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Dezember 2017
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Ostermontag - Montag, 24. März
Programmwoche 13/2008
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6:00
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Maurice Ravel: Tzigane

Rhapsodie für Violine und Orchester

Mit der Solistin: Bettina Boller
Es spielt das Radio Sinfonieorchester Basel
unter der Leitung von Matthias Bamert
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten ...

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
Nach einer schöpferischen Pause von mehreren Jahren hat Ravel 1924 "Tzigane" abgeschlossen. Es ist bekannt, dass sich Ravel während der Komposition von einer befreundeten Geigerin Paganinis Capricen vorspielen ließ. Das mag eine im ersten Moment verblüffende Eigenart des Werkes erklären: In der ersten Hälfte spielt die Geige solo ihre improvisiert wirkenden rhapsodischen Kadenzen.


6:15
Stereo-Ton

Schäfer der Puszta

Geschichte einer ungarischen Hirtenfamilie

Film von Katalin Petényi und Barna Kabay

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In Transdanubien, in den Hügeln von Bakony nördlich des Plattensees, lebt die Hirtin Vilma Kis Tóth. Ihre Ahnen waren als Hirten überall geehrt und geschätzt. Seit ihrer Kindheit arbeitet sie hart, schon als Achtjährige hat sie selbst die Schafe gemolken und Käse ...
(ARD/BR)

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In Transdanubien, in den Hügeln von Bakony nördlich des Plattensees, lebt die Hirtin Vilma Kis Tóth. Ihre Ahnen waren als Hirten überall geehrt und geschätzt. Seit ihrer Kindheit arbeitet sie hart, schon als Achtjährige hat sie selbst die Schafe gemolken und Käse gemacht. Jetzt, mit 78 Jahren, kümmert sie sich immer noch um die Haustiere, geht Schafe scheren und hilft bei der Geburt von Lämmern und Kälbern. Am Abend schreibt sie Bücher, denn sie will ihre Erinnerungen an die folgenden Generationen weitergeben. István Bende, 67 Jahre alt, ist Vilma Kis Tóths Cousin. Er und sein Sohn István Bende junior sind ebenfalls Hirten. Sein ganzes Leben hat der Senior im Freien verbracht, im Sommer in der Laubhütte, im Winter in einen Schafspelz gewickelt. In den 1950er Jahren weigerte er sich, der Kooperative beizutreten und versteckte sich mit seinen Schafen in den Wäldern. Sein Sohn István Bende junior achtet die Traditionen, ist jedoch bereits Vertreter der nächsten Generation. Der 26-Jährige organisiert seine Arbeit nach modernen Maßstäben, behält Angebot und Nachfrage im Blick. Er weiß, dass man als Hirte sowohl Wohnwagen als auch Handy benutzen kann. Wie ein Tierarzt kümmert er sich um kranke Tiere und verkauft die Lämmer nach Italien, wo die Nachfrage zu den christlichen Festtagen groß ist.
Katalin Petényi und Barna Kabay haben das Leben einer Hirtenfamilie begleitet, die noch weitgehend nach den Traditionen dieses alten Berufsstandes lebt.
(ARD/BR)


7:00

AmaZoonico

Ein Zoo im Urwald von Ecuador

Film von Hans Giffhorn und Hiltrud Jäschke

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Tapire, Jaguarundis, Wollaffen, Brillenbären und viele andere Tiere finden im "AmaZoonico" eine sichere Zuflucht. Es ist ein ungewöhnlicher Zoo im ostecuadorianischen Regenwald. Die meisten seiner Bewohner hat der staatliche Naturschutz einquartiert. Die Tiere stammen ...
(ARD/MDR)

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Tapire, Jaguarundis, Wollaffen, Brillenbären und viele andere Tiere finden im "AmaZoonico" eine sichere Zuflucht. Es ist ein ungewöhnlicher Zoo im ostecuadorianischen Regenwald. Die meisten seiner Bewohner hat der staatliche Naturschutz einquartiert. Die Tiere stammen von Märkten, wurden illegal gehalten oder Schmugglern abgenommen. Angelika Reimann und ihr Ehemann Remigio Canelos schufen diese "Arche Noah" am Rio Napo im oberen Amazonasbecken. Sie soll vor allem Durchgangsstation für beschlagnahmte oder verletzte Tiere auf ihrem Weg zurück in die Wildnis sein. Von Spenden kaufen sie so viel Urwald wie möglich für die Tiere auf, damit ihre Schützlinge im "AmaZoonico" wirklich nur Gäste auf Zeit bleiben. Für Touristen ist der "AmaZoonico" ein Geheimtipp, können sie doch hier die Tierarten kennen lernen, die aus den erschlossenen Regionen des Regenwaldes längst verschwunden sind. Doch auch viele Menschen aus der Umgebung kommen hierher, um mehr über die heimische Tierwelt zu erfahren.
Hans Giffhorn und Hiltrud Jäschke stellen den Zoo im Urwald von Ecuador vor.
(ARD/MDR)


7:30
Stereo-Ton16:9 Format

Alpenpanorama



"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten vor allem aus dem Alpenraum und informiert über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
(ORF/3sat)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


9:05
Stereo-Ton16:9 Format

Der Jakobsweg - zu Fuß bis ans Ende der Welt

Film von Kamran Safiarian und Jan Frerichs

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Immer mehr Menschen machen sich im Zeichen der Muschel jedes Jahr auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Ist die traditionelle Pilgerreise zu einem modernen touristischen Abenteuer geworden, bei der Radfahrer und Wandervögel ihre sportlichen Grenzen ausloten oder ...

