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Sonntag, 19. April: Thementag "Terra Baltica"
Programmwoche 17/2009
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6:45
Stereo-Ton

Deutsche Spurensuche im Baltikum

Film von Rudolf Sporrer

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Die ersten deutschen Spuren im Baltikum wurden von Hansekaufleuten und Ordensrittern hinterlassen. Deutsch-Balten waren im Auftrag des russischen Zaren in die Weiten Sibiriens, der Antarktis und der Weltmeere vorgedrungen. Adam Johann von Krusenstern, Fabian Gottlieb von ...
(ARD/BR)

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Die ersten deutschen Spuren im Baltikum wurden von Hansekaufleuten und Ordensrittern hinterlassen. Deutsch-Balten waren im Auftrag des russischen Zaren in die Weiten Sibiriens, der Antarktis und der Weltmeere vorgedrungen. Adam Johann von Krusenstern, Fabian Gottlieb von Bellingshausen, Karl Ernst von Baer, Alexander Theodor von Middendorff sind nur einige dieser Entdeckern und Forschern von Weltrang. Dass auch heute Deutsche im Baltikum etwas voranbringen können, zeigt eine Behinderteneinrichtung auf einem ehemaligen Gutshof. Dort leben und arbeiten Nichtbehinderte mit Behinderten zusammen, deutsche Zivildienstleistende haben dort ihren Einsatz und sammeln einzigartige Auslandserfahrungen.
Der Film von Rudolf Sporrer begibt sich auf deutsche Spuren im Baltikum.
(ARD/BR)


7:30
Stereo-Ton16:9 Format

Verlorene Kindheit

Auf den Spuren deutscher Wolfskinder

Film von Karin Janke

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Litauen, das Land an der Memel, ist für die meisten Deutschen unbekanntes Gebiet. Dabei verdanken Tausende den Litauern ihr Leben. Damals, nach dem Zweiten Weltkrieg, waren sie zehn oder zwölf Jahre alt. "Wolfskinder" nannte man sie - Kinder, die im Krieg elternlos ...
(ARD/NDR)

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Litauen, das Land an der Memel, ist für die meisten Deutschen unbekanntes Gebiet. Dabei verdanken Tausende den Litauern ihr Leben. Damals, nach dem Zweiten Weltkrieg, waren sie zehn oder zwölf Jahre alt. "Wolfskinder" nannte man sie - Kinder, die im Krieg elternlos geworden sind, und sich allein durchbringen mussten. Der lange Weg der "Wolfskinder" beginnt in Ostpreußen im Frühjahr 1945. Fünftausend deutsche Kinder sind sogenannte Wolfskinder. Auch die Geschwister Hagemeister wissen in jenen Tagen nicht, wo ihr Vater ist. Inge, damals 13, und die beiden jüngeren Brüder schleichen sich auf Züge, die nach Litauen fahren. Dort, so hat sich herumgesprochen, soll es noch etwas zu essen geben. Die Mutter lässt die Kinder ziehen. Inge Hagemeister schlägt sich durch. Sie schuftet bei Bauern und im Straßenbau. Den beiden jüngeren Brüdern ersetzt sie die Mutter. Insgesamt vier Jahre leben Inge und ihre Brüder in Litauen. Die Menschen dort, so ist sie überzeugt, haben ihr das Leben gerettet. Heute, sagt die 75-Jährige, träumt sie im heimischen Anklam immer noch von Litauen, und manchmal singt sie im Schlaf auf Litauisch.
Der Film von Karin Janke geht dem Schicksal deutscher "Wolfskinder" im Baltikum nach.
(ARD/NDR)


8:00

Linienbus ins Baltikum

Reportage von Marko Rösseler

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Fast täglich fahren Linienbusse von Westdeutschland ins Baltikum: von Köln über Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bielefeld bis nach Tallinn. 36 Stunden lang sind die Busse unterwegs. Wer fährt da mit und wohin? Denn unterwegs hält der Bus, und nicht jeder will bis zur ...
(ARD/WDR)

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Fast täglich fahren Linienbusse von Westdeutschland ins Baltikum: von Köln über Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bielefeld bis nach Tallinn. 36 Stunden lang sind die Busse unterwegs. Wer fährt da mit und wohin? Denn unterwegs hält der Bus, und nicht jeder will bis zur Endstation.
Marko Rösseler ist in Düsseldorf zugestiegen und hat ein Ticket nach Tallinn gelöst. Er hat Reisende kennengelernt, ist mit ihnen am Zielort ausgestiegen. Mit einem 14-jährigen Jungen stieg er in Estland aus und fuhr mit ihm in einen Ort, der auf Karten nicht eingezeichnet ist: zu einem Bauernhof ohne fließend Wasser und mit Plumpsklo. In Tallinn traf Marko Rösseler eine junge Frau, die fast wöchentlich die Strecke Tallinn - Deutschland fährt. Und auf dem Rückweg besuchte er in Litauen eine alte Dame aus Düsseldorf mit einer späten Liebe in Palanga, einer Stadt am Meer.
(ARD/WDR)


8:30
Stereo-Ton16:9 Format

Starke Frauen - Anda und der Aufbruch in Riga

Film von Klaus Balzer

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Den Aufbruch Lettlands aus der sowjetischen Besatzungszeit erlebte Anda Bankowska aus der Nähe. 15 Jahre lang erlebte sie mit, wie sich die lettische Hauptstadt daran machte, Neues zu entwickeln, die eigene Identität wiederzufinden und die Vergangenheit mit der Zukunft ...

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Den Aufbruch Lettlands aus der sowjetischen Besatzungszeit erlebte Anda Bankowska aus der Nähe. 15 Jahre lang erlebte sie mit, wie sich die lettische Hauptstadt daran machte, Neues zu entwickeln, die eigene Identität wiederzufinden und die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden. Auch Anda Bankowska befindet sich stets im Aufbruch. Die 34-jährige Fotografin bezeichnet sich selbst als "Grenzkind Rigas", nicht nur weil sie am Rand der 800 Jahre alten Hansestadt lebt. Sie liebt es auch, Grenzen von Menschen zu erspüren, selbst an ihre Grenzen zu gehen, vor allem in der Fotografie. Anda hat eine siebenjährige Tochter, Anna. Sie hat die Befreiung Rigas nicht erlebt, dafür ist sie zu jung. Sie ist ein ausgesprochen wissbegieriges Kind, neugierig auf das frühere Leben ihrer Mutter, ihrer Großeltern.
Durch die Augen von Anda Bankowska und ihrer Tochter Anna blickt "Starke Frauen: Anda und der Aufbruch in Riga" auf die wechselvolle Geschichte Rigas. Anda zeigt dem Zuschauer darüber hinaus eine unbekannte Seite Rigas, ihren Blick auf die Stadt und auf Menschen, die, wie Anda sagt, "fröhlicher, bunter geworden sind in der Zeit, in der sie wieder selbst bestimmen können, wie sie leben wollen".


8:55
Stereo-Ton16:9 Format

Elina Garanca - Eine Sängerin, natürlich ...

