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Montag, 20. Mai 2013
9:05
schwarz-weiss monochrom

Die Nibelungen - Kriemhilds Rache

Stummfilm, Deutschland 1924

Darsteller:
SiegfriedPaul Richter
KriemhildMargarethe Schön
BrunhildHanna Ralph
König GuntherTheodor Loos
Hagen von TronjeHans Adalbert Schlettow
Königin UteGertrud Arnold
u.a.

Regie: Fritz Lang

Länge: 126 Minuten


Nachdem König Siegfried, Kriemhilds Mann, heimtückisch durch Hagen von Tronje, dem Ratgeber des burgundischen Königs Gunther, ermordet wurde, bricht die verratene Schwester Gunthers verbittert und voller Rachegedanken ins Hunnenland auf. Dort beginnt sie ein neues Leben an der Seite König Etzels und gebiert einen Sohn. Zu diesem Anlass und um ihren Racheschwur in die Tat umzusetzen, lädt Kriemhild König Gunther und sein Gefolge an den Hof Etzels. Noch in der Nacht der Ankunft setzt Kriemhild hunnische Krieger auf Hagen von Tronje an und verspricht eine reiche Belohnung für dessen Kopf. Am folgenden Tag wird in König Etzels Palast ein Festbankett gegeben, bei dem es zu einer blutigen Auseinandersetzung kommt.
Fritz Lang konzipierte gemeinsam mit Drehbuchautorin Thea von Harbou den zwischen 1922 und 1924 entstandenen Nibelungenfilm in zwei Teilen, "Siegfried" und "Kriemhilds Rache", den 3sat in einer neuen Restaurationsfassung mit der neu eingespielten originalen Orchestermusik zeigt, wurde in zwei Teilen. Der Film wurde mit einem bis dahin nie gekannten Aufwand realisiert. Die Vorbereitungszeit für Drehbuch, Bauten und Kostüme umfasste ein halbes Jahr, in dem ein künstlicher Wald mit neun Meter hohen Bäumen im Studio erbaut und ein 21 Meter langes Drachenmodell erschaffen wurde. Die Dreharbeiten begannen im Herbst 1922 und endeten nach der Uraufführung des ersten Teils im Frühjahr 1924 mit letzten Aufnahmen für den zweiten Teil. Die Ufa nutzte diese Zeit pressewirksam aus: Regelmäßig erscheinende Tagesberichte priesen die kreativen und technischen Höchstleistungen, die für diese Produktion in Babelsberg absolviert wurden. Ihr spektakuläres Ende fand der werbewirksame Verkauf der Dreharbeiten mit dem Finale des Films: Für das Niederbrennen des Etzel-Palastes durch Feuerpfeile der Hunnen wurde die Presse zum Nachtdreh eingeladen. Fritz Lang selbst soll den ersten Feuerpfeil abgeschossen haben.

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