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Pfingstmontag - Montag, 1. Juni
Programmwoche 23/2009
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6:00
Stereo-Ton16:9 Format

Neapel oder die Kunst des Überlebens

Film von Dietrich Leube

(aus der ARD-Reihe "Bilder einer Landschaft")

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Was eigentlich ist so schön an "Bella Napoli"? Anders als Venedig, Rom und Florenz muss sich die Stadt am Fuß des Vesuvs diese Frage immer wieder gefallen lassen: Sie gilt als verwahrlost, chaotisch und gefährlich. Seit den Jahren des Aufschwungs unter dem tatkräftigen ...
(ARD/BR)

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Was eigentlich ist so schön an "Bella Napoli"? Anders als Venedig, Rom und Florenz muss sich die Stadt am Fuß des Vesuvs diese Frage immer wieder gefallen lassen: Sie gilt als verwahrlost, chaotisch und gefährlich. Seit den Jahren des Aufschwungs unter dem tatkräftigen Bürgermeister Antonio Bassolino scheint Neapel wieder in den alten Zustand der Unregierbarkeit zurückzukehren. Und doch besitzt die Metropole Süditaliens wie eh und je eine starke Ausstrahlung - lockend und irritierend zugleich. Schließlich sind die Menschen dieser erstaunlichen Stadt seit 3.000 Jahren geübt in der Kunst des Überlebens.
Dietrich Leube folgt den Spuren der Geschichte in Neapel, besucht Puppenspieler und Arbeitslose in den "Quartieri Spagnoli" und Philosophen im Palazzo Serra di Dassano. Er beobachtet das "Blutwunder" des Stadtheiligen San Gennaro ebenso wie die Polizei bei einer nächtlichen Razzia und das anspruchsvolle Opernpublikum im Teatro San Carlo, der Hochburg des Belcantos.
(ARD/BR)


6:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Positano

Perle der amalfitanischen Küste

Film von Peter Sander

(aus der ARD-Reihe "Bilder einer Landschaft")

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In Positano, einer alten Fischerstadt, steigen die kubenförmigen Häuser wie Schwalbennester übereinandergeschichtet vom Meer bis auf 300 Meter Höhe an. Unzählige Treppenstufen verbinden die Häusergruppen der Stadt, die nur von einer kleinen Straße durchzogen wird. ...
(ARD/BR)

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In Positano, einer alten Fischerstadt, steigen die kubenförmigen Häuser wie Schwalbennester übereinandergeschichtet vom Meer bis auf 300 Meter Höhe an. Unzählige Treppenstufen verbinden die Häusergruppen der Stadt, die nur von einer kleinen Straße durchzogen wird. Durch die Monti Lattari vor kalten Nordwinden geschützt, ermöglicht das milde Klima eine üppige Vegetation und eine von Ostern bis Ende Oktober reichende Badesaison. Auf den Terrassen oberhalb der Stadt wachsen Oliven und Zitronen, und da und dort werden noch Bohnen und Kartoffeln geerntet. Die mediterrane Stadt zog schon in den 1920er und 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die ersten Fremden an, vornehmlich deutsche Intellektuelle, Maler und Schriftsteller. Doch erst in den frühen 1960er Jahren entstanden die Hotels für den nun einsetzenden Massentourismus. Von den Auswüchsen blieb Positano allerdings bis heute verschont, nicht zuletzt Dank der steilen Treppen und engen Gassen.
Der Film von Peter Sander porträtiert die Stadt und ihre Menschen, taucht in die Geschichte Positanos ein und entführt in einen Landstrich, der auch heute noch bezaubert.
(ARD/BR)


7:30
Stereo-Ton16:9 Format

Alpenpanorama



"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


9:05
Stereo-Ton16:9 Format

Das Hagen Quartett spielt Haydn:

Streichquartett d-Moll op. 76 Nr. 2

Rokoko-Theater, Schwetzinger Festspiele 2008

Fernsehregie: Torben Schmidt

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Das Hagen Quartett ist für seine ungewöhnlichen und spannenden Konzertprogramme ebenso berühmt wie für seine exquisite Diskografie. Sein internationaler Ruf ist mit der Musikstadt Salzburg, dem Geburts- und Standort des Quartetts, sowie dem dortigen Mozarteum eng ...
(ARD/SWR)

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Das Hagen Quartett ist für seine ungewöhnlichen und spannenden Konzertprogramme ebenso berühmt wie für seine exquisite Diskografie. Sein internationaler Ruf ist mit der Musikstadt Salzburg, dem Geburts- und Standort des Quartetts, sowie dem dortigen Mozarteum eng verknüpft. Dort gingen die Kinder eines Solobratschisten des Salzburger Mozarteum-Orchesters unter anderem bei Nikolaus Harnoncourt in die Schule. Nachdem eines der Geschwister das Quartett verlassen hatte, fanden die übrigen im Jahr 1987 mit dem Geiger Rainer Schmidt die ideale Ergänzung. Heute zählt das Hagen Quartett zu den besten Streichquartett-Ensembles der Welt. Immer wieder gelangen den Musikers glänzende Höhepunkte in der Kunst des Quartettspiels, des musikalisch "intimen" Dialogs. Nicht umsonst gilt das Quartett als eins der besten Streichquartett-Ensembles der Welt.
3sat zeigt ein Konzert des Quartetts von den Schwetzinger Festspielen 2008.

Im Anschluss, um 9.30 Uhr, zeigt 3sat anlässlich des 200. Todestags von Joseph Haydn die Konzertaufzeichnung "Joseph Haydn: Die Jahreszeiten - Der Frühling". Um 10.15 Uhr folgt aus demselben Anlass "Joseph Haydn: Die Jahreszeiten - Der Sommer".

