das Schweizersein

(aus der Reihe "NZZ Standpunkte")

Erstausstrahlung

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Der Schriftsteller Thomas Hürlimann hat sich immer wieder engagiert mit der Geschichte und der Politik der Schweiz auseinandergesetzt und mit seinen Wortmeldungen kontroverse Diskussionen ausgelöst. In Berlin und in der Schweiz lebend, kennt er sein Heimatland aus der ...

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Der Schriftsteller Thomas Hürlimann hat sich immer wieder engagiert mit der Geschichte und der Politik der Schweiz auseinandergesetzt und mit seinen Wortmeldungen kontroverse Diskussionen ausgelöst. In Berlin und in der Schweiz lebend, kennt er sein Heimatland aus der Außen- und Innenperspektive.
Mit Thomas Hürlimann unterhalten sich "NZZ"-Chefredakteur Markus Spillmann und der Journalist Marco Färber über das, was die Schweiz ausmacht und was es heißt, Schweizer zu sein. Außerdem sprechen sie über die Schweiz zwischen Offenheit und Abgrenzung, über Schweizer Streitkultur und die Rolle der Intellektuellen in dem Land.


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:10
Stereo-Ton16:9 Format

Das Bankgeheimnis

Vom Erfolgsmodell zum Stolperstein

Film von Beat Bieri

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Vor Kurzem war es noch unvorstellbar, doch jetzt hat der Schweizer Bundesrat das Bankgeheimnis gelockert. Diesmal kommt die Attacke gegen das Schweizer Bankgeheimnis gleich von zwei mächtigen Gegnern: Die EU und die USA wollen keine Steueroasen mehr tolerieren. Das ...

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Vor Kurzem war es noch unvorstellbar, doch jetzt hat der Schweizer Bundesrat das Bankgeheimnis gelockert. Diesmal kommt die Attacke gegen das Schweizer Bankgeheimnis gleich von zwei mächtigen Gegnern: Die EU und die USA wollen keine Steueroasen mehr tolerieren. Das schweizerische Bankgeheimnis genießt seit 1934 strafrechtlichen Schutz. Damals verankerte das Parlament das Bankgeheimnis im ersten Bankengesetz der Schweiz, zum Schutz gegen ausländische Spionage. In den 1970er und 1980er Jahren kam das Bankgeheimnis wiederholt unter Beschuss, etwa wegen der sogenannten Chiasso-Affäre, der Beschaffung und Verwaltung italienischer Fluchtgelder auf Schweizer Konten, oder wegen der Korruptionsgelder des philippinischen Diktators Ferdinand Marcos, die ebenfalls auf Schweizer Konten lagen. 1996 holte die Kriegsvergangenheit die Schweiz ein, und wieder saßen Schweizer Banker auf der Anklagebank: Die Verantwortlichen der Geldinstitute mussten schließlich in 5.200 Konten mit nachrichtenlosen Vermögen Einblick geben.
Der Film rollt die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des schweizerischen Bankgeheimnisses auf. Hochrangige Finanzexperten wie der Bankier Hans Vontobel äußern sich zur Schweizer Krise.


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Der globale Zoo

Partnersuche für wilde Tiere

Film von Marianne Pletscher

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Ein junger Orang-Utan kommt im Zoo Zürich an, er soll so schnell wie möglich Nachwuchs zeugen. Ein Schneeleoparden-Männchen aus Estland und ein Nashornbulle aus Tschechien sollen Weibchen in Zürich decken. Auch Kappengibbons, Nashörner, Indische Löwen und Tiger, ...

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Ein junger Orang-Utan kommt im Zoo Zürich an, er soll so schnell wie möglich Nachwuchs zeugen. Ein Schneeleoparden-Männchen aus Estland und ein Nashornbulle aus Tschechien sollen Weibchen in Zürich decken. Auch Kappengibbons, Nashörner, Indische Löwen und Tiger, Frösche und Galapagos-Schildkröten sollen sich dort vermehren.
Der Film "Der globale Zoo" stellt die Partnervermittlung im Zoo Zürich vor und zeigt, wie Zoos weltweit vernetzt sind, um gefährdete Tierarten zu erhalten.


