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Sonntag, 20. Dezember: Thementag "In 24 Stunden um die Welt"
Programmwoche 52/2009
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6:00
Stereo-Ton16:9 Format

Der Duft des Orient - Die Weihrauchstraße

Oman/Jemen/Jordanien/Syrien/Israel

Erstausstrahlung

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Im Süden des Sultanats Oman, in der Region Dhofar, wird bis heute Weihrauch geerntet. Die Weihrauchstraße führt von dort weiter durch den Jemen nach Shibam. Die Stadt ist fast 2.000 Jahre alt und war einst reiche Hauptstadt der Oase Hadramaut. In Shibam stehen etwa 500 ...
(ARD/SWR/3sat)

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Im Süden des Sultanats Oman, in der Region Dhofar, wird bis heute Weihrauch geerntet. Die Weihrauchstraße führt von dort weiter durch den Jemen nach Shibam. Die Stadt ist fast 2.000 Jahre alt und war einst reiche Hauptstadt der Oase Hadramaut. In Shibam stehen etwa 500 Hochhäuser aus Lehm auf engstem Raum und liefern eine imposante Skyline. Sanaa, die Hauptstadt des Jemen, streitet sich mit Jericho um den Titel der ältesten bewohnten Stadt der Welt. Die nächste Station ist Petra in Jordanien. Vom 3. Jahrhundert vor Christus bis zur Übernahme durch das Römische Imperium im Jahr 106 nach Christus war Petra das Zentrum der mächtigen Nabatäer. Auf dem Weg nach Syrien geht es vorbei an dem Wüstenschloss Qasr Amra. Die Römer machten Bosra an der syrisch-jordanischen Grenze zur Hauptstadt ihrer Provinz Arabien. Wenn die Karawanen in Damaskus einzogen, wurden sie von üppigem Grün, sprudelnden Wasserfontänen und kühlender Architektur empfangen. En Saharonim, Avdat, Shivta und Chalutza liegen an der nördlichen Weihrauchstraße. Karawansereien, Dörfer, Städte - und dazwischen die Wüste. Heute gehört dieser Teil zum Negev, der Wüste in Israel. Früher lag dort das Reich der Nabatäer, Herrscher über die Handelswege, über die der kostbare Weihrauch vom südlichen Arabien in die Metropolen Europas gebracht wurde.
Das erste Kapitel des Thementags "In 24 Stunden um die Welt" führt in den Orient. Dieter Moor lädt zu einer Reise entlang der Weihrauchstraße ein.

Der 3sat-Thementag "In 24 Stunden um die Welt" stellt UNESCO-Welterbestätten vor und zeigt einen ganzen Tag lang 15-minütige dokumentarische Essays aus der 3sat-Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit". Dieter Moor moderiert den Thementag und spricht zwischen den einzelnen Filmbeiträgen mit Wissenschaftlern und Journalisten, Reise-Experten und Weltenbummlern.
(ARD/SWR/3sat)


7:00
Stereo-Ton16:9 Format

Schätze des Islam

Ägypten/Spanien/Tunesien

Erstausstrahlung

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"Wer Kairo nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen. Ihre Erde ist aus Gold, ihr Nil ist ein Wunder, ihre Frauen sind wie schwarzäugige Jungfrauen aus dem Paradies, ihre Häuser sind Paläste, ihre Luft ist weich und duftend wie Aloeholz. Und wie könnte Kairo anders ...
(ARD/SWR/3sat)

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"Wer Kairo nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen. Ihre Erde ist aus Gold, ihr Nil ist ein Wunder, ihre Frauen sind wie schwarzäugige Jungfrauen aus dem Paradies, ihre Häuser sind Paläste, ihre Luft ist weich und duftend wie Aloeholz. Und wie könnte Kairo anders sein, ist es doch die Mutter der Welt." Das steht in "Die Geschichte aus 1001 Nacht" über die ägyptische Hauptstadt geschrieben. Über 700 Jahre lebten Araber auch in Spanien, 1492 endete diese Ära - und damit auch die 250 Jahre dauernde Herrschaft der Nasriden in Granada. Die Alhambra war ihr Sultanspalast, genannt "Die rote Zitadelle", denn ihre Mauern erglühen im Licht der Tageszeiten in den unterschiedlichsten Farbnuancen eines zarten Rots. Die spanische Stadt Córdoba ist ein Symbol für das Miteinander und Gegeneinander der Religionen und Kulturen. Als Córdoba im 8. Jahrhundert unabhängiges Emirat wurde, erbauten Moslems sich dort ein neues Gotteshaus. Damit wurde die Stadt das islamische Pilgerzentrum des Abendlands, außerdem Begegnungsstätte von Lehrmeistern, Dichtern und Gläubigen. Im 13. Jahrhundert zogen dort die katholischen Könige Kastiliens ein. Kairouan, im heutigen Tunesien gelegen, ist die vierte heilige Stätte des Islams nach Mekka, Medina und Jerusalem. Als die Araber einst nach Afrika vordrangen, rammte der Heerführer Oqba ibn Nafi dort seinen Speer in den unwirtlichen Steppenboden und gründete die erste arabische Stadt Afrikas.
Die zweite Etappe stellt die Schätze des Islams vor: den Stadtkern von Kairo, die Bauwerke der Mauren in Granada und Córdoba und die heilige Stadt Kairouan vor.
(ARD/SWR/3sat)


8:00
Stereo-Ton16:9 Format

Türkisches Welterbe

Erstausstrahlung

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Istanbul ist Metropole und Hauptstadt dreier Weltreiche, Schmelztiegel verschiedener Kulturen und die einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Das römische Reich und seine Kultstätten bildeten die Fundamente für Konstantinopel, Hauptstadt des ...
(ARD/SWR/3sat)

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Istanbul ist Metropole und Hauptstadt dreier Weltreiche, Schmelztiegel verschiedener Kulturen und die einzige Stadt der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt. Das römische Reich und seine Kultstätten bildeten die Fundamente für Konstantinopel, Hauptstadt des byzantinischen Reichs, worauf die Osmanen ihre Herrschaft mit ihren Monumenten gründeten. Das historische Istanbul auf der Landzunge zwischen Goldenem Horn, Marmarameer und Bosporus scheint wie keine andere Metropole dazu bestimmt, Ost und West zusammenzuführen. Als der spanische Schriftsteller Juan Goytisolo durch die Täler von Göreme in der Türkei wanderte, war er sicher: "Der Architekt Antoni Gaudí muss hier gewesen sein und das alles gebaut haben!" Tausende von Kegeln, Pilzen, Kaminen, Türmchen und steinernen Ornamenten bilden dort ein Ensemble. Der Canyon im türkischen Hochland ist eine märchenhafte Vulkanlandschaft, in der Wind, Wasser und Kälte die Baumeister waren. Zu den größten Naturwundern der Türkei gehören auch die weißen Terrassen von Pamukkale: Am Hügelsaum des Mäander, einer geologischen Bruchzone, entspringen an mehreren Stellen Thermalquellen mit einer Temperatur von 36 Grad Celcius. Beim Durchsickern des Kalkgesteins haben sie sich mit mineralischen Stoffen angereichert, die beim Abkühlen an der Erdoberfläche zu Kalksinter erstarren.
Das türkische Welterbe steht im Mittelpunkt der dritten Etappe. Dieter Moor begrüßt dazu Martin Thoma, einen Filmproduzenten und Regisseur, der seit zehn Jahren in Istanbul lebt und mit einer Türkin verheiratet ist. Er erzählt vom Leben im "In-Viertel" Istanbuls, das auch bei Touristen beliebt ist, vom Leben auf zwei Kontinenten und zwischen den Kulturen.
(ARD/SWR/3sat)


