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November 2017
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Dienstag, 7. November
Programmwoche 45/2017
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5:58
VPS 05:50

Can Can und Champagner - Das Moulin Rouge

Film von Susanne Freitag

Ganzen Text anzeigenDas Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.

Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen. 400 Mitarbeiter bereiten täglich das ...

Text zuklappenDas Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.

Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen. 400 Mitarbeiter bereiten täglich das Amüsierprogramm vor, 1700 Gäste kommen jeden Abend, das Theater gilt als größter Champagner-Konsument ganz Frankreichs.

In eigenen Werkstätten werden Schuhe gefertigt, die Federräder und Kostüme genäht. Größe und Gewicht der Tänzerinnen sind vorgeschrieben – nur so lässt sich der perfekte Can Can tanzen, der das Moulin Rouge weltberühmt machte.


6:22
VPS 06:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigen"Justizpalast" von Petra Morsbach
Wilhelm Raabe-Literaturpreis für das
Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit

Ab 18! - "Egal gibt es nicht"
Eine Langzeitdokumentation von Paulina Fröhlich, Polit-Aktivistin

Die Welt der "Fikkefüchse"
Ist Sex ...

Text zuklappen"Justizpalast" von Petra Morsbach
Wilhelm Raabe-Literaturpreis für das
Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit

Ab 18! - "Egal gibt es nicht"
Eine Langzeitdokumentation von Paulina Fröhlich, Polit-Aktivistin

Die Welt der "Fikkefüchse"
Ist Sex das Asyl für Würstchen?

Schlechte Zeiten für Klimaleugner
Mit der neuen Wissenschaft "Attribution Science"

Tierisch beste Freunde
Über Haustiere und ihre Mitmenschen


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigen"Wasserschutzbrot"
Weniger Stickstoffdünger auf dem Feld schützt das Grundwasser

Von Fidschi nach Bonn
Klimagipfel soll klären, wie das Pariser Abkommen umgesetzt wird

Hier twittert der Baum
Messdaten gehen ins Netz und verraten viel über den ...

Text zuklappen"Wasserschutzbrot"
Weniger Stickstoffdünger auf dem Feld schützt das Grundwasser

Von Fidschi nach Bonn
Klimagipfel soll klären, wie das Pariser Abkommen umgesetzt wird

Hier twittert der Baum
Messdaten gehen ins Netz und verraten viel über den Zustand des Walds

Heilendes Herz
Zumindest im Tierversuch kann das Protein Agrin die Zellen stimulieren

Zündendes #Streichholz
Mit etwas Alufolie lassen sich Zündhölzer auch zweckentfremden


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:07
VPS 09:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigen"Justizpalast" von Petra Morsbach
Wilhelm Raabe-Literaturpreis für das
Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit

Ab 18! - "Egal gibt es nicht"
Eine Langzeitdokumentation von Paulina Fröhlich, Polit-Aktivistin

Die Welt der "Fikkefüchse"
Ist Sex ...

Text zuklappen"Justizpalast" von Petra Morsbach
Wilhelm Raabe-Literaturpreis für das
Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit

Ab 18! - "Egal gibt es nicht"
Eine Langzeitdokumentation von Paulina Fröhlich, Polit-Aktivistin

Die Welt der "Fikkefüchse"
Ist Sex das Asyl für Würstchen?

Schlechte Zeiten für Klimaleugner
Mit der neuen Wissenschaft "Attribution Science"

Tierisch beste Freunde
Über Haustiere und ihre Mitmenschen


9:46
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigen"Wasserschutzbrot"
Weniger Stickstoffdünger auf dem Feld schützt das Grundwasser

Von Fidschi nach Bonn
Klimagipfel soll klären, wie das Pariser Abkommen umgesetzt wird

Hier twittert der Baum
Messdaten gehen ins Netz und verraten viel über den ...

Text zuklappen"Wasserschutzbrot"
Weniger Stickstoffdünger auf dem Feld schützt das Grundwasser

Von Fidschi nach Bonn
Klimagipfel soll klären, wie das Pariser Abkommen umgesetzt wird

Hier twittert der Baum
Messdaten gehen ins Netz und verraten viel über den Zustand des Walds

Heilendes Herz
Zumindest im Tierversuch kann das Protein Agrin die Zellen stimulieren

Zündendes #Streichholz
Mit etwas Alufolie lassen sich Zündhölzer auch zweckentfremden


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10:16
VPS 10:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Hart aber fair

Moderation: Frank Plasberg

Ganzen Text anzeigenMichael Meister, CDU
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen; Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands

Jean Asselborn
Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten in Luxemburg

Johanna Hey
Leiterin des ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenMichael Meister, CDU
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen; Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands

Jean Asselborn
Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten in Luxemburg

Johanna Hey
Leiterin des Instituts für Steuerrecht an der Universität zu Köln

Georg Mascolo
Journalist, Leiter des Investigativ-Rechercheteams von NDR, WDR und SZ

Sven Giegold
Europaabgeordneter der Grünen; Sprecher seiner Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik


(ARD/WDR)


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11:43
VPS 11:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Natur im Garten (5/10)

Garten kreativ

Moderation: Karl Ploberger

Ganzen Text anzeigenBiogärtner Karl Ploberger besucht in Bludenz Wolfgang und Margit Burtscher, die sich hier ein kleines Gartenparadies zum Entschleunigen und Entspannen geschaffen haben.

Im Gartenkalender ist Spätherbst, und es ist noch einiges zu tun: Laubwerfende Gehölze werden ...
(ORF)

Text zuklappenBiogärtner Karl Ploberger besucht in Bludenz Wolfgang und Margit Burtscher, die sich hier ein kleines Gartenparadies zum Entschleunigen und Entspannen geschaffen haben.