Porträt von Claire Alby

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Innerhalb weniger Jahre hat die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca die bedeutendsten Bühnen der Welt erobert und die Herzen des Publikums für sich gewonnen. Wenn man die Sängerin auf der Bühne erlebt, vergisst man beinahe, welchen harten und arbeitsreichen Weg ...
(ORF)

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Innerhalb weniger Jahre hat die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca die bedeutendsten Bühnen der Welt erobert und die Herzen des Publikums für sich gewonnen. Wenn man die Sängerin auf der Bühne erlebt, vergisst man beinahe, welchen harten und arbeitsreichen Weg sie bis dahin zurückgelegt hat. Denn hinter dem Stern am Opernhimmel steht eine zielstrebige und starke Frau, die gleichzeitig bestimmend und sensibel agiert. Unter anderem gab sie den Octavian in "Der Rosenkavalier" an der Wiener Staatsoper und den Sesto in "La clemenza di Tito" an der Opéra Garnier in Paris. Bei den Salzburger Festspielen 2006 glänzte sie mit einem Konzertarienprogramm von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Film "Elina Garanca: Eine Sängerin, natürlich ..." begleitet die lettische Mezzosopranistin in ihrem Alltag. Er blickt hinter die Kulissen der Opernwelt und zeigt, wie hart der Weg zum Erfolg ist.
(ORF)


9:50
Stereo-Ton16:9 Format

Weltbilder: Die Schätze des Baltikums (1/2)

Film von Julia Diehl und Ulrike Ziesemer

Moderation: Katty Salié

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Katty Salié geht auf Schatzsuche ins Baltikum. Dort entdeckt sie die Schätze des Meeres, der Architektur und der Kultur: Bernstein, Bauwerke und Brauchtum.
Der erste Teil der Reise führt durch die bezaubernden Landschaften und historischen Städte im Norden ...
(ARD/NDR)

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Katty Salié geht auf Schatzsuche ins Baltikum. Dort entdeckt sie die Schätze des Meeres, der Architektur und der Kultur: Bernstein, Bauwerke und Brauchtum.
Der erste Teil der Reise führt durch die bezaubernden Landschaften und historischen Städte im Norden Osteuropas, zu den bekannten und unbekannten Schönheiten der baltischen Nachbarn. Estland ist auch das Land der Inseln, deshalb setzt Katty Salié über auf die größte von 1.500 Inseln: Sareemaa, mit Wäldern, Wacholderwiesen und einer beeindruckenden Kulisse aus Kratern und Kalkstein. Außerdem stehen ein Besuch bei Anni Arro, Köchin des Jahres 2007, und die Feiern zum Johannistag auf dem Programm. Dann geht die Reise weiter nach Lettland, zu den alten Gutshäusern auf dem Land bis zur Hauptstadt Riga, deren Jugendstilviertel zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Dort endet die erste Etappe der Reise.

Den zweiten Teil von "Weltbilder: Die Schätze des Baltikums" zeigt 3sat im Anschluss, um 10.20 Uhr.
(ARD/NDR)


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10:20
Stereo-Ton16:9 Format

Weltbilder: Die Schätze des Baltikums (2/2)

Film von Julia Diehl und Ulrike Ziesemer

Moderation: Katty Salié

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Katty Salié geht auf Schatzsuche ins Baltikum. Dort entdeckt sie die Schätze des Meeres, der Architektur und der Kultur: Bernstein, Bauwerke und Brauchtum.
Im zweiten Teil der Reise nehmen die Bernsteinfischer sie mit auf die Suche nach dem begehrten Harz. Auch die ...
(ARD/NDR)

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Katty Salié geht auf Schatzsuche ins Baltikum. Dort entdeckt sie die Schätze des Meeres, der Architektur und der Kultur: Bernstein, Bauwerke und Brauchtum.
Im zweiten Teil der Reise nehmen die Bernsteinfischer sie mit auf die Suche nach dem begehrten Harz. Auch die historischen Trachten werden vom Bernstein geziert, ein Schatz, den die Lettinnen bis heute hüten. Dann geht es ins alte Kurland von Litauen zur Kurischen Nehrung, wo es die berühmten Wanderdünen und den beliebten Räucherfisch gibt. An der Memel entlang führt die Reise bis in den Süden Litauens. Am Rand des Kurorts Druskininkai liegt ein skurriler Park mit den Politikerfiguren aus sowjetischer Vergangenheit, von Wladimir Lenin bis Josef Stalin. Nach einer Stippvisite zum Pilzesammeln, vorbei an der Burg Trakai und dem geografischen Mittelpunkt Europas, erreicht Katty Salié Vilnius, die Stadt der alten Kirchen und jungen Künstler. Für 2009 ist Vilnius zur Kulturhauptstadt Europas ernannt worden. Dort endet die Schatzsuche quer durch das Baltikum.
(ARD/NDR)


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10:50
Stereo-Ton16:9 Format

Estland: Wölfe, Biber, Bären

Film von Valdis Abols und Urmas Eero Liiv

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Estland: Küstenlandschaften, mal schroff und zerfurcht, mal sandig und weich, dichte Kiefernwälder, weite Moore, glasklare Seen und über 1.500 Inseln. Auf einer dieser Eilande lebt Jaan Tätte. Der international bekannte Theaterautor und Sänger studierte ursprünglich ...
(ARD/NDR)

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Estland: Küstenlandschaften, mal schroff und zerfurcht, mal sandig und weich, dichte Kiefernwälder, weite Moore, glasklare Seen und über 1.500 Inseln. Auf einer dieser Eilande lebt Jaan Tätte. Der international bekannte Theaterautor und Sänger studierte ursprünglich Biologie und hat die Liebe zur Natur nie verloren. In jeder freien Minute ist er draußen, beobachtet Tiere und sammelt Anregungen für seine Lieder und Texte. Sein Sohn Jaan junior hat zwar viele Sommer mit der Familie auf der Insel Vilsandi verbracht, doch der Teenager tobt sich lieber im urbanen Leben der estnischen Hauptstadt Tallinn aus, spielt in einer Rockband und trifft seine Freunde. Aber neugierig darauf, was den Vater immer wieder in die Wildnis treibt, ist er schon, und so begibt er sich mit ihm auf eine Reise durch die verschiedenen Regionen seiner Heimat. Kegelrobben an der Ostseeküste hat der Junior schon häufiger gesehen, Biber und Luchse dagegen noch nicht. In Deutschland sind sie eher selten, aber in Estland hat man eine gute Chance, ihnen zu begegnen. Selbst große Raubtiere wie Wölfe und Bären finden in der baltischen Wildnis noch einen Lebensraum.
Der Film von Valdis Abols und Urmas Eero Liiv begleitet Jaan Tätte und seinen Sohn durch ihre Heimat und verbindet estnische Poesie mit Bildern von Landschaft und Tierwelt.
(ARD/NDR)


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11:35

Europas wilder Osten (1/2)

Der Nationalpark Zemaitija in Litauen

Film von Cornelia Volk, Till Ludwig und Volker Miske

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Der Nationalpark Zemaitija liegt im Nordwesten Litauens, in der Region Zemaitija. Eine hügelige Landschaft, geformt durch den Rückzug der Gletscher vor 12.000 Jahren. Seit 1991 stehen dort 21.700 Hektar unter Schutz: 26 Seen, Kleingewässer und Flüsse, Moore und Auen. ...
(ARD/MDR)