8:45
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturerbe an der Seidenstraße

Usbekistan/Pakistan/Iran

Erstausstrahlung

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Im heutigen Usbekistan liegt eine der ältesten Städte Asiens: Samarkand. Im 4. Jahrhundert vor Christus wurde die Oase von Alexander dem Großen erobert. Samarkand entwickelte sich schnell zum zentralen Umschlagplatz an der Seidenstraße, zur Drehscheibe an der ...
(ARD/SWR/3sat)

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Im heutigen Usbekistan liegt eine der ältesten Städte Asiens: Samarkand. Im 4. Jahrhundert vor Christus wurde die Oase von Alexander dem Großen erobert. Samarkand entwickelte sich schnell zum zentralen Umschlagplatz an der Seidenstraße, zur Drehscheibe an der bedeutendsten Karawanenstraße von Persien nach China. Dort kreuzten sich Waren und Kulturen, wurden Güter aus Persien, Indien, der Arabischen Halbinsel und China umgeschlagen. Als Alexander der Große 326 vor Christus Taxila erreicht, ist er nicht nur der große Stratege, sondern auch ein Bote griechischer Kultur. Er erobert die älteste Siedlung Bhir Mound, die heute, unweit der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, nur noch aus unregelmäßigen Mauerfundamenten besteht. Ganz anders die Nachfolgesiedlung Sirkap: Mit ihren geraden Straßenachsen und ihrem rasterhaften Aufbau erzählt sie eindrucksvoll von der damaligen Modernität. Das Fort von Lahore in Pakistan ist ein UNESCO-Weltkulturerbe am Rande der Zerstörung. Die Stadt Lahore selbst war einst eine der Prunkstädte des sagenhaften Mogulreichs, für das damalige Europa Symbol unermesslichen Reichtums und grenzenloser Macht. Akbar der Große war im 16. Jahrhundert der Begründer der Mogulpracht in der Stadt. Den architektonischen Höhepunkt setzte Shah Jahan, der auch das Taj Mahal erbaute und unter dessen Herrschaft der Spiegelpalast gebaut wurde. Nach den Paradiesvorstellungen des Korans wollte Schah Abbas Ende des 16. Jahrhunderts Isfahan zu einer modernen Stadt umbauen. Isfahan wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, in dem Religiosität und Kommerz die tragenden Säulen waren.
Die vierte Etappe des Thementags führt entlang der Seidenstraße. Dieter Moor begrüßt als Gast Holger Obermann. Der ehemalige Fußball-Profi, Journalist und Sportmoderator war als Sportentwicklungsexperte in zahlreichen Krisengebieten, unter anderem in Osttimor, Kamerun, Nepal, Bangladesch, Sri Lanka und Afghanistan, tätig.
(ARD/SWR/3sat)


9:45
Stereo-Ton16:9 Format

Weltmacht China

Erstausstrahlung

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Die Geschichte der Weltmacht China spiegelt sich in zahlreichen Bauwerken wider. Das berühmteste ist die Große Mauer. Die alten Chinesen hielten die Große Mauer für einen Drachen, aus dessen geschwungenem Schweif die Nation entsprungen ist. Mit fast 5.000 Kilometern ...
(ARD/SWR/3sat)

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Die Geschichte der Weltmacht China spiegelt sich in zahlreichen Bauwerken wider. Das berühmteste ist die Große Mauer. Die alten Chinesen hielten die Große Mauer für einen Drachen, aus dessen geschwungenem Schweif die Nation entsprungen ist. Mit fast 5.000 Kilometern Länge übertrifft sie alle von Menschen errichteten Bauwerke. Die kleine Handelsstadt Pinyao sieht heute noch aus wie fast alle chinesischen Städte vor 300 Jahren. Im Schatten einer hohen, mehr als sechs Kilometer langen Stadtmauer ducken sich ein- und zweistöckige schwarze Ziegelhäuser. Ihren Aufstieg verdankt Pinyao dem Reichtum der dort lebenden Kaufleute und dem Bankwesen. In Pinyao wurde die erste Bank Chinas gegründet, wurden Papiergeld und Schecks eingeführt. Tulou ist die Bezeichnung für eine Hausform, die traditionell in der Provinz Fujian verwendet wird. Die seit dem 12. Jahrhundert erbauten Tulous sind große, meist kreisrunde Häuser, die bis zu mehrere Meter dicke Außenmauern aus Lehm besitzen. Sie haben drei bis fünf Stockwerke und beherbergen bis zu 800 Personen. Entgegen dem schlichten Äußeren sind sie im Inneren oft reich dekoriert. Der Sommerpalast bei Peking ist der einzige erhaltene kaiserliche Garten. Dass er mit seinen Palästen und Tempeln, Pavillons und Pagoden mit insgesamt 3.000 Räumen auf 290 Hektar Grund heute noch ein Gefühl davon vermitteln kann, wie die chinesischen Kaiser und ihr Hofstaat gelebt haben, ist Cixi zu verdanken: Sie war Mitte des 19. Jahrhunderts kaiserliche Konkubine und Mutter des Thronerben Pu Yi, der als Kind zum Kaiser wurde. Die Halbinsel Macau im Südchinesischen Meer hat die Form einer Krabbe. In der chinesischen Symbolik ist dies ein deutliches Zeichen für Glück. Seit Macau besteht, haben dort Menschen ihr Leben und Vermögen aufs Spiel gesetzt. Früher waren es Seefahrer und Abenteurer, Missionare und Geschäftsleute, heute sind es Glücksritter und Spieler.
Das Welterbe Chinas steht im Mittelpunkt der fünften Etappe des Thementags. Dieter Moor begrüßt dazu Olaf Pankow, einen Experten für Seehandel mit Containerschiffen.
(ARD/SWR/3sat)


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11:00
Stereo-Ton16:9 Format

Von Buddhas, Königen und der ewigen Liebe

Nepal/Indien/Sri Lanka

Erstausstrahlung

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Jahrhundertelang kreuzten sich im Kathmandu-Tal zwischen Tibet und Indien die Pilger- und Handelswege. Dort sind Buddhismus und Hinduismus eine einzigartige Synthese eingegangen. Tausende von Stupas, Steintempeln und Pagoden zeugen noch heute von der blühenden Kultur der ...
(ARD/SWR/3sat)

