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Mittwoch, 6. August
Programmwoche 32/2008
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6:00
Stereo-Ton16:9 Format

Gero von Boehm begegnet: Erika Pluhar

3sat-Gesprächsreihe

(Wiederholung vom 4.8.2008)


6:45

Von Königskirschen und Apfelbauern

Dem märkischen Obst auf der Spur

Film von Iduna Wünschmann

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Äpfel, Kirschen und Weine existieren in Brandenburg schon viel länger, als Obstliebhaber glauben. Davon künden 300-jährige Birnbäume und jahrhundertealte Obstalleen, und so manch märkischer Obstbaum gehört sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Einheimische Bauern und ...
(ARD/RBB)

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Äpfel, Kirschen und Weine existieren in Brandenburg schon viel länger, als Obstliebhaber glauben. Davon künden 300-jährige Birnbäume und jahrhundertealte Obstalleen, und so manch märkischer Obstbaum gehört sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Einheimische Bauern und Pflanzenzüchter besinnen sich wieder auf den traditionellen Anbau, der seit 1990 durch Anpassung an EU-gemäße Massenproduktion zu verschwinden schien. Der märkische Cidre ist gerade dabei, die Gaumen zu erobern, und inzwischen gibt es wieder weit mehr Obstsorten, als das Ladenangebot erahnen lässt.
Ein Streifzug durch die Obstwiesen und -gärten Brandenburgs.
(ARD/RBB)


7:30
Stereo-Ton16:9 Format

Alpenpanorama



"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


9:05
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit

(Wiederholung vom Vortag)


9:45
Stereo-Ton16:9 Format

Tropenfieber

Dreiteilige Dokumentation von Petra Schulz

2. Schreckliche Stiche

(Wiederholung vom Vortag)


10:15
Stereo-Ton16:9 Format

Lanz kocht



Markus Lanz begrüßt Spitzenköche, die bei ihm ein leckeres Fünf-Gänge-Menü zubereiten.


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11:30
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Ein Stück vom Glück

Fernsehfilm, Deutschland 2001

(Wiederholung vom Vortag)


(ARD/MDR)


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


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13:15
Stereo-Ton16:9 Format

Zauber einer Flusslandschaft

Der Nationalpark Donau-Auen

Dokumentation von Augustine Wöss

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Es gibt einige große Städte, die einen Nationalpark in ihrer Nähe haben: Hamburg, Toronto und Rio de Janeiro zum Beispiel. Einmalig hingegen ist die Situation in Wien. Ein beachtlicher Teil des Nationalparks Donau-Auen liegt innerhalb der Stadtgrenze. Das Areal beträgt ...
(ORF)

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Es gibt einige große Städte, die einen Nationalpark in ihrer Nähe haben: Hamburg, Toronto und Rio de Janeiro zum Beispiel. Einmalig hingegen ist die Situation in Wien. Ein beachtlicher Teil des Nationalparks Donau-Auen liegt innerhalb der Stadtgrenze. Das Areal beträgt etwa fünfeinhalb Prozent der Gesamtfläche Wiens. Für die Verantwortlichen vom Forstamt der Stadt Wien geht es vor allem darum, den Besucherdruck behutsam in verträgliche Bahnen zu lenken. Durch ein ausgeklügeltes Wegenetz sollen Naturerlebnisse möglich gemacht, die Besucherströme jedoch von den besonders sensiblen Kernzonen des Waldes ferngehalten werden.
Augustine Wöss dokumentiert die Einzigartigkeit der Flora und Fauna dieser vom Wasser bestimmten Landschaft.
(ORF)


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14:00
Stereo-Ton

Thalassa

39-teilige Reihe

37. Auf Charcots Spuren am Südpol

Tagebuch einer Expedition

Reportage von Christophe Bazille und Ramon Gutierrez

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Benannt nach der Meeresgöttin Thalassa aus der griechischen Mythologie beschäftigt sich die mehrteilige Serie mit Themen rund um das Meer. Das Spektrum erstreckt sich über Tiere, Wirtschaft, Politik bis hin zur Geografie.
In dieser Folge begleitet ein Filmteam eine ...
(ARD/WDR)

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Benannt nach der Meeresgöttin Thalassa aus der griechischen Mythologie beschäftigt sich die mehrteilige Serie mit Themen rund um das Meer. Das Spektrum erstreckt sich über Tiere, Wirtschaft, Politik bis hin zur Geografie.
In dieser Folge begleitet ein Filmteam eine französische Expedition in die Antarktis: 100 Jahre nach der berühmten Antarktisexpedition von Jean-Baptiste Charcot (1867 - 1936) haben sich Abenteurer auf den Spuren des Polarforschers in die Eislandschaften des weißen Kontinents gewagt.

Eine weitere Folge der 39-teiligen Reihe "Thalassa" sendet 3sat im Anschluss, um 14.25 Uhr.

