Lachen ist ein komplexes neurologisches Programm, bei dem mehrere Hirnregionen beteiligt sind.
Lachen ist ein komplexes neurologisches Programm, bei dem mehrere Hirnregionen beteiligt sind.
Wissenschaftsdoku: Die Biologie des Lachens
Lachen ist nicht bewusst kontrollierbar
Seit wann lacht der Mensch? Sind wir Menschen die einzige Spezies, die lachen kann? Lachen ist ein wichtiger Teil unseres Lebens - vielleicht sogar das Fundament unserer menschlichen Natur.
Kleine Bildergeschichte
Professor Jan van Hoof untersucht die evolutionsbiologischen Ursprünge von Lächeln (links) und Lachen (rechts). © Altomedia, Doclab Lachen - ein vielversprechendes Forschungsfeld.
Ein junger Mann hält ein Affenbaby an beiden Händen – beide lachen sich an. Eine Videokamera zeichnet das Lachen auf. © Altomedia, Doclab Schimpansen haben ein "Spiel-mit-mir-Gesicht".
Der Mensch ist nicht die einzige Spezies, die lachen kann. Diese Erkenntnis hat dazu beigetragen, dass wir die  Evolution besser verstehen.  © Altomedia, Doclab Auch Schimpansen können herzhaft lachen.

Menschen waren nicht die ersten Lebewesen, die lachen konnten
Der niederländische Verhaltensforscher Jan Van Hooff, ein weiterer Pionier der "Lach-Forschung", analysiert in Experimenten das Lachen von Primaten. Bonobos, Schimpansen und Orang-Utans lachen herzlich, vor allem, wenn sie gekitzelt werden. Die Tatsache, dass Lachen in verschiedenen Spezies vorkommt und dort jeweils eine sehr einfache, stereotypische Struktur hat, deutet daraufhin, dass dieses Verhalten eine starke genetische und neurophysiologische Grundlage hat. Und die muss man untersuchen, wenn man das Lachen verstehen möchte.

Lachen hat eine eindeutige Signatur
Abgesehen von der allgemein akzeptierten Erkenntnis, dass Lachen die beste Medizin ist und mit Humor zu tun hat, wissen wir jedoch wenig über das Lachen selbst.

© Altomedia, Doclab Professor Robert Provine
Professor Robert Provine
In den USA hat Robert Provine, Neurologe und Psychologe an der Universität Maryland, seine berufliche Laufbahn der Erforschung des menschlichen Lachens gewidmet. Er untersucht, welche Mechanismen im Gehirn Lachen auslösen. Wie andere spontane Verhaltensweisen verschwindet Lachen, sobald man es untersuchen möchte, besonders in einer Laborumgebung. Die Hälfte aller Versuchspersonen kann nicht auf Befehl lachen, gleichzeitig ist Lachen jedoch ungeheuer ansteckend.

Nach Robert Provine hat Lachen eine eindeutige Laut-Signatur: Er beschreibt einen Lacher als eine Serie von kurzen Silben, jede etwa 75 Millisekunden lang, die in regelmäßigen Intervallen im Abstand von 210 Millisekunden wiederholt werden. Es gibt keinen spezifischen Vokal, der Lachen definiert, aber ähnliche Vokale ergeben zusammen ein Lachen: "ha-ha-ha" oder "ho-ho-ho", aber niemals "ha-ho-ha-ho".

Ein Film von Jacques Mitsch
Warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Warum ist Lachen ansteckend? Was genau am Lachen ist eigentlich gesund? Die Dokumentation zeigt, warum und wie wir lachen.




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