Im Gartenkalender ist Spätherbst, und es ist noch einiges zu tun: Laubwerfende Gehölze werden jetzt gepflanzt, der Rasen bei Bedarf nochmals gemäht und die Rosen angehäufelt. Karl Ploberger zeigt, wie man Bäume vor Frostrissen schützen kann.

Kräuterexpertin Elisabeth Teufner verrät, wie sie Kürbis einlegt: Sie verwendet am liebsten einen Hokkaidokürbis dafür, außerdem Apfelessig, Honig und Wasser und jede Menge Gewürze wie Knoblauch, Zimt, Gewürznelken, Lorbeerblätter, Kardamom, Sternanis, Senfkörner und Salz.


(ORF)


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12:11
VPS 12:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Wo kein Gras wächst

Reportage von Robert Gordon

(aus der ORF Reihe "Am Schauplatz")

Moderation: Peter Resetarits

Ganzen Text anzeigenDrei Milliarden Quadratmeter an landwirtschaftlich nutzbaren Flächen hat Österreich in den vergangenen 50 Jahren verloren und täglich werden es um
20 000 Quadratmeter mehr.

Was mit dem Boden passiert, fällt auf uns alle zurück. Betonierte Flächen können ...
(ORF)

Text zuklappenDrei Milliarden Quadratmeter an landwirtschaftlich nutzbaren Flächen hat Österreich in den vergangenen 50 Jahren verloren und täglich werden es um
20 000 Quadratmeter mehr.

Was mit dem Boden passiert, fällt auf uns alle zurück. Betonierte Flächen können kein Wasser aufnehmen, es führt zu Überschwemmungen einerseits und Trockenheit andererseits. Dazu kommt der Klimawandel, dem ein kluger Umgang mit dem Boden entgegenwirken könnte.

Stattdessen schädigt auch die industrielle Landwirtschaft die Böden oft zusätzlich. Schwere Maschinen machen die Äcker wasserundurchlässig und Pestizide wie Kunstdünger schädigen das Bodenleben. Das alles ist bekannt, aber alle Warnungen von Experten sind bisher weitgehend ungehört geblieben. Ein Landwirt hat die Situation mit einem bitteren Witz beschrieben: "Es kommt Wind auf, wir sollten Segel setzen", sagt der Wikinger-Kapitän. "Keine Zeit, wir müssen rudern", entgegnet die Mannschaft.

"Schauen Sie sich diese Erde an, was das für eine feine Erde ist! So etwas kann man doch nicht zubetonieren!", sagt Gerti Achleitner, eine der letzten Gemüsegärtnerinnen vom Donaufeld. Die Arbeit von Generationen steckt im Boden, auf dem alles fast wie von alleine wächst. "Ohne künstlichen Dünger", versichert Frau Achleitner. Aber gegen das große Geld der Immobilienfirmen, hat der gute Boden keine Chance. In Wien nicht und auch auf dem Land nicht, wo nach wie vor ein Supermarkt nach dem anderen auf der grünen Wiese entsteht.

Robert Gordon war bei begeisterten Gärtnerinnen, Bauern und Bodenkundlern, die von einer faszinierenden Welt unter unseren Füßen zu berichten wissen. Und er hat sich von Experten erklären lassen, woran es liegt, dass der Boden in Österreich - so wie die Umstände momentan sind - nicht zu retten sein wird.


(ORF)


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:16
VPS 13:14

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Meeresgärtner von Sansibar

Es gibt viel zu tun im Paradies

Reportage von Anna Gossenreiter

(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenChristian Vaterlaus und Connie Sacchi haben auf ihren Reisen das Paradies gesucht - und gefunden. Auf Sansibar versuchen sie, mit dem Anbau von Schwämmen die Armut zu bekämpfen.

Sie wollen nachhaltige Jobs schaffen und das Bewusstsein der Einheimischen für den ...

Text zuklappenChristian Vaterlaus und Connie Sacchi haben auf ihren Reisen das Paradies gesucht - und gefunden. Auf Sansibar versuchen sie, mit dem Anbau von Schwämmen die Armut zu bekämpfen.

Sie wollen nachhaltige Jobs schaffen und das Bewusstsein der Einheimischen für den Schutz der Meere wecken. Gereist sind sie immer viel, die beiden Globetrotter aus Zürich. Doch dann kam der Wunsch, irgendwo am Meer einen Zweitwohnsitz zu haben.

Auf Sansibar, einer Insel, die zu Tansania gehört, fanden Christian Vaterlaus und Connie Sacchi ihren Traum - und aus der Feriendestination im Dorf Jambiani wurde allmählich ihr Hauptwohnsitz.

Es waren die Seegrasfrauen Sansibars, die das Schweizer Paar auf die Idee gebracht haben, im Meer etwas anzubauen. Der Anbau von Seegras für die Nahrungsmittel und Kosmetikindustrie war früher für tausende Frauen ein einträgliches Gewerbe - heute sind die Preise im Keller, die Einheimischen können davon nicht mehr leben. Auf ihrer Suche nach einer Alternative zum Seegras stießen Chrigel und Connie, wie sie in Jambiani genannt werden, schließlich auf die Schwämme. Mit den Schwammfarmen fanden die beiden eine Möglichkeit, nachhaltige Jobs zu schaffen, vor allem für Frauen, die in dieser traditionellen, muslimischen Gesellschaft noch weniger Erwerbsmöglichkeiten haben als Männer. Zusammen mit Freunden gründeten sie 2008 den Verein Marinecultures. Zudem sind die "Meeresgärtner von Sansibar" seit rund einem Jahr daran, zusammen mit den Einheimischen eine Korallenzucht aufzubauen.

Reporterin Anna Gossenreiter hat das innovative Paar im kleinen Dorf Jambiani besucht und zeigt auf, wie sich das große Engagement der beiden auf das Bewusstsein, die Lebensweise der Einheimischen und auf die Natur auswirkt.


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13:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (1/4)

Das Oberengadin

Film von Anne Wigger

Ganzen Text anzeigenDie Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbockpopulation der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens.

Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass ...

Text zuklappenDie Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbockpopulation der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens.

Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben – nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen ein gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln.

Obwohl das Wetter es nicht vermuten lässt, bestehen die Engadiner darauf, die Schnittkante zwischen Afrika und Europa zu sein. So verblüffend das klingt, plattentektonisch gesehen stimmt es. Hier stoßen die afrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Als sie sich einst entschlossen, zu kollidieren, haben sie die Berge aufgeschoben, und es kam zu der sogenannten Blattverschiebung, die noch heute dafür sorgt, dass es hinter dem Malojapass erst sechs Kilometer später wieder ins Tal geht. Dazwischen liegen die vier Seen. Mit ihren knapp 10 000 Quadratkilometern Fläche sind sie von großer Bedeutung für den Wasserhaushalt, für das Klima und auch als reichhaltige Ökosysteme.

Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren oder Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Alpen-Flora und -Fauna Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen. Orgien aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche.

Auch in Sachen Wetter wird an einem Tag schon mal das ganze Repertoire aufgefahren: Sonnenstrahlen im Morgennebel, gleißendes Mittagslicht, abgelöst von plötzlich aufziehenden spektakulären Wolkenformationen und wildem Gewitter. Alles zusammen ein Naturschauspiel, das schon Philosophen, Dichter und Maler beflügelte, die die Oberengadiner Seenplatte immer wieder bereisten und in dessen Licht und Farben sie Inspiration und Frieden fanden.


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14:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (2/4)

Der Vanil Noir

Film von Anja Glücklich

Ganzen Text anzeigenNahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er gilt nicht als einer der höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit.

Mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Flora und der reichhaltigen Fauna ...

Text zuklappenNahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er gilt nicht als einer der höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit.

Mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Flora und der reichhaltigen Fauna formt der 2389 Meter hohe Gipfel an der Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt das Herz eines Naturschutzgebietes. Ein Geheimtipp für Wanderer und Naturliebhaber.

Der Biologe Gregor Kozlowski präsentiert seltene Pflanzenarten wie den Drachenkopf, den Alpenmohn oder den kleinsten Baum der Welt, die Krautweide. Naturschützer, aber auch Almwirte, kämpfen für den Erhalt der prachtvollen Bergwiesen. Der Film führt in das Tal der Schmetterlinge und an verborgene Ruheplätze der schwarzen Kreuzotter, der Vipera Berus. Gewaltige, von der Eiszeit geprägte Felsformationen prägen die Landschaft. In einer Höhle wird das Karstphänomen deutlich.

Wildhüter Patrick Romanens nimmt die Zuschauer mit auf seine Steinbocksuche. Die Population mit gut 200 Tieren hat er stets im Auge und erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährliche Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: ein atemberaubendes Panorama und eine nur noch selten anzutreffende Stille lassen die Zeit vergessen - weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendenspezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.


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15:16
VPS 15:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (3/4)

Der Aletschgletscher

Film von Michael Gregor

Ganzen Text anzeigenDer Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen.

Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer ...

Text zuklappenDer Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen.

Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.

Der Masseverlust ist so dramatisch, dass als Erklärung eine natürliche Wetterschwankung allein nicht ausreicht.

Kurzfristig beschert das im Überfluss vorhandene Schmelzwasser dem Vieh auf den sich ausdehnenden Almen üppiges Futter. Viele Pionierpflanzen nehmen den vom Eis freigegebenen Lebensraum in Besitz. Doch Bergführer Dominik Nellen sieht die Heimat seiner tierischen Lieblinge rapide zusammenschmelzen: Der Gletscherfloh ist die einzige Tierart, die dauerhaft auf dem Gletscher überleben kann.

Naturschützer und Wissenschaftler reagieren auf die Herausforderung: Revierförster Peter Aschilier erprobt Methoden zum Schutz des Bergwaldes bei zunehmender Trockenheit. Der Fotograf und Biologe Carsten Brügmann dokumentiert die Anpassung von Orchideen an schwierige Umweltbedingungen.

Die Wildbienenspezialistin Sabrina Gurten erforscht die Verschiebung der Lebensräume bestimmter Arten in die Höhe, deutliches Indiz der Klimaveränderung im Alpenraum. Pro-Natura-Aktivist Laudo Albrecht sieht auch das Überleben der Murmeltiere am Aletsch massiv gefährdet. Förster Christian Theler errichtet regelrechte „Totholzburgen“, um Hirschkäfern die Fortpflanzung zu erleichtern. Ihr Engagement hilft den außerordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, den Klimawandel am Aletschgletscher zu überleben.


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16:06
VPS 16:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (4/4)

Das Verzascatal

Film von Marcus Fischötter

Ganzen Text anzeigenDas Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen.

Es ist ein raues, wildes Tal, mit mächtigen Wasserfällen und seltenen ...

Text zuklappenDas Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen.

Es ist ein raues, wildes Tal, mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.


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16:57
VPS 16:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Abenteuer Kreuzfahrt (1/2)

Zwischen Palmen und Eisbergen

Film von Jochen Frank

Ganzen Text anzeigenKreuzfahrten sind für viele ein Traum. Der Film begleitet ein Klassentreffen auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik und ein Ehepaar auf einem Expeditionsschiff Richtung Grönland.

Vergnügen, Luxus und Exotik - das suchen Astrid Lehni und Urs Birchmeier, die sich ...

Text zuklappenKreuzfahrten sind für viele ein Traum. Der Film begleitet ein Klassentreffen auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik und ein Ehepaar auf einem Expeditionsschiff Richtung Grönland.

Vergnügen, Luxus und Exotik - das suchen Astrid Lehni und Urs Birchmeier, die sich zusammen mit ihren Klassenkameraden des Jahrgangs 1947 eine Woche auf dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt gönnen: der "Allure of the Seas".