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Der Nationalpark Zemaitija liegt im Nordwesten Litauens, in der Region Zemaitija. Eine hügelige Landschaft, geformt durch den Rückzug der Gletscher vor 12.000 Jahren. Seit 1991 stehen dort 21.700 Hektar unter Schutz: 26 Seen, Kleingewässer und Flüsse, Moore und Auen. Fast die Hälfte des Gebiets ist von Wäldern bedeckt. Dort haben die scheuen und seltenen Schwarzstörche seit Jahren ihre Heimat. Anders als ihre weißen Verwandten suchen die Schwarzstörche verborgene Walddomizile, um ihre Jungen großzuziehen. Im Wald dösen tagsüber Fledermäuse in Vogelnistkästen, die Mitarbeiter des Nationalparks jedes Jahr in der streng geschützten Kernzone Plokstine aufhängen. An menschliche Nähe haben sich viele der 15 in Litauen heimischen Fledertierarten gewöhnt. Breitflügelfledermäuse versorgen ihre Jungen im Dachstuhl einer Kirche. Ein Braunes Langohr hält Winterschlaf in einem frostfreien Kartoffelkeller. Andere Arten ziehen hierfür die Bunker einer ehemaligen sowjetischen Raketenbasis vor. Während Edelkrebse in den meisten europäischen Gewässern Ende des 20. Jahrhunderts der Krebspest zum Opfer gefallen sind, haben sie im niederlitauischen Nationalpark überlebt. Von Dezember bis Mai tragen die Weibchen etwa 200 Eier unter ihrem Schwanz. Wie die Erwachsenen graben sich die jungen Krebse Wohnröhren in den Schlammgrund eines Steilhangs im größten See, dem Plateliai-See. 50 Meter misst er an seiner tiefsten Stelle. Dort leben Quappen, Barsche und Hechte ziehen die lichtdurchfluteten Schilfgürtel in Ufernähe vor.
Der Film von Cornelia Volk, Till Ludwig und Volker Miske wurde 2004 beim 21. Internationalen Umwelt-Film-Festival als bester Naturfilm mit dem "Goldenen Luchs" ausgezeichnet.

Den zweiten Teil von "Europas wilder Osten" zeigt 3sat im Anschluss, um 12.20 Uhr.
(ARD/MDR)


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12:20

Europas wilder Osten (2/2)

Der Nationalpark Vilsandi in Estland

Film Bernd Niestroj und Jürgen Rehberg

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Zum 1993 gegründeten Nationalpark Vilsandi in Estland gehören 160 meist unbewohnte Inseln, die See zwischen ihnen sowie ein schmaler Landstreifen im Westen Saaremaas, der zweitgrößten Ostseeinsel. Weite Sandstrände wechseln sich ab mit Findlingsküsten, die aussehen, ...
(ARD/MDR)

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Zum 1993 gegründeten Nationalpark Vilsandi in Estland gehören 160 meist unbewohnte Inseln, die See zwischen ihnen sowie ein schmaler Landstreifen im Westen Saaremaas, der zweitgrößten Ostseeinsel. Weite Sandstrände wechseln sich ab mit Findlingsküsten, die aussehen, als habe ein Riese mit Murmeln gespielt. Benannt wurde das fast 200 Quadratkilometer große Schutzgebiet nach der Insel Vilsandi. Ein Teil ihrer Küste ist bereits 1910 zusammen mit sechs vorgelagerten, flachen Felseilanden, den Waikariffen, zum ersten Naturreservat der baltischen Länder erklärt worden. Damit begann der Schutz einer artenreichen Vogelwelt. Tausende Scheckenten rasten im Winter in den weitgehend eisfreien Gewässern des Nationalparks, bevor sie im April in die arktische Tundra weiterziehen. Riesige Schwärme von Weißwangengänsen kommen zur Frühjahrsrast her. Auf den Kalksteininseln brüten außer Lach-, Mantel- und Silbermöwen auch Seeschwalben und Eiderenten. Jedes Jahr im Februar kommen mehrere hundert Kegelrobben nach Innarahu, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Die kleine Insel vor der Westküste Estlands gilt als der größte Setzplatz dieser Tiere in der Ostsee. Um 1900 waren die Kegelrobben in diesen Gewässern nahezu ausgerottet. Anders als vor der deutschen Ostseeküste wächst die Population vor Estland inzwischen langsam wieder an. Nahezu menschenleer präsentiert sich heute der Westen Saaremaas. Nicht nur wirtschaftliche Gründe - den kargen Äckern sind kaum Erträge zu entringen - haben dafür gesorgt. Über Jahrzehnte hinweg ist das einstige Grenzgebiet der UdSSR systematisch entvölkert worden. Das ehemalige Gutshaus einer deutsch-baltischen Familie dient heute als Informations- und Besucherzentrum des Nationalparks.
Film von Bernd Niestroj und Jürgen Rehberg über die Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Visandi in Estland.
(ARD/MDR)


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

Lettland

Unterwegs im Baltikum

Film von Sven Jaax

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Die Markthallen von Riga zählen zu den größten der Welt. Ursprünglich wurden in den alten Gemäuern deutsche Zeppeline untergebracht, heute wird auf 5.000 Quadratmetern alles angeboten, was man zum Leben braucht. Noch vor wenigen Jahren waren die Hallen ein teurer ...
(ARD/NDR)

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Die Markthallen von Riga zählen zu den größten der Welt. Ursprünglich wurden in den alten Gemäuern deutsche Zeppeline untergebracht, heute wird auf 5.000 Quadratmetern alles angeboten, was man zum Leben braucht. Noch vor wenigen Jahren waren die Hallen ein teurer Markt. Doch mittlerweile ist das Angebot erschwinglicher, und der Zentralmarkt ist zum Zentraltreffpunkt geworden. Seit der Unabhängigkeit 1991 hat sich Lettland enorm verändert. Die meisten Menschen genießen die neue Freiheit und erleben einen wirtschaftlichen Aufschwung. So herrscht in dieser stolzen baltischen Nation Aufbruchstimmung. Tekla, eine alte Bäuerin, fährt regelmäßig 100 Kilometer mit dem Bus aus ihrer Heimat Aizkraukle in die Markthallen nach Riga, nur um dort den Käse aus der Milch ihrer fünf Ziegen zu verkaufen. Inta Ruka ist eine international anerkannte lettische Fotografin. Sie ist Stammkundin in den Hallen, kauft dort ein und trifft Menschen aus ihrer Heimatstadt Balvi an der russischen Grenze. Martins Ritinsch, der lettische Starkoch, kauft in den Markthallen Lebensmittel für sein Edelrestaurant "Vincents" ein. Bei ihm treffen sich die Aufsteiger des Landes, die es in der Hauptstadt Riga zu Wohlstand gebracht haben.
Sven Jaax hat Menschen begleitet, die in den riesigen Hallen arbeiten oder dort einkaufen: Arme und Reiche, Städter und Dörfler aus den lettischen Provinzen.
(ARD/NDR)


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13:45
Stereo-Ton16:9 Format

Auf der Kurischen Nehrung

Film von Wolfgang Wegner

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Die Kurische Nehrung mit ihren kilometerlangen Sandstränden, den geheimnisvollen Lichtspiegelungen und den zweithöchsten Dünen Europas zählt zu den europäischen Traumlandschaften. Knapp 100 Kilometer lang ist die Nehrung, etwas mehr als die Hälfte gehört zu Litauen, ...
(ARD/NDR)