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21:50
Stereo-Ton16:9 Format

Tod in der Lochmatt

Spielfilm, Schweiz 2006

Darsteller:
Bettina KäserBettina Stucki
Renato EggerLeonardo Nigro
Käthi GüdelJasmin Clamor
Sämi GüdelMarkus Merz
Aschi RösliMartin Schick
u.a.
Regie: Daniel Helfer
Regie: Rudi Burkhalter
Länge: 89 Minuten

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Am Stammtisch im Gasthaus "Bären" trifft sich Polizeifahnderin Bettina Käser regelmäßig mit ihren Kollegen zum Kartenspiel. Weil ihr Mann Sämi die Pachtzinsen nicht zahlen kann, arbeitet Käthi Güdel, die Bäuerin vom Lochmatthof, im "Bären". Nicht nur aus ...

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Am Stammtisch im Gasthaus "Bären" trifft sich Polizeifahnderin Bettina Käser regelmäßig mit ihren Kollegen zum Kartenspiel. Weil ihr Mann Sämi die Pachtzinsen nicht zahlen kann, arbeitet Käthi Güdel, die Bäuerin vom Lochmatthof, im "Bären". Nicht nur aus finanziellen Gründen steht es mit ihrer Ehe nicht zum Besten: Käthi Güdel ist schwanger, und nur sie selbst weiß, wer der Vater des Kindes ist. Überhaupt sind die Zustände in der Lochmatt bedenklich. Käthis Vater, der Altbauer Gottfried Rösli, bereut bitterlich, den Hof nicht seinem Sohn Aschi gegeben zu haben. Deshalb schikaniert er seinen Schwiegersohn Sämi, wo er nur kann. Nach einem besonders heftigen Streit findet Käthi ihren Vater tot auf, erschossen mit einer Kaninchenpistole. Bettina Käser soll den Fall aufklären. Zusammen mit ihrem Zürcher Assistenten Roberto Egger entdeckt sie am Tatort eindeutige Beweise. Rund um den Toten finden sich Sämis Fußabdrücke. Zudem fehlt seine Kaninchenpistole, und er kann sich nach einem Vollrausch an nichts mehr erinnern. Für den Untersuchungsrichter ist der Fall klar. Doch Bettina Käser zweifelt an Sämis Schuld - und verstößt gar gegen die Dienstvorschriften, als es darum geht, Sämi zu entlasten.
In dem Schweizer Spielfilm "Tod in der Lochmatt" ist Bettina Stucki als Polizeifahnderin zu sehen.


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23:20
Stereo-Ton16:9 Format

Berg und Geist: Roger Köppel

Der "Weltwoche"-Chef am Matterhorn

Film von Beat Kuert und Michael Lang

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Roger Köppel, Verleger und Chefredakteur des Schweizer Wochenmagazins "Weltwoche", zählt zu den gefragtesten Journalisten im deutschsprachigen Raum. Seine polarisierenden Anmerkungen zum Zeitgeschehen verleihen nicht nur Talkshows Würze. Köppel wurde 1965 in Zürich ...

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Roger Köppel, Verleger und Chefredakteur des Schweizer Wochenmagazins "Weltwoche", zählt zu den gefragtesten Journalisten im deutschsprachigen Raum. Seine polarisierenden Anmerkungen zum Zeitgeschehen verleihen nicht nur Talkshows Würze. Köppel wurde 1965 in Zürich geboren und promovierte in Politischer Philosophie und Wirtschaftsgeschichte. Anfangs schrieb er für die "Neue Zürcher Zeitung", leitete das "Tages-Anzeiger-Magazin" und später die "Weltwoche". 2004 übernahm er als Chefredakteur die deutsche Tageszeitung "Die Welt". 2006 erstand er die Aktienmehrheit des Schweizer Traditionstitels "Weltwoche" und kehrte in die Schweiz zurück.
Beat Kuert und Michael Lang haben Roger Köppel bei seinem ersten Besuch in Zermatt und auf dem Kleinen Matterhorn getroffen. Dabei spricht der Publizist über sein inniges Verhältnis zur Schweiz, über Politik, Wirtschaft und Kultur.


