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Die arabische Halbinsel (AT) - Sonntag, 6. Januar
Programmwoche 02/2008
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6:30
Stereo-Ton16:9 Format

3satTextVision



Das Informationsangebot "3satTextVision" umfasst aktuelle Nachrichten, Sport- und Wetterinformationen und das 3sat-Programm des kommenden Sendetages mit ausgewählten Tipps und wird jede Nacht mit Jazzmusik unterlegt.


7:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Menschen im Morgenland - Reisen an Sindbads Küsten

Vom Persischen Golf ins Rote Meer

Film von Claus Kleber und Angela Andersen

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40 bis 50 Dhaus, im traditionellen Stil gebaute arabische Schiffe mit dreieckigem Segel, stehen vor der Küste Dubais am Start. Die Regatta hat Tradition in den Ländern am Persischen Golf.
In Dubai beginnt die Reise von Claus Kleber und Angela Andersen. Sie führt ...

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40 bis 50 Dhaus, im traditionellen Stil gebaute arabische Schiffe mit dreieckigem Segel, stehen vor der Küste Dubais am Start. Die Regatta hat Tradition in den Ländern am Persischen Golf.
In Dubai beginnt die Reise von Claus Kleber und Angela Andersen. Sie führt weiter ins Sultanat Oman. Im neuen Containerhafen von Salalah, hoch oben auf dem Verladekran, arbeitet Saeed Ali, ein junger Mann, der mit seinem Verdienst seine Angehörigen in den Bergen unterstützen kann. Er nimmt das Team mit zu seiner Familie, die traditionell von Ziegen- und Kamelzucht lebt. Die Reise geht weiter ins jemenitische Hodeidah, wo ein kleiner Hafen den bekanntesten und eindrucksvollsten Fischmarkt der Region beherbergt, und führt in eines der Dörfer in den Bergketten hinter der Küste. Wie Nester hängen die hohen Steinhäuser in den Bergen, der kleine Ort Hajarah scheint uneinnehmbar, unerreichbar hoch. Doch die Menschen empfangen das Team freundlich und neugierig und öffnen sogar die Türen der Koranschule für die Kamera. Was in den meisten anderen arabischen Ländern schwierig war, gelingt in der saudi-arabischen Hafenstadt Djidda: der Blick hinter den Schleier der Frauen. Dahlia Rahaimy gehört zu den wenigen Frauen, die es in Saudi-Arabien geschafft haben, selbstständig im eigenen Beruf zu arbeiten. Sie arbeitet in einer Behörde für das Investment ausländischer Firmen in Saudi-Arabien. Dahlia Rahaimy führt durch ihre Stadt, in der zwischen Neubauten und Hochhäusern die Tradition der arabischen Halbinsel lebt.

Seit den 1970er Jahren erleben die Länder der Arabischen Halbinsel eine stürmische Entwicklung: Öl, das "schwarze Gold", hat sie unermesslich reich gemacht und vom arabischen Mittelalter ins westliche 21. Jahrhundert katapultiert. Gigantische Bauprojekte, Hightech-Begeisterung und bombastischer Luxus tragen zum Glitzerbild bei. Doch in den Augen westlicher Betrachter hat sich das Mittelalter bei weitem noch nicht ganz verabschiedet - vor allem, wenn es um Menschen- und Frauenrechte und um die Regierungsformen geht. Einen ganzen Tag lang stellt 3sat die armen und die reichen, die kleinen und die großen, die boomenden und die weniger bedeutsamen Länder der Arabischen Halbinsel vor und berichtet von den bizarren Oasen des Wohlstandes, der Rolle der Frauen und dem gesellschaftlichen Wandel.


7:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Der Oman - Land zwischen Märchen und Moderne

Film von Wolfgang Brög

(aus der ARD-Reihe "Planet Erde")

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Das Sultanat Oman vereint die ganze Vielfalt Arabiens in sich, dicht findet man hier Tradition und Moderne unmittelbar nebeneinander. Noch vor 30 Jahren gab es in diesem Land keine asphaltierten Straßen, heute ist es ein fortschrittliches, hoch modernes und technisiertes ...
(ARD/BR)

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Das Sultanat Oman vereint die ganze Vielfalt Arabiens in sich, dicht findet man hier Tradition und Moderne unmittelbar nebeneinander. Noch vor 30 Jahren gab es in diesem Land keine asphaltierten Straßen, heute ist es ein fortschrittliches, hoch modernes und technisiertes Land.
Der Film von Wolfgang Brög erzählt vom Alltag, den Festen und den Beziehungen der Menschen im Sultanat Oman. Er zeigt, wie im Bergdorf Misfat das Eid-Fest gefeiert wird, das einen ähnlichen Stellenwert wie das Weihnachtsfest der Christen hat. Er veranschaulicht die Funktion und Bedeutung der uralten arabischen Bewässerungssysteme, beobachtet das Leben in der Region Muskat, das im Gegensatz zum traditionell ausgerichteten Leben in den Bergen steht. Dass die religiöse Toleranz im Land Tradition hat, wird in einem Gespräch mit dem Leiter der ersten christlichen Mission deutlich. Die gesellschaftlichen Entwicklungen und die Stellung der Frauen ist das Thema eines Gesprächs mit einer jungen omanischen Frau, die in der Hauptstadt als Zahnärztin arbeitet.

(ARD/BR)


8:30

Von der Schönheit der Schrift

Arabische Kalligraphie

Film von Bettina Witte

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Kalligraphie, die Kunst des schönen Schreibens, hat einen hohen Stellenwert in der arabischen Kultur. Ziel ist es, die Buchstaben kunstvoll und dekorativ zu gestalten. Noch heute werden die Suren des Korans nach strengen Regeln geschrieben, doch entwickelt sich derzeit ...

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Kalligraphie, die Kunst des schönen Schreibens, hat einen hohen Stellenwert in der arabischen Kultur. Ziel ist es, die Buchstaben kunstvoll und dekorativ zu gestalten. Noch heute werden die Suren des Korans nach strengen Regeln geschrieben, doch entwickelt sich derzeit eine neue Art der Schreibkunst, die die starren Regeln aufbricht. Eine der weltweit größten Ausstellungen über Kalligraphie fand im Frühjahr 2004 in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt und zeigte erstmalig in der arabischen Welt religiöse Texte neben profanen Illustrationen und Installationen: eine Folge der Globalisierung, die eine Annäherung zwischen Orient und Okzident bewirkt und wegweisend für ein interkulturelles Verständnis ist. Auch dass rund ein Viertel der Aussteller Frauen waren, wäre vor einigen Jahren schwer vorstellbar gewesen.
Bettina Witte war bei der Ausstellung in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor Ort. Ihr Film gibt einen Einblick in die uralte Kunst des Schreibens.


8:45
Stereo-Ton16:9 Format

Hightech auf Höckern - Kamelgeschichten aus Katar

Film von Antje Christ

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In Katar sitzen nicht mehr Kinderjockeys auf den Höckern der Dromedare, sondern Roboterreiter. Das kleine Emirat am Persischen Golf hat die Entwicklung seit Jahren professionell vorangetrieben. Millionen wurden investiert, immer wieder neue Modelle ausprobiert. Nun ...

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In Katar sitzen nicht mehr Kinderjockeys auf den Höckern der Dromedare, sondern Roboterreiter. Das kleine Emirat am Persischen Golf hat die Entwicklung seit Jahren professionell vorangetrieben. Millionen wurden investiert, immer wieder neue Modelle ausprobiert. Nun scheint der optimale Roboterjockey gefunden: ein nur vier Kilo schwerer Maschinenreiter, dessen Peitsche über eine Fernbedienung angetrieben wird, und der das Kamel per Lautsprecher anfeuert. Eine Revolution für die traditionellen Kamelrennen und ein Schritt in die Zukunft. Kamelrennen haben Tradition in Katar. Früher wurden sie nur zu religiösen Festen und zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder einer Geburt veranstaltet. Immer noch geht es bei den Wettkämpfen um Leidenschaft, Ansehen und Ehre, aber auch um viel Geld. Der Staat unterstützt Kamelrennen, fördert sie als nationales Erbe und Teil der kulturellen Identität. Denn mit der rasanten Modernisierung wächst in Katar allmählich das Unbehagen, alte Werte könnten verloren gehen. Doch die Rennkamele von heute haben nichts mehr gemein mit den genügsamen Wüstentieren von damals. Es sind hoch gewachsene Tiere, hager wie Windhunde. Mit 40 Kilometern pro Stunde galoppieren sie über die Rennbahn, zehn Kilometer und mehr in nur wenigen Minuten - Rennkamele, gezüchtet für den Sieg.
Die Dokumentation von Antje Christ erzählt Geschichten rund um das viel zitierte "Wüstenschiff".