(ARD/WDR)


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14:25
Stereo-Ton

Thalassa

39-teilige Reihe

38. Arbeiter auf den Guano-Inseln

Reportage von Ramon Gutierrez und Nejma Berder

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Benannt nach der Meeresgöttin Thalassa aus der griechischen Mythologie beschäftigt sich die mehrteilige Serie mit Themen rund um das Meer. Das Spektrum erstreckt sich über Tiere, Wirtschaft, Politik bis hin zur Geografie. Diese Folge zeigt Arbeiter beim Abkratzen von ...
(ARD/WDR)

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Benannt nach der Meeresgöttin Thalassa aus der griechischen Mythologie beschäftigt sich die mehrteilige Serie mit Themen rund um das Meer. Das Spektrum erstreckt sich über Tiere, Wirtschaft, Politik bis hin zur Geografie. Diese Folge zeigt Arbeiter beim Abkratzen von wertvollem Vogeldung auf den Guano-Inseln.
Seit über 100 Jahren wird auf den Inseln vor der peruanischen Küste Guano abgebaut. Der Vogeldung ist als hochwertiger Dünger gefragt. Doch der rücksichtslose Abbau des Guanos hat zu einem starken Rückgang der Vogelpopulationen geführt. Unter teilweise abenteuerlichen Arbeitsbedingungen werden heute die Reste des Guanos von den Felsen gekratzt.

Die letzte Folge der 39-teiligen Reihe "Thalassa" sendet 3sat am Mittwoch, 13. August, um 14.00 Uhr.
(ARD/WDR)


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15:00
Stereo-Ton16:9 Format

Skizzen aus Marokko

Dreiteilige Reihe von Horst Lohmann und Mohamed Dridi

1. Die Königsstadt Fes

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Im 7. Jahrhundert drangen die Araber nach Nordafrika vor und eroberten das Land der Berber. Sie gründeten Städte wie Fès, die nach dem orientalischen Muster der Medina erbaut wurden. Die größte Moschee Marokkos in Fès entwickelte sich zum geistigen und religiösen ...
(ARD/BR)

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Im 7. Jahrhundert drangen die Araber nach Nordafrika vor und eroberten das Land der Berber. Sie gründeten Städte wie Fès, die nach dem orientalischen Muster der Medina erbaut wurden. Die größte Moschee Marokkos in Fès entwickelte sich zum geistigen und religiösen Zentrum des Maghreb. Dort wurden schon im Mittelalter bis zu 8.500 Studenten unterrichtet. Am Rand der Stadtmauer siedelten sich die Handwerker, einfache Händler, Gerber und Färber an. Je weiter man ins Innere der Stadt vordringt, desto "höherwertiger" sind die angesiedelten Handwerke und Handelshäuser: Dort gibt es Schneider und Lederhändler sowie Spezialmärkte für Süßigkeiten, Olivenöl und Gewürze. Auch Musikinstrumente, Bücher und Teppiche werden nur im Inneren der Medina angeboten. Die reichen Bürger von Fès bauten sich Paläste im andalusischen Stil, den die Flüchtlinge aus Spanien mitgebracht hatten. Die betuchten Händler aus der Fremde ließen sich in palastartigen "Funduks" nieder - Karawansereien, in denen sie wohnen und auch ihre Lasttiere und Ladungen unterbringen konnten. Während die Souks laut und lebendig sind, führen die kleinen, engen Gassen, die von ihnen abzweigen, in die Wohnbereiche. Jedes Viertel hat seine eigene Koranschule und eine Moschee. Die Einheit von Leben, Arbeiten und Beten ist so für alle gesichert. Zur Versorgung gehört auch eine Backstube, zu der Kinder und Frauen ihre Brotlaibe bringen. Am Rand der Stadt, in einem eigenen Viertel, ließen sich die Juden in der "Mellah" nieder. Sie lebten unter dem Schutz des Sultans, der ihre Dienste gern in Anspruch nahm. Unter ihnen waren Ärzte, Händler und Geldverleiher. Die Juden genossen religiöse Freiheit und verwalteten sich weitgehend selbst. Sogar ein eigener Friedhof gehörte zu ihrem Viertel. Die Medina der Königstadt Fès ist heute noch ein funktionierendes Beispiel für eine arabische Stadt.
Die erste Folge der dreiteiligen Reihe "Skizzen aus Marokko" stellt die Königsstadt Fès vor.

