Seepferdchen mit Jungtier © dpa
Seepferdchen sind die wohl fürsorglichsten Väter unter den Tieren.
Seepferdchen sind die wohl fürsorglichsten Väter unter den Tieren.
Tierische Super-Papas
Auch im Tierreich gibt es fürsorgliche Väter
In der Tierwelt wissen viele Väter nicht, wer ihre Nachkommen sind. Sie sind auf die Rolle des Samenspenders reduziert. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ob mit Fell, Federn oder Schuppen - es gibt männliche Vertreter verschiedener Spezies, die die Verantwortung der Vaterschaft mit Hingabe annehmen und ihren Nachwuchs von der Geburt bis zur Selbständigkeit begleiten. Der Seepferdchen-Mann übernimmt sogar die Schwangerschaft.

Der Rosaflamingo hat nur ein einziges Junges aufzuziehen. Deshalb ist er bereit, sämtliche Aufgaben mit der Mutter zu teilen und den Nachwuchs gemeinsam zu versorgen. Die Roten Springaffenmännchen sind wohl die coolsten Superväter überhaupt: Das Baby verbringt den ganzen Tag auf dem Rücken seines Vaters: 20 Stunden lang bewegt der sich kaum und kümmert sich ausschließlich um das unbeholfene Kleine, damit die Mutter sich erholen und fressen kann.

Zärtliche Wölfe und babysittende Berberaffen
© MFP Wolfsväter können sehr zärtlich sein.
Wolfsväter können sehr zärtlich sein.
Selbst das Image des Wolfs als aggressive Bestie wird widerlegt durch die zärtliche Hinwendung, die Wolfsrüden ihrem Nachwuchs zukommen lassen. Ein Wolf nimmt eine Wegstrecke von vielen Kilometern auf sich, um ein verloren gegangenes Junge zu finden. Die Suche kann Tage dauern. Doch er gibt nicht auf, dafür zollen ihm die Jungen Gehorsam. Bei den Berberaffen weiß das Affenbaby nicht, wer sein biologischer Vater ist. Aber hier ist es tatsächlich nicht wichtig, weil viele Väter zur Verfügung stehen. Für das Berberaffenbaby kommt es darauf an, dass es auf eine männliche Bezugsperson zählen kann, wann immer es eine Vaterfigur in seiner Nähe braucht.

Das Verhalten des Seepferdchens ist einzigartig im Tierreich: er füllt seine Bauchhöhle mit den weiblichen Eiern. Einen Monat lang trägt dieser Supervater die Eier aus. Dann zieht er sich mit seinem gewölbten Schwangerschaftsbauch ins Seegras zurück und bringt die Jungen zur Welt. Das männliche Seepferdchen ist ein Fisch mit dem Kopf eines Pferdes, dem Schwanz eines Drachen und dem Mut eines Löwens.

Die Natur hält viele Varianten für eine gelungene Vaterrolle bereit. Wer mag da urteilen, welche die bessere ist? Die Wissenschaftsdoku beobachtet einige Spezies - Rosaflamingo, Roter Springaffe, Geburtshelferkröte, Seepferdchen, Löwe, Ährenmaus, Wolf, Biber, Berberaffe - um zu zeigen, wie wichtig Väter in der Natur sind.

Bildergalerie von nano

Tierväter
Schimpansin mit Kind © dpa
Bei den Tieren gibt es ganz unterschiedliche Papa-Typen: vom Patriarchen alter Schule, dem selbstlosen Vater bis zum egozentrischen Erzeuger.
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Sendedaten
13. April 2017, 20.15 Uhr
(Erstausstrahlung: 15. Dezember 2016)
Von wegen Rabenmutter!
"Liebevolle" Tiermütter
Von wegen Rabenmutter! Die Vögel kümmern sich weitaus besser um ihre Jungen als das Schimpfwort vermuten lässt. Und nicht nur sie.