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Immer mehr Menschen machen sich im Zeichen der Muschel jedes Jahr auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Ist die traditionelle Pilgerreise zu einem modernen touristischen Abenteuer geworden, bei der Radfahrer und Wandervögel ihre sportlichen Grenzen ausloten oder junge Brasilianerinnen die Reise nach Europa nutzen, um einen geeigneten Ehemann zu finden? So vielfältig die Motive der Pilger sind, so scheint doch alle die Suche nach einer besonderen Erfahrung zu vereinen.
Die Autoren haben eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela gemacht und berichten vor allem von den Pilgerinnen und Pilgern, denen sie unterwegs auf Feldwegen, Landstraßen, in Dörfern und Städtchen, Pensionen und Herbergen im Nordwesten Spaniens begegnet sind.


9:35
Stereo-Ton16:9 Format

Das Alphorn

Film von Stefan Schwietert

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Weltweit wird das Alphorn mit der Schweiz in Verbindung gebracht, denn dort wird es oft als Werbeträger für Alpentourismus oder als Symbol für echtes Bergschweizertum eingesetzt. Die klanglichen Möglichkeiten dieses erstaunlichen Musikinstruments sind noch lange nicht ...

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Weltweit wird das Alphorn mit der Schweiz in Verbindung gebracht, denn dort wird es oft als Werbeträger für Alpentourismus oder als Symbol für echtes Bergschweizertum eingesetzt. Die klanglichen Möglichkeiten dieses erstaunlichen Musikinstruments sind noch lange nicht ausgeschöpft.
Stefan Schwietert stellt drei maßgebliche Erneuerer der Alphornmusik vor und begibt sich auf die Suche nach den kulturellen Wurzeln dieses Instruments. Er beschreibt seine Tradition ebenso wie seinen ideologischen Missbrauch und seine "Wiederentdeckung" durch eine neue Musikergeneration.


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10:50
schwarz-weiss monochrom

Shakespeare - Liebe Macht Tod

Ein Sommernachtstraum

(A Midsummer Night's Dream)

Spielfilm, USA 1935

Darsteller:
TheseusIan Hunter
EgeusGrant Mitchell
ZettelJames Cagney
LysanderDick Powell
FluteJoe E. Brown
PuckMickey Rooney
HermiaOlivia de Havilland
u.a.
Länge: 128 Minuten
Regie: Max Reinhardt
Regie: William Dieterle

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Der Athener Lysander ist in die schöne Hermia verliebt. Doch ihr Vater Egeus will sie mit Demetrius verheiraten. Lysander und Hermia fliehen in den Wald, wo der Elfenkönig Oberon mit seiner Gattin Titania im Streit liegt. Um sich Titania gefügig zu machen, benetzt er ...
(ARD)

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Der Athener Lysander ist in die schöne Hermia verliebt. Doch ihr Vater Egeus will sie mit Demetrius verheiraten. Lysander und Hermia fliehen in den Wald, wo der Elfenkönig Oberon mit seiner Gattin Titania im Streit liegt. Um sich Titania gefügig zu machen, benetzt er die Augen der Schlafenden mit einer Zaubertinktur, durch die sie beim Erwachen denjenigen für immer lieben muss, den sie als erstes erblickt. Seinem Troll Puck erteilt Oberon den Auftrag, mit der Zaubertinktur auch bei dem Athener Demetrius nachzuhelfen, der Lysander und Hermia in den Wald gefolgt ist. Demetrius hat nur Augen für Hermia und verschmäht die an seiner Seite schmachtende Helena. Die Nacht bricht herein. Kaum sind Lysander und Demetrius eingeschlafen, verabreicht der schalkhafte Puck entgegen der Anweisung Oberons das Mittel Lysander und Demetrius gleichermaßen. Bei ihrem Erwachen arrangiert er die Dinge so, dass das Herz der beiden Männer jetzt nur noch für die bisher verschmähte Helena schlägt. Helena hält die unerwarteten Liebesbeteuerungen der beiden Männer für einen "grausamen Scherz" - auch die plötzlich von beiden verschmähte Hermia versteht die Welt nicht mehr. Als schließlich Titania erwacht, läuft ihr nicht Oberon über den Weg, sondern der Weber Zettel, der mit anderen Handwerkern in den Wald gezogen war, um für die Hochzeitsfeier des Herzogs von Athen eine Tragödie zu proben. Puck hat Zettel in einen Esel verwandelt, der nun von der Elfenkönigin zärtlich liebkost wird. Die Verwirrung der Gefühle ist komplett.
Max Reinhardts Inszenierungen des "Sommernachtstraums" waren von 1905 bis 1933 Höhepunkte der deutschen Theatergeschichte. Ein Jahr nach seiner Emigration schuf Reinhardt zusammen mit William Dieterle eine bemerkenswerte Hollywood-Version der sprachgewaltigen Shakespeare-Komödie. Die mit 1,5 Millionen Dollar üppig budgetierte Produktion ist glanzvoll ausgestattet und mit filmischer Trickzauberei fantasievoll umgesetzt.