Die beiden weiteren Folgen der dreiteiligen Reihe "Skizzen aus Marokko" zeigt 3sat im Anschluss, ab 15.45 Uhr.
(ARD/BR)


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15:45
Stereo-Ton16:9 Format

Skizzen aus Marokko

Dreiteilige Reihe von Horst Lohmann und Mohamed Dridi

2. Oasen - Paradiese der Wüsten

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Die gewaltigen Ketten des Hohen Atlas sind noch tief verschneit. Die Passstraßen führen in 2.700 Meter Höhe über das Gebirge. Die Flüsse, die dort entspringen, fließen nach Süden, in die Sahara. Der Ziz ist der mächtigste dieser Flüsse. An seinen Ufern leuchtet ...
(ARD/BR)

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Die gewaltigen Ketten des Hohen Atlas sind noch tief verschneit. Die Passstraßen führen in 2.700 Meter Höhe über das Gebirge. Die Flüsse, die dort entspringen, fließen nach Süden, in die Sahara. Der Ziz ist der mächtigste dieser Flüsse. An seinen Ufern leuchtet das Grün der Oasen mitten im Braun der trockenen Ödnis. Judentum, Christentum und Islam haben ihre Ursprünge in den Trockengebieten des Vorderen Orients, und in allen drei Weltregionen ist die Oase der versprochene Garten Eden. Die Dattelpalme ist das wichtigste Erzeugnis der Oasen. Ihre Frucht ist nahrhaft, ihr Stamm liefert Holz, die Blätter werden zu Flechtwerk verarbeitet. Die Staub- und Sandstürme, die oft völlig überraschend einsetzen, bedrohen vor allem die große Oase im Norden, das Tafilalet. Die Menschen schützen Haus und Hof durch hohe Sandschutzzäune, dennoch dringt die Wüste vor. Noch heute leben die meisten Oasenbewohner in einem Ksar, einer riesigen Wehrburg, erbaut aus Lehm und Stroh. So schützten sie sich vor den Angriffen und Überfällen der Nomaden aus der Wüste. Rissani ist der wichtigste Ort in Tafilalet. Dort gibt es den bedeutendsten Markt der Region. Im Frühjahr ist der Schafmarkt Zentrum des Geschehens, denn dort treffen sich die Bauern der Oase mit den Nomaden der Umgebung. Die Wüste birgt aber nicht nur Schrecken: "Allah hat die Wüste geschaffen, damit es einen Ort gäbe, darinnen er in Ruhe lustwandeln könne", sagt eine altarabische Legende. Tatsächlich war die Wüste immer auch Ort der Kontemplation, der Meditation und der göttlichen Offenbarung.
Die zweite Folge der dreiteiligen Reihe "Skizzen aus Marokko" stellt die Oasenregion Tafilalet im Norden des Landes vor.
(ARD/BR)


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16:30
Stereo-Ton16:9 Format

Skizzen aus Marokko

Dreiteilige Reihe von Horst Lohmann und Mohamed Dridi

3. Raues Land der Berber

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Von Marrakesch aus geht es über den Atlas nach Süden. Die Passstraße fällt beständig, allmählich färbt sich der Boden grün. Entlang des Draa-Flusses führt der Weg nach Zagora. Die zweitgrößte Oase Marokkos mit ihren Hunderttausenden von Dattelpalmen war einst ...
(ARD/BR)

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Von Marrakesch aus geht es über den Atlas nach Süden. Die Passstraße fällt beständig, allmählich färbt sich der Boden grün. Entlang des Draa-Flusses führt der Weg nach Zagora. Die zweitgrößte Oase Marokkos mit ihren Hunderttausenden von Dattelpalmen war einst der größte Umschlagplatz für den Sklavenhandel. Die Haratine, die Nachkommen der Sklaven, bilden noch heute die unterste Schicht der Gesellschaft. Durch wüstenhaftes Land geht es westwärts in die fruchtbare Sous-Ebene. In den Weizenfeldern stehen Arganienbäume, in denen Ziegen herumklettern, um die Früchte und die Blattspitzen der Pflanzen zu erreichen. In Taroudant gibt es einen besonders schönen Markt: Dort werden erlesene Teppiche angeboten und Holzgegenstände unter offenem Himmel hergestellt. Im Antiatlas haben die Menschen die Flanken der Berge terrassiert. Zur Erntezeit werden die Dreschplätze gereinigt. Dann laufen Esel und Maultiere im Kreis und treten die Körner aus den Getreidehalmen. Die Orte wirken wie Festungen aus Stein. Das Zentrum bildet ein prächtiger Agadir, eine Burg für die Vorräte der Dorfbewohner. Denn im Sommer ziehen viele Familien mit ihren Herden auf hochgelegene Weiden. Nur wenige Männer, Vertraute der Dorfgemeinschaft, müssen dann das Getreide für den Winter, Wertsachen der Familien und die amtlichen Urkunden gegen räuberische Eindringlinge bewachen. Im Tal der Ammeln hängen die roten Dörfer wie Vogelnester am Steilabhang des Gebirges, darunter liegen ihre fruchtbaren Oasen mit Getreidefeldern und Oliven. Das kostbare Wasser aus den Bächen wird in Zisternen gesammelt und sorgfältig, nach Besitz jeder Familie bemessen, in einem ausgeklügelten System auf die Felder geleitet.
Die dritte Folge der dreiteiligen Reihe "Skizzen aus Marokko" stellt den Süden des Landes vor.
(ARD/BR)


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17:15
Stereo-Ton16:9 Format

Bilder aus Deutschland

Moderation: Inken Klinge


Das Magazin "Bilder aus Deutschland" bietet Informationen über Deutschland in einer großen Bandbreite: Landschaftsporträts, aktuelle Ereignisse, Kultur, Soziales, Land und Leute.


