Schon zugucken tut weh - Fremdschämen aktiviert das Schmerzgefühl
Das Beobachten peinlicher Situationen aktiviert die gleichen Hirnareale wie der Anblick körperlicher Schmerzen eines Mitmenschen.
Das Phänomen stellvertretender Scham ist unabhängig davon, ob die betroffene Person selbst die Situation als peinlich wahrnimmt, sagen Sören Krach und Frieder Paulus von der Universität Marburg. So tritt das Gefühl des Fremdschämens auch auf, wenn jemand mit offener Hose durch die Fußgängerzone geht, dies selbst aber gar nicht bemerkt.
Ausdrücklich erwähnen die Forscher beim Phänomen Fremdschämen Fernsehsendungen wie "Deutschland sucht den Superstar", in denen sich Kandidaten vor Millionen Zuschauern präsentieren. Sie lieferten Fremdscham dank peinlicher Situationen frei Haus, auch ohne dass die Betroffenen davon selbst etwas mitbekämen, erklärten die Forscher.
Für ihre erschienene Studie hatten sie Gehirnströme von 32 Menschen untersucht, die Zeichnungen von Menschen in peinlichen Situationen angeschaut hatten. Eine Fragebogenstudie mit 600 Probanden bestätigte ein weiteres Ergebnis der Gehirnstrommessungen.
24.11.2011
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mp mit Material von dpa
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[1] http://www.3sat.de/webtv/?111124_fremd_nano.rm (Moderne Hightech-Geräte [...]m das Gehirn sich schämt)
[2] http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0018675 (Krach S et [...]e 6: e18675)
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2013 / 3sat