Ganz im Gegensatz dazu fährt an Bord eines kleinen Expeditionsschiffes, der MV "Plancius", das Tischler-Ehepaar Maya und Adrian Nussbaumer Richtung Grönland, auf der Suche nach Naturerlebnissen der besonderen Art. In der Grönländischen See stoßen sie auf Wale, unternehmen eine Schlauchbootfahrt zwischen turmhohen Eisbergen im Scoresbysund, dem längsten Fjord der Welt, und besuchen das abgelegene Inuit-Dorf Ittoqqortoormiit.


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17:42
VPS 17:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Abenteuer Kreuzfahrt (2/2)

Zwischen Palmen und Eisbergen

Film von Jochen Frank

Ganzen Text anzeigenIn der Karibik machen Astrid Lehni und Urs Birchmeier mit ihren Klassenkameraden des Jahrgangs 1947 eine vergnügliche Inselrundfahrt auf den Bahamas. Dazu gehört ein Foto-Stop in Nassau.

Dort staunen alle über den Einfallsreichtum der Insulaner, die kunstvolle ...

Text zuklappenIn der Karibik machen Astrid Lehni und Urs Birchmeier mit ihren Klassenkameraden des Jahrgangs 1947 eine vergnügliche Inselrundfahrt auf den Bahamas. Dazu gehört ein Foto-Stop in Nassau.

Dort staunen alle über den Einfallsreichtum der Insulaner, die kunstvolle Souvenirs aus alten Getränkedosen herstellen. Auf Saint Thomas besuchen sie die Magens Bay, einen der schönsten Traumstrände.

In der Arktis erleben Maya und Adrian Nussbaumer das, worauf sie gehofft haben: Buckel- und Finnwale tummeln sich um die Plancius. Zudem wagt sich Adrian ins eiskalte Meer.

Am Ende der Kreuzfahrt sind sich die Passagiere auf beiden Schiffen einig: Die Reise hat sich gelohnt. Erfüllt von mannigfaltigen Erinnerungen, treten sie die Heimfahrt an.


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenUltrafein und ultragefährlich
Rußpartikel aus Benzinmotoren können Entzündungen verursachen

Jeder ist seines Glückes Schmied
Nervenzellen im Hirn schütten Dopamin aus

Forschung im Kloster
Im österreichischen Stift Kremsmünster hat ...

Text zuklappenUltrafein und ultragefährlich
Rußpartikel aus Benzinmotoren können Entzündungen verursachen

Jeder ist seines Glückes Schmied
Nervenzellen im Hirn schütten Dopamin aus

Forschung im Kloster
Im österreichischen Stift Kremsmünster hat Meteorologie Tradition

Mein Freund, die KI
Eine künstliche Intelligenz kann Gefühle nicht erwidern

Lebendiger Filter
Lebende Organismen reinigen Luft und Abwasser effektiv


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Sondierung in heißer Phase
Bewegung bei FDP und Grünen

US-Präsident Trump in Südkorea
Eindringlicher Appell an Nordkorea

Russland begeht schwieriges Jubiläum
100 Jahre Oktober-Revolution


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Cécile Schortmann

Ganzen Text anzeigenStudiogast ist Theatermacher Milo Rau
Die Aktion "Sturm auf den Reichstag"

Der Herr der Uffizien Eike Schmidt
Nun herrscht Sorge in Florenz

Das Aktivisten-Duo
Yes Men beim Klimagipfel

Der Film "Haarig"
Er erzählt die Kulturgeschichte ...

Text zuklappenStudiogast ist Theatermacher Milo Rau
Die Aktion "Sturm auf den Reichstag"

Der Herr der Uffizien Eike Schmidt
Nun herrscht Sorge in Florenz

Das Aktivisten-Duo
Yes Men beim Klimagipfel

Der Film "Haarig"
Er erzählt die Kulturgeschichte der Haare als Statussymbol


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:14
VPS 20:15

Videotext Untertitel

Der Tote am Strand

Thriller, Deutschland 2006

Darsteller:
RosaSilke Bodenbender
ReginaBirge Schade
CamillaMonica Bleibtreu
FinnStephan Kampwirth
OleMatthias Brandt
AchimJustus von Dohnányi
u.a.
Drehbuch: Daniel Douglas Wissmann
Frei nach Motiven des Romans "Rosas Rückkehr" von Barbara Krohn
Regie: Martin Enlen
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenVor 15 Jahren ist Rosa vor ihrer Familie in die USA geflüchtet. Zum 70. Geburtstag ihres Vaters kommt sie zurück. Sie möchte eine Aussprache mit dem Patriarchen. Doch er ist tot.

Rosa findet ihn erschossen in einem Strandkorb. Die Trauer scheint sich in der Familie ...

Text zuklappenVor 15 Jahren ist Rosa vor ihrer Familie in die USA geflüchtet. Zum 70. Geburtstag ihres Vaters kommt sie zurück. Sie möchte eine Aussprache mit dem Patriarchen. Doch er ist tot.

Rosa findet ihn erschossen in einem Strandkorb. Die Trauer scheint sich in der Familie allerdings in Grenzen zu halten. Geht es tatsächlich um die Erbschaft? Oder um Rache? - Der Thriller basiert auf dem Roman "Rosas Rückkehr" von Barbara Krohn.

In seinen letzten Geschäftsjahren hatte Friedrich Liebmann viele Feinde angesammelt. Mutter und Geschwister verübeln der Heimkehrerin ihre Fragen und verdächtigen sie im Gegenzug selbst: Zu unzweifelhaft scheint ihnen Rosas Auftauchen mit dem Mord am Vater in Verbindung zu stehen.