Um 22.45 Uhr folgt im Rahmen des Shakespeare-Schwerpunkts der Spielfilm "Ran".

(ARD)


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13:00
Stereo-Ton16:9 Format

ZIB



Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.
(ORF)


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13:10

Naturparadies Müritz

Film von Norbert Wank

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Ob auf dem Hausboot, beim Fischzüchter oder lokalen Direktverkäufer von Lebensmitteln: Die Müritz-Region an der Mecklenburgischen Seenplatte ist ein Paradies für Naturliebhaber. Nicht nur Touristen - auch die Bewohner der Gegend, die vielfach nur mit den Sorgen von ...

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Ob auf dem Hausboot, beim Fischzüchter oder lokalen Direktverkäufer von Lebensmitteln: Die Müritz-Region an der Mecklenburgischen Seenplatte ist ein Paradies für Naturliebhaber. Nicht nur Touristen - auch die Bewohner der Gegend, die vielfach nur mit den Sorgen von Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsschwund assoziiert wird, genießen den naturnahen Alltag inmitten des Seen-Idylls zwischen Berlin und der Ostsee.
Der Film stellt das "Naturparadies Müritz" vor.


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13:20
16:9 Format

Wunderbare Wasserwege in Masuren

Zweiteiliger Film von H. Jürgen Grundmann

2. Vom Oberlandkanal zum Frischen Haff

(aus der ARD-Reihe "Länder - Menschen - Abenteuer")

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In Masuren, polnisch Mazury, zeichnet sich die Landschaft durch ihre fast unberührte Natur aus. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg ist dieses Naturparadies auch heute noch in vielem sich selbst überlassen. Masuren hat sich bis heute viel ...
(ARD/SWR)

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In Masuren, polnisch Mazury, zeichnet sich die Landschaft durch ihre fast unberührte Natur aus. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg ist dieses Naturparadies auch heute noch in vielem sich selbst überlassen. Masuren hat sich bis heute viel Ursprünglichkeit bewahrt, blieb dünn besiedelt und frei von jeder Schwerindustrie.
Die zweiteilige Dokumentation gibt einen Einblick in das Land der dunklen Wälder mit seinen mehr als 3.000 Seen und erzählt von Menschen, die hier leben oder gelebt haben. Die Reise beginnt am südlichsten Punkt der Masurischen Seenplatte und endet an der russischen Grenze, etwa 80 Kilometer von Königsberg/Kaliningrad entfernt. Im zweiten Teil ist H. Jürgen Grundmann unter anderem auf dem Oberlandkanal unterwegs, der von Osterode über Elbing ins Frische Haff bis an die sagenhafte Bernsteinküste führt. Seit 160 Jahren arbeiten die technischen Anlagen des "Oberlandkanals" im westlichen Teil der Masurischen Seenplatte reibungslos. Als man im letzten Jahrhundert diese Wasserstraßen in Ostpreußen plante, waren 100 Meter Höhenunterschied zwischen den vielen Seen zu überwinden, damit am Schluss Ostseeniveau erreicht werden konnte. Es ist ein Meisterwerk der Ingenieurkunst: Große Zugräder setzten sich in Bewegung, um das zu transportierende Schiff in einem unter Wasser liegenden Rollwagen aufzunehmen. An Drahtseilen wird der Wagen nur mit der Kraft eines Wasserrades über den Berg gezogen. Auf dem 100 Kilometer langen Weg dorthin zur Bernsteinküste muss Kapitän Bednarcyk seine "Pinguin" fünf Mal über die Rollberge bringen und etliche Strecken durch Naturschutzgebiete zurücklegen. Die Dokumentation zeigt außerdem Beispiele vom Wiederaufbau der Altstadt Elbings. Deren Neubauten sind keine Rekonstruktionen der alten Patrizierhäuser, sondern sind in Anlehnung an historische Muster entstanden, verbunden mit zeitgenössischem Bauen. Ein Experiment, das selbst für Polens zukunftsorientierte Denkmalpfleger außergewöhnlich ist.
(ARD/SWR)


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14:05
Stereo-Ton16:9 Format

Waldviertel: Entlang der Grenze

Film von Doris Fercher

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Die Landstriche im Norden Österreichs waren mehr als 1.000 Jahre lang eng verbunden mit der böhmischen Kultur. Durch den Eisernen Vorhang voneinander getrennt, wurde es in den Grenzregionen still. Im Waldviertel gab es keine Industrien und Großbetriebe, häufig ...
(ORF/3sat)