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23:50
schwarz-weiss monochrom

Polizist Wäckerli

Leben und leben lassen

Spielfilm, Schweiz 1955

Darsteller:
Gottfried WäckerliSchaggi Streuli
Hedwig WäckerliMargrit Rainer
Marty WäckerliEva Haefeli
Ruedi WäckerliPeter Brogle
MaryBlanche Aubry
u.a.
Regie: Kurt Früh
Länge: 104 Minuten

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Gottfried Wäckerli verrichtet als Kantonspolizist in der Gemeinde Allenwil treu seinen Dienst. Doch eines Tages kommt der schlichte, stiernackige Mann mit seinem Gewissen und mit seinen Gefühlen in Konflikt. Kriminalistische Delikte werfen Schatten auf seine eigene ...

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Gottfried Wäckerli verrichtet als Kantonspolizist in der Gemeinde Allenwil treu seinen Dienst. Doch eines Tages kommt der schlichte, stiernackige Mann mit seinem Gewissen und mit seinen Gefühlen in Konflikt. Kriminalistische Delikte werfen Schatten auf seine eigene Familie: Bader, der Freund seiner Tochter Marty und Gehilfe bei Milchmann Büttikofer, soll seinem Meister 50 Franken gestohlen haben. Und Wäckerlis eigener Sohn Ruedi, der in der Lehre unglücklich ist und Geld nur schlecht einteilen kann, wird gar verdächtigt, 10.000 Franken aus der Gemeindekasse entwendet zu haben. Nach einem familiären Disput hat Ruedi das Misstrauen des Vaters satt und verlässt das Elternhaus. Er bezieht im Zürcher Niederdorf Quartier, entfaltet in der "Chérie Bar" sein Dekorateurstalent und wird von einem Halunken bestohlen. Polizist Wäckerli hat alle Mühe, Licht ins Dunkel der provinziellen Affären zu bringen, in die nicht zuletzt Allenwils Gemeindekassierer Häberli verwickelt ist. Doch er schafft es. Und es gelingt ihm auch, am rechten Ort ein Auge zuzudrücken, dem Milchmann Bader eine Dummheit zu verzeihen und die künstlerischen Fähigkeiten seines Sohns Ruedi anzuerkennen.
1949 geriet die Schweiz ins "Wäckerli"-Fieber. Die Hörspielreihe rund um den bieder-braven Dorfpolizisten wurde zum Klassiker. Auch die Filmindustrie begann, sich für den Stoff zu interessieren. Kurt Früh, bis dahin ein beachteter Dokumentarfilmer, befasste sich mit dem soliden Gesetzeshüter und schuf zusammen mit Schaggi Streuli den Film "Polizist Wäckerli".

Im Anschluss, ab 1.35 Uhr, zeigt 3sat mit "Konditorei Zürrer" und "Oberstadtgass" zwei weitere Filme von Kurt Früh.


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1:35
schwarz-weiss monochrom

Konditorei Zürrer

Spielfilm, Schweiz 1957

Darsteller:
Bäckermeister ZürrerEmil Hegetschweiler
RichardWalter Morath
TrudiMargrit Winter
HeiniPeter Brogle
GinaUrsula Kopp
PizzaniEttore Cella
u.a.
(Zweikanalton Hochdeutsch/Schweizerdeutsch)
Regie: Kurt Früh
Länge: 105 Minuten

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Bäckermeister Zürrer ist ein Könner seines Fachs, aber ein wenig erfolgreicher Vater. Als seine Frau im Kindbett stirbt, wird Zürrer zum Einzelgänger. Die drei Kinder zieht er nach seinen eigenwilligen Vorstellungen und Richtlinien groß. Doch seine Hoffnungen ...

