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Lupe
Fettleibigkeit vorprogrammiert
Einige chemische Substanzen stehen im Verdacht, bereits im Mutterleib Veränderungen im Stoffwechsel zu bewirken, die zu lebenslangen Gewichtsproblemen des Neugeborenen führen.
In den letzten drei Jahrzehnten sind die Menschen in den Industrienationen immer dicker geworden - obwohl das Problem rechtzeitig erkannt und benannt worden ist. Millionen Menschen hangeln sich von einer Diät zur nächsten, machen Sport, nehmen ab und wieder zu.

Wissenschaftler fragen sich, ob es mehr Ursachen für Fettleibigkeit gibt als den täglichen Kalorieninput. Als Nebeneffekt einiger Versuche mit Chemikalien trat eine ungewöhnliche Fettleibigkeit der Versuchstiere auf. Endokrin wirksame Substanzen, auch Umwelthormone genannt, gibt es reichlich: im Plastik, in Dosen, im Trinkwasser, im Essen. Einige davon stehen im Verdacht die Spermienbildung und Fortpflanzung von Tieren zu beeinflussen, andere könnten krebserregend sein. Der Zusammenhang mit Fettleibigkeit ist neu.

Übergewicht ist nicht nur ein Resultat zu hoher Ka- lorienzufuhr - Eine wissenschaftliche Spurensuche

Zufallsbefund Fettleibigkeit
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In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Fettleibigen verdoppelt. Das durchschnittliche Gewicht von Babies in unserem Kulturkreis steigt. Im Jahr 1999 bemerkten Reproduktions-Wissenschafter unabhängig voneinander eine interessante Nebenwirkung: ihre Labortiere wurden immer fetter.
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Wir sind umgeben von Fettmachern
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Es gibt eine neue Forschungs- richtung: Fetal Origins, zu deutsch: fötaler Ursprung. Deren These: Manche Krankheiten von Erwachsenen können während der Entwicklung des Fötus angelegt werden. Nach dieser Theorie können Faktoren, die das Geburtsgewicht beeinflussen, später zu Krankheiten führen.
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Langfristiger Blick auf das Phänomen Fettleibigkeit
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Sind kleine Mengen Fettmacher in der Lage, die Körperfülle ganzer Populationen zu verändern? Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden: umfangreiche Messungen. Studien mit Hunderttausenden von Menschen werden nun durchgeführt. Und die Zahl der verdächtigen Chemikalien wird immer länger.
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Fettleibigkeit allein mit chemischen Umwelteinflüssen zu erklären, ist zu einfach. Fakt ist: Wir haben ein gesellschaftliches Problem durch schlechte Ernährung gepaart mit mangelnder Bewegung. Ausreichend Bewegung und gute Ernährung werden immer wichtig sein.

Sendedaten
16.04.2014, 17.45 Uhr

Erstsendung: 14.02.2013
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