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| Die Wiener Gstettn beherbergen eine Reihe von bedrohten Arten, wie Gottesanbeterin, Haubentaucher oder Zauneidechse. Unzählige Säugetiere, Vögel und Amphibien finden hier Lebensraum - Füchse, Feldhasen, Waschbären, Laubfrösche oder Elstern. Weiters erobern sich Insekten wie der schillernde Rosenkäfer, der bizarre Ameisenlöwe oder das Wiener Nachtpfauenauge hier ein Zuhause. In der Welt der Pflanzen ringen Wiener Rauke und Hirtentäschel als bodenständige Arten mit Einwanderern - sogenannten Neophyten - wie Götterbaum und Goldrute um Plätze an der Sonne. |
| Hinter einer unscheinbaren Mauer auf einer Hauptverkehrsstraße oder einer Plakatwand existieren geheimnisvolle Winkel, die zumeist unentdeckt bleiben und zerstört werden, ohne je die Beachtung des Menschen gefunden haben. Die Dokumentation öffnet den Blick in diese verborgenen Lebenswelten mitten in der Metropole. In der riesigen Baulücke auf der Donauplatte, eingerahmt von der modernen Skyline der Glaspaläste der Donau-City, sitzt im Dickicht ein Feldhase und kaut an Kräutern. Zauneidechsen liegen in der Sonne, unbeeindruckt vom hektischen Treiben ringsum in Wiens modernstem Stadtteil. Doch die Uhr tickt, denn schon im nächsten Frühling werden hier Bagger das Fundament für Österreichs höchstes Gebäude ausheben und die Idylle auf Zeit beenden. Noch verzehrt in aller Ruhe eine Gottesanbeterin den gerade erhaschten Heuschreck. |