(ARD/SWR)


9:30
Stereo-Ton16:9 Format

Joseph Haydn: Die Jahreszeiten - Der Frühling

Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth, 2004

Mit James Taylor (Tenor)

Chor: Chorgemeinschaft Neubeuern

Orchester: Klangverwaltung München
Musikalische Leitung: Enoch zu Guttenberg
Fernsehregie: Georg Wübbolt

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In Georg Friedrich Händels "Messias" singen die Engel, in Joseph Haydns "Die Jahreszeiten" die Bauern. Ob Joseph Haydn mit diesem Bonmot des Dirigenten Enoch zu Guttenberg einverstanden wäre?
Enoch zu Guttenberg dirigiert eine kraftvolle, der Erde und dem Leben ...
(ARD/SWR/BR)

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In Georg Friedrich Händels "Messias" singen die Engel, in Joseph Haydns "Die Jahreszeiten" die Bauern. Ob Joseph Haydn mit diesem Bonmot des Dirigenten Enoch zu Guttenberg einverstanden wäre?
Enoch zu Guttenberg dirigiert eine kraftvolle, der Erde und dem Leben verbundene Interpretation dieses Meisterwerks. Aufgezeichnet wurde das Konzert in einem der schönsten Barocktheater der Welt, im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth im Oktober 2004. 3sat zeigt daraus anlässlich des 200. Todestags des Komponisten "Der Frühling".
(ARD/SWR/BR)


10:15
Stereo-Ton16:9 Format

Joseph Haydn: Die Jahreszeiten - Der Sommer

Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth, 2004

Mit James Taylor (Tenor)

Chor: Chorgemeinschaft Neubeuern

Orchester: Klangverwaltung München
Musikalische Leitung: Enoch zu Guttenberg
Fernsehregie: Georg Wübbolt

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In Georg Friedrich Händels "Messias" singen die Engel, in Joseph Haydns "Die Jahreszeiten" die Bauern. Ob Joseph Haydn mit diesem Bonmot des Dirigenten Enoch zu Guttenberg einverstanden wäre?
Enoch zu Guttenberg dirigiert eine kraftvolle, der Erde und dem Leben ...
(ARD/SWR/BR)

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In Georg Friedrich Händels "Messias" singen die Engel, in Joseph Haydns "Die Jahreszeiten" die Bauern. Ob Joseph Haydn mit diesem Bonmot des Dirigenten Enoch zu Guttenberg einverstanden wäre?
Enoch zu Guttenberg dirigiert eine kraftvolle, der Erde und dem Leben verbundene Interpretation dieses Meisterwerks. Aufgezeichnet wurde das Konzert in einem der schönsten Barocktheater der Welt, im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth im Oktober 2004. 3sat zeigt daraus anlässlich des 200. Todestags des Komponisten "Der Sommer".
(ARD/SWR/BR)


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11:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Mit Schwert und Kreuz

Karl der Große und die Christianisierung der Sachsen

Film von Gerold Hoffmann

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Bis heute gilt Karl der Große (747 - 814) in vielen Geschichtsbüchern als der blutrünstige Sachsenschlächter, der die heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs unterwarf und ihnen das Christentum mit dem Schwert beibrachte. "Tod oder Taufe" soll seine Losung ...

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Bis heute gilt Karl der Große (747 - 814) in vielen Geschichtsbüchern als der blutrünstige Sachsenschlächter, der die heidnischen Nachbarn im Nordosten seines Reichs unterwarf und ihnen das Christentum mit dem Schwert beibrachte. "Tod oder Taufe" soll seine Losung gewesen sein. Doch dieses simple Bild muss, zumindest teilweise, korrigiert werden. Karl hat die Missionspolitik in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit deutlich verändert. Im letzten Jahrzehnt vor seiner Kaiserkrönung im Jahr 800 unterstützte er eine Missionsarbeit, die an der Verkündigung der christlichen Botschaft orientiert war. Was steckt hinter Karls Sinneswandel? Haben Berater ihn beeinflusst? War es "Altersmilde"? Gab es unterschiedliche Strömungen in der gebildeten Elite, die das Frankenreich damals regierte? Am 5. Juli 2006 finden Archäologen bei Ausgrabungen am Dom von Paderborn ein Skelett. Es stellt sich heraus, dass es aus der Zeit Karls des Großen stammt. Der Tote gehörte zur ersten Christengeneration im Norden Deutschlands. Er wurde als Heide geboren und als Christ begraben. Was ist mit ihm geschehen?
Die Dokumentation von Gerold Hoffmann beschreibt, wie das Leben dieses Mannes ausgesehen haben könnte. Sie schildert aus der Perspektive eines einfachen Sachsen, wie Karl der Große den christlichen Glauben in Deutschland verbreitet und dabei nicht nur das Schwert benutzt hat. Gerold Hoffmann drehte an Originalschauplätzen in Deutschland, der Schweiz und in Rom. Er stellt die Sachsenmission in den Rahmen der weltpolitischen Bedeutung Karls des Großen, der als "Vater Europas" und Begründer des christlichen Abendlands bezeichnet wird. Dokumentarische Bilder und nachgestellte Szenen schildern das Leben der Sachsen im Norden Deutschlands zur Zeit Karls des Großen.


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11:45
16:9 Format

Jaffa - Geschichten aus der ältesten Hafenstadt der Welt

Film von Gerd Helbig

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Jaffa ist eine uralte Stadt. Es ist kaum zu beschreiben, wer sie alles erobert und verloren hat. Vor allem wegen ihres Hafens, dessen Geschichte 4.000 Jahre zurückreicht. Wo er einmal lag, versuchen Archäologen herauszufinden. Auf jeden Fall nicht dort, wo heute ein ...

