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Trommeln in der Nacht
Von/nach Bertolt Brecht
Sie können bei uns wählen: möchten Sie lieber das Ende von Brecht sehen oder interessiert Sie mehr das Ende nach Brecht? Natürlich können Sie sich auch beide Enden ansehen:
Klicken Sie hier für den 5. Akt in der Version von Bertolt Brecht:Andreas Kragler entscheidet sich für den Rückzug ins Private.Er geht mit Anna nach Hause und überlässt die Revolution sich selbst.
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Klicken Sie hier für den 5. Akt in einer Version nach Bertolt Brecht:Andreas Kragler entscheidet sich für den Aufbruch ins Politische.Er zieht mit den Revolutionären in den Kampf und überlässt Anna sich selbst.
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Inszenierung Christopher Rüping
Bühne Jonathan Mertz
Kostüme Lene Schwind
Musik Christoph Hart/Damian Rebgetz/Paul Hankinson
Licht Christian Schweig
Dramaturgie Katinka Deecke

Bei Brecht gesteht Anna schließlich ihre Schwangerschaft, Kragler verzeiht ihr und wendet sich von den Protesten ab, um sein privates Glück zu finden. Ein Ende, das Brecht später selbst als zu rührselig empfand. Christopher Rüping bietet deshalb eine zusätzliche Schlussvariante an: Kragler lässt Anna zurück und schließt sich den Revolutionären an. Er zieht in den Kampf, das Politische siegt über das Private.

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Vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg rechnet keiner mehr mit der Rückkehr des Artilleristen Andreas Kragler, nur Anna, die ihn immer noch liebt. Doch hindert sie das nicht daran, sich mit dem Kriegsgewinnler Murk einzulassen.

Bald bleibt ihr kein anderer Ausweg, als ihren verschollenen Geliebten zu verraten: Sie ist schwanger von Murk und ihre Eltern drängen auf die Verlobung. Als sich Anna endlich dazu durchringen kann, taucht Kragler wieder auf, kehrt heim aus der Kriegsgefangenschaft. Zu spät. Niemand will mehr etwas von ihm wissen, er stört die Idylle, die keine ist. In der Stadt tobt der Spartakusaufstand, dem sich Kragler, jede Hoffnung auf Glück verloren, anschließt.

„Trommeln in der Nacht“ von Bertolt Brecht ist das erste all seiner Stücke, das je auf einer Bühne gespielt wurde. Die Uraufführung fand 1922 in den Münchner Kammerspielen statt. Fast 100 Jahre später lässt Hausregisseur Christopher Rüping sein Ensemble nun an historischer Stätte die Originalinszenierung in einer Art Reenactment wiederaufleben. Bis hin zu einzelnen Bewegungen, die Anzahl von Schritten oder bestimmte Betonungen lässt er zu Beginn die Schauspielerinnen und Schauspieler das Original nachahmen, bis sich dann die strenge Form immer weiter auflöst, die einzelnen Figuren verschwimmen und das Bühnenbild zerstört wird.

Besetzung:
Christian Löber, Damian Rebgetz, Hannes Hellmann,
Nils Kahnwald, Wiebke Mollenhauer, Wiebke Puls

Sendedaten
Samstag, 19.05.2018
20:15 Uhr

Inszenierung: Christopher Rüping
Fernsehregie: Andreas Morell
Redaktion: Wolfgang Horn
Eigenproduktion
3sat-Preis 2018
© Jule Roehr VideoPorträt der 3sat Preis-Trägerin Wiebke Puls
3sat-Preis 2018
3sat-Preis für Wiebke Puls beim 55. Theatertreffen
Der mit 10.000 Euro dotierte 3sat-Preis geht an die Schauspielerin Wiebke Puls für ihre darstellerische Leistung in der Inszenierung "Trommeln in der Nacht" in der Regie von Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen.
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Kurzfilme
Kurzfilme zum Theatertreffen 2018
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