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Jahrhundertelang kreuzten sich im Kathmandu-Tal zwischen Tibet und Indien die Pilger- und Handelswege. Dort sind Buddhismus und Hinduismus eine einzigartige Synthese eingegangen. Tausende von Stupas, Steintempeln und Pagoden zeugen noch heute von der blühenden Kultur der drei großen Siedlungszentren im Kathmandu-Tal: Kathmandu, Patan und Bhaktapur. Taj Mahal, das Grabmal aus Marmor, wurde 1651 vom indischen Großmogul Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal erbaut, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Untröstlich über ihren Tod ließ er den Prunkbau errichten. Weil sich der Mogul-Herrscher Akbar in Deli nicht mehr sicher fühlte, ließ er sich im 16. Jahrhundert in Agra eine neue Festung bauen. Dort trafen sich Philosophen, es wurde Gericht gehalten, und man feierte Feste. Auf einem Hügel in der Nähe der kleinen Ortschaft Sanchi in Zentralindien stehen die ältesten buddhistischen Stupas Indiens. Sie sind über 2.000 Jahre alt. Stupas symbolisieren im Buddhismus den heiligen Baum des Lebens und der Erleuchtung. Nach dem Tod Buddhas war es der große Maurya-Kaiser Ashoka, der den Buddhismus für sich entdeckte und zu seiner großen Blütezeit in Indien verhalf. 84.000 große und kleine Stupas soll er zu Ehren Buddhas errichtet haben. In Mahabalipuram vermittelt das größte Relief der Welt in seiner großartigen Bildsprache die hinduistische Vorstellung vom Paradies auf Erden. Dort sind Menschen und Tiere, Götter und Heilige in Liebe und Achtung voreinander an den heiligen Wassern des Ganges vereint. Im Herzen Sri Lankas, im gebirgigen Dschungel, liegt Kanda-uda-pas-rata, einst das "verborgene Königreich in den Bergen". Die Briten eroberten 1815 die Stadt und verkürzten den Namen zu "Kandy". Bedeutendstes Bauwerk dort ist der Tempel des Zahns, der Dalada Maligawa.
Die sechste Etappe des Thementags führt zu Welterbestätten in Nepal, Indien und Sri Lanka.
(ARD/SWR/3sat)


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12:30
Stereo-Ton16:9 Format

Rund um das Südchinesische Meer

Malaysia/Thailand/Indonesien/Philippinen

Erstausstrahlung

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Im 14. Jahrhundert entstand ein großes Machtzentrum in Siam, dem heutigen Thailand: das Königreich Ayutthaya. Die Ruinen der Chedis, der imposanten glockenförmigen Türme, und die mächtigen Tempel- und Klosterbauten lassen noch heute die Größe und Pracht dieser ...
(ARD/SWR/3sat)

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Im 14. Jahrhundert entstand ein großes Machtzentrum in Siam, dem heutigen Thailand: das Königreich Ayutthaya. Die Ruinen der Chedis, der imposanten glockenförmigen Türme, und die mächtigen Tempel- und Klosterbauten lassen noch heute die Größe und Pracht dieser mittelalterlichen Stadtanlage erahnen. Malakka ist eine Küstenstadt im gleichnamigen Bundesstaat im Westen Malaysias. Die Halbinsel wurde schon vom antiken Geografen Ptolemäus im 2. Jahrhundert nach Christus beschrieben. Ursprünglich wurde Malakka von den Chinesen als Sammel- und Umschlagplatz für Gewürze von den Molukken gegründet. Aufgrund seiner günstigen Lage entwickelte es sich jedoch schnell zu einem florierenden Handelshafen. Bis ins 15. Jahrhundert blieb die Stadt quasi chinesische Kolonie. George Town ist die Hauptstadt der malaysischen Insel Penang. An der nordöstlichen Spitze gelegen, sind die knapp 180.000 Einwohner überwiegend Chinesen. Benannt ist die Stadt nach dem britischen Monarchen Georg III. In der Tempelanlage Borobodur auf der Insel Java ist Buddha allgegenwärtig. Wissenschaftlern gibt Borobodur Rätsel auf: Wozu dieses Heiligtum auf der Insel Java einmal diente, weiß niemand. Über 300 Jahre währte die spanische Herrschaft auf den Philippinen, aber nur in Vigan konnte sich das koloniale Architekturerbe bis heute erhalten. Die Küstenstadt im Nordwesten der philippinischen Insel Luzon wartet mit Kathedrale, Bischofspalast und herrschaftlichen Handelshäusern auf. 1572 landeten dort die Spanier. Sie bekehrten die Bevölkerung zum Christentum und machten das kleine Handelzentrum zur Stadt.
Dieter Moor entführt in der siebten Etappe an das Südchinesische Meer, nach Thailand, Malaysia, Indonesien und auf die Philippinen. Als Gast begrüßt er Martin Wenzel. Seit 2007 beteiligt er sich an der Bergung historisch wertvoller Schiffswracks im Indonesischen Meer.
(ARD/SWR/3sat)


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13:30
Stereo-Ton16:9 Format

Asiens Osten

Kambodscha/Vietnam/Südkorea/Japan

Erstausstrahlung

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Angkor Vat ist das größte religiöse Bauwerk der Erde: ein riesiger Tempelkomplex als Teil der Stadt Angkor Thom in Kambodscha. Dort kann man sehen, wie in der Khmer-Kultur religiöse und materielle Prinzipien verschmolzen. Gebaut wurde die Anlage im 12. Jahrhundert von ...
(ARD/SWR/3sat)

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Angkor Vat ist das größte religiöse Bauwerk der Erde: ein riesiger Tempelkomplex als Teil der Stadt Angkor Thom in Kambodscha. Dort kann man sehen, wie in der Khmer-Kultur religiöse und materielle Prinzipien verschmolzen. Gebaut wurde die Anlage im 12. Jahrhundert von König Suryavarman II. Sie ist ein genaues Abbild des Kosmos' in irdischen Maßstäben. Hue in Zentral-Vietnam liegt reizvoll zwischen Hügeln und Reisfeldern. Eine elf Kilometer lange Mauer umgibt die quadratische Zitadellenstadt, in der die "Kaiserstadt" liegt, die wiederum die dem Kaiser vorbehaltene "Verbotene Purpurne Stadt" umschließt. Der Haeinsa-Tempel auf dem nur schwer zugänglichen Kaya-Berg in Südkorea wurde im Jahr 802 errichtet. Die farbenfrohen Verzierungen an den Gebäuden sind ausschließlich auf die Wahrung der Harmonie ausgerichtet. Zuoberst stehen die vier Bauten des Changgyoing P'ango. Dort wird eine Fassung des Tripitaka aufbewahrt, jener Sammlung des Theravada-Buddhismus, die 1.496 Bände umfasst. Es handelt sich um einen Schatz ohne Gleichen. 80.000 Druckplatten aus Holz, perfekt erhalten, sind dort zu finden. Seit dem 13. Jahrhundert wird dort das Tripitaka Koreana hergestellt, 200 Jahre bevor Johannes Gutenberg den modernen Buchdruck erfand. Schintoismus und Zen-Buddhismus, die beiden großen Religionen Japans, treffen auf der Insel Miyajima zusammen: Der Schinto-Schrein von Itsukushima, auf Pfählen in den Uferschlamm gebaut, ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Japans. In alter Zeit durfte Itsukushima nicht betreten werden, denn alles an der Insel gehörte den Göttern - oder war selbst Gott.
Kambodscha, Vietnam, Südkorea und Japan sind die Ziele der achten Etappe des 3sat-Thementags "In 24 Stunden um die Welt". Dazu begrüßt Dieter Moor den Schriftsteller Matthias Politycki. Er war 2006 Schiffsschreiber auf dem Kreuzfahrtschiff MS Europa und nahm an einer halbjährigen Weltreise teil. Das Ergebnis ist der Roman "In 180 Tagen um die Welt".
(ARD/SWR/3sat)