Als Rosa dann entdeckt, dass ihre Mutter eine Affäre hat, befürchtet sie das Schlimmste. Zudem taucht immer wieder eine unbekannte, mysteriöse Frau auf. Doch nicht genug der Verwicklungen: Finn, der ermittelnde Kommissar, ist Rosas Jugendliebe. Auch er trägt einiges dazu bei, sie in tiefe Verwirrung zu stürzen. Rosa beschließt, auf eigene Faust die Wahrheit über den Mord an ihrem Vater herauszufinden - und stößt dabei auf ein dunkles Familiengeheimnis.


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21:44
VPS 21:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Das Wattenmeer, Deutschland/Niederlande

Ein Spiegel des Himmels

Film von Christian Romanowski

Ganzen Text anzeigenEs ist eine Landschaft, die sich ständig verändert: das Wattenmeer. Der Film zeigt die ungeheure Vielfalt des Weltnaturerbes, zu dem neben der deutschen auch die niederländische Küste zählt.

Zweimal täglich zieht sich das Wasser an den Nordseeküsten zurück und ...
(ARD/SWR)

Text zuklappenEs ist eine Landschaft, die sich ständig verändert: das Wattenmeer. Der Film zeigt die ungeheure Vielfalt des Weltnaturerbes, zu dem neben der deutschen auch die niederländische Küste zählt.

Zweimal täglich zieht sich das Wasser an den Nordseeküsten zurück und gibt den flachen Meeresgrund frei. Eine weite graue Fläche, durch die sich schmale Flüsse winden, die Priele, die im Sonnenlicht wie flüssiges Silber leuchten.

Bei Ebbe kann man ins scheinbar verschwundene Meer hinaus wandern, sogar mit Pferdekutschen durch den Schlick zu einer der nahe gelegenen Inseln oder einer Hallig fahren. Man kann auf einer Sandbank Seehunde beobachten, die sich sonnen, oder Möwen und zahllosen Seevögeln dabei zusehen, wie sie über dem freigelegten Meeresgrund nach Nahrung suchen. Ihr Tisch ist reichlich gedeckt, denn das Watt ist das weltweit artenreichste Biotop.


(ARD/SWR)


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22:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Ab 18! - Egal gibt es nicht

Dokumentarfilm von Florian Hoffmann, Deutschland 2017

Länge: 45 Minuten

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenDie Langzeitdokumentation beobachtet, wie aus der Polit-Aktivistin Paulina ein Polit-Profi wird. Wie die Mechanismen von Politik und Medien auf ihren Idealismus einwirken.

Paulina Fröhlich ist eine Polit-Aktivistin, die sich mit der Initiative "Kleiner 5" gegen ...

Text zuklappenDie Langzeitdokumentation beobachtet, wie aus der Polit-Aktivistin Paulina ein Polit-Profi wird. Wie die Mechanismen von Politik und Medien auf ihren Idealismus einwirken.

Paulina Fröhlich ist eine Polit-Aktivistin, die sich mit der Initiative "Kleiner 5" gegen rechtspopulistische Bewegungen stellen will. Sie versucht, den Einzug der AfD in den deutschen Bundestag zu verhindern, indem sie gegen deren Programm argumentiert.

Die 25-jährige Paulina aus Köln hatte gerade ihr Master-Studium im Ausland absolviert, als sie bei einem Heimatbesuch in Deutschland 2016 durch die Wahlerfolge der AfD und den Zulauf zu Pegida zu der Überzeugung kam, dass ihre Generation sich für den Erhalt einer offenen Gesellschaft einsetzen und politisch aktiv werden muss. Erschrocken darüber, wie rechtspopulistische Parolen selbst in ihrer nahen Umgebung salonfähig werden, macht Paulina Ernst: Sie legt ihre Berufspläne auf Eis und startet mit Freunden die Kampagne "<5" ("Kleiner Fünf"). Damit wollen sie die AfD bei der Bundestagswahl unter die Fünf-Prozent-Hürde zwingen. Dies aber nicht durch Polarisierung, sondern den Versuch, Menschen miteinander in Dialog zu bringen.

Der Nachwuchsregisseur Florian Hoffmann, der mit diesem Film sein Regiestudium an der Deutschen Film und Fernsehakadmie Berlin (dffb) abschließt, begleitete Paulina mehrere Monate mit der Kamera und zeichnet das Porträt einer jungen Frau, die sich von einer idealistischen Aktivistin zu einem Politprofi entwickelt. Denn für ihre Auftritte in Diskussionsveranstaltungen und in den Medien hat sie Unterstützung von Politikberatern und kampagnenerfahrenen PR-Experten erhalten, um Journalisten und politischen Gegnern gewachsen zu sein. Dabei interessiert den Regisseur besonders, wie die Mechanismen von Medien und Politik den jugendlichen Elan, das aufrichtige Engagement und vielleicht sogar die Persönlichkeit der jungen redegewandten Frau verändern. Und je mehr Paulina in das gegenwärtige Deutschland eintaucht, desto präsenter wird für sie die Frage: Wer sind eigentlich die sogenannten "Unberührten" - jene Vertreter ihrer Generation, die von den gesellschaftlichen Geschehnissen völlig unberührt und desinteressiert bleiben?

3sat zeigt den Dokumentarfilm "Operation Demokratie" im Rahmen der Reihe "Ab 18!", in der junge Filmemacher mit außergewöhnlichen filmischen Handschriften Geschichten vom Erwachsenwerden erzählen.


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23:09
VPS 23:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Ab 18! - Ricci Superstar

Dokumentarfilm von Carolin Genreith, Deutschland 2017

Länge: 31 Minuten

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenRicci schwebt in bunten Leggings auf superhohen Plateausohlen über den Rosenthaler Platz in Berlin. Und Tausende seiner Fans sind per Snapchat dabei. Denn Ricci ist ein Social-Media-Star.

Der Dokumentarfilm "Ricci Superstar" ist ein buntes, bittersüßes, ...

Text zuklappenRicci schwebt in bunten Leggings auf superhohen Plateausohlen über den Rosenthaler Platz in Berlin. Und Tausende seiner Fans sind per Snapchat dabei. Denn Ricci ist ein Social-Media-Star.