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Jaffa ist eine uralte Stadt. Es ist kaum zu beschreiben, wer sie alles erobert und verloren hat. Vor allem wegen ihres Hafens, dessen Geschichte 4.000 Jahre zurückreicht. Wo er einmal lag, versuchen Archäologen herauszufinden. Auf jeden Fall nicht dort, wo heute ein munterer, etwas heruntergekommener Segel- und Fischerhafen hinter einer Mole liegt. Oberhalb steht der alte Leuchtturm. Vor seiner Zeit diente das Minarett der Muhammadiya-Moschee den Schiffen als Wegweiser. Denn Jaffa war eine arabische Stadt und ist es zum Teil noch immer. So hört man mehrmals am Tag lautstark den Muezzin zum Gebet rufen, am Wochenende ertönen aber auch die Glocken der vielen Kirchen. Jaffa wurde gern als "Hafen Jerusalems" bezeichnet, weil dort die Pilger ankamen. Deren Herbergen sind noch erhalten - prächtige, heute restaurierte Steinbauten, die wie eine Burg aufragen. Aus dieser Altstadt allerdings sind alle Araber vertrieben, sie ist eine etwas aseptische Ansammlung israelischer Ateliers und Restaurants. Die Geschichte der Vertreibung ist bitter und von den Arabern nicht vergessen. Sie leben jetzt rund um die Altstadt in ihren kleinen Läden und Wohnungen. Von ihren einst herrschaftlichen Villen sind nur noch wenige übrig. Trotzdem ist Jaffa eine sehr lebendige Stadt: Vor der von Familie Abulafia betriebenen Bäckerei, angeblich der besten Israels, stauen sich noch um Mitternacht die Autos. Gleich nebenan ist ein täglicher Floh- und Antikmarkt, dessen ursprüngliche Architektur aus der osmanischen Zeit sich langsam wieder aus den hässlichen Buden der Händler herausschält. In der Jaffa-Bar, in einer Seitengasse versteckt, gibt es Donnerstag nachts wilden Bauchtanz, und in einer restaurierten Zollhalle aus der britischen Mandatszeit hat das erste Taubblinden-Theater der Welt eröffnet.
Gerd Helbig stellt Jaffa und einige Bewohner der Stadt vor, die versuchen, die christlichen, jüdischen und moslemischen Elemente zu bewahren.


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12:15
Stereo-Ton16:9 Format

Oper ist mein Leben

Hinter den Kulissen im Staatstheater Mainz

Film von Astrid Bierschenk

Erstausstrahlung

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Hauptprobe, es herrscht Hochbetrieb auf der Bühne im Staatstheater Mainz. Das Scheinwerferlicht ist voll auf Solisten, Chor, Kinder und Statisten gerichtet. Insgesamt 88 Protagonisten spielen mit in "Parsifal", der fünfeinhalbstündigen Oper von Richard Wagner. Doch es ...
(ARD/SWR/3sat)

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Hauptprobe, es herrscht Hochbetrieb auf der Bühne im Staatstheater Mainz. Das Scheinwerferlicht ist voll auf Solisten, Chor, Kinder und Statisten gerichtet. Insgesamt 88 Protagonisten spielen mit in "Parsifal", der fünfeinhalbstündigen Oper von Richard Wagner. Doch es gibt noch einen zweiten Mann im Theater, dessen Gesicht angeleuchtet ist. Es ist nur ein kleines Licht vom Inspizientenpult direkt neben der Bühne, an dem Hans-Erich Vincke steht. Er ist 63 und eine Institution am Staatstheater Mainz. Seit 13 Jahren ist er für den reibungslosen Ablauf einer Vorstellung verantwortlich. Von seinem Platz aus koordiniert er die Auftritte auf der Bühne, gibt die Kommandos für Umbauten, Licht und Ton. Doch kleine und große Katastrophen gibt es immer wieder. Wenn bei der Vorstellung die Musik zu spät einspielt, ein Solist im Bühnenhimmel stecken bleibt, Spezialeffekte klemmen oder Nebel, Blitz und Donner an der falschen Stelle kommen, dann muss Hans-Erich Vincke schnell reagieren. Zu den stillen Stars hinter den Kulissen gehört auch die junge Elektrikerin Anke Ebeling. Sie arbeitet auf der Beleuchterbrücke zwölf Meter über der Bühne und steuert die Scheinwerfer. Gewandmeisterin Petra Straßburger steht bei jeder Vorstellung mit der Notfallbox bereit, falls ein Saum aufgeht oder ein Knopf abfällt. Mithilfe des Maskenbildners Dietmar Storch schlüpfen die Solisten in ihre Rollen.
Als wichtigster Mann einer Vorstellung und Bindeglied zwischen Regie und Technik führt Hans-Erich Vincke in Astrid Bierschenks Film in die Welt hinter der Bühne. Überall spürt man, dass mit Herzblut auf etwas Außergewöhnliches hingearbeitet wird. Die Zusammengehörigkeit zeigt sich vor allem bei der Premiere der Oper, wenn alle hinter der Bühne das schwierige Vorhaben gemeinsam meistern.
(ARD/SWR/3sat)


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


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13:10
Stereo-Ton16:9 Format

Markus Borner - ein Leben für die Serengeti

Film von Astrid von Stockar

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1977 kam der Schweizer Zoologe Markus Borner auf die Insel Rubondo im Lake Viktoria, um einen tansanischen Nationalpark aufzubauen. Geholt hatte ihn der berühmte deutsche Professor Bernhard Grzimek, Autor von "Serengeti darf nicht sterben". Nur schon die Anreise zur ...

