Programm-Übersicht
Kalender
November 2017
Sendung suchen
Programmarchiv
Finden Sie Sendungen, die Sie in 3sat schon gesehen haben.

Sonntag, 20. April: Thementag "Bruder Tod"
Programmwoche 17/2008
Zurückliegenden oder folgenden Tag anzeigen
6:15
VPS 06:00

Wohin gehen wir, wenn wir sterben?

Dokumentation von Norbert Busè und Hans Geißlinger

Ganzen Text anzeigen
"Ist die Seele ein kleiner Knochen?", "Entsteht sie vielleicht bei der Geburt aus einem Stück von Mamas Seele?", "Wie sieht es in der Hölle aus?", "Haben Engel Ferien?" - Kinder stellen sich das Jenseits konkret und detailgenau vor.
Die Filmemacher Norbert Busè und ...

Text zuklappen
"Ist die Seele ein kleiner Knochen?", "Entsteht sie vielleicht bei der Geburt aus einem Stück von Mamas Seele?", "Wie sieht es in der Hölle aus?", "Haben Engel Ferien?" - Kinder stellen sich das Jenseits konkret und detailgenau vor.
Die Filmemacher Norbert Busè und Hans Geißlinger haben Berliner Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren nach ihren Vorstellungen zu Tod und Jenseits befragt. Ihre Antworten geben tiefe Einblicke in ihre Ideen- und Vorstellungswelt, die weniger von Angst geprägt zu sein scheint als die der Erwachsenen.

Wie geht man mit dem Tod um? In verschiedenen Dokumentationen, Reportagen und Spielfilmen widmet sich 3sat am Thementag "Bruder Tod" einen Tag lang dem Tabuthema, erzählt Geschichten vom Leben und vom Sterben und fragt, wie andere Kulturen und Religionen mit dem Lebensende umgehen.


6:30
VPS 06:15

Stereo-Ton16:9 Format

Deutschland - Himmel und Hölle

Elektronisches Tagebuch von Raoul Schrott

Ganzen Text anzeigen
In seinem Film begibt sich der Schriftsteller Raoul Schrott auf eine Reise vom Bodensee bis zur Nordsee. Von Orten, die Höll, Höllsteig, Höllhof oder Höllbach heißen, führt die Route über Himmelsthal und Himmelsberg zur Himmelsleiter - und durch Himmelsthür und ...

Text zuklappen
In seinem Film begibt sich der Schriftsteller Raoul Schrott auf eine Reise vom Bodensee bis zur Nordsee. Von Orten, die Höll, Höllsteig, Höllhof oder Höllbach heißen, führt die Route über Himmelsthal und Himmelsberg zur Himmelsleiter - und durch Himmelsthür und Himmelpforten nach Himmel, Himmelstadt und Himmelsweiler schließlich nach Welt im Landkreis Nordfriesland. Befragt nach ihren Lebensumständen und der Lokalgeschichte, bieten die Bewohner dieser Orte einen breiten Querschnitt gegenwärtigen Befindens: Autoverkäufer, psychiatrische Patientin und Swinger, Bauern, Kinder, Arbeitslose und Pensionisten, Privatunternehmer und geistig Behinderte, ein Priester und eine Schlossbesitzerin erzählen, woran sie glauben und woran nicht. Zusammengesetzt zum Mosaik, in einer Mischung aus Satire und Sozialreportage, Religionsgeschichte und improvisierter Poesie, zeigen ihre Bemerkungen ein Bild Deutschlands zwischen unfreiwilliger Komik und betroffenem Ernst.


7:30

Haut's den Deckel zu

Dokumentation von Peter Resetarits und Heidi Lackner

(aus der ORF-Reihe "Am Schauplatz")

Ganzen Text anzeigen
Sie kommen meist nachts, im Schutz der Dunkelheit. Wenn sie ins Altersheim gerufen werden, parken die Männer vom Leichenabholdienst der Stadt Wien beim Hintereingang. Den Tod sieht keiner gern. Und doch leben Tausende Menschen in Österreich davon, dass andere sterben: ...
(ORF)

Text zuklappen
Sie kommen meist nachts, im Schutz der Dunkelheit. Wenn sie ins Altersheim gerufen werden, parken die Männer vom Leichenabholdienst der Stadt Wien beim Hintereingang. Den Tod sieht keiner gern. Und doch leben Tausende Menschen in Österreich davon, dass andere sterben: Totengräber, Bestatter, Grabredner, Friedhofssänger und Sargträger.
Peter Resetarits und Heidi Lackner haben die Männer in Schwarz eine Woche lang durch ihren Alltag begleitet: zu Wohnungen, in denen Rentner einen einsamen Tod gestorben sind. Zu Heimen und Spitälern, aus denen die Toten möglichst unauffällig entfernt werden. Und zu Begräbnissen, bei denen die Friedhofssänger und professionellen Grabredner ihre großen Auftritte haben.
(ORF)


8:00
16:9 Format

Flugnummer 884 - Transport in die Ewigkeit

Dokumentation von Wolfgang Widerhofer

(aus der ORF-Reihe "Kreuz & Quer")
(teilweise schwarzweiß)

Ganzen Text anzeigen
Jedes Jahr werden aus Wien etwa 500 verstorbene Türken in ihr Heimatland geflogen, um dort bestattet zu werden. So will es die religiöse Tradition. Die Flugtransporte sind fast unbemerkt zum Bestandteil europäischer Realität geworden. Viele der jungen Türken wollen ...
(ORF)

Text zuklappen
Jedes Jahr werden aus Wien etwa 500 verstorbene Türken in ihr Heimatland geflogen, um dort bestattet zu werden. So will es die religiöse Tradition. Die Flugtransporte sind fast unbemerkt zum Bestandteil europäischer Realität geworden. Viele der jungen Türken wollen hingegen in der neuen Heimat begraben werden. Dieser Traditionsbruch geht meist quer durch die Familien.
Wolfgang Widerhofer zeigt in seinem Film aus der Reihe "Kreuz & Quer", dass sich die Entwicklung der Integration der etwa 200.000 Türken oder Österreicher türkischer Herkunft am Phänomen der Rückflüge geradezu exemplarisch ablesen lässt. Er begleitet einen Toten auf seiner letzten Reise von Wien bis auf einen kleinen Friedhof in Anatolien und zeigt türkische Einwanderer in ihrem Alltag.
(ORF)


8:50
Stereo-Ton16:9 Format

Jenseitsreisen

Erfahrungen an der Grenze des Todes

Film von Joachim Faulstich

Ganzen Text anzeigen
Immer wieder berichten Patienten von ähnlichen Erfahrungen: Während sie im Koma oder in der Narkose lagen, hatten sie das Gefühl, durch einen Tunnel zu schweben und einzutauchen in ein strahlendes Licht. Sie fanden sich in überirdisch schönen Landschaften und ...
(ARD/HR)

Text zuklappen
Immer wieder berichten Patienten von ähnlichen Erfahrungen: Während sie im Koma oder in der Narkose lagen, hatten sie das Gefühl, durch einen Tunnel zu schweben und einzutauchen in ein strahlendes Licht. Sie fanden sich in überirdisch schönen Landschaften und begegneten dort Menschen, die schon lange verstorben waren, aber ihnen nahestanden. Für die Rückkehrer von der Grenze des Todes haben diese Bilder fast immer eine tiefe, lebensverändernde Bedeutung. Wissenschaftler sammeln die Berichte als Belege für eine Erfahrung, die vielen Menschen gemeinsam ist. Aber sie suchen auch nach den physiologischen Ursachen. Ist das Todesnähe-Erlebnis nur ein besonders klarer, ganz persönlicher Traum? Aber warum sehen dann viele betroffene Menschen ähnliche Bilder? Sind körpereigene Halluzinogene für die Bilder am Ende des Lebens verantwortlich? Oder weisen die Erfahrungen der Sterbenden auf die Existenz anderer Dimensionen hin?
Joachim Faulstich über Nahtod-Erfahrungen.
(ARD/HR)


9:20
Stereo-Ton16:9 Format

Werden wir wiederkommen?

Michael von Brück im Gespräch mit Norbert Bischofberger

(aus der SF-Reihe "Sternstunde Philosophie")

Ganzen Text anzeigen
Die einen hoffen auf ein besseres Leben nach dem Tod, für die anderen ist mit dem Tod alles aus. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Können wir darüber etwas wissen? Ergeben sich aus sogenannten Nahtod-Erlebnissen oder der Hirnforschung neue Erkenntnisse?
Der ...

Text zuklappen
Die einen hoffen auf ein besseres Leben nach dem Tod, für die anderen ist mit dem Tod alles aus. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Können wir darüber etwas wissen? Ergeben sich aus sogenannten Nahtod-Erlebnissen oder der Hirnforschung neue Erkenntnisse?
Der Religionswissenschaftler sowie Yoga- und Zen-Lehrer Michael von Brück hat die Antworten verschiedener Religionen intensiv studiert und miteinander verglichen. In "Sternstunde Philosophie" erläutert er die Vorstellungen vom ewigen Leben und von der Wiedergeburt und zeigt, warum sich diese beiden Modelle nicht zwangsläufig widersprechen müssen.