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14:30
Stereo-Ton16:9 Format

Von der russischen Seele

Erstausstrahlung

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Susdal, 180 Kilometer von Moskau entfernt, ist heute eine Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern. Im 11. Jahrhundert dagegen war sie die Residenz des mächtigsten Fürstentums in Russland, Moskau gab es noch nicht. Der Fürst von Wladimir hatte am Ufer des Flüsschens Kamenka ...
(ARD/SWR/3sat)

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Susdal, 180 Kilometer von Moskau entfernt, ist heute eine Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern. Im 11. Jahrhundert dagegen war sie die Residenz des mächtigsten Fürstentums in Russland, Moskau gab es noch nicht. Der Fürst von Wladimir hatte am Ufer des Flüsschens Kamenka eine neue Burg bauen und sie mit einem palisadenbewehrten Erdwall sichern lassen: den Kreml von Susdal. "Kreml" bedeutet Festung, bezeichnet eine Burg und einen Wall. Natürlich gehörte zu einem Kreml auch eine Kathedrale. Sie besitzt einen der bedeutendsten frühen Kunstschätze: "Die goldenen Türen", ein Meisterwerk aus dem 12. Jahrhundert. Ab dem 14. Jahrhundert war Moskau das Zentrum des russischen Reichs und der dortige Kreml die Residenz der Zaren. Das Gebäude wurde zum Abbild und Sinnbild des ungeheuren Reichtums und der fast grenzenlosen Macht des Zarenreichs. Nördlich von Moskau liegt das berühmteste russische Kloster, das Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad, das "Kloster Sagorsk". Gegründet wurde es im 14. Jahrhundert vom Heiligen Sergeij von Radonesh. Kishi Pogost ist eine Insel im Onega-See. Herausragendes Bauwerk ist die 35 Meter hohe Verklärungskirche. Sie gilt als der kühnste erhaltene Holzbau Russlands. Die Solowetzky-Inseln, sechs Eilande im Weißen Meer am Eingang der Onegabucht, sind nur 160 Kilometer vom Polarkreis entfernt.
Die neunte Etappe stellt fünf Welterbestätten in Russland vor. Zwischen den Filmen unterhält sich Dieter Moor mit Peter Tamm. Der ehemalige Seekadett und Geschäftsführer des Axel-Springer-Verlags ist ein leidenschaftlicher Sammler maritimer Gegenstände. Seine Sammlung bildet den Grundstock für das Internationale Maritime Museum in Hamburg, sein Lebenswerk.
(ARD/SWR/3sat)


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15:45
Stereo-Ton16:9 Format

Am Polarkreis

Russland/Grönland/Island

Erstausstrahlung

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Bis vor 200 Jahren konnten sich die Ureinwohner der russischen Insel Kamtschatka ihren unsicheren Lebensraum rational noch nicht erklären. Auf dem Eiland zwischen der Beringsee im Westen und dem Ochotskischen Meer im Osten markieren über 160 Vulkane, unzählige ...
(ARD/SWR/3sat)

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Bis vor 200 Jahren konnten sich die Ureinwohner der russischen Insel Kamtschatka ihren unsicheren Lebensraum rational noch nicht erklären. Auf dem Eiland zwischen der Beringsee im Westen und dem Ochotskischen Meer im Osten markieren über 160 Vulkane, unzählige Geysirtäler und Schwefelseen auf knapp 370.000 Quadratkilometern den sichtbaren Rahmen für ein Phänomen, das Geowissenschaftler als Herz des "Pazifischen Ring des Feuers" bezeichnen. Erdbeben und Vulkaneruptionen erschüttern die 1.200 Kilometer lange Halbinsel nahezu täglich. Der nach der Stadt Ilulissat benannte Eisfjord liegt an der grönländischen Westküste, 250 Kilometer nördlich des Polarkreises. Er erstreckt sich über 40 Kilometer Länge und ist sieben Kilometer breit. An seinem landseitigen Ende befindet sich der Gletscher Sermeq Kujalleq, einer der aktivsten Gletscher der Erde. Seine Fließgeschwindigkeit beträgt rund 20 Meter pro Tag. Bedingt durch die rege Gletscheraktivität ist der Fjord vollständig mit Eis und Eisbergen gefüllt. Island war in der Eiszeit vollkommen vergletschert. Heute bedecken die Gletscher nur rund zehn Prozent der Oberfläche. Im Nationalpark Thingvellir treffen die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte aufeinander. Die "Grenze" zwischen beiden Kontinenten ist eine fünf bis sechs Kilometer breite Zone. Dort wurde auch der Grundstein für die Republik Island gelegt.
Die zehnte Etappe führt zu den Welterbestätten Kamtschatka, Illulissat und Thingvellir. Wie faszinierend die Welt am Polarkreis ist, erzählen Martin Thoma, der seit über 20 Jahren regelmäßig die russische Halbinsel Kamtschatka bereist, und Volker Strübing, Schriftsteller und Autor der 3sat-Reihe "Nicht der Süden".
(ARD/SWR/3sat)


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16:45
Stereo-Ton16:9 Format

Welterbe in Gefahr

Kanada/USA/Deutschland/Chile

Erstausstrahlung

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Lunenburg ist eine kleine Stadt an der Atlantikküste Kanadas. Gegründet von britischen Kolonialherren, wurde sie von deutschen Auswanderern besiedelt, die es als Fischer und Schiffsbauer zu einigem Wohlstand brachten. Das sieht man dem historischen Städtchen heute noch ...
(ARD/SWR/3sat)

