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Dienstag, 20. April
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Energieeffizientes Bauen
wissen aktuell: Strom von morgen
Energie, die man nicht erzeugen muss, ist wohl die ökologischste Energie. Das neue Hauptquartier des UN Umweltprogramms in Nairobi macht vor, wie es geht. Von außen eher unauffällig, doch von innen eine Trickkiste.
Das Haus ist so gebaut, dass sich bei geöffneten Bürofenstern eine Sogwirkung entwickelt. Kühle Luft strömt durch die Büros, steigt im Innenhof nach oben und entweicht seitlich durch das offene Dach. In den Büros sind Bewegungsmelder und sorgen dafür, dass Energiesparleuchten nur dort brennen, wo jemand arbeitet.

Achim Steiner, Generaldirektor UNO - Umweltprogramm UNEP:
"Es steht einer Umweltbehörde der Vereinten Nationen gut an, wenn sie das auch umsetzt, was sie tagtäglich versucht der Welt nahe zu bringen. Das haben wir hier glaub ich auch geschafft, denn es ist ja nicht nur die Energieeffizienz, dieses Gebäude wird das erste Gebäude in den Vereinten Nationen sein, das zu 100% mit Solartechnologie seinen Strom produziert."

Ein gewaltiges Entwicklungspotential
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Das Herzstück ist ein 500 Kilowatt-Solarkraftwerk auf dem Dach. Ein deutsches Unternehmen gewann die Ausschreibung gegen die Konkurrenz aus China. Ein Millionenauftrag für die deutsche Industrie in Kenia und nicht nur dort, hofft man. Die afrikanischen Märkte wachsen, stehen aber bei der Energieversorgung oft noch am Anfang.

Bernd Wolff, Energiebau Sola:
"Wir haben hier seit Monaten strahlenden Sonnenschein und da bekommt man natürlich Phantasien: Was wäre möglich, wenn die Banken einsteigen würden und würden Solartechnik finanzieren, z.B. mit Mikrokrediten an die kleinen Leute, an die Bauern?"

Für 700 Dollar könnte sich hier ein Durchschnittshaushalt mit Solarstrom selbst versorgen. Delegationen aus ganz Afrika pilgern aufs Dach des UNO Hauses. Allein in Ostafrika sind nur knapp ¼. der rund 120 Millionen Einwohner ans Stromnetz angeschlossen. Ein gewaltiges Entwicklungspotential, denn Sonne gibt es hier mehr als genug.

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