Seitenanfang
10:20
Stereo-Ton16:9 Format

Von wegen ewiger Ruhe

Geschichten auf dem Münchner Ostfriedhof

Film von Angela Graas

Ganzen Text anzeigen
Mitten in der Stadt liegt der Münchner Ostfriedhof. Um diesen Ort der Ruhe rauschen Autos, Züge, S-Bahnen und die Tram. Die Großstadthektik macht vor den Toren des Friedhofs nicht Halt. Auch die Pfarrer und Friedhofsaufseher stehen unter Zeitdruck bei den Bestattungen, ...
(ARD/BR)

Text zuklappen
Mitten in der Stadt liegt der Münchner Ostfriedhof. Um diesen Ort der Ruhe rauschen Autos, Züge, S-Bahnen und die Tram. Die Großstadthektik macht vor den Toren des Friedhofs nicht Halt. Auch die Pfarrer und Friedhofsaufseher stehen unter Zeitdruck bei den Bestattungen, das einzige Krematorium Münchens arbeitet in zwei Schichten. Selbst die Trauerkultur der Menschen scheint hier eine andere zu sein als auf dem Land. Der Tod wird abgewickelt, gemieden, verdrängt. Trotzdem ist der Ostfriedhof mit seinen alten Gräbern, der üppigen Natur und seinen Geschichten ein Ort des Lebens. Da ist der Verkäufer der Obdachlosenzeitung BISS. Wie soll er einmal sein eigenes Grab bezahlen? Der Gedanke lässt ihn nicht mehr los, seit sein bester Freund gestorben ist und die Urne anonym in einer Gitternische steht. Da ist die Witwe, die jede Woche das Grab ihres Mannes besucht, ihm alles erzählt und ihn in Gedanken wieder mit nach Hause nimmt. Und die junge Ärztin, die ihren Freund bei einem Motorradunfall verloren hat.
Angela Graas erzählt Geschichten vom Münchner Ostfriedhof.
(ARD/BR)


Seitenanfang
10:50
VPS 07:15

Heute sehen uns die Toten

Der fröhliche Friedhof von Sapanza

Film von Adela Peeva

Ganzen Text anzeigen
Sapanza ist ein kleines rumänisches Dorf in den östlichen Karpaten, nicht weit von der Grenze zur Ukraine. Die Bewohner haben eine eigene Art, ihrer Toten zu gedenken. Auf den Gräbern stellen hölzerne Kreuze dar, was den Verstorbenen im Leben wichtig war oder woran sie ...

Text zuklappen
Sapanza ist ein kleines rumänisches Dorf in den östlichen Karpaten, nicht weit von der Grenze zur Ukraine. Die Bewohner haben eine eigene Art, ihrer Toten zu gedenken. Auf den Gräbern stellen hölzerne Kreuze dar, was den Verstorbenen im Leben wichtig war oder woran sie gestorben sind: die Schnapsflasche, die Familie oder ein Traktor, alles handgeschnitzt und bunt bemalt, mitunter deftig beschrieben: "Ich bin Grigo Marinuki. Ich komme, Bruder, und trink ein Gläschen mit dir." Das Dorf der Toten, das immer zum Dorf der Lebenden dazu gehört, hat einen Namen - der "Fröhliche Friedhof" von Sapanza. Anfang November wird der Totentag gefeiert, Luminatia. Dann wird der Friedhof schön hergerichtet, die Kreuze, wenn nötig, neu angemalt, in der Kirche wird die heilige Messe gefeiert und am Abend und die ganze Nacht hindurch wird kräftig gegessen, getrunken und getanzt, alles zu Ehren der Toten von Sapanza.
Der Film von Adela Peeva zeigt, wie man in Sapanza der Toten gedenkt.


Seitenanfang
11:05
Videotext Untertitel

Gevatter Tod

Fernsehfilm, DDR 1980

nach dem Märchen der Gebrüder Grimm

Darsteller:
Gevatter TodDieter Franke
JörgJan Spitzer
BürgermeisterHannes Fischer
BarbaraJanina Hartwig
Muhme UrselErika Pelikowsky
Länge: 73 Minuten
Buch: Wera und Klaus Küchenmeister
Regie: Wolfgang Hübner

Ganzen Text anzeigen
Ein armer Bauer sucht für seinen 13. Sohn Jörg einen Taufpaten. Der Vater wählt den Tod zum Gevatter, da vor ihm alle Menschen gleich sind. Als der Junge erwachsen wird, bildet der Gevatter ihn zum Arzt aus. Bald schon steht er im Ruf, auch todkranke Menschen wieder zum ...
(ARD/MDR)

Text zuklappen
Ein armer Bauer sucht für seinen 13. Sohn Jörg einen Taufpaten. Der Vater wählt den Tod zum Gevatter, da vor ihm alle Menschen gleich sind. Als der Junge erwachsen wird, bildet der Gevatter ihn zum Arzt aus. Bald schon steht er im Ruf, auch todkranke Menschen wieder zum Leben erwecken zu können. Denn immer, wenn sein Gevatter, der Tod, am Kopfende eines Kranken steht, kann er diesen heilen. Steht er aber am Fußende, ist die Lebenszeit wirklich abgelaufen. Einige Male gelingt es Jörg, den Gevatter von dieser Regel zu Gunsten des Lebens Abstand zu nehmen. Aber eines Tages muss er bitter dafür bezahlen.
Märchen nach den Gebrüdern Grimm.
(ARD/MDR)


Seitenanfang
12:15
Stereo-Ton16:9 Format

Nächster Halt: Jenseits

Philosophie für Kinder

Buch: Andrea Ehlert

Buch: Eckehard Weiß

Regie: Jens-Peter Behrend

Ganzen Text anzeigen
An einer Bushaltestelle entdecken die jugendlichen Moderatoren Sabrina und Torsten merkwürdige Dinge: eine Aufschrift auf einem T-Shirt, die "Erst der Tod gibt dem Leben einen Sinn" lautet, die extrem große Zahl "106.456.367.669" und die Botschaft auf einem Abrisszettel ...

Text zuklappen
An einer Bushaltestelle entdecken die jugendlichen Moderatoren Sabrina und Torsten merkwürdige Dinge: eine Aufschrift auf einem T-Shirt, die "Erst der Tod gibt dem Leben einen Sinn" lautet, die extrem große Zahl "106.456.367.669" und die Botschaft auf einem Abrisszettel "Vermisst: eine unsterbliche Maus. Belohnung: 4 Millionen Dollar". Was hat das alles zu bedeuten? Zusammen mit Gert Scobel begeben sie sich auf eine Wissensreise mit dem Bus und finden nach und nach Antworten auf ihre Frage: "Warum müssen wir eigentlich sterben?" Unterstützt werden sie dabei von den zwei Philosophen Platon und Heidegger. Die Reisenden erfahren etwas über die unsterbliche Seele, wie sich andere Völker und Glaubensrichtungen das Jenseits vorstellen und wie es auf der Welt aussähe, wenn wir unsterblich wären. Sie treffen den Molekulargenetiker Professor H.-Hilger Ropers, der ihnen anschaulich beschreibt, warum wir sterben müssen und wie der Alterungsprozess im menschlichen Körper abläuft. Außerdem schauen sie sich auf einem Friedhof um.
In der Sendung "Nächster Halt: Jenseits" steuern Sabrina und Torsten in einem Bus verschiedene Stationen an und treffen so auf Menschen und Situationen, die ihnen bei der Beantwortung ihrer existentiellen Frage weiterhelfen. In einer Dokumentation erzählen außerdem die Schwestern Joel und Philippa, wie sie die Krankheit und den Tod ihres Großvaters erlebt haben.


Seitenanfang
12:40
Stereo-Ton16:9 Format

Das Knäuel

Kurzfilm von Stephan Ganoff, Deutschland 2008

Länge: 3 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Eine kurze Geschichte über das Leben eines Wollknäuels. Ein kleines Animationsspiel mit menschlichen Emotionen, auf eine gezeichnete Figur übertragen. Eine Geschichte über Leben, Tod und Wiedergeburt. - Stephan Ganoff studiert an der Kunsthochschule für Medien in ...

Text zuklappen
Eine kurze Geschichte über das Leben eines Wollknäuels. Ein kleines Animationsspiel mit menschlichen Emotionen, auf eine gezeichnete Figur übertragen. Eine Geschichte über Leben, Tod und Wiedergeburt. - Stephan Ganoff studiert an der Kunsthochschule für Medien in Köln (KHM). In seinem Film verwendet er als Technik Zeichentrick und Stop-Motion-Animation, gezeichnete Charaktere auf Schwarzweißfoto-Hintergründen und reale Charaktere auf gezeichneten Backgrounds. "Das Knäuel" ist einer von mehreren Animations-Kurzfilmen, die im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen ZDF/3sat und der KHM entstanden.