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Die Kurische Nehrung mit ihren kilometerlangen Sandstränden, den geheimnisvollen Lichtspiegelungen und den zweithöchsten Dünen Europas zählt zu den europäischen Traumlandschaften. Knapp 100 Kilometer lang ist die Nehrung, etwas mehr als die Hälfte gehört zu Litauen, der andere Teil zu Russland. Die Nehrung trennt das Kurische Haff von der Ostsee. Auch zu deutscher Zeit galt sie als Traumziel. Ortsnamen wie Sandkrug, Erlenhain, Schwarzort oder Nidden waren Inbegriff von Ostseeromantik und heiler Welt. An vielen Orten auf der Nehrung scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Häuser von Nidden, "Nida" auf litauisch, sehen noch aus wie früher. Draußen hängen die Netze der Fischer zum Trocknen. In Nidden hat Thomas Mann mit seiner Familie viele Sommer verbracht. Auch Ernst Wiechert und Carl Zuckmayer hielten sich dort auf. Und schon Wilhelm von Humboldt schrieb 1809: "Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, dass man sie eigentlich ebenso gut als Spanien oder Italien gesehen haben muss, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll."
Filmische Reise von Wolfgang Wegner.
(ARD/NDR)


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14:30
Stereo-Ton16:9 Format

Der Bernsteinzug - Eine Reise durchs Baltikum

Film von Eva Gerberding und André Schäfer

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Die Fahrt im "Bernsteinzug" ist ein Abenteuer, das ein touristisches Niemandsland im wahren Wortsinn erfahrbar macht. Der Zug verbindet das neue mit dem alten Europa. Die Reise führt durch Polen, Litauen, Lettland und Estland bis nach St. Petersburg und bietet den ...

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Die Fahrt im "Bernsteinzug" ist ein Abenteuer, das ein touristisches Niemandsland im wahren Wortsinn erfahrbar macht. Der Zug verbindet das neue mit dem alten Europa. Die Reise führt durch Polen, Litauen, Lettland und Estland bis nach St. Petersburg und bietet den Fahrgästen die Möglichkeit, ohne lästige Visa-Anträge und Buchungen zum Teil immer noch fremd wirkende Gegenden zu besuchen - in Ländern, die seit dem 1. Mai 2004 zur erweiterten EU gehören.
Der Film von Gerberding und Wolfgang Wegner begleitet eine Reisegruppe auf eine 14-tägige Fahrt mit dem "Bernsteinzug" durch Polen und das Baltikum bis zur Endstation St. Petersburg. In einem Speisewagen und vier Schlafwagen kümmern sich 20 Bahnangestellte um die 50 Reisenden. Geboten werden Abstecher zu geschichtsträchtigen Orten wie der Marienburg, Europas größter Kreuzritterfestung. In Litauens Hauptstadt Vilnius erinnert die Historikerin Dailija Epstein in einem kleinen jüdischen Museum an eine Zeit, als die Stadt als "Jerusalem des Nordens" galt. Noch 1939 waren 40 Prozent der Bevölkerung Juden. Doch im September 1941 errichteten deutsche Truppen in der Altstadt zwei Ghettos, durch deren Überreste Dailija Epstein führt. Der Ort Nidden auf der Kurischen Nehrung war lange Zeit begehrtes Urlaubsziel vieler Deutscher. Auch Thomas Mann baute sich dort Anfang der 1930er Jahre ein Haus. Heute ist es ein Kulturzentrum, in dem alljährlich das Thomas-Mann-Festival veranstaltet wird. Weiter geht es über Klaipéda, das frühere Memel, zum Bernsteinmuseum nach Palanga. In Riga erlebt die Reisegruppe eine Region im Umbruch. Mit über 800 Jugendstilhäusern gilt die lettische Hauptstadt bauhistorisch als Juwel an der Ostsee. In den nur 15 Kilometer entfernten Badeort Jurmala kamen schon im 19. und 20. Jahrhundert Gäste zur Kur und Erholung. Die Reise im "Bernsteinzug" endet mit der Einfahrt in den Witebsker Bahnhof von St. Petersburg. Von dort fuhr 1837 die erste russische Eisenbahn ins Zarendorf zum Katharinenschloss.


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15:15
Stereo-Ton16:9 Format

mare TV: Estlands Inseln


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Estland, eingebettet zwischen dem Finnischen Meerbusen und der Rigaer Bucht, ist eine kleine Nation mit großer maritimer Tradition. Dort haben Dänen, Deutsche, Schweden und Russen ihre Spuren hinterlassen. Über 1.500 Inseln und Inselchen gehören zu Estland. Die ...
(ARD/NDR)

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Estland, eingebettet zwischen dem Finnischen Meerbusen und der Rigaer Bucht, ist eine kleine Nation mit großer maritimer Tradition. Dort haben Dänen, Deutsche, Schweden und Russen ihre Spuren hinterlassen. Über 1.500 Inseln und Inselchen gehören zu Estland. Die ostfriesische Mini-Airline LFH versorgt die abgeschnittene 60-Seelen-Insel Ruhnu im Winter mit Lebensmitteln, Post und dem neuesten Klatsch und Tratsch vom Festland. Martin Kivisoo ist auf der drittgrößten estnischen Insel Muhu aufgewachsen. Kivisoo züchtet die vom Aussterben bedrohten Saaremaa-Warmblüter. Die Pferde gelten als äußerst robust. Aber wenn sie doch mal zum Tierarzt müssen, hat der eine ganz eigene Therapie: Wodka-Wickel. In kalten Wintern friert die nördliche Ostsee zu. Das ist der Moment, auf den die Bewohner der Insel Kihnu gewartet haben. Nun können sie zu Freunden fahren, immer geradeaus auf der offiziellen Eisstraße. Über die Einhaltung der Verkehrsregeln auf dem Eis wacht streng Urmas Robam vom Straßenverkehrsamt Haapsalu. Zur Abschreckung sammelt er Fotos von im Eis eingebrochenen Fahrzeugen. Über den pittoresken Badeort Haapsalu heißt es: "Hier bricht der Schlamm die Krücke." Während der Sowjetzeit war der berühmte Heilschlamm von Haapsalu in Vergessenheit geraten. Jetzt hat er einen regelrechten Wellnesswahn ausgelöst. Schon die Zaren kurierten hier ihre Zipperlein. Eigens für die Zarenfamilie wurde ein prächtiger Bahnhof angelegt. Benutzt wurde er jedoch nie, denn kurz vor der Einweihung brach die Revolution aus.
Der Film besucht die estnischen Inseln.
(ARD/NDR)


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16:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Königsberg - ferne, fremde Heimat (1/2)

Ostpreußen und das Erbe Stalins

Film von Dirk Sager

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Vom alten Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, das 1945 unterging, ist wenig geblieben im doppelten Jubiläumsjahr der Stadt, 60 Jahre nach der Eroberung durch die Rote Armee und 750 Jahre nach der Gründung Königsbergs durch deutsche Ordensritter. Die deutschen ...