9:30
Stereo-Ton16:9 Format

Pferde des Windes

Araberzucht in Katar

Film von Nicola Graef

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Das kleine Emirat Katar am Persischen Golf ist eines der reichsten Länder der Erde und das Zentrum der internationalen Vollblutaraberzucht. Emir Scheich Hamad Bin Khalifa Al Thani begann sich erst Ende der 1990er Jahre für Araberpferde zu begeistern. Inzwischen hat die ...

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Das kleine Emirat Katar am Persischen Golf ist eines der reichsten Länder der Erde und das Zentrum der internationalen Vollblutaraberzucht. Emir Scheich Hamad Bin Khalifa Al Thani begann sich erst Ende der 1990er Jahre für Araberpferde zu begeistern. Inzwischen hat die in Katar herrschende Familie Al Thani den Ruf, die reinsten Pferde zu züchten. Die herrschaftlichen Gestüte für Rennpferde in Katar sind piekfeine Ranches mit edler Architektur und Wellnesszentren für Pferde. Meist abgelegen, in der Nähe der Wüste, ist es hier völlig ruhig. Ein riesiger Swimmingpool für das Training der Muskulatur der Vierbeiner ist genauso selbstverständlich wie ein Diätplan und individuelle Betreuung. Dem Scheich ist nichts zu teuer, wenn es um das Wohl und die Zucht der Pferde geht. Jockeys aus den USA und aus Europa trainieren die Tiere, die Gestütsmanager stammen aus Holland und Australien. Wenn es ums Geschäft geht, findet ein reger Austausch zwischen der westlichen und der östlichen Welt statt. Der wichtigste Termin im Jahr ist das internationale Festival für Araberpferde in der Hauptstadt Doha. Züchtern aus aller Welt werden dort die besten Araberpferde präsentiert. Dabei gibt es glamouröse Shows, Rennen durch die Wüste und jede Menge wunderschöner Pferde.
Die Dokumentation "Pferde des Windes" zeigt Katar als Zentrum der internationalen Vollblutaraberzucht.


10:15
Stereo-Ton

Im Auge des Leoparden

Film von Christoph Müller

(aus der SF-Reihe "Reporter")

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Der Schweizer Christian Gross hat sich in den Kopf gesetzt, den arabischen Leoparden vor dem Aussterben zu bewahren. Vor über 20 Jahren strandete der Leichtmatrose auf der Arabischen Halbinsel. Er blieb, wurde Geschäftsmann und entdeckte später seine Liebe zu Flora und ...

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Der Schweizer Christian Gross hat sich in den Kopf gesetzt, den arabischen Leoparden vor dem Aussterben zu bewahren. Vor über 20 Jahren strandete der Leichtmatrose auf der Arabischen Halbinsel. Er blieb, wurde Geschäftsmann und entdeckte später seine Liebe zu Flora und Fauna der Wüste.
Die Dokumentation "Im Auge des Leoparden" von Christoph Müller stellt den außergewöhnlichen Schweizer vor.


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10:40

Hadsch - Pilgerfahrt nach Mekka

Dokumentation von Ralph Weihermann

(aus der ORF-Reihe "Kreuz & Quer")

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Jeder erwachsene Moslem, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal in seinem Leben nach Mekka zu pilgern - so steht es im Koran. Die Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien zur Kaaba, dem wichtigsten Heiligtum der Moslems, ist mittlerweile auch für westliche ...
(ORF)

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Jeder erwachsene Moslem, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal in seinem Leben nach Mekka zu pilgern - so steht es im Koran. Die Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien zur Kaaba, dem wichtigsten Heiligtum der Moslems, ist mittlerweile auch für westliche Reiseveranstalter attraktiv geworden. Denn die zahlreichen im Westen ansässigen muslimischen Einwanderer versuchen, ihrer religiösen Pflicht nachzukommen.
Ralph Weihermann hat eine Gruppe in Deutschland lebender Moslems auf der Hadsch begleitet.
(ORF)


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11:20
Stereo-Ton16:9 Format

Jemen

Weltwunder und Wüstenstädte im Land der Königin von Saba

(aus der ARD-Reihe "Fernweh")

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Der Jemen, ein Land voller Geheimnisse, gehört ökonomisch betrachtet zu den ärmsten Ländern der Erde. Kulturell gesehen ist das Land allerdings sehr reich. Und das nicht nur wegen Sanaa, der mythenumrankten Hauptstadt: Weiter östlich befinden sich die Reste des ...
(ARD/BR)

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Der Jemen, ein Land voller Geheimnisse, gehört ökonomisch betrachtet zu den ärmsten Ländern der Erde. Kulturell gesehen ist das Land allerdings sehr reich. Und das nicht nur wegen Sanaa, der mythenumrankten Hauptstadt: Weiter östlich befinden sich die Reste des berühmten Staudamms von Marib, der 3.000 Jahre alt ist und bereits im Altertum als "Weltwunder" gepriesen wurde. Daneben finden sich Ruinen der aus Lehmziegeln erbauten Stadt Marib - menschenleer. Unter den Ruinen sollen, bedeckt von 15 Meter hohem Kulturschutt, die Reste der legendären Hauptstadt des Sabäer-Reichs verborgen sein, die Stadt der Königin von Saba. Ganz im Osten, im Wadi Hadramaut, liegt die mittelalterliche Stadt Shibam, das "Chicago der Wüste": Eng aneinander drängen sich aus Lehmziegeln gebaute "Hochhäuser" mit bis zu sechs Stockwerken, die Heimat für 3.000 Menschen. Eine Reise in den Jemen ist das Richtige für Individualisten, die bereit sind, sich von der Kultur des Landes und der Gastfreundschaft seiner Menschen bezaubern zu lassen.
Der Film zeigt die besonderen Reichtümer Jemens und die außergewöhnliche Gastfreundschaft seiner Bewohner.
(ARD/BR)


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11:45
Stereo-Ton16:9 Format

Shibam - Chicago der Wüste

Film von Stefan Tolz

(aus der ARD-Reihe "Länder - Menschen - Abenteuer")

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Inmitten der Steinwüsten Südarabiens erheben sich, umgeben von grünen Palmengärten, 500 ungewöhnliche und erstaunliche Hochhäuser - die traditionellen Wohnburgen aus Lehm in Shibam. Die ehemals wohlhabende Handelsstadt im Wadi Hadramaut, einem Trockental im Jemen, ...
(ARD/SWR)

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Inmitten der Steinwüsten Südarabiens erheben sich, umgeben von grünen Palmengärten, 500 ungewöhnliche und erstaunliche Hochhäuser - die traditionellen Wohnburgen aus Lehm in Shibam. Die ehemals wohlhabende Handelsstadt im Wadi Hadramaut, einem Trockental im Jemen, war über Jahrhunderte hinweg eine der wichtigsten Karawanenstationen an der Weihrauchstraße. Noch immer wird hier die traditionelle Baukunst gepflegt. Und doch ist unübersehbar, dass seit den 1990er Jahren auch Beton und Zement in Shibam eingezogen sind. Immer mehr Familien erscheinen die schmalen Mehrstockhäuser ihrer Altstadt zu eng. Wer es sich leisten kann, baut deshalb ein Haus in der Neustadt, das großzügig ist und aus Materialien besteht, die man für modern und präsentabel hält.
Der Autor Stefan Tolz stellt in seiner Dokumentation "Shibam - Chicago der Wüste" die Stadt Shibam und das Leben ihrer Bewohner vor. Er begleitet den alten Baumeister Said Ba Suatain, der in der Altstadt von Shibam die Einhaltung des Denkmalschutzes überwacht. Die Kalkarbeiter Ali Ahmed und Salem Hamdun zeigen, wie der typische Shibam-Anstrich, das Kennzeichen der Lehmarchitektur im Wadi Hadramaut, hergestellt wird: Stundenlang müssen sie mit langen Holzstöcken gebrannte Kalksteinbrocken schlagen, bis diese zu Pulver werden und weiterverarbeitet werden können. Außerdem besucht Stefan Tolz das islamische Opferfest, zu dem Männer aus der ganzen Umgebung nach Shibam kommen. Für fremde Besucher unsichtbar leben in der jemenitischen Gesellschaft die Frauen. Traditionell bleiben sie im Haus und verlassen es nur - voll verschleiert - zu den Marktzeiten. Trotzdem gelang es Stefan Tolz, drei junge Frauen zu ihrem Leben zu befragen.
(ARD/SWR)


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12:30
Stereo-TonVideotext Untertitel

Terra X: Lawrence von Arabien

Archäologie in geheimer Mission

Film von Richard Andrews und Georg Graffe

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Als Spion, Guerillakämpfer, Politiker und Schriftsteller - so kennt ihn die Welt: Thomas Edward Lawrence (1888 - 1935), der während des Ersten Weltkriegs als "Lawrence von Arabien" Geschichte schrieb. Nach Kriegsausbruch rekrutierte ihn das Militär für die ...

