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Donnerstag, 3. September
Programmwoche 36/2009
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6:00
Stereo-Ton16:9 Format

Reis - das goldene Korn

Film von Eduardo Univazo und Ulla Ebner

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Die Hände und Nägel des Reisbauern Bebot Puing aus der philippinischen Provinz Cotobato sind zerfressen vom Einsatz der Pestizide, das Saatgut für seinen Reis stammt von großen multinationalen Konzernen, und er ist hoch verschuldet beim örtlichen Zwischenhändler, dem ...
(ORF/3sat)

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Die Hände und Nägel des Reisbauern Bebot Puing aus der philippinischen Provinz Cotobato sind zerfressen vom Einsatz der Pestizide, das Saatgut für seinen Reis stammt von großen multinationalen Konzernen, und er ist hoch verschuldet beim örtlichen Zwischenhändler, dem er schließlich seine gesamte Ernte abliefern muss. Um den Eigenbedarf seiner Familie zu decken, kauft er Reis von anderen. Im Internationalen Reisforschungsinstitut in Manila präsentieren Wissenschafter die Verheißungen der umstrittenen Gentechnologie: Bringt der sogenannte "Golden Rice", eine genetisch manipulierte Reissorte, die Provitamin A enthält, die Erlösung von Hunger und Mangelernährung? Ist Gentechnik ein Segen für Bauern, Umwelt und Konsumenten? Der ehemalige "Chemiebauer" Franklin Agcaracar ist auf biologischen Reisanbau umgestiegen: ein mutiger Schritt. Er bekämpft Schädlinge höchst erfolgreich und ohne gesundheitliche Schäden mit Milch und Honig und züchtet eigenständig Saatgut für sich und andere Bauern, anstatt es von Konzernen zu kaufen. Er verkauft seine Ernte an wen er will, behält sich Saatgut und Reis für den Eigenbedarf zurück und konnte so sein Einkommen kontinuierlich steigern. Heute ist er schuldenfrei und entzieht sich der Abhängigkeit von Zwischenhändlern und Konzernen.
Am Beispiel der Philippinen beschäftigt sich die Dokumentation "Reis - das goldene Korn" von Eduardo Univazo und Ulla Ebner mit der Situation von Reisbauern im 21. Jahrhundert.
(ORF/3sat)


6:30
Stereo-Ton16:9 Format

Bali - Die Welt ist Heimat

Film von Monica Ladurner

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Die "Insel der Götter" hat von jeher Abenteurer und Aussteiger angezogen. Fern von der Hektik und dem Alltag Europas können sich besonders Künstler der einzigartigen Magie Balis kaum entziehen.
Der Film von Monica Ladurner geht den Fragen nach, mit welchen ...
(ORF/3sat)

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Die "Insel der Götter" hat von jeher Abenteurer und Aussteiger angezogen. Fern von der Hektik und dem Alltag Europas können sich besonders Künstler der einzigartigen Magie Balis kaum entziehen.
Der Film von Monica Ladurner geht den Fragen nach, mit welchen Vorstellungen die Künstler auf die Insel gezogen sind, wie ihre Arbeit durch die Atmosphäre und das kulturelle Klima verändert wurde und ob beziehungsweise wie sie mit ihren Visionen gescheitert sind.
(ORF/3sat)


7:00

Bolivien - Klassische Klänge aus dem Urwald

Film von Marion Mayer-Hohdahl und Gundi Lamprecht

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Urubichá - ein kleines Dorf im Amazonasgebiet im Nordosten von Bolivien: Beinahe jeder Bewohner besitzt dort ein Musikinstrument. Angefangen hatte alles vor mehr als 300 Jahren, als Jesuiten nach Südamerika kamen und nicht nur Bibeln, sondern auch europäische ...
(ORF/3sat)

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Urubichá - ein kleines Dorf im Amazonasgebiet im Nordosten von Bolivien: Beinahe jeder Bewohner besitzt dort ein Musikinstrument. Angefangen hatte alles vor mehr als 300 Jahren, als Jesuiten nach Südamerika kamen und nicht nur Bibeln, sondern auch europäische Instrumente mitbrachten. In den 1990er Jahren wurde die alte Tradition durch die Initiative eines bayerischen Priesters wiederbelebt. Er engagierte einen bolivianischen Musikstudenten und gründete mit den Jugendlichen von Urubichá ein Barockorchester, das mittlerweile in aller Welt spielt. Der Fortschritt macht aber auch in Urubichá nicht Halt, und die Kinder finden immer weniger Zeit zum Üben.
Der Film von Marion Mayer-Hohdahl und Gundi Lamprecht stellt das Jugendorchester von Urubichá vor.
(ORF/3sat)


7:30
Stereo-Ton16:9 Format

Alpenpanorama



"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


9:05
Stereo-Ton16:9 Format

9:45
Stereo-Ton16:9 Format

nano

(Wh.)