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Vom alten Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, das 1945 unterging, ist wenig geblieben im doppelten Jubiläumsjahr der Stadt, 60 Jahre nach der Eroberung durch die Rote Armee und 750 Jahre nach der Gründung Königsbergs durch deutsche Ordensritter. Die deutschen Einwohner waren entweder im Winter 1945 geflohen oder später von Stalin deportiert worden. Gerda Preuss gehört zu den wenigen, die blieben. Sie heiratete einen jungen russischen Offizier und erlebte Terror und Schrecken in den ersten Tagen unter russischer Besatzung. In einer Mischung aus Triumphgefühl und Hass waren die Rotarmisten in das Deutsche Reich vorgedrungen. Auf ihrem langen Vormarsch waren sie Zeugen von Tod und Zerstörung, die die Deutschen in ihr Land getragen hatten. Schon im August 1945 wurden die ersten Neusiedler aus Russland in das Gebiet um Königsberg geschickt. Ljubow Kutassowa war damals 16 Jahre alt und kam mit dem ersten Zug. Sie erzählt von den Mühen des Neubeginns in der fremden Heimat. Wie ihre Familie standen die meisten russischen Siedler völlig verständnislos in einer von fremder Kultur geprägten Landschaft. Was daraus in den Jahrzehnten nach dem Krieg erwuchs, ist geprägt von der Unwirtlichkeit sowjetischen Städtebaus mit Wohnblocks, deren Verfallsdatum erkennbar näher rückt. In der Zeit des Kalten Kriegs fühlten sich die Militärs als Herren im Haus. Sie sperrten die Stadt für Ausländer und bewiesen wenig Sinn für die Entwicklung von Wirtschaft und Kultur. Seit dem Zerfall der Sowjetunion ist der russische Teil des früheren Ostpreußen wieder eine Exklave, eingeschlossen von Litauen und Polen. Zwischen den beiden aufstrebenden neuen EU-Mitgliedern ist die russische Region eine Insel der Armut geblieben. Kaliningrad ist noch auf der Suche nach einem Weg in die Zukunft.
Dirk Sager besucht Kaliningrad und das Gebiet des nördlichen Ostpreußens. Die Reise durchs Land stellt erschütternde Bilder neben Zeichen der Hoffnung.

Den zweiten Teil von Dirk Sagers Reise durch Königsberg zeigt 3sat im Anschluss, um 16.45 Uhr.


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16:45
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Königsberg - ferne, fremde Heimat (2/2)

Hoffnung am Haff

Film von Dirk Sager

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Ernst von Glasow war wie besessen von dem Gedanken, heimzukehren. 1990, als der Bezirk Kaliningrad für Ausländer geöffnet wurde, war er einer der ersten, die sich auf den Weg machten, die fremd gewordene Heimat zu besuchen. Die Not im Land erkennend, reiste er in den ...

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Ernst von Glasow war wie besessen von dem Gedanken, heimzukehren. 1990, als der Bezirk Kaliningrad für Ausländer geöffnet wurde, war er einer der ersten, die sich auf den Weg machten, die fremd gewordene Heimat zu besuchen. Die Not im Land erkennend, reiste er in den folgenden Jahren immer wieder mit Hilfsgütern dorthin - mit Medikamenten für Krankenhäuser, Schreibheften für Schulen. Dann bot ihm der Sowchos-Vorsitzende an, auf dem Gelände des elterlichen Gutshofs ein Haus zu bauen. Seitdem gehört Glasow zu den wenigen Vertriebenen, denen Ostpreußen wieder ein Zuhause bietet. Oft besucht er seinen Nachbarn, einen Russen, der bald nach dem Krieg dort angesiedelt wurde. Sie sitzen zusammen und spielen Schach. Der eine spricht nicht Deutsch, der andere nicht Russisch - und doch verstehen sie sich. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Tharau. Die Menschen dort erinnern sich an den barocken Dichter, der den Ort unsterblich machte: Er schrieb die Verse des Volkslieds über "Ännchen von Tharau", eine junge Frau, die dort 1619 als Tochter eines Pfarrers geboren wurde. Seit über zehn Jahren hat der Dorfchor das Lied in seinem Repertoire. Die Sänger erteilen auch eine freundliche Lektion zur Klärung der Besitzverhältnisse: "Grund und Boden ist jetzt unser", sagt ein junger Mann und weist auf den wolkenverhangenen Himmel, "aber das Wetter, das gehört immer noch euch".
Dirk Sager reiste in einem weiten Bogen durch das Königsberger Hinterland.Er machte Station am Kurischen Haff und auf der Nehrung und suchte nach den Spuren des Schlosses, auf dem Marion Gräfin Dönhoff aufwuchs, die sich später um den Brückenschlag zur alten Heimat verdient gemacht hat. Endpunkt der Reise ist Georgenburg, das neben Trakehnen berühmteste Gestüt im alten Ostpreußen, wo heute wieder Pferde in den Ställen stehen.


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17:30
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Wildes Baltikum (1/2)

Der unbesiegbare Wolf

Film von Nick Upton und Jan Walencik

(aus der ORF-Reihe "Universum")

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Einst waren Wölfe in ganz Europa heimisch, doch nach jahrhundertelanger Verfolgung wurden sie in weiten Teilen des Kontinents ausgelöscht und konnten nur in abgelegenen Bergregionen und in Osteuropa überleben. In den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen ...
(ORF)

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Einst waren Wölfe in ganz Europa heimisch, doch nach jahrhundertelanger Verfolgung wurden sie in weiten Teilen des Kontinents ausgelöscht und konnten nur in abgelegenen Bergregionen und in Osteuropa überleben. In den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen existieren heute noch mehr als 1.000 Wölfe - gemeinsam mit Luchsen, Bären und anderen Tierarten, die im übrigen Europa selten geworden oder ausgerottet worden sind. Die Bewohner der baltischen Staaten wissen, dass Wölfe im Allgemeinen menschenscheu sind und keine direkte Gefahr darstellen. Irrationale Ängste vor Wölfen, wie es sie in vielen Ländern Europas gibt, sind dort nicht verbreitet. Im Gegenteil: Die Menschen sind interessiert daran, die Wölfe zu schützen und stabile Bestände für die Zukunft zu erhalten.
In der ersten Folge der zweiteiligen Dokumentation "Wildes Baltikum" dokumentieren die Naturfilmer Nick Upton und Jan Walencik das Sozialleben der Wölfe. Außerdem zeigen sie, dass das oftmals verfolgte Tier im Baltikum Verbündete hat, die ihn als wesentlichen Teil der Natur schützen wollen.

Die zweite Folge von "Wildes Baltikum" zeigt 3sat im Anschluss, um 18.15 Uhr.

(ORF)


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18:15
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Wildes Baltikum (2/2)

Die Rückkehr des Bibers

Film von Nick Upton und Jan Walencik

(aus der ORF-Reihe "Universum")

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Biber sind trotz der immer dichter werdenden Besiedelung und der wirtschaftlichen Nutzung einstigen Brachlands im äußersten Nordosten Europas wieder auf dem Vormarsch. Nachdem sie in Europa beinahe ausgerottet waren, vermehren die großen Nager sich nun wieder in den ...
(ORF)

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Biber sind trotz der immer dichter werdenden Besiedelung und der wirtschaftlichen Nutzung einstigen Brachlands im äußersten Nordosten Europas wieder auf dem Vormarsch. Nachdem sie in Europa beinahe ausgerottet waren, vermehren die großen Nager sich nun wieder in den baltischen Staaten. Bei Bauern und Förstern sind sie wenig beliebt, da sie Bäume fällen und Wasserläufe aufstauen. Eine Vielzahl von Wasserbewohnern profitiert allerdings von der Rückkehr der Biber: Mit ihren Dämmen schaffen sie Tümpel, in denen sich Horden von Insekten, Fischen und Fröschen tummeln. Diese Tiere ziehen wiederum eine Reihe von Wasservögeln und Säugetieren an, darunter Fischotter und die selten gewordenen Europäischen Nerze. Die Aktivitäten der Nager nützen aber auch dem Menschen: Sie sorgen für die Überflutung von Wiesen, auf denen Pflanzen besser gedeihen können, zusätzlich reduzieren sie die Wasserverschmutzung, da das Wasser nur langsam durch die Biberburgen und Dämme fließt. In Europa weiß man heute um die Vorteile, die die Rückkehr der Biber mit sich bringt. Dieses Wissen hat dazu geführt, dass die großen Nager in vielen europäischen Ländern wieder angesiedelt werden.
In der zweiten Folge von "Wildes Baltikum" dokumentieren die Naturfilmer Nick Upton und Jan Walencik die Rückkehr des Bibers im Baltikum.
(ORF)


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:10
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit extra: Aufbruch im Baltikum - die singende

Revolution und ihre Kinder

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SF und ARD

Moderation: Tina Mendelsohn

Erstausstrahlung

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Europas Kulturhauptstadt Vilnius pleite? Lettland vor dem Staatsbankrott? Das Baltikum macht negative Schlagzeilen. Und dabei hatte es im August 1989 vielversprechend angefangen. Fast zwei Millionen Esten, Letten und Litauer haben zwischen Vilnius und Tallinn eine ...