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Als Spion, Guerillakämpfer, Politiker und Schriftsteller - so kennt ihn die Welt: Thomas Edward Lawrence (1888 - 1935), der während des Ersten Weltkriegs als "Lawrence von Arabien" Geschichte schrieb. Nach Kriegsausbruch rekrutierte ihn das Militär für die Streitkräfte in Kairo. Die Engländer kämpften damals im Orient gegen das mit Deutschland verbündete Osmanische Reich. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs errang Thomas Edward Lawrence bedeutende Siege für sein Land. Die Erinnerung an die Kriegstage veröffentlichte er später unter dem Titel "Die Sieben Säulen der Weisheit" - ein Werk, das heute zur Weltliteratur zählt. Es wurde zur Vorlage für den Filmklassiker, mit dem der britische Regisseur David Lean seinem Landsmann ein Denkmal setzte. Was nur wenige wissen: Lawrence von Arabien verdankt seine militärische Karriere seinem Archäologiestudium an der Universität in Oxford. Schon mit 25 Jahren leitete er mit dem später weltberühmten Archäologen Leonard Woolley die Ausgrabung der bedeutenden Hethiterstadt Karkemisch am Ufer des Euphrat. Anfang 1914 erfüllten die beiden einen Eilauftrag. Nur sechs Wochen blieben ihnen für die Bestandsaufnahme historischer Stätten im nördlichen Sinai. Die wissenschaftliche Erkundung war der Deckmantel für eine geheime militärische Aktion. Das eigentliche Ziel war es, das Gelände zu vermessen, Landkarten zu präzisieren und zu prüfen, wo Truppen passieren konnten. Vorbereitung für den bevorstehenden Krieg, der zum Wendepunkt im Leben des begeisterten Archäologen wurde. Fortan tauschte er Spaten und Schreibmaschine gegen Gewehr und Dynamit.
Die Dokumentation "Terra X: Lawrence von Arabien" von Richard Andrews und Georg Graffe zeigt in spannenden Szenen und zeitgenössischen Originalaufnahmen nicht nur die Schauplätze der Abenteuer von Thomas Edward Lawrence, sondern auch die unbekannte Seite des legendären Briten.


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13:15
Stereo-Ton

Explosion der Stille

Die Welt der Frauen im Jemen

Film von Annette von Wangenheim

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Die Verfassung des Jemen garantiert den Frauen zahlreiche zivile Rechte: Sie können studieren, sämtliche Berufe ergreifen, wählen und bei Wahlen kandidieren. Im Vergleich zu vielen anderen arabischen Ländern haben Jemenitinnen damit relativ viele Möglichkeiten, am ...
(ARD/WDR)

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Die Verfassung des Jemen garantiert den Frauen zahlreiche zivile Rechte: Sie können studieren, sämtliche Berufe ergreifen, wählen und bei Wahlen kandidieren. Im Vergleich zu vielen anderen arabischen Ländern haben Jemenitinnen damit relativ viele Möglichkeiten, am Demokratisierungsprozess ihres Landes aktiv teilzunehmen. Die größten Hindernisse auf dem Weg in die Gleichberechtigung sind wirtschaftliches Elend, mangelhafte Ausbildung sowie alte Traditionen und Tabus. So zeigen sich die meisten Frauen im Jemen in der Öffentlichkeit nur mit Schleier. Fotos oder gar Filmaufnahmen lehnen sie grundsätzlich ab. Die Angst, "das Gesicht zu verlieren", ist zu groß.
Annette von Wangenheim gelang es, für ihre Dokumentation "Explosion der Stille" das Vertrauen jemenitischer Frauen und einen Einblick in ihren privaten und beruflichen Alltag zu gewinnen. Sie begleitet verschiedene Jemenitinnen mit der Kamera: Yahya Al Haylama, Chefredakteurin und Herausgeberin der einzigen staatsunabhängigen Frauenzeitung des Landes, Dr. Saba Al Salami, Gynäkologin am Modern Al Thawr Hospital, Naim Salah, Landfrau, sowie die Braut Anhar Gaid, die sich auf die Feierlichkeiten ihrer Hochzeit vorbereitet. Ihr Film hält europäischen Klischees von der unterdrückten arabischen Frau starke, selbstbestimmte und lebensfrohe Bilder entgegen. Er handelt vom Selbstbewusstsein jemenitischer Frauen heute, zwölf Jahre nach der Wiedervereinigung des Süd- und des Nordjemens und 30 Jahre nach der Öffnung des Landes für westliche Besucher.
(ARD/WDR)


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14:00
16:9 Format

Der goldene Käfig steht offen

Bildung und Karriere für die Töchter der Scheichs

Dokumentation von Annekathrin Wetzel

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In Dubai, dem kleinsten Scheichtum der Arabischen Emirate, herrscht seit 15 Jahren Aufbruchstimmung. Dazu gehört, dass die Regierung beschlossen hat, dass Frauen studieren und Karriere machen sollen. Neue Schulen und Universitäten mit bester Ausstattung stehen für die ...
(ARD/BR)

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In Dubai, dem kleinsten Scheichtum der Arabischen Emirate, herrscht seit 15 Jahren Aufbruchstimmung. Dazu gehört, dass die Regierung beschlossen hat, dass Frauen studieren und Karriere machen sollen. Neue Schulen und Universitäten mit bester Ausstattung stehen für die Frauen bereit. Die weibliche Bevölkerung soll später führende Positionen übernehmen. Die erste Generation von Absolventinnen in den Emiraten erlebt jetzt, dass sie selbstständig und unabhängig sein können. Immer häufiger sehen die Frauen Vorteile in der neuen Freiheit und wollen mehr. Doch mit Bildung und Ausbildung verbinden die Frauen den Wunsch nach der Ausübung eines Berufs, nach Erfolg und letztlich nach Karriere. Die Väter, Brüder und Ehemänner haben dafür aber wenig Verständnis. Sie schätzen gebildete Frauen, gleichzeitig wachen sie aber darüber, dass die Familientradition, die Hierarchie und die Rolle der Frau unverändert bleiben.
Die Dokumentation von Annekathrin Wetzel beschäftigt sich mit der Bildung von Frauen in Dubai. Sie porträtiert unter anderem die Studentin Sara Omar und die Filmproduzentin und Geschäftsfrau Nyala Al Khaja, die zur Frau des Jahres gewählt wurde und jeden Tag neu mit ihrer Familie um die kleinen Freiheiten des Alltags kämpft. Außerdem besuchte Annekathrin Wetzel eine internationale Studentinnenkonferenz am Dubai's Women College.
(ARD/BR)


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14:30
Stereo-Ton16:9 Format

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Die Weihrauchstraße in Dhofar, Sultanat Oman

Tränen der Götter

Film von Rolf Lambert

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Weihrauch, das aromatische Harz des Boswellia-sacra-Baums, war ein begehrtestes Handelsgut der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom wurde er sogar in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde ...
(ARD/SWR)

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Weihrauch, das aromatische Harz des Boswellia-sacra-Baums, war ein begehrtestes Handelsgut der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom wurde er sogar in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde er gehandelt; es entstand die "Weihrauchstraße", die inzwischen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Häfen wie Samharam und Al Balid verdienten am Seehandel, Oasen wie Wubar wurden als Karawanenstationen reich und mächtig. Wie der wohl bekannteste aller Wohlgerüche des Orients gewonnen wurde und vor allem, woher genau er stammte, blieb den Abnehmern verborgen. Die Karawanenführer bewahrten ihr Geheimnis, die Produzenten wurden reich. In der Region Dhofar im Süden des Sultanats Oman wird bis heute Weihrauch gewonnen. In den Trockentälern ritzen Beduinen die knorrigen Bäume, um nach einigen Tagen das Harz zu ernten. Verkauft wird es im Weihrauch-Souk von Salalah. Von der Blütezeit des Weihrauchhandels künden indes nur noch Ruinenstädte.
Der Film erzählt die Geschichte der Weihrauchgewinnung und stellt die Region Dhofar im Süden des Sultanats Oman vor.
(ARD/SWR)


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14:45
Stereo-Ton

Das Sultanat Oman

Von Bergen, Schluchten und Höhlen

Film von Wolfgang Hackl

Erstausstrahlung

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Das Sultanat Oman im Osten der Arabischen Halbinsel galt bis vor wenigen Jahren als mystisches, unbekanntes Land in einer unwirtlichen Region. Bis 1970 herrschte ein rigides Regime. Nur langsam öffnete sich das Sultanat, heute gilt es unter Reisenden als Geheimtipp. Neben ...