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17:45
Stereo-Ton16:9 Format

schweizweit



Das Magazin "schweizweit" berichtet aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport und zeichnet ein facettenreiches Bild der Schweiz.


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18:00
Stereo-Ton16:9 Format

Allein gegen die Hausherren

Dokumentation von Peter Resetarits, Daniela Bernhart

und Ludwig Gantner

Moderation: Peter Resetarits

(aus der ORF-Reihe "Schauplatz Gericht")

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Im Winter wurden die Gangfenster abmontiert. Dann wurde vor den Feiertagen der Strom abgedreht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war Frau V. aus dem 15. Bezirk in Wien klar, dass der neue Hausherr wollte, dass sie auszieht - trotz ihres gültigen Hauptmietvertrags. Doch ...
(ORF)

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Im Winter wurden die Gangfenster abmontiert. Dann wurde vor den Feiertagen der Strom abgedreht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war Frau V. aus dem 15. Bezirk in Wien klar, dass der neue Hausherr wollte, dass sie auszieht - trotz ihres gültigen Hauptmietvertrags. Doch Frau V. wollte das 1850 gebaute Gründerzeithaus, in dem sie seit 50 Jahren wohnt, nicht verlassen. Obwohl sie mittlerweile ganz allein dort lebt - als letzte Mieterin in einem Haus, das zusehends verfällt. Ihr Hausherr, eine Immobilienfirma mit Sitz in Liechtenstein, zog alle juristischen Register gegen die "lästige" Frau. Dann passierten dramatische Dinge: Frau V. kam bei einem mysteriösen Brand beinahe ums Leben, zuvor hatten unbekannte Täter die Telefonleitungen gekappt. Die Ermittlungen der Polizei verliefen ergebnislos. Mittlerweile hat die 68-Jährige so große Angst um ihr Leben, dass sie mit der Immobilienfirma einen Vergleich abgeschlossen hat und bald auszieht. Auch Frau S., die in einem teuren Wohnbezirk in Salzburg lebt, ist die letzte verbliebene Mieterin in einem "Geisterhaus". Sie hat den Eindruck, dass der neue Hausherr das Gebäude absichtlich ruiniert, damit er es abreißen und das Grundstück verwerten kann. Schon vor sechs Jahren hat das Bezirksgericht Salzburg versucht, den Hauseigentümer mit einem detaillierten Sanierungsauftrag zur Behebung der Mängel zu zwingen. Doch der Auftrag wurde ignoriert. Stattdessen wurden Fenster und Türen herausgerissen und Löcher in die Böden der Erdgeschosswohnungen gebohrt, in denen sich jetzt Wasser sammelt. Auch die Bestellung eines Zwangsverwalters durch das Gericht hat nicht viel geändert: Der Verwalter bekam rund 95.000 Euro Mietzinsreserve zur Sanierung des Hauses. Doch statt zu sanieren, betreibt er die Kündigung von Frau S., weil das Haus abbruchreif sei.
"Schauplatz Gericht" stellt die beiden Fälle vor.
(ORF)


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18:30
Stereo-Ton16:9 Format

Tropenfieber

Dreiteilige Dokumentation von Petra Schulz

3. Armut tötet

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Wasser ist Leben - verschmutztes Trinkwasser hingegen bringt Krankheit und Tod. Nicht nur Wassermangel, sondern auch die Verseuchung des vorhandenen Wassers wird zum zentralen Problem des 21. Jahrhunderts. Cholera, Typhus und Ruhr - an schweren Durchfallerkrankungen wie ...

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Wasser ist Leben - verschmutztes Trinkwasser hingegen bringt Krankheit und Tod. Nicht nur Wassermangel, sondern auch die Verseuchung des vorhandenen Wassers wird zum zentralen Problem des 21. Jahrhunderts. Cholera, Typhus und Ruhr - an schweren Durchfallerkrankungen wie diesen leiden mehr als drei Milliarden Menschen. Bakterien, die in der Hitze der Tropen gedeihen, fühlen sich durch die Klimaerwärmung auch in unseren heimischen Gewässern immer wohler, werden durch Touristen hergebracht oder kommen in importierten Lebensmitteln auf den Esstisch. Reichtum schützt vor Krankheit nicht - die tropischen Armutskrankheiten kommen als gefährliche Durchfallerkrankungen auch zu uns.
Nach Zyklon Sidr ist Petra Schulz nach Bangladesh gereist und hat im Choleraspital der Zehn-Millionenstadt Dhaka die verheerenden Auswirkungen von verseuchtem Wasser gefilmt. In Deutschland und der Schweiz untersucht sie die Gefahren, denen wir ausgesetzt sind - tagtäglich und dort, wo wir es nie vermuten.


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:20
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SF und ARD

Moderation: Tina Mendelsohn

Der totale Profit - die neue Studie über den Unternehmer
Friedrich Flick


Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. "Kulturzeit" bietet ergänzende Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Recht brisant

Gerichtsreporter berichten

Themen: Verkehrsrowdys - Bußgeld soll drastisch

erhöht werden, Nepp per Post - Dubiose Gewinnzusagen u.a.

