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Dienstag, 20. April
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Wie viel Fisch steckt in uns? Mehr als wie denken, schaut man sich die Schädelnähte, an. Auch Kiemenbögen und Schwimmhäute besitzt ein Menschenfötus im Mutterleib. -> Sehen Sie die ganze Sendung
wissen aktuell: Das Tier in Dir
Der Mensch - ein Archiv der Evolution
Der Mensch fühlt sich als "Krone der Schöpfung". Doch was Evolutionsforscher heute aus den dunklen Tiefen unserer Abstammungsgeschichte zutage fördern, lässt den Menschen auf einmal nicht mehr so überlegen aussehen: In uns steckt nicht nur jede Menge Affe, in uns lassen sich auch jede Menge Fragmente von Säugetieren, Reptilien, Fischen und niederem Gewürm finden - eine Verwandtschaft, die man gerne verleugnen würde?
Unser Körper ist ein Archiv der Evolution
Lupe
"wissen aktuell: Das Tier in Dir" zeigt, wie viel Tier im Menschen zu finden ist. Wissenschaftsjournalist Axel Wagner, Paläontologe Oliver Sandrock und der Mediziner Aart Gisolf führen durch dreieinhalb Milliarden Jahre Erdgeschichte: Unser Körper ist ein Archiv der Evolution. So verdanken wir etwa unsere Wirbelsäule Ur-Verwandten, die einst als Fische die Meere besiedelten. Arme und Beine stammen aus der Zeit, als unsere amphibischen Ahnen vor Millionen Jahren das Wasser verließen. Ohne das durchsichtige und stabilisierende Protein namens Kollagen, das Organismen erstmals zur Entstehungszeit der Quallen in ihren Körpern einzubauen begannen, könnten wir weder sehen noch gehen. Doch die Evolution hält auch allerlei Patente aus der Urzeit bereit, die dem modernen Menschen eher zu schaffen machen, als sein Leben zu verbessern, wie das noch junge und ebenso spannende Forschungsgebiet der "Evolutionären Medizin" zeigt.

Faszinierende Einblicke in die Anatomie
Lupe
Sehen Sie am Donnerstag, den 23. August 2012, 20.15 Uhr das "wissen aktuell: Das Tier in Dir". Für das Projekt wurden unter anderem MR- und CT-Daten aus Universitätsklinken in Animationen übersetzt, die etwa den bewegten dreidimensionalen Blick in den Bauch einer Schwangeren und auf das Skelett des noch ungeborenen Menschen erlauben. Wo sonst Patienten untersucht werden, wurden Frösche, Haie, Schlammspringer und andere Verwandte gescannt, um ihre faszinierende Anatomie mit dem Menschen vergleichen zu können. Kostbare Fossilien wurden zudem mit der Kamera in 3D-Daten überführt, um sie in Zeitreisen auf anatomisch korrekte Weise wiederaufleben zu lassen.

Tierisch menschlich
Wir wussten es schon: Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung. Aber was Evolutionsforscher aus unserer Abstammungsgeschichte zutage fördern, lässt selbst Charles Darwin blass aussehen. In uns steckt nicht nur eine gehörige Portion Affe. Unsere Verwandtschaft reicht über andere Säugetiere zurück zu Reptilien, Amphibien und Fischen bis hin zu den Einzellern.
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Der Mensch als Fisch
Auch wenn in der Bibel steht "(Aus) Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren". Evolutionsbiologisch gesehen kommt auch der Mensch aus dem Wasser und besteht aus diesem zu 80 Prozent. Das alles Leben einst aus dem Wasser kam, ist bekannt. Dass wir viele Organe und "Erfindungen" in uns tragen, die aus einer Zeit stammen, als alles Leben noch in den Ozeanen stattfand, ist dennoch erstaunlich.
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Der Sprung an Land
Die direkten Vorfahren des Menschen waren Knochenfische. Haie zählen zwar zu den Knorpelfischen und sind somit nur entfernte Verwandte von uns, dennoch können wir eine ganze Menge von ihnen über unsere eigene Vergangenheit im Lebensraum Meer lernen. Durch sie können wir in eine Episode der Entwicklungsgeschichte blicken, in der das Modell "Fisch" die höchste Entwicklungsstufe der Evolution war.
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Der Affe in uns
Genetisch gleichen sich Mensch und Schimpanse zu fast 99 Prozent. Aber was hat der heutige Homo sapiens mit seinen nächsten Verwandten wirklich gemeinsam? "wissen aktuell: Das Tier in Dir" unternimmt eine Expedition in die Vergangenheit bis zu den gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Affe.
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Sendedaten
Donnerstag, 23. August 2012, ab 20.15 Uhr
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Experiment Verwandtschaft
Mehr zur Sendereihe beim SWR-Fernsehen, mit Hintergrundinformationen und Lehr- und Begleitmaterial für Schulen.
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