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Das Sultanat Oman im Osten der Arabischen Halbinsel galt bis vor wenigen Jahren als mystisches, unbekanntes Land in einer unwirtlichen Region. Bis 1970 herrschte ein rigides Regime. Nur langsam öffnete sich das Sultanat, heute gilt es unter Reisenden als Geheimtipp. Neben Stränden und Kultur fasziniert auch die jüngere geologische Geschichte des kargen Wüstenlands und zieht Wissenschaftler aus der ganzen Welt an. Im Oman sind einige der größten Höhlenräume der Erde zu finden. Die Höhle von Majlis Al Jinn hat mit einer Höhe von 120 Metern gigantische Ausmaße. Die Al-Hoota-Höhle mit unterirdischen Wassersystemen und einem ungewöhnlich reichen Tropfsteinschmuck wurde in den vergangenen Jahren zur begehbaren Schauhöhle ausgebaut.
Die Dokumentation "Das Sultanat Oman" von Wolfgang Hackl begleitet Höhlenforscher bei ihren Erkundungen über und unter der Erde.


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15:30
Stereo-Ton16:9 Format

Die Hightech-Oase

Film von Jacqueline Steigner

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Es ist keine Fata Morgana: Nahe der Wüstenstadt Al Kharj in Saudi-Arabien ragen 15 Meter hohe Kühltürme der Molkerei Al Safi aus dem Sand. Hier entstand vor 20 Jahren ein Molkerei-Zentrum der Superlative - eine Hightech-Oase mit Kühen aus deutscher Zucht, die so viel ...

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Es ist keine Fata Morgana: Nahe der Wüstenstadt Al Kharj in Saudi-Arabien ragen 15 Meter hohe Kühltürme der Molkerei Al Safi aus dem Sand. Hier entstand vor 20 Jahren ein Molkerei-Zentrum der Superlative - eine Hightech-Oase mit Kühen aus deutscher Zucht, die so viel Milch produzieren, dass sie sogar im Guinness-Buch der Rekorde stehen. Einheimische nennen den Zufahrtsweg zur Molkerei "Milchstraße". Täglich verlassen auf ihm Kühltransporter mit 550.000 Litern Milch die Al-Safi-Anlage. Sie ist umgeben von Sand und Staub, in der Nachbarschaft leben Nomadenfamilien mit ihren Herden. Der Milchbetrieb dagegen ist ein Hightech-Unternehmen: Die 32.000 Kühe werden drei Mal am Tag automatisch gemolken, Computer steuern die Futterausgabe. Damit die Tiere die Hitze ertragen, werden sie permanent mit Wassertropfen eingenebelt. Durch dieses "saubere Doping" gibt jede Kuh am Tag bis zu 70 Liter Milch. Der technische Aufwand für diese Hochleistung ist enorm: 2.500 Liter Wasser werden für einen Liter Milch verbraucht. Das Wasser wird aus zwei Kilometer tiefen Brunnen hoch gepumpt und in riesigen Türmen gekühlt. Zusätzlich werden Milliarden Liter Wasser durch Meerwasser-Entsalzungsanlagen geschleust. Der 24-jährige Saudi Amer Al Sayari ist Herdenführer bei Al Safi und für die Fütterung von 350 Kühen verantwortlich. Seit er hier arbeitet, hat sich sein Leben entscheidend geändert. Nicht Allah bestimmt nunmehr den Tagesrhythmus, sondern die Stechuhr des Milchbetriebs. Somit hat die Vision eines geschäftstüchtigen Scheichs nicht nur die Landschaft Saudi-Arabiens verwandelt, sondern auch Einfluss auf die Lebensgewohnheiten der Bevölkerung genommen.
Die Reportage "Die Hightech-Oase" von Jacqueline Steigner begleitet den Saudi Amer Al Sayari durch seinen Arbeitsalltag auf der größten Milchfarm der Welt und wirft einen Blick auf das unglaubliche Mammut-Unternehmen inmitten der arabischen Wüste.


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16:00
Stereo-Ton16:9 Format

hitec: Flüssiges Erdgas aus Katar

Die neue Energiequelle?

Film von Holger Douglas

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80 Kilometer vor der Küste im Arabischen Golf ruhen die Hoffnungen Katars: North Field Bravo, eine Gasplattform, die Erdgas fördert. Tief unter ihr im Meeresboden lagert die größte einzelne Erdgasblase der Welt. Das relativ kohlenstoffarme Erdgas ist umweltfreundlicher ...

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80 Kilometer vor der Küste im Arabischen Golf ruhen die Hoffnungen Katars: North Field Bravo, eine Gasplattform, die Erdgas fördert. Tief unter ihr im Meeresboden lagert die größte einzelne Erdgasblase der Welt. Das relativ kohlenstoffarme Erdgas ist umweltfreundlicher als andere fossile Energien. Doch erst mit den technischen Möglichkeiten, Erdgas zu verflüssigen und zu transportieren, funktioniert der wirtschaftliche Aufstieg des kleinen Emirats im Nordosten der Arabischen Halbinsel. Geliefert wird bisher vor allem nach Japan. Katar will aber auch vermehrt nach Amerika und Europa flüssiges Erdgas exportieren. In Wilhelmshaven soll dazu ein Terminal aufgebaut werden. Das könnte die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas verringern.
"hitec: Flüssiges Erdgas aus Katar" berichtet über die technischen Hintergründe der Erdgasaufbereitung.


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16:30
Stereo-Ton

Dubai - Wunderland im Wüstensand

Dokumentation von Anne-Elisabeth Lozano

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80 Prozent aller Bewohner Dubais sind Ausländer: Marteen ist aus Holland nach Dubai gekommen, um eine Niederlassung des Consulting-Unternehmens zu eröffnen, für das er arbeitet. Nach Ansicht des 35-Jährigen bietet kein anderes Land ähnliche berufliche Perspektiven. ...

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80 Prozent aller Bewohner Dubais sind Ausländer: Marteen ist aus Holland nach Dubai gekommen, um eine Niederlassung des Consulting-Unternehmens zu eröffnen, für das er arbeitet. Nach Ansicht des 35-Jährigen bietet kein anderes Land ähnliche berufliche Perspektiven. Was macht dieses winzige Emirat am Persischen Golf so anziehend für Menschen aus aller Welt? Und welche Bedeutung hat die Entwicklung am Persischen Golf für den Mittleren Osten und den Rest der Welt? Dubais regierende Herrscherfamilie wirbt gezielt um Unternehmen aus der Medien- und Finanzbranche und dem Hightech-Bereich. Es locken nicht nur Zoll- und Steuerfreiheit, sondern auch die unerschlossenen Märkte der Region. Dazu kommen Infrastrukturprojekte gigantischen Ausmaßes, verbunden mit hohen Investitionen. Dubais ehrgeizige Pläne beschränken sich nicht auf Wachstum innerhalb der arabischen Welt. Das Geld des Wüstenstaats ist international strategisch angelegt. Dubai erzielt nur einen relativ geringen Teil seiner nationalen Einnahmen aus dem Erdöl. Deshalb war das Land sehr früh gezwungen, seine Wirtschaft zu diversifizieren. Sein wirtschaftlicher und sozialer Einfluss in der Region wächst stetig. Dubai versucht, einen dritten Weg zwischen dem Fundamentalismus und dem Modell westeuropäischer Demokratien zu gehen. Das Land wirbt für sich und sein Modell der Toleranz und setzt dafür die ansässigen Medien ein, wie den in der arabischen Welt populären Nachrichtensender Al Arabiya.
Die Dokumentation "Dubai - Wunderland im Wüstensand" von Anne-Elisabeth Lozano zeigt jenseits der Klischees einen Staat, der sich nicht damit begnügt, seinen Reichtum zu mehren, sondern der sich zum intellektuellen Zentrum der Region entwickeln will.


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17:15
Stereo-Ton16:9 Format

Schnee in Dubai

Film von Martina Schönfeld

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Ski fahren in Dubai ist derzeit mit das "Coolste", was man in der verschwenderischen Metropole am Golf unternehmen kann. So groß wie drei Fußballfelder ist die Skihalle mit fünf Pisten - der größte Indoor-Snowpark der Welt. Auch sonst ist Dubai eine Stadt der ...