Der Dokumentarfilm "Ricci Superstar" ist ein buntes, bittersüßes, liebevoll-ironisches und ehrliches Porträt über einen ehemaligen Außenseiter, der im Anderssein seine Berufung gefunden hat, die er passioniert und ohne Einschränkung mit Fremden teilt.

Ricci Superstar heißt im wirklichen Leben Riccardo Simonetti, denn der Vater des bayrischen Jungstars ist Italiener. Der extrovertierte junge Mann mit Einser-Abitur lebt im hippen Berlin-Mitte. Dort hat er seine Individualität und Andersartigkeit zur Berufung und zum Alleinstellungsmerkmal gemacht: Riccis Sinn für das Außergewöhnliche teilen mittlerweile Tausende von Followern auf Snapchat, und auch seine Blogs über Besuche von Premierenfeiern und Mode-Events erfahren immer mehr Zuspruch. Sogar die "Bild"-Zeitung und das "ZEIT-Magazin" berichteten über ihn, weil er sich eine charmante Frische in seinem "Star-Sein" erhalten hat.

Riccardo ist in einer bayerischen Kreisstadt aufgewachsen und weiß um seine Außenwirkung. Früher wurde er bespuckt und verprügelt, weil er anders war - heute verdient er Geld damit. Mittlerweile erreicht Riccardo so viele junge Fans, dass Firmen gut dafür bezahlen, wenn er ihre Produkte in die Smartphone-Kamera hält. Posten was das Zeug hält, aber eben nur für den Moment: Die Snapchat-Filme sind sofort wieder weg, nur 24 Stunden speichert die App die Bilder und Videos. Außerdem arbeitet Ricci auch als "It-Boy", der dafür bezahlt wird, auf Events zu gehen und von dort zu bloggen.

Riccardo steht für eine Generation, für die es völlig normal geworden ist, Privates im Internet zu teilen. Was macht dieses Verlangen nach Öffentlichkeit, nach Likes, Klicks und Comments mit diesen jungen Erwachsenen? Was macht es mit Ricci? Und welche Realität ist jungen Menschen wie Riccardo wichtiger - die analoge oder die digitale? Die Filmemacherin konfrontiert Ricci mit ihren ehrlichen Fragen und kommuniziert mit ihm auf Augenhöhe. Sie versucht zu entdecken, was Ricci ausmacht, und hinter seine glitzernde Fassade zu schauen.

Riccardo ist auf dem Weg nach oben, und er ist fest davon überzeugt: Er wird ein Superstar. Als "Starlet on the rise", Model, Blogger und TV-Host stellt sich Riccardo in seinem Instagram-Account vor und postet: "Sich selbst zu mögen und ein Mensch zu werden, der man gerne ist, sollte unser aller Traum sein, denn so sind wir die beste Version von uns selbst, und so kitschig sich das anhören mag - so können wir alles erreichen, was wir wollen."

Carolin Genreith, 1984 in Aachen geboren, studierte TV-Journalismus
und Producing in Berlin und arbeitete nebenbei für diverse Produktionsfirmen als Regieassistentin und Co-Autorin. 2013 wurde ihr Debütfilm "Die mit dem Bauch tanzen" auf der Berlinale uraufgeführt und gewann auf dem Festival des deutschen Films den Publikumspreis. Carolin Genreith verantwortete die vierte Staffel der ZDFneo-Reihe "Herr Eppert sucht …" als Creative Producerin und wurde 2014 für "Herr Eppert sucht die Chefin" als Co-Autorin für den Grimme-Preis nominiert. Außerdem drehte sie die Dokumentarfilme "Das Golddorf" (2014) und "Happy" (2016), der im März 2017 in die deutschen Kinos kam. Carolin Genreith lebt und arbeitet als freie Autorin und Regisseurin in Hamburg und Berlin.

3sat zeigt den Dokumentarfilm "Ricci Superstar" im Rahmen der Reihe "Ab 18!", in der junge Filmemacher mit außergewöhnlichen filmischen Handschriften Geschichten vom Erwachsenwerden erzählen.


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23:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Ab 18! - Einmannland

Dokumentarfilm von Kilian Helmbrecht, Deutschland 2017

Länge: 30 Minuten

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenSommertage auf einer Düneninsel in der Helgoländer Bucht: Kilian zieht es raus aus Hamburg. Doch die einsamen Tage als Vogelwart allein mit sich und der Welt sind anstrengend.

Scharen von Möwen attackieren den Eindringling, das Festland schickt verschimmeltes Essen ...

Text zuklappenSommertage auf einer Düneninsel in der Helgoländer Bucht: Kilian zieht es raus aus Hamburg. Doch die einsamen Tage als Vogelwart allein mit sich und der Welt sind anstrengend.

Scharen von Möwen attackieren den Eindringling, das Festland schickt verschimmeltes Essen auf die Insel, und ein Sturm drückt das Wasser bis kurz vor den Wohncontainer. Und dann auch noch sich selbst filmen?

Naturromantik muss sich Kilian, der Regisseur, Kameramann und Protagonist in Personalunion ist, erst mühsam erobern. Zu den Waffen des Twens gehören außer Gummistiefeln, Vogelringen und Kamera vor allem Humor und Selbstironie.

Kilian Helmbrecht, der auch als "junior director" für die BBC-Serie "Wild New Zealand" arbeitet, machte sich bereits mit seinen Kurzfilmen einen Namen, die auf mehreren internationalen Festivals gezeigt wurden (Ars Electonica, Linz, ITFF Stuttgart, Festival du Court Metrage de Clermont-Ferrand).

3sat zeigt den Dokumentarfilm "Einmannland" im Rahmen der Reihe "Ab 18!", in der junge Filmemacher mit außergewöhnlichen filmischen Handschriften Geschichten vom Erwachsenwerden erzählen.


