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Das "große Ganze"
Thema zur Sendung "Die Code-Knacker"
Im Jahr 1996 trafen sich herausragende Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen zur ersten interdisziplinären Konferenz über Primzahlen und die Riemannsche Vermutung. Die Teilnehmerliste las sich wie ein who is who der Mathematik, Physik und anderer Disziplinen.
Über 200 der anerkanntesten Wissenschaftler nahmen teil. Alle waren sich darin einig, dass die Lösung der Riemannschen Vermutung zu den wichtigsten Fragen der modernen Wissenschaft zählt und bevorzugt zu behandeln ist.

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Unter den Anwesenden war Alain Connes, der Gewinner der Field Medaille, dem Oskar für Mathematiker. Er skizzierte einen möglichen Weg zur Lösung von Riemanns Hypothese. Connes ist der Erfinder der "Nichtkommutativen Geometrie", einer Theorie, mit deren Hilfe Mathematiker komplexe Räume untersuchen können. Sie besagt, dass der Raum, in dem wir leben, nicht kontinuierlich ist, sondern aus vielen kleinen Unterbrechungen besteht.

Neue Form der Geometrie passt zu den Primzahlen
Die Erwartung war, dass diese neue Form der Geometrie dabei helfen könnte, einige fundamentale Fragen der Natur zu beantworten, von der Entstehung des Universums bis hin zum Quantenphänomen. Noch während der Konferenz erkannte Connes die Verbindung: seine neue Form der Geometrie passte zu den Primzahlen.

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Marcus du Sautoy, Mathematiker, Oxford Universität, Großbritannien:
"Diese neue Sprache, die Alain Connes eingeführt hatte, die Nichtkommutative Geometrie, das schien ein unglaublich starkes Instrument zu sein. Faszinierend, dass es jetzt einen Zusammenhang gibt zwischen der Art, wie wir die Primzahlen verstehen und den Fragen, die Physiker bearbeiten. Das könnte zu einer großen Verbindung zwischen den beiden Fächern führen."

Manche Mathematiker gehen sogar so weit zu behaupten, dass dank der Nichtkommutativen Geometrie die Theorie von "einem großen Ganzen" gelöst werden könnte.

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16.08.2012, 20.15 Uhr
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