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Ski fahren in Dubai ist derzeit mit das "Coolste", was man in der verschwenderischen Metropole am Golf unternehmen kann. So groß wie drei Fußballfelder ist die Skihalle mit fünf Pisten - der größte Indoor-Snowpark der Welt. Auch sonst ist Dubai eine Stadt der Superlative: Gleich nebenan befindet sich ein Fünf-Sterne-Luxushotel mit über 400 Betten und die größte Einkaufsmall außerhalb der USA.
Die Dokumentation "Schnee in Dubai" von Martina Schönfeld bietet Einblicke in das Leben einer Ausnahmestadt. Im neuen Skiparadies begegnet sie einer arabischen Familie mit drei Kindern, die zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee sehen, und einer deutsche Familie, die derzeit in Dubai lebt. Die beiden Familien stellen "ihr" Dubai vor und lassen daran teilhaben, wie sie das Leben in dieser alle Dimensionen sprengenden Weltstadt empfinden.


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17:30
Stereo-Ton16:9 Format

Der Hafen von Dubai

Film von Ilka Franzmann

(aus der ARD-Reihe "Tore zur Welt")

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Alte, hölzerne Dhaus ankern vor futuristischen Hochhäusern aus Chrom und Glas. Dazwischen die traditionsreichen Souks, bunte arabische Basare mit ihrem üppigen orientalischen Zauber und einem schier unerschöpflichen Angebot. Ein paar Blöcke weiter dann moderne ...
(ARD/RBB/NDR/MDR)

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Alte, hölzerne Dhaus ankern vor futuristischen Hochhäusern aus Chrom und Glas. Dazwischen die traditionsreichen Souks, bunte arabische Basare mit ihrem üppigen orientalischen Zauber und einem schier unerschöpflichen Angebot. Ein paar Blöcke weiter dann moderne Bankgebäude und Shopping Malls - die neuen Minarette des Konsums. Dubais Hafen ist ein Mikrokosmos der Widersprüche: Hightech und Tradition, glamouröser Luxus und einfache Geschäfte am Rande der Legalität. Wo tagsüber riesige Luxusliner passieren, liegen nachts die Nussschalen der Haifänger auf dem Wasser. In den Vereinigten Arabischen Emiraten finden sich viele solcher extremen Gegensätze. Dubai hat nicht nur den einzigen natürlichen Hafen am persischen Golf, sondern ist auch der Dreh- und Angelpunkt des Schiffsverkehrs für die gesamte arabische Welt. Die Zauberformel für den blühenden Handel im Hafen Dubais heißt Steuerfreiheit. Die Emirate sind eine Freihandelszone und bieten Händlern die Möglichkeit, komplett steuerfrei zu agieren. Davon profitieren die Geschäfte der Öltanker ebenso wie die traditionellen Holzschiffe, die von hier aus ihre Ziele am Arabischen Golf ansteuern. Diese hochseetauglichen Schiffe entstehen bis heute ohne Baupläne oder Reißbrettzeichnungen. Einen Kontrast zu den robusten Holzschiffen bilden die schneeweißen Luxusliner mit schwerreichen amerikanischen Kreuzfahrttouristen.
Die Dokumentation "Der Hafen von Dubai" von Ilka Franzmann zeigt die gegensätzlichen Welten im Hafen von Dubai und stellt Menschen vor, die dort leben und arbeiten.
(ARD/RBB/NDR/MDR)


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18:15
Stereo-Ton

Lunte am Ölfass

Droht Saudi-Arabien eine Katastrophe?

Film von Jörg Armbruster und Thomas Aders

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Saudi-Arabien, die "Tankstelle der Welt", ist seit 11. September 2001 zunehmend in die Krise geraten. 15 der 19 Attentäter waren Saudis, und das ölreichste Land der Welt wird von einer wahren Anschlagswelle gegen die Ölanlagen und gegen Ausländer, vor allem Amerikaner, ...
(ARD/SWR)

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Saudi-Arabien, die "Tankstelle der Welt", ist seit 11. September 2001 zunehmend in die Krise geraten. 15 der 19 Attentäter waren Saudis, und das ölreichste Land der Welt wird von einer wahren Anschlagswelle gegen die Ölanlagen und gegen Ausländer, vor allem Amerikaner, erschüttert. Die USA sind noch immer der engste Wirtschaftspartner, doch den Wahhabis, den Verfechtern der puristischen Staatsreligion, sind Ungläubige verhasst. Saudi-Arabien steckt in einer Zerreißprobe zwischen diesen Extremen, das Regime ist instabil wie nie zuvor.
Die Dokumentation "Lunte am Ölfass" besucht Zeitzeugen in Saudi-Arabien und Experten in aller Welt. Sie gibt seltene Einblicke in die fundamentalistische Imam-Universität, an der muslimische Missionare ausgebildet werden, und porträtiert eine saudische Durchschnittsfamilie, deren Sohn mittels Handy verbotene Kontakte zum anderen Geschlecht sucht. Die korrupte Beziehung des Westens zu Saudi-Arabien wird ebenso analysiert wie die Wahrscheinlichkeit eines massiven Terroranschlags auf das weltgrößte Ölterminal in Al Khobar.
(ARD/SWR)


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19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


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19:10
Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit extra: Al Jazeera - Nachrichten zwischen

Trauma, Terror und Tabu

Film von Maren Beuscher

Erstausstrahlung

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"Al Jazeera hat den Vorteil, ein Sender nach westlicher Art in der muslimischen Welt zu sein. Deshalb werden wir auf beiden Seiten respektiert." Respektiert, aber auch gefürchtet, möchte man den Worten von Ibrahim Helal, Chefredakteur von Al Jazeera, hinzufügen. Denn ...

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"Al Jazeera hat den Vorteil, ein Sender nach westlicher Art in der muslimischen Welt zu sein. Deshalb werden wir auf beiden Seiten respektiert." Respektiert, aber auch gefürchtet, möchte man den Worten von Ibrahim Helal, Chefredakteur von Al Jazeera, hinzufügen. Denn kein Sender polarisiert derart wie der in Katar ansässige Nachrichtensender. Übersetzt heißt Al Jazeera "Die Insel". Gemeint ist damit die Arabische Halbinsel. Und tatsächlich erschien der Sender vor elf Jahren als Insel in der arabischen Medienwelt und schuf eine neue Medienrealität. Der Vorreiter der arabischen Pressefreiheit brach viele Tabus, so führte er etwa ein Interview mit dem israelischen Ministerpräsidenten. Der Sender provozierte in der arabischen Welt mit professioneller, offener und staatsferner Berichterstattung. Gleichzeitig gilt Al Jazeera vielen als Sprachrohr von Al Quaida. Immer wieder sorgte der Sender mit Videos von Osama bin Laden und Videos von islamistischen Aufständischen in verschiedenen Ländern für heftige Diskussionen. Das brachte ihm den Beinamen "Dschihad TV" ein. Doch trotz aller Kritik: Al Jazeera ist zu einflussreich, um ignoriert zu werden. Amerikanische Politiker von Rumsfeld bis Rice haben Al Jazeera Interviews gegeben. Gerhard Schröder ging im Fall Osthoff vor die Kameras von Al Jazeera, um an die Entführer zu appellieren. Täglich erreicht der Sender schätzungsweise 30 Millionen Zuschauer. Ein weltweites Korrespondentennetz sorgt für aktuelle Berichterstattung aus den meisten Ländern der Erde. Mit Al Jazeera english ist seit über einem Jahr ein englischsprachiges Konkurrenzprogramm zu CNN und BBC World auf dem Markt.
"Kulturzeit extra: Al Jazeera - Nachrichten aus 1001 Nacht" fragt: Wofür steht dieser Sender? Woher kommen die Informationen? Wie entstehen Nachrichten und welches Selbstverständnis haben die Journalisten von Al Jazeera? Maren Beuscher hat für ihre Reportage Journalisten und Verantwortliche von Al Jazeera bei der Arbeit begleitet.