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Die Landstriche im Norden Österreichs waren mehr als 1.000 Jahre lang eng verbunden mit der böhmischen Kultur. Durch den Eisernen Vorhang voneinander getrennt, wurde es in den Grenzregionen still. Im Waldviertel gab es keine Industrien und Großbetriebe, häufig verwilderten die Landschaften. Die Randlage hat auch die Grenztäler weitgehend vor Eingriffen verschont - sie sind bis heute unberührt: Wie das Thayatal, eines der schönsten Täler Europas, das bis zu 150 Meter tief in die Umgebung eingeschnitten ist. Es ist heute ein Nationalpark auf österreichischer und tschechischer Seite. 15 Jahre nach der Öffnung haben sich beide Seiten wieder angenähert.
Die Dokumentation "Waldviertel: Entlang der Grenze" von Doris Fercher besucht neben alten Städten wie Weitra und Drosendorf unter anderem auch Schlösser und Ruinen, Bierbrauereien und Glasproduktionen sowie die letzte Papiermühle, in der "Hadernpapier" erzeugt wird. Mit Ausflügen nach Tschechien, unter anderem nach Trebon, einer wunderschönen Kleinstadt inmitten einer Teichlandschaft, zum Thayastausee und zu Schloss Vranov wirft sie auch einen Blick auf die Entwicklung der Region auf der anderen Seite der Grenze.
(ORF/3sat)


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14:50

Unter Piratenflagge

(Captain Blood)

Spielfilm, USA 1935

Darsteller:
Captain BloodErrol Flynn
Arabella BishopOlivia de Havilland
Oberst BishopLionel Atwill
LevasseurBasil Rathbone
Jeremy PittRoss Alexander
u.a.
Länge: 99 Minuten
Regie: Michael Curtiz

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1685: Der junge Arzt Peter Blood muss sich vor einem britischen Gericht verantworten. Er war dabei überrascht worden, wie er einen verwundeten Rebellen verband. Grund genug, ihn zum Tode zu verurteilen. Der König entschließt sich jedoch, Blood und einige andere ...
(ARD)

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1685: Der junge Arzt Peter Blood muss sich vor einem britischen Gericht verantworten. Er war dabei überrascht worden, wie er einen verwundeten Rebellen verband. Grund genug, ihn zum Tode zu verurteilen. Der König entschließt sich jedoch, Blood und einige andere Sträflinge in die westindische Kolonie Port Royal zu deportieren und dort als Sklaven zu verkaufen. Auf dem Sklavenmarkt in Port Royal darf sich der einflussreiche Oberst Bishop als erster die kräftigsten Männer aussuchen. Seiner schönen Nichte Arabella imponiert Bloods Stolz. Um ihn nicht an einen Plantagenbesitzer fallen zu lassen, der für seine Grausamkeit bekannt ist, kauft sie Blood für zehn Pfund Sterling, obwohl sie sich damit hämischem Gerede aussetzt. Weil der junge Arzt dem gichtkranken Gouverneur helfen kann, hat er von da an gewisse Freiheiten. Er nutzt diese, um zusammen mit einigen Kameraden die Flucht zu planen. Als dann die Spanier Port Royal überfallen, kapern Blood und seine Gefährten ein spanisches Kriegsschiff und laufen damit aus. Jeremy Pitt und einige andere Männer wählen Blood zum Kapitän und beginnen, sich als Freibeuter für das Unrecht zu entschädigen, das man ihnen angetan hat.
Ein mitreißender Abenteuerfilm mit Errol Flynn und Olivia de Havilland.
(ARD)


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16:30

Helmut Käutner

Monpti

Spielfilm, BRD 1957

Darsteller:
Anne-ClaireRomy Schneider
MonptiHorst Buchholz
NadineMara Lane
Monpti IIBoy Gobert
ZaraOlive Moorefield
ErzählerHelmut Käutner
Länge: 97 Minuten
Regie: Helmut Käutner

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Die 17-jährige Anne-Claire lernt in Paris auf einer Bank im Jardin du Luxembourg einen jungen, hungernden Zeichner aus Budapest kennen. Da sie glaubt, für ihn nur interessant zu sein, wenn sie reich ist, täuscht sie ein wohlhabendes Elternhaus vor. Unbekümmert verleben ...