Seitenanfang
12:45
Stereo-Ton

Einmal Jenseits und zurück

Film von Philipp Engel

Ganzen Text anzeigen
Die Idee klingt verrückt: Ein Bestatter kauft 100 Koffer und bittet die unterschiedlichsten Menschen, einen dieser Koffer zu packen - und zwar für die eigene letzte Reise. Ein spannendes Experiment. Was wollen Menschen aus diesem Leben mitnehmen? Was war, was ist ihnen ...
(ARD/HR)

Text zuklappen
Die Idee klingt verrückt: Ein Bestatter kauft 100 Koffer und bittet die unterschiedlichsten Menschen, einen dieser Koffer zu packen - und zwar für die eigene letzte Reise. Ein spannendes Experiment. Was wollen Menschen aus diesem Leben mitnehmen? Was war, was ist ihnen wirklich wichtig?
Philipp Engel hat zwei Menschen beim Packen für ihre letzte Reise begleitet: einen 64-jährigen Metzger und eine 25-jährige Studentin. Metzgermeister Manfred E. war oft schon im Leben mit dem Tod konfrontiert, und Töten gehört in gewisser Weise zu seinem Handwerk. Die Designstudentin Joa ist dem Tod noch nie begegnet. Seitdem der letzte Koffer in ihrem Zimmer steht, beginnt sie nachzudenken, wie zerbrechlich ihr Leben ist, das doch jeden Moment zu Ende sein kann. Der Film zeigt beeindruckend, wie die beiden die schwierige Aufgabe meistern. Mitten im Leben riskieren die Protagonisten einen Blick aufs eigene Ende, ziehen Bilanz und stellen fest, was ihnen wirklich etwas bedeutet. Ein ganz und gar lebendiger Film über Leben und Tod, der ohne Klischees zum Nachdenken über das eigene Leben und Sterben anregt.
(ARD/HR)


Seitenanfang
13:15
Stereo-Ton16:9 Format

Erdbewegungen

Film von Gernot Stadler

Ganzen Text anzeigen
In jungen Jahren hat Konrad Reßmann als Ausgräber bei archäologischen Arbeiten geholfen, dann aber das Ausgraben mit dem Eingraben vertauscht: Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er nun als Totengräber. Bei jedem Wetter, ganz gleich, ob es stürmt oder schneit, ist er zur ...
(ORF)

Text zuklappen
In jungen Jahren hat Konrad Reßmann als Ausgräber bei archäologischen Arbeiten geholfen, dann aber das Ausgraben mit dem Eingraben vertauscht: Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er nun als Totengräber. Bei jedem Wetter, ganz gleich, ob es stürmt oder schneit, ist er zur Stelle, um ein Grab zu öffnen. Nach der Beisetzung, wenn die letzten Trauergäste gegangen sind, geht er wieder seiner einsamen Arbeit nach und schließt das Grab. Das Kreuz, dass er mit dem Stil seiner Schaufel in den Grabhügel drückt, ist der letzte Dienst, den er dem Verstorbenen erweist. An die 30 Dörfer betreut der kräftige Mann. In seinem Heimatdorf ist er nur mehr selten zu sehen, denn das Gespött und Gerede der Menschen hat ihn verletzt. Viele neiden ihm das regelmäßige Einkommen und den bescheidenen Wohlstand, den er sich erarbeitet hat, denn mit dem Tod macht man kein Geschäft.
Für den Film "Erdbewegungen" hat Gernot Stadler den Totengräber aus dem kleinen Dorf Ottmanach in Kärnten mehr als ein Jahr lang mit der Kamera begleitet und ein einfühlsames Porträt gezeichnet.
(ORF)


Seitenanfang
14:05
Stereo-Ton16:9 Format

Es lebe der Zentralfriedhof

Dokumentation von Manfred Corrine

(aus der ORF-Reihe "Universum")
(teilweise schwarzweiß)

Ganzen Text anzeigen
Unter Wiens Sehenswürdigkeiten zwischen Stephansdom, Schloss Schönbrunn und Staatsoper wird eine Attraktion oft übersehen: der Zentralfriedhof. Schon allein die Ausmaße des Friedhofs im Südosten Wiens sind außergewöhnlich: 2,5 Millionen Quadratmeter bieten nicht nur ...
(ORF)

Text zuklappen
Unter Wiens Sehenswürdigkeiten zwischen Stephansdom, Schloss Schönbrunn und Staatsoper wird eine Attraktion oft übersehen: der Zentralfriedhof. Schon allein die Ausmaße des Friedhofs im Südosten Wiens sind außergewöhnlich: 2,5 Millionen Quadratmeter bieten nicht nur eine Ruhestätte für drei Millionen Menschen, sondern auch viel Raum für Tiere. Turmfalken brüten auf den Zinnen der Karl-Borromäus-Kirche, Rehe naschen vom immergrünen Efeu auf dem alten jüdischen Friedhofsteil, Steinmarder und Waldkauze jagen sich gegenseitig die fettesten Mäuse ab, und die Feldhamster kommen den Mitarbeitern der städtischen Bestattung beim Ausheben neuer Gräber regelmäßig in die Quere. Es ist allerdings kein Zufall, dass sich im Simmeringer Biotop eine ungewöhnlich große natürliche Vielfalt bilden konnte. Spezielle Schutzprogramme fördern anspruchsvolle Arten wie Neuntöter oder Grünspechte, die sonst selten geworden sind. So sind die auf dem Zentralfriedhof weit verbreiteten Feldhamster auf der österreichischen "Roten Liste" bereits als gefährdet eingestuft.
Der Film von Manfred Corrine erzählt Tiergeschichten vom Wiener Zentralfriedhof.
(ORF)


Seitenanfang
15:00
Stereo-Ton16:9 Format

Elisabeth Kübler-Ross: Dem Tod ins Gesicht sehen

Film von Stefan Haupt

Ganzen Text anzeigen
Ihr ganzes Leben lang hat sich Elisabeth Kübler-Ross (1926 - 2004) mit Sterben und Tod beschäftigt. Ihre Publikationen zum Thema brachten ihr Weltruhm und trugen Entscheidendes zur Enttabuisierung des Sterbens bei. Ebenso interessant wie ihr Werk ist die Biografie der ...

Text zuklappen
Ihr ganzes Leben lang hat sich Elisabeth Kübler-Ross (1926 - 2004) mit Sterben und Tod beschäftigt. Ihre Publikationen zum Thema brachten ihr Weltruhm und trugen Entscheidendes zur Enttabuisierung des Sterbens bei. Ebenso interessant wie ihr Werk ist die Biografie der Sterbeforscherin: 1926 in Zürich als Drillingskind geboren, studierte sie gegen den Willen ihrer Eltern Medizin, heiratete einen amerikanischen Arzt und kämpfte in den USA um Anerkennung als Psychiaterin. Die letzten Jahre lebte die weltbekannte Wissenschafterin allein und zurückgezogen in der Wüste Arizonas, nachdem sie nach mehreren Schlaganfällen ans Bett gefesselt war. Elisabeth Kübler-Ross ist am 24. August 2004 in ihrem Haus in Scottsdale gestorben.
Im Porträt von Stefan Haupt blickt Elisabeth Kübler-Ross auf ihr bewegtes Leben zurück und erzählt, wie sie mit dem eigenen Altern und Sterben umzugehen versucht.


