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November 2017
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Ostersonntag - Sonntag, 4. April
Programmwoche 14/2010
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6:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Klosterland Bayern (1/2)

Film von Peter Kropf

Die Sternschwestern

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Unterhalb des Augsburger Rathauses steht das Mutterhaus der Schwestern von Maria Stern. Nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts gaben die Franziskanerinnen das Leben in strenger Klausur auf. Sie kümmerten sich um Kinder, traten in den Schuldienst ein und ...
(ARD/BR)

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Unterhalb des Augsburger Rathauses steht das Mutterhaus der Schwestern von Maria Stern. Nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts gaben die Franziskanerinnen das Leben in strenger Klausur auf. Sie kümmerten sich um Kinder, traten in den Schuldienst ein und sicherten so das Überleben des Ordens. In alle Diözesen Bayerns wurden sie entsandt. Sie glauben, dass jede von ihnen ein Stern in der Hand Gottes ist, deshalb tragen sie auch als gemeinsames Zeichen einen Ring mit einem Stern darauf. Die älteste Schwester des Ordens, Schwester Engeltraud, ist eine Institution im Augsburger "Josefinum". Sie hilft seit Jahrzehnten werdenden Müttern, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Bei unzähligen Geburten war Schwester Engeltraud schon dabei. Rund 220 Sternschwestern gibt es heute in Deutschland, 93 sind in Brasilien und Afrika in der Mission tätig. Vor 50 Jahren waren es noch viermal so viele.
Die erste Folge des zweiteiligen Films "Klosterland Bayern" begleitet die Sternschwestern in ihrem Alltag als Köchin, Lehrerin, Oberin und Geburtshelferin.

Den zweiten Teil von "Klosterland Bayern" zeigt 3sat im Anschluss um 6.45 Uhr.
(ARD/BR)


6:45
Stereo-Ton16:9 Format

Klosterland Bayern (2/2)

Film von Andrea Kammhuber

Die Spielmänner Gottes - Franziskaner in Bayern

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Auch heute noch, nach 800 Jahren, orientieren sich weltweit 18.000 Ordensleute am Beispiel des Franz von Assisi. Sie geloben Armut, Keuschheit und Gehorsam, leben das Ideal von Einfachheit und Brüderlichkeit und sind nah bei den Menschen. Das ist auch die Grundlage für ...
(ARD/BR)

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Auch heute noch, nach 800 Jahren, orientieren sich weltweit 18.000 Ordensleute am Beispiel des Franz von Assisi. Sie geloben Armut, Keuschheit und Gehorsam, leben das Ideal von Einfachheit und Brüderlichkeit und sind nah bei den Menschen. Das ist auch die Grundlage für etwa 100 Franziskaner in Bayern, ob im barocken Kloster Vierzehnheiligen, auf dem Kreuzberg in der Rhön oder im City-Kloster in München. Im "Meditationshaus St. Franziskus" in Dietfurt im Altmühltal laden die Franziskaner beispielsweise zu verschiedenen Formen der Meditation ein: Qi-Gong, Zen und Sakralem Tanz. Die Kurse finden viel Anklang und sind ausgebucht. Die Gäste, die hinter den Klostermauern Ruhe und Erkenntnis suchen, kommen von weit her. Das Kloster Eggenfelden bietet sogar die Möglichkeit, eine Weile in der Gemeinschaft von sieben Franziskanern zu leben. Dort jäten Gäste Unkraut im Garten, kochen, unterstützen die Franziskaner bei der Essensausgabe und nehmen an den Gebetszeiten teil. Sie lernen, was es heißt, in Güte die eigenen und die Schwächen des anderen anzunehmen. Zurzeit bereiten sich dort vier Männer auf ihren Eintritt in den Orden vor.
Die letzte Folge des zweiteiligen Films "Klosterland Bayern" stellt die Franziskaner in den verschiedenen Klöstern vor.
(ARD/BR)


7:30
Stereo-Ton16:9 Format

Alpenpanorama



"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


9:05
Stereo-Ton16:9 Format

100(0) Meisterwerke

Jacob van Ruisdael: Der große Wald


In der Reihe "100(0)" Meisterwerke wird in jeweils zehn Minuten ein Gemälde aus den großen Museen der Welt von Kunsthistorikern vorgestellt und analysiert.


9:15
Stereo-Ton16:9 Format

Lacan verstehen

Andreas Cremonini und Peter Widmer über den französischen

Psychoanalytiker Jacques Lacan

(aus der SF-Reihe "Sternstunde Philosophie")

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"Lacancan und Derridada" - vor fast einem Vierteljahrhundert wurde der verspielte Einwand des Berliner Professors Klaus Laermann gegen die schwer verständlichen französischen Poststrukturalisten, die damals "en vogue" waren, zum geflügelten Wort. Der französische ...