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19:45
Stereo-Ton16:9 Format

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Das Bewässerungssystem des Oman

Von Sonne und Sternen dirigiert

Film von Horst Brandenburg

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Auf den Bergen des Omans stehen alte Wachtürme. Sie dienen nicht militärischen Zwecken, sondern der Wasserüberwachung. Tausende Kanäle durchziehen das Land. Viele sind mehr als zehn Kilometer lang. Überirdisch, durch Tunnel und über Viadukte geleitet, mit ...
(ARD/SWR)

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Auf den Bergen des Omans stehen alte Wachtürme. Sie dienen nicht militärischen Zwecken, sondern der Wasserüberwachung. Tausende Kanäle durchziehen das Land. Viele sind mehr als zehn Kilometer lang. Überirdisch, durch Tunnel und über Viadukte geleitet, mit Verteilerarmen im Fingersystem, kunstvoll, in der Tradition durch Erfahrung verfeinert, ohne hydraulisches Hilfswerk, nur von Gefällen geleitet - eine geniale Ingenieursleistung, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die sogenannten "Aflaaj" bilden eines der raffiniertesten Bewässerungssysteme der Erde. Das trockene Wüstenland hätte ohne seine Wasserkanäle keine Überlebenschance. Seit 4.000 Jahren wird im Sultanat Oman auf der Arabischen Halbinsel das Wasser konsequent gesammelt, gemessen und nach sozialen Regeln verteilt. Maßstab ist an vielen Orten noch immer die Natur. In Al Jeela, hoch in den Bergen, gibt es weder Strom noch Satellitenempfang. Hier sind Sonne und Sterne noch die Wegweiser im Universum und bestimmen darüber, wie und wann das Wasser freigegeben und verbraucht werden darf. Sonne und Sterne dirigieren im Oman das Überlebensprinzip "Aflaaj".
"Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" stellt das Bewässerungssystem des Omans vor.
(ARD/SWR)


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20:00
16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


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20:15
16:9 Format

Schleier, Pioniergeist und Tabus

Die arabische Halbinsel zwischen Zelt und Digitalzeitalter

Film von Luc Walpot

Erstausstrahlung

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Mit einem Salto hat sich die Arabische Halbinsel vom Mittelalter in die Neuzeit katapultiert. In nur etwa fünfzig Jahren vollzog sich hier der Wandel, für den man sich in Europa ganze 500 Jahre Zeit gelassen hatte. Gigantische Bauprojekte, Hightech-Begeisterung und mit ...

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Mit einem Salto hat sich die Arabische Halbinsel vom Mittelalter in die Neuzeit katapultiert. In nur etwa fünfzig Jahren vollzog sich hier der Wandel, für den man sich in Europa ganze 500 Jahre Zeit gelassen hatte. Gigantische Bauprojekte, Hightech-Begeisterung und mit unverhohlener Freude zur Schau gestellter Luxus tragen zum Glitzerbild einer modernen Version von  Tausend und einer Nacht  bei. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille der rapiden gesellschaftlichen Entwicklung. Wenn es um Menschen- und Frauenrechte geht, ist das Mittelalter in den Augen westlicher Betrachter noch lange nicht gänzlich verabschiedet. Saudi-Arabien, das Land von Mekka und Medina, hat sich die strengste Form religiöser Wahrung auf die Fahnen geschrieben. So manche Koranschule des Landes ist als Kaderschmiede des religiösen Fanatismus ins Visier der internationalen öffentlichen Wahrnehmung geraten. Die Regierung reagiert mit einem luxuriösen Umerziehungscamp. Potentiell gefährlichem, islamistischem Denken soll hier mit gemäßigter Religionswissenschaft durch staatliche Theologen begegnet werden: eine Propagandamaßnahme oder echtes Bemühen?
Luc Walpot, ZDF-Korrespondent in Kairo, begibt sich in seiner Dokumentation "Von Schleiern, Pioniergeist und Tabus" zu den Bruch- und Schnittstellen zwischen Tradition und Moderne, zwischen Aufbruchsstimmung und starrer staatlich-religiöser Reglementierung. Luc Walpot begegnet in Saudi-Arabien einer saudischen Dichterin, die Theaterstücke verfasst, an deren Inszenierung nicht zu denken ist. Denn in Saudi-Arabien sind öffentliche Vergnügungen wie Kinos und Theater nicht erlaubt. Und in Bahrain besucht Luc Walpot eine jüngst vom Emir genehmigte Institution, die sich mit Verletzungen von Menschenrechten befasst. Allein die Anerkennung der Notwendigkeit eines solchen Engagements signalisiert einen gewaltigen Schritt in Sachen Öffnung.


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21:00
Stereo-Ton16:9 Format

Das Königshaus der Saud

Film von Jihan El Tahri

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Saudi-Arabien ist geprägt durch eine streng religiöse Ausrichtung und durch seine Beziehungen zu den USA, die auf das Erdöl des Königreichs angewiesen sind. Wer Saudi-Arabien verstehen will, muss sich mit der Herrscherfamilie des Landes befassen. Anfang des 20. ...

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Saudi-Arabien ist geprägt durch eine streng religiöse Ausrichtung und durch seine Beziehungen zu den USA, die auf das Erdöl des Königreichs angewiesen sind. Wer Saudi-Arabien verstehen will, muss sich mit der Herrscherfamilie des Landes befassen. Anfang des 20. Jahrhunderts nahm Abd al Asis Ibn Saud die Rückeroberung der Wüste in Angriff, um das Königreich der Saud wieder auferstehen zu lassen. Er konnte nur mit Unterstützung der religiösen Oberhäupter existieren. Er besiegte die radikale wahhabitische Bruderschaft der Ikhwan und schloss einen Pakt mit den Ulemas, den islamischen Gelehrten - ein Sieg und ein Kompromiss, der die Geschichte des Landes bis heute prägt. Noch heute werden die Ulemas vor jeder wichtigen Entscheidung konsultiert, und die radikalen Ikhwan, aus deren Bewegung Osama bin Laden hervorgegangen ist, machen immer dann von sich reden, wenn sich die Situation im Königreich zuspitzt. Die Beziehungen des Königreichs zu den Vereinigten Staaten lassen sich unter der Gleichung "Erdöl gegen Schutz" zusammenfassen. Unter diesem Leitmotiv gelang es den vier größten US-amerikanischen Erdölkonzernen schon in den 1930er Jahren, im Königreich Fuß zu fassen.
Die Dokumentation "Das Königshaus der Saud" von Jihan El Tahri zeigt unveröffentlichte Zeitzeugenberichte beispielsweise von saudi-arabischen Prinzen. Henry Kissinger, James Schlesinger und verschiedene Konzern-Manager kommen zu Wort. Bisher Verschwiegenes kommt ans Licht: etwa, wie Amerikaner und Saudis 1973 das von Saudi-Arabien selbst verhängte Erdölembargo umgingen, um den Nachschub für die US-Soldaten in Vietnam zu sichern. Bisher unveröffentlichte Archivbilder machen den Film von Jihan El Tahri zu einem außergewöhnlichen Dokument, das interessante Einblicke in die Weltgeschichte der vergangenen 50 Jahre gibt. Anschaulich wird, wie die Herrscherfamilie des Hauses Al-Saud seit einem Jahrhundert in einer ständigen Gratwanderung versucht, Islam und modernes Leben, ultrareligiöse und amerikanische Partner in Einklang zu bringen.


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22:40
16:9 Format

Der Krieger Gottes - Osama bin Laden

Film von Michael Renz und Andreas Wunn

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Für die einen ist er ein Terrorist, für die anderen der erste Herausforderer, der dem verhassten Westen auf Augenhöhe entgegentritt: Osama bin Laden.
Die Dokumentation "Der Krieger Gottes - Osama bin Laden" von Michael Renz und Andreas Wunn stellt den Lebensweg des ...

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Für die einen ist er ein Terrorist, für die anderen der erste Herausforderer, der dem verhassten Westen auf Augenhöhe entgegentritt: Osama bin Laden.
Die Dokumentation "Der Krieger Gottes - Osama bin Laden" von Michael Renz und Andreas Wunn stellt den Lebensweg des meistgesuchten Mannes der Welt vor. Er schildert seine Ziele und zeigt, wie aus einem jungen Idealisten ein Fanatiker wurde. Dabei geht der Film weit über das bloße Nachzeichnen des Lebenswegs des meistgesuchten Mannes der Welt hinaus. Er schildert auch Osama bin Ladens Ziele und zeigt, wie aus einem jungen Idealisten ein Fanatiker wurde. Freunde und ehemalige Weggefährten zeichnen im Interview ein Bild des Menschen Osama bin Laden. Islamische Fundamentalisten und Augenzeugen, die ihn nach dem 11. September 2001 getroffen haben, erzählen über Osama bin Ladens Kampf für den Islam.


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23:25
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Paläste der Macht

Die Herrscherhäuser von Kuwait und Saudi-Arabien

Film von Gero von Boehm

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Die Al Sabahs aus Kuwait sind nicht nur eine der reichsten Familien der Welt, sie gelten - zusammen mit den Al Makthoums aus Dubai - auch als die modernste Herrscherdynastie Arabiens. Die Familie des 36-jährigen Scheichs Majed Al Sabah, Neffe des Emirs von Kuwait, ...

