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| Caféhäuser mit Roma-Musik gab es früher an jeder Straßenecke Budapests. Heute ist das eine Seltenheit. Live-Musik ist im krisengebeutelten Ungarn zu teuer geworden, der sogenannte Zigeunerjazz ist aus der Mode gekommen. "In den 1970er und 1980er Jahren war es viel besser", sagt ein junger Caféhaus-Musiker. "Und auch bis zur Mitte der 1990er Jahre war der Beruf des Zigeunermusikers noch ganz okay. Dann haben die Restaurants uns vor die Tür gesetzt und die Kapellen aufgelöst." Ausgerechnet im Budapester Kulturpalast - gerade noch das Zentrum für Órbans pompöse Liszt-Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag - betreten jetzt die jungen Roma-Musiker erstmals die große Bühne. Das Konzert unter Ferenc Snétbergers Leitung gerät zum großen Triumph. So lebt das große musikalische Erbe der Roma in Ungarn doch noch weiter - aller Diskriminierung und Vorurteile zum Trotz. Sendedaten: Kulturzeit: montags bis freitags, um 19.20 Uhr mehr zum Thema |