10:15
Stereo-Ton16:9 Format

Nachtcafé

Gäste bei Wieland Backes

"Arme kleine Tyrannen"

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Erziehung ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Grundschullehrerinnen berichten von unaufmerksamen Schülern, die keine fünf Minuten still sitzen können, von korrektem Benimm ganz zu schweigen. Erzieher beklagen mangelnde soziale Fähigkeiten schon bei ...
(ARD/SWR)

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Erziehung ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Grundschullehrerinnen berichten von unaufmerksamen Schülern, die keine fünf Minuten still sitzen können, von korrektem Benimm ganz zu schweigen. Erzieher beklagen mangelnde soziale Fähigkeiten schon bei den Kleinsten. Wie ist das Problem zu lösen? Auf der einen Seite gibt es diejenigen, die Strenge, Härte und Disziplin gegenüber dem Nachwuchs einfordern, auf der anderen Seite stehen solche, die glauben, ihre Kinder mit viel Verständnis und als Freunde richtig zu erziehen. Nicht zu vergessen die wachsende Gruppe der Eltern, die ihre Kinder von früh bis spät auf Erfolg trimmt.
Wie sieht geglückte Erziehung heute aus? Wie schaffen wir es, unseren Nachwuchs zu verantwortungsvollen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu machen? Wieland Backes diskutiert diese und andere Fragen unter anderen mit dem Schauspieler Walter Sittler, dem Musiker und Autor André Stern, der Schulleiterin Gabriele Strehle und dem Bestsellerautor Michael Winterhoff.
(ARD/SWR)


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11:45
Stereo-Ton16:9 Format

Orientierung

Das Religionsmagazin des ORF

Moderation: Doris Appel


Das Religionsmagazin berichtet über Hintergründe und aktuelle Ereignisse aus den Weltreligionen. Einen Schwerpunkt bildet neben der Berichterstattung aus Österreich die Situation in Afrika und Lateinamerika.
(ORF)


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12:15
Stereo-Ton16:9 Format

100% Urlaub

Themen:
- Topziel: Unterwegs an der Bergstraße
- Städtetrip: Florenz für Insider - Zu Besuch bei Künstlern
- Sport & Wellness: Wandern auf der Karpaz-Halbinsel in
  Türkisch-Zypern
- Ein Hotel zum Verlieben: "De kromme Raake" - Das kleinste
  Grand Hotel der Niederlande


Das Magazin ist ein Reiseführer mit konkreten Tipps und Infos für den Urlaub und gleichzeitig eine Einladung, von den schönsten Urlaubszielen zu träumen.
(ARD/SR)


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12:45
Stereo-Ton

Manchester und Leeds - Englands gut betuchte Städte

Film von Peter M. Kruchten

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Manchester, "Britain's Second City", war einmal Englands führender Industriestandort - Cottonopolis, die Baumwollstadt. Heute findet sich in der pulsierenden Stadt im Norden keine Spur mehr von nachindustrieller Depression, nur gut gepflegte Erinnerungen an eine große ...
(ARD/SR)

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Manchester, "Britain's Second City", war einmal Englands führender Industriestandort - Cottonopolis, die Baumwollstadt. Heute findet sich in der pulsierenden Stadt im Norden keine Spur mehr von nachindustrieller Depression, nur gut gepflegte Erinnerungen an eine große Vergangenheit, an Reichtum und Macht. Im Südwesten der Stadt liegt Castlefield. Ein Verkehrsknotenpunkt und ehemaliger Güterhafen - und ein Beispiel für die erfolgreiche private Sanierung alter Bausubstanz. Cafés und Kneipen haben sich dort angesiedelt und beleben das industrieromantische Viertel mit seinen Kanälen, Brücken und Backsteinbauten. Manchesters Zukunft sehen die Stadtväter aber auch in repräsentativen Neubauten, architektonischen Ausrufezeichen wie etwa Michael Wilfords Kunst- und Veranstaltungszentrum The Lowry oder Daniel Libeskinds Kriegsmuseum. Nicht weit entfernt, einen Steinwurf hinter den Bergen, liegt Leeds. Leeds und Manchester waren schon immer Rivalinnen. Dort die Baumwollindustrie, hier die Wollverarbeitung. Beide Städte waren "gut betucht". Ganze Straßenzüge sind heute in Leeds in Einkaufs- und Flaniermeilen verwandelt worden. Einige der viktorianischen Straßenzüge sind sogar überdacht worden, denn Lifestyle-Shopping verträgt sich nicht mit den Unwägbarkeiten englischen Wetters.
Der Film von Peter M. Kruchten stellt die Geschichte und das heutige Leben in Manchester und Leeds vor.
(ARD/SR)


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


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13:15
Stereo-Ton16:9 Format

Königinnen der Heimat

Schwingen und Jodeln neu entdeckt

Film von Alain Godet

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Stimme und Muskelkraft - daraus hat die schweizerische Urbevölkerung zwei einzigartige Traditionen entwickelt: das Jodeln oder Juuzen und das Schwingen, die schweizerische Variante des Ringkampfs. Für beide Bräuche haben die Eidgenössischen Verbände ein starres ...