Moderation: Bernhard Töpper
Erstausstrahlung

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Raser und Drängler auf Deutschlands Straßen müssen künftig mit deutlich höheren Strafen rechnen: Nach dem neuen Bußgeldkatalog sollen schwere und vorsätzlich begangene Verstöße im Straßenverkehr künftig richtig teuer werden - im Einzelfall bis zu 3.000 Euro. Die ...

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Raser und Drängler auf Deutschlands Straßen müssen künftig mit deutlich höheren Strafen rechnen: Nach dem neuen Bußgeldkatalog sollen schwere und vorsätzlich begangene Verstöße im Straßenverkehr künftig richtig teuer werden - im Einzelfall bis zu 3.000 Euro. Die höheren Strafen seien erforderlich, so Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, um die Zahl der Verkehrstoten zu minimieren. Der neue Bußgeldkatalog soll zum 1. Januar 2009 in Kraft treten.
"Recht brisant" hat die Verkehrspolizei bei ihrer Fahndung nach rücksichtslosen Rasern und Dränglern begleitet und zeigt, was künftig auf Verkehrssünder zukommt. Außerdem geht es in "Recht brisant" um das Thema "Nepp per Post - Dubiose Gewinnzusagen".


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20:45
Stereo-Ton16:9 Format

Der Contergan-Skandal

Die Opfer - Die Folgen

Film von Jutta Grylka

(aus der ORF-Reihe "Menschen & Mächte Spezial")
(teilweise schwarzweiß)

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Es war ein Medikament, das sofort zum "Renner" wurde - ein rezeptfreies Beruhigungs- und Schlafmittel, das auch gegen die morgendliche Schwangerschaftsübelkeit wirkte und als besonders sicher galt: Contergan, das 1957 in Deutschland auf den Markt kam und gezielt für ...
(ORF)

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Es war ein Medikament, das sofort zum "Renner" wurde - ein rezeptfreies Beruhigungs- und Schlafmittel, das auch gegen die morgendliche Schwangerschaftsübelkeit wirkte und als besonders sicher galt: Contergan, das 1957 in Deutschland auf den Markt kam und gezielt für Schwangere empfohlen wurde. Es löste den größten Arzneimittelskandal der Nachkriegsgeschichte aus. Contergan hatte bei schwangeren Frauen verheerende Folgen, geschätzte 12.000 Kinder wurden weltweit ohne Arme und Beine und mit missgebildeten inneren Organen geboren. Erst der deutsche Kinderarzt Widukind Lenz entdeckte den Zusammenhang zwischen den Missbildungen und Contergan. Der in dem Medikament enthaltene Wirkstoff Thalidomid beeinträchtigte das Wachstum von Blutgefäßen des Fötus' und führte dadurch in den ersten Wochen der Schwangerschaft zu Missbildungen von Organen und Extremitäten. Im November 1961 wurde das Mittel vom Markt genommen. Der Prozess gegen die Herstellerfirma Grünenthal endete 1970 mit einem Vergleich - die Eltern von geschädigten Kindern unterzeichneten eine Verzichtserklärung und haben seither Anspruch auf eine monatliche Rente, die von der Firma und dem deutschen Staat finanziert wird. Die Rentenhöhe beträgt maximal 545 Euro. Seit 1997 ist das Grünenthal-Kapital aufgebraucht, seitdem zahlt der deutsche Steuerzahler. In Österreich hieß das Mittel Softenon und war rezeptpflichtig - es sind daher "nur" zwölf Contergan-Opfer bekannt. Abgespeist mit einer kleinen Rente, müssen die Betroffenen selbst sehen, wie sie mit ihrer Behinderung fertig werden.
Jutta Grylka hat österreichische und deutsche Betroffene besucht und erzählt die "Contergan-Geschichte" von der Entwicklung des Medikaments, der Wirkung, den Folgen, dem Prozess bis hin zu den Lehren, die aus dem Skandal gezogen wurden.
(ORF)


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21:15
Stereo-Ton16:9 Format

Unsere leuchtende Zukunft

Von Glühlampen, Leuchtdioden und der Sonne

Dokumentation von Doris Fercher

Erstausstrahlung

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Rund 14 Prozent des Stromverbrauchs der EU-Länder werden für Beleuchtung aufgewendet. Davon könnten bis zu drei Viertel eingespart werden. Naht das Ende der Glühbirne, des Symbols der künstlichen Beleuchtung? Energiesparlampen werden heute als Alternative forciert, ...
(ORF/3sat)