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"Lacancan und Derridada" - vor fast einem Vierteljahrhundert wurde der verspielte Einwand des Berliner Professors Klaus Laermann gegen die schwer verständlichen französischen Poststrukturalisten, die damals "en vogue" waren, zum geflügelten Wort. Der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan (1901 - 1981), in seiner Jugend ein Weggefährte der Surrealisten, gilt heute noch als dunkler Denker, zugleich aber auch als ein unverzichtbarer Theoretiker nicht nur für die Psychoanalyse, sondern auch für Philosophie, Literatur- oder Filmwissenschaft. Welches Menschen- und Subjektbild ergibt sich aus Lacans Schriften? Was ist mit dem berühmten "Spiegelstadium" eigentlich gemeint? Was folgt daraus, dass das Unbewusste wie eine Sprache strukturiert ist? Und was sagt uns Lacan über unser Begehren und damit über Liebe und Sexualität?
Um solche Fragen zu klären, hat Michael Pfister den Basler Philosophen Andreas Cremonini und den Psychoanalytiker Peter Widmer, Präsident des Lacan Seminars Zürich, zum Gespräch in "Sternstunde Philosophie" geladen.


10:15
Stereo-Ton16:9 Format

Literatur im Foyer

Thea Dorn im Gespräch mit Björn Kern, Ulrike Draesner,

Frank Schulz und Anne Weber

Thema: "Am größten aber ist die Liebe"

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Wenn es draußen kalt ist, dann wärmt die Liebe das Herz. Und wenn einen gerade keiner liebt, dann hilft auch ein Liebesroman. Die Liebe ist das älteste Thema der Literatur. Aber wie ist das eigentlich mit der Liebe: Lieben Männer und Frauen verschieden? Und vor allem: ...
(ARD/SWR)

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Wenn es draußen kalt ist, dann wärmt die Liebe das Herz. Und wenn einen gerade keiner liebt, dann hilft auch ein Liebesroman. Die Liebe ist das älteste Thema der Literatur. Aber wie ist das eigentlich mit der Liebe: Lieben Männer und Frauen verschieden? Und vor allem: Schreiben sie anders über die Liebe?
Über das Thema: "Am größten aber ist die Liebe" spricht Thea Dorn mit Björn Kern ("Das erotische Talent meines Vaters"), Ulrike Draesner ("Vorliebe"), Frank Schulz ("Mehr Liebe") und Anne Weber ("Luft und Liebe").
(ARD/SWR)


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11:15
Stereo-Ton16:9 Format

Bergauf, bergab

Ein Jahr mit der Bergbauernfamilie Kempf im Schächental

Dokumentarfilm von Hans Haldimann, Schweiz 2008

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Die Bergbauernfamilie Kempf bewirtschaftet drei Höfe im Urner Schächental in der Schweiz. Je nach Jahreszeit leben sie auf einem anderen Hof: mal im Talboden, mal im Bieler auf 1.120 Metern oder ganz oben, im Pfaffen, an der Baumgrenze. Zusammen mit ihrem Vieh ziehen sie ...

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Die Bergbauernfamilie Kempf bewirtschaftet drei Höfe im Urner Schächental in der Schweiz. Je nach Jahreszeit leben sie auf einem anderen Hof: mal im Talboden, mal im Bieler auf 1.120 Metern oder ganz oben, im Pfaffen, an der Baumgrenze. Zusammen mit ihrem Vieh ziehen sie von Hof zu Hof, im Frühling bergwärts, im Herbst talwärts. Zuoberst, im Pfaffen, will Bauer Max Kempf trotz ausbleibender staatlicher Unterstützung einen neuen Stall errichten, den er braucht, um überleben zu können. Der Alltag ist hart, die ganze Familie hilft mit. Doch fernab der Hektik der Städte entfaltet sich das Glück auf andere Weise: als die innere Zufriedenheit, sein eigener Herr zu sein, eins zu sein mit dem Vieh in einer einmaligen Berglandschaft.
Der Dokumentarfilm "Bergauf, bergab" von Hans Haldimann berichtet vom Leben in der Abgeschiedenheit der Täler der Innerschweizer Berge und von den Veränderungen und Gefahren, die den Bergbauern dort drohen. Er zeigt auch ihren Mut, gegen die Widerstände einer globalisierten Welt, der das Naheliegende allmählich abhanden kommt, an traditioneller Lebensweise festzuhalten.


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


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13:05
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Die Legende vom Hasen und der Sonne

Film von Waltraud Paschinger und Franz Hafner

(aus der ORF-Reihe "Universum")

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Aus Aufzeichnungen von Pelztierhändlern lässt sich ablesen, dass der Bestand der kanadischen Schneeschuhhasen zyklisch alle elf Jahre explosionsartig zunimmt. Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Anstieg der Hasenpopulation im Rhythmus der Sonne geschieht, die ...
(ORF)

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Aus Aufzeichnungen von Pelztierhändlern lässt sich ablesen, dass der Bestand der kanadischen Schneeschuhhasen zyklisch alle elf Jahre explosionsartig zunimmt. Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Anstieg der Hasenpopulation im Rhythmus der Sonne geschieht, die ebenfalls alle elf Jahre ein Maximum an Aktivität aufweist. Dann kommt es auf der Sonne zu magnetischen Veränderungen, die das Wetter auf der Erde und damit das Wachstum der Pflanzen im kanadischen Urwald und in Folge die Vitalität der Hasen beeinflussen. Eine Legende erzählt davon, dass sich die Hasen vor langer Zeit mit der Sonne verbündet und mit ihrer Hilfe die Welt und den Mond erschaffen haben. Seit jener Zeit könnten sich die Hasen auch im Sonnenlicht verbergen, wenn sie bedroht würden, und sie könnten wieder aus den Sonnenstrahlen entstehen, wenn die Gefahr vorbei sei.
Der Film "Die Legende vom Hasen und der Sonne" geht dieser Legende nach. Die Dreharbeiten führten von Südeuropa bis in den Norden Kanadas.
(ORF)