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Stimme und Muskelkraft - daraus hat die schweizerische Urbevölkerung zwei einzigartige Traditionen entwickelt: das Jodeln oder Juuzen und das Schwingen, die schweizerische Variante des Ringkampfs. Für beide Bräuche haben die Eidgenössischen Verbände ein starres Regelwerk aufgestellt, an das sich jedermann streng zu halten hat. Nadja Räss und Jeanette Arnold jedoch haben ihre Leidenschaft weit über die erlaubten Grenzen vorangetrieben. Nadja Räss ist ausgebildete Sopranistin und jodelt, seit sie sieben ist. Heute experimentiert sie mit ungewohnten Ausdrucksformen und gibt dem Jodeln ein neues Gesicht. Jeannette Arnold hat es sogar gewagt, in die Männerdomäne Schwingen einzudringen und einen eigenen Frauen-Schwingverband aufzubauen. Vier Mal schon ist sie Eidgenössische Schwingerkönigin geworden, aber noch immer will der Männerverband nichts von den "bösen Frauen" wissen.
Der Filmemacher und Ethnologe Alain Godet zeigt, wie alte Volksbräuche in der Schweiz heute weiterentwickelt und gelebt werden.


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14:10
Stereo-Ton16:9 Format

Newton

Wie funktioniert das?

Wie werden unsere Städte mit Strom versorgt und wie

funktioniert einer der größten Schwimmkräne der Welt?

Moderation: Carolina Inama

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Das österreichische Wissenschaftsmagazin informiert aus Labors, Forschungsstätten und von anderen Schauplätzen der Wissenschaft über das Neueste aus Wissenschaft und Forschung.
Diese "Newton"-Folge zeigt, wie es möglich ist, den immensen Hunger der Welt nach ...
(ORF)

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Das österreichische Wissenschaftsmagazin informiert aus Labors, Forschungsstätten und von anderen Schauplätzen der Wissenschaft über das Neueste aus Wissenschaft und Forschung.
Diese "Newton"-Folge zeigt, wie es möglich ist, den immensen Hunger der Welt nach Elektrizität zu stillen. Um allein das riesige Land USA mit Strom zu versorgen, erzeugen über 15.000 Kraftwerke jedes Jahr fast vier Billionen Kilowattstunden Energie. Dass diese Menge an jedem Ort in Amerika zu jeder Zeit verfügbar ist, gleicht einem logistischen Wunder. In Philadelphia befindet sich die zentrale Koordinations- und Schaltstelle für 13 US-Staaten und ihre 51 Millionen Bürger, die 24 Stunden am Tag störungsfrei mit Energie versorgt werden möchten. Egal ob ein Kraftwerksausfall oder ein Leitungsschaden aufgrund eines Wirbelsturmes entstand - die 50 Mitarbeiter arbeiten Tag und Nacht daran, die Stromversorgung aufrecht zu erhalten. Die Überwachung des gesamten Stromnetzes wird nicht nur in diesem Zentrum vorgenommen, sondern auch vor Ort durch Helikopter-Einsätze. Bei Störungsmeldungen begeben sich Elektromechaniker zur Fehlerquelle und versuchen beispielsweise, Leitungen an Masten neu zu befestigen. "Newton" verfolgt die komplizierten Reparaturarbeiten in schwindelnden Höhen.
(ORF)


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14:30
Stereo-Ton16:9 Format

Ecuador - Der Traum des Regenbogenmannes

Film von Petra Schulz

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Inmitten der tropischen Andenlandschaft Ecuadors liegt Santo Domingo, eine Stadt mit 400.000 Einwohnern, die immer mehr Menschen anzieht und sich stetig weiter ausbreitet - völlig unkontrolliert und illegal. Rund um die Stadt wird der Regenwald gerodet, werden Viehweiden ...