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Die 17-jährige Anne-Claire lernt in Paris auf einer Bank im Jardin du Luxembourg einen jungen, hungernden Zeichner aus Budapest kennen. Da sie glaubt, für ihn nur interessant zu sein, wenn sie reich ist, täuscht sie ein wohlhabendes Elternhaus vor. Unbekümmert verleben sie eine glückliche Zeit miteinander. Als der von ihr mit dem Kosenamen "Monpti" - für "Mon Petit", "Mein Kleiner" - bedachte Künstler allerdings erfährt, dass sie in einem schmutzigen kleinen Hotel wohnt und sich mühsam ihr Geld verdienen muss, fühlt er sich von ihr betrogen. Mitten auf der Straße ohrfeigt er sie und fährt mit dem nächsten Taxi davon. Verstört läuft Anne-Claire ihm hinterher, gerät unter ein Auto und kommt schwer verletzt in die Klinik. Dort sprechen sich beide aus und beschließen, nach ihrer Genesung zu heiraten. Doch als Monpti sie das nächste Mal besuchen will, muss er erfahren, dass seine Freundin an den Folgen des Unfalls gestorben ist.
Die bittersüße Liebesgeschichte mit Romy Schneider und Horst Buchholz in den Hauptrollen entstand nach dem gleichnamigen Roman des Ungarn Gábor von Vaszary. Horst Buchholz, damals eine Art deutscher James Dean, war nach seinem Film "Die Halbstarken" (1956) der Rebell des deutschen Kinos. Noch größere Erfolge konnte Romy Schneider feiern: Seit ihren Filmen "Sissi" (1955) und "Sissi, die junge Kaiserin" (1956) war sie der Filmstar Deutschlands. Mit der Rolle der Anne-Claire wollte sie sich vom Sissi-Image lösen. In "Monpti" übernahm Regisseur Helmut Käutner auch die Rolle des Erzählers, der in einem Café am Boulevard St. Germain sitzend die Geschichte von Anne-Claire und Monpti schildert.

3sat erinnert mit "Monpti" an den Regisseur Helmut Käutner, der am 25. März seinen 100. Geburtstag feiern würde. Aus demselben Anlass folgen vier weitere Spielfilme Käutners sowie ein Dokumentarfilm über Leben und Werk des Regisseurs. Als nächsten Film dieser Reihe zeigt 3sat am Dienstag, 25. März, um 15.30 Uhr "Unter den Brücken".


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18:05
Stereo-Ton16:9 Format

Die Bergretter - Unterwegs mit der Air Zermatt

Dreiteilige Dokumentarserie von Frank Senn

3. Sturz in die Gletscherspalte

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Nach der erfolgreichen Sommerstaffel zeigt 3sat nun auch den Winter-Alltag der Bergretter der Air Zermatt.
In der dritten Folge soll für den Schweden Kim Lindborg in der Bergwelt rund ums Matterhorn ein Traum in Erfüllung gehen: Auf dem Aeschihorn will er seine ...

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Nach der erfolgreichen Sommerstaffel zeigt 3sat nun auch den Winter-Alltag der Bergretter der Air Zermatt.
In der dritten Folge soll für den Schweden Kim Lindborg in der Bergwelt rund ums Matterhorn ein Traum in Erfüllung gehen: Auf dem Aeschihorn will er seine Freundin Josefin Eriksson mit einem Heiratsantrag überraschen. Drei Monate lang hat er im Geheimen diesen Tag geplant. Patrese ist als Flughelfer und Champagner servierender Kellner dabei. Die sechsjährige Evelyne Edmunds ist im Neuschnee gestürzt. Arzt Axel betreut seine kleine Patientin fürsorglich. Pilot Gerold muss Axel und Evelyne am 20 Meter langen Seil ausfliegen. Ein großes Abenteuer für das Mädchen. Markus wird eine US-amerikanische Gruppe im Monte Rosa Gebiet als Bergführer betreuen. Gerold ist heute auch als Taxipilot im Einsatz. In Genf Cointrin wartet der Musiker Chris de Burgh, der am Abend ein Konzert geben soll, auf einen Helitransfer nach Zermatt. Spaltensturz am Bishorn: Ein Tourenfahrer ist in eine Gletscherspalte gestürzt. Niemand weiß, wo er genau verunglückt ist. Seine Kollegen haben ihn bei der Abfahrt auf dem Gletscher aus den Augen verloren und erst im Nachhinein bemerkt, dass er nicht mehr da ist. Pilot Markus rückt aus. Eine große Rettungsaktion mit Bergführern, Rettungssanitätern und Ärzten beginnt.


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:15
Stereo-Ton16:9 Format

Auf dem Polarkreis unterwegs

Zweiteiliger Film von Klaus Scherer

2. Vom Bärensee nach Tasiilaq

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In einem Geisterdorf in Alaskas äußerstem Nordwesten beginnt eine Abenteuertour des Reporters Klaus Scherer entlang des Polarkreises. Er zieht unter anderem mit den letzten Nomaden der Arktis durch traumhafte Landschaften und überfliegt Gebirge, deren Gipfeln nie jemand ...
(ARD/NDR)