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13:50
schwarz-weiss monochrom

Greta Garbo

Mata Hari

Spielfilm, USA 1931

Darsteller:
Mata HariGreta Garbo
Leutnant Alexis RosanoffRamon Novarro
General ShubinLionel Barrymore
AdrianiLewis Stone
DuboisC. Henry Gordon
u.a.
Regie: George Fitzmaurice

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Paris, 1917: Mata Hari, eine umschwärmte Tänzerin, bezaubert in den Jahren des Ersten Weltkriegs Paris. Oft sieht man sie im Spielclub des eleganten Monsieur Adriani, in dem hohe Offiziere und einflussreiche Zivilisten verkehren. Dass Adriani heimlich für die Deutschen ...
(ARD)

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Paris, 1917: Mata Hari, eine umschwärmte Tänzerin, bezaubert in den Jahren des Ersten Weltkriegs Paris. Oft sieht man sie im Spielclub des eleganten Monsieur Adriani, in dem hohe Offiziere und einflussreiche Zivilisten verkehren. Dass Adriani heimlich für die Deutschen arbeitet und Mata Hari seine beste Spionin ist, weiß nur General Shubin, Attaché der russischen Botschaft, der ihr hörig ist und sein Land an sie verraten hat, um sie zur Geliebten zu gewinnen. Als der junge russische Fliegerleutnant Alexis Rosanoff mit wichtigem Geheimmaterial nach Paris kommt, ist auch er fasziniert von der schönen Frau. Shubin spürt, dass es Mata Hari nicht nur um dessen Dokumente geht, als sie sich mit Rosanoff einlässt. Er reagiert mit rasender Eifersucht und versucht, Mata Hari an die französische Abwehr zu verraten. Sie erschießt ihn kaltblütig und will sich nach Holland absetzen, erfährt jedoch, dass Rosanoff abgestürzt und schwer verletzt ist. Sie eilt zu ihm und wird kurz darauf verhaftet und zum Tod durch Erschießen verurteilt. Nach einem schmerzlichen Abschied von Rosanoff tritt sie vor das Exekutionskommando.
Um die Tänzerin Mata Hari ranken sich seit dem Ersten Weltkrieg viele Legenden: Sie wurde zum Inbegriff der schönen Spionin, die ihre Macht über Männer raffiniert missbrauchte. Ob sie wirklich Spionage betrieben hat, ist historisch umstritten. In dem Film von George Fitzmaurice, der sich in den 1920er Jahren mit Inszenierungen exotischer Unterhaltungsfilme einen Namen gemacht hatte, darf Greta Garbo als Mata Hari viel Gefühl zeigen.

"Mata Hari" ist der Auftakt einer neunteiligen Greta-Garbo-Reihe, die 3sat anlässlich des 20. Todestags der Hollywood-Legende am 15. April zeigt. Am Montag, 5. April, 13.30 Uhr, zeigt 3sat die Leo-Tolstoi-Verfilmung "Anna Karenina".
(ARD)


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15:15

The Greenbrier - eine amerikanische Legende

Film von Otto Deppe

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"The Greenbrier" in Westvirginia ist Amerikas ältestes Resort-Hotel. Im Lauf der Jahre wurde das Greenbrier zum gesellschaftlichen Mittelpunkt einer ganzen Region, wo Heiraten vermittelt wurden und glanzvolle Bälle stattfanden. Das 1780 erstmals erwähnte Hotel war lange ...
(ARD/SR)

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"The Greenbrier" in Westvirginia ist Amerikas ältestes Resort-Hotel. Im Lauf der Jahre wurde das Greenbrier zum gesellschaftlichen Mittelpunkt einer ganzen Region, wo Heiraten vermittelt wurden und glanzvolle Bälle stattfanden. Das 1780 erstmals erwähnte Hotel war lange Jahre ein gesellschaftlicher Mittelpunkt: 25 amerikanische Präsidenten verbrachten Dort ihren Urlaub, ebenso Wirtschaftsmagnaten, Schauspieler und berühmte Sportler. In den Felsen unter dem Resort liegt außerdem Amerikas bestgehütetes Geheimnis verborgen: der atombombensichere Bunker für den Kongress.
Der Film erzählt die Geschichte des legendären Hotels "The Greenbrier" und seiner berühmten Gäste.
(ARD/SR)


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15:30

Twain's World

Leben auf dem Mississippi

(Life on the Mississippi)

Spielfilm, USA 1980

Darsteller:
Horace BixbyRobert Lansing
Sam ClemensDavid Knell
Mr. EalerJames Kaene
Mr. BrownDonald Madden
George RichieJohn Pankow
u.a.
Regie: Peter H. Hunt

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Der amerikanische Schriftsteller Samuel Langhorne Clemens (1835 - 1910), bekannt als Mark Twain, ist vor allem für seine Jugendbücher und als Schöpfer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn berühmt. Doch sein vielfältiges Werk richtet sich in seinen ironischen ...