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Rund 14 Prozent des Stromverbrauchs der EU-Länder werden für Beleuchtung aufgewendet. Davon könnten bis zu drei Viertel eingespart werden. Naht das Ende der Glühbirne, des Symbols der künstlichen Beleuchtung? Energiesparlampen werden heute als Alternative forciert, aber die Zukunft, ist sich die Branche sicher, gehört den Leuchtdioden. Sie halten lange, brauchen wenig Energie und geben brillantes Licht, das ständig verbessert wird. Außerdem werden Leuchtdioden immer günstiger. Daneben beschäftigen sich Lichtforscher auch mit dem Tageslicht, dessen Spektrum unerreicht ist. Sie bringen es in Räume, die bisher nur mit Kunstlicht versorgt werden konnten: Haushalte, Betriebe und öffentliche Räume in Städten werden auf der Suche nach Einsparungspotenzial durchforstet. Die westliche "24-Stunden-Gesellschaft" benötigt - oder will - immer differenziertere Lichtquellen, um Sicherheit und Komfort zu erhöhen.
Der Film stellt neue Forschungsergebnisse zum Thema "Licht" vor und wirft einen Blick auf die Beleuchtung der Zukunft. Zu Wort kommen ein Lichtforscher sowie Mediziner, Künstler und Designer.
(ORF/3sat)


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22:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB 2



Von Montag bis Freitag liefert das österreichische Nachrichtenmagazin einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
(ORF)


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22:25
VPS 22:24

Stereo-Ton16:9 Format

Der Fall

Wie die UBS in den Strudel der Finanzkrise geriet

Film von Hansjürg Zumstein

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Es ist die schlimmste Finanzkrise seit 1929: Das Debakel am US-Immobilienmarkt brachte die Finanzwelt beinahe zum Zusammenbruch. Die internationalen Großbanken verbuchten Milliardenverluste. Am schlimmsten getroffen hat es die UBS mit 40 Milliarden Franken Abschreibungen. ...

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Es ist die schlimmste Finanzkrise seit 1929: Das Debakel am US-Immobilienmarkt brachte die Finanzwelt beinahe zum Zusammenbruch. Die internationalen Großbanken verbuchten Milliardenverluste. Am schlimmsten getroffen hat es die UBS mit 40 Milliarden Franken Abschreibungen. Die Bank galt jahrelang als die sicherste Bank der Welt. Ihr Risikomanagement bewerteten die Aufsichtsbehörden als vorbildlich. Doch jetzt zeigt sich: Während andere Banken bereits versuchten, das Steuer herumzureißen und mit allen Mitteln aus dem Markt auszusteigen, kauften die UBS-Händler noch wie wild auf dem Hypothekenmarkt ein - motiviert durch die von Zürich verordnete Profitmaximierung um fast jeden Preis. Und: Je mehr die Händler kauften, desto höher war ihr Bonus. Die Führung in Zürich realisierte die drohende Katastrophe erst viel zu spät, das Risikomanagement versagte völlig. So geriet die größte Schweizer Bank an den Rand das Abgrunds.
Der Film von Hansjürg Zumstein analysiert, wie es dazu kommen konnte. Der Autor sprach mit UBS-Händlern, die Milliarden in minderwertige amerikanische Hypotheken investierten, er diskutierte mit Experten und analysierte zahlreiche Dokumente. Außerdem nimmt der neue Verwaltungsratspräsident Peter Kurer erstmals Stellung und erklärt, wie er die UBS wieder auf Kurs bringen will.


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23:15
VPS 22:25

Mit Audiodeskription16:9 FormatVideotext Untertitel

Lilly unter den Linden

Fernsehfilm, Deutschland 2002

Darsteller:
Lena WollmannSuzanne von Borsody
Lilly EngelhartCornelia Gröschel
Rolf WollmannRoland Schäfer
Katrin WollmannLouisa Herfert
Till WollmannTobias Unkauf
u.a.
Länge: 89 Minuten
Buch: Anne C. Voorhoeve
Regie: Erwin Keusch
(Zweikanalton: Originalfassung/Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)

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Das Mädchen Lilly aus Hamburg lernt 1988 bei der Beerdigung ihrer Mutter ihre Tante Lena aus Jena kennen. Lilly findet ihre Tante sofort sympathisch. Da sie keine Verwandten im Westen hat, würde Lilly gern bei ihrer Tante leben. Ihre ungewöhnliche Idee, in den Osten ...
(ARD/MDR)

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Das Mädchen Lilly aus Hamburg lernt 1988 bei der Beerdigung ihrer Mutter ihre Tante Lena aus Jena kennen. Lilly findet ihre Tante sofort sympathisch. Da sie keine Verwandten im Westen hat, würde Lilly gern bei ihrer Tante leben. Ihre ungewöhnliche Idee, in den Osten gehen zu wollen, wird vom Jugendamt jedoch nicht akzeptiert. Dort hat man andere Pläne mit dem Mädchen. Lilly nutzt deshalb eine Fahrt in der Vorweihnachtszeit mit dem ehemaligen Lebensgefährten ihrer Mutter zur Flucht in den Osten. Auch Lillys Mutter war vor 15 Jahren geflohen, sie hatte die DDR aus Liebe zu einem Mann illegal verlassen. Die Flucht hatte damals eine Familientragödie ausgelöst. Lillys Ankunft in Jena führt zu unerwarteten Konflikten und bürokratisch-politischen Verwicklungen. Doch Lilly will nicht einfach hinnehmen, dass sie nicht bei ihrer Tante wohnen kann. Zum Schluss bleibt die Hoffnung, dass Lenas Familie trotz Mauer und Stacheldraht auch Lillys Familie werden kann.
Ein Film über ein mutiges Mädchen, das die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland überwindet.
(ARD/MDR)