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Europas Kulturhauptstadt Vilnius pleite? Lettland vor dem Staatsbankrott? Das Baltikum macht negative Schlagzeilen. Und dabei hatte es im August 1989 vielversprechend angefangen. Fast zwei Millionen Esten, Letten und Litauer haben zwischen Vilnius und Tallinn eine Menschenkette gebildet und singend für ihre Unabhängigkeit gekämpft. Wie sieht es heute aus? In Vilnius, Kulturhauptstadt 2009, wurde der Rotstift angesetzt. Und warum spielt die jüdische Kultur, die Vilnius vor dem Zweiten Weltkrieg geprägt hat wie kaum eine andere osteuropäische Stadt, im offiziellen Programm keine Rolle? Es gibt deutsche Spuren im Baltikum, aber über die Kollaboration mit den Deutschen während des Zweiten Weltkriegs redet dort niemand gerne. Viel lieber über Gottfried Herder, der als Erster baltische Volkslieder sammelte und damit viel zum aufkeimenden Nationalbewusstsein beigetragen hat. In der ehemaligen Hansestadt Riga stehen wieder Barrikaden vor dem lettischen Parlament. Nur sollen sie diesmal nicht vor den sowjetischen Panzern schützen, sondern vor dem eigenen Volk. Einzig in Estland ist es ruhig geblieben, trotz wachsender Arbeitslosenzahlen. Zahlt sich aus, dass Estland vollständig auf IT setzte? Ein Parlament ohne Akten, Demoaufrufe per SMS, Wahlen übers Internet - kaum ein anderes europäisches Land ist so vernetzt. Sind die Esten bereits in der Zukunft angekommen?
"Kulturzeit extra: Aufbruch im Baltikum - die singende Revolution und ihre Kinder" folgt 20 Jahre später den Spuren der Menschenkette. Moderatorin Tina Mendelsohn trifft Künstler und die Kämpfer von damals: den ehemaligen stellvertretender Ministerpräsident Litauens, Romualdas O olas, der 1991 die Unabhängigkeitserklärung für sein Land unterzeichnete, die ehemalige Außenministerin Lettlands, Sandra Kalniete, die 1989 die Menschenkette organisierte, Bildhauer, Maler, Theaterleute sowie den bedeutendsten estnischen Punk-Musiker und Anarchisten: Tõnu Trubetsky. Sie spricht mit ihnen über den Aufbruch, und das, was aus ihren Visionen geworden ist.


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Die Ostsee (1/2)

Zwischen Deutschland und Estland

Film von Thomas Willers

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Direkt vor unserer Haustür liegt ein Meer mit einem grenzenlosen Reichtum an Formen, Farben und Leben. Geboren am Ende der Eiszeit, ist es das größte Brackwassermeer der Welt: die Ostsee. Bis heute ist die Ostsee im Wandel, ein Prozess der noch lange nicht abgeschlossen ...
(ARD/NDR)

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Direkt vor unserer Haustür liegt ein Meer mit einem grenzenlosen Reichtum an Formen, Farben und Leben. Geboren am Ende der Eiszeit, ist es das größte Brackwassermeer der Welt: die Ostsee. Bis heute ist die Ostsee im Wandel, ein Prozess der noch lange nicht abgeschlossen ist. Die zweiteilige Naturdokumentation zeigt die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meers und seiner Küsten, beleuchtet die vielfältige und interessante Tier- und Pflanzenwelt und besucht die Menschen, die von und mit der Ostsee leben.
Im ersten Teil folgt der Film von Thomas Willers der Ostseeküste von Mecklenburg bis nach Estland. Vorbei an den endlosen Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darß, Rastplatz für 50.000 Kraniche und andere Zugvögel, zu den berühmten Kreidefelsen auf Rügen, die schon den Maler Caspar David Friedrich inspirierten. Oberhalb der Klippen in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien und traditionsreichen Kaiserbädern. Von dort überschreitet Thomas Willers die polnische Grenze und erkundet die imposanten Wanderdünen Pommerns sowie die alten Gassen von Gdansk, des ehemaligen Danzigs. Die Reise endet an den einsamen Stränden des Baltikums.

Den zweiten Teil von "Die Ostsee" zeigt 3sat im Anschluss, um 21.00 Uhr.
(ARD/NDR)


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21:00
Stereo-Ton16:9 Format

Die Ostsee (2/2)

Zwischen Dänemark und Litauen

Film von Thomas Willers

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Direkt vor unserer Haustür liegt ein Meer mit einem grenzenlosen Reichtum an Formen, Farben und Leben. Geboren am Ende der Eiszeit, ist es das größte Brackwassermeer der Welt: die Ostsee. Bis heute ist die Ostsee im Wandel, ein Prozess der noch lange nicht abgeschlossen ...
(ARD/NDR)

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Direkt vor unserer Haustür liegt ein Meer mit einem grenzenlosen Reichtum an Formen, Farben und Leben. Geboren am Ende der Eiszeit, ist es das größte Brackwassermeer der Welt: die Ostsee. Bis heute ist die Ostsee im Wandel, ein Prozess der noch lange nicht abgeschlossen ist. Die zweiteilige Naturdokumentation zeigt die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meers und seiner Küsten, beleuchtet die vielfältige und interessante Tier- und Pflanzenwelt, besucht die Menschen, die von und mit der Ostsee leben.
Der zweite Teil folgt der Ostseeküste von Litauen bis nach Dänemark. Der Film setzt die Reise auf der Kurischen Nehrung fort, die berühmt ist für ihre mächtigen Wanderdünen und malerischen Fischerdörfer. Von dort aus geht es weiter zu den felsigen Küsten Estlands mit urwüchsigen Wäldern, in denen noch so seltene Tiere wie Vielfraße leben. Weiter nordwestlich, zwischen Finnland und Schweden liegen im flachen, glitzernden Wasser Zehntausende kleine Granitinseln: die Schären, Kinderstube der Kegelrobben. Von den Winzlingen der schwedischen Inselwelt geht es zur größten, nach Gotland. Mitten in der Ostsee gelegen mit ihren steilen Klippen, beherbergt sie riesige Vogelkolonien. Vor allem bietet die bis zu 100 Meter hohe Steilküste Lummen und Alken, den Pinguinen des Nordens, Platz zum Brüten. Die Reise endet auf der dänischen Insel Møn mit ihren markanten Kreidefelsen.
(ARD/NDR)


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21:40
Stereo-Ton16:9 Format

Baltic Storm

Spielfilm, Deutschland/Schweden 2002

Darsteller:
Julia ReuterGreta Scacchi
Jan PetersJürgen Schornagel
Erik WestermarkJürgen Prochnow
Lou AldrynDonald Sutherland
Mika GaltThure Riefenstein
Juri RoosHerb Andress
u.a.
Regie: Reuben Leder