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Der amerikanische Schriftsteller Samuel Langhorne Clemens (1835 - 1910), bekannt als Mark Twain, ist vor allem für seine Jugendbücher und als Schöpfer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn berühmt. Doch sein vielfältiges Werk richtet sich in seinen ironischen Anspielungen und seiner Sozialkritik vornehmlich an Erwachsene. Das zentrale Thema von Mark Twain ist die Sehnsucht nach der heilen Welt. Um dieses Motiv geht es in "Leben auf dem Mississippi". Dabei zeichnet der Film ein realistisches und intimes Bild vom Amerika des 19. Jahrhunderts. Die mit Distanz und liebevollem Humor erzählte Entwicklung der Beziehungen eines älteren Mannes zu dem Jungen verleiht dem Film eine zusätzliche Spannung.
Die autobiografische Geschichte des Films schildert die glücklichste Zeit im Leben von Samuel Langhorne Clemens alias Mark Twain: seine Jugend auf dem Mississippi, hauptsächlich seine Lehrzeit als Lotse auf dem legendären Raddampfer "Paul Jones". Das Erleben und "Erlernen" des Flusses bedeutet für den Jungen Sam die erste Konfrontation mit der Realität, die Einführung in das Leben und die Erziehung zu ethischen und ästhetischen Werten. Diese symbolhafte Verbindung von Kindheit, Initiation und Leben in der allumfassenden Metapher vom großen Strom wird in einem ruhigen Tempo erzählt, kaum schneller, als sich der Raddampfer bewegt. Durch die Beziehung zwischen Kapitän und Lehrling werden die Erlebnisse des Jungen gezeigt, die Hafenstädte und ihre Bewohner, die Reisenden und die Gefahren der Flussschifffahrt. Sam lernt deren Geheimnisse kennen, und gleichzeitig gewinnt er langsam auch das Vertrauen und die Zuneigung des Kapitäns, der ihm letztlich seine innerste Erkenntnis preisgibt: "Der Lotse auf diesem Fluss ist der einzig freie, vollkommen unabhängige Mensch auf der Erde."

Im Anschluss, um 17.00 Uhr, zeigt 3sat den ersten Teil des vierteiligen Fernsehfilms "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer".


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17:00

Twain's World

Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer (1/4)

Fernsehfilm, Rumänien/Frankreich/BRD 1968

Darsteller:
Tom SawyerRoland Demongeot
Huckleberry FinnMarc di Napoli
Tante PollyLina Carstens
Muff PotterOtto Ambros
JimSerge Nubret
u.a.
Literarische Vorlage: Mark Twain
Regie: Wolfgang Liebeneiner

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Tom Sawyer und Huckleberry Finn, die unzertrennlichen Freunde, leben in St. Petersburg, einem Städtchen am Mississippi. Toms Leben ist bestimmt von ungeliebten Schulbesuchen, Prügeleien, Versuchen, sich die Arbeit, die Tante Polly ihm auferlegt, vom Leibe zu halten und ...

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Tom Sawyer und Huckleberry Finn, die unzertrennlichen Freunde, leben in St. Petersburg, einem Städtchen am Mississippi. Toms Leben ist bestimmt von ungeliebten Schulbesuchen, Prügeleien, Versuchen, sich die Arbeit, die Tante Polly ihm auferlegt, vom Leibe zu halten und der ersten Verliebtheit in die hübsche Schulkameradin Becky Thatcher. Bei einer Warzenbeschwörung auf dem Friedhof tauchen plötzlich der alte Sargmacher Potter, Indianer-Joe und der Arzt Dr. Robinson auf, um das Grab des tags zuvor beerdigten Williams zu öffnen. Unter den drei Männern kommt es zu einem Streit. Indianer-Joe ersticht den Doktor mit Potters Messer und kann dem betrunkenen Potter einreden, er habe den Mord begangen. Die Jungen wagen es nicht, von dem Mord zu reden. Das furchtbare Geheimnis plagt Tom. Als Becky Tom abblitzen lässt, sieht er sich gezwungen, die Verbrecherlaufbahn einzuschlagen und fährt nachts mit Huck auf einem Floß zur Jackson-Insel.
Erste Folge der vierteiligen Literaturverfilmung, die in die Welt Mark Twains zurückführt.

Die weiteren Folgen der vierteiligen Literaturverfilmung "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" zeigt 3sat an den kommenden Tagen jeweils um 17.00 Uhr. Die Sendung am Montag, 5. April, beginnt erst um 17.05 Uhr. Mit dem zweiten Teil von "Mister & Missis.Sippi" setzt 3sat um 20.15 Uhr sein Programm zu "Twain's World" fort.


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18:30
Stereo-Ton16:9 Format

Die Bucklige Welt (1/2)

Film von Romana Casata

Kulturgeschichte im Land der 1.000 Hügel

Erstausstrahlung

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Die Bucklige Welt, eine Landschaft im Südosten Niederösterreichs, wird auch "Land der 1.000 Hügel" genannt. Schon früh siedelten dort Menschen, wie die keltischen Hügelgräber in den Wäldern beweisen. Noch heute sind in der Buckligen Welt auch zahlreiche Wehrkirchen ...
(ORF/3sat)

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Die Bucklige Welt, eine Landschaft im Südosten Niederösterreichs, wird auch "Land der 1.000 Hügel" genannt. Schon früh siedelten dort Menschen, wie die keltischen Hügelgräber in den Wäldern beweisen. Noch heute sind in der Buckligen Welt auch zahlreiche Wehrkirchen zu finden: In ihnen verschanzte sich die Bevölkerung während der gewalttätigen Einfälle der Türken und Kuruzzen aus dem Osten. Von "feinsinnigeren", wenn auch nicht unbedingt ruhigeren Zeiten erzählen die Renaissance-Schlösser und die ehemaligen Besitzungen der Bourbonen.
Der erste Teil von "Die Bucklige Welt" führt zurück in die kulturgeschichtlichen Anfänge des "Landes der 1.000 Hügel".