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In einem Geisterdorf in Alaskas äußerstem Nordwesten beginnt eine Abenteuertour des Reporters Klaus Scherer entlang des Polarkreises. Er zieht unter anderem mit den letzten Nomaden der Arktis durch traumhafte Landschaften und überfliegt Gebirge, deren Gipfeln nie jemand einen Namen gab.
Zottelige Moschusochsen in der Tundra, Eisbären auf Küstenfelsen, wilde Gräber verschollener Entdecker: Im zweiten Teil seiner Abenteuerreise durch die Arktis reist der Reporter und Grimme-Preisträger Klaus Scherer durch den Norden Kanadas und über die Baffin-Insel bis zur Ostküste von Grönland. Dabei trifft er einen passionierten Ochsen-Zähler und einen lange verleugneten Enkel des Seefahrers Roald Amundsen. Er besucht Kinder in der Schule, die dort wieder lernen, wie man ein Rentierfell bearbeitet, und Inuit-Familien, deren Alltag sich wie im Zeitraffer verändert. Auf dem Hundeschlitten überquert er Pässe, an der Seite von Hubschrauberpiloten Buchten. Auf Folgen des Klimawandels machen die Arktisbewohner aufmerksam: Eine Inuit-Aktivistin nennt die bedrohte Arktis ein Barometer für das Schicksal der gesamten Erde. So fehlten den Eisbären inzwischen drei jagdreiche Wochen auf dem Packeis, denn es gefriert später und schmilzt schneller als früher. Die Schlussetappe beendet Scherer im grönländischen Tasiilaq, wo die Gletscher des Inlandeises auf die Gebirge der Küste treffen und Eislochfischer die Fjorde bevölkern.
(ARD/NDR)


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20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Durch die Wüste Libyens

Auf den Spuren der alten Karawanenstraßen

Film von Mouhcine El Ghomri

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Libyen ist der drittgrößte Saharastaat und etwa fünfmal so groß wie Deutschland. Über 90 Prozent des Landes sind Wüste, lediglich der Küstenstreifen im Norden ist sehr fruchtbar. Steinwüste, hohe Sanddünen, bizarre Felsformationen, klare Seen inmitten der Wüste ...
(ARD/SWR)

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Libyen ist der drittgrößte Saharastaat und etwa fünfmal so groß wie Deutschland. Über 90 Prozent des Landes sind Wüste, lediglich der Küstenstreifen im Norden ist sehr fruchtbar. Steinwüste, hohe Sanddünen, bizarre Felsformationen, klare Seen inmitten der Wüste und Kraterlandschaften: Es ist eine kontrast- und abwechslungsreiche Landschaft. Die Nomaden vom Volk der Tuareg haben sich den harten Bedingungen der Wüste angepasst und leben seit vielen Generationen in der Sahara. Heute sind jedoch fast alle Nomaden sesshaft geworden.
Der Film ist eine Abenteuer- und Entdeckungsreise durch die libysche Sahara und die Welt der Tuareg. Eine Abenteuerreise nicht ohne Zwischenfälle und Komplikationen.
(ARD/SWR)


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21:15
Stereo-Ton16:9 Format

Netrebko & Co

Die Operngala der Stars

Mit Anna Netrebko, Ramón Vargas, Elina Garanca
und Ludovic Tézier
Es spielt das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
unter der Leitung von Marco Armiliato
Aufzeichnung aus dem Festspielhaus
in Baden-Baden vom 3. August 2007

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Innerhalb von drei Stunden gab es keine Karten mehr, das Festspielhaus in Baden-Baden war ausverkauft. Die Musikwelt sah im letzten August mit Spannung einem Opern-Galaabend der Extraklasse entgegen. Mit den Klassikstars Anna Netrebko, Elina Garanca, Ramón Vargas und ...

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Innerhalb von drei Stunden gab es keine Karten mehr, das Festspielhaus in Baden-Baden war ausverkauft. Die Musikwelt sah im letzten August mit Spannung einem Opern-Galaabend der Extraklasse entgegen. Mit den Klassikstars Anna Netrebko, Elina Garanca, Ramón Vargas und Ludovic Tézier stand in Baden-Baden ein Quartett auf der Bühne, das diesen Erwartungen in jeder Hinsicht gerecht wurde. Das Repertoire, das von Vincenzo Bellini bis Franz Léhar reichte, bot jedem der Künstler die Möglichkeit, solistisch zu glänzen. Höhepunkte des Abends aber waren die Duette und Quartette. Besonders beeindruckend: die gemeinsamen Auftritte von Anna Netrebko und Elina Garanca.
Die musikalische Leitung des Galaabends in Baden-Baden hatte der Italiener Marco Armiliato, der das SWR Sinfonieorchester dirigierte.


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22:45
Stereo-Ton16:9 Format

Shakespeare - Liebe Macht Tod

Ran

Spielfilm, Japan/Frankreich 1985

Darsteller:
Lord Hidetora IchimonjiTatsuya Nakadai
Taro Takatora IchimonjiAkira Terao
Jiro Masatora IchimonjiJinpachi Nezu
Saburo Naotora IchimonjiDaisuke Ryu
Lady KaedeMieko Harada
Lady SuéYoshiko Miyazaki
u.a.
Länge: 155 Minuten
Regie: Akira Kurosawa

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Japan im 16. Jahrhundert: Ein alternder Fürst überträgt sein Reich den beiden ältesten seiner drei Söhne. Blind gegenüber der aufrichtigen Liebe seines jüngsten Sohns und unfähig, die Verschlagenheit der beiden anderen zu sehen, kommt seine Einsicht zu spät. ...
(ARD/SWR)

