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Porträt Wiebke PulsPorträt Wiebke Puls
Ausgezeichnet mit dem 3sat-Preis: die Schauspielerin Wiebke Puls.
3sat-Preis für Wiebke Puls beim 55. Theatertreffen
Der mit 10.000 Euro dotierte 3sat-Preis geht an die Schauspielerin Wiebke Puls für ihre darstellerische Leistung in der Inszenierung "Trommeln in der Nacht" in der Regie von Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen. Darauf verständigte sich die Jury, bestehend aus Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, Shirin Sojitrawalla, Theaterkritikerin und Mitglied der Theatertreffen-Jury, und Wolfgang Horn, Redakteur in der ZDF-Redaktion Musik und Theater. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 55. Theatertreffens am 10. Mai 2018 im Deutschen Theater, Berlin statt.
"In Christopher Rüpings Inszenierung von 'Trommeln in der Nacht' funkelt Wiebke Puls innerhalb eines glänzenden Ensembles, egal welche Haltung, welche Spielweise sie einnimmt. Ob naturalistisches Reenactment, expressiv-komödiantisch oder als Klangkörper für Brechts Sprache. Immer begibt sie sich voll und ganz in ihre Rolle. Kompromisslos und mutig. Kurz: Wiebke Puls strahlt in allen Facetten. Diese schauspielerische Qualität zeigt sie seit Jahren als Ensemble-Mitglied der Münchner Kammerspiele, nun bereits unter drei grundlegend unterschiedlichen Intendanzen (Frank Baumbauer, Johan Simons, Matthias Lilienthal)", so die Begründung der Jury.

Bertold Brechts Stück "Trommeln in der Nacht" erzählt die Geschichte des Kriegsheimkehrers Andreas Kragler, der sich zwischen Revolution und Liebe entscheiden muss. Am 29. September 1922 wurde das Stück in der Regie von Otto Falckenberg an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. Fast 100 Jahre später inszeniert Christopher Rüping das Drama dort neu. Alternierend werden zwei Versionen gezeigt: eine von Brecht und eine mit alternativem Ausgang nach Brecht. "In zwei Stunden gelingt dem Ensemble ein immens unterhaltsamer, berührender und bestärkender Abend über die Macht des Theaters, den Aufbruch in neue Zeiten und die Liebe als weites Feld", so die Theatertreffen-Jury über die Inszenierung.

Seit 1997 vergibt 3sat als Medienpartner des Berliner Theatertreffens jährlich den 3sat-Preis für eine künstlerisch innovative Leistung an eine/n oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderen Milo Rau, Herbert Fritsch, Sandra Hüller und Christoph Schlingensief.
In seinem Programm präsentiert 3sat drei "Starke Stücke" aus den zehn zum Theatertreffen eingeladenen bemerkenswerten Inszenierungen.

Theatertreffen im 3sat-Programm
Samstag, 5. Mai 2018, 20.15 Uhr
"Woyzeck" (Theater Basel)

Samstag, 12. Mai 2018, 20.15 Uhr:
"Die Odyssee" (Thalia Theater Hamburg)

Samstag, 19. Mai 2018, 20.15 Uhr:
"Trommeln in der Nacht" (Münchner Kammerspiele)
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Info
Die öffentliche Verleihung des 3sat-Preises findet am Donnerstag, 10. Mai 2018 im Anschluss an die Vorstellung von "Trommeln in der Nacht" im Deutschen Theater, Berlin beim 55. Berliner Theatertreffen statt.
Theatertreffen 2018
Laudatio auf 3sat-Preis-Gewinnerin Wiebke Puls
Am 10. Mai wurde der 3sat-Preis 2018 an die Schauspielerin Wiebke Puls für ihre darstellerische Leistung in „Trommeln in der Nacht" verliehen. Die Laudatio hielt die Theaterkritikerin Shirin Sojitrawalla – hier ist sie zum Nachlesen!
Über Wiebke Puls
Die Schauspielerin und Sängerin Wiebke Puls, 1973 in Husum geboren, ging 1997 nach ihrer Ausbildung an der Hochschule der Künste in Berlin ans Schauspiel Hannover und wechselte drei Jahre später ins Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Seit 2005 ist sie Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele, wo sie aktuell unter anderem in "Das Erbe" von Ersan Mondtag, "Trüffel Trüffel Trüffel" von Felix Rothenhäusler und "Point Of No Return" von Yael Ronen zu sehen ist. Für ihre Rolle der Kriemhild in "Die Nibelungen" wurde sie beim Theatertreffen 2005 mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet.
Starke Stücke 2018
Theatertreffen 2018
Vom Theatertreffen in Berlin zeigt 3sat an drei Samstagen im Mai seine Starken Stücke: "Woyzeck" von Ulrich Rasche, "Die Odyssee – Eine Irrfahrt nach Homer" von Antú Romero Nunes und "Trommeln in der Nacht" von Christopher Rüping.
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