Den zweiten Teil von "Die Bucklige Welt" zeigt 3sat am Montag, 5. April, um 18.30 Uhr.
(ORF/3sat)


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:15
Stereo-Ton16:9 Format

Tausendundeine Nacht (1/2)

Ute Brucker auf Königswegen in Marokko und im Oman

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"M6" nennen ihn seine Untertanen in loser Anlehnung an den Namen eines französischen Privatfernsehkanals und wollen damit sagen: "Wir haben einen modernen König". Mohammed VI., König von Marokko, ist ständig auf Reisen, kreuz und quer durch sein Land. Er schiebt ...
(ARD/SWR)

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"M6" nennen ihn seine Untertanen in loser Anlehnung an den Namen eines französischen Privatfernsehkanals und wollen damit sagen: "Wir haben einen modernen König". Mohammed VI., König von Marokko, ist ständig auf Reisen, kreuz und quer durch sein Land. Er schiebt Industrieprojekte an, besucht Krankenhäuser, Schulen und soziale Einrichtungen. Mohammed VI. ist kein Repräsentationskönig wie die europäischen Monarchen, sondern ein wirklicher Herrscher: Er ist ranghöchster Politiker und religiöser Führer aller Muslime in seinem Reich. Aber er will Marokko aus der Vergangenheit in die Gegenwart führen: Während sein Vater der Ehefrau noch nicht gestattete, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, hat Mohammed VI. eine moderne Akademikerin geheiratet, die, wenn auch vorsichtig, Repräsentationspflichten übernimmt. Prinzessin Lalla Salma ist - zum ersten Mal in der Geschichte Marokkos - von einer Bürgerlichen zur königlichen Hoheit aufgestiegen und hat das Privileg, Mohammeds einzige Frau zu sein.
Die erste Folge des zweiteiligen Films "Tausendundeine Nacht" reist auf Königswegen durch Marokko, besucht jenseits des Atlasgebirges alte Kasbahs, Burgen aus Lehm, in denen noch heute Verwandte der Königsfamilie leben. In den Königsstädten Fes und Meknes blickt der Film in Paläste mit märchenhaften Mosaiken und ist dabei, wenn "M6" in seinem Palast in Rabat beim muslimischen Opferfest einen Hammel schlachtet.

Die letzte Folge des zweiteiligen Films "Tausendundeine Nacht" zeigt 3sat am Montag, 5. April, um 19.15 Uhr.
(ARD/SWR)


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20:00
Stereo-Ton16:9 Format

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Twain's World

Mister & Missis.Sippi (2/3)

Mit dem Floß durch die Südstaaten

Film von Volker Strübing

Erstausstrahlung

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Die beiden Floßbewohner Patricia Schäfer und Volker Strübing sind bereits einige Hundert Kilometer auf dem "Ol' Man River" unterwegs. Ihr nächstes Ziel ist Memphis. Die Stadt ist vor allem durch die durch Rock-'n'-Roll-Legende Elvis Presley bekannt geworden. Auch ein ...

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Die beiden Floßbewohner Patricia Schäfer und Volker Strübing sind bereits einige Hundert Kilometer auf dem "Ol' Man River" unterwegs. Ihr nächstes Ziel ist Memphis. Die Stadt ist vor allem durch die durch Rock-'n'-Roll-Legende Elvis Presley bekannt geworden. Auch ein anderer berühmter Amerikaner ist, wenn auch auf tragische Weise, mit Memphis verbunden: Martin Luther King, der Bürgerrechtler, der dort 1968 ermordet wurde. Nach einem Aufenthalt in Memphis geht es weiter in Richtung Süden - die beiden Ruderer erreichen Vicksburg, die berühmte Bürgerkriegsstadt und ihr nächstes Etappenziel. Der Traum von der amerikanischen Freiheit ist dort sehr lebendig und zeigt sich vor allem an den steigenden Verkaufszahlen großkalibriger Waffen. Sengende Hitze begleitet die beiden auf dem Weg nach Süden. Das Katamaran-Floß treibt im braunen Wasser langsam den Mississippi entlang. Ruhe vor den Moskitos finden die beiden nur im Zelt auf winzigen Flussinseln.
Patricia Schäfer, Journalistin und Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins, und der Schriftsteller Volker Strübing folgen für die dreiteilige Dokumentationsreihe "Mister & Missis.Sippi" den Spuren Mark Twains und rudern 2.000 Kilometer auf einem Holzfloß den Mississippi von St. Louis nach New Orleans hinunter. An ihren Etappenzielen spüren sie der amerikanischen Geschichte nach und erleben den "American Way of Life".

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, setzt 3sat sein Programm zu "Twain's World" mit der Dokumentation "Ol' Man River - Mächtiger Mississippi" fort.