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1977 kam der Schweizer Zoologe Markus Borner auf die Insel Rubondo im Lake Viktoria, um einen tansanischen Nationalpark aufzubauen. Geholt hatte ihn der berühmte deutsche Professor Bernhard Grzimek, Autor von "Serengeti darf nicht sterben". Nur schon die Anreise zur entlegenen Insel mit seiner Frau und zwei Kleinkindern war damals ein Abenteuer für sich. 1984 gab ihm Grzimek den Auftrag, in der Serengeti die Basis der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) aufzubauen, und so zog er mit seiner Familie nach Seronera, im Herzen des jungen Nationalparks. Nach dem Tod seines Mentors Grzimek im Jahr 1987 wurde er dessen Nachfolger, und mittlerweile koordiniert er das ganze Afrikaprogramm der ZGF von der Serengeti aus. Sein wichtigstes Arbeits- und Transportmittel sowie seine Leidenschaft ist eine zebragestreifte Cessna. Seit Grzimeks Zeiten dient sie für Zählflüge der wandernden Tierherden und zum Einkaufen im rund 1,5 Flugstunden entfernten Nairobi, der Hauptstadt Kenias. Man sagt, wer ein Mal die afrikanische Natur und Tierwelt gesehen habe, der leide unter einer Sucht, der "Maladie d'Afrique", und versuche immer wieder, dorthin zurückzukehren. Auch auf Markus Borner hat Afrika diese Sogwirkung. Seit 30 Jahren setzt er sich mit Haut und Haaren für den Naturschutz in der Serengeti ein, obwohl sein Privatleben daran zerbrochen ist. Er sei "mit seinem Beruf verheiratet", meint er.
Astrid von Stockar folgt dem Schweizer auf seinen abenteuerlichen Missionen mit der Cessna und erlebt ihn als mutigen, engagierten Naturschützer, als geschickten afrikanischen Taktierer, als unbestechlichen Delegierten, aber auch als motivierenden Teamchef.


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14:00

Molière (2/2)

(Molière, ou la vie d'un honnête homme)

Spielfilm, Frankreich 1977

Darsteller:
Molière/Jean-Baptiste PoquelinPhilippe Caubère
Molière als KindFrédéric Ladonne
Molières MutterOdile Cointepas
Madeleine BéjartJoséphine Derenne
Armande BéjartBrigitte Catillon
u.a.
Regie: Ariane Mnouchkine

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Jean-Baptiste Molière führt nach dem Abschied vom bürgerlichen Dasein ein unkonventionelles Leben als Hauptdarsteller und Autor einer Schauspieltruppe, die sich mit viel Optimismus, aber wenig Geld über die Runden bringt. Das Ensemble spielt für die verarmte ...
(ARD)

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Jean-Baptiste Molière führt nach dem Abschied vom bürgerlichen Dasein ein unkonventionelles Leben als Hauptdarsteller und Autor einer Schauspieltruppe, die sich mit viel Optimismus, aber wenig Geld über die Runden bringt. Das Ensemble spielt für die verarmte Landbevölkerung, und bald wird klar, dass das von Jean Racines statuarischen, weltfremden Tragödien dominierte klassizistische Repertoire kein Publikumsmagnet ist. Ein abgebrochenes Engagement bei einem geistlichen Herrn verschafft der Truppe endlich die große Chance: Es ergibt sich eine Gelegenheit, im Pariser Louvre vor dem jungen König Louis XIV. aufzutreten. Der Geschmack der adligen Zuschauer unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der Bauern: Molière erkennt, dass seine Zukunft als Theatermacher auf dem Gebiet der burlesken Komödie liegt, und er besinnt sich auf die Inszenierungen im Stil der Commedia dell'Arte, die er schon als Junge gesehen hat. In den folgenden Jahren, Molière ist um die 40 und bereits von einem Lungenleiden gezeichnet, etabliert er sich bei Hofe, schreibt ein Stück nach dem anderen und genießt die Gunst des Königs, der jetzt in Versailles residiert und Künstler aus ganz Europa anzieht. Aber Molières Neigung, das adelige wie klerikale Establishment auf der Bühne vorzuführen, macht ihm Feinde. Und als er Armande Béjart, die Tochter seiner langjährigen Gefährtin Madeleine, heiratet, beginnt es, in der Truppe selbst zu kriseln.
Der zweite Teil der "Molière"-Biografie von Ariane Mnouchkine überbietet den ersten womöglich noch in seiner Bildfülle: Das Frankreich des "Sonnenkönigs" Louis XIV. ersteht in seiner ganzen Pracht - wenn auch in einer leicht verzerrten, ironischen, an Frederico Fellini erinnernden Optik.
(ARD)


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16:05
16:9 Format

Gletscher, Wüsten und Vulkane

Abenteuer Anden

Film von Carsten Thurau

Erstausstrahlung

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Die Anden sind die längste Gebirgskette der Erde. Von Nord nach Süd erstreckt sich über eine Länge von 7.500 Kilometern eine einmalige Gebirgslandschaft: Vulkane, viele über 6.000 Meter hoch, Wüsten, Urwaldregionen und Gletscher, die in Gebirgsseen kalben. ...

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Die Anden sind die längste Gebirgskette der Erde. Von Nord nach Süd erstreckt sich über eine Länge von 7.500 Kilometern eine einmalige Gebirgslandschaft: Vulkane, viele über 6.000 Meter hoch, Wüsten, Urwaldregionen und Gletscher, die in Gebirgsseen kalben.
Carsten Thurau bereiste diesen einmaligen Natur- und Kulturraum: von Bolivien über Ecuador, Argentinien und Chile bis nach Peru. Der Film berichtet vom letzten Eisschneider Ecuadors, der auf 5.000 Metern Höhe an den Hängen des Chimborazos arbeitet, von Carlos, einem Vulkanbeobachter, der jedes Rumoren "seines" Bergs kennt, vom mühevollen Salzabbau in den Wüsten Boliviens, vom 60 Kilomter langen Perito-Moreno-Gletscher in Patagonien und von der Verehrung der "Pachamama", der heiligen Mutter Erde.