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Die Al Sabahs aus Kuwait sind nicht nur eine der reichsten Familien der Welt, sie gelten - zusammen mit den Al Makthoums aus Dubai - auch als die modernste Herrscherdynastie Arabiens. Die Familie des 36-jährigen Scheichs Majed Al Sabah, Neffe des Emirs von Kuwait, gelangte mit Öl und Investitionen zu ihrem sagenhaftem Reichtum. Er und einige andere Mitglieder verkörpern das neue Kuwait: modern, offen und luxuriös. Hussah Al Sabah ist eine der bedeutendsten Kunstsammlerinnen der Welt - ihre Sammlung antiken Schmucks lässt alle großen Museen der Welt vor Neid erblassen. So wie der saudische Prinz Al Waleed-bin-Talal, fünftreichster Mann der Welt, mit seinem Lebensstil alles in den Schatten stellt, was man hinter den Mauern arabischer Paläste vermutet. Allein sein Flugzeug ist ausgestattet wie eines jener Luxushotels, die ihm überall auf der Welt gehören. Nicht nur das Vermögen der saudischen Königsfamilie macht dem Prinzen dies alles möglich: Mit Dynamik und Intelligenz hat er sich als Geschäftsmann ganz nach oben katapultiert.
Gero von Boehm ist zu Besuch in den privaten Palästen dieser neuen Generation Kuwaits. Zum ersten Mal lässt die mächtige Dynastie der Al Sabah, die seit mehr als 300 Jahren das Gebiet des heutigen Kuwaits beherrscht, einen Blick hinter die ebenso prunkvollen wie hermetischen Kulissen zu, von denen sie umgeben ist.


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0:10
VPS 00:01

Stereo-Ton16:9 Format

Kulturzeit extra: Al Jazeera - Nachrichten zwischen

Trauma, Terror und Tabu

(Wiederholung von 19.15 Uhr)


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0:45
16:9 Format

Schleier, Pioniergeist und Tabus

(Wiederholung von 20.15 Uhr)


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1:30
Stereo-Ton16:9 Format

Gärten für 1001 Nacht - Ein deutscher Landschaftsarchitekt

verzaubert Saudi-Arabien

Film von Louis Saul

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Der deutsche Landschaftsarchitekt Richard Bödeker arbeitet seit über 30 Jahren im Mittleren Osten. Es begann mit Stadt- und Erholungsparks in Saudi-Arabiens Ölprovinz Al Hasa, heute lassen auch die saudischen Prinzen ihre Gärten von Bödeker gestalten. Zu den Freunden ...
(ARD/SWR)

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Der deutsche Landschaftsarchitekt Richard Bödeker arbeitet seit über 30 Jahren im Mittleren Osten. Es begann mit Stadt- und Erholungsparks in Saudi-Arabiens Ölprovinz Al Hasa, heute lassen auch die saudischen Prinzen ihre Gärten von Bödeker gestalten. Zu den Freunden und Klienten Bödekers zählt auch Prinz Sultan bin Salman bin Abdul Aziz Al Saud, der erste und bislang einzige Araber, der ins All reiste. Heute engagiert sich der Prinz für ein Pionierprojekt zur Erhaltung und Entwicklung arabischer Kultur: seine Farm und sein Garten Al Udhaibat. Bödeker ist dabei sein engster Berater. Immer wieder aufs Neue diskutieren der Gärtner und der Prinz darüber, wie das wahre Paradies auszusehen hat - denn in der Wüste und im Koran gilt ein Garten als Paradies. Außerdem verwandelte Bödeker das Diplomatenviertel von Riad in eine grüne Oase und versorgte die Anlage mit Samen von einheimischen und anderen wüstentauglichen Pflanzen. Heute hat das Viertel einen einzigartigen Artenreichtum.
Louis Saul porträtiert den Landschaftsarchitekten, zeigt seine Arbeit und begleitet ihn im Gespräch mit seinen Kunden. Ein Film aus dem Paradies moderner Prinzen mit Traditionen aus Tausendundeiner Nacht.
(ARD/SWR)


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2:00
Stereo-Ton16:9 Format

Grünes für die Wüste - Ein deutscher Landschaftsarchitekt

verzaubert Saudi-Arabien

Film von Louis Saul

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"Grün ist unsere heilige Farbe, die Farbe des Propheten. Unsere Nationalfahne ist grün. Wir benutzen das Wort Grün für die Liebe, für das Sanfte und für das Weiche, das Angenehme", sagt der saudische Prinz Abdallah bin Faisal, und als leidenschaftlicher Hobby-Koch ...
(ARD/SWR)

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"Grün ist unsere heilige Farbe, die Farbe des Propheten. Unsere Nationalfahne ist grün. Wir benutzen das Wort Grün für die Liebe, für das Sanfte und für das Weiche, das Angenehme", sagt der saudische Prinz Abdallah bin Faisal, und als leidenschaftlicher Hobby-Koch meint er damit auch Kräuter und Gemüse. In seiner Fünf-Sterne-Küche stellt er seinen Freund vor, den deutschen Landschaftsarchitekten Richard Bödeker. Bödeker arbeitet seit über 30 Jahren im Mittleren Osten. Es begann mit Stadt- und Erholungsparks in Saudi Arabiens Ölprovinz Al Hasa. Es folgten ab 1977 öffentliche Parks, Gärten und Boulevards in der Hauptstadt Riad - spektakuläre Projekte wie die Landschafts- und Gartenplanung für das Diplomatenviertel, das 1989 mit dem Aga Khan Preis ausgezeichnet wurde - das erste Mal, dass eine Landschaftsplanung mit diesem bedeutenden Architekturpreis geehrt wurde. Andere große öffentliche Aufgaben folgten und prägten die Hauptstadt des Landes so wesentlich, dass schließlich auch saudische Prinzen ihre Gärten von Richard Bödeker gestalten ließen. Die Familie Saud, die das Königreich regiert, beauftragte den deutschen Gärtner sogar mit der Gestaltung des Geländes um das Masmak Fort, der Geburtsstätte des Königreichs Saudi-Arabien. Jetzt soll Bödeker aus der Wüstenstadt Riad eine lebenswerte grüne Oase für die Bürger schaffen - mit viel Wasser und Grün, Alleen und Seen, Parks und Picknickplätzen.
Die Dokumentation "Grünes für die Wüste - Ein deutscher Landschaftsarchitekt verzaubert Saudi-Arabien" von Louis Saul begleitet Richard Bödeker bei der Arbeit.
(ARD/SWR)


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2:25
16:9 Format

Dubai - Traumfabrik am Golf

Film von Wiltrud Kremer

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"Alle kommen nach Dubai", sagt Yasemin Saib, "um hier die Träume zu verwirklichen, die sie in ihren eigenen Ländern nicht verwirklichen können. Das gilt für die Arbeiterschaft, die meistens aus Indien und Pakistan ist, das gilt für viele Araber aus den ...
(ARD/SWR)

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"Alle kommen nach Dubai", sagt Yasemin Saib, "um hier die Träume zu verwirklichen, die sie in ihren eigenen Ländern nicht verwirklichen können. Das gilt für die Arbeiterschaft, die meistens aus Indien und Pakistan ist, das gilt für viele Araber aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern." Yasemin Saib ist aus Saudi-Arabien. Sie will ein Leben in Freiheit, persönlich und beruflich. In Dubai, mitten im Herzen der arabisch-islamischen Welt, hat sie es gefunden. Yasemin hat zehn Jahre lang in den USA gelebt, studiert und Karriere gemacht. Nach dem 11. September 2001 entschied sie sich, in das neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu gehen: Dubai. Für Dubai entschieden haben sich auch der Iraker Ihsan Yawad und der Palästinenser Hassan Sari. Yawad ist Bankangestellter und fasziniert vom grenzenlosen Wachstum der Wirtschafts- und Finanzdrehscheibe Dubai, Sari ist Dichter und Journalist. Er sieht die "neue Welt" am Persischen Golf auch mit kritischen Augen. Zwar boomt das Hightech-, Tourismus- und Finanzparadies in der Wüste dank des Weitblicks der herrschenden Dynastie der Al Maktoums. Zwar ist der Lifestyle der Enklave modern, liberal und tolerant, aber der Regierungsstil nach Art des Herrscherhauses erinnert an den aufgeklärten europäischen Absolutismus längst vergangener Zeiten.
Die Dokumentation "Dubai - Traumfabrik am Golf" von Wiltrud Kremer erzählt diese Erfolgsgeschichte aus der Perspektive der Araber, die gelernt haben, den arabisch-orientalischen mit dem "American Way of Life" zu verbinden und daraus eine neue Lebenswelt entstehen zu lassen.
(ARD/SWR)


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3:00
Stereo-Ton16:9 Format

hitec: In den Himmel gebaut

Wolkenkratzer der Superlative

Film vom Gabi Schlag und Benno Wenz

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Wolkenkratzer werden immer höher. Das hat zum einen ökonomische Gründe: Die Bevölkerungsexplosion gerade in Schwellenländern macht das Bauen in den Himmel interessant. Nicht zufällig befinden sich acht der zehn höchsten Häuser der Welt heute in Asien. Doch auch ...