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Inmitten der tropischen Andenlandschaft Ecuadors liegt Santo Domingo, eine Stadt mit 400.000 Einwohnern, die immer mehr Menschen anzieht und sich stetig weiter ausbreitet - völlig unkontrolliert und illegal. Rund um die Stadt wird der Regenwald gerodet, werden Viehweiden angelegt und Bananen, Kaffee und Zuckerrohr für den Export angebaut. Die Region war ursprünglich Siedlungsgebiet der Tsáchilas. Doch die Lebensgrundlagen dieses alten Indianervolks schwinden. Der Regenbogenmann Shuyun, ein Schamane, versucht, die alten Traditionen der Tsáchilas mit ihren neuen Lebensumständen zu kombinieren, um sein Volk vor dem Aussterben zu bewahren. Lebten die Tsáchilas seit über 2.000 Jahren vom Sammeln, Jagen und Fischen, so lehrt Shuyun seine Stammesgenossen nun, wie man Hausgärten anlegt, neue Gemüse- und Baumsorten anpflanzt, mit Kompost düngt, Tiere hält, Fische züchtet und alles vermarktet. Der Regenbogenmann hat auch einen Traum: Zehn Hektar Urwald sollen zu einem Öko-Tourismusprojekt werden.
Der Film von Petra Schulz stellt den Regenbogenmann und seinen Traum vor.


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15:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Königsberg - ferne, fremde Heimat (1/2)

Ostpreußen und das Erbe Stalins

Film von Dirk Sager

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Vom alten Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, das 1945 unterging, ist wenig geblieben nach der Eroberung durch die Rote Armee. Die deutschen Einwohner waren entweder im Winter 1945 geflohen oder später von Stalin deportiert worden. Gerda Preuss gehört zu den wenigen, ...

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Vom alten Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, das 1945 unterging, ist wenig geblieben nach der Eroberung durch die Rote Armee. Die deutschen Einwohner waren entweder im Winter 1945 geflohen oder später von Stalin deportiert worden. Gerda Preuss gehört zu den wenigen, die blieben. Sie heiratete einen jungen russischen Offizier und erlebte Terror und Schrecken in den ersten Tagen unter russischer Besatzung. In einer Mischung aus Triumphgefühl und Hass waren die Rotarmisten in das Deutsche Reich vorgedrungen. Auf ihrem langen Vormarsch waren sie Zeugen von Tod und Zerstörung, die die Deutschen in ihr Land getragen hatten. Schon im August 1945 wurden die ersten Neusiedler aus Russland in das Gebiet um Königsberg geschickt. Ljubow Kutassowa war damals 16 Jahre alt und kam mit dem ersten Zug. Sie erzählt von den Mühen des Neubeginns in der fremden Heimat. Wie ihre Familie standen die meisten russischen Siedler völlig verständnislos in einer von fremder Kultur geprägten Landschaft. Was daraus in den Jahrzehnten nach dem Krieg erwuchs, ist geprägt von der Unwirtlichkeit sowjetischen Städtebaus mit Wohnblocks, deren Verfallsdatum erkennbar näher rückt. In der Zeit des Kalten Kriegs fühlten sich die Militärs als Herren im Haus. Sie sperrten die Stadt für Ausländer und bewiesen wenig Sinn für die Entwicklung von Wirtschaft und Kultur. Seit dem Zerfall der Sowjetunion ist der russische Teil des früheren Ostpreußens wieder eine Exklave, eingeschlossen von Litauen und Polen. Zwischen den beiden aufstrebenden neuen EU-Mitgliedern ist die russische Region eine Insel der Armut geblieben. Kaliningrad ist noch auf der Suche nach einem Weg in die Zukunft.
Im ersten Teil seiner zweiteiligen Reise durch das Königsberger Hinterland besucht Dirk Sager Kaliningrad und das Gebiet des nördlichen Ostpreußens. Die Reisereportage stellt erschütternde Bilder neben Zeichen der Hoffnung.

Den zweiten Teil von Dirk Sagers Reise durch Königsberg zeigt 3sat im Anschluss, um 15.45 Uhr.


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15:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Königsberg - ferne, fremde Heimat (2/2)

Hoffnung am Haff

Film von Dirk Sager

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Ernst von Glasow war wie besessen von dem Gedanken, heimzukehren. 1990, als der Bezirk Kaliningrad für Ausländer geöffnet wurde, war er einer der ersten, die sich auf den Weg machten, die fremd gewordene Heimat zu besuchen. Die Not im Land erkennend, reiste er in den ...