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Die Hamburger Journalistin Julia Reuter forscht beharrlich nach den Ursachen für den Untergang der Fähre "Estonia", bei dem 1994 mehr als 800 Menschen ums Leben kamen. Unter den Opfern befand sich auch die Ehefrau von Jan Peters. Der Sohn von Erik Westermark gilt seither ...
(ARD/NDR)

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Die Hamburger Journalistin Julia Reuter forscht beharrlich nach den Ursachen für den Untergang der Fähre "Estonia", bei dem 1994 mehr als 800 Menschen ums Leben kamen. Unter den Opfern befand sich auch die Ehefrau von Jan Peters. Der Sohn von Erik Westermark gilt seither als verschollen. Zusammen wollen die drei die Wahrheit über das Unglück ans Licht bringen. Durch Julias investigative Fähigkeiten, gekoppelt mit Eriks unerschütterlicher Hoffnung, seinen Sohn zu finden, sowie Jans unkonventionellen Recherche-Methoden bilden die drei ein engagiertes Team. Erste Anhaltspunkte führen nach Tallinn. Von einem ehemaligen Stasi- und KGB-Agenten erfahren sie, dass ein Zusammenhang zwischen dem Untergang der "Estonia" und illegalen Waffentransporten besteht. An diesem illegalen Handel sind sowohl die Verteidigungsministerien in Estland, Schweden und den USA als auch der russische Geheimdienst KGB beteiligt. Bei ihren Nachforschungen kommt das Trio einem Komplott des russischen Geheimdiensts auf die Spur und gerät zwischen die Fronten der beteiligten Geheimdienste und Militärs.
Spielfilm mit Greta Scacchi, Jürgen Prochnow und Donald Sutherland.
(ARD/NDR)


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23:35
Stereo-Ton

Hunde von Riga

(Hounds of Riga / Hunderna i Riga)

Fernsehfilm, Schweden 1996

nach einem Roman von Henning Mankell

Darsteller:
Kurt WallanderRolf Lassgård
Karlis LiepaBenny Poulsen
Baiba LiepaCharlotte Sieling
BlommanBjörn Kjellman
Oberst PutnisPauls Butkevics
Oberst MurnieksJuris Kaminskis
u.a.
Drehbuch: Lars Björkman
Regie: Pelle Berglund

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Zwei Schmuggler entdecken auf hoher See ein Rettungsboot mit zwei toten jungen Männern. Aus Angst vor Entdeckung schleppen die Schmuggler das Boot in Küstennähe und alarmieren anonym die Polizei in Ystad. Kommissar Wallander steht vor einem Rätsel: Woher kommen die ...

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Zwei Schmuggler entdecken auf hoher See ein Rettungsboot mit zwei toten jungen Männern. Aus Angst vor Entdeckung schleppen die Schmuggler das Boot in Küstennähe und alarmieren anonym die Polizei in Ystad. Kommissar Wallander steht vor einem Rätsel: Woher kommen die beiden Männer, und wer hat sie umgebracht? Als sich herausstellt, dass es sich um zwei Kriminelle aus Lettland handelt, eilt Major Liepa von der lettischen Staatspolizei herbei. Wallander und er schließen schnell Freundschaft. Wallander entgeht nicht, dass der Major mehr zu wissen scheint, als er vorgibt. Akribisch achtet er auf seine Aktentasche, die eine rote Dokumentenmappe enthält. Wallander riskiert einen Blick und wundert sich, das Liepa sein eigenes Testament mit sich zu tragen scheint. Kurz nachdem der Major nach Riga zurückgekehrt ist, erreicht Wallander die Nachricht, dass der Major ermordet wurde. Wallander eilt nach Riga, um bei der Aufklärung des Falls behilflich zu sein. Dort trifft er auf seine lettischen Amtskollegen Putnis und Murnieks, die sich wenig kooperativ zeigen. Wallander wird auch daran gehindert, mit Baiba Liepa, der Witwe des Majors, in Kontakt zu treten. Der Kommissar weiß, dass Baiba eine Schlüsselrolle in dem Fall spielt, und mithilfe der lettischen Untergrundbewegung kommt es zu einer Begegnung mit der Witwe. Baiba ist sich sicher, dass ihr Mann sterben musste, weil er zu viel über die Machenschaften der lettischen Polizei wusste. Von Baiba erhält Wallander auch den Hinweis, dass Beweisdokumente ihres Mannes im staatlichen Polizeiarchiv zu finden sind. Heimlich dringt Wallander ins Polizeiarchiv ein. Seine Ermittlungen führen ihn immer tiefer in ein Labyrinth undurchschaubarer Machenschaften, in dem er seinen Glauben an die Gerechtigkeit beinahe verliert. Dann findet sich bei einem Freund des Majors zufällig die rote Dokumentenmappe. Gemeinsam versuchen Baiba und Wallander, die sich langsam näherkommen, die Täter zu überführen.
Schwedische Krimiverfilmung nach Henning Mankell.


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1:05
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Sperling und die Tote aus Vilnius

Fernsehfilm, Deutschland 1997

nach einer Geschichte von Rolf Basedow

Darsteller:
Hans SperlingDieter Pfaff
Karsten RohdeBenno Fürmann
Vera KowalskiPetra Kleinert
Norbert WachutkaHans-Joachim Grubel
LilliNicolette Krebitz
u.a.
sowie Anna Böttcher, Robert Kuchenbuch, Frank Köhler,
Matthias Schweiger, Tobias Sorge und andere
Drehbuch: Burt Weinshanker
Regie: Kai Wessel

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Chaos ist angesagt in Sperlings Sonderabteilung, und das liegt nicht nur am Wasserschaden in der Villa: Kowalski ist schwanger und weiß noch nicht, was tun. Rohde ist pleite und macht heimlich einen Nebenjob. Und der Chef will mit seinem Vater zusammenziehen. In einer ...

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Chaos ist angesagt in Sperlings Sonderabteilung, und das liegt nicht nur am Wasserschaden in der Villa: Kowalski ist schwanger und weiß noch nicht, was tun. Rohde ist pleite und macht heimlich einen Nebenjob. Und der Chef will mit seinem Vater zusammenziehen. In einer Wohnung, die Sperling besichtigt, wird er mit einem Feuerhaken niedergeschlagen, ohne den Täter identifizieren zu können. Seine Leute, geradezu demoralisiert durch den Vorfall, verhaften so ziemlich jeden, mit dem Sperling schon Ärger hatte. Währenddessen verschwindet Sperling aus dem Krankenhaus - die Unterbringung war nicht nach seinem Geschmack. Er macht sich sogleich auf Spurensuche und bringt zunächst einmal Udo Nagel, dem Vormieter, die Schlüssel zur Tat-Wohnung zurück. Dabei trifft er nicht nur Sophie, Nagels kleine Tochter, sondern auch Lilli Spiegel, Sophies Ballettlehrerin. Lillis Parfum weckt in Sperling nicht nur schöne Erinnerungen. Kurz darauf verschwindet Sophie. Völlig hysterisch beschuldigt Nagel Lilli Spiegel, seine Tochter entführt zu haben. Das Motiv: Lilli wurde von ihm erpresst - wegen Mordes. Nagel kennt die junge Frau aus Vilnius, wo sie noch Sonja Mesch hieß und mit der deutschen Tänzerin Lilli Spiegel befreundet war. Diese Lilli starb unter mysteriösen Umständen in Vilnius, und Sonja taucht unter ihrem Namen in Berlin auf. Als Sperling die kleine Sophie findet, wird die Geschichte noch bizarrer: Lilli/Sonja, die gar nichts mit der vermeintlichen Entführung zu tun hat, erinnert sich nicht an die Vorfälle in Vilnius - aber sie behauptet, schuld zu sein am Tod ihrer Freundin Lilli. Dagegen schwört Frau Spiegel, Lillis Mutter, Lilli/Sonja sei ihre Tochter. Für Sperling steht daraufhin fest: Nur in Vilnius wird er das Rätsel lösen.
Charakterdarsteller Dieter Pfaff spielt den fülligen Kommissar Sperling, der mit viel Witz, Fantasie, Charme und leisen Tönen seiner Arbeit nachgeht. In weiteren Rollen sind unter anderen Benno Fürmann, Nicolette Krebitz und Monica Bleibtreu zu sehen.


