Ende einer Supermacht - Der Putsch gegen Gorbatschow
Sendedaten: In der Nacht zum 22. Oktober 2012, um 5.20 Uhr
Die Welt hält am 19. August 1991 den Atem an: Panzer in Moskau. Kommunistische Hardliner haben Gorbatschow an seinem Urlaubsort festgesetzt. Der Westen befürchtet die Wiedergeburt des Kalten Kriegs.
Die Machtzentren in USA und Europa reagieren alarmiert, die Börse nervös. Als die Nachrichtenagentur TASS verbreitet, Gorbatschow sei aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetreten, scheint das Ende der Perestroika nahe mit unabsehbaren Folgen für den globalen Entspannungsprozess. Besonders groß ist die Sorge in Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen noch knapp 300.000 sowjetische Soldaten, deren vollständiger Abzug erst für 1994 vertraglich vereinbart ist.
Der Putsch besiegelte das Ende der Union
Das politische Kalkül des Putschisten war offensichtlich, der Zeitpunkt von Zeitnot geprägt. Gorbatschows Entmachtung wurde einen Tag vor der geplanten Unterzeichnung des neuen Unionsvertrages inszeniert. Doch noch während die Putschisten Gorbatschow unter Druck setzen, formiert sich der zivile Widerstand in Moskau.
Hätten sich die Putschisten damals durchgesetzt, sähe die Welt jetzt sicher ein wenig anders aus. Was von ihnen als Rückkehr zur harten Hand und Rettung des Zentralstaates Sowjetunion beabsichtigt war, brachte noch 1991 das Ende der Supermacht Sowjetunion hervor.
Die 45minütige Dokumentation des Russland-Experten Ignaz Lozo befasst sich zum ersten Mal auch mit den Planungen und Vorbereitungen der Verschwörung. Sie gewährt Einblicke in die Entscheidungsabläufe innerhalb des sogenannten Notstandskomitees während der dramatischen Tage und Nächte im August 1991. Zu Wort kommen einige der führenden ehemaligen Putschisten. Aber auch Michail Gobatschow selbst nimmt Stellung zu den damaligen Ereignissen.
August 2011
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Red. T.Janssen/online smei
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2013 / 3sat