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Wissenschaft am Donnerstag
Ein Abend im Zeichen der Wissenschaft
Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Wissenschaftsdoku relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik.
Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen unter anderem über gesellschaftliche und ethisch-moralische Aspekte des Themas.
Bedingungslos gehorsam
Der ferngesteuerte Krieger
Streitkräften weltweit setzen immer mehr Roboter ein, die autonom agieren, und Feinde aus der Ferne zielgenau "eliminieren". Die Aufklärung des Kampfgebietes durch unbemannte Drohnen spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch für die Bundeswehr.
Für den Einsatz in Afghanistan hat sie das deutsch-israelische Drohnensystem "Heron" geleast. Ein System, das schnell auch bewaffnet werden könnte. Die US-amerikanischen Streitkräfte sind schon weiter. Das Verteidigungsministerium hat das Ziel formuliert, dass bis 2015 ein Drittel der bewaffneten Fahrzeuge und Flugzeuge der US-Armee aus Robotern bestehen soll. Damit nicht genug: Der US-Forscher Ronald Arkin versucht, Kriegsmaschinen mit einem künstlichen Gewissen zu entwickeln, die die Kriegskonventionen verinnerlicht haben. Die Maschinen sollen selbst entscheiden, wann tödliche Gewalt angewendet wird.
Wird das Töten immer banaler, immer leichter? Oder helfen Roboter, Menschenleben zu schützen?
Technologische Möglichkeiten und ihre Konsequenzen
Roboter zu Lande, zu Wasser und in der Luft
Tel Aviv ist ein Zentrum der israelischen Rüstungsindustrie. Hier wird alles gebaut, was das kleine Land zur eigenen braucht - aber auch exportiert. Hier werden Piloten der deutschen Luftwaffe von israelischen Spezialisten an einem Ver- kaufsschlager ausgebildet: der Aufklärungsdrohne Heron Eins.
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Targeted Killing - gezielte Tötung
Andere US-Präsidenten haben Kriege geführt, die wesentlich höhere Opferzahlen forderten. Doch noch nie hat sich ein Präsident bei der geheimen Überwachung und gezielten Tötung von Feinden so intensiv auf Robotertechnologie gestützt wie Friedensnobelpreisträger Barack Obama.
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Verhaltensforschung für Roboter
Das Georgia Institute of Technology gehört zu den Universitäten, die eng mit dem Pentagon zusammenarbeiten. Ronald Arkin entwickelt dort auch im Auftrag des Militärs immer intelligenter agierende Maschi- nen. Roboter sollen lernen, menschliche Verhaltensmuster einzuschätzen.
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Autonome Kampfmaschinen - Segen oder Fluch?
Welche Konsequenzen hat das Töten aus der Distanz ohne eigenes Risiko? Erhöht es die Bereitschaft Krieg zu führen? Wenn die Roboter-Technik das eigene Risiko auf Null reduziert, wird das Töten aus der Distanz scheinbar harmlos, zu einer Art Videospiel. Verwundete haben dann keine Gnade zu erwarten.
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Die Roboter werden kommen. Bleibt die Frage nach der Verantwortung. Wieso sollen Roboter ohne Kriegserklärung töten dürfen? Was passiert, wenn gar der Roboter selbst außer Kontrolle gerät? Wer wird dafür zur Rechenschaft gezogen? Noch gibt es mehr Fragen als Antworten.
Sendedaten
18.10.2012, 20.15 Uhr
Erstsendung: 03.05.2012
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Interview mit Peter W. Singer über ethische, moralische und juristische Fragen der Automatisierung des Krieges [engl.]
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