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Japan im 16. Jahrhundert: Ein alternder Fürst überträgt sein Reich den beiden ältesten seiner drei Söhne. Blind gegenüber der aufrichtigen Liebe seines jüngsten Sohns und unfähig, die Verschlagenheit der beiden anderen zu sehen, kommt seine Einsicht zu spät. Ausgestoßen und geistig umnachtet wandert er ziellos umher und muss erleben, wie seine Söhne Reich und Erbe ins Chaos und Verderben apokalyptischer Schlachten stürzen.
"Ran" ist Akira Kurosawas letztes großes Epos. "Ran", was auf Japanisch so viel wie Aufruhr oder Umsturz, aber auch Wahnsinn und Chaos bedeutet, stützt sich auf zwei literarische Stoffe: die Legende um einen japanischen Herrscher, der seinen drei Söhnen sein Reich überlässt, und auf Elemente von William Shakespeares "König Lear". Von den grandiosen Farben über die eindrucksvolle Musik bis hin zur virtuosen Montage gelang dem Regisseur von "Die sieben Samurai" und "Rashomon" ein großartiges Werk der Filmgeschichte.

Am Donnerstag, 27. März, setzt 3sat um 21.00 Uhr mit "3sat extra: Macht" den Schwerpunkt "Shakespeare - Liebe Macht Tod" fort.

(ARD/SWR)


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1:20
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Maurice Ravel: Boléro

Es spielt das Montreal Symphony Orchestra
unter der Leitung von Charles Dutoit
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten ...

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
In Adrian Marthalers Visualisierung von Ravels "Boléro" wird die Klangorgie zum Fundament eines gigantischen "Tanzes um das goldene Kalb", wobei sich dieses Kalb als eine riesengroße Hure/Göttin entpuppt. Ungehemmter Exhibitionismus und zirzensische Akrobatik verbinden sich zu einer ausgelassenen Darstellung (un)menschlicher Macht- und Lustbefriedigung, aber gleichzeitig auch zu einer ätzenden Satire über das Publikumsverhalten.

Im Anschluss, ab 1.35 Uhr, zeigt 3sat weitere Folgen von "Die Bilder des Adrian Marthaler".


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1:35
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert in

C-Dur, KV 467

Mit der Solistin: Maria Joao Pires
Es spielt das Kammerorchester des Schweizer Fernsehens
unter der Leitung von Matthias Bamert
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten ...

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
Schon beim ersten Bild von Adrian Marthalers Visualisierung von Mozarts Klavierkonzert in C-Dur, KV 467, beim Schwarz-Weiß-Porträt der Solistin, wird klar, wohin die musikalische Reise gehen wird: in eine intime Form des gegenseitigen Zuhörens, Lauschens, Vernehmens, Aufnehmens. Das Prinzip, dem Marthaler bei der Inbildsetzung dieses Aus- und Ineinandersetzens folgt, heißt Reduktion, Verzicht.


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2:00
Stereo-Ton16:9 Format

Die Bilder des Adrian Marthaler

Franz Schubert: Sinfonie in h-Moll "Die Unvollendete"

(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten ...

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
Die szenische Inszenierung von Adrian Marthaler zur Sinfonie in h-Moll von Franz Schubert "Die Unvollendete" spielt auf der und rund um die Piazza Pisanelli in der Altstadt von Tricase im italienischen Apulien.


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2:30
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

George Gershwin: Rhapsodie in Blue

Mit der Solistin: Ilana Vered
Es spielt das Radio Sinfonieorchester Basel
unter der Leitung von Matthias Bamert
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten ...

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
Adrian Marthaler ließ sich von Gershwins "Rhapsodie in Blue" zu einer Filmkomposition verlocken, die perfekt zu Gershwins Sound passt. Die Atmosphäre knistert, die Gefühle lodern, die Schweißtropfen rinnen. Eros triumphiert.


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2:50
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert in A-Dur,

KV 219

Mit der Solistin: Bettina Boller
Es spielt das Europäische Jugendsinfonieorchester
unter der Leitung von James Judd
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten ...

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
Der Vorgang des Musizierens findet als partnerschaftliche Verständigung statt. Die Musikerinnen und Musiker des Europäischen Jugendsinfonieorchesters spielen Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert in A-Dur, KV 219 paarweise, manchmal gruppenweise, oftmals einzeln, nie aber als undurchschaubares Kollektiv. Der Dirigent James Judd wird nicht zum allwissenden Magier stilisiert, und die Solistin beweist, dass Musizieren mehr bedeutet als eitle und kunstvolle Selbstdarstellung. Aufzeichnung aus der Alhambra in Granada.


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3:15
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Sergej Prokofieff: Symphonie classique opus 25

Es spielt das Montréal Symphony Orchestra
unter der Leitung von Charles Dutoit
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
Es war schon fast ein Markenzeichen des jungen Sergej Prokofieff, dass er Freunde wie Feinde durch seine stilistischen Rösselsprünge erfreute oder erschreckte. In diese Experimentierphase passt die "Klassische Sinfonie" perfekt. Nicht, weil sie besonders wagemutig ist, sondern genau aus dem gegenteiligen Grund: Weil sie eine artige, aber unerwartete Verbeugung vor den Wiener Klassikern macht. Prokofieff war eben schon damals ein raffinierter Jongleur, eine geborene Spielernatur in bester russischer Tradition.