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16:50
Stereo-Ton16:9 Format

Leben am Limit

Die Tierwelt im Andenhochland

Film von Hans Giffhorn

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Über 7.500 Kilometer erstrecken sich die Anden, der längste Gebirgszug der Erde, entlang der Westküste Südamerikas. Mächtige Vulkane überragen die fruchtbaren Ebenen des Andenhochlands. Eisige Kälte, dünne Luft, schroffe Felswände und karge Geröllhalden an der ...

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Über 7.500 Kilometer erstrecken sich die Anden, der längste Gebirgszug der Erde, entlang der Westküste Südamerikas. Mächtige Vulkane überragen die fruchtbaren Ebenen des Andenhochlands. Eisige Kälte, dünne Luft, schroffe Felswände und karge Geröllhalden an der Grenze zum ewigen Schnee zeichnen diesen Lebensraum aus. Trotzdem findet sich in den scheinbar lebensfeindlichen Hochanden ein erstaunlicher Artenreichtum. Überraschend viele Tiere und Pflanzen haben im Lauf von Jahrmillionen gelernt, sich den extremen Bedingungen anzupassen - Tiere, die es sonst nirgendwo gibt und deren Vorfahren in anderen Gebieten längst ausgestorben sind.
Hans Giffhorn berichtet unter anderem über die Anpassungsstrategien der genügsamen Vicuñas, der letzten wilden Nachfahren der amerikanischen Urkamele, und zeigt, dass auch Kolibris raffinierte Überlebenskünstler sind.


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17:20
Stereo-Ton16:9 Format

Im Herzen der Zeit

86.406 Sekunden im Leben des Alberto Peratone

Film von Wolfgang Peschl und Christian Riehs

(aus der ORF-Reihe "art.genossen")

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Alberto Peratoner ist Venezianer, Uhrmacher, Philosoph und Theologe. Bis vor wenigen Jahren war er der Uhrmacher von San Marco, Hüter der Zeit. Seine Wohnung war der Torre dell'Orologio, der Uhrturm am Markusplatz. Er war der Letzte, der in einer Uhr aufwuchs, wohnte und ...
(ORF)

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Alberto Peratoner ist Venezianer, Uhrmacher, Philosoph und Theologe. Bis vor wenigen Jahren war er der Uhrmacher von San Marco, Hüter der Zeit. Seine Wohnung war der Torre dell'Orologio, der Uhrturm am Markusplatz. Er war der Letzte, der in einer Uhr aufwuchs, wohnte und arbeitete. Wie sein Vater, sein Großvater und 27 Uhrmacher zuvor. Doch der Uhrturm von San Marco wurde restauriert, die Uhr modernisiert. Nun zieht ein präzise gesteuerter Elektromotor die Gewichte der jahrhundertealten Pendeluhr hoch, und Alberto musste ausziehen. Heute wohnt er in einer kleinen Wohnung, die jener in der Uhr exakt gleicht. Die langen Nächte in seinem Arbeitszimmer, einer Uhrmacherwerkstatt, sind ausgefüllt mit Gedanken zum Phänomen "Zeit", jenem Thema, das ihn von Kindheit an begleitet hat.
Die Dokumentation "Im Herzen der Zeit" von Wolfgang Peschl und Christian Riehs begleitet Alberto Peratoner einen Tag lang auf seiner Reise durch die Zeit.
(ORF)


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18:15
Stereo-Ton16:9 Format

Lago Maggiore (2/2)

Der Poet von der anderen Seite - Dario Fo und der

Lago Maggiore

Film von Eva Gerberding und André Schäfer

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Das östliche, italienische Ufer des Lago Maggiore ist weniger prächtig als die Schweizer Seite, dafür lebt dort aber ein Nobelpreisträger: Dario Fo. 1997 wurde der Urvater der freien Theaterszene, das letzte Kind der Commedia dell'Arte, für seinen eigentümlichen ...
(ARD/WDR)

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Das östliche, italienische Ufer des Lago Maggiore ist weniger prächtig als die Schweizer Seite, dafür lebt dort aber ein Nobelpreisträger: Dario Fo. 1997 wurde der Urvater der freien Theaterszene, das letzte Kind der Commedia dell'Arte, für seinen eigentümlichen Erzählstil in Stockholm mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.
Mit Dario Fo begibt sich der Film auf die Spuren einer italienischen Kindheit. Die Autoren Eva Gerberding und André Schäfer erleben die raue Ostküste, besuchen Orte, die Fo geprägt haben, blicken auf den See und erfahren die gravierenden Unterschiede zwischen den beiden ungleichen Teilen des Lago Maggiore. Auf der lombardischen Seite des Sees mit ihrem spröden Charme soll ein besonderer Humor entstanden sein. Der Hang zum Komödiantischen liegt Dario Fo also im Blut. Sein Großvater, ein Gemüsehändler, schürte diese Neigung zum "komischen" Fabulieren. Die Talentschmiede der Familie Fo war der Marktplatz: Jeder Markttag war ein großer Auftritt im Stehgreif-Theater des Lebens, Schauspielunterricht zwischen Patata und Pantalone. Der Lago Maggiore - auf Deutsch "Langensee" - macht seinem Namen alle Ehre: 60 Kilometer reichen seine Ufer von der südlichen Alpenkette bis an die Poebene. Eva Gerberding und André Schäfer zeigen in zwei Filmen die Pracht- und die Schattenseite dieses Sees. Der zweite Film zeigt das östliche, italienische Ufer des Sees mit den Augen des Nobelpreisträgers Dario Fo.
(ARD/WDR)


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:15
Stereo-Ton

Ungeschminkt: James Lipton im Gespräch mit Cameron Diaz


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Cameron Diaz startet ihre Schauspielkarriere mit 21 Jahren in "The Mask" an der Seite von Jim Carrey. Es folgen Rollen in "She's the one" (1996) und "Feeling Minnesota" (1996). Als international anerkannte Schauspielerin etablierte sich Diaz mit den Filmen "Die Hochzeit ...
(ARD/WDR)

