Der kalifornische Traum - Teil 1 - American Dream im Brötchen

Sendedaten: Freitag, 13. Juli 2011, 21.00 Uhr Wiederholung Sonntag, 6.30 Uhr Ein Film von Doris Ammon (Erstausstrahlung: 02.12.2011)

Hotdogs made in Hollywood. Pink’s Hotdog-Stand ist legendär. Vom Müllmann bis zum Filmstar speisen hier alle und das ist das Geheimnis. Ein kleines Stück den Stars näher, und wenn auch nur mit einer Wurst.

Die Würstchen mit Glamour-Faktor wandern im Akkord über die Theke. Gloria und Richard Pink schmeißen den Laden in der zweiten Generation. Anfangs kostete ein Hotdog gerade einmal 10 Cent. Inzwischen macht die kultige Würstchenbude zweieinhalb Millionen Dollar Umsatz im Jahr.
Was macht gerade diese Hotdogs so unwiderstehlich? Gloria und Richard wissen genau warum: "Hier gibt’s den Hollywood Hotdog. Schon Orson Welles, Howard Hughes und Spencer Tracy haben hier gegessen. Den Rekord für die meisten Hotdogs, die je auf einen Schlag verzehrt wurden, hält Orson Welles. Er aß 18 Hotdogs."

Filmstars ganz privat
Die Pinks und ihr Team haben es geschafft. Wie sie träumen viele Kalifornier vom Erfolg, vom großen Geld, vom schönen Leben. Der amerikanische Traum - er ist eigentlich ein kalifornischer. 2500 Hotdogs verkaufen die Pinks jeden Tag. 2500 mal garniert mit dem Traum, den Hollywood-Stars ganz nahe zu sein, und sei es nur in Form einer Wurst. Denn Pink’s lieben sie alle, vom Müllmann bis zum Rolls Royce-Besitzer. 250 Hollywood-Stars ließen es sich hier schon schmecken.
Bruce Willis machte Demi Moore hier einen Heiratsantrag. Richard erzählt: "Tom Hanks schließt alle seine Filmverträge hier ab. Einmal war er in der berühmten Talkshow von Jay Leno zu Gast, und da erzählt er, dass er die Kinder dieses Jahr nach Europa mitnimmt. Jay Leno fragt, schön, aber wieso Europa? Und Tom Hanks sagt: Die Kids sollen mal was sehen, das älter ist als Pink’s."

Relikt der Vergangenheit
1939 schon wurde das Geschäft gegründet, für amerikanische Verhältnisse fast schon Steinzeit. Nur mit 50 geliehenen Dollar Start-Kapital und einem Imbisswagen eröffnete Pink’s im selben Jahr wie "Vom Winde verweht" und "Der Zauberer von Oz". Eine Sternstunde des Kinos - und des Hotdogs.
"Kalifornien ist die letzte Grenze Amerikas. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Meine Eltern haben einfach ihre Chance genutzt", sagt Richard. So wie viele hier.

Haute Couture für den Hund
Doch es gibt auch solche die reich sind und es immer waren. Auf dem Rodeo Drive in Los Angeles kann man sie treffen, die Reichen und die Schönen. Das kalifornische Lebensgefühl: Shop until you drop. Siebzig Prozent Anteil hat der Konsum am Bruttoinlandsprodukt. Ohne den täglichen Kaufrausch würde die amerikanische Wirtschaft zusammenbrechen. Genau deshalb müssen immer wieder neue Produkte und Ideen her.

So zum Beispiel D.O.G. Nicht einfach eine Tierhandlung, sondern eine Hunde-Boutique. Die erste ihrer Art, natürlich in Beverly Hills. Die Mission von Inhaber und Fashiondesigner Christian Price lautet: Haute Couture für den Hund. Schauspielerin Linda Dona kommt oft mit ihrer Hündin Abigail vorbei. Die hat nicht viel mit zu reden beim Shopping, denn Frauchen Linda bestimmt, welches Outfit das Hündchen tragen muss. Die tierische Garderobe ist nicht günstig, mehrere hundert Dollar kann das Einkleiden der Vierbeiner schon mal kosten.

Land der Trends und Träume
Ob Hund oder Herrchen, sehen und gesehen werden, das geht wohl nirgendwo geht das besser als am Venice Beach von Los Angeles. Wenn Kalifornien die Trendschmiede der Welt ist, dann ist Venice Beach ihr Catwalk. Hier begann auch der Siegeszug des Handys.
Kalifornien verbreitete Surfen und Skaten, Beach Babes und Baywatch, Hippies und Hollywood. Ein Hype folgt im Sonnenstaat auf den nächsten. Nicht umsonst trägt der Staat den Spitznamen La-La-Land. Kalifornien lebt am Abgrund, immer in Erwartung des großen Bebens, und erfindet sich gerade deshalb immer wieder neu.

Doch es gibt auch solche die reich sind und es immer waren. Auf dem Rodeo Drive in Los Angeles kann man sie treffen, die Reichen und die Schönen. Das kalifornische Lebensgefühl: Shop until you drop. Siebzig Prozent Anteil hat der Konsum am Bruttoinlandsprodukt. Ohne den täglichen Kaufrausch würde die amerikanische Wirtschaft zusammenbrechen. Genau deshalb müssen immer wieder neue Produkte und Ideen her.


02.12.2011  /  makro.onlineSH


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