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Lunenburg ist eine kleine Stadt an der Atlantikküste Kanadas. Gegründet von britischen Kolonialherren, wurde sie von deutschen Auswanderern besiedelt, die es als Fischer und Schiffsbauer zu einigem Wohlstand brachten. Das sieht man dem historischen Städtchen heute noch an. Doch das erfolgreiche Fischen ließ das Ökosystem vor der Küste Lunenburgs zusammenbrechen. Das Welterbe ist in Gefahr. Auch die Geisterstadt Humberstone und die verlasse Salpeterfabrik Santa Laura in Chile ist bedroht: Die Einflüsse der Natur haben den Ruinen und Industriedenkmälern zugesetzt, lassen sie verwittern und rosten. Wegen der sich im Bau befindlichen Waldschlösschenbrücke wurde das Dresdner Elbtal 2009 von der Liste des UNESCO-Welterbes gestrichen. Auch die Everglades im US-Bundesstaat Florida sind nicht mehr verzeichnet: Durch die zunehmende Besiedlung der Städte, die Touristenströme und den immensen Wasserverbrauch ist das Weltnaturerbe gefährdet. Die Statue of Liberty im Hafen von New York war ein Geburtstagsgeschenk der Franzosen zum 100. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Sie versprach Hoffnung auf ein besseres Leben in Amerika. Der Film ist eine Mahnung, steht die Freiheitsstatue darin doch vor der Silhouette Manhattans vor dem 11. September 2001.
Die elfte Etappe des Thementags stellt gefährdete und von der Liste gestrichene Welterbestätten vor. Als Gast begrüßt Dieter Moor den Journalisten Dieter Bartetzko. Der Redakteur ist bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" für Architektur, Denkmalpflege und Archäologie zuständig. Er forderte die UNESCO auf, den Zustand des Welterbes in Pompeji, Peking, Angkor Vat und Babylon genauso kritisch zu beäugen wie den des Dresdner Elbtals.
(ARD/SWR/3sat)


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17:45
Stereo-Ton16:9 Format

Mission und Kolonialisierung

Mexiko/Ecuador/Peru/Argentinien/Uruguay

Erstausstrahlung

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Guadalajara ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern Mexikos zweitgrößte Stadt. Ein imposanter Bau begrenzt die historische Altstadt: das Hospicio Cabañas, 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Das Hospiz wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem Architekten Manuel ...
(ARD/SWR/3sat)

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Guadalajara ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern Mexikos zweitgrößte Stadt. Ein imposanter Bau begrenzt die historische Altstadt: das Hospicio Cabañas, 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Das Hospiz wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem Architekten Manuel Tolsá entworfen. Benannt wurde es nach seinem Gründer, dem Bischof Juan Ruíz de Cabañas y Crespo. Quito, die Hauptstadt Ecuadors, ist die älteste unter den heutigen Hauptstädten Südamerikas. Mit über 100 Kirchen und 55 Klöstern, Bürgerhäusern, Straßen und Plätzen hat sie wie keine andere das Aussehen einer Kolonialstadt bewahrt. Quitos Klöster und Kirchen zeigen die klassischen Stilrichtungen der Renaissance, des Barock und des Klassizismus, jedoch stets abgewandelt durch den sogenannten Mudejar-Stil, einer Verschmelzung maurischer und gotischer Formelemente. Als die Spanier vor rund 400 Jahren in die Hochtäler der Anden vordrangen, stießen sie auf ein wohlgeordnetes Staatsgebilde: das Reich der Inka. Das Zentrum der Macht war die Königstadt Cuzco. Die Eroberer bauten sie zur spanischsten Stadt Südamerikas um. In Córdoba, der zweitgrößten Stadt Argentiniens, begannen die Jesuiten 1599 mit dem Bau eines Gebäudekomplexes, der zum Zentrum ihrer Missionsarbeit in Lateinamerika wurde. Religiöser Kern des Komplexes ist die Iglesia Compania de Jesus, Córdobas älteste Kirche. Die strategisch günstige Lage von Colonia del Sacramento, der ältesten europäischen Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Uruguay, führte zu ständigen Territorialstreitigkeiten zwischen den Kolonialmächten. Erst mit der Gründung der unabhängigen Republik Uruguay 1828 endete dieser Zwist.
Die zwölfte Etappe "Mission und Kolonialisierung" stellt Welterbestätten auf dem südamerikanischen Kontinent vor. Zu Gast bei Dieter Moor ist die senegalesische Schauspielerin und Sängerin Sabrina Ascacibar, die in Buenos Aires aufgewachsen ist.
(ARD/SWR/3sat)


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19:10
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Vom Erbe der Natur

Mexiko/Montenegro/Schweiz

Erstausstrahlung

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Tequila, eine Form des Mezcal, wird ausschließlich in der Umgebung der Stadt Tequila im mexikanischen Bundesstaat Jalisco hergestellt. Der alkoholische Saft, den der Literaturkritiker Carlos Monsivátis einmal "das Schmiermittel des Machismo" nannte, ist das Produkt einer ...
(ARD/SWR/3sat)

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Tequila, eine Form des Mezcal, wird ausschließlich in der Umgebung der Stadt Tequila im mexikanischen Bundesstaat Jalisco hergestellt. Der alkoholische Saft, den der Literaturkritiker Carlos Monsivátis einmal "das Schmiermittel des Machismo" nannte, ist das Produkt einer ganz bestimmten Agavenart, der "Tequilera Weber azul". 2006 hat die UNESCO die Agavenlandschaft und die Tequila-Produktionsstätte zum Weltkulturerbe ernannt. Auch Naturlandschaften stehen auf der Liste des Weltnaturerbes - wie das Durmitor-Massiv in Montenegro. Es zeichnet sich durch schroffe, von Gletschern und Verkarstung gezeichnete Gipfel, Hochalmen und Urwälder aus. Eingebettet in die Berge liegen Gletscherseen und Karstschlunde, Flüsse tosen in wilden, unzugänglichen Tälern. Bis zu 1.300 Meter tief hat sich der Tara-Canyon in die Berglandschaft gegraben, Europas vielleicht ursprünglichstes Flusstal und nach dem Grand Canyon die zweittiefste Schlucht der Welt. Das Weinbaugebiet Lavaux zwischen Lausanne und Vevey gilt als eine der schönsten Landschaften der Schweiz. Die mächtigen Felswände der Savoyer- und Waadtländer Alpen schützen vor kalten Winden, und auch der über 300 Meter tiefe Genfer See sorgt für ein mildes Klima. Gute Voraussetzungen für Weinbau in einer alpinen Region. Schon 100 nach Christus pflanzten die Römer an den steilen Uferhängen Reben. Im Mittelalter begannen dann Zisterziensermönche stufenförmige, mit Mauerwerk befestigte Terrassen anzulegen und steigerten so Qualität und Ertrag der Weinstöcke.
Zu Gast in der 13. Etappe des Thementags ist Otto Geisel, Sprecher von "Slow Food Deutschland". Die ursprünglich aus Italien stammende Bewegung bemüht sich um die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen, pflanzlichen und tierischen Produkten und deren lokale Produktion.
(ARD/SWR/3sat)


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Tagesschau



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(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Italien - Gegensätze und Widersprüche

Erstausstrahlung

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Assisi in Umbrien ist eine jener italienischen Städte, die schon ihres Alters wegen großen Zauber ausüben. Vor allem jedoch steht der Ort im Zeichen des Heiligen Franziskus, der in Assisi geboren wurde und dort im 13. Jahrhundert seinen Orden gründete. Die Basilika San ...
(ARD/SWR/3sat)