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Wolkenkratzer werden immer höher. Das hat zum einen ökonomische Gründe: Die Bevölkerungsexplosion gerade in Schwellenländern macht das Bauen in den Himmel interessant. Nicht zufällig befinden sich acht der zehn höchsten Häuser der Welt heute in Asien. Doch auch stadtplanerisches Prestige spielt beim Bau in den Himmel eine nicht unerhebliche Rolle: Skylines sind das Aushängeschild moderner Metropolen. "Burj Dubai" heißt der derzeit höchste im Bau befindliche Wolkenkratzer. Die genaue Endhöhe wird noch geheim gehalten. Die Schätzungen liegen bei 800 Metern. Im Jahr 2008 soll das Aushängeschild des Emirats Dubai fertig gestellt werden. Mit den konventionellen Baumethoden und Baumaterialien sind dafür die Grenzen erreicht. Neue Methoden und Materialien sind erforderlich, um den Ansprüchen zu genügen. "Smarte Werkstoffe" wie Glas oder Textilien sind in der Lage, ihre physikalischen oder chemischen Eigenschaften anzupassen, um das mechanische oder thermische Verhalten von Strukturen oder Gebäuden zu optimieren. Vorbild für den Bau der Wolkenkratzer von morgen sind Halme wie Grashalme oder Bambus. Ein Grashalm hat ein Spannungsverhältnis von 1:100, kann sich bei starkem Wind flach legen, ohne zu brechen. Ein Hochhaus hingegen hat ein Spannungsverhältnis von 1:8 und würde in sich zusammenstürzen, würde dieses Verhältnis überschritten.
"hitec: In den Himmel gebaut" von Gabi Schlag und Benno Wenz berichtet über den höchsten im Bau befindlichen Wolkenkratzer, den Burj Dubai, und die Visionen der Architekten, Häuser zu bauen die über 1.000 Meter in den Himmel ragen.


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3:25

Oman - Tierparadies im Süden Arabiens

Zweiteilige Reihe von Malcolm Penny

1. In der Wüste geboren

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Die trockenheiße Wüstenlandschaft Omans bildet einen extremen Lebensraum, in dem die Beduinen und ihre Haustiere völlig aufeinander angewiesen sind, um hier überleben zu können. Seit alters her leben die Menschen mit ihren Kamelen, Ziegen, Schafen und Rindern in enger ...

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Die trockenheiße Wüstenlandschaft Omans bildet einen extremen Lebensraum, in dem die Beduinen und ihre Haustiere völlig aufeinander angewiesen sind, um hier überleben zu können. Seit alters her leben die Menschen mit ihren Kamelen, Ziegen, Schafen und Rindern in enger Nachbarschaft mit Antilopen und Gazellen. Heute jedoch ist die Beduinenkultur im Vergehen, die Wüste wächst. Das Dromedar hat an Bedeutung für die Menschen verloren, zunehmend werden Nahrungsmittel eingeführt, und für den Transport werden Autos benutzt. Viele Beduinen halten sich die Dromedare nur noch aus Prestigegründen. Ziegen sind nach wie vor unersetzliche Nutztiere der Nomaden, doch sie verursachen große ökologische Schäden durch die Vernichtung von Busch- und Baumbewuchs.
Die zweiteilige Reihe "Oman - Tierparadies im Süden Arabiens" stellt die außergewöhnliche Tierwelt in dem Wüstenland vor. Die erste Folge der Reihe beobachtet, wie die Beduinen mit ihren Tieren in der Wüste leben.

Die zweite Folge der Reihe "Oman - Tierparadies im Süden Arabiens" sendet 3sat im Anschluss, um 3.55 Uhr.


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3:55

Oman - Tierparadies im Süden Arabiens

Zweiteilige Reihe von Malcolm Penny

2. Die Augen der Wüste

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Das Wüstenland Oman besitzt reiche Wasservorräte. Meist liegen diese tief unter der Erdoberfläche. Nur an bestimmten Stellen tritt das Wasser zu Tage, wie tiefblaue Augen schimmern diese Wasserlöcher im kahlen, trockenheißen Bergland. Bizarre Felsformationen und ...

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Das Wüstenland Oman besitzt reiche Wasservorräte. Meist liegen diese tief unter der Erdoberfläche. Nur an bestimmten Stellen tritt das Wasser zu Tage, wie tiefblaue Augen schimmern diese Wasserlöcher im kahlen, trockenheißen Bergland. Bizarre Felsformationen und üppige grüne Vegetation umgeben diese Wasserstellen, die eine nahezu magnetische Wirkung auf Tiere ausüben, unter ihnen viele, die man niemals in der Wüste vermuten würde: Rote Libellen, Wüstenhühner und wilde Huftiere kommen hier regelmäßig zur Tränke. Jedes Wasserloch ist ein Mikrokosmos, eine faszinierende Welt für sich. Riesige Hornissenschwärme umlagern es, eine leichte Beute für die Wasserskorpione. Seit alter Zeit haben die Omanis es verstanden, Wasser tief unter den Wadibetten und im Felsgestein aufzuspüren und durch Wasserkanäle zu ihren Siedlungen zu leiten. Die Falaj, wie dieses ausgeklügelte System von Bewässerungskanälen heißt, wurden schon in frühgeschichtlicher Zeit angelegt, ein Meisterwerk menschlicher Zivilisation. Zahlreiche Tierarten, auch Fische, profitieren von diesem künstlichen Lebensraum. Eine weitere Besonderheit im südlichen Arabien sind die sogenannten "Khawr": In den Mündungsbereichen sonst ausgetrockneter Flüsse bildet das wenige noch vorhandene Süßwasser Sümpfe und direkt am Meer kleine Brackwasser-Lagunen. Diese Khawrs sind ein Eldorado für Flamingos, Reiher und durchziehende Wasservögel.
Die zweiteilige Reihe "Oman - Tierparadies im Süden Arabiens" stellt die außergewöhnliche Tierwelt in dem Wüstenland vor. Die zweite Folge der Reihe zeigt die erstaunliche Artenvielfalt, die am und im Wasser lebt.


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4:25

Hadsch - Pilgerfahrt nach Mekka

(Wiederholung von 10.15 Uhr)


(ORF)


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5:10
Stereo-Ton16:9 Format

Jemens wilder Norden

Film von Petra Schulz

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In den wilden Gebirgsregionen regieren die Scheichs wie seit Hunderten von Jahren. Die einsamen Bergdörfer sind Trutzburgen gegen jede Entwicklung. Stammesrecht, Männerehre und Blutrache bestimmen das Leben. Ebenso der Kampf ums tägliche Wasser. Ein Kampf, den allein ...

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In den wilden Gebirgsregionen regieren die Scheichs wie seit Hunderten von Jahren. Die einsamen Bergdörfer sind Trutzburgen gegen jede Entwicklung. Stammesrecht, Männerehre und Blutrache bestimmen das Leben. Ebenso der Kampf ums tägliche Wasser. Ein Kampf, den allein die Frauen der Dörfer führen, denn Wasser ist kostbar und muss von Frauen und Mädchen von weit her geschleppt werden. Seit eine kleine Hilfsorganisation Brunnen und Regenwasserzisternen in der Bergwüste baut und Anleitung zum Gebrauch von einfachen Filtersystemen gibt, erwacht bei den Frauen Hoffnung. Denn jeder Tropfen Wasser stillt jetzt auch den Wissensdurst der Frauen: Brunnen gegen Schulbildung, das ist der Deal, dem die Scheichs zustimmen müssen. Und so führt jeder neue Brunnen Dorffrauen in die Schule - raus aus der Unwissenheit, aus der Unmündigkeit und hinein in die Welt.
Die Dokumentation "Jemens wilder Norden" von Petra Schulz stellt das Leben im Norden Jemens vor.


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5:40

Von der Schönheit der Schrift

(Wiederholung von 8.30 Uhr)


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5:55
Stereo-Ton16:9 Format

3satTextVision



Das Informationsangebot "3satTextVision" umfasst aktuelle Nachrichten, Sport- und Wetterinformationen und das 3sat-Programm des kommenden Sendetages mit ausgewählten Tipps und wird jede Nacht mit Jazzmusik unterlegt.