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Cameron Diaz startet ihre Schauspielkarriere mit 21 Jahren in "The Mask" an der Seite von Jim Carrey. Es folgen Rollen in "She's the one" (1996) und "Feeling Minnesota" (1996). Als international anerkannte Schauspielerin etablierte sich Diaz mit den Filmen "Die Hochzeit meines besten Freundes" und "Fear and Loathing in Las Vegas". "Näher als sie kommt keiner an die ideale Frau heran", schwärmten die Regisseure des Films "Verrückt nach Mary" (1998), Bobby und Peter Farrely, nach ihrer Zusammenarbeit mit Diaz. Privat machte Cameron Diaz immer wieder Schlagzeilen mit Alkohol-Eskapaden, der Karriere tat dies jedoch keinen Abbruch. Unter anderem war sie in "Being John Malkovich" (1999) als graue Maus in der Rolle der Lotte Schwartz zu sehen, einer arbeitswütigen Angestellten einer Kleintierhandlung. In der Kino-Version von "Drei Engel für Charlie" (2000) war sie die Nathalie Cook, und für das amerikanische Original des erfolgreichen Zeichentrickfilms "Shrek" (2001) lieh sie der Prinzessin Fiona ihre Stimme. Cameron Diaz wird inzwischen zu den Top Ten der weiblichen Hollywood-Stars gezählt.
Unter dem Titel "Ungeschminkt" zeigt 3sat eine Folge der amerikanischen Gesprächssendung "Inside The Actors Studio". Vor Schauspielstudenten interviewt Gastgeber James Lipton regelmäßig einen Hollywood-Star. Bereits in über 100 Staaten wurden Folgen der Reihe ausgestrahlt, die Macher können auf bisher sieben Emmy-Nominierungen verweisen.
(ARD/WDR)


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Die Kirschenkönigin (2/3)

Fernsehfilm nach dem gleichnamigen Roman

von Justus Pfaue, Deutschland 2004

Der Führer liebt Süßes

Darsteller:
RuthJohanna Wokalek
ElisabethHeike Warmuth
SiegfriedJohannes Zirner
LuiseAdele Neuhauser
FranzRichy Müller
Otto PfreimelJürgen Tarrach
Kurt StöckerJürgen Vogel
KätheClémence Boué
Albert von RollMarc Hosemann
GretchenDelphine Serina
Walter RothLeander Lichti
HildebrandtHeinz G. Lück
SamuelAugust Zirner
und andere
Drehbuch: Justus Pfaue
Regie: Rainer Kaufmann

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Anfang der 1930 Jahre lebt Ruth zusammen mit ihrer Tochter Elisabeth, dem Verwalterehepaar Weidler und dessen Sohn Siegfried friedlich auf ihrem Freihof. Dann hält der Nationalsozialismus auch in Bleichrode Einzug. Ruth schickt Elisabeth zu deren Schutz in ein ...

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Anfang der 1930 Jahre lebt Ruth zusammen mit ihrer Tochter Elisabeth, dem Verwalterehepaar Weidler und dessen Sohn Siegfried friedlich auf ihrem Freihof. Dann hält der Nationalsozialismus auch in Bleichrode Einzug. Ruth schickt Elisabeth zu deren Schutz in ein katholisches Stiftsinternat nach Halle. Zwischen Ruth und Siegfried entsteht eine innige Liebe. Als Bürgermeister Buschbach sich ein Amtsvergehen zuschulden kommen lässt, bewahrt Ruth ihn vor dem Zuchthaus, schickt ihn aber als Schnapsbrenner in den SA-Selbstversorgungsbetrieb nach Halle. Es gelingt ihr, ihren Freund Otto Pfreimel zum Bürgermeister zu machen. Für eine Weile kehrt Ruhe in Bleicherode ein. Doch eines Tages taucht Kurt Stöcker, der ehemalige Prokurist des Bankhauses Goldfisch, als hochdekorierter SS-Obersturmbannführer auf. Nachdem er vergeblich versucht hat, über Pfreimel Aufschluss über Ruths Vermögensverhältnisse zu bekommen, erpresst er sie. Er sorgt dafür, dass Siegfried in ein Strafbataillon eingezogen wird. Monatelang zittern Ruth und die Weidlers um Siegfrieds Leben. Elisabeth, die inzwischen zu einer jungen Frau herangewachsen ist, lernt im Internat Walter Roth, einen jüdischen Dandy, kennen. Der freie Handelsvertreter zeichnet sich ebenso sehr durch seine guten Manieren wie seine Fähigkeit, "vor jeder Fahne strammzustehen" aus. Ruth verabscheut ihn, kann Elisabeth aber nicht von einer Heirat abbringen. Mit Pfreimels Hilfe werden die jungen Leute per Trauschein zu blutreinen Ariern. Walter lässt sich kurz nach der Hochzeit von den Nationalsozialisten anwerben. Währenddessen will Stöcker Ruth dazu bewegen zu fliehen. Er schließt einen Pakt mit ihr: Er bringt ihr Siegfried zurück, dafür soll sie Deutschland verlassen. Wie eng die Schlinge sich bereits um sie zieht, weiß Ruth zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ihre Schwester Gretchen, die in der Villa Goldfisch geblieben war, wird in ein Konzentrationslager verschleppt und ermordet.
Zweite Folge des historischen Dreiteilers, der auf Motiven einer realen Lebens- und Familiengeschichte basiert, die Justus Pfaue in seinem gleichnamigen Roman verarbeitet hatte. Johanna Wokalek glänzt in der Hauptrolle.