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Ernst von Glasow war wie besessen von dem Gedanken, heimzukehren. 1990, als der Bezirk Kaliningrad für Ausländer geöffnet wurde, war er einer der ersten, die sich auf den Weg machten, die fremd gewordene Heimat zu besuchen. Die Not im Land erkennend, reiste er in den folgenden Jahren immer wieder mit Hilfsgütern dorthin - mit Medikamenten für Krankenhäuser, Schreibheften für Schulen. Dann bot ihm der Sowchos-Vorsitzende an, auf dem Gelände des elterlichen Gutshofs ein Haus zu bauen. Seitdem gehört Glasow zu den wenigen Vertriebenen, denen Ostpreußen wieder ein Zuhause bietet. Oft besucht er seinen Nachbarn, einen Russen, der bald nach dem Krieg dort angesiedelt wurde. Sie sitzen zusammen und spielen Schach. Der eine spricht nicht Deutsch, der andere nicht Russisch - und doch verstehen sie sich. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Tharau. Die Menschen dort erinnern sich an den barocken Dichter, der den Ort unsterblich machte: Er schrieb die Verse des Volkslieds über "Ännchen von Tharau", eine junge Frau, die dort 1619 als Tochter eines Pfarrers geboren wurde. Seit über zehn Jahren hat der Dorfchor das Lied in seinem Repertoire. Die Sänger erteilen auch eine freundliche Lektion zur Klärung der Besitzverhältnisse: "Grund und Boden ist jetzt unser", sagt ein junger Mann und weist auf den wolkenverhangenen Himmel, "aber das Wetter, das gehört immer noch euch".
Im zweiten Teil seiner Reise durch das Königsberger Hinterland machte Dirk Sager Station am Kurischen Haff und auf der Nehrung und suchte nach den Spuren des Schlosses, auf dem Marion Gräfin Dönhoff aufwuchs, die sich später um den Brückenschlag zur alten Heimat verdient gemacht hat. Endpunkt der Reise ist Georgenburg, das neben Trakehnen berühmteste Gestüt im alten Ostpreußen, wo heute wieder Pferde in den Ställen stehen.


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16:30
Stereo-Ton16:9 Format

Im Herzen Kabuls

Altstadt im Aufbau

Film von Abby d'Arcy Hughes und Nadja Korinth

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Im 19. und 20. Jahrhundert standen in Kabuls Stadtteil Murad Khane einige der schönsten Häuser der afghanischen Hauptstadt. Reiche Kaufleute und Intellektuelle lebten in den verschwenderisch verzierten Serails. Doch dann haben 30 Jahre Krieg und Vernachlässigung Murad ...

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Im 19. und 20. Jahrhundert standen in Kabuls Stadtteil Murad Khane einige der schönsten Häuser der afghanischen Hauptstadt. Reiche Kaufleute und Intellektuelle lebten in den verschwenderisch verzierten Serails. Doch dann haben 30 Jahre Krieg und Vernachlässigung Murad Khane in eine Ruinenlandschaft verwandelt. Aber die Bewohner gaben ihr Viertel nicht auf - und vor zwei Jahren bekamen sie unverhofft Unterstützung. Ein exzentrischer, schottischer Abenteurer und Schriftsteller beschloss, in Murad Khane die alten afghanischen Bautraditionen und Handwerkerfähigkeiten wiederzubeleben. Inzwischen sind 10.000 Kubikmeter Schutt und Müll aus Murad Khane abtransportiert worden. In mühseliger Arbeit wird Haus für Haus originalgetreu wieder aufgebaut. Dafür werden aus dem ganzen Land die besten Handwerksmeister rekrutiert.
Zwei Monate lang beobachten die Filmemacherinnen Abby D'Arcy Hughes und Nadja Korinth Leben und Arbeit in Murad Khane. Als Protagonisten des Films führen der Taubenzüchter Khalil und der Ringkampf-Champion Pahlavan Aziz durch das Viertel und seine Geschichte. Ihrer beider Familien leben seit Generationen in Murad Khane. Im Kontrast zu den Wiederherstellungsarbeiten stehen Bilder aus der rasant wachsenden Metropole Kabul mit glitzernden Shopping Malls und protzigen Villen. Ringsum wird ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Strukturen gebaut. Es ist dieser Bauboom, der Murad Khane aufs Neue bedroht. Denn Investoren und Stadtverwaltung haben eigene Pläne für das Viertel.


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17:15
Stereo-Ton16:9 Format

Ländermagazin

Heute aus Bayern

Moderation: Renate Herzberg

Themen:
- Kini's Geburtstag
- Klenzes Spuren
- Abtauchen in Bayern
- Perlmuscheln
- Baumwipfelpfad
- Goldendoodle
- Melone - Wasser zum Anbeißen
- Gasthof zum Roten Ochsen
- Äbtissin unterwegs
- Naabtaler Burgensteig
- Bienenkönigin
- Zwetschgenzeit

Erstausstrahlung


Sorgfältig recherchierte, feinfühlige Reportagen bietet "Am Schauplatz" aus Österreich. Im Mittelpunkt steht der Mensch und sein Alltag, die Themenpalette reicht von Sozialreportagen bis zu ungewöhnlichen Lebensgeschichten.
(ARD/BR/3sat)


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17:45
Stereo-Ton16:9 Format

schweizweit



Das Magazin "schweizweit" berichtet aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport und zeichnet ein facettenreiches Bild der Schweiz.