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0:09
VPS 00:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Bondo

Der Bergsturz und seine Folgen

Reportage von Simon Christen, Marc Gieriet und Kathrin

Winzenried
(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenAnnemieke Buob Müller tut sich schwer. Seit dem Bergsturz am 23. August 2017, dem größten seit Jahrzehnten in Graubünden, müsse sie ihre Emotionen verdrängen und nur noch funktionieren.

Ihr Mann Reto Müller steht ihr zur Seite. In seinen Schmerz mischt sich ...

Text zuklappenAnnemieke Buob Müller tut sich schwer. Seit dem Bergsturz am 23. August 2017, dem größten seit Jahrzehnten in Graubünden, müsse sie ihre Emotionen verdrängen und nur noch funktionieren.

Ihr Mann Reto Müller steht ihr zur Seite. In seinen Schmerz mischt sich jedoch Genugtuung. Er habe seit Langem gewarnt. Aber nur wenige hatten ihn und die Experten hören wollen. "Reporter" zeigt, welche Folgen der Bergsturz von Bondo für die Menschen im Dorf hat.

Der Bergsturz kam in der Tat nicht unerwartet. Doch als am 23. August 2017 mehr als drei Millionen Kubikmeter Felsen vom Piz Cengalo zu Tal donnerten und ein Murgang aus Schlamm und Wasser das Dorf Bondo bedrohte, erschütterte diese Naturgewalt die Menschen im Bergell in ihrem Innersten.

Zum einen waren da die acht Menschen, allesamt Touristen, die am Berg starben. Zum anderen verloren Familien ihr Hab und Gut. Häuser wurden von einem Augenblick auf den anderen zerstört oder zumindest unbewohnbar. Immerhin: Weil Bondo ein Notfallszenario vorgesehen hatte, war das Dorf innerhalb kürzester Zeit evakuiert. Die Bewohner kamen nicht zu Schaden.

Welche Auswirkungen aber hat der Bergsturz für die ganze Alpenregion? Wirft er ein neues Licht auf die Siedlungspolitik in den Bergkantonen? Und: Gibt es einen Zusammenhang mit dem Klimawandel?


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0:33
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10vor10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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1:00
Videotext Untertitel

Der Tote am Strand

Thriller, Deutschland 2006

Darsteller:
RosaSilke Bodenbender
ReginaBirge Schade
CamillaMonica Bleibtreu
FinnStephan Kampwirth
OleMatthias Brandt
AchimJustus von Dohnányi
u.a.
Drehbuch: Daniel Douglas Wissmann
Frei nach Motiven des Romans "Rosas Rückkehr" von Barbara Krohn
Regie: Martin Enlen
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenVor 15 Jahren ist Rosa vor ihrer Familie in die USA geflüchtet. Zum 70. Geburtstag ihres Vaters kommt sie zurück. Sie möchte eine Aussprache mit dem Patriarchen. Doch er ist tot.

Rosa findet ihn erschossen in einem Strandkorb. Die Trauer scheint sich in der Familie ...

Text zuklappenVor 15 Jahren ist Rosa vor ihrer Familie in die USA geflüchtet. Zum 70. Geburtstag ihres Vaters kommt sie zurück. Sie möchte eine Aussprache mit dem Patriarchen. Doch er ist tot.

Rosa findet ihn erschossen in einem Strandkorb. Die Trauer scheint sich in der Familie allerdings in Grenzen zu halten. Geht es tatsächlich um die Erbschaft? Oder um Rache? - Der Thriller basiert auf dem Roman "Rosas Rückkehr" von Barbara Krohn.

In seinen letzten Geschäftsjahren hatte Friedrich Liebmann viele Feinde angesammelt. Mutter und Geschwister verübeln der Heimkehrerin ihre Fragen und verdächtigen sie im Gegenzug selbst: Zu unzweifelhaft scheint ihnen Rosas Auftauchen mit dem Mord am Vater in Verbindung zu stehen.

Als Rosa dann entdeckt, dass ihre Mutter eine Affäre hat, befürchtet sie das Schlimmste. Zudem taucht immer wieder eine unbekannte, mysteriöse Frau auf. Doch nicht genug der Verwicklungen: Finn, der ermittelnde Kommissar, ist Rosas Jugendliebe. Auch er trägt einiges dazu bei, sie in tiefe Verwirrung zu stürzen. Rosa beschließt, auf eigene Faust die Wahrheit über den Mord an ihrem Vater herauszufinden - und stößt dabei auf ein dunkles Familiengeheimnis.


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2:29
VPS 02:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (1/4)

Das Oberengadin

Film von Anne Wigger

Ganzen Text anzeigenDie Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbockpopulation der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens.

Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass ...

Text zuklappenDie Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet mehrere Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbockpopulation der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens.

Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben – nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen ein gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln.

Obwohl das Wetter es nicht vermuten lässt, bestehen die Engadiner darauf, die Schnittkante zwischen Afrika und Europa zu sein. So verblüffend das klingt, plattentektonisch gesehen stimmt es. Hier stoßen die afrikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Als sie sich einst entschlossen, zu kollidieren, haben sie die Berge aufgeschoben, und es kam zu der sogenannten Blattverschiebung, die noch heute dafür sorgt, dass es hinter dem Malojapass erst sechs Kilometer später wieder ins Tal geht. Dazwischen liegen die vier Seen. Mit ihren knapp 10 000 Quadratkilometern Fläche sind sie von großer Bedeutung für den Wasserhaushalt, für das Klima und auch als reichhaltige Ökosysteme.

Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren oder Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Alpen-Flora und -Fauna Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer hier ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen. Orgien aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche.