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0:45
VPS 21:50

Stereo-Ton16:9 Format

Nachrichtenmagazin des Schweizer Fernsehens:

10 vor 10


Die Schweizer Nachrichtensendung informiert in Berichten, Reportagen, Porträts und Live-Gesprächen über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt. Das Themenspektrum ist breit und der Aktualitätsbegriff wird weit gefasst.


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1:10
Stereo-Ton16:9 Format

1-2-3 Moskau. ln 7 Tagen durch Osteuropa

Fünfteilige Reihe von Irina Enders

3. Riga

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Eine Wettfahrt von Berlin nach Moskau. 3.000 Kilometer. Sieben Tage. Fünf Städte. Zwei 123er Coupés. Katrin Bauerfeind kämpft sich mit verbaler Schlagfertigkeit und vollem Körpereinsatz durch die Weiten des östlichen Europas. Ihr Kontrahent Henning Wehland, Sänger ...

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Eine Wettfahrt von Berlin nach Moskau. 3.000 Kilometer. Sieben Tage. Fünf Städte. Zwei 123er Coupés. Katrin Bauerfeind kämpft sich mit verbaler Schlagfertigkeit und vollem Körpereinsatz durch die Weiten des östlichen Europas. Ihr Kontrahent Henning Wehland, Sänger der deutschen Rockinstitution H-BLOCKX, geht mit unerschütterlichem Humor ins Rennen.
Tag 4: Katrin ist auf dem Weg von Warschau nach Riga, wo Martins Ritins sie erwartet. Punkt elf Uhr trifft sie den Star- und Fernsehkoch auf dem Zentralmarkt. Martins ist ein Anhänger des sogenannten Slowfoods und Inhaber eines berühmten Restaurants. Katrin und Martins kaufen Fisch, denn am Abend soll Katrin im Restaurant mithelfen. Doch mitten im Gedränge erreicht Katrin eine neue Videobotschaft. Eine Einladung des Künstlerpaars Paulis und Liena Postasz. Henning fährt derweil an Riga vorbei. Zeit für ein Treffen mit Katrin hat er nicht, denn noch liegen einige Kilometer vor ihm bis nach Tallinn, seiner nächsten Station. Henning freut sich auf das Meer, und kurz hinter Riga kann er einen Gruß an seine Kontrahentin im Ostseesand hinterlassen. Katrin erkundet unterdessen die abenteuerliche Künstlerwohnung von Liena und Paulis. Das Paar mit zwei Kindern lebt und liebt die Kunst, die schon lange Tradition in ihren Familien hat. Katrin schaut Liena und Paulis bei der Arbeit zu, bis sie sich wieder verabschieden muss. Denn es wartet noch Arbeit auf sie - als Martins Ritins' Küchenhilfe in dessen Restaurant "Vincents". Henning hat inzwischen die lettisch-estnische Grenze erreicht. Das Hotel ist direkt am Meer, und Henning verschwindet sofort in seinem Zimmer, denn am nächsten Morgen wird er bereits in Tallinn erwartet.


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1:40
VPS 00:01

Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit

(Wiederholung von 19.20 Uhr)


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2:20
VPS 02:15

16:9 Format

Seitenblicke



Das österreichische Gesellschaftsmagazin berichtet aus der Welt der High Society: Die Feste der Reichen und Schönen, königliche Hochzeiten, internationale Festspiele, Modeveranstaltungen, Premierenfeiern - das sind die Schauplätze von "Seitenblicke".
(ORF)


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2:25
Stereo-Ton16:9 Format

schweizweit

(Wiederholung von 17.45 Uhr)


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2:40
Stereo-Ton16:9 Format

Zauber einer Flusslandschaft

(Wiederholung von 13.15 Uhr)


(ORF)


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3:25
Stereo-Ton16:9 Format

Allein gegen die Hausherren

(Wiederholung von 18.00 Uhr)


(ORF)


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3:55
Stereo-Ton16:9 Format

Recht brisant

(Wiederholung von 20.15 Uhr)


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4:25
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tibet - Reise durch ein verbotenes Land

Zweiteiliger Film von Steffen Bayer

1. Das Geheimnis des heiligen Berges

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Vieles hat sich verändert, seit Heinrich Harrer (1912 - 2006) und Peter Aufschnaiter (1899 - 1973) Mitte des 20. Jahrhunderts durch Westtibet gewandert sind. Irgendwo im Grenzgebiet zu Indien lag ein Dorf, in dem die beiden rasteten, nachdem sie erstmals tibetischen Boden ...