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18:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

37 Grad: Mama, das war's!

Auszeit zwischen Kindern und Eltern

Film von Jobst Thomas

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Ihr letztes Telefonat verlief wie immer in den vergangenen Wochen: eine emotionsgeladene Anhäufung von Vorwürfen und Gegenvorwürfen, Rechtfertigungsversuchen und Beschimpfungen, bis Christine wieder aus lauter Wut über ihre Mutter den Tränen nahe war: "Mama, das ...

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Ihr letztes Telefonat verlief wie immer in den vergangenen Wochen: eine emotionsgeladene Anhäufung von Vorwürfen und Gegenvorwürfen, Rechtfertigungsversuchen und Beschimpfungen, bis Christine wieder aus lauter Wut über ihre Mutter den Tränen nahe war: "Mama, das war's! Ruf mich nie wieder an!" Dann knallte Christine den Hörer auf - Sendepause. In angespannten Eltern-Kinder-Verhältnissen sind meist der fehlende, ehrliche Austausch und alte, eingespielte Verhaltensmuster das Hauptproblem. Die Kinder sammeln an, was sie stört, aber sie haben nicht den Mut, das Gespräch zu suchen. Es bleibt bei Andeutungen oder kurzfristigen Aggressionen bis zum "Zahltag". Ein Problem, das viele Familien kennen. Bei Thorsten und seinem Vater kam es zum Bruch, als der Sohn die Nähe zu seinem übermächtigen Vater nicht mehr aushielt: eine Abgrenzung aus seelischer Notwehr. "Ich arbeite lieber auf dem Bau als deinen Friseurladen zu übernehmen. Ich will das Geschäft nicht". Sein Vater war zunächst sprachlos, dann ging es lautstark zur Sache - bis Thorsten aufstand und sein Elternhaus für lange Zeit nicht mehr betrat. Die Eltern sind verletzt und traurig, die Kinder auch. Um sich wieder anzunähern, braucht es vor allem Geduld und Liebe, denn wenn Töchter und Söhne sich plötzlich abwenden, wollen sie in der Regel keine ewige Trennung. Dennoch kann die "Auszeit" lang sein, denn es kann dauern, bis die Kinder sich seelisch erholt haben, sich selbstbewusst genug fühlen, um ihren Eltern neu zu begegnen.
Der Film von Jobst Thomas stellt zwei betroffene Familien vor und zeigt, wie Aggressionen und Ablehnung überwunden werden können und welche Strategien bei der Versöhnung helfen. Außerdem beleuchtet er die Hintergründe von Eltern-Kind-Konflikten: Warum kommt es zu Eskalationen, was steckt dahinter, und weshalb ist Distanz manchmal auch wichtig?


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18:30
Stereo-Ton16:9 Format

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Ingolf Baur

- Kosmische Mission
Warum Forscher die Milchstraße neu vermessen wollen
- Entdeckendes Lernen
Wie sich Kinder für naturwissenschaftliche Fächer
begeistern lassen
- Faszinierende Wildnis
Wie ein Ranger in weitläufigen Naturparks bedrohte Vögel
rettet


Das Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" gibt schon heute einen Ausblick in die Welt von morgen.


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:20
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SF und ARD

Moderation: Tina Mendelsohn

 Unendlicher Spaß
Dennis Scheck zu David Foster Wallace


Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. "Kulturzeit" bietet ergänzende Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Nie wieder Krieg?

Rache oder Recht?

Der Saddam-Hussein-Prozess

Film von Esteban Uyarra

Deutsche Bearbeitung: Andrea Gries

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Mit der Hinrichtung Saddam Husseins am 30. Dezember 2006 zog die neue irakische Regierung einen formalen Schlussstrich unter die blutige Ära des Gewaltherrschers. Der Prozess gegen den früheren irakischen Diktator gehört zu den spektakulärsten Verfahren der ...

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Mit der Hinrichtung Saddam Husseins am 30. Dezember 2006 zog die neue irakische Regierung einen formalen Schlussstrich unter die blutige Ära des Gewaltherrschers. Der Prozess gegen den früheren irakischen Diktator gehört zu den spektakulärsten Verfahren der internationalen Justizgeschichte. Ob dabei nach Recht und Gesetz verfahren wurde, ist höchst umstritten. Beobachter kritisierten den Prozess als Rückschritt für das Völkerstrafrecht und nur scheinbaren Fortschritt für den Irak. Allein US-Präsident Bush sprach von einem "Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie". Der Prozess begann im Oktober 2005 vor einem Sondertribunal in Bagdad. Die Anklagepunkte umfassten Hunderte Vergehen. Saddam Hussein selbst bezeichnete sich von Anfang an als unschuldig und beschimpfte die Beteiligten als "Handlanger der amerikanischen Besatzer". Der Erste Vorsitzende Richter musste nach drei Monaten unter öffentlichem Druck seinen Rücktritt einreichen, weil er den Ex-Diktator angeblich zu oft zu Wort kommen ließ. Mehrere Prozessbeteiligte, darunter drei Verteidiger Saddams, wurden ermordet.
Der Film von Esteban Uyarra zieht eine Bilanz des Prozesses und seiner Folgen für den Irak am Rande des Bürgerkriegs.