Seitenanfang
16:35
Stereo-Ton16:9 Format

Zeit zu gehen

Dokumentarfilm von Anita Natmeßnig, Österreich 2007

Länge: 52 Minuten
(teilweise schwarzweiß)

Ganzen Text anzeigen
Über Sexualität darf man reden, Sexualität darf man zeigen - aber das Sterben und der Tod sind die großen Tabuthemen unserer Zeit.
Der Dokumentarfilm "Zeit zu gehen" von Anita Natmeßnig nähert sich diesen Tabus. Er zeigt, was in unserer Gesellschaft zu den ...
(ORF)

Text zuklappen
Über Sexualität darf man reden, Sexualität darf man zeigen - aber das Sterben und der Tod sind die großen Tabuthemen unserer Zeit.
Der Dokumentarfilm "Zeit zu gehen" von Anita Natmeßnig nähert sich diesen Tabus. Er zeigt, was in unserer Gesellschaft zu den bestverdrängten Realitäten gehört: das Sterben. Drei Monate beobachtet Anita Natmeßnig den Alltag im Caritas-Hospiz Rennweg in Wien. Sie spricht mit Menschen, die sich dort auf den Abschied vom Leben vorbereiten, darüber, wie sie das Leben und den Tod sehen und was sie danach erwarten. Im Unterschied zum Krankenhaus, in dem der Tod eine Bedrohung der ärztlichen Kunst darstellt, erwartet man im Hospiz den Tod mit Gelassenheit. Die unheilbar kranken Krebspatientinnen und -patienten, die im Hospiz Rennweg aufgenommen werden, können durch intensive ärztliche Versorgung und Betreuung ihre letzten Wochen, Tage und Stunden in Ruhe und in Würde erleben. Anders als sonst in der Gesellschaft sieht man im Hospiz das Sterben und den Tod als Teil des Lebens an. Die Menschen dürfen langsam loslassen, sich dort von ihren Verwandten verabschieden, noch einmal genießen, was das Leben so bietet. Das Sterben selbst wird mit großem Respekt gezeigt.
(ORF)


Seitenanfang
17:30
Mit Audiodeskription16:9 FormatVideotext Untertitel

Sterne leuchten auch am Tag

Fernsehfilm, Deutschland 2004

Darsteller:
Iris HermannVeronica Ferres
Dr. Ruben CostaMerab Ninidze
MaxFrederick Lau
Papa HermannMichael Gwisdek
ReitsstallbesitzerFrank Röth
Herr MorgenthalPeter Rüthring
Frau MorgenthalDagmar Schwarz
Länge: 90 Minuten
Buch: Richard Reitinger
Regie: Roland Suso Richter
(Zweikanalton: Originalfassung/Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)

Ganzen Text anzeigen
Als die attraktive und eigensinnige Staatsanwältin Iris Herrmann in einem heiklen Fall von Tötung auf Verlangen in der Uniklinik die Ermittlungen übernimmt, lernt sie den Arzt Dr. Ruben Costa kennen und - für eine Nacht - lieben. Denn dass Costa sie wiedersehen will, ...

Text zuklappen
Als die attraktive und eigensinnige Staatsanwältin Iris Herrmann in einem heiklen Fall von Tötung auf Verlangen in der Uniklinik die Ermittlungen übernimmt, lernt sie den Arzt Dr. Ruben Costa kennen und - für eine Nacht - lieben. Denn dass Costa sie wiedersehen will, glaubt ihm Iris nicht. Genauso wenig wie sie glaubt, gewisse motorische Störungen ernst nehmen zu müssen, die sich seit einigen Monaten bei ihr verschlimmern. Doch als sie nach einem starken Hustenanfall im Krankenhaus landet, steht nach einigen Untersuchungen fest, dass sie an der tödlichen Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose - ALS - leidet. Für Iris bricht eine Welt zusammen. Als sie Costa zu Hause aufsucht, weil sie in ihm den Schuldigen für ihre sofortige Beurlaubung als Staatsanwältin sieht, trifft sie völlig unerwartet auf den 13-jährigen Max, Costas querschnittsgelähmten Sohn, der alles über Iris und ihre Krankheit zu wissen scheint. Aus dieser Begegnung erwächst für beide ein neuer Lebenssinn.
Roland Suso Richter hat das gleichnamige Buch von Richard Reitinger hochemotional, aber nicht kitschig inszeniert. Veronica Ferres spielt die Hauptrolle in diesem Drama.


Seitenanfang
19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


Seitenanfang
19:10
Stereo-Ton

Kulturzeit extra: Totentänze

Moderation: Andrea Meier

Mit dem Gast: Thomas Macho
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Von weiten Teilen der Gesellschaft "totgeschwiegen", wird das Ende unseres irdischen Daseins von Medien, Kunst und Wissenschaft gerade enttabuisiert: Seitdem in Fernsehkrimis und diversen Talkshows Pathologen immer stärker ins Rampenlicht rücken, verzeichnet das ...

Text zuklappen
Von weiten Teilen der Gesellschaft "totgeschwiegen", wird das Ende unseres irdischen Daseins von Medien, Kunst und Wissenschaft gerade enttabuisiert: Seitdem in Fernsehkrimis und diversen Talkshows Pathologen immer stärker ins Rampenlicht rücken, verzeichnet das Berufsbild ein steigendes Interesse. Doch das Angesicht des Todes wird nicht nur von ihnen akribisch analysiert und ausgewertet, auch die Ausstellungen eines Gunther von Hagens und die Fotoporträts gerade Verstorbener sorgen für große Aufmerksamkeit und lenken den Blick auf das Sterben und den sich verändernden Umgang mit diesem Thema. Dazu trägt auch die in den verschiedenen europäischen Ländern heftig geführte Debatte um Sterbehilfe bei. Was führte zu dieser Renaissance in der Beschäftigung mit dem Tod?
"Kulturzeit extra" spricht in der Sendung "Totentänze" am 3sat-Thementag "Bruder Tod" mit dem Berliner Kulturwissenschaftler Thomas Macho. Die Todesdarstellungen zeitgenössischer bildender Künstler wie die von Jonathan Meese und Markus Lüpperts werden dem frechen "Tödlein" des Barocks gegenübergestellt. Große Werke der Musikgeschichte beklagen und feiern das Lebensende. Warum kann die traurige Musik eines Requiems trösten und befreien, und welche Anziehungskraft übt das Sterben auf Popmusiker aus? Ein Blick nach Wien zeigt, wie die Faszination "Tod" eine ganze Stadt geprägt hat: "Kulturzeit extra: Totentänze" erkundet die Begräbniskultur in der österreichischen Hauptstadt, die nicht hier nur in einem epochalen Wandel begriffen ist. Uns schließlich bietet kaum ein Schrecken so eine dankbare Steilvorlage für Witze: "Totentänze" zeigt auch Komisches zum "Totlachen".


Seitenanfang
19:55
Stereo-Tonschwarz-weiss monochrom16:9 Format

Rendezvous mit einer Toten

Kurzfilm von Pauline Flory, Deutschland 2008

Länge: 3 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Ein Mann und eine Frau verbringen eine Nacht in zärtlicher Umarmung. Am nächsten Morgen wacht er allein auf und muss feststellen, dass er sich die ersehnte Begegnung mit der Verstorbenen nur erträumt hat.
Ein raffiniertes, symbolisches Spiel mit zwei gezeichneten ...

Text zuklappen
Ein Mann und eine Frau verbringen eine Nacht in zärtlicher Umarmung. Am nächsten Morgen wacht er allein auf und muss feststellen, dass er sich die ersehnte Begegnung mit der Verstorbenen nur erträumt hat.
Ein raffiniertes, symbolisches Spiel mit zwei gezeichneten Figuren, in dem der schwarze Mann für das Diesseits und die "unsichtbare", weiße Frau für das Jenseits steht. Sie lebt nur in der Umarmung des Mannes, in seiner Imagination. Pauline Flory hat den Film Bild für Bild mit der Hand gezeichnet, dann gescannt und anschließend im Computer animiert. Flory ist Studentin der Animation an der Kunsthochschule für Medien in Köln (KHM). Davor studierte sie Kupferstich und Radierung an der "Ecole Estienne" in Paris und an der Kunsthochschule "Villa Arson" in Nizza. "Rendezvous mit einer Toten" ist einer von mehreren Animations-Kurzfilmen, die im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen ZDF/3sat und der KHM entstanden sind.


Seitenanfang
20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


Seitenanfang
20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Rainer Pause: Das letzte Gericht

Erstausstrahlung

Regie: Peter Schönhofer

Ganzen Text anzeigen
Ein Kabarettprogramm zum Thema Tod? Ja, das geht, vor allem dann, wenn sich der Kabarettist Rainer Pause dieses Tabuthemas annimmt. Sein Bühnen-Ich Fritz Listmann ist Bestatter geworden. Während er gemeinsam mit dem als Trauergemeinde fungierenden Publikum auf Jupps ...

Text zuklappen
Ein Kabarettprogramm zum Thema Tod? Ja, das geht, vor allem dann, wenn sich der Kabarettist Rainer Pause dieses Tabuthemas annimmt. Sein Bühnen-Ich Fritz Listmann ist Bestatter geworden. Während er gemeinsam mit dem als Trauergemeinde fungierenden Publikum auf Jupps Asche wartet, beginnt er gemäß seinem Motto "Unter der Erde liegt unsere Zukunft begraben" zu plaudern. Er philosophiert über die Todesstrafe, über Selbstmord und Grabredner aus dem Osten. Selbst das Köpfen eines Frühstückseis lässt in Litzmann noch morbide Gedanken aufkommen.
Rainer Pause spielt sein Programm "Das letzte Gericht" an "Originalschauplätzen", in Friedhofshallen und Bestattungsinstituten. Die 3sat-Aufzeichnung fand in einem Bonner Bestattungsinstitut statt.


Seitenanfang
21:00
Stereo-Ton16:9 Format

Zwei Sterben

Kurzfilm von Marc Rühl, Deutschland 2008

Länge: 3 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Ein kleiner Junge wird mit dem Tod seines Haustiers konfrontiert. Er begreift nicht, was eigentlich passiert ist. Seine Mutter erklärt ihm, dass es für Hunde einen Hundehimmel gäbe. Damit gibt sich der Junge zufrieden - bis zu dem Tag, an dem ein anderes ...