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2:35
Stereo-Ton

Lettland

Wildnis zwischen Russland und Riga

Film von Uldis Ceculis

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Musikprofessor Valdis Muktupavels wandert durch seine lettische Heimat und sammelt traditionelle Lieder seiner Landsleute. Seine Wanderung führt Valdis Muktupavels durch die verschiedenen Landschaften seiner Heimat, von den weiten Ostseestränden Kurzemes über die ...
(ARD/NDR)

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Musikprofessor Valdis Muktupavels wandert durch seine lettische Heimat und sammelt traditionelle Lieder seiner Landsleute. Seine Wanderung führt Valdis Muktupavels durch die verschiedenen Landschaften seiner Heimat, von den weiten Ostseestränden Kurzemes über die lieblichen Hügel Vidzemes bis zu den Auwäldern der Daugava in Latgale. Auf seinem Weg lernt Valdis, den Stimmen der Natur zu lauschen. Dem Gesang des Sprossers im Frühling, dem Heulen der Wölfe im Sommer, dem Röhren der Rothirsche im Herbst und den Rufen der Singschwäne im Winter. Inspiriert durch die Klänge der Natur komponiert Valdis Muktupavels kleine Melodien, schnitzt sich eine Flöte aus getrockneten Schilfstängeln, lockt Tannenmeisen mit einer Tonpfeife heran und fordert ein Rudel Wölfe mit kraftvoller Stimme zur Antwort heraus. Valdis beginnt seine Wanderung in Riga. In Kurzeme, westlich von Riga, mit seinen langen, einsamen Ostseestränden und fruchtbaren Ebenen erlebt Valdis den Frühling, beobachtet die Bekassine bei der Balz und Fohlen ausgewilderter Przewalski-Pferde beim Spiel. In Vidzeme im Nordosten durchwandert er Hügellandschaften mit unzähligen Seen, während die Bauern ringsum mit Pferdewagen die Ernte einbringen. Je weiter Valdis nach Osten kommt, desto dünner wird das Straßennetz. In Latgale, der russisch-orthodox geprägten Grenzprovinz im Nordosten, leben die Menschen in armen Dörfern. Vorbei an Elchen, Bibern und Fischottern fährt Valdis mit dem Pferdewagen durch tief verschneite Wälder zur Weihnachtsmesse und kehrt schließlich über die vereiste Daugava, Lettlands größten Fluss, nach Riga zurück. Zu Hause angekommen, verarbeitet er seine Eindrücke in einem neuen Musikstück: eine Komposition aus lettischen Weisen und natürlichen Klängen.
Film über den Musiker Valdis Muktupavels und seine Wanderung durch die Natur zwischen Riga und Russland.
(ARD/NDR)



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4:00
Stereo-Ton16:9 Format

Elina Garanca - Eine Sängerin, natürlich ...

(Wh.)


(ORF)


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4:55
Stereo-Ton16:9 Format

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Die Hanse im Baltikum - Tallinn und Riga, Estland/Lettland

Filme von Heiko Petermann und Jens Dücker


(ARD/SWR)


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5:25
Stereo-Ton16:9 Format

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Die Altstadt von Vilnius, Litauen

Rom des Ostens

Film von Heiko Petermann

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Vilnius überrascht den Besucher mit einer Vielzahl prächtiger barocker Kirchen und Gebäude. Die Zeit intensivster Bautätigkeit begann nach der Reformation. Unter dem Ansturm der Jesuiten, die diesen östlichen Vorposten katholischen Glaubens nicht verlieren wollten, ...
(ARD/SWR)

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Vilnius überrascht den Besucher mit einer Vielzahl prächtiger barocker Kirchen und Gebäude. Die Zeit intensivster Bautätigkeit begann nach der Reformation. Unter dem Ansturm der Jesuiten, die diesen östlichen Vorposten katholischen Glaubens nicht verlieren wollten, bekam Vilnius sein Gesicht. Doch die Jesuiten bauten nicht nur Kirchen, sie gründeten 1579 auch die Universität von Vilnius. Das Universitätsviertel mit seinen italienisch inspirierten Innenhöfen, der imposanten St. Johanneskirche mit ihrem Glockenturm und den prachtvoll gestalteten Innenräumen des Observatoriums und der Bibliothek stellt heute ein einmaliges architektonisches Ensemble dar.
Der Film von Heiko Petermann erzählt den Weg Litauens in die politische Unabhängigkeit vor dem Hintergrund der Geschichte von Vilnius. Die Architektur der Stadt, von der UNESCO im Jahr 1994 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen, reicht von der frühen Gotik über die Renaissance und den Barock bis zum Klassizismus und stellt ein in Osteuropa einmaliges Stadtbild dar.
(ARD/SWR)


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5:40
Stereo-Ton16:9 Format

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Das historische Tallinn

Die alte Hansestadt Reval (Estland)

Film von Heiko Petermann

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Der Einflussbereich der Hanse erstreckte sich über 1.500 Kilometer von der Zuidersee bis zum Finnischen Meerbusen. Nordöstlichster Punkt dieses mächtigen Städtebunds war Reval, das heutige Tallinn. Über Reval verlief ein Großteil des Handels zwischen Mittel- und ...
(ARD/SWR)

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Der Einflussbereich der Hanse erstreckte sich über 1.500 Kilometer von der Zuidersee bis zum Finnischen Meerbusen. Nordöstlichster Punkt dieses mächtigen Städtebunds war Reval, das heutige Tallinn. Über Reval verlief ein Großteil des Handels zwischen Mittel- und Nordeuropa und Russland bis hin nach Persien. Reiche Handelshäuser dominierten das Stadtbild, umgeben von einer imposanten Burganlage, die bis zum heutigen Tag fast vollständig erhalten geblieben ist. Wesentlicher Anteil an der Geschichte des alten Reval hatte die Bruderschaft der Schwarzhäupter, eine Vereinigung von Kaufgesellen. Hans Pawels war eins Mitglied ihrer Mitglieder. Um 1460 kam er nach Reval, wurde später in die Große Gilde aufgenommen und in den Rat der Stadt gewählt. In seine Zeit fielen die Aufträge für die herausragenden künstlerischen Auftragsarbeiten, die das heutige Tallinn zu einem Pilgerziel für Kunstliebhaber gemacht haben.
Der Film erzählt die Geschichte des Kaufgesellen Hans Pawels.
(ARD/SWR)

Sendeende: 5:55 Uhr