wissenschaftsdoku
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Ansichten eines Amokläufers
Was bringt einen Menschen dazu, ein Kino, eine Kirche oder einen Klassenraum zu betreten und wahllos auf andere Menschen zu schießen? Welche unglückliche Kombination von Umständen führt dazu, dass ein Mensch das unmenschlichste aller Verbrechen begeht?
Ein Jahr nach dem Amoklauf an der Sandy Hook Grundschule in Newtown versuchen Psychologen und Neurologen in den USA noch immer, die tragischen Ereignisse zu verstehen. Immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen deuten auf ein ganzes Geflecht von Umständen hin, die zusammentreffen müssen, um einen Menschen zum Amokläufer zu machen: unkontrollierbare Ausbrüche von Gewalt, Depression und soziale Isolierung.

Neuesten Theorien zufolge werden die destruktivsten aller Amokläufer nicht so sehr vom Bedürfnis zu töten getrieben, sondern vielmehr vom Bedürfnis zu sterben. Könnte Selbstmord - und der Wunsch mit größtmöglicher medialer Aufmerksamkeit unterzugehen - die Hauptmotivation sein? Gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, welche Menschen Gefahr laufen, mit Gewalt zu reagieren? Und noch wichtiger: können wir diese Personen erkennen, bevor sie Amok laufen?

Auf der Suche nach Antworten

Es gibt keine Diagnoseschublade
Andy war immer sehr verspielt. Er war ein sehr freundliches Kind. Später dann der Klassenclown. Am 5. März 2001 wird dieses Bild von Andy Williams jäh zerstört. Er tötete in der Schule zwei Menschen und verletzte dreizehn weitere.
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Sich rasch verändernde Gehirne sind anfällig
Die Verhaltensforscherin Karlen Lyons-Ruth untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Eltern und Kindern auf die Stressbewältigung eines Kindes für sein ganzes Leben auswirkt - mithilfe eines einfachen, jedoch aufschlussreichen Experimentes.
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Die Faktoren sind bekannt
Andy Williams ging im kalifornischen Santee in die Jungen-Toilette seiner High School und eröffnete das Feuer. Einen kleinkalibrigen Revolver hatte Andy zuvor aus dem verschlossenen Waffenschrank seines Vaters gestohlen.
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Frühe Intervention hilft
Wie kann man Jugendliche bei der Bewältigung ihrer Probleme unterstützen, bevor die Dinge eskalieren? Der Psychologe Paul Frick erforscht die Beweggründe von gewalttätigem Verhalten, mit dem Ziel es eines Tages verhindern zu können.
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Sendedaten
05.03.2014, 17.45 Uhr

Erstsendung: 16.01.2014
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Amok
Von Columbine bis Winnenden
Mittwoch, 5. März 2014, 17.45 Uhr