Text zuklappen
Ein kleiner Junge wird mit dem Tod seines Haustiers konfrontiert. Er begreift nicht, was eigentlich passiert ist. Seine Mutter erklärt ihm, dass es für Hunde einen Hundehimmel gäbe. Damit gibt sich der Junge zufrieden - bis zu dem Tag, an dem ein anderes Familienmitglied stirbt ...
Marc Rühl, Student an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG) im Bereich Visuelle Kommunikation, erzählt eine originelle, pointierte Geschichte, die mit den Vorstellungen vom Jenseits auf humorvolle Weise spielt. Real gedrehte Szenen werden mit optischen Tricks verfremdet und mit Zeichentrickpassagen kombiniert. "Hundehimmel" ist einer von mehreren Animations-Kurzfilmen, die im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen ZDF/3sat und der HfG Offenbach entstanden sind.


Seitenanfang
21:05
16:9 Format

Jenseits von allem

Mit der Geisterbahn durch Österreich

Dokumentation von Gerald Teufel

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Eine ganz eigene Beziehung zum Tod sagt man den Österreichern, insbesondere den Wienern, nach. Wie banal und manchmal brutal das letzte Ende sein kann, zeigen beispielsweise die Grabsprüche, die der Kunstschmied Hans Guggenberger in Kramsach in Tirol zusammengetragen ...
(ORF/3sat)

Text zuklappen
Eine ganz eigene Beziehung zum Tod sagt man den Österreichern, insbesondere den Wienern, nach. Wie banal und manchmal brutal das letzte Ende sein kann, zeigen beispielsweise die Grabsprüche, die der Kunstschmied Hans Guggenberger in Kramsach in Tirol zusammengetragen hat. Ein Beispiel: "Hier liegt Martin Krug, der Kinder, Weib und Orgel schlug." Wem das zu despektierlich ist, der erfreut sich vielleicht an 1.200 bemalten Schädeln im Beinhaus von Hallstatt. Oder dann doch lieber am Reliquienschrein in Klein-Mariazell? Dort werden nahezu 500 Reliquien von Heiligen und Seligen aus fast allen Jahrhunderten der Kirchengeschichte verehrt: Knochensplitterchen, die vom Heiligen Petrus bis zum seligen Karl, dem letzten Kaiser von Österreich, stammen sollen. Im Wiener Kriminalmuseum findet der Besucher hingegen umfangreiche Berichte von Morden, die zum Teil bis ins Mittelalter zurückreichen. Reliquien hingerichteter Verbrecher machen das Museum auch zu einer ungewöhnlichen Gedenkstätte des Todes, während man am Wiener Zentralfriedhof den Tod sogar verstecken wollte - mittels pneumatischer Rohrpost, die die Anwohner "deprimierenden" Leichenzüge ersetzen sollte. Seinen Meister hat der Tod in Wien gefunden, wie der österreichische Schauspieler und Schriftsteller Helmut Qualtinger meint: "In Wien muss't erst sterben, damit sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst lang".
Die Dokumentation "Jenseits von allem" von Gerald Teufel lädt zu einer Geisterbahnfahrt durch Österreich ein. Die Todestour führt räumlich von Tirol bis ins Burgenland, zeitlich vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Serviert werden ausgewählt makabre Schmankerln - ganz so, wie es sich für einen Leichenschmaus gehört. Mit dabei sind Künstler, Bestattungsredner, Liedermacher, Sammler, Philosophen und ein Intensivmediziner. Sie machen die Geschichte des Todes auf dieser Reise durch die Zeit lebendig.
(ORF/3sat)


Seitenanfang
21:50
Stereo-Ton16:9 Format

Und wenn wir dann im Himmel sind

Kurzfilm von Daniela Risch, Deutschland 2008

Länge: 4 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Ein junger Mann gründet zusammen mit seiner jungen Frau eine Familie. An ihrem Küchentisch können wir miterleben, wie alles hoffnungsvoll beginnt und doch traurig endet. Es ist schon lange her, aber die Möbel spielen uns die Geschichte noch einmal vor, vom ersten ...

Text zuklappen
Ein junger Mann gründet zusammen mit seiner jungen Frau eine Familie. An ihrem Küchentisch können wir miterleben, wie alles hoffnungsvoll beginnt und doch traurig endet. Es ist schon lange her, aber die Möbel spielen uns die Geschichte noch einmal vor, vom ersten Rendezvous, dem Einrichten des Heimes und der Geburt der zwei Kinder.
Es ist ein sehr persönlicher Film, den Daniela Risch mit den Gedichtzeilen beginnt: "Alles was auf der Welt ist, stirbt. Und wenn wir dann weiterleben, zum Beispiel im Himmel, regnet es." (Matthias Göritz aus "Für Wolodja in Moskau"). Daniela Risch ist Studentin an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Sie lebt in Berlin und Essen und arbeitet seit mehreren Jahren als Installationskünstlerin und Fotografin. "Und wenn wir dann im Himmel sind" ist einer von mehreren Animations-Kurzfilmen, die im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen ZDF/3sat und der KHM entstanden sind.


Seitenanfang
21:55
Stereo-Ton

Das geliebte Leben

Dokumentarfilm von Claudia und Günter Berghaus,

Deutschland 2007

Länge: 55 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
Nur noch zu Hause in den eigenen vier Wänden leben. Nicht mehr rauskommen, dorthin, wo das Leben pulsiert. Die fast 90-jährige Friseurin Erna Koglin wartet nach einem erfüllten Leben auf den Tod. Sie trägt es mit Fassung und Humor. Rettungsanker und Verbindung zur ...

Text zuklappen
Nur noch zu Hause in den eigenen vier Wänden leben. Nicht mehr rauskommen, dorthin, wo das Leben pulsiert. Die fast 90-jährige Friseurin Erna Koglin wartet nach einem erfüllten Leben auf den Tod. Sie trägt es mit Fassung und Humor. Rettungsanker und Verbindung zur Außenwelt ist ihre 55-jährige Tochter Ingeborg. Sie stellt für die Mutter ihr eigenes Leben zurück und regelt das Sterben der Mutter mit allem was dazugehört. Vor beiden liegt ein schwerer Abschied. Darf man sich zu Lebzeiten überhaupt schon um den Tod eines geliebten Menschen kümmern? Diese Frage treibt auch Ingrid Heltzel um. Mit ihrem 30 Jahre älteren Ehemann Rudolf kann sie über seinen bevorstehenden Tod nicht reden. Sie sucht Hilfe beim Bestatter. Der Gedanke an den endgültigen Abschied schnürt ihr die Kehle zu. Der 97-jährige Maler und Bildhauer Rudolf Heltzel ist ihre große, späte Liebe. Das abrupte Schwinden der Kräfte und der eigenen Identität wird zu einem Kampf mit der Zeit, das Bestattungshaus zum Ort der letzten Ausstellung.
Der authentische, leise, aber auch bisweilen humorvolle Dokumentarfilm von Claudia und Günter Berghaus schildert die Zeit kurz vor dem Tod und über einen Abschied auf Raten. Zwei Geschichten vom nahen Ende und einem sehr bewussten Umgang mit dem Sterben. Jede Minute wird ausgekostet, jeden Tag halten seine Protagonisten von Neuem am geliebten Leben fest.


Seitenanfang
22:45
16:9 Format

Gez: Tod

Kurzfilm von David Jahn, Deutschland 2008

Länge: 4 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
In alltäglichen Szenen lauert bereits eine Ahnung vom Sterben und vom Tod: auf dem Spielplatz, in der U-Bahn, auf der Autobahn und anderswo. Wir sehen ihn nicht, aber er lässt sich zeichnen: "Gez.: Tod". Durch fließende Übergänge zwischen real gedrehten Szenen und ...

Text zuklappen
In alltäglichen Szenen lauert bereits eine Ahnung vom Sterben und vom Tod: auf dem Spielplatz, in der U-Bahn, auf der Autobahn und anderswo. Wir sehen ihn nicht, aber er lässt sich zeichnen: "Gez.: Tod". Durch fließende Übergänge zwischen real gedrehten Szenen und verfremdenden Zeichentricksequenzen wird ein Blick hinter die Fassade des Gegenwärtigen und Diesseitigen möglich.
David Jahn, Student der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG), entwirft in seinem animierten Kurzfilm ein verblüffendes, doppelbödiges Trompe l'oeil, eine Skizze des Jenseits im Diesseits. "Gez.: Tod" ist einer von mehreren Animations-Kurzfilmen, die im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen ZDF/3sat und der HfG Offenbach entstanden.