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Bäckermeister Zürrer ist ein Könner seines Fachs, aber ein wenig erfolgreicher Vater. Als seine Frau im Kindbett stirbt, wird Zürrer zum Einzelgänger. Die drei Kinder zieht er nach seinen eigenwilligen Vorstellungen und Richtlinien groß. Doch seine Hoffnungen erfüllen sich nicht, die Kinder gehen ihre eigenen Wege - leider wenig erfolgreich. Da braucht es schon ein Enkelkind, die Weihnachtslieder der Heilsarmee sowie einen temperamentvoll insistierenden Gemüsehändler, um bei Zürrer späte Erkenntnis zu wecken und den Haussegen wieder gerade zu rücken.
"Konditorei Zürrer" war der erste Spielfilm, den der Schweizer Regisseur Kurt Früh (1915 - 1979) nach eigenen Ideen schrieb und realisierte. Von Anfang an stand fest, dass Emil Hegetschweiler und Ettore Cella die beiden Hauptrollen verkörpern würden. Hegetschweiler brachte neben großer Erfahrung und Popularität auch eine handwerkliche Voraussetzung mit: Er war gelernter Konditor, bevor er als Kabarettist und Volksschauspieler berühmt wurde. Auch Ettore Cella konnte für seinen Marroni- und Gemüsehändler auf unmittelbare Lebenserfahrung zurückgreifen. Das erfolgreiche Werk wurde von SF aufwendig restauriert.


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3:20
schwarz-weiss monochrom

Oberstadtgass

Spielfilm, Schweiz 1956

Darsteller:
Albert JuckerSchaggi Streuli
Frieda JuckerMargrit Rainer
Mäni BrändliJürg Grau
Sattler RüttimannEmil Hegetschweiler
Fritz WinterswilerArmin Schweizer
Emma WinterswilerMarianne Hediger
u.a.
Regie: Kurt Früh
Länge: 98 Minuten

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Briefträger Jucker ist die gute Seele im Quartier. Er kennt die Sorgen und Nöte seiner Nachbarn. Manchmal kümmert er sich um den vaterlosen Mäni, der ständig in Schwierigkeiten steckt. Auch bei ihm selbst hängt der Haussegen schief: Vor fünf Jahren ist Juckers Sohn ...

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Briefträger Jucker ist die gute Seele im Quartier. Er kennt die Sorgen und Nöte seiner Nachbarn. Manchmal kümmert er sich um den vaterlosen Mäni, der ständig in Schwierigkeiten steckt. Auch bei ihm selbst hängt der Haussegen schief: Vor fünf Jahren ist Juckers Sohn Albertli gestorben. Seine Frau Frieda kommt nicht darüber hinweg und macht Jucker das Leben schwer. Nach einem Autounfall liegen Jucker und Mäni im selben Spitalzimmer und werden Freunde. Als kurz darauf Mänis Mutter stirbt, erhält der Postbeamte das Sorgerecht. Er hofft, der aufgeweckte Junge werde seine Frau über den Verlust des eigenen Kindes hinwegtrösten. Doch Frieda behandelt Mäni wie einen Eindringling.
Regisseur Kurt Früh wurde nach dem Erfolg von "Polizist Wäckerli" (1955) von der Direktion der Gloriafilm gedrängt, auch Hauptdarsteller Schaggi Streulis erfolgreiche Hörspielserie "Oberstadtgass" zu verfilmen. Dabei musste Früh, entgegen seinen Ambitionen, wieder eine vermeintlich heile Welt inszenieren. Es waren Konzessionen an ein Publikum, das zu jener Zeit genau diese Art von Produktionen sehen wollte. "Oberstadtgass" wurde zu Frühs finanziell einträglichstem Werk.


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4:55
Stereo-Ton16:9 Format

Hinter dem Schleier

(Wh.)


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5:50
Stereo-Ton16:9 Format

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