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Assisi in Umbrien ist eine jener italienischen Städte, die schon ihres Alters wegen großen Zauber ausüben. Vor allem jedoch steht der Ort im Zeichen des Heiligen Franziskus, der in Assisi geboren wurde und dort im 13. Jahrhundert seinen Orden gründete. Die Basilika San Francesco, in der die Gebeine Franz von Assisis liegen, ist aber auch kunsthistorisch von Bedeutung. Das Textilfabrik- und Arbeiterdorf Crespi d'Adda ist ein Ortsteil der Gemeinde Capriate San Gervasio in der Lombardei. Crespi d'Adda ist ein Juwel der Industriearchäologie. Seit dem Gründungsjahr 1878 ließ dort Cristoforo Benigno Crespi, Mitglied einer Färberdynastie aus Busto Arsizio, Baumwollprodukte herstellen. Nach der englischen Gartenstadt-Idee und angeleitet von weiteren Vorbildern aus Deutschland und Frankreich wurde - später unter Leitung seines Sohns Silvio Benigno Crespi - ein geschlossenes Dorf mit der Fabrikanlage, Siedlung, Infrastruktureinrichtungen inklusive Warmwasserversorgung, Schule, Arzt, Waschhaus und Kirche daraus. San Marino ist die älteste Republik der Welt mit einer Geschichte, die bis auf das Jahr 301 zurückgeht. Sie ist vollständig von Italien umgeben und liegt nahe der adriatischen Küste bei Rimini. Die Nord-Süd-Ausdehnung von zwölf Kilometern wird fast komplett vom Rücken des steil nach Osten abfallenden Monte Titano begrenzt. Das antike Griechenland beschränkte sich keinesfalls nur auf die Ägäis, einige der bedeutendsten griechischen Städte lagen in Unteritalien. So ist auch der Neptuntempel von Paestum kein römisches Gebäude, sondern ein griechisches. Kaum 50 Kilometer südlich liegt Velia, ebenfalls eine griechische Stadt.
Die 14. Etappe des Thementags stellt Welterbestätten in Italien vor. Dieter Moor begrüßt dazu die in Venedig lebende Journalistin Petra Reski. Sie arbeitete unter anderem für das "Zeit"-Magazin, "Stern", "Brigitte" und "Geo".
(ARD/SWR/3sat)


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21:15
Stereo-Ton16:9 Format

Über der Meere Wellen

Großbritannien/Chile/Portugal

Erstausstrahlung

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Einige Kilometer östlich von London, flussabwärts an der Themse, liegt Maritime Greenwich. Dort schlägt seit Jahrhunderten das Herz der britischen Marine. Von Maritime Greenwich aus eroberten Francis Drake, James Cook und Lord Nelson die Weltmeere zum Ruhm der ...
(ARD/SWR/3sat)

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Einige Kilometer östlich von London, flussabwärts an der Themse, liegt Maritime Greenwich. Dort schlägt seit Jahrhunderten das Herz der britischen Marine. Von Maritime Greenwich aus eroberten Francis Drake, James Cook und Lord Nelson die Weltmeere zum Ruhm der englischen Krone. Noch heute ist der kleine Ort ein Begriff für Seefahrer aller Länder: Denn durch Maritime Greenwich verläuft der Nullmeridian, der die Erdkugel in eine östliche und eine westliche Hälfte teilt. Wenn man vom Pazifik in den Hafen von Valparaiso in Chile einläuft, sind es die Farben der Häuser, die einem zuerst ins Auge fallen. Die bunten Gebäude scheinen die 27 Hügel, die die weite Bucht begrenzen, hinaufzuwachsen. 1536 entdeckten die Spanier die von Indianern bewohnte Bucht an der Pazifikküste und begannen, dort zu siedeln. Um die Kirche Iglesia La Matriz wuchs auf dem schmalen Uferstreifen die Altstadt, die heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Im 15. Jahrhundert entdeckten Prinz Heinrichs Seeleute 1.000 Meilen von der portugiesischen Küste entfernt die Azoren. Angra do Heroismo auf der Insel Terceira hält über 300 Jahre eine Schlüsselrolle als Knotenpunkt zwischen drei Kontinenten: als Versorgungshafen für die Entdecker, als Zwischenstation für Schätze beladene Karavellen, als hochmoderne Stadt des 16. Jahrhunderts. Liverpool war im 18. Jahrhundert eine der bedeutendsten Städte des britischen Imperiums. 40 Prozent des Welthandels wurden damals über Liverpool abgewickelt. Ihren Wohlstand verdankte die Stadt auch dem Sklavenhandel. Zeugen dieser nicht immer ruhmreichen Vergangenheit sind die sogenannten "Drei Grazien": Am Ufer des Flusses Mersey thronen das Royal Liver Gebäude, die Cunard-Reederei und die Hafenbehörde.
Auf der 15. Etappe des Thementags "In 24 Stunden um die Welt" kommt neben dem Gründer des Internationalen Maritimen Museums Peter Tamm auch der Segler Wilfried Erdmann zur Wort. Er umrundete als erster Deutscher allein die Welt, sein Buch "Allein gegen den Wind" war ein Bestseller.
(ARD/SWR/3sat)


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22:15
Stereo-Ton16:9 Format

Genie und Erfindungsgeist

Schweden/Belgien/Frankreich/Spanien

Erstausstrahlung

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Die Radiostation in Grimeton bei Varberg an der schwedischen Südwestküste war einmal ein Meilenstein auf dem Weg zur weltumspannenden Kommunikation. Zusammen mit 20 weiteren Anlagen dieser Art bildete sie ab 1925 ein globales Funknetzwerk. Heute ist Grimeton der einzige ...
(ARD/SWR/3sat)

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Die Radiostation in Grimeton bei Varberg an der schwedischen Südwestküste war einmal ein Meilenstein auf dem Weg zur weltumspannenden Kommunikation. Zusammen mit 20 weiteren Anlagen dieser Art bildete sie ab 1925 ein globales Funknetzwerk. Heute ist Grimeton der einzige noch erhaltene und funktionierende Längstwellensender, dessen gesamtes Ambiente aus den 1920er Jahren noch komplett vorhanden ist. Die vier hydraulischen Schiffshebewerke des Canal du Centre in Belgien wurden zwischen 1882 und 1917 erbaut und 1998 in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen. Sie sind noch weitgehend im Originalzustand erhalten. Seit 2002 fährt die Frachtschifffahrt jedoch nicht mehr über die alten Hebewerke, sondern über das neue Hebewerk von Strépy-Thieu. Schon die Römer träumten von einer Wasserstraße zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik. Auch Leonardo da Vinci tüftelte vergeblich daran. Erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie gebaut: Der Canal du Midi, der durch Frankreich führt, ist eine technische Meisterleistung eines Einzelnen, eines von der Idee Besessenen, von Pierre Paul Riquet. Er war königlicher Steuerbeamter und Hobbyingenieur. Er fand die Lösung, wie ein Kanal, der zwischen dem Mittelmeer und Toulouse 190 Höhenmeter überwinden muss, ständig mit Wasser versorgt werden kann. Am Anfang war sie nur ein kühner Einfall des Architekten Alberto de Palacio, am Ende war sie eine Sensation: Bis heute ist die Puente Vizcaya, die 1893 in Portugalete bei Bilbao ihren Betrieb aufnahm, eine der größten Attraktionen im Baskenland. Auch weil sie noch immer funktioniert und ihre Gondel rund um die Uhr über den Fluss Nervíon schwebt. Schwebefähre wird sie im Deutschen genannt, obwohl es eindeutig eine Gondel ist, die Menschen und Fahrzeuge hin und her transportiert.
Auf der 16. Etappe begrüßt Dieter Moor zwei außergewöhnliche Reisende: den deutschen Physiker und ehemaligen Raumfahrer Ernst Willi Messerschmid und Sonja Rohde, die Ende 2009 den Suborbitalraum bereisen wird.
(ARD/SWR/3sat)