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21:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Twain's World

Ol' Man River - Mächtiger Mississippi

Film von Michael Schlamberger und Steve Nicholls

(aus der ORF-Reihe "Universum")

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Der "Ol' Man River", wie der Mississippi auch genannt wird, ist ein Fluss der Superlative. Sein Einzugsgebiet hat die Größe des indischen Subkontinents, und mit seinem etwa 3.800 Kilometer langen Lauf ist der Mississippi der drittlängste Strom der Erde. Seine Sümpfe ...
(ORF)

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Der "Ol' Man River", wie der Mississippi auch genannt wird, ist ein Fluss der Superlative. Sein Einzugsgebiet hat die Größe des indischen Subkontinents, und mit seinem etwa 3.800 Kilometer langen Lauf ist der Mississippi der drittlängste Strom der Erde. Seine Sümpfe und Flussarme beherbergen eine spektakuläre Tier- und Pflanzenwelt, aber der Ol' Man River ist mehr als das: Er verkörpert wie kein anderer Fluss den Mythos der Vereinigten Staaten: den Kampf vom Werden einer neuen Nation, die Eroberung der Wildnis, die Erschließung des Wilden Westens, den Untergang der Indianer, das Leid der schwarzen Sklaven.
Der Film "Ol' Man River - Mächtiger Mississippi" führt vom Quellgebiet im Itascasee in Minnesota bis zu Mündung des Flusses in den Golf von Mexiko. Er zeichnet die geologischen Gegebenheiten des Mississippis ebenso nach wie die Entstehung der übervölkerten Millionenstädte an seinen Ufern. Computeranimationen und Spielszenen führen in die Zeiten Marks Twains und der Mississippi-Dampfer, des spanischen Konquistadoren Hernando de Soto und der frühen französischen Entdecker.

Am Montag, 5. April, um 15.30 Uhr, zeigt 3sat im Rahmen von "Twain's World" den Spielfilm "Zeitsprung in die Tafelrunde".
(ORF)


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22:30
Stereo-Ton

Erfolg (2/3)

Fernsehfilm, Deutschland 1990

Darsteller:
Jacques TüverlinBruno Ganz
Johanna KrainFranziska Walser
Dr. Martin KrügerPeter Simonischek
Erich BornhaakMathieu Carrière
Dr. Siegbert GeyerErnst Jacobi
Dr. Otto KlenkMartin Benrath
Anna Elisabeth HaiderGudrun Gabriel
Frau von RadolnyJutta Speidel
u.a.
nach dem Roman von: Lion Feuchtwanger

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Der inhaftierte Dr. Martin Krüger nimmt die durch den Zuchthausdirektor Förtsch erschwerten Haftbedingungen zunächst gelassen hin: Er rechnet mit Freispruch und Rehabilitierung. Ingenieur Kaspar Pröckl, sein sozialrevolutionär eingestellter Freund, springt über ...
(ARD/BR)

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Der inhaftierte Dr. Martin Krüger nimmt die durch den Zuchthausdirektor Förtsch erschwerten Haftbedingungen zunächst gelassen hin: Er rechnet mit Freispruch und Rehabilitierung. Ingenieur Kaspar Pröckl, sein sozialrevolutionär eingestellter Freund, springt über seinen Schatten und erreicht, dass der Großindustrielle Baron Reindl beim Justizminister Klenk einen Termin für Krügers Verteidiger Dr. Geyer arrangiert. Der Anwalt wird jedoch kurz vor diesem Termin nachts von Anhängern der NSDAP als "Judenschwein" niedergeschlagen. Statt Geyer erscheint Johanna Krain beim Justizminister. Dieser schmettert ihren Antrag, das Revisionsverfahren einzuleiten, da der Prozess Krüger zwar "legal, aber nicht legitim" verlaufen sei, zynisch ab. Wutentbrannt beschließt Johanna, den Häftling zu heiraten, um ihren Kampf um Krüger vor den Behörden gesetzlich zu verankern. Auf einer Versammlung der Anhänger Hitlers in der Bierwirtschaft "Gaisgarten" wird der meineidige Ratzenberger das Opfer einer politischen Stammtisch-Auseinandersetzung: Der Bäckermeister Gierl kommt dem randalierenden Taxichauffeur zuvor und zerschmettert einen Bierkrug auf dessen Schädel. Mit dem Tod Ratzenbergers hat sich die Chance auf die gerichtliche Wiederaufnahme des Falls Krüger nochmals wesentlich verschlechtert.
Zweite Folge des dreiteiligen Fernsehfilms nach dem 1930 erschienenen gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger.
(ARD/BR)


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23:55
Stereo-Ton16:9 Format

Nabucco

Oper von Giuseppe Verdi

Wiener Staatsoper, 2001

Darsteller:
NabuccoLeo Nucci
AbigailMaria Guleghina
FenenaMihaela Ungureanu
Oberpriester ZachariasGiacomo Prestia
Königsenkel IsmaelMiro Dvorsky
u.a.
Libretto: Temistocle Solera
Chor: Wiener Staatsopernchor
Orchester: Wiener Staatsopernorchester
Musikalische Leitung: Fabio Luisi
Inszenierung: Günter Krämer

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Der babylonische König Nebukadnezar erobert Jerusalem, lässt den unter David errichteten Tempel zerstören und versklavt einen Großteil des jüdischen Volks, das sein Joch nur durch die Hoffnung auf die Wiederkehr des Messias und den Gedanken an die Heimat ertragen ...
(ORF)