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3:30
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Joseph Haydn: Cellokonzert in D-Dur

Es spielt das Europäische Jugendsinfonieorchester
unter der Leitung von James Judd
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Adrian Marthaler lässt den Vorgang des Musizierens als partnerschaftliche Verständigung stattfinden. Die Musikerinnen und Musiker des Europäischen Jugendsinfonieorchesters (ECYO) spielen paarweise, manchmal gruppenweise, oftmals einzeln, nie aber als undurchschaubares Kollektiv. Der Dirigent wird nicht zum allwissenden Magier emporstilisiert und die Solisten beweisen, dass Musizieren mehr bedeutet als kunstvolle Selbstdarstellung. Das Cellokonzert in D-Dur von Joseph Haydn wurde im Palace Hotels in Montreux aufgezeichnet.


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3:50
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert G-Dur, KV 453

Mit der Solistin: Elena Baschkirova
Es spielen Mitglieder des Gustav-Mahler-Jugendorchesters
unter der Leitung von James Judd
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
In seiner Visualisierung von Mozarts G-Dur Klavierkonzert, KV 453 lässt Adrian Marthaler die Musiker und die Zuhörer, aber auch die Musik selbst zu Ausstellungsgegenständen werden: "Junger Geiger, Mozart spielend um 1990" - so und ähnlich lauten die witzigen und sinnbildlichen Beschriftungen der einzelnen Tableaus. Aufgezeichnet wurde das Konzert in der Wiener Getreidebörse.


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4:25
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Wolfgang Amadeus Mozart: Eine kleine Nachtmusik

Es spielt das Europäische Jugendsinfonieorchester
unter der Leitung von James Judd
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
"Eine kleine Nachtmusik" ist längst zum Inbegriff Mozartscher Idyllik geworden. Solche Popularität schließt Missbrauch ein, Verzärtelung, Verniedlichung - ein tönendes Klischee. Der Mozart-Forscher Alfred Einstein spricht zu Recht von "einem der bekanntesten und zugleich rätselhaftesten Werke" Mozarts.


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4:45
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht

Mit dem Brodsky-Quartett
Es spielt das Basler Sinfonieorchester
unter der Leitung von James Judd
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Arnold Schönbergs 1899 entstandene Komposition "Verklärte Nacht" wurde von Adrian Marthaler in Bilder umgesetzt. In dieser Visualisierung verbinden sich die Klänge von Schönbergs Musik mit der psychischen Grunderfahrung des Wartens und Erwartens. Als Aufzeichnungsort hat der Regisseur den französischen Bahnhof von Basel gewählt.


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5:15
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Darius Milhaud: Le boeuf sur le toit

Es spielt das Radio Sinfonieorchester Berlin
unter der Leitung von Matthias Bamert
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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
"Le boeuf sur le toit" von Daruis Milhaud ist eine groteske Parabel auf die "Hure Musik", genauer: auf das, was der Darstellungsbetrieb mit seinen kommerziellen Mechanismen aus der Musik gemacht hat. Adrian Marthaler nimmt die Idee von Milhaud wörtlich: "Le boeuf sur le toit" war der Name eines Cafés, das Geschehen wird also in einer Bar angesiedelt. Als Krönung ist Frau Musica in Gestalt einer Stripperin dargestellt, der zu Füßen alle liegen: die Kritiker, die Kunstpreisverteiler, die Abonnenten, die Sponsoren - lüstern und gelangweilt. Der öffentliche Darstellungsrummel hat die Musik zur Revue trivialisiert.


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5:35
Stereo-Ton

Die Bilder des Adrian Marthaler

Peter Tschaikowsky: Klavierkonzert in b-moll

Mit der Solistin: Ilana Vered
Es spielt das Radio Sinfonieorchester Basel
unter der Leitung von Matthias Bamert
(aus der SF-Reihe "Musik anders sehen")

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten ...

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Kann man Musik sehen? Wer sich den Bildern des Regisseurs Adrian Marthaler überlässt, dem werden jedenfalls musikalische Geschichten serviert. Seine szenischen Inszenierungen bekannter klassischer Stücke gehen weit über eine bloße Abbildung der Orchester und Solisten hinaus und kreieren eigene Bildwelten, die sich witzig-verspielt rund um die Musik entwickeln.
Peter Tschaikowsky übergab sein Klavierkonzert in b-Moll bei der Uraufführung im Oktober 1875 in Boston Hans von Bülow, der das Werk als "wirkliche Perle" bezeichnete und mit Lob keineswegs zurückhielt: "Die Ideen sind so originell, so edel, so kraftvoll, die Details so interessant! Die Form so vollendet, so reif, so stilvoll - in dem Sinne, dass sich die Absicht und Ausführung überall decken." Adrian Marthaler lässt den Zuschauer in seiner Inszenierung einen parodistischen Blick hinter die Kulissen des heutigen Konzertbetriebs werfen.