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21:45
Stereo-Ton16:9 Format

Max Bill - Das absolute Augenmaß

Film von Erich Schmid

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Max Bill (1908 - 1994) war einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein Name steht für ein avantgardistisches Gesamtwerk, das auf die Zukunft ausgerichtet ist, eine soziale Verantwortung trägt und eine engagierte politische Aussage hat. Ein ...

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Max Bill (1908 - 1994) war einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein Name steht für ein avantgardistisches Gesamtwerk, das auf die Zukunft ausgerichtet ist, eine soziale Verantwortung trägt und eine engagierte politische Aussage hat. Ein Anliegen von Bill war die Gestaltung unserer Umwelt. Sein Umweltbewusstsein hat inzwischen eine geradezu unheimliche Aktualität erhalten.
Der Film von Erich Schmid stellt Max Bills Lebenswerk und Biografie vor und zeigt das Wirken des Künstlers im Spannungsfeld zwischen Kunst, Ästhetik und Politik. "Max Bill - Das absolute Augenmaß" erhielt beim Filmfestival Locarno 2008 eine Auszeichnung als origineller, persönlicher und liebevoller Film.


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23:20
16:9 Format

Der Sträfling und die Witwe

(La veuve couderc)

Spielfilm, Frankreich/Italien 1971

Darsteller:
Witwe Tati CoudercSimone Signoret
Jean LavigneAlain Delon
FélicieOttavia Piccolo
HenriJean Tissier
FrançoiseMonique Chaumette
u.a.
Regie: Pierre Granier-Deferre

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Frankreich, Mitte der 1930er Jahre: Der verurteilte Verbrecher Jean Lavigne flieht aus dem Gefängnis und taucht in der französischen Provinz unter. Dort lernt er die Witwe Tati Couderc kennen, eine Frau um die 50, die auf dem Hofgut ihres verstorbenen Ehemanns mit ihrem ...
(ARD)

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Frankreich, Mitte der 1930er Jahre: Der verurteilte Verbrecher Jean Lavigne flieht aus dem Gefängnis und taucht in der französischen Provinz unter. Dort lernt er die Witwe Tati Couderc kennen, eine Frau um die 50, die auf dem Hofgut ihres verstorbenen Ehemanns mit ihrem Schwiegervater Henri ein einsames Leben führt. Zunächst fängt Jean als Knecht auf dem Hof der Witwe an. Langsam aber entwickelt sich zwischen den beiden eine seltsame, stille Liebe. Es ist, als fühlte der gut aussehende Mittdreißiger Jean eine Seelenverwandtschaft zu dieser Frau, die sich von ihrer Umwelt abschottet und den Anfeindungen ihrer Mitmenschen ausgesetzt ist. Vor allem ihre verbitterte Schwägerin Françoise, die mit ihrem Mann Désiré und ihrer 16-jährigen Tochter Félicie ganz in der Nähe lebt, hasst Tati und neidet ihr ihren Besitz. Die Anwesenheit des attraktiven Jean, der auf dem Hof scheinbar ein neues Leben beginnen will, ist Françoise ein weiterer Dorn im Auge. Es dauert nicht lange, bis im Dorf böse Gerüchte über Jean und Tati kursieren. Schließlich wird Jean sogar von der Polizei befragt, kann sich jedoch mit geschickten Lügen aus der Affäre ziehen. Dann aber begeht er einen verhängnisvollen Fehler: Er beginnt eine Liaison mit der verführerischen, leichtlebigen Félicie, da sie ihn an jene Frau erinnert, für die er einst ins Gefängnis ging.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon hat der für seine "Maigret"-Adaptionen bekannte Pierre Granier-Deferre ("Die Katze") mit "Der Sträfling und die Witwe" ein spannendes Psychodrama inszeniert. In den Hauptrollen brillieren Alain Delon und Simone Signoret als ungleiches Paar, dessen Liebe auf tragische Weise in Tod und Verderben mündet.
(ARD)


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0:45
schwarz-weiss monochrom

Polizist Wäckerli

Leben und leben lassen

Spielfilm, Schweiz 1955

Darsteller:
Gottfried WäckerliSchaggi Streuli
Hedwig WäckerliMargrit Rainer
Marty WäckerliEva Haefeli
Ruedi WäckerliPeter Brogle
MaryBlanche Aubry
u.a.
Regie: Kurt Früh

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Gottfried Wäckerli verrichtet als Kantonspolizist in der Gemeinde Allenwil treu seinen Dienst. Doch eines Tages kommt der schlichte, stiernackige Mann mit seinem Berufsgewissen und mit seinen Gefühlen in argen Konflikt. Kriminalistische Delikte werfen Schatten auf seine ...

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Gottfried Wäckerli verrichtet als Kantonspolizist in der Gemeinde Allenwil treu seinen Dienst. Doch eines Tages kommt der schlichte, stiernackige Mann mit seinem Berufsgewissen und mit seinen Gefühlen in argen Konflikt. Kriminalistische Delikte werfen Schatten auf seine eigene Familie: Bader, der Freund seiner Tochter Marty und Gehilfe bei Milchmann Büttikofer, soll seinem Meister 50 Franken gestohlen haben. Und Wäckerlis eigener Sohn Ruedi, der in der Lehre unglücklich ist und Geld nur schlecht einteilen kann, wird gar verdächtigt, 10.000 Franken aus der Gemeindekasse entwendet zu haben. Nach einem familiären Disput hat Ruedi das Misstrauen des Vaters satt und verlässt das Elternhaus. Er bezieht im Zürcher Niederdorf Quartier, entfaltet in der "Chérie Bar" sein Dekorateurstalent und wird von einem Halunken bestohlen. Polizist Wäckerli hat alle Mühe, Licht ins Dunkel der provinziellen Affären zu bringen, in die nicht zuletzt Allenwils Gemeindekassier Häberli verwickelt ist. Doch er schafft es. Und es gelingt ihm auch, als Rechtsvertreter am rechten Ort ein Auge zuzudrücken, dem Milchmann Bader eine Dummheit zu verzeihen und die künstlerischen Fähigkeiten seines Sohns Ruedi anzuerkennen.
1949 geriet die Schweiz ins "Wäckerli"-Fieber. Die Hörspielreihe rund um den bieder-braven Dorfpolizisten, der als Übervater sein Allenwil behütet und jederzeit den rechten Rat und notfalls auch den wahren Täter kennt, wurde zum Klassiker. Auch die Filmindustrie begann, sich für den Stoff zu interessieren. Kurt Früh, bisher ein beachteter Dokumentarfilmer, befasste sich mit dem soliden Gesetzeshüter und schuf zusammen mit Schaggi Streuli den Film "Polizist Wäckerli".