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23:30
Stereo-Ton16:9 Format

Von der Geburt der Kunst

Frankreich/Botsuana/Namibia/Südafrika

Erstausstrahlung

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Vor über 30.000 Jahren entstanden die frühesten bekannten Kunstwerke der Menschheit in Europa. Der Kontinent war zu großen Teilen noch von Gletschern überzogen. Das hielt den Vorfahren des modernen Menschen, den Cro Magnon, nicht davon ab, Felsen und Höhlen mit ...
(ARD/SWR/3sat)

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Vor über 30.000 Jahren entstanden die frühesten bekannten Kunstwerke der Menschheit in Europa. Der Kontinent war zu großen Teilen noch von Gletschern überzogen. Das hielt den Vorfahren des modernen Menschen, den Cro Magnon, nicht davon ab, Felsen und Höhlen mit Malereien, Gravuren und Skulpturen zu schmücken. Das Tal der Vézère im französischen Périgord ist eine besonders üppige Schatzkammer dieses Wirkens. Spätestens seit der Entdeckung der Höhle von Lascaux muss sich die Wissenschaft vom primitiven Vorfahren aus der Eiszeit verabschieden. Am Rand der Kalahariwüste in Botsuana gibt es im Umkreis von 150 Kilometern nichts außer einer endlosen, flachen Buschsavanne. Nur ein Felsgipfel überragt die Umgebung. Noch heute ist er für die Buschleute ein heiliger Ort: Tsodilo - der Fels, der flüstert. Auf und um Tsodilo gibt es über 4.000 Felszeichnungen, die 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Die Abbildungen der zum Teil über 20.000 Jahre alten Zeichnungen zeigen Menschen und vor allem Tiere wie Giraffen, Elefanten und Antilopen. Das Abbild eines Elefanten ist auch auf Felsbildern im namibischen Twyfelfontein zu sehen. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tiere für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren im Nordwesten Namibias. 2.500 Felsgravuren hat man in einem abgelegenen Tal 800 Kilometer von Windhoek entfernt gefunden, die ältesten sind 5.000 Jahre alt. Die bis zu 3.482 Meter hohen Drakensberge sind das höchste Gebirge des südlichen Afrikas. Sie bestehen weitgehend aus Basaltgestein. Die Zulu nennen die Berge "uKhahlamba" - "Wand der aufgestellten Speere".
Die Geburt der Kunst steht im Mittelpunkt der 17. Etappe. Dieter Moor begrüßt dazu den Maler Uwe Lütgen aus Hamburg.
(ARD/SWR/3sat)


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0:30
Stereo-Ton16:9 Format

Die Welt vor tausend Jahren

Simbabwe/Indien/Chile/Honduras/Spanien

Erstausstrahlung

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Im 11. Jahrhundert beginnt der Aufstieg der Stadt Simabwe im südlichen Afrika - eines Handelszentrums, in dem bis zu 18.000 Menschen lebten, die gewaltige, rätselhafte Steinbauten errichteten. Thanjavur Rajaraja I., König der südindischen Chola-Dynastie, war ein ...
(ARD/SWR/3sat)

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Im 11. Jahrhundert beginnt der Aufstieg der Stadt Simabwe im südlichen Afrika - eines Handelszentrums, in dem bis zu 18.000 Menschen lebten, die gewaltige, rätselhafte Steinbauten errichteten. Thanjavur Rajaraja I., König der südindischen Chola-Dynastie, war ein großer Eroberer und Baumeister: Um 1009 weihte er den Brihadeshvara-Tempel ein, eines der eindrucksvollsten hinduistischen Monumente. Die Osterinsel ist das einsamste Eiland der Welt, Tausende Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt. Um das Jahr 1000 wurde dort der erste monumentale Steinkopf aufgestellt. Um die erste Jahrtausendwende zur Blütezeit der Maya lebten in Copán im heutigen Honduras etwa 24.000 Menschen. Ohne Zweifel steht Copán an erster Stelle aller Mayastädte, was die Vielzahl der Skulpturen, Altäre und Stelen anbelangt. Unter der Basilika von Santiago de Compostela in Spanien soll der Legende nach das Grab des Apostels Jakobus liegen, ein Wallfahrtsort für viele Christen.
Die 18. Etappe des Thementags "In 24 Stunden um die Welt" zeigt, wie die Welt vor 1.000 Jahren aussah.
(ARD/SWR/3sat)


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1:45
Stereo-Ton16:9 Format

90 Jahre Bauhaus

Deutschland/Tschechische Republik/Frankreich/Israel

Erstausstrahlung

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Der Mythos Bauhaus wurde 1919 in Weimar geboren. Sein Schöpfer, der Architekt Walter Gropius, hatte die Vision vom klaren, durchsichtigen und funktionalen Bauwerk für den neuen Menschen. Konzept war das Zusammenwirken von Künsten und Handwerk, und bald arbeitete an der ...
(ARD/SWR/3sat)

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Der Mythos Bauhaus wurde 1919 in Weimar geboren. Sein Schöpfer, der Architekt Walter Gropius, hatte die Vision vom klaren, durchsichtigen und funktionalen Bauwerk für den neuen Menschen. Konzept war das Zusammenwirken von Künsten und Handwerk, und bald arbeitete an der neu gegründeten Schule auch die Industrie mit. Viele der so entstandenen Serienprodukte sind längst Klassiker. Den Nationalsozialisten war das Bauhaus jedoch ein Dorn im Auge, und das Institut musste schließen. Heute findet man die Spuren der Künstler in der ganzen Welt, zum Beispiel im tschechischen Brünn: Das Haus Tugendhat ist ein Meisterwerk der klassischen modernen Architektur von Ludwig Mies van der Rohe. Seit 2008 stehen auch verschiedene Berliner Wohnsiedlungen auf der Liste des UNESCO-Welterbes: Sie wurden zwischen 1913 und 1934 von Architekten der Klassischen Moderne im Stil des Neuen Bauens entworfen und errichtet. Nach der Zerstörung der französischen Hafenstadt Le Havre im Zweiten Weltkrieg beauftragte die französische Regierung den Architekten Auguste Perret, die Stadt schnellstens wieder aufzubauen. In Ermangelung von Baumaterialien macht Perret aus der Not eine Tugend und verarbeitet den überall herumliegenden Schutt zu einzigartigen Betonvariationen. Auch in Israel machten sich Bauhaus-Architekten, darunter Walter Gropius, Mies van der Rohe, Le Corbusier und Erich Mendelsohn, daran, eine ganze Stadt zu planen: Tel Aviv, das architektonische Symbol eines mutigen Neubeginns.
In der 19. Etappe begrüßt Dieter Moor den Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und Architekturkenner Dieter Bartetzko.
(ARD/SWR/3sat)


