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Mein Auto, kein Auto
100 Jahre lang galt eine einfache Gleichung: Mobile Autonomie erfordert Eigentum: ein eigenes Auto. Doch seit immer weniger jungen Leuten das erste eigene Auto wichtig erscheint, fürchten ganze Industriebranchen ihren Untergang - zu Recht, wenn man auf die zunehmende Verdichtung des Lebensraums blickt und auf die Tatsache, dass Autos in der Regel 23 Stunden am Tag herumstehen, Parkraum verbrauchen und stetig an Wert verlieren.
Ein Carsharing-Fahrzeug ersetzt etwa 16 private Autos. Kein Wunder, dass die großen Autokonzerne mittlerweile alle in Carsharing-Modelle investieren. Der Mensch des Prä-Smartphone-Zeitalters war monomodal, das heißt, er nutzte mehr oder weniger ein Verkehrsmittel. Meistens das Auto, aber dann und wann auch die Bahn, den Bus oder die U-Bahn. Heute, dank hunderter Apps und Dutzender Carsharing-Angebote, ist er novomodal: Er bewegt sich mittels eines Mobilitäts-Budgets. Ihn interessiert nur, wie er von A nach B kommt und was das an Geld und Zeit kostet.

Dafür nimmt er möglicherweise mehrere Verkehrsmittel in Anspruch, auch ein Auto. Welches, ist egal - Hauptsache es ist verfügbar und in der Nähe. Und es muss nicht wieder an den Ausleihort zurückgebracht werden. Aber was, wenn man nicht in der Welthauptstadt des Carsharings, Berlin, lebt oder überhaupt außerhalb von Ballungszentren? Oder beruflich viel reisen muss? Kommt man wirklich rechtzeitig und bequem überall hin?

Das Team der Wissenschaftsdoku wagt den Selbstversuch und geht ohne eigenen Teamwagen auf Drehreise. Es erzählt, wie es sich mit "Car2gos" und Autonetzern, "Drivenows" und "Carusos" leben lässt - und ob das eigene Auto wirklich ein Auslaufmodell ist.

Sendedaten
20.02.2014, 20.15 Uhr
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