Im Rahmen der 3sat-Themenwoche "Nie wieder Krieg?" folgen im Anschluss, um 21.00 und um 21.30 Uhr, die Dokumentationen "Irre im Krieg" und "Der Fluch des Tötens" sowie um 22.25 Uhr der Spielfilm "The Coast Guard" von Kim Ki-duk.


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21:00
Stereo-Ton

Nie wieder Krieg?

Irre im Krieg

Macht und Missbrauch der Militärpsychiatrie

Film von Gerald Teufel

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Seit dem Ersten Weltkrieg bedient sich die Kriegsführung der Psychiatrie. Während des Ersten Weltkriegs setzte Julius Wagner-Jauregg, österreichischer Arzt und Psychiater, Elektroschocks ein, um "Kriegsneurotiker" zu heilen. Im Zweiten Weltkrieg verwendete Konrad Lorenz ...
(ORF/3sat)

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Seit dem Ersten Weltkrieg bedient sich die Kriegsführung der Psychiatrie. Während des Ersten Weltkriegs setzte Julius Wagner-Jauregg, österreichischer Arzt und Psychiater, Elektroschocks ein, um "Kriegsneurotiker" zu heilen. Im Zweiten Weltkrieg verwendete Konrad Lorenz als Militärpsychiater dieselbe Methode. Um seelische Zusammenbrüche von amerikanischen Soldaten zu behandeln und die Ausfallrate zu senken, experimentierte das US-Militär im Zweiten Weltkrieg mit Tranquilizern, Amphetaminen und Aminosäuren. Im Vietnamkrieg wurden Neuroleptika verwendet, und in jüngster Zeit werden amerikanische Piloten für den Kriegseinsatz mit sogenannten "Go Pills" fit gemacht. Die andere Seite der Medaille zeigt sich nach den Kriegshandlungen: Viele Soldaten leiden an posttraumatischen Störungen. Auch zahlreiche deutsche Friedenssoldaten sind betroffen, die ihren Einsatz in Bosnien oder Afghanistan nicht verkraften. Sie werden im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg behandelt.
"Irre im Krieg" beleuchtet die Geschichte der Kriegspsychiatrie. Zu Wort kommen Klaus Barre, Militärpsychologe im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, und Dave Grossman, ehemaliger Militärpsychologe, der die "Killology Research Group" gründete und sich mit Tötungshemmungen und der Möglichkeit, diese bei Schießübungen auszuschalten, beschäftigt.
(ORF/3sat)


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21:30

Nie wieder Krieg?

Der Fluch des Tötens

Kindersoldaten im Kongo

Film von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde

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Papy und Goy liefen mit zehn Jahren von zuhause weg, weil sie hungerten. Die kongolesische Armee versprach ihnen gute Bezahlung. Die "Kadogos", wie die Kindersoldaten genannt werden, sind wegen ihrer Brutalität und Unberechenbarkeit gefürchtet. Mit 16 sind Papy und Goy ...
(ARD/SWR)