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3:00
Stereo-Ton16:9 Format

Auf Schienen durchs Gebirge

Indien/Österreich/Schweiz

Erstausstrahlung

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Die Schmalspurbahn der "Darjeeling Himalayan Railway" erklimmt qualmend und ächzend über 2.000 Meter Höhe. Der Bau der Gebirgsbahn war eine technische Meisterleistung. 1881 fuhr der erste Dampfzug von der tropischen Ebene Bengalens ins Vorgebirge des Himalajas. Auch als ...
(ARD/SWR/3sat)

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Die Schmalspurbahn der "Darjeeling Himalayan Railway" erklimmt qualmend und ächzend über 2.000 Meter Höhe. Der Bau der Gebirgsbahn war eine technische Meisterleistung. 1881 fuhr der erste Dampfzug von der tropischen Ebene Bengalens ins Vorgebirge des Himalajas. Auch als Güterzug, beispielsweise für Tee, war die Bahn damals äußerst effektiv: Sie reduzierte die Transportkosten und machte den Tee aus Darjeeling erschwinglich und berühmt. Die erste Hochgebirgsbahn der Welt war jedoch die Semmeringbahn. Im Revolutionsjahr 1848 entschloss man sich zu ihrem Bau. Es war eine verwegene Unternehmung. Über den Gebirgspass Semmering führte der kürzeste Weg von Wien an die Adria. 42 Kilometer galt es zu überwinden. Die Rhätische Bahn in der Schweiz ist eine Schmalspurbahn mit einem ausgedehnten Streckennetz von 384 Kilometern. Die Albulabahn verbindet Thusis mit St. Moritz. Der Bau der 63 Kilometer langen Linie wurde im September 1898 begonnen, die Eröffnung fand am 1. Juli 1903 statt, und die Verlängerung bis St. Moritz ging am 10. Juli 1904 in Betrieb. Die Berninabahn verbindet St. Moritz über den Berninapass mit der italienischen Stadt Tirano. Sie gilt als höchste und - mit bis zu sieben Prozent Gefälle - als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt: ein schweizerisch-italienisches UNESCO-Welterbe.
Die 20. Etappe stellt außergewöhnliche Bahnen durchs Gebirge vor.
(ARD/SWR/3sat)


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3:45
Stereo-Ton16:9 Format

Für die Schönheit gebaut

Australien/Spanien/Tschechische Republik/Österreich

Erstausstrahlung

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Das Opernhaus von Sydney, 1973 nach 14-jähriger Bauzeit eröffnet, hat eine der bekanntesten Fassaden der Welt. Mehr als eineinhalb Millionen Fliesen reflektieren das Licht. Als einer der schönsten Konzertsäle der Welt hingegen gilt der "Palau de la Musica Catalana" in ...
(ARD/SWR/3sat)

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Das Opernhaus von Sydney, 1973 nach 14-jähriger Bauzeit eröffnet, hat eine der bekanntesten Fassaden der Welt. Mehr als eineinhalb Millionen Fliesen reflektieren das Licht. Als einer der schönsten Konzertsäle der Welt hingegen gilt der "Palau de la Musica Catalana" in Barcelona, 1908 mit einem Konzert eingeweiht, das Richard Strauss dirigierte. Der Saal, von Lluis Domenech i Montaner entworfen, ist ein herausragendes Beispiel des spanischen Jugendstils. 600.000 Besucher steigen jährlich vom offenen Vestibül über die breiten marmornen Stufen des Treppenhauses empor, um sich von dem dekorativen Reichtum des weitgeschwungenen Konzertsaals bezaubern zu lassen. 1913 wurde die Jahrhunderthalle in Breslau eröffnet. Errichtet wurde der weltgrößte Kuppelbau von Max Berg als Ausstellungs- und Festhalle zur Hundertjahrfeier der Befreiung von der napoleonischen Herrschaft. Als Breslau im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört wurde, hat das Bauwerk dies fast unbeschadet überstanden - ein Glücksfall der Architekturgeschichte. Die Wiener Secession wurde 1897 von Gustav Klimt, Koloman Moser und anderen Künstlern als Abspaltung gegründet, da die Künstler den am Künstlerhaus vorherrschenden Konservatismus ablehnten. Die erste Ausstellung fand 1898 statt. Im selben Jahr wurde auch das Ausstellungshaus nach Entwürfen von J. M. Olbrich - kurz "die Secession" genannt - erbaut.
Die 21. Etappe des 3sat-Thementags "In 24 Stunden um die Welt" stellt Bauwerke vor, die durch ihre Schönheit bestechen.
(ARD/SWR/3sat)


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4:45
Stereo-Ton16:9 Format

60 Jahre Bundesrepublik

Erstausstrahlung

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Sie sind gleich alt und behaupten ihren Platz im Zentrum der Stadt seit rund 600 Jahren: das Rathaus und der Roland von Bremen. Der steinerne Riese war im Mittelalter ein Zeichen der Marktfreiheit und Sinnbild der Unabhängigkeit, auf die die Bremer jederzeit bedacht und ...
(ARD/SWR/3sat)

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Sie sind gleich alt und behaupten ihren Platz im Zentrum der Stadt seit rund 600 Jahren: das Rathaus und der Roland von Bremen. Der steinerne Riese war im Mittelalter ein Zeichen der Marktfreiheit und Sinnbild der Unabhängigkeit, auf die die Bremer jederzeit bedacht und stolz waren. In Bayern zog Regensburg einst Künstler und Wissenschaftler an, die steinerne Brücke schwang sich als einziger befestigter Übergang zwischen Ulm und Wien über die Donau, und Kaiser zogen durch die Stadttore, um Reichstage abzuhalten. Zu den glanzvollsten Fürstenhöfen Europas zählte die Würzburger Residenz. Der gewaltige Bau gilt heute als ein Meisterwerk des Barock. Von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg in großen Teilen zerstört, wurde die Residenz wieder im alten Glanz aufgebaut. Als Juwel des süddeutschen Rokoko gilt die Wies, im bayerischen Pfaffenwinkel gelegen. Erbaut wurde die Kirche zwischen 1745 und 1754. Das Ziel der Pilger war das Gnadenbild des gegeißelten Heilands, das erstmals bei einer Karfreitagsprozession mitgeführt wurde. Die Zeche Zollverein in Essen ist die am vollständigsten erhaltene Zechenanlage in Europa. Sie wurde 1986 stillgelegt, aber schon lange vorher war geplant, die Zeche für künftige Generationen zu nutzen. Im Kesselhaus der Zeche, wo einst der Dampfdruck für die Bewetterungsanlagen des Untertageabbaus erzeugt wurde, ist heute das Designmuseum Nordrheinwestfalen untergebracht. In der großen Lesebandhalle wurden früher an vielen Bändern Gesteinsbrocken aus der Kohle gelesen - nun finden dort Konzerte statt.
Die letzte Etappe des Thementags "In 24 Stunden um die Welt" stellt Bauwerke in Deutschland vor.
(ARD/SWR/3sat)

Sendeende: 6:00 Uhr