South Dakota - In den heiligen Bergen der Sioux

Sendedaten: Samstag, 16. Juli 2011, 15.15 Uhr

Wie eine kühle grüne Oase ragen die Black Hills aus den weiten Prärien Nordamerikas auf. Für die Bison jagenden Sioux-Indianer waren sie der Lebensraum - bis 1874 hier Gold entdeckt wurde und in Scharen weiße Abenteurer kamen. In den folgenden Jahren war hier in Städten wie Deadwood der Wilde Westen so wild wie nirgends sonst. Heute sind Ikonen wie der Mount Rushmore Pilgerziele für Patrioten aus dem ganzen Land.

Die Black Hills sind heute eine beliebte Ferienregion, die mit Wildwest-Flair und indianischen Powwow-Festen, großartigen Naturparks und nostalgischen Städtchen einen Blick in das Herzland Amerikas erlauben. Historische Bahnen dampfen durch die grünen Täler, spektakuläre Tropfsteinhöhlen locken Besucher an. Die Lebensgeschichten von Westernhelden wie Wild Bill Hickock und Calamity Jane werden in Museen, Saloons und Moritatenspielen zelebriert. Und auch die Bisons sind zurückgekehrt: Rund 1500 der massigen Tiere leben im Custer State Park und viele mehr noch in den bizarren Erosionslandschaften der Badlands am östlichen Rand der Berge.

Im Fels verewigte Präsidenten
Der höchste Berg der Black Hills ist mit 2.350 Metern der Harney Peak. Bekannteste Touristenattraktion der Bergkette ist jedoch der Mount Rushmore mit seinen vier in den Fels eingemeißelten Präsidentenköpfen. Das Monument entstand zwischen 1927 und 1941. Der verantwortliche Bildhauer John Gutzon de la Mothe Borglum verstarb wenige Monate vor der Fertigstellung seines Monumentalwerks, das sein Sohn schließlich vollendete. Dargestellt sind die zur Zeit der Erstellung des Denkmals wichtigsten Präsidenten der USA: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Jedes der vier Porträts ist 18 Meter hoch, die geplante Erweiterung der Figuren bis auf Taillenhöhe konnte aus Geldmangel allerdings nicht mehr ausgeführt werden.

Zahlreiche spirituelle Orte der Indianer
Die Errichtung des Monuments stieß auf massive Proteste der Lakota-Indianer, die darin eine Entweihung ihrer heiligen Stätte sahen. Die Black Hills gelten den Lakota - ein Indianerstamm aus der Sprachfamilie der Sioux - schon seit Jahrhunderten als heilige Berge. Hier befinden sich zahlreiche spirituelle Orte, und sie sind Schauplatz vieler ihrer Mythen. Bis heute suchen sie die Berge für religiöse Handlungen auf. Mit dem Goldrausch Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Indianer enteignet und in Reservate gedrängt. Die ihnen nach einem jahrzehntelang andauernden Gerichtsprozess im Jahr 1980 zugesprochene Entschädigung nahm die Vertretung des Volkes nicht an. Sie verlangt stattdessen bis heute erfolglos die Rückgabe der Berge.

Die Black Hills sind ein Ort der Gegensätze: Gleich neben einer der heiligsten Stätten der Sioux, zu der noch heute die Indianer pilgern, liegt ein Wallfahrtsort für hunderttausende Motorradfans aus den USA und aus aller Welt: Rund 400.000 reisen alljährlich zum Harley-Treffen von Sturgis. Das gigantische Happening ist das größte Ereignis der Region. Und nur wenige Kilometer weiter findet jeden Sommer ein christliches Passionsspiel nach Art von Oberammergau statt.

Sehen Sie am Samstag, 16. Juli 2011, 15.15 Uhr einen Film von Karl Teuschl über das in Europa wenig bekannte Herzland Amerikas.

Der höchste Berg der Black Hills ist mit 2.350 Metern der Harney Peak. Bekannteste Touristenattraktion der Bergkette ist jedoch der Mount Rushmore mit seinen vier in den Fels eingemeißelten Präsidentenköpfen. Das Monument entstand zwischen 1927 und 1941. Der verantwortliche Bildhauer John Gutzon de la Mothe Borglum verstarb wenige Monate vor der Fertigstellung seines Monumentalwerks, das sein Sohn schließlich vollendete. Dargestellt sind die zur Zeit der Erstellung des Denkmals wichtigsten Präsidenten der USA: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Jedes der vier Porträts ist 18 Meter hoch, die geplante Erweiterung der Figuren bis auf Taillenhöhe konnte aus Geldmangel allerdings nicht mehr ausgeführt werden.

Die Errichtung des Monuments stieß auf massive Proteste der Lakota-Indianer, die darin eine Entweihung ihrer heiligen Stätte sahen. Die Black Hills gelten den Lakota - ein Indianerstamm aus der Sprachfamilie der Sioux - schon seit Jahrhunderten als heilige Berge. Hier befinden sich zahlreiche spirituelle Orte, und sie sind Schauplatz vieler ihrer Mythen. Bis heute suchen sie die Berge für religiöse Handlungen auf. Mit dem Goldrausch Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Indianer enteignet und in Reservate gedrängt. Die ihnen nach einem jahrzehntelang andauernden Gerichtsprozess im Jahr 1980 zugesprochene Entschädigung nahm die Vertretung des Volkes nicht an. Sie verlangt stattdessen bis heute erfolglos die Rückgabe der Berge.


07.07.2011  /  SR / hei


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[1] http://www.3sat.de/ard/reisewege/148986/index.html (Utah - Canyon-Land im W[...]sche Touristen hierher.)
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/South_Dakota (Infos zu South Daktota bei Wikipedia)
[3] http://www.nps.gov/moru/index.htm (Offizielle Seite des Mount Rushmore National Park (eng.))
[4] http://www.nps.gov/badl/index.htm (Offizielle Seite des Badlands National Park (engl.))
[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Sioux (Infos zum Indianervolk der Sioux bei Wikipedia)
[6] http://www.3sat.de/wissenaktuell/155330/index.html (wissen aktuell: Die let[...]er (Sendung 13.07.2011))
[7] http://www.3sat.de/kulturzeit/tips/142314/index.html (Kulturzeit: Attraktion[...] "Sitting Bull" (2010))
[8] http://www.3sat.de/page/?source=/nano/news/100298/index.html (nano: Indigene Vö[...]Aussterben bedroht)

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