Seitenanfang
22:50
Dolby-Digital Audio16:9 FormatVideotext Untertitel

Die Invasion der Barbaren

(Les invasions barbares)

Spielfilm, Kanada/Frankreich 2003

Darsteller:
RémyRémy Girard
SébastienStéphane Rousseau
NathalieMarie-Josée Croze
GaëlleMarina Hands
LouiseDorothée Berryman
Schwester ConstanceJohanne-Marie Tremblay
PierrePierre Curzi
ClaudeYves Jacques
DianeLouise Portal
u.a.
Länge: 93 Minuten

Ganzen Text anzeigen
Der altlinke Geschichtsprofessor Rémy, ein hedonistischer Freigeist und obsessiver Liebhaber schöner Frauen, liegt im Sterben. Sein Sohn Sébastien, der als wohlhabender Investmentbanker in London lebt, hat sich wegen seiner angepassten Lebensweise den Zorn und den Spott ...
(ARD)

Text zuklappen
Der altlinke Geschichtsprofessor Rémy, ein hedonistischer Freigeist und obsessiver Liebhaber schöner Frauen, liegt im Sterben. Sein Sohn Sébastien, der als wohlhabender Investmentbanker in London lebt, hat sich wegen seiner angepassten Lebensweise den Zorn und den Spott des Vaters zugezogen. Nur auf den ausdrücklichen Wunsch seiner Mutter Louise kommt er nach Montreal ans Krankenbett. Die Zustände in dem maroden, hoffnungslos überbelegten Hospital sind chaotisch. Rémys Bett steht auf dem Gang, es herrscht eine Hektik wie in einer Fußgängerzone. Da für Sébastien Geld keine Rolle spielt, besticht er die bürokratische Direktorin und die korrupten Gewerkschaftler, um dem Vater erst einmal ein Einzelzimmer zu verschaffen. Mit dem nötigen Kleingeld lässt Sébastien auch Rémys Freunde aus aller Welt einfliegen, die am Sterbebett ihres Genossen geistreich über Sex und ideologische Verirrungen parlieren. Als die Schmerzen des Krebskranken unerträglich werden, besorgt Sébastien mit Hilfe von Nathalie - der drogensüchtigen Tochter einer von Rémys Mätressen - sogar Heroin, um dem alten Herrn einen menschenwürdigen Abgang zu ermöglichen ...
"Die Invasion der Barbaren" ist eine vergnügliche Fortsetzung des Intellektuellen-Kultfilms "Der Untergang des amerikanischen Imperiums" von 1986. Noch einmal versammelt der frankokanadische Regisseur Denys Arcand ("Jesus von Montreal") die gleiche Darstellerriege, um mit dem charmant-verantwortungslosen Antihelden Rémy als Kronzeugen zu einer satirisch-feinsinnigen Generalabrechnung mit dem "ancien régime" der 1968er auszuholen. Trotz des pessimistischen Untertons findet Arcand zu einem heiteren Fazit: Wer sein Leben dem Wein, der Literatur und den Frauen gewidmet hat, stirbt einen schönen Tod. Nicht zufällig wurde die unterhaltsame und anrührende Tragikomödie mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet.
(ARD)


Seitenanfang
0:25
schwarz-weiss monochrom

Die Rache des Toten

(The Walking Dead)

Spielfilm, USA 1936

Darsteller:
NolanRicardo Cortez
LoderBarton MacLane
John ElmanBoris Karloff
NancyMarguerite Churchill
Dr. BeaumontEdmund Gwenn
JimmyWarren Hull
u.a.
Länge: 63 Minuten
Regie: Michael Curtiz

Ganzen Text anzeigen
Furchtlos tritt Richter Shaw dem organisierten Verbrechen entgegen. Damit stört er die Geschäfte der lokalen Gangster Loder, Merritt, Blackstone und ihres Anwalts Nolan. Sie lassen Shaw ermorden und lenken den Verdacht auf den gerade aus dem Gefängnis entlassenen John ...
(ARD)

Text zuklappen
Furchtlos tritt Richter Shaw dem organisierten Verbrechen entgegen. Damit stört er die Geschäfte der lokalen Gangster Loder, Merritt, Blackstone und ihres Anwalts Nolan. Sie lassen Shaw ermorden und lenken den Verdacht auf den gerade aus dem Gefängnis entlassenen John Elman, der einst von Shaw zu Unrecht hinter Gitter gebracht wurde. In der Tatnacht wird er mit einem Detektivauftrag vor Shaws Haus gelotst, wo ihn die Polizei festnimmt. Der gerissene Nolan übernimmt Elmans Verteidigung und sorgt dafür, dass der Prozess zügig zu Ende geht. Erst, als Elman bereits auf dem elektrischen Stuhl sitzt, brechen die beiden Entlastungszeugen, der junge Forscher Jimmy und seine Kollegin Nancy, ihr Schweigen, doch es ist zu spät. Jimmys Chef Dr. Beaumont, der schon tote Tiere reanimiert hat, nutzt die Gelegenheit, sein Wissen bei einem Menschen anzuwenden. Es gelingt ihm tatsächlich, Elman zurück ins Leben zu holen, doch der ist zur melancholischen, unerlösten Seele geworden. Elman macht sich zielstrebig auf den Weg zu jenen, die ihn auf dem Gewissen haben. Es kommt zu einer Reihe von schrecklichen Begegnungen.
Boris Karloff war der legendäre Hauptdarsteller der frühen Frankenstein-Filme des Universal-Studios. Die faszinierende Figur des melancholischen, unerlösten Opfers prägt auch seine Rolle in dem Film des "Casablanca"-Regisseurs Michael Curtiz. Curtiz gelang ein spannender Grusel-Thriller, der vor allem durch eine dichte, düstere Atmosphäre in seinen Bann zieht. "Die Rache des Toten" bildete nach "The Mad Genius" (1932) und "Alias The Doctor" (1933) den Abschluss einer Trilogie von Horrorfilmen des Warner-Studios über entfesselte medizinische Experimente zwischen Leben und Tod.
(ARD)


Seitenanfang
1:30
16:9 Format

Die Wiedervereinigung der Familie Hofenberg

Kurzfilm von Daniel Frerix, Deutschland 2008

Länge: 4 Minuten
Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigen
In einer wüstenähnlichen Jenseitslandschaft ziehen zwei "Baale", Priesterwesen aus dem Jenseits, einen "Desh", ein Orakelwesen aus dem Jenseits, aus einem Milchloch heraus. Aus dem Mund des Deshs entweicht ein helles Licht, welches durch einen Wolkenhimmel fliegt, in ...

Text zuklappen
In einer wüstenähnlichen Jenseitslandschaft ziehen zwei "Baale", Priesterwesen aus dem Jenseits, einen "Desh", ein Orakelwesen aus dem Jenseits, aus einem Milchloch heraus. Aus dem Mund des Deshs entweicht ein helles Licht, welches durch einen Wolkenhimmel fliegt, in einem weltlichen Dorf kurz zwischen den Häusern verschwindet und schließlich wieder im Mund des Deshs landet.
Der experimentelle Kurzfilm erzählt die Geschichte eines sterbenden Familienmitglieds aus der Perspektive des Jenseits. Daniel Frerix studiert seit 2002 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG) mit Schwerpunkt Film. Seine zumeist experimentellen Kurzfilme liefen unter anderem auf dem European Media Art Festival, der Europäischen Kurzfilmbiennale Ludwigsburg und der Videonale Bonn. Seit 2005 arbeitet er an "Rungu Lufus", seinem ersten Science-Fiction Langspielfilm. "Die Wiedervereinigung der Familie Hofenberg" ist einer von mehreren Animations-Kurzfilmen, die im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen ZDF/3sat und der HfG Offenbach entstanden sind.


Seitenanfang
1:35
Stereo-Ton16:9 Format

Halloween. Die lange Nacht der Kelten

Film von Lavinia Darby und Jimmy Duggan

Ganzen Text anzeigen
Das Wort "Halloween" entstand aus dem Englischen "All Hallows Eve" - "Vorabend von Allerheiligen" - und bezeichnet die Nacht vom 31. Oktober zum Allerheiligenfest. 835 nach Christus verlegte die katholische Kirche den Feiertag vom ersten Sonntag nach Pfingsten auf den 1. ...

Text zuklappen
Das Wort "Halloween" entstand aus dem Englischen "All Hallows Eve" - "Vorabend von Allerheiligen" - und bezeichnet die Nacht vom 31. Oktober zum Allerheiligenfest. 835 nach Christus verlegte die katholische Kirche den Feiertag vom ersten Sonntag nach Pfingsten auf den 1. November - das Datum der keltischen Neujahrsfeier. Samhain - Fest der untergehenden Sonne - bedeutet Ende des Sommers. Der Beginn der dunklen Jahreszeit, in der die Mächte der Dunkelheit die Herrschaft anstreben, wird auch als Fest der Toten gefeiert. Die Seelen der Verstorbenen kehren in der besonderen Nacht angeblich noch einmal auf die Erde zurück. Die Geister gilt es mit Opfern zu besänftigen. Masken, Zaubersprüche und magische Rituale sollen sie abwehren. Die Katholiken beten an Allerheiligen für die Seelen der Heiligen. Einen Tag später, an Allerseelen, gedenken sie allen Verstorbenen. Keltische und christlichen Bräuche vermischten sich und gelangten mit irischen Auswanderern nach Amerika. Dort fassten sie als Karnevalsersatz Fuß. Aus einer Rübe wurde das bekannteste Symbol für die Feierlichkeiten vor Allerheiligen, ein ausgehöhlter und von innen beleuchteter Kürbis. Schließlich kam der Brauch in stark abgewandelter und kommerzialisiertes Form nach Europa zurück.
Der Film erzählt die Geschichte von Halloween.


