Grafik Erdmagnetfeld © Esa, ATG Medialab
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Wissenschaftsdoku: Risiko Polsprung
Wenn aus Norden Süden wird
Das Magnetfeld der Erde: Wir sehen es nicht, wir fühlen es nicht, aber es ist lebenswichtig für uns, denn es schützt uns vor kosmischer Strahlung und vor Sonnenstürmen. Doch es wird schwächer.
Kleine Bildergeschichte
Das Erdmagnetfeld wird rund um die Uhr beobachtet. © Axel Thiede Das Erdmagnetfeld wird rund um die Uhr beobachtet.
In altem Fels kann man die letzte Polumkehr genau erkennen. © Axel Thiede In altem Fels kann man die letzte Polumkehr genau erkennen.
Beweis: Die letzte Polumkehr dauerte nur wenige Jahrzehnte. © Axel Thiede Beweis: Die letzte Polumkehr dauerte nur wenige Jahrzehnte.
Ein Blick nach Potsdam: Magnetfeld-Forschung im Labor. © Axel Thiede Ein Blick nach Potsdam: Magnetfeld-Forschung im Labor.

Wissenschaftler haben diese besorgniserregende Entdeckung gemacht. In der Erdgeschichte waren solche Schwächephasen des Magnetfeldes oft die Vorboten eines ungewöhnlichen Phänomens: Die Pole könnten komplett wechseln.

Kurz vor einem Polwechsel
Gesteinsprobe
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nano Beitrag:
Polsprung vor der Tür?
Der Nordpol wandert dann in den Süden und der Südpol liegt am Ende irgendwo in Kanada, das hat es schon oft gegeben in der Vergangenheit. Stehen wir kurz vor einem solchen Polwechsel und was bedeutet das für uns? Ein funktionierendes Magnetfeld ist quasi unsere Lebensversicherung. Es lenkt die kosmischen Teilchen zu den Polen ab, wo man sie dann als Nordlichter sehen kann.

Gerade die Zeit, bis ein solcher Polsprung vollzogen sein wird, ist kritisch und kann zwischen Jahrzehnten und Jahrhunderten dauern. Erst wird das Gesamtmagnetfeld schwächer, so wie im Moment auch, dann bilden sich Anomalien. Das bedeutet es könnte plötzlich mehrere Nordpole und Südpole gleichzeitig geben. Erst dann, wenn das Magnetfeld in Unordnung und besonders schwach ist, passiert plötzlich die Umkehr. Stromnetze und Kraftwerke würden ausfallen, jede Form von Navigation wäre unmöglich. Noch vor wenigen Jahren, am 13. Juli 2012, hat ein gigantischer Sonnensturm die Erde nur knapp verfehlt. Manche Wissenschaftler behaupten, er war so stark, dass er bei einem Volltreffer die USA technologisch ins 19. Jahrhundert zurück katapultiert hätte.

Der magnetische Nordpol unserer Erde hat vor einigen Jahren begonnen, seine Position zuverändern. Mit fast 50 Kilometern pro Jahr wandert er inzwischen von Kanada ostwärts und er wird immer schneller. Wenn er so weitermacht, hat er 2040 Sibirien erreicht. Im Durchschnitt hat sich in der Erdgeschichte eine Polumkehr alle 250.000 Jahre ereignet. Die letzte gab es vor 750.000 Jahren.

Ein Film von Stefan Lütke-Wissing
Woher die Wissenschaftler all dies wissen und wie sie versuchen, das Magnetfeld der Erde besser zu verstehen, damit wir uns auf eine Abschwächung des Schutzschildes oder gar eine Umkehr der Pole vorbereiten können, zeigt die Wissenschaftsdoku.





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Überlegungen zur sogenannten "Fünften Kraft".
Glossar
Das Erdmagnetfeld
Das Magnetfeld der Erde setzt sich aus zwei Feldern zusammen: Während das innere im Erdkern entsteht, wird das äußere durch Sonnenwinde erzeugt.