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Der babylonische König Nebukadnezar erobert Jerusalem, lässt den unter David errichteten Tempel zerstören und versklavt einen Großteil des jüdischen Volks, das sein Joch nur durch die Hoffnung auf die Wiederkehr des Messias und den Gedanken an die Heimat ertragen kann: "Nabucco" erzählt vom Ende des davidischen Königtums, der ersten souveränen Herrschaft über die jüdischen Stämme. Der ursprüngliche Text von Temistocle Solera erwies sich als hervorragend für eine Oper geeignet: Das Schicksal des jüdischen Volks verdichtet sich im Handeln weniger Personen. Mit dem berühmten Gefangenenchor "Va pensiero" ("Flieh, Gedanke!") ist "Nabucco" nicht nur ein Opernhit, sondern gilt als inoffizielle Hymne der Italiener. Auch für Wien hat diese Oper einen besonderen musikgeschichtlichen Stellenwert: Giuseppe Verdi selbst dirigierte am 4. April 1843 die Wiener Erstaufführung im Kärntnertortheater.
3sat zeigt eine "Nabucco"-Inszenierung von Günter Krämer aus der Wiener Staatsoper.
(ORF)


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2:05
Mit Audiodeskription

Live Flesh - Mit Haut und Haar

(Carne Trémula)

Spielfilm, Spanien/Frankreich 1997

Darsteller:
VictorLiberto Rabal
DavidJavier Bardem
ElenaFrancesca Neri
ClaraAngela Molina
SanchoJosé Sancho
IsabelPenélope Cruz
Regie: Pedro Almodóvar
(Zweikanalton: Originalfassung/Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)

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Victor ist jung, unschuldig und lebenshungrig. Mit Elena, die er in einem Nachtclub kennengelernt hat, erlebt er seinen ersten Sex. Als er einige Tage später bei ihr vorbeischaut, erinnert sie sich allerdings an nichts. Auf sein Drängen hin hat sie plötzlich eine ...

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Victor ist jung, unschuldig und lebenshungrig. Mit Elena, die er in einem Nachtclub kennengelernt hat, erlebt er seinen ersten Sex. Als er einige Tage später bei ihr vorbeischaut, erinnert sie sich allerdings an nichts. Auf sein Drängen hin hat sie plötzlich eine Pistole in der Hand. Und dann stehen zwei Polizeibeamte in der Tür: der junge David und sein Freund Sancho. Was Sancho nicht weiß: Seine Frau Clara betrügt ihn mit seinem Kumpel. Ein Schuss löst sich und mach David zum Querschnittsgelähmten. Zwei Jahre später hat Elena, von Schuld verzehrt, David geheiratet. Nun ist er bei den Paralympischen Spielen ein Star, den Victor vom Gefängnis aus im Fernsehen bewundert. Wieder einige Jahre später begegnet der freigelassene Victor bei einem Besuch des Grabs seiner Mutter den drei Menschen aus jenes schicksalhaften Tags. Wieder lädt er neue Schuld auf sich, denn er geht eine Beziehung zu Clara ein - obwohl er immer noch in Elena verliebt ist. In den Männern der beiden Frauen wächst die Verzweiflung, die Eifersucht - und die Bereitschaft zur Gewalt.
Bei "Live Flesh - Mit Haut und Haar" bediente sich der Pedro Almodóvar, zum ersten Mal einer Literaturvorlage: nämlich des Krimis "In blinder Panik" ("Live Flesh") der Engländerin Ruth Rendell. Doch prägend für die Story sind zwei typische Elemente aus Almodóvar-Filmen: die Macht der Gefühle und der Leidenschaft - und der Zufall. Im Vergleich mit früheren Filmen und all ihren Tabubrüchen kommt "Live Flesh - Mit Haut und Haar" wesentlich leiser und tiefsinniger daher, was sich in späteren Filmen ("Alles über meine Mutter", "Sprich mit ihr", "Volver") auch fortsetzte. Getragen wird der Film von großartigen Schauspielern, allen voran Javier Bardem ("Das Meer in mir", "No Country for Old Men") und Penélope Cruz ("Vanilla Sky", "Zerrissene Umarmungen"), die damals beide noch am Beginn ihrer internationalen Karrieren standen.


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3:40
Stereo-Ton16:9 Format

Meisterwerke der Menschheit (5/6)

Sizilien: Der Patron der Puppen

Film von Norbert Busè

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In der Bara all'Olivella in Palermo hat Mimmo Cuticchio seine Puppenwerkstatt. Gäbe es ihn nicht, wäre die uralte Tradition des sizilianischen Puppenspiels ausgestorben. Nur wenige finden den Weg in Mimmo Cuticchios Werkstatt, in der er auch heute noch die ...