Auch in Sachen Wetter wird an einem Tag schon mal das ganze Repertoire aufgefahren: Sonnenstrahlen im Morgennebel, gleißendes Mittagslicht, abgelöst von plötzlich aufziehenden spektakulären Wolkenformationen und wildem Gewitter. Alles zusammen ein Naturschauspiel, das schon Philosophen, Dichter und Maler beflügelte, die die Oberengadiner Seenplatte immer wieder bereisten und in dessen Licht und Farben sie Inspiration und Frieden fanden.


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3:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (2/4)

Der Vanil Noir

Film von Anja Glücklich

Ganzen Text anzeigenNahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er gilt nicht als einer der höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit.

Mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Flora und der reichhaltigen Fauna ...

Text zuklappenNahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er gilt nicht als einer der höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit.

Mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Flora und der reichhaltigen Fauna formt der 2389 Meter hohe Gipfel an der Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt das Herz eines Naturschutzgebietes. Ein Geheimtipp für Wanderer und Naturliebhaber.

Der Biologe Gregor Kozlowski präsentiert seltene Pflanzenarten wie den Drachenkopf, den Alpenmohn oder den kleinsten Baum der Welt, die Krautweide. Naturschützer, aber auch Almwirte, kämpfen für den Erhalt der prachtvollen Bergwiesen. Der Film führt in das Tal der Schmetterlinge und an verborgene Ruheplätze der schwarzen Kreuzotter, der Vipera Berus. Gewaltige, von der Eiszeit geprägte Felsformationen prägen die Landschaft. In einer Höhle wird das Karstphänomen deutlich.

Wildhüter Patrick Romanens nimmt die Zuschauer mit auf seine Steinbocksuche. Die Population mit gut 200 Tieren hat er stets im Auge und erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährliche Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: ein atemberaubendes Panorama und eine nur noch selten anzutreffende Stille lassen die Zeit vergessen - weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendenspezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.


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4:10
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Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (3/4)

Der Aletschgletscher

Film von Michael Gregor

Ganzen Text anzeigenDer Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen.

Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer ...

Text zuklappenDer Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen.

Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.

Der Masseverlust ist so dramatisch, dass als Erklärung eine natürliche Wetterschwankung allein nicht ausreicht.

Kurzfristig beschert das im Überfluss vorhandene Schmelzwasser dem Vieh auf den sich ausdehnenden Almen üppiges Futter. Viele Pionierpflanzen nehmen den vom Eis freigegebenen Lebensraum in Besitz. Doch Bergführer Dominik Nellen sieht die Heimat seiner tierischen Lieblinge rapide zusammenschmelzen: Der Gletscherfloh ist die einzige Tierart, die dauerhaft auf dem Gletscher überleben kann.

Naturschützer und Wissenschaftler reagieren auf die Herausforderung: Revierförster Peter Aschilier erprobt Methoden zum Schutz des Bergwaldes bei zunehmender Trockenheit. Der Fotograf und Biologe Carsten Brügmann dokumentiert die Anpassung von Orchideen an schwierige Umweltbedingungen.

Die Wildbienenspezialistin Sabrina Gurten erforscht die Verschiebung der Lebensräume bestimmter Arten in die Höhe, deutliches Indiz der Klimaveränderung im Alpenraum. Pro-Natura-Aktivist Laudo Albrecht sieht auch das Überleben der Murmeltiere am Aletsch massiv gefährdet. Förster Christian Theler errichtet regelrechte „Totholzburgen“, um Hirschkäfern die Fortpflanzung zu erleichtern. Ihr Engagement hilft den außerordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, den Klimawandel am Aletschgletscher zu überleben.


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5:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Unsere wilde Schweiz (4/4)

Das Verzascatal

Film von Marcus Fischötter

Ganzen Text anzeigenDas Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen.

Es ist ein raues, wildes Tal, mit mächtigen Wasserfällen und seltenen ...

Text zuklappenDas Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen.

Es ist ein raues, wildes Tal, mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.


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5:51
VPS 05:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Dienstag 07. November

Bondo

Der Bergsturz und seine Folgen

Reportage von Simon Christen, Marc Gieriet und Kathrin

Winzenried
(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenAnnemieke Buob Müller tut sich schwer. Seit dem Bergsturz am 23. August 2017, dem größten seit Jahrzehnten in Graubünden, müsse sie ihre Emotionen verdrängen und nur noch funktionieren.

Ihr Mann Reto Müller steht ihr zur Seite. In seinen Schmerz mischt sich ...

Text zuklappenAnnemieke Buob Müller tut sich schwer. Seit dem Bergsturz am 23. August 2017, dem größten seit Jahrzehnten in Graubünden, müsse sie ihre Emotionen verdrängen und nur noch funktionieren.

Ihr Mann Reto Müller steht ihr zur Seite. In seinen Schmerz mischt sich jedoch Genugtuung. Er habe seit Langem gewarnt. Aber nur wenige hatten ihn und die Experten hören wollen. "Reporter" zeigt, welche Folgen der Bergsturz von Bondo für die Menschen im Dorf hat.

Der Bergsturz kam in der Tat nicht unerwartet. Doch als am 23. August 2017 mehr als drei Millionen Kubikmeter Felsen vom Piz Cengalo zu Tal donnerten und ein Murgang aus Schlamm und Wasser das Dorf Bondo bedrohte, erschütterte diese Naturgewalt die Menschen im Bergell in ihrem Innersten.

Zum einen waren da die acht Menschen, allesamt Touristen, die am Berg starben. Zum anderen verloren Familien ihr Hab und Gut. Häuser wurden von einem Augenblick auf den anderen zerstört oder zumindest unbewohnbar. Immerhin: Weil Bondo ein Notfallszenario vorgesehen hatte, war das Dorf innerhalb kürzester Zeit evakuiert. Die Bewohner kamen nicht zu Schaden.

Welche Auswirkungen aber hat der Bergsturz für die ganze Alpenregion? Wirft er ein neues Licht auf die Siedlungspolitik in den Bergkantonen? Und: Gibt es einen Zusammenhang mit dem Klimawandel?