Die Ware Tier

Sendedaten: makro "Die Ware Tier" Freitag, 20. Januar 2012, 21.30 Uhr

Im Laufe seines Lebens verspeist jeder Deutsche vermutlich mehr als 1000 Tiere. Darunter vier Kühe, 46 Schweine und 945 Hühner. makro zeigt, welche Bedeutung der Faktor Tier heute in der Wirtschaft einnimmt und welche Folgen dies für Mensch, Tier und Umwelt hat.

Zu 95 Prozent stammen die Nutztiere in Deutschland aus der Massentierhaltung. Kuh, Schwein und Huhn sind heute Teil einer industriellen Produktionskette, in der das Tier zur Ware wird.Kein Wunder, dass Fleisch in Deutschland im internationalen Vergleich so billig ist.

Dass der oft rücksichtslose Umgang mit Nutztieren in Verruf geraten ist, scheint offenbar wenig zu stören. Genauso wenig wie die Skandale um BSE, Antibiotika und Dioxin. Weltweit gehören die Deutschen immer noch zu den größten Fleischverzehrern. Und sie essen es nicht nur gerne, sie exportieren es auch: Deutschland ist der größte Rindfleischexporteur der EU. makro startet zur Grünen Woche mit einer Sendung zu "Ware Tier".

Mastbetrieb: Die Schweinefabrik
Fleisch ist hierzulande ein Billigprodukt. Die Verbraucher zahlen weniger als in vielen anderen Ländern Europas. Das ist Folge eines gnadenlosen Preiskampfes, wie der Blick nach Niedersachsen zeigt, der Hochburg der Tiermäster.

Schlachthöfe: Schlachten im Akkord
Der Norden Deutschlands ist das Herz der deutschen Fleischindustrie. Nirgendwo sonst in Westeuropa wird so billig produziert wie hier. Das geht nur mit Billigarbeitern aus Osteuropa.

Geflügel: Hühnerbeine für Afrika
Auf den Märkten in Ghana landet seit Jahren immer mehr billiges, halbgefrorenes Hühnerfleisch aus Europa. Es sind Reste vom Huhn, die hier keiner mehr haben will und die dort die lokale Geflügelbranche ruinieren.

makroskop: Fleisch vom Fließband
88 Kilo Fleisch isst der Durchschnittsdeutsche im Jahr und liegt damit in der Spitzengruppe. Das funktioniert nur durch industrielle Massentierhaltung. Und so spricht man konsequenterweise von Fleischproduktion.

Tierfutter: Der Fluch der Soja-Bohne
So viel Futtermittel, wie Europas Fleischproduzenten brauchen, kann auf dem Kontinent gar nicht produziert werden. Schnell sollen Tiere schlachtreif werden. Gesucht wird also ein Turbo-Kraftfutter. Die Lösung: Soja.

02.12.2011  /  makro.onlineSH


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[6] http://www.3sat.de/boerse/kontakt/138670/index.html (Eva Schmidt)
[7] http://www.3sat.de/webtv/?120120_fleisch5_makro.rm (Prof. Albert Sundrum zu[...]t Kassel, im Interview.)
[8] http://www.3sat.de/webtv/?120120_fleisch1_makro.rm (Der Preis von billigem [...]chutzorganisation BUND.)

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