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Papy und Goy liefen mit zehn Jahren von zuhause weg, weil sie hungerten. Die kongolesische Armee versprach ihnen gute Bezahlung. Die "Kadogos", wie die Kindersoldaten genannt werden, sind wegen ihrer Brutalität und Unberechenbarkeit gefürchtet. Mit 16 sind Papy und Goy Kriegsveteranen, ohne Schulbildung, Beruf und Geld. Nichts von dem, was ihnen die Armee versprochen hatte, haben sie bekommen. Doch die beiden Jugendlichen haben Glück. Sie kommen in das kongolesische Friedensdorf Bupolé, ein von der katholischen Kinderrechtsorganisation BICE gegründetes Rehabilitations-Zentrum. Betreut von Pädagogen und Psychologen leben sie in kleinen Hausgemeinschaften, können zum ersten Mal wieder ohne Angst vor nächtlichen Überfällen der Rebellen schlafen. Sie lernen, nach zivilen Regeln zu leben, Konflikte mit Worten und nicht mit Waffen auszutragen. Nach drei Monaten verlassen Papy und Goy das Zentrum, machen Platz für die nächste Gruppe von Kindersoldaten. Ein halbes Jahr später herrscht bei Papys Familie die gleiche bedrückende Armut wie damals, als er zum Militär ging. Regelmäßig trifft er seinen Betreuer in Kinshasa. Der ermutigt ihn, weiterzumachen, auch wenn er zu Hause nicht immer genügend zu essen bekommt, wenn ihn immer wieder Albträume quälen, Bilder des Kriegs ihn verfolgen. Mithilfe von BICE hat Papy die Ausbildung in seinem Traumberuf als Kfz-Mechaniker und Fahrer bald abgeschlossen. Aber Papy sei anders geworden, erzählen seine Eltern: Er stelle Forderungen und erteile Befehle. Goy hat mit Hilfe seines Sozialbetreuers einen Ofen gebaut und verkauft täglich frisch gebackenes Brot. Noch immer schmerzt ihn eine alte Kriegsverletzung. Nachmittags raucht er einen Joint und beginnt auf die verlorene Zeit im Krieg zu fluchen.
Der Film von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde begleitet Papy und Goy ein Jahr lang: im Friedensdorf Bupolé und bei ihren Familien zu Hause. Werden die beiden ehemaligen Kindersoldaten ein Leben in Frieden führen können?
(ARD/SWR)


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22:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB 2



Von Montag bis Freitag liefert das österreichische Nachrichtenmagazin einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
(ORF)


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22:25
Stereo-Ton16:9 Format

Nie wieder Krieg?

The Coast Guard

(Hae anseon)

Spielfilm, Südkorea 2002

Darsteller:
Kang Sang-byeongJang Dong-gun
Kim Sang-byeongKim Jeong-hak
Mi-yeongPark Ji-a
Cheol-guYu Hye-jin
u.a.
Regie: Kim Ki-duk
Erstausstrahlung

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Der Kalte Krieg wird im geteilten Korea fortgesetzt. Aus Angst vor Spionen aus dem Norden wird die gesamte südkoreanische Küste von schwer bewaffneten Armeeeinheiten bewacht. Einer der Küstenwächter ist Kang Sang-byeong, dem seine "patriotische Aufgabe" so heilig ist, ...

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Der Kalte Krieg wird im geteilten Korea fortgesetzt. Aus Angst vor Spionen aus dem Norden wird die gesamte südkoreanische Küste von schwer bewaffneten Armeeeinheiten bewacht. Einer der Küstenwächter ist Kang Sang-byeong, dem seine "patriotische Aufgabe" so heilig ist, dass ihn seine Kameraden lächerlich finden. Als der Soldat in einer Nacht das Feuer auf ein ahnungsloses Liebespaar im Sperrgebiet eröffnet und den Mann tötet, kommt es fast zu einem offenen Aufstand der Dorfbewohner gegen die Armee und den verstörten Schützen Kang. Die geschockte Freundin des Opfers wird wahnsinnig. Kang wird für seine Tat ausgezeichnet, ist aber auch nicht mehr Herr seiner Sinne: Er greift Kameraden an und wird schließlich vom Dienst suspendiert. Der verstörte Kang will jedoch seinen Ausschluss von der Vaterlandsverteidigung nicht hinnehmen und treibt sich weiterhin in der Nähe des Camps herum. Schließlich entwendet Kang ein Schnellfeuergewehr und lauert seinen ehemaligen Kameraden auf.
Kim Ki-duk, Südkoreas kontroversester Regisseur, der selbst fünf Jahre lang in der Armee diente, zeichnet ein bitterböses Bild des Militärs, in dem es nur Verlierer gibt, die sich hinter einer dünnen Fassade von Disziplin und vaterländischer Ideologie gegenseitig schikanieren, unterdrücken und zerstören. In der Wucht der Anklage gegen das Militär erinnert Kim Ki-duks "Coast Guard" an Filme wie Stanley Kubricks "Full Metal Jacket" (1987) und Oliver Stones "Geboren am 4. Juli" (1989). Kim Ki-duk, der lange als cineastischer Geheimtipp galt, gewann für seinen Spielfilm "Samaria" 2004 in Berlin den Silbernen Bären für die beste Regie, nachdem er mit dem gewalttätigen Melodram "Die Insel" (2000) die Zuschauer ebenso verstört wie begeistert hatte. Hauptdarsteller von "The Coast Guard" ist einer der Superstars des koreanischen Kinos, Jang Dong-gun, der schon in dem Bürgerkriegsfilm "Brotherhood" (2004) einen tollkühnen Soldaten gespielt hatte, der im Wahnsinn des Kriegs die Nerven verliert.

3sat setzt seine Themenwoche "Nie wieder Krieg?" am Freitag, 4. September, um 22.25 Uhr mit dem Spielfilm "Wag the Dog" fort.


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