Welches Fairness-Gefühl haben Kinder? Kommen sie mit Sinn für Gerechtigkeit auf die Welt?
Welches Fairness-Gefühl haben Kinder? Kommen sie mit Sinn für Gerechtigkeit auf die Welt?
Wissenschaftsdoku: Eine faire Welt - nur Utopie?
Gerechtigkeitssinn kann evolutionäre Vorteile bieten
Fairness ist ein Wert, den jeder für erstrebenswert hält. Warum akzeptieren wir dennoch ein großes Maß an Ungleichheit und nehmen soziale Ungerechtigkeit einfach hin? Welches Fairness-Gefühl haben Kinder?
Wie lassen sich Ungerechtigkeiten auf wirtschaftlicher, politischer, Rassen- und Geschlechter-Ebene bekämpfen? Die Länder Costa Rica und Island sind positive Beispiele dafür, wie ganze Volkswirtschaften auf ein faires Miteinander ausgerichtet sein können.

Kleine Bildergeschichte
Fairness gilt als erstrebenswert. Dennoch nehmen viele Menschen ein großes Maß an sozialer Ungerechtigkeit einfach hin. Für Sina Trinkwalder ist Fairness erstrebenswert
In Augsburg hat Sina Trinkwalder ein sozial-ökologisches Textilunternehmen gegründet, das sozial benachteiligten Menschen eine neue Chance gibt. Das Augsburger Unternehmen "manomama"
Aus entsorgten Markisen-Stoffresten fertigen Sina Trinkwalder und ihr Team neue Rucksäcke Sina Trinkwalder im Gepräch mit ihren Mitarbeitern

Sind Chancengleichheit und eine faire Gesellschaft möglich?
"Menschen sind bereit, jede Ungerechtigkeit zu akzeptieren, wenn sie diese als Ergebnis eines Wettbewerbs sehen", bringt es der Forscher Alexander Kappelen auf den Punkt. Norwegische Wissenschaftler zeigen in Experimenten, dass kleine Kinder und Betriebswirtschaftsstudenten den größten Egoismus zeigen. Doch es gibt auch Belege dafür, dass ein gewisser Gerechtigkeitssinn evolutionäre Vorteile bietet und deshalb angeboren sein könnte. In Atlanta beobachten Wissenschaftler eine Gruppe Kapuzineraffen und sehen, dass unfaires Verhalten die Tiere sehr wütend macht.


manomama - Wunder muss man selber machen
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Interview mit Sina Trinkwalder
Sina Trinkwalder ist eine erfolgreiche Unternehmerin. Für ihr Engagement als Sozialunternehmerin bei der von ihr gegründeten ökosozialen Textilfirma "manomama" wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
"Wenn wir darauf warten, dass uns jemand - ob aus Politik oder Wirtschaft - sagt, ab morgen 'machen' wir eine faire Gesellschaft, wird das nicht funktionieren. Wir müssen selbst die Ärmel hochkrempeln." (Zitat Sina Trinkwalder)

Die Menschen, die bei "manomana" arbeiten
Jung und alt, gehandicapt, mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende, ohne Schulabschluss - sie alle haben zwei Dinge gemeinsam: In den Jobcentern werden sie geführt als "Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen", bei "manomana" sind sie wertvolle und fleißige Familienmitglieder. Ausschließlich in unbefristeten Arbeitsverhältnissen, Stundenlöhne von mindestens 10 Euro, und nach Arbeitszeiten, die mit der Familie vereinbar sind.
Blog von Sina Trinkwalder



Ein Film von Alex Gabbay
The winner takes it all - diese Haltung findet sich sowohl in kapitalistischen Gesellschaften wie auch im Sport, wo Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden.









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