Seitenanfang
2:15

Büffel, Blut und Bambus

Menschen in Indonesien

Film von Robert Hetkämper

Ganzen Text anzeigen
Wenn auf der indonesischen Insel Sulawesi ein Angehöriger des Adels stirbt, bedeutet das auch den Tod vieler Wasserbüffel. Denn das Volk der Toraja feiert riesige Totenfeste, Tausende von Gästen sind geladen, um dem Verstorbenen Respekt zu erweisen - und zu Ehren des ...
(ARD/SWR)

Text zuklappen
Wenn auf der indonesischen Insel Sulawesi ein Angehöriger des Adels stirbt, bedeutet das auch den Tod vieler Wasserbüffel. Denn das Volk der Toraja feiert riesige Totenfeste, Tausende von Gästen sind geladen, um dem Verstorbenen Respekt zu erweisen - und zu Ehren des Toten werden Büffelkämpfe in gefluteten Reisfeldern veranstaltet. Der Büffel wird von den Toraja verehrt. Ihre traditionellen Häuser haben riesige an beiden Enden hochgewölbte Dächer, die an die Hörner des Wasserbüffels erinnern.
Der Film zeigt alle Phasen der Beerdigung eines Toraja-Königs. Er selbst ist stets in Form einer lebensgroßen Holzplastik präsent.
(ARD/SWR)


Seitenanfang
2:45

Edward kehrt heim

Totenfeier in der Südsee

Film von Thomas Euting

Ganzen Text anzeigen
Edward, der Häuptling des Stammes der Wagaluma, ist in Port Moresby, der Hauptstadt von Papua Neuguinea, gestorben. Nun bringt ihn ein klappriges Flugzeug zurück auf seine Heimatinsel Kiriwina. Die gesamte Bevölkerung steht schweigend am Rand des holprigen ...

Text zuklappen
Edward, der Häuptling des Stammes der Wagaluma, ist in Port Moresby, der Hauptstadt von Papua Neuguinea, gestorben. Nun bringt ihn ein klappriges Flugzeug zurück auf seine Heimatinsel Kiriwina. Die gesamte Bevölkerung steht schweigend am Rand des holprigen Landestreifens und schaut zu, wie der Sarg mit Edwards Leichnam unter der gleißenden Äquatorsonne vom Flugzeug zum Lastwagen getragen wird. Plötzlich durchschneidet ein gellender Schrei die Stille: Edwards Schwester Bokota klammert sich an den Sarg, in Trance überschlägt sich ihre Stimme - so lange, bis die umstehenden Frauen in ihre Totenklage mit einstimmen. Kreischend und schluchzend werfen sie ihre Köpfe in den Nacken, wie in Krämpfen zucken ihre Arme und Hände gen Himmel. Ebenso plötzlich Totenstille: Das Rauschen des Windes in den Palmwipfeln verkündet die Ankunft der letzten Gäste: die fliegenden Hexen, die aus ihren Erdlöchern hervorgekrochen und hierher geschwebt sind, um vom Fleisch des toten Edward zu essen. Ein Aberglaube aus einer Zeit, als auf den Trobriand-Inseln in der Südsee noch Kannibalismus herrschte.
Thomas Euting war bei Edwards Totenfeier zu Gast und konnte die eigenartige Mischung aus christlicher Beerdigung und einheimischen Bräuchen dokumentieren.


Seitenanfang
3:00

Das Seemannsgrab

Matrose Heinsohns letzte Fahrt

Reportage von Lutz G. Wetzel

Ganzen Text anzeigen
Acht Grad Nord, 54 Grad West: An dieser Stelle der Nordsee ist der Friedhof der Seeleute. 1962 versanken dort in einer Sturmnacht die Schiffe "Onde" und "Fidis" und rissen viele Menschen in den Tod. Dieser traurige Ort auf dem Meer ist inzwischen von den Behörden für ...
(ARD/NDR)

Text zuklappen
Acht Grad Nord, 54 Grad West: An dieser Stelle der Nordsee ist der Friedhof der Seeleute. 1962 versanken dort in einer Sturmnacht die Schiffe "Onde" und "Fidis" und rissen viele Menschen in den Tod. Dieser traurige Ort auf dem Meer ist inzwischen von den Behörden für Seebestattungen bestimmt worden. Auch der Matrose Jan "Ecki" Heinsohn wollte dort seine letzte Ruhestätte finden. Nach 40 Jahren Seefahrt strandete er, einsam und krank, im Bremerhavener Seemannsheim. Sein Wunsch war es, in einem Seemannsgrab beigesetzt zu werden. Im Alter von 60 Jahren starb Matrose Heinsohn. Er wurde eingeäschert, seine Urne den Wellen übergeben.
Ecki Heinsohn hatte Lutz G. Wetzel von seinem Leben auf See erzählt. Wetzel hat Heinsohn auch auf seiner letzten Fahrt begleitet, an Bord der "Jan Cux", einem Ausflugsdampfer mit Sondergenehmigung für Seebestattungen. Nur wenige Angehörige waren dabei, als Kapitän Detzkeit die Urne in der Nordsee versenkte. Erzählungen von Freunden und Verwandten zeichnen Ecki Heinsohns ruheloses Seemannsleben nach.
(ARD/NDR)


Seitenanfang
3:30

Letzte Rosen

Leben und Tod auf dem Friedhof

Film von Hanne Huntemann

Ganzen Text anzeigen
"Die Männer in Schwarz, die müssen den ganzen Tag eine Rolle spielen, das ist verdammt schwer", der Revierleiter vom Mainzer Hauptfriedhof weiß, was seine Arbeiter körperlich und vor allem seelisch zu leisten haben. Pünktlich um 11.00 Uhr öffnen sich die ...

Text zuklappen
"Die Männer in Schwarz, die müssen den ganzen Tag eine Rolle spielen, das ist verdammt schwer", der Revierleiter vom Mainzer Hauptfriedhof weiß, was seine Arbeiter körperlich und vor allem seelisch zu leisten haben. Pünktlich um 11.00 Uhr öffnen sich die Flügeltüren der Trauerhalle. Heraus treten vier Männer in schwarzen Anzügen. Sie tragen einen Sarg. Keine Trauerfeier diesmal, keine Musik, keine Trauergemeinde. Ein älterer Herr, in der Hand drei Rosen, folgt dem bescheidenen Zug. Sein Vater wird zu Grabe getragen. "Das geschieht häufiger", berichtet einer der Sargträger, "dass die Leute keine Trauerfeier mehr wollen. Das liegt an den Kosten." Vor dem Krematorium hält ein langes graues Fahrzeug. Ein Mann im dunkelgrauen Anzug steigt aus, er öffnet die hintere Tür des Wagens. Dahinter verbergen sich sechs Särge. Aus der Tür des Krematoriums tritt ein weiterer Mann mit Rollwagen und nimmt die Särge entgegen. Auf einem klebt ein Schild: Vorsicht! Infektiös! Die beiden Männer tragen Gummihandschuhe. Vier Särge werden in die Kühlboxen geschoben, einer in den glühenden Ofen. Der sechste bleibt stehen, wird mit Blumen geschmückt und mit dem Fahrstuhl nach oben geschickt. Die nächste Trauerfeier beginnt um 11.30 Uhr. Die Männer vom Friedhof begegnen tagtäglich dem, wovor die meisten flüchten: dem Tod und vor allem dem, was danach übrig bleibt.
Der Film fragt, wie sie zu diesem Beruf gekommen sind und wie mit ihrem Alltag fertig werden


Seitenanfang
4:00

Exklusiv ins Jenseits

Särgemacher in Ghana

Ganzen Text anzeigen
Überdimensionale Bierflaschen, Kühe, Boote und Fische - Särge mal ganz anders. Allesamt Unikate aus Holz geschnitzt und mit buntem Möbellack bepinselt. In der kleinen Tischlerei von Sidi Annan stehen sie zum Kauf bereit. Der Chef der kleinen Tischlerei im Süden Ghanas ...