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In der Bara all'Olivella in Palermo hat Mimmo Cuticchio seine Puppenwerkstatt. Gäbe es ihn nicht, wäre die uralte Tradition des sizilianischen Puppenspiels ausgestorben. Nur wenige finden den Weg in Mimmo Cuticchios Werkstatt, in der er auch heute noch die farbenprächtigen, über einen Meter hohen Puppen hergestellt, und selten sind die Aufführungen in seinem kleinen Theater ausverkauft. Mimmo hat die Puppenspielkunst von seinem Vater gelernt, der noch bis in die 1950er Jahre hinein mit einer mobilen Bühne über Land fuhr. Mimmos Sohn möchte die Tradition nicht weiterführen, was zur Folge hätte, dass sein Schatz der schönen Puppen und ihrer reichen Geschichten verloren gehen würde. Deshalb entschloss sich der Patron, eine kleine Schule für Puppenspieler zu eröffnen - einzigartig in Sizilien. Die kleine Schar lernt jetzt von der Pike auf das Handwerk. Ob die jungen Leute die dreijährige und strenge Ausbildung bis zuletzt durchhalten, bleibt allerdings abzuwarten. Auch die junge Japanerin Nori, die eigens aus Tokio angereist ist, nimmt am Unterricht teil, lernt die komplizierte Handhabung der Puppen an langen Stangen und die lange Tradition der Geschichten und Aufführungen. Sie fiebert ihrer ersten Aufführung entgegen. Die UNESCO hat das "teatro dei pupi" zu den schützenswerten "Meisterwerken der Menschheit" erklärt.
Die fünfte Folge der sechsteiligen Reihe zeigt die Herstellung und das Spiel der Puppen. Er zeigt aber auch, wie Kino und Fernsehen das Meisterwerk stark verdrängt haben. Seit 2003 stellt die UNESCO neben Bauwerken und Naturstätten auch immaterielle Weltkulturgüter unter ihren Schutz. Die Reihe "Meisterwerke der Menschheit" stellt sechs von ihnen vor.


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4:10
Stereo-Ton16:9 Format

Meisterwerke der Menschheit (6/6)

Malaysia: Der Tanz im Verborgenen

Film von Norbert Busè

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Auf einer improvisierten Bühne, versteckt im undurchdringlichen Regenwald Malaysias, unterrichtet Berkagil seine junge Schülerin Ain in der traditionellen malaysischen Kunstform Mak Yong. Die Tanztradition, die maßgeblich von Frauen bestimmt wird, ist seit Jahren ...

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Auf einer improvisierten Bühne, versteckt im undurchdringlichen Regenwald Malaysias, unterrichtet Berkagil seine junge Schülerin Ain in der traditionellen malaysischen Kunstform Mak Yong. Die Tanztradition, die maßgeblich von Frauen bestimmt wird, ist seit Jahren bedroht und deshalb von der UNESCO zum "Meisterwerk der Menschheit" erklärt worden. Öffentliche Auftritte sind nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der herrschenden islamistischen Partei erlaubt. Das war früher anders: Ains Mutter war Tänzerin im Königshaus Kelantans, im Nordosten Malaysias. Damals wurde die Tradition vom Sultan hochgehalten, die Geschichten über Prinzessinnen und Prinzen gefördert. Improvisierte Dialoge wechselten sich mit gestenreichen Tänzen in prächtigen Kostümen ab, unterstützt von Musik. Heute gibt es keine offiziellen Schulen, keine Bühnen und keine finanzielle Unterstützung, um die Theatertradition des Landes zu bewahren. Die strenggläubigen Moslems im Norden Malaysias sind an der Förderung alter Tanztraditionen nicht interessiert. So übt Ain im Verborgenen für einen Auftritt. Doch sie wird plötzlich krank und hofft, dass die mit dem Mak Yong in Verbindung stehenden Heilungszeremonien sie wieder gesund machen. Ein Schamane wird gerufen und setzt Ain in Trance.
Der Film erzählt die Geschichte der jungen Ain und ihrer Mutter, die gegen alle Widerstände um den Erhalt dieser einzigartigen asiatischen Tanzform kämpfen und für den Erhalt des Vermächtnisses ihrer eigenen Kultur viele Opfer in Kauf nehmen. Seit 2003 stellt die UNESCO neben Bauwerken und Naturstätten auch immaterielle Weltkulturgüter unter ihren Schutz. Die Reihe "Meisterwerke der Menschheit" stellt sechs von ihnen vor.


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4:40
Stereo-Ton16:9 Format

Trilok Gurtu Project

JazzBaltica-Festival 2005

Mit Trilok Gurtu (Schlagzeug, Percussion),
Mike Lindup (Klavier), Nicolas Fiszman (Bass),
Nils Petter Molvaer (Trompete) und Lars Danielsson
(Bass, Cello)

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Atemberaubend lesen sich die Referenzen des indischen Drummers und Percussionisten Trilok Gurtu. Begeistert von der Musik John Coltranes, James Browns und Jimmy Hendrix', verließ er 1973 seine Heimatstadt Bombay, das heutige Mumbai, in Richtung Europa. Über die ...

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Atemberaubend lesen sich die Referenzen des indischen Drummers und Percussionisten Trilok Gurtu. Begeistert von der Musik John Coltranes, James Browns und Jimmy Hendrix', verließ er 1973 seine Heimatstadt Bombay, das heutige Mumbai, in Richtung Europa. Über die langjährige Partnerschaft mit Charlie Mariano etablierte er sich in der Jazz-Szene. Drum-Idole wie Elvin Jones und Roy Haynes beeinflussten sein Spiel, das er unter anderem an der Seite von Don Cherry, Jan Garbarek, Pat Metheny und in der World-Jazz-Gruppe Oregon entfaltete. Gurtu selbst sieht seine Heimat nun im Ethno-Pop. Dort vollzog er auch die Wandlung vom begehrten Sideman von Joe Zawinul und Carlos Santana zum versierten Bandleader.
Beim JazzBaltica-Festival 2005 ergänzte unter anderen der norwegische Trompeter Nils Petter Molvaer das Trilok Gurtu Project.


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5:50
Stereo-Ton16:9 Format

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