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Dumm geboren und nichts dazugelernt?
Intelligenzforschung zwischen Rassismus und flexiblen Erbanlagen
Gibt es geborene Verlierer und solche, denen alles bereits in die Wiege gelegt wurde? Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin behauptet: "Intelligenz ist erblich. Darum ist es nicht egal, wer die Kinder bekommt."
Er glaubt, zu 80 Prozent seien die Gene verantwortlich, weshalb er Probleme bei türkischen oder allgemein muslimischen Immigranten sieht. Diese Bevölkerungsgruppen seien einerseits unterdurchschnittlich intelligent, andererseits aber sehr gebärfreudig, dadurch nehme der Intelligenzquotient allmählich ab, behauptet Sarrazin und sieht seine Thesen in der Wissenschaft bestätigt.

Renommierte Intelligenzforscher wie Elsbeth Stern von der ETH Zürich widersprechen jedoch Sarrazins Verdummungsthese. Sie sagt: "Eltern und Kinder zeigen nur eine mittelhohe Übereinstimmung im Intelligenzquotienten. Unterdurchschnittlich intelligente Eltern können überdurchschnittlich intelligente Kinder haben und umgekehrt." Erst wenn die sozialen Bedingungen für alle Kinder gleich gut seien, könnten die Gene ihre Macht ausspielen.

Was ist dran an Sarrazins Thesen? Eine Bildungsreise in Sachen Intelligenzforschung

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Sendedaten
28.05.2015, 20.15 Uhr

Erstsendung: 10.04.2014
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