Im Anschluss, um 2.30 Uhr, zeigt 3sat das Kurt-Früh-Porträt "Licht und Schatten", um 3.25 Uhr folgt der Spielfilm "Konditorei Zürrer".


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2:30
Stereo-Ton

Licht und Schatten

Der Filmemacher Kurt Früh

Porträt von Renata Münzel

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Kurt Früh ist einer der wichtigsten Filmregisseure der Schweiz. Seine Werke, vor allem "Konditorei Zürrer", "Hinter den sieben Gleisen" und "Dällebach Kari" haben Kultstatus. Früh produzierte große Publikumserfolge, aber auch Filme, die auf Kritik stießen. In seinem ...

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Kurt Früh ist einer der wichtigsten Filmregisseure der Schweiz. Seine Werke, vor allem "Konditorei Zürrer", "Hinter den sieben Gleisen" und "Dällebach Kari" haben Kultstatus. Früh produzierte große Publikumserfolge, aber auch Filme, die auf Kritik stießen. In seinem Werk wird eine Welt sichtbar, angesiedelt zwischen dem Niederdorf und der Langstraße, die das Bild von Zürich und der Schweiz geprägt hat. Heute, ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung, vermögen seine Filme auch eine neue Generation von Zuschauern in ihren Bann zu ziehen.
Ein Porträt des Filmemachers Kurt Früh.


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3:25
schwarz-weiss monochrom

Konditorei Zürrer

(Bäckerei Zürrer)

Spielfilm, Schweiz 1957

Darsteller:
Bäckermeister ZürrerEmil Hegetschweiler
RichardWalter Morath
TrudiMargrit Winter
HeiniPeter Brogle
GinaUrsula Kopp
PizzaniEttore Cella
u.a.
(Zweikanalton Hochdeutsch/Schweizerdeutsch)
Regie: Kurt Früh

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Bäckermeister Zürrer ist ein Könner seines Fachs, aber ein wenig erfolgreicher Vater. Als seine Frau im Kindbett stirbt, wird Zürrer zum Einzelgänger. Die drei Kinder zieht er nach seinen eigenwilligen Vorstellungen und Richtlinien groß. Doch seine Hoffnungen ...

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Bäckermeister Zürrer ist ein Könner seines Fachs, aber ein wenig erfolgreicher Vater. Als seine Frau im Kindbett stirbt, wird Zürrer zum Einzelgänger. Die drei Kinder zieht er nach seinen eigenwilligen Vorstellungen und Richtlinien groß. Doch seine Hoffnungen erfüllen sich nicht, die Kinder gehen ihre eigenen Wege - leider wenig erfolgreich. Da braucht es schon ein Enkelkind, die Weihnachtslieder der Heilsarmee sowie einen temperamentvoll insistierenden Gemüsehändler, um bei Zürrer späte Erkenntnis zu wecken und den Haussegen wieder gerade zu rücken.
"Konditorei Zürrer" war der erste Spielfilm, den der Schweizer Regisseur Kurt Früh (1915 - 1979) nach eigenen Ideen schrieb und realisierte. Von Anfang an stand fest, dass Emil Hegetschweiler und Ettore Cella die beiden Hauptrollen verkörpern würden. Hegetschweiler brachte neben großer Erfahrung und Popularität auch eine handwerkliche Voraussetzung mit: Er war gelernter Konditor, bevor er als Kabarettist und Volksschauspieler berühmt wurde. Auch Ettore Cella konnte für seinen Marroni- und Gemüsehändler auf unmittelbare Lebenserfahrung zurückgreifen. Das erfolgreiche Werk wurde von SF aufwendig restauriert.


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5:10
Stereo-Ton16:9 Format

Menschen am Hauptbahnhof Zürich

Von Liebe, Einsamkeit und Eisenbahnen

Reportage von Hanspeter Bäni

(aus der SF-Reihe "Reporter")

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Inmitten der täglichen Menschenmassen im Hauptbahnhof Zürich, zwischen Pendlerströmen und Fernreisenden, steht Hugo Ringgenberg am Geleise und schaut mit Wehmut den Zügen nach. Gern wäre der Rentner Lokomotivführer geworden, doch das Leben hatte anderes mit ihm vor. ...

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Inmitten der täglichen Menschenmassen im Hauptbahnhof Zürich, zwischen Pendlerströmen und Fernreisenden, steht Hugo Ringgenberg am Geleise und schaut mit Wehmut den Zügen nach. Gern wäre der Rentner Lokomotivführer geworden, doch das Leben hatte anderes mit ihm vor. Auch der Jugendliche Oliver verbringt seine Freizeit gern am Bahnhof.
Hanspeter Bäni stellt Menschen vor, die eines gemeinsam haben: Sie alle fühlen sich vom Hauptbahnhof magisch angezogen. Sie suchen Liebe, hängen unerfüllten Lebensträumen nach oder flüchten vor der Einsamkeit.


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5:40
Stereo-Ton16:9 Format

3satTextVision



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