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Vieles hat sich verändert, seit Heinrich Harrer (1912 - 2006) und Peter Aufschnaiter (1899 - 1973) Mitte des 20. Jahrhunderts durch Westtibet gewandert sind. Irgendwo im Grenzgebiet zu Indien lag ein Dorf, in dem die beiden rasteten, nachdem sie erstmals tibetischen Boden betreten hatten - heute ein Ort mit Plattenbauten. "Das alte Dorf gibt es nicht mehr", erzählt die Bäuerin Pema, "die Menschen wurden umgesiedelt". Pema ist froh über die Veränderung, denn nun hat sie fließend Wasser und viel Platz. Doch der Schuldenberg drückt, jahrzehntelang werden Pema und ihr Mann für das neue Haus bezahlen müssen. Auf die Frage, ob die Umsiedlung freiwillig war, gibt es keine Antwort - aus Angst vor den chinesischen Besatzern. Ein paar Kilometer weiter, in Tholing, wurde eine andere Plattenbausiedlung errichtet. Dort tragen chinesische Männer auf der Hauptstraße Billardturniere aus, und in den Seitengassen locken tibetische Prostituierte die Zuwanderer aus dem "Mutterland". Die wenigen Mönche im Ort leben im Schatten dieser neuen Welt. Ihr Kloster wurde weitgehend zerstört, für einen Wiederaufbau fehlt das Geld. "Zur Linken zieht der Kailash mit seiner prächtigen Schneepyramide unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich", schrieb Aufschnaiter beim Anblick des für die Buddhisten heiligsten aller Berge. Wer heute in diese Gegend gelangen will, muss fünf innertibetische Passkontrollen passieren. So ist es den Chinesen gelungen, den Pilgerstrom zum Kailash einzuschränken.
Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking gelang es Steffen Bayer, Regionen im seit 60 Jahren durch die Chinesen besetzten Tibet zu bereisen, die normalerweise für Journalisten unzugänglich sind. Als Reiseführer dienten Tagebücher von Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter, deren Lebensgeschichte durch den Film "Sieben Jahre in Tibet" bekannt wurde.

Den zweiten Teil des Reiseberichts zeigt 3sat im Anschluss, um 5.10 Uhr.


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5:10
Stereo-Ton16:9 Format

Tibet - Reise durch ein verbotenes Land

Zweiteiliger Film von Steffen Bayer

2. Das Kloster der versteckten Kinder

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Vor den Toren von Tibets Hauptstadt Lhasa kampierten Heinrich Harrer (1912 - 2006) und Peter Aufschnaiter (1899 - 1973), bevor sie als Nomaden verkleidet in die für Ausländer verbotene Stadt gelangten. Wo früher das alte Stadttor stand, rollen heute Blechkolonnen auf ...

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Vor den Toren von Tibets Hauptstadt Lhasa kampierten Heinrich Harrer (1912 - 2006) und Peter Aufschnaiter (1899 - 1973), bevor sie als Nomaden verkleidet in die für Ausländer verbotene Stadt gelangten. Wo früher das alte Stadttor stand, rollen heute Blechkolonnen auf einer vierspurigen Schnellstraße am Potala vorbei. Doch trotz aller Neuerungen haben die Tibeter ihren Glauben bewahrt. Von morgens bis tief in die Nacht umrunden Gläubige den Yokhang Tempel in der Altstadt. "Wenn der Dalai Lama aus dem Exil wiederkommen dürfte, würden Hunderttausende ihn begrüßen", meint ein alter Mann, während er seine Gebetsmühle dreht. Seinen Namen will er nicht nennen - aus Angst vor den chinesischen Besatzern. Als Heinrich Harrer nach sieben Jahren Aufenthalt aus Tibet fliehen musste, besuchte er das Kloster Tashilhünpo, eine der wichtigsten heiligen Stätten des Landes. Inzwischen wurden viele der alten Tempelgebäude von den Chinesen zerstört. Wo früher Tausende von Mönchen waren, sind es jetzt nur noch ein paar hundert. Auch der Abt des Klosters, Panchen Lama, fehlt. Zwei Kinder kommen als Nachfolger in Frage, doch die werden von den Chinesen versteckt. "Tibet gehört zu China" sagen die chinesischen Touristen, die täglich aus Peking nach Tibet strömen. Sie sind stolz auf ihr Land und auf die neue Eisenbahnlinie, die das "Schneeland" an das "Mutterland" anbindet. Sie glauben der Propaganda, dass die Bewohner auf dem Dach der Welt gerne mit den Besatzern zusammenleben. Was die Tibeter davon halten, können sie nicht offen sagen.
Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking ist es Steffen Bayer gelungen, Regionen im seit 60 Jahren durch die Chinesen besetzten Tibet zu bereisen, die normalerweise für Journalisten unzugänglich sind. Als Reiseführer dienten Tagebücher von Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter, deren Lebensgeschichte durch den Hollywood-Film "Sieben Jahre in Tibet" bekannt wurde.

Sendeende: 5:55 Uhr