Text zuklappen
Überdimensionale Bierflaschen, Kühe, Boote und Fische - Särge mal ganz anders. Allesamt Unikate aus Holz geschnitzt und mit buntem Möbellack bepinselt. In der kleinen Tischlerei von Sidi Annan stehen sie zum Kauf bereit. Der Chef der kleinen Tischlerei im Süden Ghanas hat nicht nur außergewöhnliche Totenbetten zu bieten, sondern alles, was sich die auf eine pompöse Beerdigung versessene Kundenseele wünscht. In Ghana ist das Ansehen eines Verstorbenen an seinem Begräbnis und dem extravaganten Sarg abzulesen. Darum ist die Kunst am Sarg in Ghana begehrt. Mittlerweile gibt es in der kleinen Stadt Teshi im Süden Ghanas sechs Designerfabriken für die letzte Ruhestätte - und für alle brummt das Geschäft mit dem Tod.
Der Film zeigt die exklusiven Särge, die manche Tote Ghana ins Jenseits befördern.


Seitenanfang
4:15

Allahs Bestatter - Muslime auf der letzten Reise

Reportage von Lutz Näkel und Lutz Vasoldt

Ganzen Text anzeigen
Der Tote macht Probleme: Eine Woche lang hatte der Staatsanwalt ihn nicht zur Bestattung freigegeben. Solange musste er in der Gerichtsmedizin bleiben. Erst heute morgen durfte Abdul Hadi Karada ihn abholen und zur Bestattung vorbereiten. Doch die Leiche ist starr gefroren ...
(ARD/SWR)

Text zuklappen
Der Tote macht Probleme: Eine Woche lang hatte der Staatsanwalt ihn nicht zur Bestattung freigegeben. Solange musste er in der Gerichtsmedizin bleiben. Erst heute morgen durfte Abdul Hadi Karada ihn abholen und zur Bestattung vorbereiten. Doch die Leiche ist starr gefroren und das macht die rituelle Totenwaschung alles andere als leicht. "Man gewöhnt sich an alles", sagt Karada - und wird an diesem Tag den Toten mit besonders warmem Wasser waschen. Doch die Zeit drängt, der Mann soll in Marokko bestattet werden. Und für den Nachmittag ist der Flug gebucht. Abdul Hadi Karada ist einer von ganz wenigen Bestattern in Deutschland, die Beerdigungen nach den Regeln des Islams vornehmen. Eine Dienstleistung, an der ein gläubiger Moslem nicht vorbeikommt: "Unser Prophet hat uns gezeigt, wie wir unsere Toten behandeln sollen", sagt Karada. "Und das ist Pflicht, das muss gemacht werden". Seit 1999 betreibt er sein Bestattungsunternehmen in Frankfurt-Höchst - und hat viel zu tun. Telefonate in die ganze Welt sind sein tägliches Geschäft. Denn auch wenn viele Muslime jahrzehntelang in Deutschland gelebt haben - begraben werden möchten sie meistens in der Heimat. Dann müssen Ausfuhr- und Personalpapiere besorgt und Flüge gebucht werden. Und natürlich muss der Tote für diese letzte Reise vorbereitet werden - auch nach den internationalen Luftfracht-Vorschriften. So geht der Verstorbene dann luftdicht im Zinksarg eingelötet zurück in das Land seiner Vorfahren: nach Marokko, Tunesien, Pakistan oder in die Türkei.
Lutz Näkel und Lutz Vasoldt haben den Bestatter Abdul Hadi Karada bei seinem Job begleitet. Sie drehten in Deutschland und Marokko und geben Einblicke in eine für Deutsche ebenso nahe wie fremde Welt.
(ARD/SWR)


Seitenanfang
4:45
Stereo-Ton16:9 Format

Bestattung aus dem Ballon

Wie Familie Weber Abschied nimmt

Film von Annette Wagner

Ganzen Text anzeigen
Tote werden bestattet. In den meisten Fällen auf einem Friedhof. Doch neuerdings wählen Hinterbliebene andere Orte und Zeremonien für ihren Abschied. Nach See- und Friedwaldbestattungen gibt es nun ein ganz neues Angebot: Bestattung aus einem Heißluftballon. Familie ...
(ARD/SWR)

Text zuklappen
Tote werden bestattet. In den meisten Fällen auf einem Friedhof. Doch neuerdings wählen Hinterbliebene andere Orte und Zeremonien für ihren Abschied. Nach See- und Friedwaldbestattungen gibt es nun ein ganz neues Angebot: Bestattung aus einem Heißluftballon. Familie Weber macht davon Gebrauch. Richard Weber hat seine erst 56-jährige Frau Brunhilde verloren. Der Ehemann und seine beiden Söhne wollen Brunhilde Webers Asche aus einem Heißluftballon über elsässischem Boden verstreuen. Otto Heißler organisiert Luftbestattungen. Sein Geschäft wickelt er im kleinen Grenzverkehr zwischen Baden und dem Elsass ab - denn in Deutschland besteht gesetzlicher Friedhofszwang. In Frankreich hingegen ist den Angehörigen freigestellt, wo die Toten ruhen. Was motiviert die Hinterbliebenen in der Familie Weber, von traditionellen Beisetzungsformen Abstand zu nehmen? Welche Gefühle und Erwartungen verbinden Vater und Söhne mit der Luftbestattung? Richard Weber war von der Idee der gemeinsamen letzten Reise sofort überzeugt. Sohn Karsten entschied sich, im Zeichen zeitgemäßer Mobilität, eher pragmatisch dafür: "Wer weiß, wohin es mich beruflich später verschlägt? Jahrzehntelang ein Grab in Homberg zu pflegen, das werde ich vermutlich nicht schaffen."
Filmautorin Annette Wagner hat die Webers auf ihrem Weg begleitet. Wie geht es ihnen auf der weiten Anfahrt zum Startpunkt - mit der Urne im Gepäck? Wie erleben sie Flug und Beisetzung? Und sechs Wochen später, bei einem Spaziergang im - per GPS metergenau festgehaltenen - Abwurfgebiet dann die bange Frage: War die Entscheidung richtig? Oder fehlt ihnen jetzt doch ein konkreter, nahegelegener Ort für ihre Trauer?
(ARD/SWR)


Seitenanfang
5:15
Stereo-Ton16:9 Format

Mexiko. Totenfest mit Pappmaché und Zuckerguss

Film von Joanna Michna und Thomas Wartmann

Ganzen Text anzeigen
Die ersten beiden Novembertage nennen die Mexikaner "los dias de los muertos" - die "Tage der Toten". Es sind die beiden wichtigsten Feiertage des Jahres. Sie werden begangen wie eine Mischung aus Weihnachten und Karneval. Schon in der letzten Oktoberwoche verwandelt sich ...
(ARD/SWR)

Text zuklappen
Die ersten beiden Novembertage nennen die Mexikaner "los dias de los muertos" - die "Tage der Toten". Es sind die beiden wichtigsten Feiertage des Jahres. Sie werden begangen wie eine Mischung aus Weihnachten und Karneval. Schon in der letzten Oktoberwoche verwandelt sich das ganze Land in ein Meer aus orangefarbenen Ringelblumen, denn sie gelten als die Blumen der Toten und als Wegweiser. Die Mexikaner glauben, dass die Verstorbenen an den ersten beiden Novembertagen zurückkommen, um den Hinterbliebenen einen Besuch abzustatten. Die ausgelegten Blüten weisen ihnen den Weg in die Häuser ihrer Familien. Dorthin, wo man schon seit Tagen für sie kocht und die Wohnung festlich hergerichtet hat. Überall in den Straßen werden für das große Ereignis Berge von grellbunten Dekorationen verkauft. Vor den Geschäften und auf den Märkten stapeln sich Totenköpfe aus Plastik oder Zuckerguss, riesige Skelette aus Pappmaché, Kerzen und anderer Altarschmuck sowie Brot und Naschereien in Knochen- oder Totenschädelform. Auch Betty fiebert auf die "dias de los muertos" hin. Ihr Großvater Agostin ist erst vor wenigen Monaten gestorben. Wie für alle Verstorbenen wird für ihn im Hause seiner Familie ein Willkommensaltar errichtet. Seine Enkelin Betty möchte ihn zusätzlich überraschen: mit einer Cavalera, einem großen Skelett aus Pappmaché. Denn sie weiß, einer der größten Wünsche des Großvaters war, einmal zu lernen, wie man diese bei den Mexikanern so beliebten Spaßfiguren herstellt. Stellvertretend für ihn macht sich Betty kurz vor Allerheiligen auf den Weg nach Mexiko-Stadt, denn dort leben die wahren Calavera-Künstler.
Der Film erzählt die Geschichte von Betty, einer jungen Mexikanerin, die ihrem verstorbenen Großvater Agostin posthum seinen größten Wunsch erfüllen möchte. Die "dias de los muertos" gehen auf vorspanische Traditionen zurück und wurden von der UNESCO auf die Liste des immateriellen Kulturerbes gesetzt.
(ARD/SWR)

Sendeende: 6:00 Uhr